Leserstimmen zu
Seit du tot bist

Sophie McKenzie

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Als Gen ihr Kind durch eine Totgeburt verliert, hört auch ihr Leben ein Stück weit auf, der Schmerz hüllt es ein und legt es lahm. Zwar führt sie eine gute Ehe mit Art, einem erfolgreichen Unternehmer, doch sie selbst bringt neben ein paar Kursen in kreativem Schreiben nichts mehr auf die Reihe. Alle Versuche, wieder schwanger zu werden, sind erfolglos, Gen ist nicht mal mehr sicher, ob sie noch weiter machen will. Acht Jahre ist der Verlust her, als plötzlich eine Frau vor Gens Tür steht. Ihre Behauptungen sind ungeheuerlich. „Es…“ Die Frau holt tief Luft. „Es geht um Ihr Baby.“ Ich starre sie an. „Wie meinen Sie das?“ Sie zögert. „Es lebt.“ Ihre dunklen Augen scheinen mich zu durchdringen. „ Ihr Baby, Beth, ist am Leben.“ Der Boden unter Gens Füssen scheint sich aufzutun. Nicht nur soll ihr totgeglaubtes Kind noch am Leben sein, sie weiss nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Spricht die Frau die Wahrheit oder geht es ihr nur um Geld? Wer hat davon gewusst? Wieso will sie niemand verstehen, wenn sie der Sache nachgehen will? Gens Mann Art macht sich Sorgen um Gen, er denkt, sie habe den Verstand verloren, will ihr helfen, will nach vorne schauen mit ihr, der Frau, die er über alles liebt. Kann sie ihm trauen oder ist auch das nur eine Masche? War sein Schmerz nicht echt damals? Gen macht sich auf die Suche nach Anhaltspunkten, niemand will etwas wissen, alle damals involvierten Personen sind verschwunden, tot oder kommen unter mysteriösen Umständen ums Leben. Sophie McKenzie ist mit Seit du tot bist ein packender Thriller gelungen, der einen von der ersten Seite an nicht mehr loslässt. Ein sauber gestrickter Plot, geschickt platzierte Cliffhanger, plastisch gezeichnete Figuren lassen das Buch zum Lesegenuss werden. Als Leser leidet man mit Gen mit, wird man immer wieder in Zweifel gestürzt, wer wirklich die Wahrheit spricht, wem man trauen soll, worauf man hoffen darf. Fazit: Spannung und Tiefe in eine packende Form gebracht. Ein Thriller, der seinem Namen alle Ehre macht. Sehr empfehlenswert.

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Geniver hat einen liebevollen und aufmerksamen Mann, beide sind, da Art einen guten Job hat, vermögend und eigentlich könnte das Leben für die junge Frau nicht besser sein. Wenn sie nicht Jahre zuvor eine Totgeburt gehabt hätte. Ihre Tochter Beth, starb damals vor ihrer Zeit im Mutterleib und Gen konnte sich seitdem zu nichts mehr aufraffen. War sie früher mit Leib und Seele Schriftstellerin, leidet sie seit der Fehlgeburt unter einer regelrechten Schreibblockade. Doch eines Tages wird sie von einer Frau mittleren Alters angesprochen, die behauptet, dass Gens Baby damals nicht starb. Ärzte und selbst Gens Mann Art sollen gelogen haben. Gen fällt aus allen Wolken als sie davon hört; glaubt aber der Frau zunächst kein Wort. Art, dem Gen alles erzählt, ist ebenso geschockt über die Dinge, die die unbekannte Frau, deren Schwester damals zum Ärzteteam gehörte, behauptet und streitet alles vehement ab. Mehr noch, er empfiehlt Gen eine Therapie, denn er fürchtet, dass seine Frau langsam ihren Verstand verliert. Doch Gen bohrt weiter. Sie kann nicht aufhören in der Vergangenheit herumzustochern und gerät dadurch plötzlich in Lebensgefahr. Lediglich Lorcan, ein Schauspieler irischer Abstammung und ehemals bester Freund Arts, hört Gen zu und glaubt ihr. Doch meint er es ehrlich mit Gen oder spielt er ein falsches Spiel mit der verzweifelten Frau? Wem kann Gen noch glauben? Ihrem Mann, Lorcan oder nur noch ihrer besten Freundin Hen? Und dann geht auch noch ein gewissenloser Killer um… Sophie McKenzie hat bereits einige Jugend und Young Adult Romane verfasst. Dies ist nun ihr Thrillerdebütroman für Erwachsene. Und dieses Debüt hat es wahrlich in sich! Ich bin recht unbedarft an Sophie McKenzies Thriller herangegangen, erhoffte mir bestenfalls einen halbwegs unterhaltsamen Roman und hatte noch nicht einmal im Ansatz so eine nervenaufreibende, spannende und knifflig gestrickte Handlung erwartet, die mich völlig in ihren Bann gezogen hat. Obwohl die Heldin des Romans, Gen, sicherlich keine einfache Romanakteurin ist, kann man sich vom ersten Moment an in ihre Gedankenwelt hineinversetzen. Man spürt ihre innerliche Zerrissenheit ob der Ungewissheit am eigenen Leib mit und kann Gens Handlungen gut verstehen. Unweigerlich fragt man sich beim Lesen des Romans, wie man selbst in gewissen Situationen reagiert hätte. Besonders stark fand ich auch die Charakterisierung der Nebenfiguren. Allesamt scheinen sie auf den ersten Blick freundlich, zuvorkommend und der Heldin zugetan zu sein. Doch jeder von ihnen verbirgt ein Geheimnis und legt somit eine gewisse Unehrlichkeit an den Tag. Der Autorin ist es aber sehr gut gelungen die wahren Absichten und Charaktereigenschaften dieser Nebenakteure zu verschleiern und erst gegen Ende des Romans lüftet sie das große Geheimnis, das für meinen Geschmack ziemlich unter die Haut geht. Man ist als Leser hin- und hergerissen, fragt sich zwischenzeitlich ob Gen eventuell alles nur fantasiert oder ob ihr Kind wirklich noch lebt und jedes Mal, wenn man dann glaubt endlich Gewissheit bekommen zu haben, verändert sich der Handlungsverlauf abermals. Und wenn man die letzten Zeilen gelesen hat, wird man noch eine ganze Weile über das Ende nachdenken, soviel ist sicher. Kurz gefasst: „Seit Du tot bist“ von Sophie McKenzie ist ein packender Thriller nach bester Alfred Hitchcock Manier gestrickt.

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