Leserstimmen zu
Ein Geschenk zum Verlieben

Karen Swan

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Schmuckdesignerin Laura bekommt kurz vor Weihnachten einen ganz speziellen Auftrag. Robert Blake möchte seiner Frau Cat eine Kette schenken, die deren ganzes Leben abbildet. Dafür soll Laura die sieben wichtigsten Personen im Leben von Cat befragen und daraus dann sieben passende Anhänger machen. Erst ist Laura beeindruckt von Cats Schönheit und Liebenswürdigkeit und dem High-Society-Alltag. Doch bald merkt sie, dass die sorgfältig polierte Oberfläche nicht die ganze Wahrheit ist... Nachdem ich die ersten 20 Seiten gelesen habe, hat mir die Geschichte so gut gefallen, dass ich das Buch als Rezensionsexemplar angenommen habe. Nach weiteren 70 Seiten habe ich diese Entscheidung echt bereut. Die Geschichte und vor allem die Personenzeichnung triefen vor Klischees. Ständig wird die tragische Vergangenheit der Protagonistin angedeutet und damit versucht, die Spannung künstlich zu pushen, auch wenn man sich als Leser relativ bald zusammenreimen kann, was ungefähr passiert sein muss. Zudem ist Laura das typische hässliche Entlein, bildhübsch, realisiert das selber aber nicht so richtig, der Dauerfreund der ruhige fürsorgliche Handwerker, die Freundin das lustige überdrehte Energiebündel, die männliche Hauptfigur der erfolgreiche gutaussehende Geschäftsmann etc. Aber bei einem Rezensionsexemplar gibt es kein Kneifen, da musste ich durch. Also habe ich zähneknirschend weitergelesen. Und dann hat mich das Buch gepackt. Ja, die Geschichte bleibt auch nach dem ersten Drittel eher seicht und in vielen Wendungen absehbar. Aber die Autorin hat es mit ihrem unglaublich flüssigen Schreibstil geschafft, dass ich noch ein Kapitel gelesen habe, und noch eins, und noch eins, bis ich das ursprünglich mit Naserümpfen wieder zur Hand genommene Buch innert kurzer Zeit ausgelesen hatte. Und ich war von der Geschichte zwar nicht völlig hingerissen, aber sehr viel zufriedener, als dass ich das nach dem ersten Viertel gedacht hätte, weil ich trotz der vielen Klischees einfach gut unterhalten wurde. Wer also einen klassischen Liebesroman mit Weihnachtsflair sucht und keine tiefgründige Lektüre erwartet, dem kann ich " Ein Geschenk zum Verlieben" durchaus empfehlen.

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Inhalt: Die Welt der Schmuckdesignerin Laura ist klein und überschaubar. Nach einem Schicksalsschlag sind ihr Freund Jack, ihre beste Freundin Fee und ihr Hund Arthur ihre Familie. Bis an einem Wintertag der attraktive Rob Blake im Atelier auftaucht, mit einem ungewöhnlichen Anliegen: Er möchte seiner Frau eine Kette mit sieben Anhängern schenken, von denen jeder für einen besonderen Menschen stehen soll. Dafür soll Laura die sieben wichtigsten Personen in deren Leben interviewen. Laura willigt ein und lernt ein ganz neues Leben kennen voller Luxus und Extravaganz. Doch bald muss sie erkennen, dass nicht alles so glanzvoll ist, wie es auf den ersten Blick scheint … (Verlagswebseite) Cover: Winterlich, weihnachtlich, fällt einem spontan dazu ein. Das Cover war für mich das Highlight überhaupt. Der Betrachter schaut durch eine Art Torbogen auf schneebedeckte Stufen auf denen eine blonde Frau im hellen Mantel und ein dunkelgekleideter Mann stehen. Es klingt nach wenig und ist auch sehr schlicht. Gerade das macht für mich den Reiz aus. Das Cover avanciert wirklich zu einem der schönsten Cover, die ich dieses Jahr in den Händen hatte. Was kann noch dazu gesagt werden: Es ist ein typischer Liebesroman, man weiß schon nach wenigen Seiten – genauer gesagt 16 Seiten – mit wem sie später zusammenkommen wird. Das ist aber gar nicht schlimm. Wer sich einen Liebesroman kauft, muss damit rechnen. Für mich muss ein guter Liebesroman vorhersehbar aber dennoch überraschend sein. Es ist vorhersehbar, dass es ein Happy End geben wird, auch mit wem ist ziemlich klar, aber: Der Weg dorthin darf gerne überraschen. Das Buch zog sich an einigen Stellen leider sehr. Auch gerade die Protagonistin machte es mir nicht sehr leicht sie zu mögen. Ständig war sie dran, dass es ihr ja so viel Spaß machen würde, aber das dürfe es ja nicht. Dazu dieses große Geheimnis das erst in Kapitel 40 von 46 geklärt wurde. Herrgott, ich hätte Laura gerne so gerne mal einen Schubs in die richtige Richtung gegeben, aber wie es beim Lieberoman so ist: Am Ende war alles wieder gut. Ich muss der Autorin allerdings auch noch ein Lob aussprechen: Kitty – auch wenn ich den Namen einfach schrecklich finde – ist wunderbar gezeichnet. Eine Mutter, die in sieben Jahren fünf Kinder bekam, ein wortkarger aber liebvoller Ehemann, ein lautes Haus voller Kinder und ein spukendes Lama am Gartenzaun. Ein herrlich mütterlich schräger Charakter, der mich restlos begeisterte. Schade dass das nicht die Protagonistin schaffte. Fazit: Es ist ein Buch mit vielen kleinen Fehlern, die alleine kaum wirken aber in der Summe das Buch unrund werden lassen. Es ist wie die leicht versalzene Suppe, sie ist nicht widerlich aber auch kein Hochgenuss. Dieses Buch hat einige Höhen aber genauso viele Tiefs und Längen, aber dennoch ist es nicht schlecht. Es ist nicht richtig gut, aber halt auch nicht wirklich schlecht. Sehr guter Durchschnitt. Deshalb von mir ein „gut“ und eine klare Weiterempfehlung.

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Wunderbar emotional und aufrührend

Von: Christiane Petra

30.06.2015

"Ein Geschenk zum Verlieben" ist mir durch die durchweg positiven Rezensionen aufgefallen, obwohl der Roman an sich schon älter ist. Ich muss sagen, das ich sowohl die deutsche Variante als auch die englische Variante als eBook gelesen habe und ich leider wieder einmal sagen muss, dass mir die englische Variante besser gefallen hat. Die Dialoge und Szenen der Figuren, die hier gerade in den Interviews von wichtiger Bedeutung sind , kamen im englischen Original einfach besser bei mir als Leser an. Das soll aber die deutschen Leser nicht abschrecken, denn natürlich ist auch die deutsche Variante lesbar. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Schmuck Designerin Laura und ihr Kunde Rob Blake. Dieser möchte ein ganz besonderes Schmuckstück für seine Frau anfertigen lassen. Es sollen nach erfolgten Interviews mit sieben , ganz außergewöhnlichen wie unterschiedlichen Freunden seiner Frau, genau die identische Anzahl Charmes für ein Armband hergestellt werden. Soweit die Kurzfassung. Mein Wissen bleibt aber nicht abstrakt, sondern Karen Swan nimmt sich die Zeit mir die Lebensumstände von Laura zu erklären, näher zu bringen und auch ihre emotionale Seite zu zeigen und warum sie selbst zum Beispiel immer noch nicht verheiratet ist. Da das ganze natürlich ein bisschen einseitig wäre, widmet sie sich mit gleicher Sorgfalt auch Cat, der Frau von Rob Blake und erzählt mir aus ihrer Kindheit und wie sie zu dem Menschen geworden ist, der sie heute ist. Insgesamt eine unterhaltsame wie interessante Darstellung der beiden Frauen, die Karen Swan mir da anbietet. Das dies noch nicht alles gewesen sein kann- das denke ich kann sich jeder selber vorstellen. Interessant ist die Charakterwandlung die Karen Swan ihrer Hauptfigur auf den Leib schreibt. Wie als ob sie zu sich selbst und ihrem wahren Ich finden würde , darf ich die Figur bei ihrer Wandlung begleiten und mich Zeile um Zeile, Seite um Seite und Kapitel um Kapitel immer wieder aufs Neues überraschen lassen, was die Schriftstellerin für mich bereit hält. Einiges habe ich erahnen können, aber vieles blieb auch überraschend und machte die Entdeckung der "neuen" Laura interessant wie abwechslungsreich für einen Liebesroman, den man zunächst erwartet hätte. Das Buch nahm so eine ganz andere Wendung, als ich es erst gedacht hatte und ich war sehr positiv überrascht von dem Schreibstil der Autorin, der auf der einen Seite völlig frei und offen war und zugleich mitreißend und emotional. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich das Buch dann zugeklappt. Es wird sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein, dass ich lese.

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Inhaltsangabe (Quelle Goldmann Verlag): Die Welt der Schmuckdesignerin Laura ist klein und überschaubar. Nach einem Schicksalsschlag sind ihr Freund Jack, ihre beste Freundin Fee und ihr Hund Arthur ihre Familie. Bis an einem Wintertag der attraktive Rob Blake im Atelier auftaucht, mit einem ungewöhnlichen Anliegen: Er möchte seiner Frau eine Kette mit sieben Anhängern schenken, von denen jeder für einen besonderen Menschen stehen soll. Dafür soll Laura die sieben wichtigsten Personen in deren Leben interviewen. Laura willigt ein und lernt ein ganz neues Leben kennen voller Luxus und Extravaganz. Doch bald muss sie erkennen, dass nicht alles so glanzvoll ist, wie es auf den ersten Blick scheint … Meine Einschätzung: Dies ist mein zweiter Roman aus der Feder von Karen Swan und obwohl er um die Weihnachtszeit spielt, kann man ihn doch auch getrost Mitte Juni lesen - das nur vorweg. Karen Swans Schreibstil war auch hier wieder angenehm und flüssig zu lesen, wenn sich auch die Handlung recht schleppend entfaltete - dazu aber später mehr. Nichts desto trotz fesselte mich das Geheimnisvolle rund um Laura, denn eine Frage stellte man sich immer wieder: Wo ist Lilibet und WAS war der Schicksalsschlag? Bei der Handlung, wie ich schon erwähnte, entwickelte sich alles irgendwie langsam und schleppend. Nach knapp 200 Seiten war noch nichts nennenswertes geschehen und man begann sich die Haare zu raufen, denn man hatte schon einiges gelesen und war noch immer nicht schlauer geworden - frustrierend! Doch je weiter sich die Handlung fortführte, desto mehr Enthüllungen wurden gemacht, Wendungen traten ein und Überraschungen wurden geöffnet mit denen man im Leben nicht gerechnet hätte. Hier hat die Autorin am Ende von allem ein Bisschen in die Mischung geworfen. Was die Charaktere angeht bin ich zwiespältig, denn lange war mir keiner von ihnen wirklich sympathisch - einzig vielleicht Kitty, die so echt und ungekünstelt wirkte. Ich dachte mir gerade in Bezug auf Robs Frau Cat, dass niemand SO perfekt sein kann und auch sonst wollte ich einfach nicht so wirklich warm mit ihnen werden. Sie alle tragen eine Fassade zur Schau, die zu bröckeln beginnt, wenn man näher hin schaut. Doch im letzten Drittel des Romans änderte sich, denn genau diese Fassaden bekamen Risse und man erhaschte einen Blick auf die wirklichen Menschen dahinter und gerade Laura zeigte was wirklich in ihr steckte. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen waren wichtig für den Verlauf der Handlung und die Dynamik änderte sich durchweg durch das Buch. Jack und Laura verband in meinen Augen eher ein geschwisterliches Verhältnis und fühlte sich falsch an. Das führt mich zu Fee, die mir nie wie eine wirkliche Freundin für Laura vor kam. Die Chemie hingegen zwischen Rob und Laura, sowie Laura und Kitty stimmte von Anfang an und fühlte sich richtig an. Alles in allem ein wirklich toller Roman zur Weihnachtszeit mit kleineren Schwächen über die man im Gesamtbild hinweg sehen kann. Mein Fazit: 4 Sterne - lesenswert, empfehlenswert und ein Buch voller Überraschungen.

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Das Cover: Ein sehr schönes Cover, was gerade zur Weihnachtszeit begeistern kann. Ich fand es süß gemacht und daher habe ich mir das Buch auch genauer anschauen wollen. Mein Fazit: Die Geschichte um die Schmuckdesignerin Laura, ihre Arbeit und ihre Freunde hat mich schon im Klappentext sehr neugierig gemacht. Eine Kette mit sieben Anhängern für eine Ehefrau, die schon alles hat und genau mit diesem Geschenk ihr Leben in den Händen halten soll. Eine schwierige, aber auch unglaublich interessante Story, die ich unbedingt kennenlernen wollte. Die Schreibweise war sehr angenehm, flüssig und sehr bildhaft. Man bekam nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Gegenden, Häuser und Gegebenheiten sehr gut mit. Man konnte sich alles sehr gut vorstellen und sich ein richtiges Bild erdenken. Die Geschichte wurde von einem Erzähler mitgeteilt, sodass man jede Person recht gut wahrnehmen konnte. Der Charakter Laura ist unglaublich geheimnisvoll und gerade zu Beginn so unscheinbar. Sie versteckt sich, möchte es allen Recht machen und scheint an etwas zu nagen. Irgendwas hängt an ihr, dass sie in sich selber gefangen hält. Dieses Gefühl hatte mich von Anfang an gepackt und so habe ich stets mit ihr mitgelitten, auch wenn ich nicht genau wusste warum. Nach und nach kam dann immer mal die „wahre“ Laura zum Vorschein und dies hat mich zum einen verwirrt und zum anderen total gefreut. J Lauras Freunde sind ebenfalls sehr interessante, aber auch zurückhaltende und traurige Charaktere. Sie hängen alle ganz extrem aneinander und ich konnte lange nicht einschätzen, warum dieses starke Band so undurchdringbar und erdrückend ist. Ihr Auftraggeber Rob ist ein sehr liebenswerter, offener und starker Charakter. Auch wenn er mich zu Beginn etwas abgeschreckt hatte, wurde er nach und nach immer interessanter. Man konnte auch ihn nur schwer einschätzen, aber seine Art und Weise hat mir einfach unheimlich gefallen. Naja und Robs Frau, sowie die Freunde sind eine Geschichte für sich. Da gibt es die liebenswerte und herzensgute Schulfreundin seiner Frau, den Ex, die Freunde aus der Studienzeit und einige andere. Jeder Charakter für sich ist einzigartig und bringt so manchen Lacher in der Story mit. J Die Geschichte selber ist im Gesamten ganz schön aufgebaut, die Idee dahinter ist fasziniert doch die Umsetzung hätte durchaus noch etwas besser sein können. Die Liebesgeschichte, die Geschichte um Laura und die Kette war sehr schön und berührend. Dennoch gab es auch Phasen, in welchem die Geschichte zu sehr in die Länge gezogen wurde. Es war anstrengend zu lesen und das ist oft nicht so schön, gerade wenn man müde ist. Dann macht das Lesen nur noch halb so viel Spaß. Dennoch war ich von der Geschichte begeistert. Ich habe mich an vielen Stellen gefragt, wieso etwas so gelaufen ist wie es nun mal war und ich konnte keine Antwort darauf finden. Die Seiten wurden immer weniger und ich war echt schon enttäuscht, dass ich noch immer nichts wusste und dann kam doch tatsächlich die Auflösung und ich war geplättet. Ich habe Tränchen verloren, war unglaublich berührt und konnte die gesamte Story viel besser verstehen. Sie ist mir nochmal im Kopf durchgegangen und ich konnte überall zusammenhänge finden. Ein tolles Gefühl, denn es wurden alle Fragen geklärt und das Ende ist zwar teils offen gelassen worden aber irgendwie auch nicht. Wahnsinnig gut gemacht! Ich bin total begeistert. *g* Mein Gesamtfazit: Mit diesem Buch erhält man eine unglaublich berührende, verzwickte, liebenswürdige und einfühlsame Geschichte die nach dem Lesen des Buches einfach nur begeistert. Es lohnt sich hier bis zum Schluss zu lesen, auch wenn kleinere langgezogene Szenen dabei sind denn das Ende ist einfach nur übergreifend und wunderschön gewählt. Von mir gibt es sehr gerne 4 Sterne. Ich würde mal sagen, dieses Buch ist besonders für die Weihnachtszeit geeignet. Ein heiße Schokolade, einen warmen Kamin und dieses ganz besondere Buch.

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