Leserstimmen zu
Bird Box - Schließe deine Augen

Josh Malerman

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Hervorragende und packende Unterhaltung

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de

07.01.2019

Wie ist es, wenn man nicht mehr mit offenen Augen durch die Welt gehen kann? Wem können wir trauen, wer will uns wirklich helfen? In einer Zeit, in der wir immer abhängiger von optischen Reizen und Informationen werden, bedeutet eine solche Situation fast immer einen herben Verlust unserer Autonomie. Und genau hierauf baut Josh Malerman seinen ungemein spannenden Thriller “Bird Box” auf, in dem er sich gekonnt bei den Genres Fantasy und Horror bedient. Immer wieder switcht er zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und erzählt so peu à peu die Geschichte um seine Heldin Malorie und ihre beiden Kinder. Mit wenig Action, aber umso mehr Suspense ist “Bird Box” hervorragende, packende Unterhaltung. Die Verfilmung des Romans mit Sandra Bullock in der Hauptrolle wird gerade auf Netflix gezeigt und ist mit aktuell rund 45 Millionen Streams einer der erfolgreichsten Netflix-Filme.

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R E Z E N S I O N: 5/5 ⭐️ Bird Box habe ich mir aufgrund der gleichnamigen Netflix Verfilmung mit Sandra Bullock (#fangirl) gekauft. Ich wollte das Buch vor dem Film lesen und ging mit wenig Erwartung aber Neugier an diesen Roman/Thriller ran. INHALT: Malorie ist Anfang zwanzig und erfährt überraschend, dass sie schwanger ist. Zusammen mit ihrer Schwester Shannon bewohnt sie ein Miethaus. Das Zusammenleben läuft manchmal harmonisch und mal haben die Schwestern Meinungsverschiedenheiten. Im Laufe der Zeit machen Gerüchte im Wohnort über sogenannte Wesen die Runde, die Malorie vorerst belächelt und als Panikmacherei abstempelt. Als sich die Medien überschlagen und immer mehr Menschen durch ähnliche Geschehnisse sterben, die diese Spezies GESEHEN haben und daraufhin durchdrehen, ergreift auch Malorie die Furcht. Nach einem Zwischenfall mit ihrer Schwester macht sie sich schwanger und alleine zu einem Haus in Riverbridge, einem Zufluchtsort, welches sie in einer Zeitungsannonce entdeckt hat. Hier nimmt die Geschichte erst richtig ihren Lauf und sie lernt Tom und die anderen Hausbewohner kennen.. Der Alltag dieser Menschen spielt sich hinter abgedunkelten Fenstern, verbarrikadierten Türen, im Keller und mit Augenbinden ab. Aus Vorsicht, nichts zu "sehen" und dem Tod ins Auge zu blicken. Bei der Geburt von Malories Kind, erreicht die Geschichte ihren Höhepunkt. Man switcht zwischen der Vergangenheit von Malerie, dem Leben in Riverbridge und der gefährlichen Reise auf dem Fluss in Begleitung von zwei Kindern, auf der Suche nach der ungewissen Sicherheit. FAZIT: Bird Box hat mich persönlich sowas von positiv überrascht und ich habe es, wie seit Langem kein anderes Buch mehr, wortwörtlich VERSCHLUNGEN. Hätte ich im Vorfeld gewusst, um welchen Inhalt es sich genau handelt, hätte ich es mir vermutlich aufgrund meiner Skepsis ob es mir gefallen würde, nicht gekauft. Ich hätte gedacht, dass diese "übernatürlichen Wesen" nichts für mich sind. Ohne persönliche Übertreibung und jeglichen Hype hat es Josh Malerman geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite mit seinem Schreibstil und seiner Effizienz der Geschichte zu fesseln und in seinen Sog zu ziehen. Keine einzige Seite hat mich gelangweilt. Die Protagonisten konnte ich mir gut vorstellen und ich fand "Tom" sehr sympathisch. Man wird süchtig danach zu erfahren, wie das Leid dieser Menschen ausgeht und welches "Problem" da draussen in der sogenannten "neuen Welt" lauert. Ich hatte so oft den Atem angehalten, mit den Charakteren mitgefiebert und mich total auf die Geschichte eingelassen. Der Schreibstil des Autors ist einfach genial, sehr flüssig und packend und ich konnte das Buch nicht einmal am Esstisch beiseite legen. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten. Mit genügend Zeit, lässt sich Bird Box in einem Zug durchsuchten. Es hat mich zur Gänze abgeholt. Die Idee der Geschichte, der Schreibstil, die Spannung, die Charaktere, das Setting. Einfach genial. Es ist mein Jahreshighlight 2018. Aufgrund vom Ende könnte ich mir auch vorstellen, dass ein zweiter Band veröffentlicht wird. Was ich sehr hoffe. Josh Malerman hat meines Erachtens ein großes Talent zum Schreiben und es wird bestimmt nicht das letzte Buch von ihm sein, welches ich lesen werde. Klare Empfehlung!

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„Öffnet nicht die Augen und redet kein Wort“… Mit diesen Worten schüchtert Malorie gleich zu Beginn der Geschichte nicht nur ihre Kinder ein, auch dem Leser wird suggeriert, hier stimmt was nicht. Irgendetwas ist da draußen. Irgendetwas bringt dich um und irgendetwas sorgt dafür, dass man sich nicht nur selbst in Gefahr begibt, nur weil man etwas sieht. Aber was ist es? Die große Frage, die einen durch diese Story suchten lässt. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. In der Gegenwart flieht Malorie vor dem Grauen. Flussabwärts, in einem Ruderboot. Im Gepäck ihre zwei kleinen Kinder, Augenbinden und jede Menge Hoffnung auf ein besseres Leben, das man sehen kann. In der Vergangenheit erfährt der Leser, wie es zu dieser ausweglosen Situation gekommen ist. Mir wurde dieses Buch empfohlen und eigentlich hörte sich für mich diese Geschichte nach Endzeit oder Science Fiction an, was gar nicht in mein Beuteschema passt. Da aber zeitglich der Film dazu erschien, habe ich den als Anlass genommen, mich doch zu trauen etwas Neues auszuprobieren und ich bin froh, dass ich mich darauf eingelassen habe. Das Buch ist bereits schon früher unter dem Titel „Der Fluss“ erschienen und 2015 bereits mit dem Titel „Birdbox“, als Hardcover, aber mit der Verfilmung gibt es jetzt nun auch das Buch als Taschenbuchausgabe. Erschienen im Blanvalet Verlag. Angefangen mit dem Prolog, schwirrten mir tausend Fragezeichen im Kopf herum, sodass ich sofort weiter lesen musste. Auch die folgenden Kapitel, wo sich nach und zwar ein paar Fragen auflösten, die große Frage aber, nach dem „Was“ blieb und ließen mich durch die Kapitel huschen. Ein Buch, was man aufgrund des anhaltenden Spannungsbogens durchaus auch an einem Tag verschlingen könnte. Zumal man ja auch wissen möchte, ob die drei es an ihr Ziel überhaupt schaffen. Ich kann gleich schon sagen, dass es sich hierbei um ein Jahreshighlight handelt, denn der Autor hat es geschafft, mich mit in diesen Wahnsinn zu ziehen. Ich war so süchtig nach der Auflösung, dass ich das Buch quasi verschlungen habe. Und obwohl es durchaus auch Kritik am Ende geben könnte, kann ich sagen, für mich hat der Autor alles richtig gemacht, weil man noch lange über das „WAS“ diskutieren kann. Ich glaube, dass die stetige Frage nach dem „WAS“ vor allem die Geschichte ausmacht. Der Mensch ist nun mal von Natur aus neugierig, deswegen Chapeau Josh Malerman! Mehr möchte ich auch gar nicht zu der Story schreiben, weil ich finde, dass sie gelesen gehört und gerade mit dem Erscheinen des Films dazu, ist es doch ein guter Anlass, oder? Zusatz: Buch vs. Film Inzwischen habe ich mir übrigens auch die Verfilmung angeschaut. Wie so oft, wird natürlich eine Menge verändert, so auch hier. Trotzdem gefiel mir auch der Film recht gut, obwohl natürlich durch eigene Fantasien beim Lesen, das Buch nochmal lebendiger wird und deswegen auch spannender ist. Also, Fazit: Erst das Buch und dann der Film! Mit verbundenen Augen vergebe ich hiermit einen Lesetipp und habe ich schon erwähnt, dass ich finde, dass Birdbox nach einer Fortsetzung schreit?

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Den Roman von Josh Malerman habe ich vor zwei Tagen erhalten und war nun so gespannt darauf, dass ich es lesen musste. Von dem Buch und von dem gleichnamigen Film den es nun auf Netflix gibt, habe ich tatsächlich nur gutes gehört! Das Buch ist aufgeteilt in jetziger Zeitspanne auf dem Fluss, auf der flucht und mit der Hoffnung am leben zu bleiben. Und der Vergangenheit, wie all das zustande kam und was Malorie bereits mit ihren beiden Kindern durchmachen musste... So ein Aufbau ist natürlich nichts neues, dennoch fand ich es auch in diesem Roman, oder Thriller, sehr gut und passend. Der generelle Aufbau und die Zusammensetzung, natürich auch der Plot sind so unfassbar gut.. das Ende hat mich nämlich auf eine Fortsetzung hoffen lassen! Jedoch habe ich gesehen, dass das Buch bereits 2014 erschien und dies nun sehr unwahrscheinlich ist... Ich mochte Malorie, Tom und alle anderen Charakteren gerne und sehr gut gewählt! Schon irgendwie schade, dass ich das Buch so schnell ausgelesen habe, da das Buch so massiv gedrängt hat und kompensiert mit dem beklemmenden Gefühl... Das Buch hat mich fragen lassen, was es für mich bedeuten würde, nicht mehr aus dem Fenster sehen zu können, nicht mehr frei herum zu laufen, Fußball zu spielen oder anderes um die Freiheit draußen zu genießen.. einfach nur durch die gegend schauen oder in den Himmel. Es sind die kleinen, alltäglichen Dinge, die einen komplett glücklich machen, Liebe kann da nicht allein reichen. Fazit: Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert und auch getrauert, das ganze Buch hindurch. Es ist definitiv ein einzigartiges Jahreshilight! Jetzt schaue ich endlich den Film...

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Heute stelle ich euch das Buch ,,Der Fluss´´von Josh Malerman vor, das ich vor wenigen Tagen gelesen habe und nun rezensieren darf! Steckbrief Autor: Josh Malerman Verlag: blanvalet Seitenanzahl: 317 Seiten Genre: Thriller Inhalt: Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die nicht sicher ist. In einer Welt, in der das Böse herrscht und bald die ganze Menschheit auslöscht. Doch jetzt stell dir vor, du weißt nicht, was das Böse ist. Wie es ausschaut. Wie es tötet. Doch eins weißt du. Sobald du deine Augen öffnest, wird es dich umbringen. --- Genau in dieser Welt lebt Malorie. Sie ist jung und die Mutter von zwei Kindern, die eigentlich eine schönere Kindheit verdient hätten. Sie leben in einem kleinen Haus und versuchen, zu überleben. Doch langsam werden ihre Lebensmittelvorräte knapp. Malorie beschließt mit ihren Kindern zu fliehen - ihre letzte Hoffnung ist der Fluss. Jedoch müssen sie ihre Augen verbunden halten,- denn sobald sie ihre Augen öffnen werden sie sterben. Meinung: -spoilerfrei- Das Buch stand schon eine ganze Weile auf meiner Want to read- Liste, da es meist gute Bewertungen hatte und sich spannend anhörte. Und enttäuscht wurde ich nicht,- denn ich habe dieses Buch gerne gelesen! Die Kapitel des Buches sind meist sehr kurz gehalten, weswegen man immer weiterlesen möchte und das Buch einen auf keinen Fall 317 Seiten lang vorkam. Also die Spannung, wie man sie bei jedem Thriller erhofft, war vorhanden. Manche Stellen hätte man jedoch etwas ausführlicher und spannender schreiben können. Die Geschichte dreht sich quasi um Malorie, jedoch in zwei unterschiedlichen Zeiten. So sehen wir sie, wie sie versucht den Fluss zu überqueren, jedoch auch die jüngere Malorie, als die Morde erst anfingen. So konnte man viel über die Protagonistin erfahren und ihr Handeln verstehen und nachvollziehen. Denn dies fiel mir am Anfang etwas schwer. Fragen wie:,,Warum macht sie das?´´ kamen nicht selten vor, dies wurde dann jedoch besser. Schnell war das Buch also ausgelesen,- und mit dem erhofften Ende. Und ich gebe zu,- etwas emotional war es auch. Die Bewertung des Buches: Das Buch hat mich wirklich gefesselt, da ich diese Welt so schlimm fand. Dauernd hatte ich in den Hintergedanken, was wohl wäre, wenn dies real wäre. Ich gebe zu, man muss sich auf die Monster einlassen können. Wer findet, dass diese Idee absolut unrealistisch und unglaubwürdig sei, der sollte auch am besten die Finger davon lassen. Wenn ihr aber an der Geschichte interessiert seit, dann schaut euch gerne das Buch genauer an. Es geht um eine außergewöhnliche Thematik und ich bin mir sicher, das ihr noch kein Buch gelesen habt, das diesem ähnelt. Deswegen gab es von mir 4 von 5 Herzen.

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Eine Welt, in der man nicht die Augen öffnen darf, in der man blind umherläuft, um ja nicht zu sehen, was andere verrückt macht? Die Idee hinter Bird Box hat mich direkt gefesselt. Zwar konnte ich mir anfangs nicht viel darunter vorstellen und auch auf den ersten Seiten wusste ich noch nicht so ganz, in welche Richtung es gehen soll, aber das legte sich sehr schnell und ich konnte vollständig in diese spannende, bedrohliche und beklemmende Welt eintauchen, die Malerman mit diesem Roman geschaffen hat. Die Geschichte rund um Malorie, die zuerst mit ihrer Schwester Shannon, dann mit anderen Flüchtlingen zusammenlebt, wird abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit erzählt. So erfahren wir sowohl von den aktuellen Ereignissen, wie die junge Frau ihr sicheres Haus verlässt, um mit den zwei Kindern den Fluss hinunterzurudern, als auch von ihrer Vergangenheit mit den anderen Hausbewohnern und wie es schließlich zu der Situation kam, dass sie ganz alleine mit ihren Kindern zurückblieb. Bird Box ist definitiv nichts für schwache Nerven und hat sich die Bezeichnung "Horror-Thriller" wirklich verdient. Josh Malermans Endzeitszenario liest sich beklemmend, verstörend, erschreckend. Aber gleichzeitig ist dieses Buch auch einfach absolut genial und genau nach meinem Geschmack! Für mich stellt Bird Box zur Zeit ein absolutes Highlight dar und ich würde jedes andere Buch von diesem Autoren lesen. Ich kann dieses Buch nur jedem Thriller- und Horrorfan ans Herz legen, der gerne mal einen etwas anderen Thriller lesen möchte.

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Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen auf der Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von Hausmauern und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet … Der Autor: Eine kurze Biografie von Josh Malerman: Ich habe einen Abschluss der Michigan State University, wo ich mich bereits während meines letzten Jahres als Autor versucht habe. Irgendwann hatte ich dann tatsächlich die dreihundertseitige Rohfassung einer Geschichte fertig … die jedoch nirgendwo hinführte. Was für eine Tragödie! Direkt nach der Uni ging ich mit meinem Schlagzeuger-Kumpel Derek Berk nach New York City, um Alben aufzunehmen. Unsere Band hatte hier ihren Anfang. Die nächsten sechs Jahre waren wir nur auf Tour. Man kann sich vorstellen, wie verrückt die Zeit war. Verrückt genug, um damit eine komplette Biographie zu füllen. Das Schreiben war für mich nie nur ein Hobby. Dafür bedeutet es mir einfach zu viel, und zwar alles, was damit zu tun hat. Aber ich werfe gerne ein paar Körbe und spiele Billard. Übrigens habe ich erst gestern an einer 8-Ball-Billard-Meisterschaft teilgenommen. Leider habe ich verloren, und das nagt immer noch an mir. Das ganze Interview unter: https://www.randomhouse.de/Interview_mit_Josh_Malerman_zu_Bird_Box_Schliesse_deine_Augen/aid57882.rhd Meine Meinung: Ich war so gespannt auf dieses Buch und habe es mit Begeisterung angefangen zu lesen. Nun was soll ich sagen, es war ja ein riesen Hype um das Buch und den kann ich, ganz ehrlich gesagt, nicht wirklich nachvollziehen. Ja die Geschichte ist gut und auch spannend aber nicht so überragend wie es teilweise bezeichnet wurde. Die Idee zu dieser Geschichte finde ich wirklich interessant und gelungen. Auch der Schreibstil des Autors ist schön flüssig und leicht zu lesen und dennoch kann ich mich den ganzen Lobenreden nicht ganz anschließen. Es ist ein guter Thriller der auch Spannung bietet, jedoch hebt er sich in meinen Augen nicht so sehr von anderen guten Thrillern ab. Die Geschichte ist anders von der Thematik, ich meine man stelle sich mal vor, man dürfte die Augen nicht öffnen. Horror. Ja ich kann dieses Buch Empfehlen doch sollte man nicht mit zu viel Erwartungen daran gehen. Es ist ein guter Thriller und er macht auch Spaß zu lesen aber wie schon erwähnt ist er nicht besser als andere. Und was man noch beachten sollte beim Kauf dieses Buches. Es ist bereits erschienen unter dem Titel Bird Box. Also nicht doppelt kaufen ;) Warum der Verlag das gemacht hat ist mir auch schleierhaft. Also es ist eine Empehlung aber erwartet nichts besonderes.

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Inhalt: Kurz bevor Malorie erfährt, dass sie schwanger ist, tauchen die ersten Nachrichten über etwas Unheimliches auf, bei dessen Anblick Menschen in eine Art rasenden Wahnsinn verfallen und sie dazu veranlasst, andere zu verletzen, bestialisch zu töten und sich schließlich selbst umzubringen. Zunächst verbreiten sich nur Berichte aus Russland, doch dann scheint dieses unheimliche Etwas immer näher zu kommen und erreicht schließlich Amerika. Malorie nimmt den Medienwirbel anfangs nicht allzu ernst, hält das Ganze für eine Massenhysterie, aber als immer mehr Menschen ihre Augen bedecken, sobald sie nach draußen gehen, ihre Fenster mit dicken Decken verhängen und in den Medien nahezu stündlich Geschichten über neue Todesopfer kursieren, ist sie doch beunruhigt. Es dauert nicht lange, bis immer mehr Menschen diesem unerklärlichen Wahnsinn zum Opfer fallen, auf den Straßen eine gespenstische Stille herrscht und das Leben draußen nahezu lahmgelegt ist. Die wenigen Überlebenden verbarrikadieren sich in ihren Häusern, verdunkeln ihre Fenster und wagen keinen Blick mehr nach draußen. Um sich zu schützen und ihr ungeborenes Baby in Sicherheit zur Welt bringen zu können, sucht Malorie Zuflucht bei einer Gruppe von Überlebenden, die sich in einem Haus zusammengefunden und dort verschanzt hat. Fünf Jahre später, ihre Kinder sind inzwischen vier Jahre alt, geboren und aufgewachsen in vollkommener Dunkelheit, sieht sich Malorie erneut gezwungen zu flüchten, um einen besseren und sichereren Ort für sich und ihre Kinder zu finden. Mit Augenbinden verlassen sie das Haus, das ihnen in den letzten Jahren Schutz und Kerker zugleich war. Doch um zu dem verheißungsvollen Zufluchtsort zu gelangen, müssen sie in einem Boot zwanzig Meilen auf einem Fluss zurücklegen – blind und nur von ihrem Gehör geleitet. Und draußen am Fluss wartet bereits etwas auf sie… Meine persönliche Meinung: Ich war sehr gespannt auf Josh Malermans Debüt 'Bird Box. Schließe deine Augen', obwohl ich auch ein wenig skeptisch war, denn bislang konnten mich Horrorromane nur selten begeistern. Ein paar Werken von Stephen King kann ich zwar durchaus etwas abgewinnen, weil King einfach ein grandioser Erzähler ist, aber häufig findet man in diesem Genre eben auch reinsten Splatter, also nichts als handlungsarmes, blutiges, unappetitliches und vollkommen sinnloses Gemetzel. 'Bird Box' wurde allerdings in vielen Rezensionen über den grünen Klee gelobt, der Autor mit King und sogar Hitchcock verglichen, sodass ich doch neugierig war und dem Buch eine Chance geben wollte. Ich habe diese Entscheidung nicht bereut, denn dieser Roman hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich die ganze Nacht nicht geschlafen und ihn in einem Rutsch gelesen habe. Ich war so gefangen von diesem psychedelischen Szenario, dass ich mich einfach nicht mehr davon losreißen konnte. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Der Leser begleitet Malorie und die beiden Kinder auf ihrem Weg zu einem zu einem Ort, an dem sie sich eine bessere und sicherere Zukunft verspricht. Während die drei in einem Boot den Fluss hinabfahren, wird in Rückblenden geschildert, was Malorie in den letzten Jahren erlebt hat, nachdem dieses unheimliche Etwas zum ersten Mal auftauchte. Man erfährt, wie sie sich hochschwanger in das fremde Haus flüchtete, in dem sich bereits eine Gruppe von Überlebenden verbarrikadiert hatte. Die klaustrophobische Stimmung in diesem Haus wird dabei so eindrücklich beschrieben, dass die Beklemmung für mich geradezu körperlich spürbar war. Jeder Blick nach draußen, kann tödlich sein, sodass die Menschen, die in diesem Haus wohnen, nicht nur eingesperrt sind, sondern auch in ständiger Dunkelheit leben müssen. Allein diese Vorstellung verursachte mir schon Alpträume. Malerman hat die einzelnen Charaktere, die nun gezwungen sind, auf engstem Raum zusammenzuleben, sehr präzise ausgearbeitet und die Beziehungen dieser Personen untereinander psychologisch ausgefeilt dargestellt. Auch wenn ich es für sehr unwahrscheinlich halte, dass die Welt jemals von einem unheimlichen Etwas heimgesucht werden wird, dessen Anblick einen tödlichen Wahnsinn auslöst, wurde das Zusammenleben der Menschen in diesem Haus sehr authentisch und nachvollziehbar geschildert. Die Nahrungsvorräte gehen allmählich zur Neige, die Trinkwasserbeschaffung ist mit großen Gefahren verbunden und je mehr Mäuler zu stopfen sind, umso schwieriger wird es für den Einzelnen zu überleben. Sich die Frage zu stellen, wie sich Menschen in Extremsituationen und angesichts einer gemeinsamen Gefahr verhalten, ist jedenfalls trotz des recht unrealistischen Szenarios keineswegs abwegig. Schweißt eine gemeinsame Notlage zusammen? Halten Menschen solidarisch zusammen, um der Gefahr zu trotzen? Oder siegt der Egoismus? Bilden sich Feindschaften, weil jeder nur darauf bedacht ist, sein eigenes Leben zu retten? All diese Fragen schossen mir beim Lesen jedenfalls unwillkürlich durch den Kopf und wurden auch auf eine geradezu erschreckende Weise beantwortet. Nicht weniger beklemmend wird Malories waghalsige Flucht auf dem Boot beschrieben, nicht zuletzt weil sie und ihre Kinder ihre Augen bedecken müssen und nichts sehen. Die Welt draußen ist nahezu unbevölkert, die Gefahr, die dort lauert, ist stets spürbar, aber eben nicht sichtbar, auch für den Leser nicht, denn der erlebt alles aus der Perspektive von Malorie und sieht dabei eben auch nur das, was sie sieht – nämlich nichts. Man ahnt nur, dass gerade wieder etwas Furchtbares passiert, glaubt das Reißen von Sehnen, das Brechen von Knochen zu hören, aber man sieht dies alles nur mit den Augen eines Blinden, der zwar sehen kann, aber nicht darf. Und gerade darin liegt das Besondere in diesem Buch – es gibt keine blutigen Szenarien und kein Gemetzel. Auf brutale Gewaltdarstellungen wird nahezu vollkommen verzichtet, aber dennoch gab es Passagen, die mich wirklich an die Grenzen dessen brachten, was ich ertragen kann, vor allem, wenn es dabei um Tiere geht. Aber all das bleibt schemenhaft, denn dieses unheimliche Etwas tritt nie wirklich in Erscheinung, ist vollkommen lautlos und agiert auch nicht. Bis zum Schluss des Romans erfährt man nicht, wer oder was in dieser dystopischen Welt sein Unwesen treibt. Das mag den ein oder anderen Leser, der für alles eine Erklärung will, enttäuschen, führt aber dazu, dass einen dieses Buch auch nach der Lektüre nicht mehr loslässt. Man weiß zwar, dass der Anblick dieser nebulösen, unheimlichen Erscheinung verheerende Folgen hat, aber die genaue Ursache, die Menschen dazu treibt, andere zu verletzen und sich dann selbst auf bestialische Weise auszulöschen, bleibt letztendlich vollkommen im Dunkeln. Das Gefühl, zwar sehen zu können, aber nicht zu dürfen, dieses Leben in Dunkelheit und in einer nahezu menschenleeren Welt, die ständige Furcht, von etwas umgeben zu sein, das man zwar spürt, aber nicht sieht und diese Ohnmacht, sich nicht dagegen wehren und nur davor schützen zu können, indem man seine Augen verschließt, werden so eindrücklich geschildert, dass man all diese Emotionen und Ängste auf jeder Seite spüren kann. Trotz oder gerade weil so vieles im Unklaren bleibt, besitzt das Erzählte eine ungeheure Intensität, die nicht zuletzt auch durch die nüchterne und minimalistische Sprache des Autors erreicht wird. Etwas irritierend fand ich lediglich die Hauptprotagonistin Malorie, denn sie war mir häufig geradezu unsympathisch. Sie erzieht diese Kinder mit einer Härte und Strenge, die mich teilweise schockierte und auch wütend machte. Jahrelang bereitet sich Malorie auf diese wagemutige Flucht vor. In dem Wissen, dass diese Flucht nur mit verbundenen Augen gelingen kann, trainiert sie das Gehör der Kinder tagtäglich. Allerdings ist es sehr schwierig, wenn nicht unmöglich, Geräusche zuzuordnen, die man nicht kennt, kein Bild dafür und auch noch nie vernommen hat. Wie kann man das Knurren eines Wolfes erkennen, wenn man nie einen Wolf gesehen oder gehört hat? Wie kann man die Entfernung eines Geräusches einschätzen, wenn man sein ganzes Leben nur in geschlossenen Räumen verbrachte? Trotzdem gelingt es Malorie, das Gehör der Kinder zu schärfen, und vermutlich gelingt es gerade wegen ihrer Strenge und Unnachgiebigkeit. In dieser dystopischen Welt ist kein Platz mehr für überschwängliche Mutterliebe, Emotionalität, Gefühlsduselei und Wehleidigkeit, ja nicht einmal mehr für Namen – diese Kinder haben keine Namen! Sie werden nicht nur nicht genannt, sondern sie haben schlicht keine und werden auch von Malorie nur „Junge“ und „Mädchen“ genannt. Doch obwohl ich Malorie oft nicht besonders mochte und mich ihr Verhalten schockiert hat, wurde mir am Ende des Romans bewusst, dass sie diese Kinder unglaublich und bedingungslos liebt, denn Nüchternheit und Härte sind offenbar die einzige Möglichkeit, um in dieser Welt zu überleben. Auch ich war ein wenig enttäuscht, weil das Buch ein offenes Ende hatte und viele Fragen, auf die man so gerne eine Erklärung gehabt hätte, nicht beantwortet wurden. Ich würde zwar nicht unbedingt von einem Cliffhanger sprechen, aber ich hoffe und wünsche mir, dass Malerman das offene Ende und auch das Potential dieses endzeitlichen Szenarios für eine Fortsetzung des Romans nutzt. Ich würde jedenfalls gerne mehr von diesem Autor lesen.

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