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Leserstimmen (7)

Karin Slaughter: Bittere Wunden (Georgia-Serie) (4)

Bittere Wunden Blick ins Buch

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-7341-0228-8

Erschienen:  18.04.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Eher ein schwacher Slaughter, aber wie gewohnt guter, flüssiger und authentischer Schreibstil

Von: Blogbücherei Datum : 10.03.2017

blogbuecherei.blogspot.de/

Das Cover ist schlicht und einfach gehalten und das trifft leider auch auf den Inhalt des Buches zu.
Für mich war es diesmal kein gewohnter Thriller auf hohem Niveau von Karin Slaughter.
Die Idee, dass die Leser mehr Informationen zur Vergangenheit von Will Trent erhalten ist eigentlich gut, aber durch die verschiedenen Zeitebenen im Buch geriet ich eher durcheinander und musste nicht nur einmal zurück blättern, um nach einer Lesepause wieder einzusteigen. Die Handlungen wirken eher zäh und mir fehlt der erkennbare rote Faden in diesem Buch.

Zwar war ich auch an einigen Stellen überrascht, wenn Verbindungen von einzelnen Personen aufgedeckt wurden, aber alles in allem leider diesmal nicht die Slaughter, die ich durch ihre anderen Bücher gewohnt bin.

Positiv ist mir natürlich die Beziehung zwischen Will und Sara aufgefallen und ich bin gespannt, wie sich diese in den weiteren Büchern fortsetzen wird. Auf jeden Fall hat Slaughter es gut geschafft ihre Grant-County-Serie und Georgia-Serie zu vereinen.

Fazit
Eher ein schwacher Slaughter, aber wie gewohnt guter, flüssiger und authentischer Schreibstil.
Außerdem wer Reihen vollständig lesen muss/möchte, der wird diesen einen Thriller im Hinblick auf ihre anderen Werke schnell verziehen haben.

Hochspannung -das beste Buch aus der Feder von Slaughter

Von: -Leselust- Datum : 16.09.2016

leselustbuecher.blogspot.de

Zum Buch:
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt.

Atlanta, August 1974.

Auf dem Straßenstrich stehen Kitty, Lucy, Jane und Mary; ihr schwarzer Zuhälter Juice führt die Mädchen mit brutaler Gewalt.
Dann ist eines der Mädchen tod, zerschmettert liegt sie im Innenhof eines Wohnbunkers in den Slums von Atlanta. Juice ein willkommener Täter.
Die Polizeiarbeit wird schlampig und oberflächig gemacht, es ist ja “nur eine Nutte”, die da wohl Selbstmord begangen hat.

Amanda Wagner und Evelyn Mitchell, zwei weibliche Polizistinnen in Zivil, kämpfen gegen Sexismus und Korruption im Dezernat. Sie finden Spuren, die eindeutig auf Mord hinweisen und fangen an auf eigener Faust zu ermitteln. Fazit: es sind noch mehr junge Mädchen spurlos verschwunden und alle kannten sich.
Es ist schwer in dieser Zeit eine Frau zu sein, die nicht am Herd steht, auch die Dienstmarke verschafft den Ermittlerinnen keinen Respekt in der Männerdomaine.


Atlanta, Gegenwart.

Ein Frauenmörder wird aus der Haft entlassen und zeitgleich verschwindet eine junge, blonde Studentin spurlos. Amanda Wagner übernimmt persönlich die Ermittlungen, doch Will Trent darf nicht mitermitteln, er wird aus nichtigen Gründen strafversetzt -an den Flughafen von Atlanta.
Gerade das weckt natürlich seine Neugier an diesem Fall.
In einem leerstehenden Waisenhaus begegnen Trent und seine Freundin Dr. Sara Linton plötzlich Amanda Wagner. Was gibt es in diesem Kinderheim zu finden, das Amanda Wagner persönlich hier einsteigt?

Bald wird klar, das der aktuelle Fall mit dem Fall von 1974 zusammen hängt. Die beiden jungen Ermittlerinnen riskierten 1974 ihren Job und ihr Leben um zu ermitteln, was den drogensüchtigen Mädchen geschehen ist.

Also fängt Will an auf eigene Faust zu ermitteln und eine ungebändigte, kalte Wut bringt ihn dabei an seine seelischen und körperlichen Grenzen.
Wird er durch seine Vergangenheit die Gegenwart zerstören?


Meine Meinung:
Zuerst sollte ich sagen, dass ich ein großer Karin Slaughter Fan bin und beide Krimireihen - die um Dr. Sara Linton und ihrem Exmann Jeffrey Tolliver und auch die um Will Trent und Faith Mitchell- verschlungen habe.
Und dann der Clou, beide Reihen miteinander zu verbinden – genial!
“Bittere Wunden” hat mich von Anfang an gefesselt und zum Ende hin nicht mehr los gelassen.
Die Autorin führt uns auf zwei Zeitebenen durch das Buch, die aber gut gekennzeichnet sind.

Endlich erfahren wir mehr über das seltsame Verhältnis von Amanda Wagner zu Will Trent. Dieses Buch enthüllt die Vorgeschichte von Trent und erzählt uns wie es zu seiner Abhängigkeit von seiner Ehefrau Angie Polaski gekommen ist.
Aber auch die kalte und berechnende Amanda Wagner wird uns in diesem Buch näher gebracht.

Überhaupt gibt das Buch den persönlichen Geschichten der Protagonisten viel Raum.
Ich persönlich finde das sehr gut, für mich lebt ein Krimi nicht nur vom Fall an sich, sondern ich möchte auch etwas über die Ermittler erfahren.
Und in diesem Band wird endlich meine Neugierde befriedigt.

Das Buch hat mich aber auch wütend gemacht. Ist es wirklich erst so kurze Zeit her, dass wir Frauen nicht mehr unter der Vormundschaft unserer Männer stehen? Und Alkohol im Dienst, verbunden mit Rassendiskreminierung und Sexismus – eine gefährliche Mischung.

Um so mehr verstehe ich jetzt Amanda Wagner, die sich als Frau unter diesen Bedingungen an die Spitze des Georgia Bureau of Investigation (GBI) hoch gearbeitet hat.


Mein Fazit:
Absolut lesenswert und ein Muss für Karin Slaughter Fans.

Spannend, vielschichtig, perfekt strukturiert, empfehlenswert!

Von: Hans Caastorb Datum : 25.05.2016

www.caastorb.com

Es war mein erster Roman von Karin Slaughter. Es ist nicht der letzte. Die Handlung ist komplex. Die Autorin führt viele handelnde Personen ein. Gleichzeitig springt die Handlung mehrmals von den 70er-Jahren in die Gegenwart und zurück. Die Autorin setzt vor unseren Augen ein Puzzle zusammen. Immer mehr gewinnen wir den Überblick. Die Auflösung sehen wir erst mit dem letzten Puzzle-Teil. Als Leser bekommen wir immer nur so viel Details, wie gerade nötig sind. Welche Personen aus den 70er-Jahren leben noch? Wer wurde inzwischen umgebracht - oder ist noch nicht geboren? Die Handlung ist ein spannendes Vexierspiel mit Handlung, Zeit und Personen. Dabei behält die Autorin mit jeder geschriebenen Zeile den Überblick. Der Erzählstrang wirkt durchgehend plausibel. Grandiose Leistung der Autorin!

Ich selbst legte mir nach dem ersten Drittel des Buches eine Übersicht der handelnden Personen an. Mehrmals las ich einige Szenen nach oder suchte Namen, die ich nicht mehr zuordnen konnten. Ich dachte, das läge an mir. Nachträglich fand ich heraus, dass dieses Buch das aktuelle einer ganzen Serie ist. Die Protagonisten lösten schon in früheren Büchern von Karin Slaughter teilweise gemeinsam, anfangs auch allein Kriminalfälle. Für eingefleischte Slaughter-Fans muss dieser Thriller ein Genuss sein.

Ich für mich bin jetzt auch ein Slaughter-Fan!

Für mich eine der stärksten, emotionalsten und persönlichsten Bücher der Reihe

Von: Magische Momente Datum : 20.05.2016

www.magischemomentefuermich.blogspot.com

Lange habe ich die Georgia-Reihe rund um Will Trent vernachlässigt, aber nun musste ich einfach mal wieder weitermachen.
Entgegen aller Erwartungen kam ich sehr gut in das Geschehen rein.
Wobei ich jetzt schon sagen muss, daß es eins der stärksten und ergreifensten Bücher von Karin Slaughter ist.
Denn hierbei geht es nicht nur um Sadismus, Diskriminierung und Mordfälle.
Das ganze geht viel tiefer, es geht um Vergangenheit und Gegenwart.
Es geht um Will Trent, man erfährt viel von ihm, was mir wirklich sehr gut gefallen hat.
Zu ihm hatte ich immer ein eher zwiespältiges Verhältnis.
Es rankte sich immer ein Geheimnis um ihn, daß ihn undurchschaubar machte.
Jetzt endlich ist es soweit und man dringt weiter vor.
Aber auch über Amanda erfährt ma einiges.
Ich muss ehrlich gestehen, sie hat mir wirklich Respekt abgezollt, mit ihrer Stärke und ihrem Mut.
Das muss sie auch, denn damals 1975 hatten die Frauen es nicht einfach sich zu behaupten, schon gar nicht bei der Polizei.
Sie wurden abwertend behandelt und einfach nicht für voll genommen.
Ehrlich, daß hat mich unglaublich wütend gemacht.
Diese Art wie man mit Menschen umgeht ist einfach unwürdig und völlig inakzeptabel.
Der Fall um den es sich dreht, nahm in gewisser Weise, seine Anfänge im Jahre 1975.
Das Schicksal einer jungen Frau, daß hier geschildert wurde, hat mich wirklich tief berührt.
Es hat geschmerz, mich wütend gemacht und einfach nicht losgelassen.
Diese Frau ging mir unglaublich ans Herz, daß es mir immer wieder den Boden unter den Füßen weggezogen hat.
Ihr Weg war steinig, ihre Qualen und ihr Leid, aber auch ihre Hoffnungslosigkeit konnte ich mit jeder Faser meines Herzens spüren.
Sie ware lebendig, zum greifen nah und absolut authentisch.
Die Szenen mit ihr, haben mir am besten gefallen. Gerade weil sie so grausam und emotional waren.
Ich bin dabei schier an meine eigenen Grenzen gekommen.
Größtenteils dreht sich das Buch um 1975.
Man erfährt viel aus der damaligen Zeit, wie es zuging und allgemein wie es lief.
Dieses Buch empfinde ich vor allem deswegen als so stark, weil es sehr persönlich und tiefgründig ist.
Lange weiß man nicht, worauf alles hinauszielt.
Man fragt sich immer, warum das ganze geschieht und worauf es hinausläuft.
Ich habe immer wieder gerätselt und gerätselt und kam auf keinen Nenner.
Bis es plötzlich peng gemacht hat und mir das Ganze Ausmaß klar wurde.
Ich war einfach nur schockiert, entsetzt und emotional völlig am Ende.
Die Abgründigkeit die dabei zutage kommt, wird wirklich sehr gut aufgezeigt.
Dabei muss ich auch sagen, ist die Geschichte sehr komplex gehalten.
Sie ist wirklich sehr gut durchstrukrturiert und zeigt Dinge auf, die wirklich kaum zu glauben und zu ertragen sind.
Dabei schafft es die Autorin Wendungen einzubauen, die es wirklich in sich haben.
Mir als Fan der Reihe, hat es wieder extrem gut gefallen.
Vor allem war es eine Reise in die Vergangenheit die alles in einem neuen Licht erscheinen lässt.
Absolut spannend, ich konnte es keine Sekunde aus den Händen legen.
Wobei ich auch sagen muss, daß mir die Vergangenheit wesentlich mehr gefallen hat, als der eigentlich Fall. Und da liegt auch der eigentliche Fokus. denn ich kann nicht umhin zu sagen, das 1975 intensiver behandelt wurde, als die heutige Zeit.
Dennoch tappte ich, was den Täter anging, die ganze Zeit im dunkeln.
Einziger manko für mich, Sara wirkte mir etwas zu perfekt, da hoffe ich das es im nächsten Band besser wird.
Nun bin ich sehr gespannt , wie es im nächsten Band weitergeht.

Hierbei erfahren wier verschiedene Perspektiven, zum größten Teil die der Ernmittler und der Opfer.
Das gibt ihnen sehr viel raum Und Tiefe.
Auch die Nebencharaktere haben mir wunderbar gefallen. Sie wirken authentisch und nehmen völlig für sich ein.
Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet.
Anhand der lebendigen Beschreibungen entsteht ein Kopfkino, daß das ganze noch tiefgreifender und emotionaler macht.
Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.
Beim Geschehen wird immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, man kann dies jedoch immer sehr gut anhand der Überschirften auseinanderhalten.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, intensiv, aber auch fließend, bildgewaltig und mitreißend gehalten.
Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Meine meisten Gedanken zum 4.Band der Georgia-Reihe waren "Was zum Teufel...".
Ich glaub das drückt es recht gut aus.
Es ist ein Achterbahn der Gefühle, es reißt mit, ringt zu Boden und erschüttert und entsetzt einfach zutiefst.
Es ist eine Reise in die Vergangenheit, verknüpft mit der Gegenwart, dabei aber sehr tiefgründig gehalten.
Für mich eine der stärksten, emotionalsten und persönlichsten Bücher der Reihe.
Unbedingt lesen.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

Nicht der stärkste Thriller von Karin Slaughter

Von: Lesenlieben Datum : 24.04.2016

https://lesenlieben.wordpress.com/

Schon auf den ersten paar Seiten hat mich der Thriller gefesselt. Der Thriller startet mit einem Rückblick in das Jahr 1974 und schwankt kapitelweise zwischen Gegenwart, Vergangenheit und der Sicht eines Opfers von damals und heute. Auf den ersten Seiten wird davon erzählt, wie Lucy Bennett mit gerade einmal 14 Jahren in den Sog der Drogen gezogen wird. Um abzunehmen wird sie mit der Unterstützung der Mutter ihrer Freundin an Speed herangeführt. Geradezu pervers wird die “Liebe zur Nadel” beschrieben. Lucy kann an nichts anderes mehr denken und wird von der Droge bestimmt.

“[…] wo sie meistens ihren Durchhänger verschliefen und nur die Zeit absaßen, bis sie zurückkehren konnten zu ihrer wahren Liebe. Der Nadel. Dieses präzise geschliffene Stück chirurgischen Stahls, […] beherrschte jeden Augenblick ihres Lebens.” (Seite 13)

Unter anderem diese Stelle ließ mich ziemlich zusammenschrecken. Die Abwärtsspirale von Lucys Leben ist hier wirklich gut und real dargestellt. Zuerst die Pillen aus dem Schrank der Mutter, dann Speed intravenös und schließlich Heroin. Anfangs tauscht sie Sex gegen Drogen, später Sex gegen Geld. Auch wenn man es vielleicht schon oft im TV gesehen hat o.ä., fand ich diese Anfangspassage sehr erschreckend.

Ingesamt hatte der Thriller für mich Höhen und Tiefen. Es gab Passagen, die mich gelangweilt haben, es gab aber auch solche, in denen ich alles um mich herum vergessen habe und fast meine Haltstelle verpasst hätte, weil ich so sehr in das Buch vertieft war. Gerade auf den letzten 50 Seiten nimmt die Spannung unheimlich zu.
Ab und zu hat mich das Sprunghafte, der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart genervt. An manchen Stellen war mir auch die Vergangenheit, in der die junge Evelyn Mitchell und die junge Amanda Wagner ermitteln, zu sehr ausgeschmückt und in die Länge gezogen. Interessant fand ich allerdings den Entwicklungsprozess von Amanda Wagner, den man gut nachvollziehen konnte. Zu Beginn des Buches war die junge Amanda noch schüchtern und zurückhaltend ganz anders als die toughe, strenge Amanda Wagner der Gegenwart, die als GBI Deputy Director das Sagen hat. 1974 war es Evelyn Mitchell, die die Hosen anhatte und vor nichts und niemandem zurückwich. Sie nahm Amanda “an die Hand” und zeigte ihr, wie man sich als Frau in einer Männerdomäne durchsetzt.
Der Mörder in diesem Thriller ist ziemlich brutal und richtet seine Opfer auf üble Weise zu, von daher solle man schon einen robusten Magen haben und Brutalität in Thrillern nicht mit Ekel und Abneigung entgegen treten.
Mir ging es mit der Handlung des Thrillers bzw. mit den beiden Fällen aus Vergangenheit und Gegenwart ähnlich wie den beiden jungen Ermittlerinnen. Ein Puzzle mit vielen Teilen, das sich nach und nach langsam im Kopf zusammenfügt.

Alles in allem ein guter Thriller, wenn man die vorherigen Thriller der Georgia-Reihe auch kennt, allerdings hat er mich leider nicht vom Hocker gehauen.