Leserstimmen zu
All unsere Träume

Julie Cohen

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Inhalt: Claire und Ben lieben sich, doch eines fehlt zu ihrem Glück: ein Kind. Sie wollen den Traum von einer eigenen Familie schon aufgeben, da hat Bens beste Freundin Romily eine verrückte Idee. Gemeinsam schmieden sie einen folgenschweren Plan, der alles auf den Kopf stellt und lang verborgene Gefühle zutage fördert. Noch ahnen Romily und Claire nicht, dass sie bald die wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens treffen müssen. Cover: Aufgrund des schönen und verspielten Covers, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Es passt sehr gut zu dieser gefühlvollen Geschichte und vermittelt auch die Leichtigkeit von Julie Cohens Schreibstil. Erster Satz: Liebes Kleines, ich will Dir eine Geschichte erzählen. Schreibstil: Julie Cohens Schreibstil ist sehr unkompliziert und lässt sich deshalb sehr leicht und stolperfrei lesen. Zahlreiche Dialoge lockern die Geschichte gleichermaßen auf. Zitate: "Ihr gefielen alten Dinge, und ihm gefielen neue. Ihr gemeinsames Leben bestand aus einer Reihe von Kompromissen. Vielleicht ist genau das mit einem Happy End gemeint - und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute." (Seite 7) "Erwachsene sind kompliziert. Sie sagen kaum je, was sie meinen." (Seite 160) "Deine Mutter hat von Dir geträumt, sie wird das Heilmittel für ihren eigenen Schmerz in dir finden." (Seite 301) Meine Meinung: Diese gefühlvolle und emotionale Geschichte habe ich trotz Zeitmangels an einem Stück gelesen. Das lag zum einen an den packenden Situationen, die diese Geschichte bietet, zum anderen an dem unheimlich flüssigen Schreibstil. Die Charaktere der Protagonisten sind authentisch aber auch sehr different, was die Handlung noch ein wenig erlebnisreicher wirken lässt. Aufwühlende und explosive Momente sind quasi vorprogrammiert. Das Thema des unerfüllten Kinderwunsches an sich schon sehr emotional, die Hintergründe diesere Geschichte verstärken dieses Gefühl obendrein. Zum Inhalt an sich möchte ich Euch nicht mehr verraten, als der Klappentext ohnehin preis gibt, jedoch kann ich Euch mitteilen, dass mich dieses Buch sehr positiv überrascht hat. Zuvor habe ich noch kein Werk aus Julie Cohens Feder gelesen und freue mich nun bereits auf weitere Geschichten der Autorin. Wer beispielsweise Bücher von Juliet Ashton, Jojo Moyes oder auch Tammara Webber mag, wird sich sicher auch gerne von diesem Buch mitreißen lassen. Fazit: Eine sehr gefühlvolle und authentische Geschichte über unerfüllte Träume. Ein Buch das mich von Anfang an in seinen Bann ziehen und sehr gut unterhalten konnte.

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Claire und Ben kennen sich seit ihrer Jugend, sind seit einigen Jahren glücklich verheiratet und träumen seit jeher von dem perfekten Familienglück. Claire ist Musiklehrerein, Ben Architekt und gemeinsam haben sie sich abseits von London ein großzügiges, liebevoll eingerichtete Zuhause geschaffen. Das einzige, was zu ihrem Glück noch fehlt, sind gemeinsame Kinder. Die Handlung beginnt mit dem zehnten Versuch einer künstlichen Befruchtung. Dieses Mal konnte sich immerhin ein Embryo erfolgreich einnisten, aber ausgerechnet während einer Babyparty erleidet Claire eine Fehlgeburt. Traurig und enttäuscht, möchte sie sich keine weiteren Hoffnungen machen und beschließt für sich, dass dies der letzte Versuch war. Sie fühlt sich als Frau minderwertig, hat genug von Hormonbehandlungen und Diäten und zieht sich auch von ihrem Ehemann zurück. Ben wiederum hat die Hoffnung eines gemeinsamen Babys noch nicht aufgegeben und möchte es erneut mit künstlicher Befruchtung versuchen. Bei einem Besuch im Pub findet er Trost bei seiner besten Freundin Romily, die selbst alleinerziehende Mutter ist, und ihm aus Freundschaft anbietet, als Leihmutter zu fungieren. Was Ben nicht ahnt ist, dass die chaotische Insektenforscherin Romily in ihm mehr als nur einen guten Kumpel sieht. Nachdem sich Claire hat bereitschlagen lassen und als Romily dann auch bereits beim ersten Versuch der eigenhändigen Befruchtung mittels Einwegspritze schwanger wird, kann sie doch nicht so cool bleiben wie gedacht und entwickelt mütterliche Gefühle. Und dann taucht auch noch unerwartet der Vater ihrer Tochter Posie nach acht Jahren wieder auf... Titel und Cover von "All unsere Träume" wirken ein wenig kitschig, der Roman ist es aber überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil - die Autorin schafft es, ein komplexes und sensibles Thema in eine lockere, zum Teil humorvolle und vor allem unterhaltsame Erzählung einzubetten. Die vier grundsätzlich unterschiedlichen Charaktere des Romans haben mir alle sehr gut gefallen. Vor allem die skurrile Romily und ihre kluge Tochter Posie, die über eine blühende Fantasie verfügt und mit ihren sieben Jahren kein Blatt vor den Mund nimmt, haben den emotionalen Themen unerfüllter Kinderwunsch und Leihmutterschaft die Schwere genommen. Der Roman ist abwechselnd aus den Perspektiven von Claire und Romily geschrieben, so dass der Leser Zugang zu beiden Gefühlswelten erlangt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bietet reines Lesevergnügen bis zum Schluss.

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Mit bunten Blumen, kleinen Blütenblättern und Faltern vor dunkelrotem Hintergrund kommt das Cover zum Roman „All unsere Träume“ ein wenig verspielt daher und erweckt zunächst die Erwartung auf ein heiteres Buch. Doch bereits der Klappentext verrät, dass im Leben der Protagonisten nicht alles einfach ist. Denn der ganz große Traum von dem Ehepaar Claire und Ben ein eigenes Kind zu bekommen, ist trotz etlicher Versuche mit künstlicher Befruchtung und entsprechend angepasster besonders gesunder Lebensweise bisher nicht in Erfüllung gegangen. Seit Studienzeiten ist der Architekt Ben mit der ein wenig chaotischen Romily befreundet. Claire, die Musiklehrerin an einer Privatschule ist, hat die alleinerziehende Romily durch Ben kennengelernt und beide betreuen immer wieder sehr gerne ihr inzwischen sieben Jahre altes Patenkind Mariposa, die Tochter von Romily. Dennoch ist das Verhältnis der beiden Frauen zueinander nicht besonders vertraut. Als die empfindsame Claire wieder einmal aufgrund eines fehlgeschlagenen Versuchs völlig verzweifelt, macht Romily ihrem Kumpel Ben, allerdings in angetrunkenem Zustand, einen unglaublichen Vorschlag. Wird es Claire und Ben gelingen ein eigenes Kind zu bekommen? Die Autorin schafft es nach ernsteren und eher traurigen Situationen immer einen Funken Hoffnung zu erhalten. Sie setzt sich mit dem Thema Kinderwunsch nicht nur aus der Sicht des Ehepaars Ben und Claire auseinander, sondern auch damit, wie Außenstehende auf das Verhalten der beiden reagieren. Dazwischen vermitteln Szenen mit der kleinen Mariposa einen unbeschwerten und auflockernden Blick auf die Thematik. Außerdem gelingt es Julie Cohen darzustellen, dass Männer eine andere Einstellung zum Ablauf des Prozedere ein Kind zu bekommen haben wie Frauen. Sie versteht es, die inneren Auseinandersetzungen der drei Hauptpersonen dem Leser mit viel Gefühl näherzubringen. Jeder der drei setzt sich im Laufe des Buchs mit seiner Beziehung zu den beiden anderen auseinander, was für jeden Auswirkungen auf die erhoffte Zukunft hat. Neben dem Thema Kinderwunsch spricht die Autorin durch die Figur der Biologin Romily auch über die Probleme berufstätig Alleinerziehender und deren verloren gegangene beziehungsweise zurückgestellte Träume aufgrund der Geburt ihres Kindes. Die Handlung ist glaubwürdig dargestellt. Ich habe von den ersten Seiten an mitgehofft und gebangt. Julie Cohen hat es geschafft mit diesem Roman komplexe Themen in einem leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil zu einem sehr lesenswerten Buch zu verweben. Einige unerwartete Wendungen sorgen für ein anhaltendes Lesevergnügen bis zum Schluss. Daher gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

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