Leserstimmen zu
Onkel Humbert guckt so komisch

Brigitte Kanitz

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Maja Glück würde sich an ihrem 30. Geburtstag am liebsten verkriechen, denn nichts läuft in ihrem Leben so wie geplant. Zu dumm, dass ihre Mutter eine Überraschungsparty organisiert hat … Um diese zu überstehen, trinkt Maja ordentlich einen über den Durst – und stolpert so unglücklich über einen Gartenzwerg, dass sie erst im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Doch etwas ist anders: Plötzlich hört sie Stimmen, die ihr die unglaublichsten Dinge erzählen. Als sie schon meint, verrückt zu werden, klärt ihr Onkel Humbert sie auf: Maja hat den Fluch der Familie geerbt. Sie kann Gedanken lesen … Eine leichte Sommerlektüre, die nicht viel Tiefgang hat, aber amüsant zu lesen ist. Durch einen starken Aufprall kann Maja plötzlich die Gedanken anderer Leute hören und erlebt so, dass auch Menschen, die augenscheinlich immer auf der Sonnenseite des Lebens sind, auch ihre Problemchen haben, mit denen sie klar kommen müssen. Sehr kurzweilig geschrieben, ich konnte fast nicht aufhören zu lesen und vor allem - für mich wichtig - ein Happy End. Mehr möchte ich nicht verraten, aber wer sich mal so richtig amüsieren möchte beim Lesen, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Viel Spass dabei ! Meine Bewertung : 5 von 5 möglichen Punkten, auch wenn die Geschichte so überhaupt nichts realistisches hat, muss ja aber auch nicht immer sein. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag bedanken, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Jedoch möchte ich ebenso betonen, dass es sich bei meiner Rezension um meine eigene Meinung handelt.

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"Onkel Humbert guckt so komisch" wurde mir von einer guten Freundin empfohlen. Als ich das E-Book dann bei Skoobe entdeckte, war mir deshalb sofort klar, dass ich es unbedingt lesen muss. Es handelt sich um einen witzigen Frauenroman mit Fantasyelementen. Maja erbt nämlich einen Familienfluch, durch den sie auf einmal Gedanken lesen kann. Verständlicherweise hält sie das erst einmal ganz schön auf Trab. Es hat großen Spaß gemacht, diese Geschichte zu lesen. Einige Stellen im Buch sind so witzig geschrieben, dass ich laut lachen musste, andere brachten mich zum Schmunzeln. Maja Glück ist eine tolle Protagonistin, die das Leben auf eine harte Prüfung stellt. Sie hat einen schlecht bezahlten Job, weshalb sie sich keine eigene Wohnung leisten kann und einen Exfreund, den man charakterlich nicht gerade als Traumtyp bezeichnen kann. Trotzdem ist sie nicht die typische naive, ungeliebte Frau, die man ja in vielen Frauenromanen vorfindet. Maja hat durchaus einen starken Charakter, sie macht das Beste aus ihrer Situation und lässt sich nicht verbiegen. Die anderen Figuren finde ich auch gelungen, allen voran natürlich den schrulligen Onkel Humbert. Nun komme ich aber leider zum negativen Teil des Buches. Majas "Gabe" kommt einfach viel zu kurz. Ich hätte mir erwartet, mehr Eindrücke in die Gedankenwelt anderer Leute zu bekommen. Ich mag Bücher, in denen die Protagonisten Gedanken lesen können total gerne, hier wird das Thema aber nur am Rande behandelt, da eine andere Geschichte im Vordergrund steht. Dennoch hat mir das Buch gefallen, ich kann es wirklich weiterempfehlen. Irgendwie finde ich es aber sehr schade, dass die Autorin den fantastischen Elementen im Buch nicht mehr Beachtung geschenkt hat. Vielleicht spricht da aber auch nur die Fantasyliebhaberin aus mir, in Frauenromanen schmökere ich ja eher selten. Auf jeden Fall möchte ich noch weitere Romane von Brigitte Kanitz lesen, weil mir ihr lustiger Schreibstil gut gefällt.

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Kurzbeschreibung: Was guckst du? Maja Glück würde sich an ihrem 30. Geburtstag am liebsten verkriechen, denn nichts läuft in ihrem Leben so wie geplant. Zu dumm, dass ihre Mutter eine Überraschungsparty organisiert hat … Um diese zu überstehen, trinkt Maja ordentlich einen über den Durst – und stolpert so unglücklich über einen Gartenzwerg, dass sie erst im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Doch etwas ist anders: Plötzlich hört sie Stimmen, die ihr die unglaublichsten Dinge erzählen. Als sie schon meint, verrückt zu werden, klärt ihr Onkel Humbert sie auf: Maja hat den Fluch der Familie geerbt. Sie kann Gedanken lesen... Zur Autorin: Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat nach ihrem Abitur in Hamburg viele Jahre in Uelzen und Lüneburg als Lokalredakteurin gearbeitet. Die Heide und ihre Menschen hat sie dabei von Grund auf kennen- und lieben gelernt. Sie tanzte auf Schützenfesten, interviewte Heideköniginnen, begleitete einen Schäfer mit seinen Heidschnucken über die lilarote Landschaft und trabte mit der berittenen Polizei durch den Naturschutzpark rund um Wilsede. Inzwischen lebt und schreibt sie in Italien. Meinung: Eigentlich wollte Maja Glück kein großes Aufheben um ihren 30. Geburtstag machen. Doch ihre Mutter Marion macht ihr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Sie organisiert eine große Geburtstagsparty, auf der nicht nur die Familie erscheint, sondern auch Majas Arbeitgeber, der Getränkehändler Kurt Krause, in den sie heimlich verliebt ist und sogar ihr alter Klassenkamerad Hans-Peter Nielsen, der sie früher nur gehänselt hatte. Nachdem Maja mitansehen muss, wie ihre hübsche Schwester Stine mit Kurt flirtet, sucht sie kopflos das Weite, stolpert über einen Gartenzwerg und fällt mit dem Kopf auf eine Tischkante. Kaum im Krankenhaus aufgewacht, hört Maja komische Stimmen, über die sie sich anfangs nur wundert und die sie dem Sturz zuschreibt. Doch ihr 92-jähriger Großonkel Humbert, der immer so komisch guckt, belehrt sie eines Besseren: Maja hat seine Gabe geerbt, jeden Gedanken anderer Leute hören zu können. Und dies stellt ihr bisheriges Leben so richtig auf den Kopf. Onkel Humbert guckt so komisch war das erste Buch von Brigitte Kanitz, das ich gelesen habe. Normalerweise ist dies nicht so mein Genre, aber der lustige Buchtitel, das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen, und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Mit Maja Glück hat die Autorin eine sehr liebenswerte Protagonistin erdacht, die mit ihrem Hang zur Schusseligkeit und dem Herzen auf dem rechten Fleck ungemein aus dem Leben gegriffen erscheint. Außerdem verfügt sie über eine große Dosis an Humor, der mir sehr gelegen hat. Auch Onkel Humbert ist ein ganz toller Charakter, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Anfangs erscheint er, auch durch Majas Schilderung, wie sie ihn empfindet, als etwas unheimlich und durch den Wind. Doch nachdem man recht früh erfährt, dass er auch die Gabe des Gedankenlesens hat, versteht man seine Reaktionen viel besser und kann seine Eigenarten nachvollziehen. Gut gefallen hat mir, wie Maja und Humbert sich nach und nach durch ihre gemeinsame Gabe annähern, besser verstehen lernen und Maja nicht mehr so schlecht über ihren Großonkel denkt, sondern ihn auch öfter gegenüber ihrer Familie verteidigt und ihn liebgewinnt. Die Liebesgeschichte, die sich im Roman anbahnt und auch der Plan einer Neustrukturierung der Schaunbecker Innenstadt, die auf nicht legalen Mitteln beruht, in die Majas Schwager Roland, der Getränkehändler Kurt und Majas früherer Mitschüler Hans-Peter involviert sind, fand ich zwar jetzt nicht ganz so berauschend, passte aber zur Gesamtgeschichte durchaus dazu und führt die Handlung zu einem runden Ende. Fazit: Onkel Humbert guckt so komisch ist eine gelungene amüsante Geschichte, die sehr kurzweilig ist, durch eine ungemein sympathische Protagonistin besticht und mit viel Humor und Wortwitz daherkommt.

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Brigitte Kanitz - Onkel Humbert guckt so komisch

Von: Kerstin Junglen aus Flörsheim/Main

13.10.2015

Meinung: Eigentlich wollte Maja Glück kein großes Aufheben um ihren 30. Geburtstag machen. Doch ihre Mutter Marion macht ihr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Sie organisiert eine große Geburtstagsparty, auf der nicht nur die Familie erscheint, sondern auch Majas Arbeitgeber, der Getränkehändler Kurt Krause, in den sie heimlich verliebt ist und sogar ihr alter Klassenkamerad Hans-Peter Nielsen, der sie früher nur gehänselt hatte. Nachdem Maja mitansehen muss, wie ihre hübsche Schwester Stine mit Kurt flirtet, sucht sie kopflos das Weite, stolpert über einen Gartenzwerg und fällt mit dem Kopf auf eine Tischkante. Kaum im Krankenhaus aufgewacht, hört Maja komische Stimmen, über die sie sich anfangs nur wundert und die sie dem Sturz zuschreibt. Doch ihr 92-jähriger Großonkel Humbert, der immer so komisch guckt, belehrt sie eines Besseren: Maja hat seine Gabe geerbt, jeden Gedanken anderer Leute hören zu können. Und dies stellt ihr bisheriges Leben so richtig auf den Kopf. Onkel Humbert guckt so komisch war das erste Buch von Brigitte Kanitz, das ich gelesen habe. Normalerweise ist dies nicht so mein Genre, aber der lustige Buchtitel, das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen, und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Mit Maja Glück hat die Autorin eine sehr liebenswerte Protagonistin erdacht, die mit ihrem Hang zur Schusseligkeit und dem Herzen auf dem rechten Fleck ungemein aus dem Leben gegriffen erscheint. Außerdem verfügt sie über eine große Dosis an Humor, der mir sehr gelegen hat. Auch Onkel Humbert ist ein ganz toller Charakter, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Anfangs erscheint er, auch durch Majas Schilderung, wie sie ihn empfindet, als etwas unheimlich und durch den Wind. Doch nachdem man recht früh erfährt, dass er auch die Gabe des Gedankenlesens hat, versteht man seine Reaktionen viel besser und kann seine Eigenarten nachvollziehen. Gut gefallen hat mir, wie Maja und Humbert sich nach und nach durch ihre gemeinsame Gabe annähern, besser verstehen lernen und Maja nicht mehr so schlecht über ihren Großonkel denkt, sondern ihn auch öfter gegenüber ihrer Familie verteidigt und ihn liebgewinnt. Die Liebesgeschichte, die sich im Roman anbahnt und auch der Plan einer Neustrukturierung der Schaunbecker Innenstadt, die auf nicht legalen Mitteln beruht, in die Majas Schwager Roland, der Getränkehändler Kurt und Majas früherer Mitschüler Hans-Peter involviert sind, fand ich zwar jetzt nicht ganz so berauschend, passte aber zur Gesamtgeschichte durchaus dazu und führt die Handlung zu einem runden Ende. Fazit: Onkel Humbert guckt so komisch ist eine gelungene amüsante Geschichte, die sehr kurzweilig ist, durch eine ungemein sympathische Protagonistin besticht und mit viel Humor und Wortwitz daherkommt.

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Maja Glück hat Geburtstag. Ihren 30. hat sie sich aber irgendwie ganz anders vorgestellt! Läuft doch in ihrem Leben gerade nichts so richtig rund. Ihr (Ex)Freund hat eine Neue, ihr Job ist so naja und zu allem Übel musste sie wieder bei ihren Eltern einziehen! Also nicht so verwunderlich, dass sich Maja am liebsten verkriechen würde. Tja, aber Majas Mama hat eine Überraschungsparty organisiert (mit nicht soo geliebten Gästen)... Maja ist genervt! Und dann stolpert sie auch noch über den Gartenzwerg, schlägt sich den Kopf an und findet sich danach im Krankenhaus wieder. Das größte Abenteuer ihres Lebens beginnt. Der Familienfluch hat wieder zugeschlagen und Maja kann plötzlich die Gedanken aller Anderen hören! Da ist das Chaos vorprogrammiert! Nach "Mord mit Schnucke" und "Fahr zur Hölle Schatz" hab ich mich total auf dieses Buch von Brigitte Kanitz gefreut. Eine locker leichte Geschichte für nebenher. Genau das ist es auch! Allerdings finde ich dieses Buch nicht ganz so gut durchdacht. Die Hauptperson Maja nervte mich stellenweise doch ein bisschen. Soo doof kann man doch einfach nicht sein.. hmmm und das Ende fand ich auch etwas überspannt und auch nicht ganz schlüssig. Schade... Für hier am Strand war es gut, aber wie gesagt, die anderen Bücher von Brigitte Kanitz fand ich echt besser! Somit gebe ich 3,5 von 5 Sterne

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Maja Glück hat Geburtstag. Ihren 30. hat sie sich aber irgendwie ganz anders vorgestellt! Läuft doch in ihrem Leben gerade nichts so richtig rund. Ihr (Ex)Freund hat eine Neue, ihr Job ist so naja und zu allem Übel musste sie wieder bei ihren Eltern einziehen! Also nicht so verwunderlich, dass sich Maja am liebsten verkriechen würde. Tja, aber Majas Mama hat eine Überraschungsparty organisiert (mit nicht soo geliebten Gästen)... Maja ist genervt! Und dann stolpert sie auch noch über den Gartenzwerg, schlägt sich den Kopf an und findet sich danach im Krankenhaus wieder. Das größte Abenteuer ihres Lebens beginnt. Der Familienfluch hat wieder zugeschlagen und Maja kann plötzlich die Gedanken aller Anderen hören! Da ist das Chaos vorprogrammiert! Nach "Mord mit Schnucke" und "Fahr zur Hölle Schatz" hab ich mich total auf dieses Buch von Brigitte Kanitz gefreut. Eine locker leichte Geschichte für nebenher. Genau das ist es auch! Allerdings finde ich dieses Buch nicht ganz so gut durchdacht. Die Hauptperson Maja nervte mich stellenweise doch ein bisschen. Soo doof kann man doch einfach nicht sein.. hmmm und das Ende fand ich auch etwas überspannt und auch nicht ganz schlüssig. Schade... Für hier am Strand war es gut, aber wie gesagt, die anderen Bücher von Brigitte Kanitz fand ich echt besser! Somit gebe ich 3,5 von 5 Sterne

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Ihr Name ist Glück, Maja Glück. Nur leider besitzt Maja nicht wirklich viel davon, sondern befindet sich in einer Lebensphase in der wohl niemand wirklich glücklich wäre. Nach der Trennung von ihrem untreuen Ex-Freund Winfried, mehreren abgebrochenen Studiengängen und dem daraus resultierenden schlecht bezahlten Job, muss Maja wieder bei ihren Eltern einziehen. Zu allem Überfluss plant ihre Mutter zu ihrem 30. Geburtstag eine Überraschungsparty auf die Maja überhaupt keine Lust hat. Letzter Ausweg, um diesen „grausamen“ Tag zu überstehen, ist Alkohol und das in Mengen. Die Begegnung, die dann unter Alkoholeinfluss mit einem Gartenzwerg passiert, endet für Maja im Krankenhaus und dort nimmt ihr chaotisches Leben seinen Lauf. Wer einmal ein Buch von Brigitte Kanitz gelesen hat, weiß wie süchtig ihre Geschichten machen. Und auch hier konnte mich das Buch, bis auf ein paar kleine Minuspunkte, begeistern und 2 Tage ans Buch fesseln. Die Idee und die Umsetzung des Gedankenlesens, gewürzt mit der Situationskomik, die die Autorin mehr als beherrscht, entpuppte sich auch dieses Buch wieder zu einem absoluten Lesehighlight. Nur zum Ende hin entwickelte sich die Geschichte etwas zäh und selbst die Protagonisten verloren etwas an Farbe. Was der Gesamtstory aber keinen Abbruch tat. Die Charaktere sind liebevoll und wieder absolut skurril gezeichnet und bestechen durch ihren Tiefgang. Angefangen bei der chaotisch veranlagten, aber sympathischen Hauptprotagonistin Maja bis hin zu Onkel Humbert, dem schwarzen Schaf der Familie, den man im Laufe des Buches immer lieber gewinnt und seine urige Art einfach nur zum Schießen ist. Majas Gabe, oder auch Fluch wie Onkel Humbert es bezeichnet, bescheren dem Leser urkomische Momente. Ihre Schlussfolgerungen, die sie durch das Gedanken lesen anderer Leute zieht, lassen Maja immer weiter in eine chaotische Spirale abgleiten und lässt sie damit noch liebenswürdiger wirken. Und was bleibt zum Schluss? Die Gewissheit, dass ich diese Gabe nicht besitzen möchte ;) Fazit: Mit den Büchern von Brigitte Kanitz kann man eigentlich nichts falsch machen. „Onkel Humbert guckt so komisch“ überzeugt wieder mal durch grandios schräge Charaktere, einer verpeilten Hauptprotagonistin und Situationskomik, die selbst den letzten Grummel aus seiner Reserve lockt. 4 Blutsterne und eine klare Leseempfehlung.

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MEINE MEINUNG Die Idee Bei Maja Glück ist der Name leider nicht Programm. An ihrem 30. Geburtstag lebt sie wieder bei ihren Eltern, hat einen ätzenden Job in einem Getränkemarkt, ihr Freund hat sie auf dem Hinterhof einer Kneipe mit einer anderen betrogen. Mit Glück hat das nichts zu tun. Als sie dann auf ihrer eigenen Feier auch noch ausrutscht, sich den Kopf stößt und nach der Ohnmacht plötzlich die Gedanken ihrer Mitmenschen hören kann, ist sie mehr als bedient. Ich liebe ja Geschichte, in denen es ums Gedanken lesen geht. Wenn ich mir eine Superkraft raussuchen dürfte, dann wäre es eindeutig diese. Wer hat sich noch nicht mindestens einmal im Leben gewünscht, zu wissen, was sein Gegenüber denkt. Daher hat mir die Idee hinter diesem Buch total gut gefallen. Sie ist zwar nicht die neuste, aber zieht mich immer wieder in seinen Bann. Der Einstieg Das Buch beginnt wirklich klasse. Auf den ersten Seiten des Buches liegt Maja im Krankenhaus. Aufgrund des Klappentextes kann man sich schon denken, warum sie da gelandet ist. Man bekommt mit, wie sie langsam wieder aus ihrer Ohnmacht erwacht und ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht, weil das Buch so unglaublich witzig geschrieben war. Ich musste manchmal wirklich laut auflachen. Die ersten 100 Seiten flogen nur so an mir vorbei. Da war ich noch wirklich total begeistert. Der Verlauf Leider bricht die Geschichte plötzlich komplett ein. Wo die Handlung und die Charaktere vorher witzig und fesselnd waren, wird es plötzlich langweilig und zäh. Ich hatte mich darauf gefreut, zu erfahren, wie Maja ihr Leben mit dem Fluch meistert, immer und überall alles zu hören, was um sie herum gedacht wird. Aber irgendwie ist das ein wenig untergegangen. Durch das Buch zieht sich noch eine andere Geschichte, die mehr im Vordergrund steht und die mich ehrlich gesagt ein wenig gelangweilt hat. Dazu kam, dass ich diesen Handlungsstrang ein wenig an den Haaren herbeigezogen fand. Das ganze Gedankenlesen kam für mich einfach zu kurz. Die ersten 150 Seiten habe ich in einem Rutsch weggelesen, während sich die zweite Hälfte des Buches dermaßen zog, dass ich trotz der geringen Seitenzahl mehrere Tage brauchte, um mich immer wieder dazu zu zwingen, es fertig zu lesen. Das Ende Auch vom Ende war ich enttäuscht. Irgendwie habe ich gehofft, das genau DAS nicht passiert. Aber da wurde ich wohl eines besseren belehrt. Die kleine Liebesgeschichte bekam dann plötzlich von jetzt auf gleich eine Wendung. Ich war total unbefriedigt, als ich das Buch zugeklappt habe. Das Ende war mir zu 08-15, die Kreativität hat mir gefehlt. Das Eigene.... Die Charaktere Maja Glück ist die Protagonistin dieses Buches.Anfangs fand ich sie total toll. Sie hat mich auch sehr an mich selbst erinnert. Immer ein bisschen Sarkasmus und Ironie auf den Lippen und darüber hinaus läuft sie manchmal auch total verstrahlt durch die Gegend. Sie war mir sofort sympathisch. Ihre Art, sich auszudrücken, hat mir einfach gut gefallen. Doch nachdem sie ihre Gabe erhält, ging auch das rapide in den Keller. Sie fing an, irgendwelche Gedanken anderer aus dem Zusammenhang zu reißen und sich Theorien zusammenzuspinnen, die dermaßen weit von der Realität weg waren, wie rosarote Marschmenschen. Weiterer wesentlicher Charakter war der titelgebende Onkel Humbert, der ebenfalls den Familiefluch abbekommen hat. Er ist schon über 90 und hat sich ganz eigene Methoden ausgedacht, wie er damit klar kommt, anderer Leute Gedanken ständig hören zu müssen. Das hat ihm aber den Ruf eingebracht, ein wenig kauzig zu sein. Aber genau diese Kauzigkeit macht ihn auch so unglaublich liebenswert. Er ist ein wenig ruppig, aber ich fand ihn toll. Eine bessere Hilfe für Maja hätte der Autorin gar nicht einfallen können. Die restlichen Charaktere spielen dagegen nur eine Randrolle. Der Schreibstil Schon von der ersten Seite an habe ich mich in Brigitte Kanitz Schreibstil verliebt. Das Buch wurde aus der Sicht von Maja erzählt. Sie erzählt aus der Ich-Sicht, weswegen man einen wirklich tiefen Eindruck in ihren Charakter bekommt. Und durch diese Erzählweise kommt auch Frau Kanitz toller Stil zu Geltung, da Maja immer denkt und sagt, wie es ihr gerade passt. Der Schreibstil ist daher recht alltags-nah und verleiht dem Buch daher eine große Portion Authenzität. Zwar war mir an einigen Stellen nicht ganz klar, ob Maja jetzt Gedanken hört oder ihr Gegenüber tatsächlich spricht, aber das fand ich eigentlich ganz toll, weil Maja eben die gleichen Probleme hatte. MEIN FAZIT "Onkel Humbert guckt so komisch" war mein erstes, aber bestimmt nicht mein letztes Buch von Brigitte Kanitz. Zwar hat mir die erste Hälfte um Welten besser gefallen, als die zweite, doch ich hoffe, dass sich dies nicht durch alle Bücher der Autorin zieht. Wenn sich die Geschichte wie am Anfang angedeutet fortentwickelt hätte, hätte es volle 5 Sterne gegeben. Doch nachdem die Story dermaßen in den Keller fällt, lässt mich das Buch wirklich zwiegespalten zurück.

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