Leserstimmen zu
Wir sind das folk

Art Bechstein, Julia Grün

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"Wir sind das folk" entdeckte ich vor einiger Zeit durch eine Rezension auf einem anderen Blog und dachte mir, dass das genau das richtige Buch für mich sein würde. Geschichte mit Statusmeldungen auf Facebook klang ja mal wirklich nach einem ganz anderen Zugang zu dem oft doch recht trocken vermittelten Thema :). Deswegen schaute ich beim Bloggerportal nach und - juhu - konnte es als Rezensionsexemplar anfordern. Vielen Dank dafür!! Klappentext: Geschichtsbuch war gestern – heute ist Facebook! Status-Update Martin Luther: »95 Thesen – geschafft, Feierabend!« Kurfürst Friedrich von Sachsen und 64.677 anderen gefällt das. Dominikanerorden und Martin Luther ändern ihren Beziehungsstatus auf »Es ist kompliziert« … Dass von derzeit über einer Milliarde Facebook-Nutzern nicht jeder einzelne aktiv und überdies noch am Leben ist, ist weithin bekannt. Dass aber auch prominente Persönlichkeiten Facebook-Chroniken führen, historische Ereignisse an Timelines ablesbar sind und Geschichte auf diese Weise endlich entstaubt und lebendig wird: Das und mehr dokumentieren Bechstein und Grün in diesem Facebook-Buch. Daumen hoch! We like it! Meilensteine der deutschen Geschichte: pointiert abgebildet für die Generation Internet! Meine Meinung: Dieses Buch kann man nicht so ohne weiteres bewerten wie einen normalen Roman. Einfach, weil es kein Roman ist. "Geschichte mal anders" trifft es wohl am besten, wenn ich versuchen soll, das Buch mit einem Satz zu beschreiben. Art Bechstein und Julia Grün haben verschiedene geschichtliche (und fiktive) Ereignisse unserer Geschichte mit Facebook-Meldungen und entsprechenden Kommentaren dokumentiert. Dies gelingt ihnen in meinen Augen mal mehr, mal weniger gut. Der Schwerpunkt des Buches liegt definitiv auf der deutschen Geschichte, dies war für mich als Österreicherin vor allem bei der Zeitgeschichte ein wenig schwierig, da mir einfach vieles nicht bekannt ist. Im Geschichtsunterricht war für mich eigentlich nach dem 2. Weltkrieg Schluss, Geschichte danach bekam man entweder erzählt, las man irgendwo oder sah man vielleicht einmal eine Doku, so es einen denn interessierte ... Aber gut, ich greife vor, denn das Buch startet mit dem Urknall (charmant gemischt mit der biblischen Schöpfung) und geht dann bis zur Gegenwart. Bereits beim zweiten Kapitel zu den "Germanen" ertappte ich mich bei dem Gedanken, nach einem richtigen Geschichtsbuch greifen zu wollen, da ich einfach die einzelnen Fakten nicht mehr wirklich im Kopf hatte. Als es dann weiter mit Karl dem Großen, den Ottonen und den Saliern ging, schwirrte mein Kopf schon richtig ... Mittelalterliche Geschichte war für mich immer schon schwierig und Zahlen und Fakten konnte ich mir nie bis ins kleinste Detail merken. Hier dachte ich mir dann wirklich, zumindest eine kleine Zusammenfassung am Beginn jeden Kapitels hätte nicht geschadet, da mir die Zusammenhänge einfach nicht im Gedächtnis waren. Das führte dazu, dass ich viele Meldungen auch einfach nur überflog, obwohl ich einige Male beim Lesen schon schmunzeln musste. Die beißenden Kommentare waren durchaus amüsant, wenn auch nicht zum Totlachen, wie die Werbung vollmundig versprach. An einigen Stellen hatte ich auch den Eindruck, dass die Autoren gewisse Details ausgelassen haben, während sie manche (in meinen Augen weniger interessante) Dinge wieder aufgeführt haben. Das ist natürlich Geschmackssache, ganz klar, und bei einem Buch, das nur knapp 350 Seiten hat, muss man auch eine Auswahl treffen, aber trotzdem hatte ich ab und zu das Gefühl, dass etwas fehlen würde. Einzelne Figuren der Geschichte wie Karl der Große, Martin Luther, Der schwarze Tod (Ah ja?) oder Otto von Bismarck erhielten auch eigene Kapitel (bzw. Facebook-Lebensläufe), wo ihr Leben mit Ereignissen und Meldungen dokumentiert wurde. Eine gute Idee, die man meiner Meinung nach aber noch mehr hätte nutzen können. Was mir auch fehlte, war ein wenig mehr allgemeine Geschichte. Die Antike, die für mich eine sehr spannende Epoche darstellt, existiert im Grunde nicht, gerade am Anfang sind die zeitlichen Sprünge sehr groß. Hier hätte dem Buch eine Verlagerung weg von der deutschen auf mehr allgemeine Geschichte gut getan. So werden wohl nur deutschdeutsche Leser wirklich ihren Spaß mit dem Buch haben. Letztendlich ist "Wir sind das folk" ein Buch, dass zwar durchaus witzig ist, seinen Humor aber daraus schöpft, dass man bestimmte geschichtliche Fakten schon weiß. Die Facebook-Meldungen machen es zwar einfach, das Buch zu lesen, nach einer gewissen Seitenzahl hat sich der Witz meiner Meinung nach aber ein wenig abgenutzt ... Mein Fazit: "Wir sind das folk" ist in Verbindung mit einem richtigen Buch über Geschichte sicherlich lustig und interessant zu lesen. Für sich alleinstehend ist das Buch allerdings schwierig, da die meisten von uns wohl keine geschichtlichen Asse sind und daher die zitierten Fakten und Daten nicht im Kopf haben. Für das Lernen von Geschichte ist das Buch allerdings sicherlich eine lustige Abwechslung, könnte ich mir vorstellen.

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Das wird jetzt eine kurze Rezension, aber das Buch ist auch nicht so wie die Bücher, die ich sonst rezensiere. In diesem Buch geht es um die (deutsche) Geschichte in Statusmeldungen, beginnend damit, dass Gott Facebook beitritt und es endet mit der Schließung des Accounts von Marcel Reich-Ranicki. Am Anfang wird die Welt von Gott erschaffen, was natürlich nicht so geschichtlich ist, aber es passt einfach besser ins Buch. Das zweite Kapitel ist dann über die Germanen, wo sich auch Gott und Jesus reingeschlichen haben. Der beste Post ist der, wo Jesus seinem Vater Maria-Magdalena vorstellen will ;) Es folgen die Franken und eine interessante Profilseite ber Karl den Großen mit Informationen über ihm, seinen Freunden etc. Wie eine Profilseite bei Facebook eben. Um zu zeigen, was das Buch noch abdeckt: Ottonen, Salier, erster Kreuzzug, Staufer, Habsburger, Reformation, 30-jährige Krieg, Hohenzollern, deutsche Revolution, erste Weltkrieg, Weimarer Republik, dritte Reich, zweiter Weltkrieg, Nachrkriegszeit, DDR, 68er, Achtziger Jahre, Wiedervereinigung, Berliner Republik und natrlich die Gegenwart. Und von den Personen mit Profilseite: Hildegard von Bingen, Barbarossa, der schwarze Tod, Martin Luther, Otto von Bismarck, Konrad Adenauer, Gerhard Schröder und Christian Wulff. Wie manche ja wissen, werde ich Lehrerin und ich bin echt versucht das Buch mal im Unterricht einzusetzen. Die Statusmeldungen sind manchmal echt witzig und gut recherchiert. Die Autoren haben versucht Jahrtausende in kurze Statusmeldungen zu verpacken und ihnen ist das echt gut gelungen. Leider ist das Buch sehr auf die deutsche Geschichte fixiert, abersonst wäre das Buch zu lang geworden ;)

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Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Aufgebaut ist es wie facebook. Dies kann man auch schon auf dem Cover erkennen, das blaue f. Der Inhalt reicht von 'Der Urknall' über den 'Ersten Kreuzzug' bis zur 'DDR' und 'Christian Wulf'. Das ganze ist in Statusmeldungen aufgebaut, die dementsprechend kommentiert und geliked werden. Für mich persönlich wurde es gegen Ende des Buches spannender, denn ich finde generell die 'akutelleren' Geschichtethemen spannender. Trotzdem war der Anfang auch schön, alle wichtigen Themen werden angesprochen und man hat alles auf einem Blick. Es wird nicht wie in den meisten Geschichtsbüchern langweilig dargestellt, sondern mit Witz. Ich musste an vielen stellen schmunzeln. Die Autoren habe sich wirklich viel mühe gegeben und versucht mit manchen Kommentaren 'pepp' in das Buch zu bringen. Was ich mir gar nicht so leicht vorstelle, denn man muss sich die passenden Leute überlegen die 'kommentieren' und auch was sie kommentieren muss gut durchdacht sein, sodass das ganze auch authentisch erscheint. Das Buch ist super geeignet um seine Allgemeinbildung locker leicht mit Spaß aufzufrischen.

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Wir sind das folk

Von: E-beth

09.07.2015

Cover/Aufmachung: Das Cover finde ich, passt gut zum Inhalt. Charaktere: Zu den Charakteren kann man eigentlich nur schwierig was sagen ^^' Schreibstil: Ist ebenfalls ziemlich schwierig hier etwas zu dem Schreibstil zu sagen. Sehr lustig geschrieben. Meine Meinung: Etwas geschichtliches Hintergrundwissen sollte man schon mitbringen. Das Buch ist lässt sich super schnell weglesen und ist echt super gestaltet. Es ist teilweise echt lustig und es hat mir sehr Spass gemacht dieses Buch zu lesen ^^.Bewertung: 4/5 Sterne

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Blanvalet Verlag Die Autoren Die beiden Autoren sind beide Mitte Dreißig und leben ebenfalls beide als freie Journalisten in München. Sie lieben nicht nur das Schreiben, sondern auch, wie die meisten ihrer Generation das Internet. Die beiden Autoren sind jedoch auch der Meinung, dass man gerade dieses auch nicht allzu ernst nehmen sollte. Von Bismark bis Bushido - Geschichte in Statusmeldungen 15 Mrd. Jahre v. Chr. „Gott ist Facebook“ beigetreten. Mit dem Urknall über die Germanen, Salier, Staufer, Habsburger, Martin Luther, Otto von Bismarck, den Ersten Weltkrieg, die DDR, die Wiedervereinigung bis zur Gegenwart. Dieses Buch rollt die deutsche Geschichte in Statusmeldungen neu auf. Mit amüsanten Einträgen wie „“Albrecht II hat sein Benutzerkonto geschlossen“ oder „Karl Marx und Friedrich Engels haben eine Notiz erstellt: Das Manifest der Kommunistischen Partei“ und „Erich Honecker, Walter Ulbricht und Jakob Augstein gefällt das“ wartet der Roman mit wichtigen Fakten aus der Deutschen Geschichte auf. Fazit Durch unterhaltsame Statusmeldungen und Beiträge bringt der Roman seinen Lesern die deutsche Geschichte vom Urknall bis zur Gegenwart ein Stück näher. Während es versucht die wichtigsten Fakten zusammen zu tragen, stellt es auch wichtige Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen, Martin Luther oder Konrad Adenauer in den Vordergrund. Neben Ernsthaftigkeit wartet der Roman jedoch auch mit witzigen Anekdoten wie die personifizierte Darstellung des „Schwarzen Tods“. Von einem „Schreib- und Erzählstil“ kann man bei diesem Buch nicht sprechen, weshalb man eigentlich auch nicht wirklich von einem Roman sprechen kann. Es ist eher eine Aneinanderreihung von geschichtlichen Ereignissen mit ihren Krisen und Höhepunkten, die sehr aktuell in Form von Statusmeldungen wie auf einer Facebook-Startseite dargestellt werden. Die Autoren Bechstein und Grün treffen damit den Nerv der Zeit und bringen somit eventuell auch wenig lesebegeisterte junge Menschen zum Lesen. Ein wenig geschichtliches Hintergrundwissen fordert das Buch jedoch, da die Ereignisse nur in Statusmeldungen kurz genannt, nicht jedoch beleuchtet oder erklärt werden. Für mich ist dieses Buch jedoch eine gute Möglichkeit gerade Jugendliche mit dem Thema „Unsere Geschichte“ vertraut zu machen. Sehr gelungen, wie ich finde.

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