Leserstimmen zu
Flavia de Luce 10 - Todeskuss mit Zuckerguss

Alan Bradley

Flavia de Luce (10)

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Flavia de Luce ist ein mittlerweile 12-jähriges Mädchen, das im England der 50er Jahre auf einem Landgut lebt und dort auch schon manch einen Kriminalfall lösen konnte. Denn Flavia ist überaus intelligent, pfiffig und eine Koryphäe auf dem Gebiet der Chemie. Die Ereignisse überschlagen sich, als ihre Schwester Ophelia beim Anschneiden ihrer Hochzeitstorte einen abgetrennten Finger darin findet. Außerdem gibt ein Auftrag für Flavias neu gegründetes Detektivbüro Rätsel auf... Die „Flavia de Luce“-Bücher stechen für mich total zwischen anderen Büchern hervor. Nicht nur wegen der tollen Covergestaltung, sondern vor allem wegen des einzigartigen Schreibstils. Flavias Gedanken sind besserwisserisch und teilweise überheblich, oft sind sie sogar richtig fies. Ich weiß, dass einige Flavia deshalb sehr unsympathisch finden und deswegen auch mit der ganzen Buchreihe wenig anfangen können. Aber ich liebe es! Hinter ihren Gedankengängen steckt so viel britischer Humor, für mich ist es genau das Richtige! Was mir außerdem besonders an den „Flavia de Luce“-Büchern gefällt, ist, dass in die spannende Erzählung Fakten und Wissenswertes über Schriftsteller, Komponisten, Künstler und Politiker der Zeit und Vergangenheit eingeflochten werden. Dank Flavia de Luce habe ich auf jeden Fall schön einiges gelernt. Sehr gut für die Allgemeinbildung! Und natürlich kommt auch Flavias große Liebe, die Chemie, wieder nicht zu kurz. So weiß ich jetzt zum Beispiel, was eine Klein‘sche Flasche ist und wie man laborchemisch Coffein nachweist. Nach 10 Büchern dieser Reihe habe ich alle Charaktere total lieb gewonnen. Vor allem Dogger ist mein heimlicher Star. Auch die Zankereien und Wortgefechte zwischen Flavia und ihren zwei älteren Schwestern finde ich immer wieder amüsant. Worüber ich mich in „Todeskuss mit Zuckerguss“ besonders gefreut habe, ist die Beziehung zwischen Flavia und Dogger. Wo er in den ersten Bänden noch ein treuer, aber nicht ganz zurechnungsfähiger Hausangestellter ist, entwickelt er sich von Band zu Band zu einem brillanten, gerissenen Vertrauten und sogar Freund von Flavia. Es war schön, Doggers Charakterentwicklung mitzuerleben. Man merkt, wie wichtig er der sonst so selbstständigen und manchmal sogar recht gefühlskalten Flavia ist. Mir gefällt, wie Dogger deine kleine Gehilfin behandelt. Er lässt sie selbst denken und nimmt nichts vorweg. Wenn Flavia dann die richtigen Schlüsse zieht, nickt er nur anerkennend und gibt ein „Bravo“ zu Besten. Dabei habe ich immer ganz genau seinen Gesichtsausdruck vor Augen, den er dabei wahrscheinlich macht. Der Kriminalfall hat mir wieder einmal sehr gut gefallen, vor allem die Rolle, die Hahnemanns Homöopathie darin spielt. Auch das Setting von Ophelias und Dieters Hochzeit als Schauplatz eines Verbrechens fand ich sehr stimmig. Die Bücher von Alan Bradley haben ihren ganz eigenen Charme. Der Humor ist teilweise recht anspruchsvoll, sodass man manch unterschwellige Bemerkung zum Beispiel nur mit Lateinkenntnissen komplett verstehen kann. Für mich also genau richtig. Natürlich kann man auch ohne Latein viel Freude am Buch haben, ich habe mich hier nur auf 1-2 Stellen bezogen. Immer wenn ich einen „Flavia de Luce“-Roman lese, denke ich mir, ich liebe im falschen Jahrhundert. Ich wette, meine Seele ist britisch und in einem früheren Leben habe ich auch auf einem englischen Landgut gelebt, so wie Flavia. Auf jeden Fall wecken die Bücher immer wieder mein Fernweh nach England. Insgesamt also wieder einmal eine sehr gut gelungene Fortsetzung der Bücher rund um Flavia de Luce, die ich nur weiterempfehlen kann!

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Rezension zu Flavia de Luce - Todeskuss mit Zuckerguss von Alan Bradley Eine Hochzeit, auf der Flavia zu Gast ist, wäre doch langweilig ohne einen Mordfall. Und so kommt es, dass beim Anschneiden der Hochzeitstorte ein Finger zu Tage kommt, der da nun wirklich nichts zu suchen hat. Gemeinsam mit Dogger, ihrem Partner, macht sie sich daran zu ermitteln wem der Finger gehört und vor allem wie er in die Torte gekommen ist. Bei ihren Recherchen werden sie nicht nur von Missionarinnen abgelenkt, sondern auch zahlreiche  ungeklärte Familiengeheimnisse und eine weitere Leiche erschweren ihnen die Arbeit. Aber das Ermittlerduo gibt sich nicht so schnell geschlagen und so kommen immer mehr düstere Geheimnisse ans Licht, die ein verwirrter Erfinder, eine verrückte Gärtnerin und eine Kranke zu verbergen versuchen. Die Murexid-Reaktion sollte laut Flavia jeder kennen und besonders in ihrem aktuellen Fall ist der Nachweis von Koffein sehr wichtig. Und so verbringt die junge Ermittlerin auch in diesem Buch wieder viel Zeit im Labor in dem sie auch hier wieder wichtige Entdeckungen macht, die für ihre Ermittlungsarbeit auch dieses Mal wieder sehr wichtig sind. Ein Krimi zum Lachen und mit rätseln, denn der Autor macht es wie jedes Mal bis zum Ende spannend.

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"Jeder Betrug verlangt nach einem Körnchen Wahrheit, wie verdünnt sie auch sein mag." (Seite 303) Beim Anschneiden ihrer Hochzeitstorte findet Flavias Schwester Ophelia (‚Feely‘) mitten im Gebäck einen abgetrennten menschlichen Finger. Feely steht unter Schock, doch Flavia ist ganz in ihrem Element, nimmt den Finger heimlich an sich und untersucht ihn in ihrem Chemielabor. Es handelt sich um einen ordentlich manikürten Frauenfinger, der nach Formaldehyd riecht. Mit Doggers Hilfe findet Flavia blitzschnell heraus, dass der Finger von einer verheirateten, linkshändigen Gitarrenspielerin stammen muss, und bald kennen die beiden auch einen Namen, denn im August wurde die berühmte Gitarristin Adriana Castelnuovo auf dem nahegelegenen Friedhof von Brookwood beigesetzt. Der Fall um den gefundenen Finger ist die erste Ermittlung des Detektivbüros ‚Arthur W. Dogger & Partner‘, und so machen sich Flavia und Dogger auf den Weg nach Brookwood. Bald bekommen sie einen weiteren Auftrag, denn eine gewisse Mrs Prill meldet wichtige Briefe als vermisst. Ich habe alle Flavia-Bände mit großer Begeisterung gelesen, und das einzig Negative, was ich über den zehnten Band ‚Todeskuss mit Zuckerguss‘ sagen kann, ist, dass damit die Reihe beendet ist. ‚Todeskuss mit Zuckerguss‘ ist genauso bitterböse und schwarzhumorig wie die anderen Bände, aber immer wieder kommen Flavias Warmherzigkeit und ihre komplexe Gefühlswelt zum Vorschein, was die Reihe so wunderbar komplex und besonders macht. Gefallen haben mir zudem die (für die Reihe typischen) Einblicke in Chemie und in Botanik, die detailverliebten und überzeugenden Darstellungen von Flavia und ihren Schwestern, Dogger, Mrs Mullet, den Dorfbewohnern und Personen im Umkreis von Bishop‘s Lacy sowie der Handlungsorten, v.a. die düsteren und geheimnisvollen Beschreibungen des Herrenhauses Buckshaw. Diesmal bewegt sich Flavia u.a. auf den Spuren der Homöopathie und bereist die Umgebung von Bishop‘s Lacy, so dass der Leser auch andere Handlungsorte kennenlernt und mehr über historische Begebenheiten und Samuel Hahnemanns Anschauungen und Ideen erfährt. ‚Todeskuss mit Zuckerguss‘ bietet perfekte Unterhaltung, viel Sprachwitz, spannende Einblicke in die Welt der Chemie sowie eine ebenso kluge und bitterböse wie empfindsame Ermittlerin. Alan Bradley: Todeskuss mit Zuckerguss. Deutsch von Gerald Jung und Katharina Orgaß. Penhaligon, 2019, 315 Seiten; 20 Euro.

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Nachdem mich Band 9 nicht ganz so mitreißen konnte, schließt Band 10 wieder an die vorherige Begeisterung an, die mich mit der Flavia Reihe verbindet. Mittlerweile kennt man die junge Chemikerin mit dem Hang zum Morbiden schon recht gut und obwohl sie erst 12 Jahre alt ist, ist sie mit ihrem altklugem Charme und ihrer pfiffigen Schläue ein liebenswerter Charakter, den man einfach gern haben muss :) Ihre Faszination alles in chemische Bestandteile zu entschlüsseln und für den Tod haben viele Hintergründe, die in der Familiengeschichte zugrunde liegen und Flavia ist immer noch nicht wirklich bereit, ihre Gefühle offen zu zeigen. Das kennt sie auch nicht anders, hält es für äußerst britisch, immer die Fassung zu bewahren und konnte es sich wegen ihrer böswilligen Schwestern auch nie leisten, ihre Maske fallen zu lassen. Selbst jetzt, da ihre große Schwester Feely heiratet und ausziehen wird aus dem Anwesen Buckshaw, traut sie sich kaum, eine Träne zu verdrücken. Schnell und gerne lässt sie sich ablenken von einem überraschenden Ereignis auf der Hochzeit, das sofort ihre Neugier und ihren Spürsinn weckt. Zusammen mit Dogger macht sie sich an die Aufklärung und der Fall ist wieder mal höchst verzwickt. Der Autor lässt ja gerne in jedem Band einige chemische Fachbegriffe fallen, wodurch man einige unnütze, aber auch einige nützliche Details in dem Bezug kennenlernt - dieses Mal hat er aber auch noch das Thema Homöopathie mit einfließen lassen, die ja zur damaligen Zeit noch viele unterschiedlichen Auffassungen unterlegen war. Eigentlich wie heute :) Jedenfalls hat es mich gefreut auch mal zu diesem Thema einiges Wissenswertes zu erfahren. Dogger ist ja das "Mädchen für alles" auf Buckshaw und war bisher eine Nebenfigur und ein recht eigenbrötlerischer Charakter, weil er immer noch mit seiner posttraumatischen Störung aus dem Krieg zu kämpfen hat. Mit Flavia hat ihn aber schon immer ein besonders herzliches Verhältnis verbunden und die Detektei, die die beiden jetzt zusammen betreiben, funktioniert fabelhaft! Er ist endlich jemand, der Flavia ernst nimmt und sie in ihren Bemühungen unterstützt und kann natürlich zusätzlich mit seiner Erfahrung und seinem reichen Wissensschaft noch einiges mehr beisteuern. Trotzdem lässt er ihr den Raum, die Entdeckungen selber zu machen und sieht sie als gleichwertige Partnerin. Der Schreibstil ist gewohnt super unterhaltsam, denn Flavia erzählt aus ihrer Sicht in ihrer typisch trockenen Art, die aber durch geistvolle, ironische oder amüsante Wortspielereien aufgelockert wird. Vor allem ihr Umgang mit dem Tod und ihr völliges Fehlen von Ekel oder Angst, gemischt mit Neugier und dem Drang, sich zu beweisen, ist jedes Mal wieder faszinierend und absolut unterhaltsam zu lesen. Der Band hat mir sehr viel Spaß gemacht :)

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Dreamteam

Von: Manuela G.

10.07.2019

Zum Inhalt: Klappentext Ein Mord in aller Tortenstille.... Die zwölfjährige Chemikerin und Spürnase Flavia de Luce hat gemeinsam mit Dogger, dem treuen Diener der Familie, ein Detektivbüro gegründet. Doch rechnen die beiden nicht damit, dass ihr erster Fall ausgerechnet auf der Hochzeit von Flavias Schwester Feely auf sie wartet. Nach einer turbulenten Zeremonie mit einem vermissten Trauzeugen soll das Anschneiden der riesigen, wunderschön verzierten Torte der Höhepunkt der Feier werden. Doch kaum hat die Braut das Messer angesetzt, erklingt ein markerschütternder Schrei - denn aus dem ersten Tortenstück ragt ein abgetrennter Finger.... Meine Meinung: Ich freue mich immer, wenn Flavia über einen neuen Fall stolpert. Das Detektivbüro hat seine erste Kundin und Flavia ist ganz aufgeregt. Natürlich ist sie Profi genug, sich das nicht anmerken zu lassen. Gemeinsam mit Dogger nimmt sie die Ermittlungen auf. Wieder einmal war es eine Freude zu lesen, wie clever diese Zwölfjährige ist. Sie schafft es scheinbar spielend, immer die richtigen Worte zu finden. Sie kann sich auf jeden Menschen total gut einstellen und weiß genau, wie sie jemanden um den Finger wickelt. Und in Dogger hat sie den perfekten Detektivpartner gefunden. Den beiden bei ihren Ermittlungen an der Seite zu stehen, hat einen riesen Spaß gemacht. Die Charaktere sind klasse beschrieben und sehr authentisch. Der Schreibstil fesselt den Leser regelrecht an die Geschichte. Es kommen Wendungen vor, die man nicht erwartet und die die Spannung auf einem sehr hohen Level halten. Ganz entzückend finde ich, wie es der Autor immer wieder schafft, durch kleine "Gedankengänge" Flavia, doch ein Zwölfjährige erscheinen zu lassen. Das kann man nämlich hin und wieder vergessen. Cover: Das Cover gefällt mir supergut. Es hat tolle Farben und passt hervorragend zur Geschichte. Fazit: Ich konnte das Buch wieder einmal nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Flavia hat auf jeden Fall Suchtpotential.

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Band 10 der Reihe um Flavia de Luce Nach den letzten Ereignissen hat die leidenschaftliche Chemikerin und erfolgreiche Hobbydetektivin Flavia de Luce zusammen mit Dogger, dem langjährigen Diener im Hause de Luce ein Detektivbüro gegründet. Schon bald wartet der erste Fall auf „Arthur W. Dogger & Partner“ und dieser passiert ausgerechnet auf der Hochzeit von Flavias Schwester Ophelia: Nach einer etwas turbulenten Zeremonie will das Brautpaar die Hochzeitstorte anschneiden – ein großer Moment für alle Anwesenden. Doch alles kommt anders: Kaum setzt Ophelia das Messer an, zerreißt der markerschütternde Schrei der Braut die erwartungsvolle Stille – denn aus dem Tortenstück ragt ein Finger. Natürlich ist Flavia sofort zur Stelle und hat schon bald darauf eine Spur. Und diese ist weitreichender als zunächst geahnt… Ich bin seit langem schon begeisterte Flavia-Leserin, daher habe ich mich umso mehr gefreut, dass nun der 10.Band um die charmante Hobbydetektivin erschienen ist. Neben einem spannenden Fall kommt natürlich auch Flavias spezielle schwarzhumorige Art nicht zu kurz: „Zum Heiraten sind Kirchen wunderbar geeignet. Man ist von Heerscharen von Toten umgeben, deren lauschende Gebeine stumme Zeugen jeglichen Versprechens sind, das vor dem Altar gegeben (und gebrochen) wird.“ – Seite 18, eBook Ihr nächster Fall wartet ausgerechnet auf der Hochzeit ihrer älteren Schwester Ophelia – ein abgetrennter Finger steckt in der Hochzeitstorte! Flavia beginnt sofort mit ihren Ermittlungen und sichert zuerst mal das Beweisstück, das schon nach kurzer Zeit so einiges verrät… Was mir bereits beim letzten Band schon sehr gut gefallen hat, ist, dass Flavia nun gemeinsam mit Dogger ermittelt. Die Nebenfigur, die schon seit dem ersten Band mit dabei ist und sich um das de Luce-Anwesen namens Buckshaw kümmert, rückt nun mehr in den Mittelpunkt. Neu ist auch, dass die beiden nun ein Detektivbüro gegründet haben. Wie gewohnt ist die Zwölfjährige der örtlichen Polizei immer eine Spur voraus… Während im letzten Band die Handlung überwiegend in einer anderen Ortschaft spielte, geht es in „Todeskuss mit Zuckerguss“ wieder „back to the roots“ – also zurück zum interessanten Anwesen Buckshaw, sowie in Flavias hauseigenes Chemielabor. „Ich erkannte auf Anhieb, dass keine dieser Fragen leicht zu beantworten war. Jede einzelne war so verzwickt wie der ganze Fall, der zu den skurrilsten gehörte, mit denen ich je zu tun gehabt hatte.“ – Seite 190, eBook Der Schreibstil ist wie gewohnt in typischem „Flavia-Stil“ – das Buch ist in der Ich-Perspektive aus Sicht von Flavia geschrieben. So kann man alle Überlegungen und die Ermittlungsvorgänge hautnah mit verfolgen. Der Fall an sich gibt anfangs einige Rätsel auf und ist weitreichender, als zunächst gedacht. Es bleibt spannend mit einem überraschenden Verlauf. Mein Fazit: Auch der 10. Band um die besondere Hobbydetektivin Flavia de Luce ist sehr gelungen. Es gibt einen neuen, spannenden Fall, dessen Ermittlungen sich sehr interessant entwickeln. Auch der spezielle Flavia-Charme kommt nicht zu kurz – mir hat „Todeskuss mit Zuckerguss“ sehr gut gefallen - ein gelungener Band der außergewöhnlichen Krimireihe!

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