Leserstimmen zu
Die letzten Wächter

Sergej Lukianenko

Die Wächter-Romane (6)

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Paperback
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Die letzten Wächter - Sergej Lukianenko

Von: realbooksneverdie

06.11.2015

Inhalt Eine einzigartige Mischung aus Horror und Fantasy Von Tausenden Fantasy-Fans sehnsüchtig erwartet, legt Bestsellerautor Sergej Lukianenko mit »Die letzten Wächter« nun endlich das atemberaubende Finale zu seiner Wächter-Serie vor, der legendären Saga um die »Anderen« – Vampire, Hexen, Magier, Gestaltwandler –, die seit Jahrhunderten unerkannt in unserer Mitte leben. Längst ist der fragile Waffenstillstand zwischen den Mächten des Lichts und der Dunkelheit nichtig geworden, und auf den Straßen herrscht offener Krieg. Als die Stunde der finalen Schlacht gekommen ist, entscheidet sich das Schicksal der Welt endgültig. Meine Meinung Wie auch in den 5 Bänden der Wächter-Reihe vorab hat es Sergej Lukianenko geschafft, mich bis zur letzten Seite seines sechsten Bandes in seinen Bann zu ziehen. Er hat alte Bekannte, sowie auch neue Charaktere in sein letztes Buch zusammengeführt, um einen finalen Showdown zu inszenieren. Antons Tochter Nadja, die inzwischen zu einer 14 jährigen Jugendlichen heran gewachsen ist, zeigt dem Leser, dass auch Protagonisten mit ihren pubertierenden Kindern die gleichen Probleme haben. Anton bleibt weiterhin der Protagonist, aber seine Tochter taucht immer wieder auf und unterstützt ihren Vater. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht schreiben, denn jedem soll die gleiche Spannung wie mir beim Lesen erhalten bleiben. Nur eines möchte ich noch schreiben, dass der Leser das Gefühl bekommt, als wenn alle Cliffhanger der ersten 5 Bände nun zusammengeführt werden und der Autor es vom Anfang an geplant hatte. Fazit Die Charaktere, als auch die Geschichte waren ein wenig flacher, als in den Bänden zuvor, aber trotzdem ein großes Lob an den Autor, dem ein gutes Ende seiner Reihe geglückt ist. 4/5 Sterne

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Normalerweise schreibe ich nur über Buchreihen als Ganzes, da es unglaublich schwierig ist, ein Buch aus der Serie zu erklären, ohne zu viel zu verraten. So drehte sich bereits meine zweite Veröffentlichung auf Inkunabel ganz um die bekannte Wächter-Reihe des russischen Autors Sergej Lukianenko. Damals dachte ich, mit dem fünften Band sei Schluss – was sich zwar ein wenig unbefriedigend anfühlte, aber durchaus vertretbar war. Doch weit gefehlt! Tatsächlich fand die Buchreihe ihren Abschluss mit der Anfang diesen Jahres erschienenen Klappenbroschur Die letzten Wächter. Die Überraschung, noch einmal bei der Nachtwache vorbeischauen zu dürfen, sorgte bei mir für ein durchdringendes Glücksgefühl. Aus diesem Grund empfand ich das überwältigende Bedürfnis, diesem Finale ausnahmsweise eine ganze Rezension zu widmen. Ohne ein wenig Vorwissen ist diese sicher schwierig nachzuvollziehen, daher empfehle ich einen kurzen Blick in meinen Buchtipp vom Vorjahr. Seid also gewappnet, Gefolgsleute: Denn hier geht es um nichts Geringeres als das Schicksal der gesamten Welt! Es sind einige Jahre nach den dramatischen Enthüllungen in Wächter des Morgen vergangen und Nadja, die Tochter des hohen lichten Magiers Anton Gorodezki, ist mittlerweile ein Teenager. Als sie überraschend von einem übermächtigen Gegner angegriffen wird, sind die Moskauer Nacht- und Tagwache in höchster Alarmbereitschaft. Laut einer mysteriösen Prophezeiung bleiben den Anderen ganze fünf Tage, den Menschen sechs, bevor ihnen die endgültige Vernichtung droht. Verantwortlich hierfür ist eine uralte, unbesiegbare Macht, die offenbar gern für eine Grundreinigung sorgen würde. Die in der Prophezeiung erwähnte sechste Wache scheint eng mit der angekündigten Katastrophe verknüpft zu sein. Bietet die rätselhafte Institution vielleicht einen Weg, um das drohende Unheil abzuwenden? Da in den Archiven beider Wachen rein gar nichts zur sechsten Wache und deren Zweck auffindbar ist, begibt sich Anton auf Gesers und Sebulons Weisung hin auf die gefährliche Suche nach Informationen und Verbündeten. Doch nicht nur die Zeit sitzt ihm hierbei im Nacken, sondern das Zwielicht selbst scheint unaufhaltsam seine Fühler nach ihm und seiner Familie auszustrecken … Um es vorweg zu nehmen: Selten habe ich das Ende einer Buchreihe als derart geschlossen empfunden. Ein wahrhaft würdiges Finale! Die Beziehungen der Figuren untereinander werden entschlüsselt und sämtliche Geheimnisse endgültig entwirrt. Das geht zwar hier und da schon mal auf Kosten des Erzähltempos (Noch nie wurde DERART viel geredet!), doch dafür bleibt wirklich keine Frage ungeklärt – selbst wenn einem die Antwort nicht unbedingt gefallen mag. Im Ausgleich dafür lässt Lukianenko quasi nebenbei die ein oder andere Bombe platzen. Herrlich! So manche vorangegangene Intrige erscheint dadurch in ganz neuem Licht. Zum Schluss beschlich mich deshalb das Gefühl, dass es sich lohnen könnte, mit dem erworbenen Wissen im Hinterkopf, die gesamte Geschichte noch einmal ganz von vorn zu beginnen. Obwohl sich der Roman im Vergleich zu seinen Vorgängern noch etwas melancholischer, kompromissloser und dialoglastiger gestaltet, bleibt wie immer auch der Humor nicht auf der Strecke. Allein die ständigen Kabbeleien zwischen den Leitern der Tag- und Nachtwache, sind wieder wunderbar ironisch und bissig. Die Großspurigkeit, mit der sich manche äußern, nur um im nächsten Moment damit auf die Nase zu fallen, sorgt ebenfalls erneut für einige Schadenfreude. Überdies werden ganz am Ende endlich zwei dringend überfällige Ohrfeigen verteilt, über die ich mich einfach nur amüsiert habe. Mit dem Hauptcharakter Anton Gorodezki wird, im Guten, wie im Schlechten, ein für alle Mal abgerechnet. Als Leser durfte man die Entwicklung des Protagonisten durch die unglaublichsten Geschichten hindurch und über einen Zeitraum von etwa 25 Jahren mitverfolgen. Hierbei erhielt Anton vom Autor stets die Gelegenheit, sich zu erklären, Fehler zu begehen und an den Folgen seiner Handlungen zu wachsen. Insgesamt zeigt sich der Protagonist in diesem letzten Band gereift und ist in seine Rolle als Wächter hineingewachsen. Er ist zwar einerseits opferbereit, legt andererseits jedoch echte Härte an den Tag. Während er früher teilweise sehr mit sich und seinem Platz im Leben haderte, hat er sich nun mit den Gegebenheiten abgefunden und folgt konsequent seinem eigenen Urteil. Anton wundert nichts mehr, da er sich abgewöhnt hat, ein bestimmtes Ergebnis zu erwarten. Das wirkte auf mich mitunter etwas verbittert und ließ auf eine eher zynische Weltanschauung schließen. An manchen Stellen war mir Anton sogar ein wenig unsymphatisch oder verhielt sich für meine Begriffe einfach falsch. Schließlich hat es ihm aber der Autor während all der Jahre auch nicht allzu leicht gemacht und ihn so richtig schön hin und her geschubst. Generell werden Fakten nur häppchenweise verteilt, was den Leser wie auch den Protagonisten ein ums andere Mal in die Irre führt. Was tatsächlich Ursache ist und was Wirkung, lässt sich deshalb meist nicht eindeutig beantworten. Diese Vorgehensweise Lukianenkos zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bände der Reihe, ermöglicht das Spinnen komplexer Geheimnisse und verknüpft diese eng mit den Charakteren. Totes Personal gibt es hier nicht! In meinen Augen sorgte das stets für genau die richtige Dosis an Spannung und überraschenden Wendungen. So steuern Die letzten Wächter unaufhaltsam auf ein Finale zu, das zwar passt wie ein Vampir in die Blutbank, aber sicher nicht jedermanns Geschmack sein dürfte. Letztendlich läuft eben alles auf die eine große Frage hinaus: Was wärest du bereit zu opfern, wenn die gesamte Welt auf dem Spiel steht? Tja, ihr Schätzelein, lest einfach diese sechs fantastischen Fantasy-Wälzer und ihr werdet es erfahren. ;)

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Ich finde es so gut wie unmöglich hier eine Rezi für jedermann zu verfassen. Daher habe ich mich entschieden diese Rezension in zwei Abschnitte einzuteilen. So kann jeder je nach seiner jeweiligen Vorerfahrung mit der Reihe zum richtigen Abschnitt wechseln. Rezension für Neulinge der Reihe (allgemeiner Inhalt der Reihe) Man muss die Bücher dieser Reihe wirklich in der richtigen Reihenfolge lesen. Der Weltaufbau und die Handlung bauen extrem aufeinander auf und das ganze wird sonst sehr verwirrend und macht wenig Sinn. Daher werde ich in diesem Abschnitt auch nur allgemein auf die Welt und Handlung der Reihe eingehen und bitte jeden Leser dann wirklich mit Band 1 ("Wächter der Nacht")anzufangen. Das ganze ist Urban-Fantasy - es gibt hier also magische Wesen (da zähle ich jetzt auch mal magische Menschen dazu) aber diese leben in unserer realen Welt. Das ganze hat Lukianenko sehr gut durchdacht und einen komplexen Weltaufbau geschaffen. Die magischen Wesen (Gestaltwandler, Vampire, Hexen, Zauberer...) leben unter den Menschen, ohne das diese davon etwas mitbekommen. Grob unterteilen sich alle magischen Bewohner der Welt in Dunkle und Lichte. Einige werden bereits in dem Wissen geboren, andere entdecken ihre Magie erst später im Leben und werden dann initiiert. Das heißt sie müssen sich für eine Seite entscheiden. Ein ganz wichtiger Punkt dieser Reihe ist es nicht nur die Konflikte zwischen diesen beiden Gruppen zu thematisieren, sondern vor allem auch den Leser dazu anzuregen darüber nachzudenken, dass nicht alles Dunkle wirklich böse ist und auch die Lichten vielleicht nicht immer moralisch korrekt agieren. Das macht der Autor unglaublich geschickt, ohne dass man das Gefühl hat belehrt zu werden. Er erreicht das durch seine unglaublich starke und sympathische Hauptfigur Anton. Mit ihm schaut man hinter die Fassaden der Dunklen und Lichten und fiebert mit ihm mit, sich richtig zu entscheiden oder mit falschen Entscheidungen zu leben. Es gibt eine Tag- und eine Nachtwache, die sich gegenseitig überwachen. Großes Thema ist das Gleichgewicht dieser beiden Mächte und das ist in so gut wie jedem Band der Reihe auf irgend eine Art gefährdet. Anton entscheidet sich zwar in Band 1 für eine Seite aber hinterfragt seine Entscheidung bzw. die Vorgehensweisen jeder Seite immer wieder. Zum Beispiel wird das Töten von Menschen durch die Nachtwache (also die Lichten) reglementiert. Sie erteilen Lizenzen zum Töten an die Dunklen und überwachen, ob sie sich daran halten. Die Dunklen im Gegenzug bestimmen wie viele Zauber für das Gute angewendet werden dürfen. Ideal sollte somit ein Gleichgewicht zwischen guten und schlechten Interventionen in der Menschenwelt hergestellt werden. Ein weiteres ganz wichtiges Element ist das Zwielicht - eine Art Schatten- oder Parallelwelt. Dieses lernt man erst nach und nach kennen, weil es sehr komplex ist und nur von den Anderen (magischen Wesen) betreten werden kann. Je nach Rang des Anderen kann er bestimmte Ebenen darin betreten und diese dann auch für bestimmte Dinge nutzen. Aber das lernt der Leser nach und nach in den Bänden. Das allein ist schon sehr interessant, aber Lukianenko macht das ganze auch noch durch vielen Geheimnisse spannend. Man rätselt immer wieder mit, wird auf falsche Fährten geleitet und oft überrascht. Gewöhnungsbedürftig für einige Leser wird wohl der Schreibstil von Herrn Lukianenko sein. Mir gefällt er unglaublich gut, weil er einzigartig ist. Er schreibt oft recht kühl (und hat mich doch das ein oder andere Mal zu Tränen gerührt), teilweise philosophisch und mit einem russischen Stil. Mich hat Anton immer begeistern können. Er ist ein genialer Protagonist, den man gern begleitet. Seine Gewissenskonflikte konnte ich immer gut nachvollziehen und teilweise auch seine Wut auf bestimmte Personen in seinem Umfeld. Im Laufe der Reihe muss er schwerwiegende Entscheidungen treffen, die er sich nie leicht macht. Aber auch die Nebencharaktere sind einfach so genial. Allen voran Geser, der Leiter der Nachtwache/Lichten und Sebulon, der Leiter der Tagwache/Dunklen. Diese beiden sind sehr speziell und man durchschaut sie so gut wie nie. Teilweise sind sie recht skrupellos, dann helfen sie wieder Anton oder man empfindet sie als sehr menschlich. Ich fand die Stellen, wo diese beiden ihre Auftritte hatten immer besonders interessant. Anton bekommt im Laufe der Reihe auch eine Frau an seine Seite und gründet eine Familie. Das wurde ebenfalls genial umgesetzt, ohne das es groß romantisch wird. Rezension für Kenner der Reihe(speziell auf diesen Band bezogen) So, wer doch noch etwas allgemein zu meiner Meinung zum Weltaufbau, Handlung und Charakteren der Reihe lesen möchte, der muss doch den oberen Abschnitt lesen. Wer allerdings die Reihe schon bis Band 5 kennt, braucht das eigentlich nicht. Hier werde ich nun ganz speziell auf diesen letzten Band der Reihe eingehen. Vom Stil her bleibt sich der Autor treu. Er hat eben seinen ganz eigenen, unverkennbaren Schreibstil. Ich persönlich liebe ihn. Inhaltlich habe ich lange Zeit geschwankt, ob ich nun 4 oder 5 Sterne geben soll. Leider gab es schon Abschnitte, die ich etwas langgezogen und teilweise zu philosophisch und wiederholt empfand. Doch dann kam das große Finale, dass mich echt gepackt hat und zum Schluss etwas atemlos zurück ließ. Mit solch einem Ende hätte ich wirklich nicht gerechnet und ich muss gestehen, dass auch ein, zwei Tränchen geflossen sind. Anton kämpft in diesem Band meist nicht ganz allein, sondern mit Sweta und Nadja zusammen. Vor allem Nadjas Rolle hat mich sehr überrascht - positiv überrascht. Das Mädchen hat sich wirklich entwickelt und ich habe sowohl ihre Interaktionen mit ihren Eltern als auch ihre magischen Aktionen sehr begeistert. Das Zwielicht spielt wieder eine große Rolle. Den Tiger kennen wir ja bereits und er hat auch hier wieder viel mit der Handlung zu tun, aber es kommt nun noch eine weitere Gestalt dazu. Diese ist auch wieder sehr interessant und macht das gesamte Buch spannend. Es wird nämlich die ganze Zeit nach einer Möglichkeit gesucht diesen zu bekämpfen, herauszufinden wer oder was er eigentlich genau ist und warum er so eine große Bedrohung für die ganze Welt darstellt. Dabei trifft man noch einmal auf alle großen Gruppen der Reihe - die Hexen, Vampire, Gestaltwandler, den Tiger und die Lichten und Dunklen. Das fand ich sehr gut für einen Abschlussband. Überhaupt ist die Handlung der ganzen Reihe damit gekonnt beendet worden und das Ende war wirklich atemberaubend, mitreißend und überraschend. Anton hat in diesem Band noch einen heimlichen Helfer und auch das machte das Buch spannend. Ich habe die ganze Zeit überlegt wer es nun ist und warum er/sie ihm hilft. Für mich war es ein toller Abschluss der Reihe und jeder Fan des Autors bzw. des Wächter Zyklus sollte ihn lesen. Grundidee 5/5 Schreibstil 4,5/5 Spannung 4/5 Emotionen 4/5 Charaktere 5+/5 Liebesgeschichte 2/5 (ist aber auch nicht wichtig für das Buch) *Fazit:* 4,6 von 5 Sternen Ich liebe diese Reihe und kann sie jedem Urban-Fantasy Fan empfehlen, der auf romantische Liebesgeschichten verzichten kann und sich auf einen ganz eigenen, teilweise recht kühlen Schreibstil einlassen kann. Die Reihe ist spannend und überraschend. Auch dieser letzte Band hat mich wirklich gefesselt, überrascht, am Schluss sogar zu Tränen gerührt und atemlos zurückgelassen. Ich freue mich schon auf die neue Reihe des Autors die im September herauskommt. ("Licht und Dunkelheit")

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Zum Inhalt: Merkwürdige Dinge geschehen – es gibt eine Vielzahl von Vampirübergriffen, die aber nicht zur Erschaffung neuer Vampire dienten. Vielmehr erwecken sie den Eindruck, dass hier eine Botschaft übermittelt werden soll. Eine persönliche Botschaft an Anton Gorodezki. Und damit nicht genug: Nadjas Schule wird Ziel eines Angriffs und Anton und Swetlana, die eigentlich gemeinsam sehr stark sind, können sich der Angreifer kaum erwehren und benötigen Hilfe von außen. Es ist ausgerechnet ein Vampir, der sie rettet. Die Angreifer waren der lichte und der dunkle Leibwächter Nadjas, aber irgendwie waren sie nicht mehr sie selbst. Je länger die Wächter recherchieren umso deutlicher wird: der Zweieinige ist zurückgekehrt, eine uralte Gottheit, eine Manifestation des Zwielichts. Seine Rückkehr bedeutet, dass das Gleichgewicht von Gut und Böse zerstört ist und zu dessen Wiederherstellung gibt es nur einen Weg: die Auslöschung des Lebens. Aufhalten kann diesen Untergang nur die legändere „6. Wache“. Anton (und seinen Verbündeten wider Willen) bleiben nur wenige Tage, um herauszufinden, wer dieser Wache angehören muss und diejenigen dann zu versammeln, damit sie sich dem Zweieingen entgegenstellen… Meine Meinung: Die Wächter-Reihe ist für mich eine von den Bücherserien, bei denen sich ein neuer Teil anfühlt, als kehre man zu guten Bekannten zurück. Egal, wie lange es her ist – man erinnert sich an gemeinsame Erlebnisse (vielleicht nicht sofort, aber nach und nach) und fühlt sich einfach wohl. Dazu kommt Lukianenkos wunderbarer (schwarzer) Humor und so war auch dieser Band wieder ein echtes Lesevergnügen für mich. Auch in diesem Buch übt der Autor Kritik an der russischen Gesellschaft, allerdings werden aktuelle Ereignisse zwar erwähnt (z.B. die Geschehnisse auf dem Majdan in Kiew), aber so gut wie gar nicht kommentiert. (Dies ist aber keine Kritik von mir, sondern nur eine Feststellung). Lukianenko bringt die Geschichte von Anton Gorodezki wirklich zu einem grandiosen Höhepunkt und somit den Wächter-Zyklus zum Abschluss. Viele alte Bekannte aus den vorangegangenen Teilen dürfen wieder auftreten und der Leser erfährt dieses Mal auch viel über die Geschichte der einzelnen magischen „Gattungen“ (also Vampire, Hexen, Tierwesen usw.) Und am Ende wartet der Autor mit interessanten Enthüllungen und einen unerwarteten Schluss auf. Einzig der Showdown, der eigentlich gar kein richtiger ist, hat mich ein bisschen enttäuscht. Aber er bildet einen logischen und stimmigen Schluss und somit gibt es auch nur einen winzig kleinen Abzug. Hier und da hätte ich mir vielleicht ein bisschen mehr Ausführlichkeit gewünscht, aber andererseits bringt Lukianenko die Handlung zügig voran, was ja auch nicht von Nachteil ist. Von mir gibt es 4,5 Sterne und natürlich eine Leseempfehlung an alle Fans der Anderen. Auch hier wieder der Hinweis: dies ist eine Serie, die man wirklich in der richtigen Reihenfolge lesen muss. Fazit: Ein Roman wie ein weiteres Abenteuer mit guten Freunden. Spannend, humorvoll und fantastisch.

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