Leserstimmen zu
Mutter, wann stirbst du endlich?

Martina Rosenberg

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Da ich selbst einen Pflegefall in der Familie hatte - und auch schon mal in der Lage steckte, dass ich diesen Wunsch hatte, habe ich von diesem Buch einfach mehr erwartet. Die Autorin beschreibt sehr gut die Seelische Belastung. Allerdings jammert sie auch auf sehr hohen Level ... Da wird ein Haus gebaut, die berufliche Selbstverwirklichung gestartet, ein Pferd gekauft... Das kann schon mal in Stress auswarten. Aber eigentlich sind das alles Dinge, die einen weiterbringen und das Leben schöner und angenehmer machen. Und trotzdem jammert Frau Rosenberg über die große Belastung durch die demente Mutter und den egozentrischen Vater. Natürlich IST das eine Belastung, egal wie gut der Kontostand aussieht.

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Mutter, wann stirbst du endlich?

Von: Eva-Maria Heidenwag

23.06.2015

von Martina Rosenberg http://www.martina-rosenberg.de/ Dieses Buch durfte ich mir, als eines von drei weiteren Büchern (über diese werde ich noch berichten), beim Random-House heraussuchen. Es wurde mir - wie die anderen Bücher auch - kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Grund mir gerade dieses Buch zu bestellen, war meine Tätigkeit als ehrenamtliche Nachbarschaftsheferin. Hier habe ich viel mit dementen Menschen zu tun. Nun aber zur Rezension Der Schreibstil der Autorin ist mir gleich aufgefallen. Er ist nicht für Jeden. Das Buch liest sich gut, obwohl das Thema absolut nicht gut ist. Es ist sicherlich nicht leicht gleich zwei Menschen pflegen zu müssen. Die Autorin mußte das allerdings nicht, sie war in der Lage sich Pflegepersonal leisten zu können und hat immerhin noch ein Haus bauen und sich ein Pferd leisten können. Aber selbst, wenn man in der pekuniären Lage ist, sich Personal leisten zu können, blieb auch verwaltungstechnisch viel an der Autorin hängen. Auch die Situation, dass Pflegepersonal in der Wohnung aus- und einging, war nicht einfach. Die Mutter dement und der Vater mit einem Schlaganfall, der nicht in ein Haus enfliehen konnte und sich immer mehr zurückgedrängt fühlte. Der Vater stirbt 9 Monate nach der Mutter. Dass man irgendwann auch an seine Grenzen kommt und schließlich dann den Satz, den das Buch zum Titel hat, sagt? Ich kann es gut verstehen auch, nachdem ich das Buch gelesen habe. Sicherlich sagt man sowas nicht, vielleicht denkt man es auch nur. Aber man kommt in der Pflege von Angehörigen mit Sicherheit an seine Grenzen. Es ist ein sehr ehrliches Buch. Die Krankenkassen stellen sich in vielen Dingen stur. Kleine Leseprobe aus dem Buch: Das Stöhnen und Keuchen meiner Mutter wird immer lauter. Ich halte ihre Hand. Oder halte ich mich daran fest? Irgendwann sage ich ganz leise, dann immer lauter "Stirb jetzt endlich Mutti! Bitte, stirb jetzt. Du kannst jetzt gehen. Geh! Bitte geh" Immer wieder und wieder sage ich das. Dabei wische ich ihr die Strn ab und halte ihre Hand. Diese Rezension ist mein Eindruck von diesem Buch, das man lesen sollte. Es gibt meine persönliche Meinung wieder.

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Wer die Pflege von Eltern, Großeltern, Verwandten übernimmt, übernimmt nicht nur gleichzeitig einen riesen Apparat von Behörden und Bürokratischen Aufwand, sondern muss sich auch der psychischen Belastung bewusst sein. Ganz klar spricht das Buch Dinge ,die gern tot geschwiegen werden, oder für viele ein heikles Thema, darstellen an. Keiner von uns macht sich mit 35 ,45,55 Jahren darüber Gedanken das man mal ein Pflegefall werden könnte oder Bespricht es offen mit der Familie. Hier ist die weitere Sensibilisierung in der Gesellschaft angesagt. Demenz oder Pflegebedürftigkeit darf nicht mehr Totgeschwiegen werden.

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INHALT: Die Autorin berichtet vom Zerfall eines normalen Familienalltages: Durch eine Demenzerkrankung, Depressionen und einem Schlaganfall werden beide Eltern zum Pflegefall und damit zur Zerreißprobe für sie als Tochter, Schwester, Mutter und Ehefrau. FAZIT: Dies ist kein Buch, zu dem man zur Unterhaltung greift. Denn das Thema ist nicht gesellschaftsfähig. Man redet nicht bei Kaffee und Kuchen über das Alter, die Erkrankungen, Pflegebedürftigkeit und den Tod. Dies macht es auch für Betroffene so schwer. Denn Verständnis und Unterstützung muss man sich suchen und bekommt es nicht einfach angeboten. Warum ich dieses Buch freiwillig gelesen habe? Ich bin betroffen. Beide Elternteile. Inzwischen habe herausgefunden, dass es so nicht weitergehen kann. Ich habe bereits einiges an Hilfe und Unterstützung gefunden und habe - trotz des schlechten Gewissens - zu diesem Buchtitel gegriffen. Denn irgendwie fühlt man sich nicht gut dabei, so etwas über die eigenen Eltern zu denken. Die offene Schreibweise der Autorin sorgte beim Lesen dafür, dass ich mich schnell mit ihr verbunden fühlte. Es waren in den ersten Kapiteln noch fast lustige Situationen, in denen die Eltern Dinge eingefordert haben, die sich bei mir genauso abgespielt haben. Leider werden diese Situationen zu "Krafträubern". Nettigkeiten verschwinden. Es wird nur noch kritisiert oder sogar die eigene Tochter gegenüber Fremden schlecht gemacht. Es ist erstaunlich, dass sich bei den identischen Krankheitsbildern die gleichen Situationen ergeben, die die Pflegenden "kaputt machen". Wie schrieb die Autorin so passend: Welches Recht haben Eltern dazu? Dieses Buch hilft zu verstehen, dass es Erkrankungen gibt, bei der der Erkrankte sich selbst isoliert, keine Hilfe von Externen wie z. B. einem Pflegedienst oder einer Haushaltshilfe annehmen will und schließlich Situationen erfindet bzw. hervorruft, um im Mittelpunkt zu stehen. Krankenversicherungen, Behörden und Ärzte sorgen für zusätzliche Belastungen mit Tonnen an Formularen, Gutachten und Fristen. Der Pflegende wird ausgenutzt und seine Tätigkeit als selbstverständlich empfunden - vom Erkrankten und vom Umfeld -. Wenn dieser dann gesundheitliche Einbußen erfährt, ist es fast zu spät, um auf Distanz zu gehen. Die Autorin schrieb u.a., dass sie ihre Eltern durch die Krankheit bereits vor einiger Zeit verlassen haben. Diese Erkenntnis ist schwer zu bekommen. Daher empfehle ich dieses Buch allen, die ein oder zwei pflegebedürftige Eltern oder nahe Verwandte haben. 5 von 5 Punkte für diese mutige Unterstützung in Buchform. http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2014/01/martina-rosenberg-mutter-wann-stirbst.html

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