Leserstimmen zu
Krähenmädchen

Erik Axl Sund

Sund: Victoria-Bergman-Trilogie (1)

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Paperback
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Wow

Von: dat pueppi aus Uelzen

27.01.2019

Ich hab alle drei Teile gelesen und finde kaum Worte, außer fantastisch!!! Ich will auch garnicht über die Geschichte groß was sagen, außer, dass die beiden Schriftsteller sich selbst übertroffen haben. Am Anfang viel es einem schwer die Übersicht zu behalten, doch im Zweiten Teil war es kein Problem mehr und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Das es im dritten Teil dann im Kopf knallt, als wäre da der Knoten geplatzt, der das Wirrwarr der beiden voran gegangenen Teil verband, gab dann so ein wahnsinniges Gefühlskaos frei und ich Seite um Seite nur noch verschlang. Ich kann man nur verbeugen und den Hut ziehen. Ich kann nur sagen; Lesen! Lesen! Lesen!

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Bei den schwersten Rezensionen des Jahres, schafft es dieses Buch definitiv in die Top 5. Ich bin so dermaßen hin und her gerissen, unglaublich. Zum einen fand ich die Charaktere ja wirklich grauenvoll. Jeanette will ja so mega taff sein, ärgert sich über die Unterdrückung der Männerwelt, unter der sie als weibliche Polizistin ja so sehr leidet. Bekommt es aber nicht auf die Reihe ihrem Mann, der buchstäblich nichts leistet, mal die Leviten zu lesen. Warum macht man sowas? Ist das die Ansicht der Autoren über Frauen? Spiegelt das ihr Bild von uns Frauen wieder? Eine Frage, die ich mir immer wieder gestellt habe. Denn auch Sofia macht den Eindruck, dass sie weder Fleisch noch Fisch ist. Auf der anderen Seite dreht sich vieles in dem Buch um das Thema "gespaltene Persönlichkeiten". Hier könnte man dann mutmaßen, dass die Autoren das dann einfach mal willkürlich auf so ziemlich jeden Charakter des Buches übertragen haben, denn auch die meisten anderen haben einen gewissen Drall dazu. Der Kollege Hurtig erscheint ganz nett, aber von dem liest man auch nicht all zu viel. Bei ihm ist nur der Name recht irritierend, da es vermutlich der einzige ist, den ich aussprechen kann - oder eben "Hurtig betrat den Raum". Wer betrat denn hurtig den Raum? Ja, langt euch gerne an den Kopf. Hab ich auch gemacht. Um mal noch was nettes zu dem Buch zu sagen: Den Schreibstil fand ich recht angenehm zu lesen. Die kurzen Kapitel führten gerne zu dem "eins geht noch"-Effekt. Obwohl das Buch recht brutal begann, verlagerte sich die Brutalität im Laufe der Zeit von der physischen zur psychischen Gewalt. Was ich für meinen Teil angenehmer fand. Ich habe kein Problem mit Brutalität, aber hier hat "Die Welt" es doch recht gut mit ihrer Formulierung getroffen: "Man treibt Kindesmissbrauch nicht dadurch aus, dass man missbrauchte Kinder literarisch noch einmal missbraucht." Mir gefällt dann eher die subtile Andeutung als eine bebilderte Beschreibung. Doch was mich wirklich am meisten störte waren zum einen die Charaktere, die sich für mich einfach falsch und unpassend anfühlten. Außerdem auch diese Lücken. Dinge, auf die ich aus Spoilergründen nicht eingehen werde, die aber das Buch für mich stellenweise zur Katastrophe machten - und vor allem auch unglaubwürdig. Gerade im Leben von Victoria Bergmann gibt es für mich zu viele Ungereimtheiten, die so keinen Sinn machen und ich spreche hier von alltäglichen Dingen, nicht einmal die Charterzüge. Die Thematik, mit welcher sich das Buch laut Beschreibung befassen soll ("Wie viel kann ein Mensch ertragen, ehe er selbst zum Monster wird?") finde ich an sich höchst interessant. Ebenfalls die Sache mit den multiplen Persönlichkeiten. Doch im Gesamten, sind die Autoren aus meiner Sicht leider an der Umsetzung gescheitert. Zu viel Chaos, zu wenig Struktur, zu viele Mängel. Dennoch habe ich mich entschlossen die Triologie abzuschließen, denn mit den Mädels zu lesen macht einfach mega viel Spaß. Falls es ein Reinfall wird, dann ich kann immer noch ein Exempel statuieren und die Bücher in aller Öffentlichkeit verbrennen. Worauf ich schon sehr gespannt bin, wie sich der Verlauf in den zukünftigen Bänden gestalten wird. In Krähenmädchen befand man sich zum einen in der Gegenwart aus der Sicht von Sofia oder Jeanette, sowie verschiedene Kapitel über die Vergangenheit von Sofia und ihrer Patientin Victoria Bergmann. Ich vermute stark, dass sich nicht viel ändern wird, da es ja ursprünglich ein Buch war, was mir aber wiederum Hoffnung gibt, dass die Autoren es doch noch schaffen eine gewisse Struktur einzubringen - oder gar eine schlüssiges Ende zu zaubern. Fazit: Tendenziell eher weniger begeistert, aber wer weiß was die Reihe noch in Petto hat.

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Fassaden

Von: Helga Hensel aus Herzogenrath

13.02.2016

In Stockholm werden fürchterlich missbrauchte Jungenleichen gefunden. Hängen die Taten zusammen? Warum vermisst niemand diese Kinder? Ist es ein Einzeltäter? Geht es um Menschenhandel? Oder "nur" um eine grausame Variante der Pädophilie? Im Laufe ihrer Ermittlungen trifft Kommissarin Jeanette Kihlberg auf die Psychologin Sofia Zetterlund, die über Erfahrungen in der Therapie von Pädophilen hat und darüber hinaus auch missbrauchte Kinder behandelt. Die Ermittlungen gehen sehr zäh voran, da von verschiedenen Seiten bewusst Hindernisse aufgebaut werden. Es entsteht der Verdacht, es gebe gar kein wirkliches Interesse, diese Morde aufzuklären, da es keine schwedischen Kinder sind, welche ihr Leben lassen mussten. Und "nebenher" muss die Kommissarin Jeanette ihr Privatleben meistern, was irgendwie neben einer so emotional belasteten und zeitintensiven Ermittlung nicht recht klappt. Auch die Psychologin Sofia ist in ihren Fällen gefangen, sie nimmt sogar die Arbeit mit ihrer Patientin Victoria Bergmann mit nach Hause, lässt eine zu große Bindung zu, was professionelle Neutralität vermissen lässt. "Krähenmädchen" ist ein spannendes, interessantes und auch brutales Buch, welches zartbesaitete Gemüter hinsichtlich des Kindesmissbrauchs abschrecken mag. Die Charaktere sind für mich schlüssig geschaffen und auch, wenn ich einige mehr als ablehne, auf ihre Weise interessant. Wirklich atemlose Spannung kommt nicht auf, ich will aber unbedingt wissen, wohin mich die Geschichte führen wird. Letztlich werde ich dazu jedoch alle drei Bände der Trilogie lesen müssen, was in der Natur einer Trilogie liegt. Dies ist mein erstes Buch des Autorenduos Erik Axl Sund, aber gewiss nicht mein letztes.

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Lahm, verwirrend und ohne Konzept

Von: Jenny aus Pforzheim

08.09.2015

Nach dem ganzen vorangegangen Presserummel, erwartet man deutlich mehr von diesem Buch. Ich war gespannt auf einen neuen, klaren und spannenden Krimi, der mich fesseln würde. Stattdessen ist dieses Buch lahm, verwirrend und ohne Konzept. Es laufen mehrere scheinbar wichtige Handlungen parallel, die jedoch wenig wesentliches zu diesem Buch beitragen. Es gibt keinen klaren Handlungsstrang. Die Kommissarin ist völlig lethargisch. Die Schlüsse, die sie zieht sind ohne erkennbare Grundlage. Dazu kommen gravierend grammatikalische Fehler. Kurz, das Buch schwächelt an allen Ecken und Enden. Es macht wenig Lust auf die beiden folgenden Teile. Die beiden Autoren scheinen dazu noch völlig abgehoben - "Was Stieg Larssen kann, können wir auch". Ich würde sagen, es braucht einiges mehr um sich auf eine Stufe mit Stieg Larssen zu stellen.

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Krähenmädchen von Erik Axl Sund

Von: Leseratte87

09.07.2015

Zum Buch: Verlag: Goldmann Verlag Ausgabe: (21.07.2014) Originaltitel: Krakflickan Seitenzahl: 480 (Broschiert) Genre: Psychothriller Zum Inhalt: In Stockholm werden mehrere Leichen von kleinen Jungen aufgefunden, deren Körper schwere Misshandlungen aufweisen. Kommissarin Jeanette Kihlberg und Kommissar Jens Hurtig machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Doch die Ermittlungen erweisen sich als sehr schwierig: es gibt kaum Spuren sowie Anhaltspunkte. Im Zuge ihrer Ermittlungen treffen die beiden auf die Psychologin Sofia Zetterlund. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten und eines der Opfer war bei ihr in Behandlung. Sie bitten die Psychologin um Mithilfe. Doch diese kann nicht viel zum Fall beitragen, denn sie ist zur Zeit mit der Behandlung einer weiteren Patientin, Victoria Bergman, beschäftigt. Sofia ist verfolgt von dem Gefühl, bei ihrer Patientin irgendetwas übersehen zu haben und hört sich immer wieder die Interviews, die sie mit Victoria geführt hat, an. Doch keiner weiß, welche Rolle Victoria wirklich spielt. Eigene Meinung: Auch ich habe mich an die so groß gehypte Victoria-Bergman-Trilogie gewagt und nun endlich Band 1 gelesen. Die ersten Seiten waren sehr gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele kurze Kapitel und bei jedem Kapitelwechsel findet ein Personen- als auch ein Perspektivenwechsel statt: Es werden die Geschehnisse aus der Sicht der Kommissarin Jeanette Kihlberg, der Psychologin Sofia Zetterlund und einer Frau, die ein grausames Spiel treibt, beschrieben. Zudem wird das Leben eines Mädchens beschrieben, dass missbraucht wurde. Diese Wechsel finden sehr schnell sowie abrupt statt, so dass ich zu Beginn eines Kapitels nicht immer sofort wusste, wessen Perspektive ich gerade lese. Nach einigen Seiten habe ich mich aber daran gewöhnt, gerade weil, der Schreibstil sehr flüssig und leicht zu lesen ist, als auch ein schnelles Tempo vorgibt. Mit den Hauptpersonen haben Erik Axl Sund sehr vielseitige Charaktere geschaffen. Allen ist gemeinsam, dass sie nicht einfach sind. Jeder hat prägende Erinnerungen und Erlebnisse, mit denen er selbst irgendwie fertig werden muss. In einigen Passagen erfährt der Leser sehr viele Details über das Privatleben der Protagonisten. Dies empfand ich teilweise etwas langatmig und selbst bis zum Ende des Buches überflüssig. Vielleicht spielt das ja für die nächsten Teile eine wesentlichere Rolle? Schließlich ist dies der erste Band und irgendwann muss die Handlung ja aufgebaut werden. Durch diese langatmigen Passagen hat sich die Spannung nur sehr schleppend aufgebaut. Hierfür gibt es deshalb auch einen Punkt Abzug. Erst auf den letzten 100 Seiten wurde es so richtig spannend. Ich habe daher Hoffnung, dass der nächste Teil dafür umso spannender wird. Wichtig ist, dass die Handlung von „Krähenmädchen“ keine leichte Kost ist. Die Hauptthemen sind Kindesmisshandlung/-brauch sowie die grausame Tötung von Kindern. Die Beschreibungen sind, zum Glück, nicht sehr detailreich, aber sie sind deutlich genug, um eine erschreckende Atmosphäre sowie eigene Bilder im Kopf zu schaffen. An einigen Stellen war es ganz schön gruselig und ich habe das Buch einige Male bei Seite gelegt, um eine kleine Verschnaufpause zu machen. Nichtsdestotrotz liefert der Psychothriller interessante Einblicke in das Denken und Fühlen von Opfern und Tätern, sowie Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Es ist erschreckend für mich, wie normal es für das Missbrauchsopfer ist, was ihm ständig angetan wird und auch das es jeden Mann als Pädophilen sieht. Ich denke, hier steckt viel Wahrheit drinnen. Es ist unvorstellbar, was Kinder fühlen und durchmachen, die solche Taten von Klein auf erleben müssen. Dies ging mir beim Lesen besonders nahe. Ich bin gespannt wie es in den nächsten beiden Teilen weiter geht: Welche schrecklichen und verstörenden Details wir noch erfahren werden und welche grausamen Morde noch geschehen müssen, bevor Jeanette Kihlberg und Jens Hurtig die Wahrheit aufdecken können. Fazit: 4 von 5 Sternen für einen gut inszenierten Psychothriller, dem ein wenig an Spannung fehlt.

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Krähenmädchen ist für mich ein solides 3 Sterne Buch und ein solider Auftakt zu der Victoria-Bergmann Trilogie! Es konnte mich leider nicht total begeistern und mitreißen, da mich die Erzählstränge doch etwas verwirrt haben und ich einige Zeit gebraucht habe um in die Story reinzukommen und mich zurecht zu finden. Die Story und die Idee dahinter gefallen mir ganz gut und ich werde die Reihe auch weiter verfolgen weil ich schon gespannt bin wie es weitergeht. Leider konnte ich keine wirkliche Bindung zu den Charakteren aufbauen. Auch war mir persönlich die Story schlicht zu pauschal und oberflächlich gehalten. Ich hoffe, dass in den nächsten Bänden die Geschichte an Fahrt aufnimmt und sich für mich auch ein besserer Lesefluss einstellt. Luft gibt es auf jedenfall nach oben (und unten..)! Eine viel ausführlichere Rezension ist hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=O5N6jToMAwo

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Die schwer misshandelte Leiche eines Jungen wird mitten in Stockholm gefunden, der die ganze Stadt erschüttert. Kommissarin Jeanette Kihlberg wird mit dem Fall betraut und bittet die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe. Langsam sortieren sie die Fakten, doch der Schlüssel zu der Lösung scheint die psychisch stark gestörte Victoria Bergmann zu sein, deren Vergangenheit mit dem aktuellen Fall in Verbindung zu stehen scheint... Um „Krähenmädchen“ ist ein ziemlicher Hype entstanden, der düstere Thriller aus Schweden, der von einem Autorenduo unter dem Pseudonym Erik Axl Sund geschrieben wurde, hat ein starkes mediales Echo hervorgerufen. Tatsächlich kann dann auch die sehr dichte Atmosphäre des Thrillers überzeugen, wobei die stellenweise brutalen Beschreibungen schon an die Grenzen herangehen. Das Thema wird dabei sehr hart und unnachgiebig geschildert, was dann auch einen starken Eindruck hinterlassen kann. Besonders gut gefällt mir auch, dass die Charaktere so umfassend beschrieben werden. Durch zahlreiche Perspektivwechsel wird die Handlung aus zahlreichen Sichtweisen gezeigt, was sie sehr lebendig wirken lässt. Nur leider hat der Roman auch einige Stolpersteine. So ist die Handlung recht schnell zu durchschauen, etwas zu offensichtlich wurden hier ganz zu Beginn die Hinweise gestreut, die sich dann auch tatsächlich bestätigen. Schade, denn das Grundkonstrukt hätte deutlich spannender geschildert werden können, die Autoren lassen hier viel Potenzial liegen – vielleicht auch, weil zu viele Nebenschauplätze aufgemacht werden, die die Handlung nicht wirklich bereichern. Die verwendete Sprache ist recht klar und leicht zu lesen, bietet aber nicht sonderlich viele Finessen oder eindringliche Bilder, die im Gedächtnis bleiben. Dennoch können die Autoren die Szenen durchaus stimmig wirken lassen und eine düstere Atmosphäre schaffen, die die Handlung anreichert und sie dichter wirken lässt. Die wörtliche Rede wirkt durchaus authentisch und glaubhaft. Von Krähenmädchen bleibt ein solider, aber kein überragender Eindruck. Viele Elemente aus anderen erfolgreichen Romanen wurden miteinander kombiniert, aber etwas unsauber zusammengefügt. So wirken die Charaktere zwar durchaus intensiv, die Handlung kommt aber des öfteren vom Weg ab und ist zu leicht durchschaubar.

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In Stockholm wird ein Junge tot aufgefunden. Er wurde schwer misshandelt. Kommissarin Jeanette Kihlberg wird als Ermittlerin mit dem Fall betreut. Doch sie und ihr Team kommen fast keinen Schritt weiter. denn es gibt kaum Spuren und alle Ermittlungen führen in eine Sackgasse. Dann tauchen weitere Leichen auf. Im Zuge ihrer Ermittlungen sucht sie Hilfe bei der Psychologin Sofia Zetterlund. sie ist Psychologin mit Spezialgebiet Multiplen Persönlichkeiten und hatte eines der Opfer in Behandlung. Unter den Patienten ist auch Victoria Bergmann, die Sofia Kopfzerbrechen bereitet, denn sie meint, bei ihr irgendwas zu übersehen. Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, musste ich mich erst mal ein wenig reinfinden. Es spielen viele verschiedene Persönlichkeiten mit und diese muss man erst einmal auseinander halten. Aber nach und nach hat mich dieser Thriller in den Bann gezogen. Und es wurde sogar Spannung aufgebaut. Der Erzählstil ist von verschiedenen Protagonisten, aber hauptsächlich von Jeanette und von Sofie oder von Victoria. Oftmals erzählt Victoria auch in Vergangenheitsform, sprich von ihrer Kindheit und dessen Erlebnisse. Die einzelnen Personen, die hier mitwirken sind realistisch und gut dargestellt. Was mich hier etwas stört, ist die vielen Hintergründe der einzelnen Protagonisten. Teilweise wird darauf langatmig eingegangen. Obwohl es gut ist, das die Autoren nicht nur sich auf den Fall konzentriert haben, sondern hier auch das Private mit einfließen haben lassen. Am Ende wird dieser Thriller allerdings etwas verwirrend und man muss sich noch mehr aufs Lesen konzentrieren, damit man in der Geschichte und dem Leerfloss bleibt. FAZIT: Dieser Thriller hätte gutes Potenzial, wenn er nicht ab und zu verwirrend wäre. Auch das total offene Ende, so dass man die folgenden Bände lesen muss stört mich. Aber trotz allem wird hier Spannung aufgebaut und gehalten. Die Protagonisten sind mir sympathisch. Allerdings ist das Thema Multiple Persönlichkeit hier mir ein wenig zu undurchsichtig dargestellt. Ich habe mich viel und oft mit dem Thema beschäftigt und weiß wovon ich spreche. Hier allerdings kommt es mir ein wenig zu oberflächig vor. Es wird zwar beschrieben, dass die Personen Gedächtnislücken haben und auch die Stimmlage verändert sich, aber sonst nichts. Doch so eine multiple Persönlichkeit hat noch viel mehr Facetten, die hier gar nicht aufgeführt werden. Was es mit dem Krähenmädchen allerdings hier auf sich hat, wird meiner Erachtens nicht geklärt. In der Vergangenheit von Victoria Bergmann kommt dieses Mädchen zwar immer zu Wort kurz, aber es wird nicht aufgeklärt wer oder was es ist. Das Coverbild zeigt einen See (?). ich vermute, das ist der See, wo Victoria als Kind Urlaub gemacht hat. Der Titel ist mit Ästen geschrieben, die wohl etwas Blutverschmiert sind. Ich finde diese Art gut gewählt. Passt zum Titel. Beim Aufklappen des Covers kann man dieses nochmals aufklappen und es zeigt eine Seenlandschaft, genauso wie der hintere Teil. Das komplette Cover ist düster gehalten, so wie dieser Thriller auch ist. Alles im Allen gut gewählt! Was für mich auch positiv ist, sind die teilweise extrem kurzen Kapitel. So lässt sich das Buch gut lesen und man kommt schnell vorwärts trotz der über 400 Seiten. Am Ende ist noch eine Leseprobe zum zweiten Teil von der Victoria Berman Trilogie Narbenkind. Und als kleines Bonbon gibt es noch ein kurzes Interview mit den beiden Autoren.

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