Leserstimmen zu
Schwarzblende

Zoë Beck

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Taschenbuch
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Niall Stuart ist Kameramann und widmet sich als Dokumentarfilmer mehr den schönen Seiten von London. Als er dann überraschend Zeuge eines Attentats wird, bei dem zwei Männer einen jungen Mann enthaupten und diese Tat auch noch filmt, ändert sich sein Leben schlagartig. Zoe Beck ist bekannt dafür, dass sie brisante Themen auf den Tisch bringt und dabei nichts beschönt. Das Buch ist ein Beispiel dafür, dass ein heikles und immer noch hochaktuelles Thema gut recherchiert und nachvollziehbar in Romanform gepackt werden kann. Es ist spannend geschrieben, dabei gleichzeitig eingängig, so dass man meint, im Geschehen drin zu stecken und Niall regelrecht begleitet. Bei anderen Charakteren bleibt der Leser eher distanziert, doch das hat mich weniger gestört. Fazit: Brisant, nach wie vor aktuell und dabei verständlich, mitreißend und spannend geschrieben.

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Niall Stuart ist Kameramann. Meist wird er mit eher kleinen, unscheinbaren Aufträgen bedacht, der große Durchbruch ist nicht in Sicht. Doch dann bemerkt er eines Tages zwei Männer, die mit Macheten bewaffnet mitten durch die Londoner City laufen. Ohne sich wirklich bewusst zu sein, warum er das tut, folgt er ihnen und filmt sie mit seiner Handykamera. Als sie in einen Park gehen und dort auf einen jungen Mann, der offensichtlich Soldat in zivil ist, treffen, eskaliert die Situation, die beiden Männer bringen den dritten um. Niall hält immer weiter mit der Kamera drauf und anscheinend ist es genau das, was die Täter wollen. Sie fordern ihn anschließend sogar auf, den Film im Internet hochzuladen, sie wollen Öffentlichkeit! Niall tut, was sie von ihm verlangen. Als die Polizei eintrifft, wird er ebenfalls verhaftet und verbringt eine Nacht als Terrorverdächtiger – ohne Rechte und der Willkür der Beamten und Wachen ausgesetzt! Als er wieder freikommt, erhält er den Auftrag, eine Dokumentation über die beiden Täter zu drehen. Ihm wird ein Team an die Seite gestellt und auf einmal hat er das Sagen. Doch wie soll er vorgehen? Wie soll er dokumentieren, was Menschen zu so einer Tat bringt? Niall tastet sich langsam voran, wirkt dabei oft hilflos und unvorbereitet. Sein Team, insbesondere die tatkräftige Beth, treibt ihn immer wieder an und auch von anderer Seite wird er geschoben und gelenkt. Dass Niall gute Kontakte in alle möglichen Bereiche hat, erweist sich nach und nach sowohl als Segen als auch als Fluch. Die Autorin schildert in diesem Roman, der viel mehr ist als nur ein Krimi, wie junge Menschen radikalisiert werden, wie unsere Gesellschaft dafür sorgt, dass aus völlig normalen und unauffälligen jungen Menschen Terroristen werden können. Mithilfe von Interviews tastet sich Niall an die Geschichte der Attentäter heran, deckt Hintergründe auf und zeigt ihre Entwicklung, aber auch ihr Umfeld sowie dessen Reaktionen. Ein spannendes, aktuelles und verstörendes Thema!

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London, 2013: Auf offener Straße wird der Soldat Lee Rigby von zwei Tätern mit einer Machete angegriffen und getötet. In die Handykameras der umstehenden Menschen sprechen sie ihre Bekenntnisse (für Syrien, für den Islamischen Staat). Ein Verbrechen, das die Öffentlichkeit schockte und das Thema des Islamischen Staats ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rief. Zoe Beck hat diese Ereignisse nun als Ausgangspunkt für ihren Kriminalroman Schwarzblende gewählt. Mit leicht veränderten Namen erzählt sie vom Kameramann Niall, der zum unfreiwilligen Zeugen der Terrorattacke wird. Berufsbedingt hält er seine Handykamera auf den beiden Angreifer, als er diese zufällig mit Macheten durch London wandern sieht. Doch damit gerät er in einen unaufhaltsamen Strudel. Nachdem er von der Polizei inhaftiert wurde, beschließt er eine Dokumentation über die beiden Attentäter, ihre Motive und den Islamischen Staat zu drehen. Doch mit seinen Plänen bringt er sich in große Gefahr und sieht sich in ein gefährliches Gespinst aus Bildern, Lügen und Propaganda verstrickt. Denn es sind nicht nur unbedingt Menschen im fernen Syrien und Co., die in Schwarzblende die Strippen ziehen. Manch einer verachtet ja ganz gerne den Krimi (platte Figuren, unlogische Plots, überkonstruierte Handlungsfäden lauten ein paar der stereotypen Vorwürfe), ohne dabei zu beachten dass all diese Vorwürfe locker auch auf die restliche belletristische Dutzendware zutreffen. In Schwarzblende zeigt sich nun aber die Stärke dieses Genres. Hochaktuell reagiert Henrike Heiland auf das Thema des Islamischen Staats, dessen Hintergründe und Propaganda und liefert damit eines der wenigen Bücher, das sich nun mit diesem dominanten Thema auseinandersetzt. So schnell wie in der Kriminalliteratur wird selten auf aktuelle Trends, Bewegungen und Themen reagiert. Gute Literatur muss sich hier auch in aktuelle Debatten einmischen, Möglichkeiten zur Positionierung offerieren und dem Leser die Chance bieten, sich zu bilden. Das Genre des Kriminalromans ist hier wie kaum ein anderes geeignet und positioniert sich immer wieder mit hochaktuellen Plots und Problembeschreibungen (man werfe nur einmal einen Blick in die Krimizeit-Bestenlisten). Zwar ist auch Zoe Beck nicht vor einigen Schwächen gefeit (das allzu hektische Ende, die etwas blass gezeichneten Figuren, etc.), aber die Aktualität und Ambition dieses Romans machen ihn so lesenswert. Sie beleuchtet die aktuellen Problematiken und schafft es, ein Thema aus den Nachrichten in die Literatur zu überführen. Zu Recht wurde sie deshalb mit dem Deutschen Krimipreis 2016 ausgezeichnet.

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Die Themen, die in diesem Buch angeschnitten werden, finde ich an sich hochinteressant und nahe dran am Puls der Zeit: Terror versus Einschränkung der persönlichen Freiheitsrechte durch Anti-Terror-Maßnahmen, gesellschaftlich tolerierter Rassismus und die Radikalisierung frustrierter junger Menschen, die von ihrer Sehnsucht nach Akzeptanz in die Arme fanatischer Extremisten getrieben werden. Die Umsetzung dieser Themen in einem Thriller klang unglaublich spannend und originell, so dass ich das Buch mit sehr hohen Erwartungen begonnen habe! Leider konnte es mich dann aber nicht vollends überzeugen. Direkt in den ersten Szenen tat ich mich sehr schwer mit dem Schreibstil, der sich für mich sperrig und ungeschliffen las; besonders störten mich anfangs die vielen Wiederholungen bestimmter Phrasen und Wörter. Im Laufe des Buches bessert sich das in meinen Augen zwar deutlich, aber dennoch hatte ich das Gefühl, dass der Schreibstil mich schlicht nicht abholen konnte. Manchmal hatte er auch Anflüge von Pathos, die mir nicht gefielen. Auch die Spannung wollte sich für mich nur langsam aufbauen, trotz der an sich packenden Themen und obwohl der Protagonist schnell in eine brisante Lage gerät. Interessant fand ich die gesellschaftskritischen und politischen Aspekte, besonders die Darstellung der Medien als Instrument der Macht, aber lange schien die Geschichte zu wenig Überraschendes zu bieten zu haben, um aus dem politischen Drama einen Thriller zu machen. Erst in der zweiten Hälfte beschleunigen sich die Ereignisse und es wird klar, dass es hier um mehr geht als "nur" um das Attentat, dass hinter den Kulissen eine dritte Macht an den Strippen zieht - aber wer, und warum? Da konnte ich endlich in die Geschichte eintauchen - aber leider, leider hat mich die Auflösung dann bitter enttäuscht. Ich empfand sie als sehr konstruiert, was vielleicht unter anderem daran lag, dass das eigentliche Schlüsselereignis bis kurz vorm Ende wenig in die übergreifende Handlung integriert, sondern plötzlich aus dem Hut gezaubert wird. Natürlich soll das Ende eines Thrillers überraschen, aber meiner Meinung nach sollte man dennoch rückblickend sagen können: Ach, jetzt verstehe ich, wie das alles zusammenhängt! Außerdem wirkte es auf mich so, als würde der Drahtzieher des Ganzen ein unnötiges Risiko auf sich nehmen, um ein Ziel zu erreichen, dass er viel einfacher hätte erreichen können. (Aber dann wäre der Protagonist nicht darin verwickelt gewesen.) Und für mich noch gravierender: die Auflösung wird nur möglich gemacht durch einen früher im Buch vorkommenden, höchst unwahrscheinlichen Zufall. Niall, der Protagonist, war mir durchaus sympathisch. Er ist ist ein netter Kerl, der es im Leben nicht immer leicht hatte, sich aber dennoch moralische Prinzipien bewahrt hat. Ihn und seinen Vater verbindet eine problematische Vergangenheit, und er hat das Gefühl, in dessen Schatten zu stehen. Er will vorankommen in einem Beruf, der ihn mit Gewalt, Leid und Tod konfrontiert, hat aber seine Fähigkeit, mitzufühlen, noch nicht verloren und das gefiel mir gut. Allerdings fand ich extrem unglaubwürdig, wie hartnäckig er immer wieder die Augen vor dem Offensichtlichen versperrt - denn eigentlich wird er als intelligent dargestellt! Viele der anderen Charaktere blieben für mich eher blass: der konservative Onkel, dessen machthungrige Ex-Frau, der berühmte Vater, Nialls Kollegen usw. Deswegen hat mich auch der ein oder andere Todesfall wenig berührt. Vielversprechend fand ich die scheinbar knallharte Beth, die sich im Laufe der Geschichte als heldenhaft selbstlos erweist, aber auch bei ihr hatte ich das Gefühl, immer ein bisschen außen vor zu bleiben. Einer der für mich interessantesten Charaktere macht dann auf der allerletzten (!!) Seite noch eine Wandlung durch, die ich nicht glaubhaft fand, sondern die auf mich eher gewollt schockierend wirkte. Fazit: Die Zutaten für einen spannenden Politthriller sind gegeben, aber großartige Themen ergaben für mich leider kein großartiges Buch. Ich fand es zwar inhaltlich sehr interessant, es berührte mich jedoch kaum, und auch Spannung stellte sich bei mir nur selten ein. Besonders das Ende hat mich dann sehr enttäuscht, denn es wirkte auf mich konstruiert und erzwungen.

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Zoë Beck hat mal wieder einen Kracher geliefert !!! Ich finde ihr neues Buch „Schwarzblende“ rundherum gelungen: spannend, glaubwürdig, lebendig und unter die Haut gehend. Daten zum Buch: ============= • Taschenbuch: 416 Seiten • Verlag: Heyne Verlag (9. März 2015) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3453410432 • ISBN-13: 978-3453410435 • Größe und/oder Gewicht: 12 x 3,5 x 18,5 cm PREIS: 9,99 Euro Wir befinden uns in London – Niall Stuart wird Zeuge, wie zwei Männer einen in Zivil gekleideten Soldaten angreifen und töten. Niall filmt dies mit seinem Handy. Der Täter outet sich, den Mord im Namen Allahs begangen zu haben – er hat das Messer noch in der Hand. Im Nachhinein muss Niall eine Dokumentation drehen – was dann passiert … Lest selbst warum man ihn für diese Aufgabe auserwählt hat … Leseprobe: ======== Cemal hatte seinem Bruder einige Links über den Skype-Chat geschickt. Sie führten zu Propagandavideos des IS auf YouTube. Eine kleine Gruppe junger Männer mit Sturmgewehren saß unter freiem Himmel in einer Landschaft, die überall hätte sein können, wo ein trockenes, heißes Klima herrschte. … Extrem authentisch – extrem brisant und absolut spannend lebendig mit dichter Handlung versehen, hat mich das Buch komplett überzeugt. Ich habe es in einem Zug gelesen und konnte es nicht aus der Hand legen. Die Autorin versetzte mich als Leserin in die Handlung und hat außerdem die Charaktere im Lauf der Handlung und innerhalb deren Entwicklung sehr lebendig detailliert dargestellt. Es war das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe, aber sicher nicht das letzte, ihr Stil gefällt mir sehr gut, sie schreibt lebendig und glaubwürdig, auch, wenn manchmal sehr viel passiert, kann man es sich gut vorstellen, dass es so und nicht anders um die Ecke passiert ist. Die Autorin nimmt mich mit in die Handlung und hält mich dort bis zur letzten Zeile – bis zum letzten Wort – das ist es, was mir neben der spannenden Handlung sehr gut gefallen hat – ich vergebe absolute uneingeschränkte Leseempfehlung !!!

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Niall wird Zeuge wie zwei Terroristen des Islamischen Staats in einem Park in London einen jungen Mann mit einer Machete bestialisch ermorden und enthaupten. Niall ist von Beruf Kameramann und filmt die Szene mit seinem Handy. Zusammen mit den beiden Jihadisten wird Niall zunächst verhaftet und lernt die Willkür der Polizei kennen. Nach seiner Freilassung und einem Auftritt im Frühstücksfernsehen erhält Niall den Auftrag eine Dokumentation über die beiden Mörder zu drehen. Einen Tag nach einem kurzen Interview mit einem der Inhaftierten und noch bevor seine eigentlichen Recherchen zu den Hintergründen und Lebensläufen der beiden britischen Staatsbürger Farooq und Cemal beginnen, werden sie tot in ihren Zellen aufgefunden. Für Niall bietet sich die Chance durch den Dokumentarfilm zu zeigen, dass er mehr kann, als nur Landschaftsaufnahmen zu filmen. Zudem tritt er damit in die Fußstapfen seines Vaters, den er nie wirklich kennengelernt hat, der selbst ein berühmter Fotograf ist und sich mit Aufnahmen von Kriegsschauplätzen einen Namen gemacht hat. Zusammen mit einem kleinen Fernsehteam beginnt Niall mit der Reportage und führt Interviews mit den Angehörigen der toten Jihadisten und mit denen des Opfers. Dabei werden er und seine Kollegin Beth noch tiefer in den Nahost-Konflikt verwickelt als ihnen lieb ist... Zoë Beck behandelt ein sehr aktuelles und spannendes Thema. In "Schwarzblende" problematisiert die Autorin einerseits den islamistischen Terrorismus und auf der anderen Seite den Umgang der westlichen Welt mit dem Phänomen. Sie kritisiert dabei aber auch den Staat und insbesondere die scheinbare Willkür der Polizei und die Aufhebung der Menschen- und Bürgerrechte durch die Terrorgesetzgebung. Die Aufklärung der Tat und die Biographie der beiden Mörder, die beide in London aufgewachsen sind, aber einen palästinensischen bzw. türkischen Migrationshintergrund haben, kam mir zu kurz. In Bezug auf den Nahost-Konflikt war die Autorin sehr einseitig und beschrieb allein die Brutalität auf Seiten der Araber bzw. Palästinenser. Daneben werden Verschwörungstheorien um skrupellose Politiker und die Macht der gesetzlosen Geheimdienste in den Mittelpunkt gerückt. Stellenweise fand ich die Handlung des Buch leider etwas überzogen dargestellt bis unrealistisch. Niall kriegt während der Woche, in der der Thriller spielt, von der Enthauptung über eine Entführung, einem verhinderten Selbstmordattentat bis zum Brandanschlag so ziemlich alle Arten von Terroranschlägen zu spüren. Aufgrund der Thematik, über die man noch nicht so viele Bücher gelesen hat, fand ich "Schwarzblende" dennoch interessant zu lesen, auch wenn die Handlung weniger übertrieben realitätsnäher gewesen wäre.

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Aktuell und brisant ist der Roman von Zoe Beck. Spannend beschreibt sie den Fall um einen getöteten Soldaten. Bisher war mir die Autorin nur via Facebook bzw durch verschiedene Leseproben bekannt. Nun war es für mich an der Zeit eines ihrer Bücher zu lesen, und ich wurde nicht enttäuscht. Glaubhafte Figuren, spannende Dialoge und authentische Schauplätze zeichnen dieses Buch aus. Man glaubt ihren Figuren jedes Wort und man hat das Gefühl als wären diese Dialoge keine Fiktion der Autorin, sondern das wahre Leben. Insbesondere auch die Schauplätze machen neugierig und es kommt einem wirklich so vor, als wäre das Buch kein Buch , sondern vielmehr ein bunter Farbenfroher, aber auch ob der Thematik, düsterer Film, der vor meinem inneren Auge abgelaufen ist. Schon auf den ersten Seiten ist es der Autorin gelungen mich abzuholen, und mich zu fesseln bis zum Finale. Es gelang mir nur schwerlich das Buch aus der Hand zu legen, weil die Spannung mich regelrecht ans Buch festgenagelt hatte. So muss ein moderner Spannungsroman geschrieben sein, spannend, aktuell und brisant in der Thematik. Mich hat die Autorin mit diesem Buch absolut überzeugen können und ich kann das Buch guten Gewissens weiter empfehlen. In der Summe sind das für mich 4 von 5 Sternen.

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Thalia Buchhandlung Nord GmbH & Co KG

Von: Monika Fuchs aus Hamburg

11.08.2015

Dieser Thriller ist sowas von brisant! Diejenigen von Ihnen, die meine Buchbesprechungen öfters lesen, werden diesmal erstaunt sein, denn ich bespreche einen Thriller! Ich habe Zoe Beck vor kurzem in Hamburg auf einer Lesung erleben dürfen. Und da hat sie ihr aktuelles Buch so brillant vorgestellt, dass ich einfach nicht umhin kam und es lesen musste. Erinnern Sie sich noch an die Schockmeldung vom 23.05.2013 in den Medien, wo über einen bestialischen Mord mit Beil und Machete an einem britischen Soldaten in London berichtet wurde? Dieser Mord hat die Autorin so beschäftigt, dass sie ihn als Ausgangsbild für ihren aktuellen Thriller genommen hat. Ihre Hauptperson ist Niall, ein Kameramann, der unfreiwillig Zeuge dieser bestialischen Bluttat wird. Ihm kamen diese beiden jungen Männer mit den Macheten gleich irgendwie verdächtig vor, und deshalb hat er sie mit seiner Handykamera gefilmt. Danach lässt ihn diese Tat nicht mehr los. Er bekommt den Auftrag, einen Film über die Hintergründe zu machen. Zusammen mit der toughen Beth, der ruhigen Laura und dem Kameramann Ken fängt er an die Hintergründe zu recherchieren. Doch dann verselbständigt sich die Suche, denn es geschehen weitere Verbrechen, die mit diesem im Zusammenhang zu stehen scheinen. Zoe Beck hat einen ausgesprochen fesselnden Thriller geschrieben, der hochaktuell und höchst brisant ist. In London bzw. Großbritannien ist die Situation mit den muslimischen Mitbürgern noch weitaus problematischer als in Deutschland, weshalb sie sich für London als Schauplatz entschieden hat. Sie beleuchtet in diesem Buch, was junge Menschen dazu bewegt, sich dem IS anzuschließen. Aber es kommen auch noch ganz andere Komponenten mit ins Spiel, die ich Ihnen hier nicht verraten will. Nur so viel – das Ende hat mich überrascht und total geschockt! Und ich befürchte, dass es leider weitaus mehr als eine reine Fiktion ist. Ein hochaktueller Thriller, den ich nur jedem empfehlen kann, der sich mit der Problematik des Miteinanderlebens verschiedener Religionen beschäftigt. Diese Lektüre wird nicht jedem gefallen, aber das Buch regt eindeutig zu Diskussionen an. Dieser Thriller ist der richtige Lesestoff für Fans von Matt Beyon Rees Krimis um Omar Jussuf und den Lesern von Martin Maurer „Terror“.

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