Leserstimmen zu
Brixton Hill

Zoë Beck

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Zuerst streikt nur das Internet, dann setzt hier und da die Technik kurz aus, bis schliesslich nichts mehr geht. Rauch zieht durch die Gänge des Limeharbour Towers, eines dieser modernen neuen Geschäftstowers, in denen auch Kimmy Rasmussen ihr Büro hat. Emma Vine, ihre Geschäftspartnerin und Freundin kann ihr nicht helfen, als sie sich in Panik aus dem Fenster des fünfzenhnten Stock stürzt. Als ob das nicht schlimm genug wäre, wird sie kurz darauf von der Polizei abgeführt wegen des Verdachts, diesen Terroranschlag verübt zu haben. Hinter all dem – da ist sich Emma Vine sicher – kann nur Alan stecken, der Mann, der sie seit Wochen stalkt, sie mit Twitternachrichten und anderem verfolgt. Sie macht sich auf die Suche nach ihm, seine Reaktion bestätigt ihre Ahnung, leider will ihr niemand glauben. Kurz darauf ist auch Alan tot und Emma steht unter Mordverdacht. Von diesem Moment an ist Emma auf der Flucht. Sie ahnt noch nicht, wie gross die Kreise wirklich sind, die sich hinter allem verbergen. Was sie aber ahnt ist, dass sie die Nächste sein soll. Mit Brixton Hill ist Zoë Beck ein rundum gelungener Thriller gelungen. Die Figuren sind plastisch gezeichnet, haben Geschichte, sind abgerundete Charaktere. Die Schauplätze wirken realistisch und bildhaft und der Plot ist stimmig, spannend aufgebaut mit den nötigen Cliffhangern, Wendungen und dem doch erwünschten Ablauf des Geschehens. Zoë Beck zeigt einmal mehr, dass sie ihr Handwerk versteht. Würde man einen Negativpunkt nennen wollen, dann wohl den, dass es am Schluss plötzlich schnell geht mit der Aufklärung, Dinge nicht mehr gezeigt werden, sondern beschrieben, ohne sie in eine Handlung einzubetten. Trotzdem tut dies dem Lesegenuss keinen Abbruch, die Spannung bleibt von der ersten bis zur letzten Seite. Fazit: Brixton Hill packt einen von der ersten Seite und lässt einen nicht mehr los. Pures Lesevergnügen. Absolut empfehlenswert.

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Der Thriller „Brixton Hill“ von Zoe Beck ist als Taschenbuch im Heyne Verlag erschienen und umfasst 382 Seiten mit 46 Kapiteln. Der Roman spielt in der Zeit von Ende März bis zum ersten Maitag dieses Jahres, der Beginn eines neuen Tags wird mit Datum zwischen den Kapiteln angekündigt. Das Cover ist recht schlicht gehalten mit den Giebeln alter Häuser, die als schwarz-weiß Fotografie auf der Titelseite am oberen und unteren Rand zu erkennen sind. Solche alten Häuser stehen beispielsweise in Brixton Hill, einer Straße in London, die dem Buch den Titel gegeben hat und in welcher ein Teil der Geschichte spielt. In erhabener grüner glänzender Schrift hebt sich der Name der Autorin deutlich vom Untergrund ab und fängt den Blick des Betrachters ein. Em Vine, 33 Jahre alt, selbständige Eventmanagerin und aus betuchtem Haus abstammend, ist in einer Besprechung mit einer inzwischen zur Freundin gewordenen Geschäftspartnerin, als Rauch in die Flure des Hochhauses eindringt in dem das Büro der Agentur liegt. Panisch springt Ems Freundin aus dem Fenster im 15. Stock des Gebäudes. Em bleibt bei allem bemerkenswert ruhig, wird aber wütend als sie bei der anschließenden Befragung der Bewohner durch die Polizei verhaftet wird aufgrund des Verdachts, dass sich ihr Telefon in das WLAN des Gebäudes eingewählt hat um dann angeblich die Technik zu manipulieren. Vor kurzem erst hat sie jemanden kennengelernt, der sich auch als Hacker betätigt, doch diese Beziehung hat nicht im Guten geendet. Mittels Twitter und Email empfängt sie seitdem lästige Nachrichten und fühlt sich beobachtet. Ihr Argwohn richtet sich nun auf diese Person und sie stellt ihn zur Rede. Seine seltsamen Äußerungen scheinen ihre Vermutung zu bestätigen. Und dann geschieht etwas von dem sie glaubt, dass sie nun nichts mehr zu befürchten hat. Doch es ist noch lange nicht zu Ende. Zoe Beck liefert mit dem Thriller „Brixton Hill“ einen hervorragend konstruierten Krimi ab. Und nicht nur das, denn er bietet auch eine Auseinandersetzung mit dem Bild der jetzigen Londoner Gesellschaft, unter dem Aspekt der Umstrukturierung einzelner Stadtteile aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Die Geschichte läuft in der Kulisse realen politischen Geschehens ab. Im Mittelpunkt steht Em, eine interessante Persönlichkeit, die ihre Mutter schon früh verloren und diesen Verlust auf ihre Weise verarbeitet hat. Doch dies ist wieder eine der Geschichten, von denen die Autorin uns im Laufe der Erzählung am Rande einige erzählt. So erhält der Leser in Rückblicken Kenntnis über die Beweggründe zum Handeln einzelner Charaktere und glaubt manchmal schon kurz vor der Lösung des Falls zu stehen. Diese kleinen Einschübe verleihen dem Thriller einen ganz eigenen Stil und halten den Spannungsbogen von Beginn bis Ende aufrecht. Der Leser sollte sich nie ganz sicher sein, dass sympathisch wirkende Personen nicht zu den Übeltätern im Hintergrund zählen. Bemerkenswert ist auch die Weise wie die Nutzung heutiger Kommunikationskanäle dazu beitragen kann, Angst und Hilflosigkeit hervorzurufen. Von mir gibt es für diesen Thriller eine klare Leseempfehlung.

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Spannend

Von: MacBaylie aus Solingen

04.02.2014

Meine Meinung: Die 33-jährige Emma Vine wirkt auf den ersten Blick recht unkonventionell, oberflächlich und sogar ein wenig kaltherzig. Sie stammt aus Londons Oberschicht, denn ihre Großmutter Patricia Everett ist Eigentümerin einer sehr erfolgreichen Privatbank. Ems Mutter verschwand sang und klanglos, als sie und ihr Zwillingsbruder noch sehr klein waren und auch der Vater konnte sich nicht wirklich lange um die beiden kümmern. So wuchsen sie überwiegend im Hause der Großeltern, in dem auch Tante und Onkel wohnten, auf. Im Gegensatz zu ihrem Bruder, der Anwalt wurde und von der Familie geschätzt, fühlte Em sich in dieser Gesellschaft eher als Außenseiterin. Dennoch wurde sie eine erfolgreiche Eventmanagerin und bezog mit ihrem Bruder zusammen eine eigene Wohnung. Die Ausarbeitung von Ems Charakter hat mir sehr gut gefallen. Anhand von Rückblenden erfährt man nach und nach ziemlich viel über sie und schnell wird klar, warum sie diesen ersten Eindruck von Kaltschnäuzigkeit vermittelt. Zoë Beck gelingt es immer wider hervorragend, ihren Figuren ein ehrliches und authentisches Gesicht zu verpassen ohne sich in detailverliebte Beschreibungen zu verlieren. Kurz, knackig und teilweise recht subtil werden verschiedene Infos eingestreut. Auch die anderen Charaktere, sei es die Großmutter, der Onkel oder die anderen Beteiligten, werden gut ausgestattet. Jeder hat seine ganz speziellen Eigenschaften und Eigenarten, die man auch im weiteren Verlauf der Geschichte immer wieder findet. Ehe man sich versieht befindet man sich inmitten mehrerer Handlungsstränge und fragt sich, worauf läuft alles hinaus. Geht es hier um Em selbst? Weil ein junger Mann ihre Abfuhr nicht ertragen konnte und sich bitterlich rächt? Geht es vielleicht gar nicht um sie persönlich, sondern um ihren familiären Hintergrund? Politik? Geld? All diese Dinge spielen auf den knapp 400 Seiten eine Rolle und am Ende fügen sich alle Stränge zu einem sehr befriedigenden Ende zusammen. Mir fiel es nicht schwer Em zu mögen, mit ihr mitzufiebern und mit ihr gemeinsam nach der Wahrheit zu suchen. Fazit: Mit „Brixton Hill“ hat Zoë Beck wieder einmal eine spannende, sehr komplexe Geschichte zwischen zwei Buchdeckel gepackt. Neben den offensichtlichen Themen wie Stalking, Korruption, Neid und Hass, spielen auch viele vermeintlich unscheinbare Dinge eine verschärfte Rolle.

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Zeitnah und Fesselnd

Von: Knuddelvamp aus Büdelsdorf

11.01.2014

Ein Thriller der einen von der ersten Seite an fesselt und nicht wieder los lässt. Die Geschichte befasst sich mit Terrorismus,Kurruption,Rassismus,Manipulation das sind nur ein paar brisante Schlagwörter und hinter allen dem steckt das World Wide Web und man merkt wieviel Macht in diesem steckt. Die Protagonistin Emma erlebt die Machenschaften am eigenen Körper.Am Anfang dachte ich an den 11.September , dann wieder an den Film "Das Netz", aber in diesem Thriller ist alles sehr zeitnah geschrieben, als wäre es erst gestern geschehen. Ich kann das Buch nur empfehlen.Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben.

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Ich liebe Thriller die mich von Anfang an nicht loslassen und gleichzeitig viele Fragen aufwerfen, denn ich mag es mindestens genauso sehr in meinem Kopf mögliche Schuldige zu analysieren und Zusammenhänge zu erkennen. Bei "Brixton Hill" ist mir das jedoch nicht gelungen, da die Story so intelligent aufgebaut ist, dass ich alle paar Kapitel neue Verdächtige auf meiner imaginären Liste hatte. Die vielschichtigen Charaktere sind meiner Meinung nach nämlich so angelegt, dass sie einerseits mysteriös und geheimnisvoll wirken, und gleichzeitig machen sie sich durch kleine Details verdächtig. Geld und Stalking spielt hierbei eine große Rolle. Der zweite Punkt löst beim Lesen Ängste aus, die nicht nur einmal für Gänsehautkribbeln sorgen. Zudem punktet der Thriller so meisterhaft mit Spannung, dass ich irgendwann nur noch durch die einzelnen Seiten gehechtet bin. Zoë Beck gelingt es zweifellos diese Spannung auf einem sehr hohen Niveau zu halten und überrascht mit einem fulminanten Finale. Fazit: Intelligent konstruierte Thrillerunterhaltung von einer Autorin die ohne Zweifel ihr Handwerk versteht!

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Spannung bis zur letzten Seite

Random House GmbH

Von: Stephanie Weist aus Stadtilm

27.12.2013

London, in einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf: Erst fällt die Klimaanlage aus, dann der Strom. Sämtliche Ausgänge sind verriegelt, und Rauch strömt aus den Belüftungsschächten. Em muss hilflos zusehen, wie ihre Freundin im 15. Stock panisch ein Fenster zertrümmert und hinausspringt. Kurz darauf wird Em verhaftet. Sie soll sich in die Computer des Gebäudes gehackt und die Freundin dadurch in den Tod getrieben haben. Jemand spielt ein falsches Spiel. Und macht Jagd auf Em... Die Geschichte beginnt am 29. März 2013 und endet am 1. Mai. Zoe Beck entwickelt sie chronologisch und linear. Kapitel für Kapitel werden die Zusammenhänge erkennbar. Ein weiteres Mal konnte mich Zoe Beck mit einem ihrer Romane überzeugen. Auch diesmal spielt der Thriller im British Empire, im Gegensatz zur Reihe um den verhaltensauffälligen Cedric. Diesmal aber nicht in Schottland, sondern in London, in einer modernen Großstadt. Gut hat mir gefallen, dass Beck hier nicht die üblichen Touristenattraktionen in ihr Buch einbaut, sondern dem Leser ein anderes, echtes London zeigt. Trotz der Toten im Buch spielt die Polizei eher eine nebensächliche Rolle. Im Vordergrund steht Emma Vine. Anfangs wirkte Emma 'Em' ein wenig unsympathisch, auch weil ich eigentlich ein Problem mit Figuren habe,die alles auf eigene Faust und alleine ermitteln müssen. Zoe Beck schafft es aber mit jeden Kapitel Em sympathischer wirken zu lassen. Das Buch ist sehr spannend, gerade weil viele Figuren als Täter in Frage kommen, man aber von Zoe Beck immer wieder aufs Glatteis geführt wird. Obwohl wenig Blut fließt und die Action auch zu kurz kommt, kann man hier einen gut durchdachten Krimi lesen. Mit jedem Kapitel wächst die Spannung und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, um endlich zu erfahren, wer hinter der Jagd auf Emma steckt. Ich muss Zoe Beck ein Kompliment machen. Man kann sich in die Geschichte ihrer Bücher so gut hineinversetzen, dass es fast so ist, als wäre man selbst in London und würde an Emmas Seite mit nach dem Täter suchen. Die Auflösung ist überraschend und unerwartet, hat man doch mit allem gerechnet, aber nicht damit...mehr wird nicht verraten!!! Der Schreibstil ist wie immer super, es liest sich flüssig und die Kapitel sind auch nicht zu lang. Alles in allem ein tolles Buch und auf jedenfall weiter zu empfehlen!

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Die Suche nach der Wahrheit

Von: Martina Meyen aus Sankt Augustin

17.12.2013

ch liebe es sehr, wenn Geschichten mich überraschen und das ist Zoë Beck mit ihrem neuen Thriller perfekt gelungen. Ich habe schon einige Bücher von ihr gelesen, die mir alle gefallen haben. Aber dieses hier wird wohl mein Favorit werden. Zoë Beck erzeugt auf ihre ganz eigene Art eine Atmosphäre, die ich hier schon fast geheimnisvoll nennen möchte. Gefesselt war ich von Anfang an … und gespannt. Denn ich wusste lange Zeit gar nicht, wo sie mich hinführen will. Mit Emma Vine (Em) schickt sie eine Hauptperson ins Rennen, die auf den ersten Blick recht unsympathisch wirkt. Eine junge Frau aus reichem Haus, oberflächlich und arrogant. Aber schon sehr bald darf ich hinter die Fassade von Emma blicken und ziemlich schnell habe ich meine Meinung über sie geändert. Emmas Fassade bröckelt so nach und nach. Daran nicht ganz unschuldig ist ihr Ausflug nach Brixton Hill. Das „Schwärzeste Viertel“ der britischen Hauptstadt ist nicht nur Namensgeber sondern auch der Hauptschauplatz in diesem sehr intelligent aufgebauten Thriller. Emma lernt so nach und nach eine ganz andere Welt kennen und der Blick über den Tellerrand ist äußerst schmerzhaft. Die Geschichte umfasst einen Zeitraum von gut einem Monat und ich begleite die ganze Zeit Emma auf der Suche nach Antworten und nach sich selbst … bis auf ein paar Ausnahmen. Denn Zoë Beck stellt in eigenen Kapiteln so nach und nach ein paar Personen vor, die Emmas Weg kreuzen. Sehr interessant fand ich die Kapitel über Angst und Stalking, zwei sehr wichtige Themen in diesem Buch. Durch den minimalistischen Schreibstil von Zoë Beck gingen mir diese Kapitel ganz besonders unter die Haut. Auch dieses Mal schafft es Zoë Beck auf ihre unvergleichliche Art die richtigen Stimmungen zu erzeugen. Nicht nur die Straßen von Brixton Hill, in denen der Tod von Maggie Thatcher gefeiert wird, werden vor meinen Augen lebendig. Daneben gibt es eine ordentliche Dosis Sozialkritisches … genau so viel, wie diese Geschichte verträgt. Wer blutige und atemberaubende Thriller sucht, ist bei Zoë Beck falsch. Sie ist die Meisterin der hintergründigen, der atmosphärischen Spannung, die wie ein feiner Nebel durch die ganze Geschichte wabert.

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