Leserstimmen zu
Bird Box - Schließe deine Augen

Josh Malerman

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Bird Box

Von: Plueschbuecher

20.01.2019

Rezension zu "Bird Box" - Josh Malermann Gleich zu Anfang möchte ich etwas los werden, was sich mir bis zum Ende nicht erschließen wollte... und zwar warum Malorie ihren Kindern keine Namen gegeben hat. Sie nennt sie nur "Junge" und "Mädchen". Die Erklärung, wenn man sie überhaupt als solche bezeichnen kann hat bei mir eigentlich mehr Fragen aufgeworfen als sie beantwortet hat... Aber nun zur Story : Malorie ist schwanger und lebt mit ihrer Schwester zusammen in einem gemieteten Vororthaus. Immer mehr Berichte erscheinen, in denen Menschen scheinbar grundlos plötzlich wahnsinnig werden und sich selbst und die Menschen in ihrer Umgebung umbringen... erst als die Nachrichten sich häufen und geographisch näher rücken, bekommen Shannon und Malorie es mit der Angst zu tun. Als dann Shannon sich das Leben nimmt, begibt sich Malorie auf Geheiß einer Zeitungsannonce auf die Suche nach "asyl". So findet sich die Gruppe um Malorie zusammen. Extra erwähnen werde ich noch: Es sind nicht beides ihre Kinder. Aber das werdet ihr auch schnell bemerken. Nun geht es in dieser ganzen Geschichte darum, dass so eine Art Wesen oder Ungeheuer, man weiß das nicht so genau, unterwegs sind. Und wenn diese den Menschen in die Augen sehen, werden diese verrückt und begehen Selbstmord. Natürlich darf auch ein Bösewicht in der Gruppe nicht fehlen, in einer Gruppe, die sich quasi nur blind fortbewegen kann und immer in Angst lebt einem Wesen doch in die Augen zu sehen. Das ganze spielt sich in zwei Zeitebenen ab. Einmal heute - wo Malorie gemeinsam mit Junge und Mädchen blind auf dem Fluss unterwegs ist um sich hoffentlich in Sicherheit bringen zu können, auch wenn sie nicht genau weiß was diese Sicherheit bedeuten mag und der Zeit als alles anfing und wie es zu dem Punkt der Flucht gekommen ist. Ich kann hierzu sagen, dass es sich um einen reinen Pageturner handelt, dass ich selbst zum Teil Angst bekommen habe, wenn ich mit den Protagonisten zusammen auf Proviantjagd gewesen oder nur kurz mal zum Brunnen runter gelaufen bin um Wasser zu holen. Der Schreibstil ist sehr einfach, das Buch nicht übermäßig ausgeschmückt. Die Atmosphäre super beschrieben. Leider fehlt mir so ein bisschen die Auflösung des Ganzen... ich hätte gern gewusst, was wirklich dahinter steckt. Dieser Punkt und der Punkt mit den Namen der Kinder ist ein Minusstern. So komme ich auf gute 4 von 5 Sternen in meiner Bewertung.

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Heute stelle ich euch das Buch ,,Der Fluss´´von Josh Malerman vor, das ich vor wenigen Tagen gelesen habe und nun rezensieren darf! Steckbrief Autor: Josh Malerman Verlag: blanvalet Seitenanzahl: 317 Seiten Genre: Thriller Inhalt: Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die nicht sicher ist. In einer Welt, in der das Böse herrscht und bald die ganze Menschheit auslöscht. Doch jetzt stell dir vor, du weißt nicht, was das Böse ist. Wie es ausschaut. Wie es tötet. Doch eins weißt du. Sobald du deine Augen öffnest, wird es dich umbringen. --- Genau in dieser Welt lebt Malorie. Sie ist jung und die Mutter von zwei Kindern, die eigentlich eine schönere Kindheit verdient hätten. Sie leben in einem kleinen Haus und versuchen, zu überleben. Doch langsam werden ihre Lebensmittelvorräte knapp. Malorie beschließt mit ihren Kindern zu fliehen - ihre letzte Hoffnung ist der Fluss. Jedoch müssen sie ihre Augen verbunden halten,- denn sobald sie ihre Augen öffnen werden sie sterben. Meinung: -spoilerfrei- Das Buch stand schon eine ganze Weile auf meiner Want to read- Liste, da es meist gute Bewertungen hatte und sich spannend anhörte. Und enttäuscht wurde ich nicht,- denn ich habe dieses Buch gerne gelesen! Die Kapitel des Buches sind meist sehr kurz gehalten, weswegen man immer weiterlesen möchte und das Buch einen auf keinen Fall 317 Seiten lang vorkam. Also die Spannung, wie man sie bei jedem Thriller erhofft, war vorhanden. Manche Stellen hätte man jedoch etwas ausführlicher und spannender schreiben können. Die Geschichte dreht sich quasi um Malorie, jedoch in zwei unterschiedlichen Zeiten. So sehen wir sie, wie sie versucht den Fluss zu überqueren, jedoch auch die jüngere Malorie, als die Morde erst anfingen. So konnte man viel über die Protagonistin erfahren und ihr Handeln verstehen und nachvollziehen. Denn dies fiel mir am Anfang etwas schwer. Fragen wie:,,Warum macht sie das?´´ kamen nicht selten vor, dies wurde dann jedoch besser. Schnell war das Buch also ausgelesen,- und mit dem erhofften Ende. Und ich gebe zu,- etwas emotional war es auch. Die Bewertung des Buches: Das Buch hat mich wirklich gefesselt, da ich diese Welt so schlimm fand. Dauernd hatte ich in den Hintergedanken, was wohl wäre, wenn dies real wäre. Ich gebe zu, man muss sich auf die Monster einlassen können. Wer findet, dass diese Idee absolut unrealistisch und unglaubwürdig sei, der sollte auch am besten die Finger davon lassen. Wenn ihr aber an der Geschichte interessiert seit, dann schaut euch gerne das Buch genauer an. Es geht um eine außergewöhnliche Thematik und ich bin mir sicher, das ihr noch kein Buch gelesen habt, das diesem ähnelt. Deswegen gab es von mir 4 von 5 Herzen.

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Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen auf der Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von Hausmauern und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet … Der Autor: Eine kurze Biografie von Josh Malerman: Ich habe einen Abschluss der Michigan State University, wo ich mich bereits während meines letzten Jahres als Autor versucht habe. Irgendwann hatte ich dann tatsächlich die dreihundertseitige Rohfassung einer Geschichte fertig … die jedoch nirgendwo hinführte. Was für eine Tragödie! Direkt nach der Uni ging ich mit meinem Schlagzeuger-Kumpel Derek Berk nach New York City, um Alben aufzunehmen. Unsere Band hatte hier ihren Anfang. Die nächsten sechs Jahre waren wir nur auf Tour. Man kann sich vorstellen, wie verrückt die Zeit war. Verrückt genug, um damit eine komplette Biographie zu füllen. Das Schreiben war für mich nie nur ein Hobby. Dafür bedeutet es mir einfach zu viel, und zwar alles, was damit zu tun hat. Aber ich werfe gerne ein paar Körbe und spiele Billard. Übrigens habe ich erst gestern an einer 8-Ball-Billard-Meisterschaft teilgenommen. Leider habe ich verloren, und das nagt immer noch an mir. Das ganze Interview unter: https://www.randomhouse.de/Interview_mit_Josh_Malerman_zu_Bird_Box_Schliesse_deine_Augen/aid57882.rhd Meine Meinung: Ich war so gespannt auf dieses Buch und habe es mit Begeisterung angefangen zu lesen. Nun was soll ich sagen, es war ja ein riesen Hype um das Buch und den kann ich, ganz ehrlich gesagt, nicht wirklich nachvollziehen. Ja die Geschichte ist gut und auch spannend aber nicht so überragend wie es teilweise bezeichnet wurde. Die Idee zu dieser Geschichte finde ich wirklich interessant und gelungen. Auch der Schreibstil des Autors ist schön flüssig und leicht zu lesen und dennoch kann ich mich den ganzen Lobenreden nicht ganz anschließen. Es ist ein guter Thriller der auch Spannung bietet, jedoch hebt er sich in meinen Augen nicht so sehr von anderen guten Thrillern ab. Die Geschichte ist anders von der Thematik, ich meine man stelle sich mal vor, man dürfte die Augen nicht öffnen. Horror. Ja ich kann dieses Buch Empfehlen doch sollte man nicht mit zu viel Erwartungen daran gehen. Es ist ein guter Thriller und er macht auch Spaß zu lesen aber wie schon erwähnt ist er nicht besser als andere. Und was man noch beachten sollte beim Kauf dieses Buches. Es ist bereits erschienen unter dem Titel Bird Box. Also nicht doppelt kaufen ;) Warum der Verlag das gemacht hat ist mir auch schleierhaft. Also es ist eine Empehlung aber erwartet nichts besonderes.

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Spannende Kurzgeschichte Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag über Random House bekommen. Ein absolutes Wunschbuch! Da mich die Einschätzung auf dem Buch „Ein verstörender Thriller, der gleichermaßen an Hitchcocks Film Die Vögel wie an die besten Romane von Stephen King erinnert.“ total neugierig gemacht hat. Ich bin ein absoluter Stephen King Fan, gerade von seinen älteren Romanen. Daher war ich echt total von den Socken, dass ich dieses Buch bekommen habe. Eigentlich war ich gerade noch mit einem anderen Buch beschäftigt und wollte nur ganz kurz rein lesen, aber das ging nicht. Ich war direkt von Anfang an im Buch gefangen und hatte es ganz schnell durch, wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, hätte ich es wahrscheinlich in 3 Tagen durch gehabt. Das Cover ist gut gemacht, das O im Schutzumschlag ist offen, die Vögel sind also auf dem Buch, sehr schön gemacht. Stellenweise konnte eine Herzklopfenspannnung wie in einem Stephen King Roman erzeugt werden, aber nicht ständig. Jedoch war das Buch gut zu lesen und trotzdem spannend. Im Buch wird zwischen der Gegenwart und Vergangenheit, die die aktuelle Situation erklären soll, hin und her gesprungen, das hat mir gut gefallen, war ein guter Mix. Die Geschichte ist wirklich verstörend und teilweise schockierend. Als Mutter sind einige Szenen in diesem Buch unglaublich schrecklich und lassen einen das Herz bluten. Wie schlimm es für die Kinder ist, welch strenge Erziehung sie bekamen, sehr traurig, aber notwendig. Denn Melorie will ja nur dass sie und die Kinder überleben und das erfordert nun mal diese strenge. Was aber noch viel schlimmer ist, die kühle Distanz die Melorie zu den Kindern hat, ihr tut es auch leid was sie alles den Kindern „antut“ aber sie rechtfertigt sich vor sich selbst immer damit, dass es notwendig ist. Die Distanz hält sie sehr stark, allein schon dass sie den Kindern keine Namen gibt, sondern die Beiden einfach nur „Junge“ und „Mädchen“ nennt. Die Zwischenmenschliche Seite und Probleme hätten noch mehr ausgearbeitet sein können, leider konnte ich nicht mit den Charakteren nicht warm werden. Die Idee der Geschichte ist sehr gut, ich hätte mir nur gerne mehr Erklärungen gewünscht. Vor allem das Ende war für mich sehr unbefriedigend, schade. Bird Box ist eine nette Kurzgeschichte und ein guter Zeitvertreib für zwischendurch, ich kann es durchaus empfehlen. 4 von 5 Punkten

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Die Grundidee fand ich einfach großartig für ein Buch dieses Genres, denn sie sorgt direkt für einen ganz ursprünglichen, instinktiv verankerten Horror. Jedes Kind kennt sie, die Angst vorm Dunkeln, vor den Monstern, die in den Schatten lauern. Gibt es etwas Schlimmeres, als die Augen schließen zu müssen, wenn man in einer Extremsituation Todesangst hat? Sich blind einer Welt auszuliefern, in der etwas unsäglich Grauenhaftes lauert? Beim Lesen habe ich diese Angst auf jeder Seite gespürt, und das Buch hat mich dadurch unglaublich gefesselt. Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht die junge Malorie, die schwanger war, als die ganze Welt die Augen schloss. Sie hat für sich und ihr ungeborenes Baby ein kleines Refugium gefunden: ein Haus, in der eine kleine Gruppe Überlebender Zuflucht suchen und sich gegenseitig Hilfe und Trost spenden. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: in der Gegenwart, in der Malorie darum kämpft, sich mit zwei Kleinkindern an einen sicheren Ort zu retten, und in der Vergangenheit, in der sie mit ihren Hausgenossen versucht, ein halbwegs erträgliches Leben aufzubauen. Deswegen erfährt man nur nach und nach, Stück für Stück, was eigentlich geschehen ist. Das Verhältnis von Malorie zu den beiden Kindern zeigt vielleicht am besten, wie brutal und gefährlich die Welt geworden ist. Sie trainiert sie schon als Babys darauf, sich mit geschlossenen Augen zurecht zu finden und sich anhand von Geräuschen zu orientieren, und dieses Training wirkt oft geradezu grausam - aber dennoch ist es ein Akt der Liebe, denn nur so können die Kinder überleben. Bedrückend fand ich, dass Malorie ihre Gefühle komplett unterdrückt, um hart genug dafür zu sein. Sie zuckt zurück, wenn eines der Kinder sie berührt, und hat ihnen nicht einmal Namen gegeben... Ich fand es schwer, zu den Kindern Zugang zu finden, denn sie zeigen nur wenig Persönlichkeit und funktionieren wie kleine Roboter, die blind gehorchen - was allerdings bei der Art und Weise, wie sie aufwachsen, nur realistisch ist. Auch zu den anderen Charakteren spürte ich meist eine gewisse Distanz. Es ist aber nicht so, als wären sie in meinen Augen schlecht geschrieben! Ich bekam sogar schnell ein Gefühl dafür, wie sie denken und was sie antreibt, aber durch die Extremsituation kann sich niemand Emotionen leisten und das macht es auch schwer, mit ihnen mitzufühlen. Der Charakter, der sich am meisten seiner Menschlichkeit bewahrt und dadurch für mich zur Identifikationsfigur wurde, ist Tom. Tom, der Problemlöser, der Rettungsanker, an den sich alle klammern. Er hält die kleine Gemeinschaft von Überlebenden zusammen, bastelt ständig an neuen Erfindungen, wie das Leben im Dunkeln erleichtern sollen, und wagt scheinbar Unmögliches, wie etwa blind drei Meilen zu seinem alten Haus und zurück zu laufen. Interessant fand ich auch Gary, der seine ganz eigenen Theorien hat, was die Kreaturen betrifft, die die Menscheit in den Wahnsinn treiben... Durch ihn stellen sich Fragen wie: was ist Wahnsinn überhaupt, und ist es nicht der Mensch, den der Mensch am meisten fürchtet? Das Buch ist in der Gegenwartsform geschrieben , und den Schreibstil fand ich grandios. Mal hat er eine atemlose Dringlichkeit, dann wieder etwas beinahe Lyrisches, Hypnotisches. Meist ist reduziert auf die Essenz einer Szene und dadurch sehr exakt, sehr klar. Als ich das Buch zuschlug, war ich begeistert. Erst als ich eine Nacht darüber geschlafen hatte, ging mir auf, dass das Ende für mich unbefriedigend ist. Die wichtigsten Dinge bleiben einfach ungesagt, und man verlässt die Geschichte mit mehr ungeklärten als geklärten Fragen. Allerdings ist das vielleicht auch ganz bewusst, schließlich besteht der Horror in diesem Buch darin, dass der Mensch sich blind in einer Welt bewegt, die er nicht mehr versteht?

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Kritik: Normalerweise sind weder Horror noch Thriller wirklich mein Genre. Hin und wieder breche ich zwar mit Gewohnheiten (für Michael Robotham zum Beispiel), aber im Großen und Ganzen sind das, wie der geneigte Leser schon bemerkt haben dürfte, eher Sebastians Sparten. Was ich hingegen schon mag, ist ein gutes Endzeit-Setting. Und der Klappentext von "Bird Box" klang ganz nach einem solchen Setting. Ich haderte eine ganze Weile mit mir, einfach weil mir der Autor gänzlich unbekannt ist und ich deshalb auch nicht einschätzen konnte, wie detailliert eventuelle Exzesse hier beschrieben werden. Aber das Thema reizte mich sehr, und so nahm ich das Buch schließlich doch zur Hand und sog es innerhalb eines Tages sprichwörtlich auf. Die Geschichte von "Bird Box" ist sogar relativ einfach gestrickt. Vier Jahre zuvor ist auf der Welt "etwas" ausgebrochen, das die Menschen dazu treibt, verrückt zu werden und sich selbst umzubringen, mitunter erst nachdem sie einen kleinen Amoklauf hinter sich haben. Was dieses "etwas" ist, weiß niemand. Malorie war damals schwanger und verbarrikadierte sich mit anderen Menschen in einem Haus. Jetzt - vier Jahre später - ist ein Großteil der Menschheit ausgerottet. Malorie lebt mit ihren beiden Kindern, die sie nur "Junge" und "Mädchen" nennt in dem kleinen Haus. Die Fenster sind verbarrikadiert, vor die Tür zu gehen ist nur mit Hilfe von Augenbinden möglich, denn recht früh und schnell waren sich die Medien damals einig, dass das, was die Menschen den Verstand verlieren lässt, etwas ist, was sie vorher gesehen haben. Aber Malorie lebt in Einsamkeit und sie träumt von einem besseren Leben, vor allem für ihre Kinder. Also macht sie sich auf die beschwerliche Reise in einem Boot flußabwärts, in der Hoffnung ein Lager zu finden, in dem sie sicherer sind und komfortabler leben können. Diese Reise kann aber nur mit verbundenen Augen stattfinden, und Malorie muss sich auf das geschulte Gehör der Kinder verlassen, die in diese Welt geboren wurden. Dennoch lauern auf dem Fluss allerlei Gefahren. Erzählt wird Malories Geschichte abwechselnd in zwei Zeitlinien, sozusagen zwei Hauptstränge. Zum einen erzählt der erste Strang von der Reise auf dem Fluss und den Erlebnissen Malories und der Kinder. Zum anderen beschreibt der zweite Strang die Ereignisse vor der Geburt der Kinder, wie etwa den Ausbruch und Malories Einzug in das Haus. Diese Erzählweise war in keiner Weise anstrengend, im Gegenteil, sie fesselte mich extrem, denn als Leser brannte man darauf zu erfahren, was es denn mit alledem auf sich hat. Josh Malerman hat hier eine wunderbare Geschichte aufgebaut und lenkt die Gedanken des Lesers wirklich an unsichtbaren Fäden. Stellt sich also am Anfang noch die zentrale Frage WAS ist es, das die Menschen den Verstand verlieren lässt? , so lenkt er den Fokus nach und nach auf viele andere Fragen, die sich auftun: Warum haben die Kinder keine Namen? Wie ist Malorie in dem Haus gelandet? Was ist mit den anderen Bewohnern passiert? Dadurch rückt diese zentrale Frage am Ende in den Hintergrund. Desweiteren weiß der Autor auch, wie man eine wahnsinnig gute und bildgewaltige Kulisse in die Köpfe der Leser zaubert. Ich habe selten so ein lebhaftes und detailliertes Bild eines Buches vor Augen gehabt wie in diesem Fall. Glücklicherweise neigte er aber auch nicht zur Detailverliebtheit, auch nicht in expliziten Szenen (die am Ende nicht explizit sind, sondern einfach schnörkellos auf den Punkt gebracht), was ja aber bekanntermaßen Geschmackssache ist. Sebastian beispielsweise mag es detailliert, ich mag es in der Regel nur angerissen. Josh Malerman hat jedenfalls diese wunderbare Gabe, die Dinge auf den Punkt zu bringen, ohne Schmuck, einfach konkret. Großartiger Stil, toller Spannungsbogen, hier wurde meiner Meinung nach wirklich alles richtig gemacht. Denn aus der Hand legen mag man das Buch nicht mehr, wenn man einmal angefangen hat. Es gibt einige Aha-Effekte, die eine oder andere Überraschung, ein tolles Bild vom Untergang der normalen Zivilisation, einen fantastischen Spannungsbogen und einen wirklich angenehmen Schreibstil. So begeistert ich von Bird Box auch war, es gab dann doch zwei winzige Wehmutstropfen. Kommen wir erst einmal zu den Figuren. Malorie ist hier natürlich die Protagonistin, aber leider bleibt sie ein bisschen farblos. Ich hab ihr die Rolle als liebende Mutter abgekauft, denn ich weiß, wie sehr die Geburt eines Kindes einen Menschen verändern kann. Ich konnte - und ich bin selber Mutter - nicht einmal verurteilen, wie sie die Kinder abgerichtet hat, denn ich kann mir gut vorstellen, dass die moralischen Regeln, die wir in unserer Gesellschaft haben, sich ändern, wenn so eine Ausnahmesituation eintritt. Und es wurde zumindest glaubwürdig rüber gebracht, dass sie getan hat, was sie getan hat, um ihre Kinder zu schützen und weil sie sie liebt. Aber leider bleibt Malorie davon abgesehen relativ blass, denn der Leser erfährt wenig darüber, was für ein Mensch sie eigentlich war. Die Nebencharaktere sind genau das: Nebendarsteller. Nicht mehr und nicht weniger. Und während der eine oder andere ein wenig mehr Tiefe und Persönlichkeit auf den Leib geschneidert bekam, blieben andere leider völlig auf der Strecke, und man erfuhr überhaupt nichts über sie. Das tut der Begeisterung für das Buch aber kaum Abbruch, denn ehrlich gesagt, fällt es einem während des Lesens nur rudimentär auf (deswegen gibt es auch nur einen halben Punkt Abzug), dafür aber hinterher, wenn man die Ereignisse und Personen noch einmal im Kopf Revue passieren lässt. Der zweite Kritikpunkt ist ein Spoiler, also Achtung. Wie eingangs erwähnt, ist anfangs die große Frage, was die Menschheit so dezimiert hat. Nun, das wird nicht aufgeklärt. Obwohl ich kein Freund von offenen Enden bin und mich die Antwort schon interessiert hätte, gibt es aber auch hier nur einen halben Punkt Abzug, denn - wie auch schon erwähnt - Josh Malerman ist geschickt darin, den Leser von dieser Frage abzulenken und den Fokus auf andere Dinge zu legen. Fazit: Mit "Bird Box" hat Josh Malerman einen Endzeit-Thriller geschaffen, der nicht mit Zombie-Gemetzel oder Splatter punktet, sondern ganz bewusst auf die Psyche des Lesers setzt und die Dinge, die sonst vielleicht eher außen vorgelassen werden: Einsamkeit, Isolation, Angst, ein Leben in Dunkelheit. Dafür gibt es die volle Punktzahl, denn das hat der Autor so brillant gemacht, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag. Einen kleinen Wehmutspunkt Abzug gibt es jedoch für die eine große, offene Frage am Ende und die fehlende Tiefe einiger Figuren. Dennoch ist der Roman eine Leistung, die sich absolut sehen lassen kann. Und ausnahmsweise wurde ein Buch mal zurecht mit einem ganz großen Klassiker verglichen, nämlich mit Hitchcock's "Die Vögel".

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Super!

Von: NA

30.01.2016

Das Cover hat mich total neugierig gemacht obwohl es eigentlich nichts aussagt bzw ich konnte mit dem Titel nichts anfangen. Das O im Umschlag ist ein Loch durch das man die Vögel auf dem Buch sieht. Sobald man aber anfängt zu lesen weiß man direkt nach den ersten 50 Seiten wie der Titel zustande kommt und was es damit auf sich hat. Im ersten Moment dachte ich beim lesen, ach ja Walking Dead neu verpackt, aber der weitere Storyverlauf passt da nicht zu. Allgemein wusste ich die meiste Zeit nicht auf was die Story hinausläuft oder in welche Richtung es gehen soll und genau das hat mich beeinflusst möglichst viel am Buch dran zu bleiben und es gar nicht lang aus der Hand zu legen. Ich war gefesselt und gespannt was Malorie passiert. Es wird aus ihrer Sicht in der Gegenwart erzählt, teils aber auch in der Vergangenheit. Was mit ihr passiert ist in der Zeit als alles anfing bis zu der Zeit an dem das Buch eigentlich anfängt. Die Kapitel sind immer sehr kurz gehalten und dennoch informativ. Und dennoch wird man nie erfahren wie es zu dieser Katastrophe kam, wer diese Wesen sind die mit einen Blick sämtliche Menschen in den Wahnsinn treiben und was in den Köpfen der Leute wirklich vorgeht. Was wirklich geschehen ist und was einfach nur Hirngespinste sind. Nach dem lesen weiß ich immer noch nicht in welche Sparte ich das Buch stecken soll. Thriller, Horror oder doch etwas ganz anderes. Klar ist das man mit 'Bird Box' eine neue Art von Story und des Erzählens in den Händen hält. Mein einziges Manko ist der Preis. 19,99 € finde ich persönlich arg teuer für ein 320 Seiten Buch das zwar ein Hardcover Buch mit Umschlag ist aber ansonsten nichts besonderes bietet was den Preis rechtfertigen könnte. Daher 4 von 5 Herzchen für 'Bird Box'.

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Bird Box - Schließe deine Augen, Josh Malerman Titel: Bird Box - Schließe deine Augen Autor/-in: Josh Malerman Originaltitel: Bird Box Übersetzung aus dem Englischen von: Fred Kinzel Genre: Krimi und Thriller Erscheinungstermin: 16. März 2015 Verlag: Penhaligon Verlag ISBN: 9783764531218 Seitenanzahl: 320 Seiten Preis: € 19,99 [D] | € 20,60 [A] Quelle Inhaltsangabe: Ich sehe was, das du nicht siehst - und es ist tödlich... Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet. Der Autor: Josh Malerman Josh Malerman ist ein großer Fan von Gruselliteratur und zählt mehr als 500 Horrorfilme zu seinen Favoriten. Er schrieb zunächst Gedichte und Kurzgeschichten, doch seine professionelle Karriere startete er mit Songtexten, bevor er sich ganz seinem Debüt Bird Box widmete. Josh Malerman ist Sänger und Chef der gefeierten Indie-Band The High Strung, mit der er bereits zweimal in Guantanamo Bay aufgetreten ist. Er lebt heute mit seiner Verlobten in Royal Oak, Michigan. Cover: Mir gefällt das Cover total gut. Es ist total geheimnisvoll und düster und macht gleich Lust dieses Buch zu lesen. Es verrät nicht viel über den Inhalt des Buches und macht es dadurch umso spannender. Was ich auch total cool finde ist dass, das Buch im dunklen leuchtet. Meine Meinung: Da mir viele von dem Buch "Bird Box" vorgeschwärmt haben, wurde ich total neugierig darauf und wollte es unbedingt auch lesen. Der Schreibstil von Malerman ist total spannend und zog mich sofort in seinen Bann. Die Stimmung die beim Lesen verbreitet wird ist unglaublich düster und beängstigend. Die Kapitel sind kurz, sodass es mir schwer fiel das Buch wieder aus der Hand zu legen. Man kommt dadurch zügig durch die Seiten und der Erzählfluss bleibt erhalten. Allein durch den Schreibstil bleibt die Neugier und Spannung dieses Buches erhalten. Die Charaktere bleiben eher blass. Man erfährt nur wenig über sie und ihr Leben und auch ihr Charakter wird nur kurz zusammen gefasst. Dadurch konnte man leider nicht so gut eine Verbindung zu ihnen aufbauen. Malorie wird von vielen anderen als kühl und unscheinbar bezeichnet, aber genau das fand ich sehr authentisch und interessant. Ich finde das sie eine sehr starke Protagonistin ist. Die Handlung war für mich durchgehend spannend, auch wenn gar nicht so viel passiert ist. Die Handlung war total düster und erschreckend, aber genau das war so unglaublich fesselnd. Die Idee dahinter war einfach nur grandios und wurde auch toll umgesetzt. Leider war ich aber vom Ende etwas enttäuscht da alles sehr offen endet. Hier fehlte mir noch ein bisschen mehr Aufklärung. Allerdings ist alles zusammen sehr zufriedenstellend. Fazit: Mit "Bird Box - Schließe deine Augen" ist Josh Malerman ein sehr beängstigendes aber spannendes Endzeitszenario gelungen, das mich total fesseln konnte. Ich kann euch dieses Buch sehr empfehlen wenn man sich gruseln und ein flaues Gefühl im Magen bekommen möchte! "Bird Box" von Josh Malerman bekommt von mir 4 von 5 Sternen! Danke an den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar!

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