Leserstimmen zu
Krähenmädchen

Erik Axl Sund

Die Victoria-Bergman-Trilogie (1)

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Wenn man dieses Buch mit einem Wort beschreiben müsste, wäre dies "Spannung"! Erik Axl Sund versteht es, den Leser völlig ist seinen Bann zu ziehen. Er schreibt die verschiedenen Sichten der Charaktere so, dass man immer das nächste Kapitel lesen will und wieder das nächste und wieder das nächste, weil man unbedingt wissen möchte, wie es mit gewissen Handlungssträngen weiter geht. Dabei zeigt er einem, sowohl die verstörenden Handlungen der Mörderin, auf die man schon im ersten Kapitel trifft, als auch Hintergrundinformationen der verschiedenen Personen. Es geht teilweise um das Jetzt und teilweise um die Vergangenheit und ist trotz wirklich vorhersehbarer Punkte einfach spannend. Es gibt für mich durch die Vorhersehbarkeit keinen richtigen Plottwist, für den einen oder anderen dürfte dieser aber auf jeden Fall gegeben sein! * Für Thrillerfans auf jeden Fall ein spannender Auftakt und Band 2 sollte möglichst schon im Regal liegen, damit es sofort gelesen werden kann, denn das möchte man! Aber Achtung, wer ein Problem damit hat, dass es auch in verschiedenen Arten um Kinder geht, der sollte um dieses Buch einen Bogen machen. 4 1/2 Sterne von mir!

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Wow

Von: dat pueppi aus Uelzen

27.01.2019

Ich hab alle drei Teile gelesen und finde kaum Worte, außer fantastisch!!! Ich will auch garnicht über die Geschichte groß was sagen, außer, dass die beiden Schriftsteller sich selbst übertroffen haben. Am Anfang viel es einem schwer die Übersicht zu behalten, doch im Zweiten Teil war es kein Problem mehr und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Das es im dritten Teil dann im Kopf knallt, als wäre da der Knoten geplatzt, der das Wirrwarr der beiden voran gegangenen Teil verband, gab dann so ein wahnsinniges Gefühlskaos frei und ich Seite um Seite nur noch verschlang. Ich kann man nur verbeugen und den Hut ziehen. Ich kann nur sagen; Lesen! Lesen! Lesen!

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Inhalt: In Stockholm taucht die Leiche eines Jungen auf, die Zeichen von brutalsten Misshandlungen aufweist. Die leitende Ermittlerin in diesem Fall ist Jeanette Kihlberg. Doch ihre Ermittlungen stocken schon sehr bald, denn es ist nicht einmal möglich den Jungen zu identifizieren, da ihn keiner zu vermissen scheint und bevor sie irgendeinen nennenswerten Anhaltspunkt gefunden hat, werden bereits weitere Leichen mit den selben Spuren von Misshandlungen gefunden. Eines der Opfer war in Behandlung bei der Psychologin Sofia Zetterlund, die auf die Behandlung von Personen mit traumatischen Erlebnissen spezialisiert ist. Jeanette bittet diese um Hilfe um herauszufinden, was hinter diesen grausamen Morden steckt. Cover und Gestaltung: Das Cover hat eigentlich rein gar nichts mit der Geschichte im Buch zu tun. Dennoch finde ich es sehr passend und gelungen für einen Psychothriller, da es die unheimliche und düstere Atmosphäre des Buches unglaublich gut rüber bringt. Besonders schön finde ich auch den Schriftzug des Titels. Meine Meinung: "Krähenmädchen" ist das Werk des Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist und ist der erste Teil einer Thriller Trilogie. "Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen, ehe er selbst zum Monster wird?". Dies ist die eigentliche zentrale Frage, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Es dreht sich vor allem um das Thema Kindesmissbrauch in den verschiedensten Formen von Pädophilie bis zu sexuellem Missbrauch, aber auch in der Hinsicht auf Kindersoldaten in Afrika. Dabei zeigt es auf, was solche Ereignisse in der Kindheit aus einer Seele machen können. Durch diese heftige und verstörende Thematik ist es sehr nervenaufreibend und ich würde zu zart besaiteten Menschen eher davon abraten, da das zweifellos entstehende Kopfkino noch lange nachwirkt und nur schwer zu verdauen ist. Auch Leute, die einen richtigen Thrill suchen sind hier vielleicht nicht ganz so richtig, denn dieser Psychothriller kommt wirklich eher über die Seite der Psychologie und zeigt einem schonungslos die unglaublichsten menschlichen Abgründe auf. Da ich psychologische Thriller immer noch blutigen vorziehe, haben mir diese vielen Einblicke in die Psyche besonders gut gefallen. Die Geschichte ist äußerst dicht und komplex aufgebaut und wird in mehreren Handlungssträngen und Zeitebenen erzählt. in denen man die verschiedensten Personen mit ihren großen und kleinen Problemen und Traumata kennenlernt. Anfangs war das Ganze doch etwas verwirrend für mich, da man lange Zeit gar keine richtige Verbindung zwischen diesen ganzen Personen und Geschehnissen herstellen kann und keine Ahnung hat in welche Richtung sich die Geschichte überhaupt entwickeln wird. Dies trägt allerdings enorm zur Spannung dieses Buches bei. Erst im letzten Drittel beginnt sich einem ein entsetzliches Gesamtbild zu offenbaren. Dabei ist die Geschichte hervorragend durchdacht und sehr wendungsreich. Bei der Zeichnung ihrer Charaktere gehen die Autoren sehr in die Tiefe. So befindet man sich sehr oft in der Vergangenheit, um die Hintergründe der einzelnen Personen kennenzulernen. Bei der Ermittlerin Jeanette, aber auch bei der Psychologin Sofia wird auch ziemlich oft auf deren Privatleben eingegangen. Die meisten Kapitel sind sehr kurz gehalten, was für ein schnelles Lesetempo sorgt. Der Schreibstil ist im Gegensatz zu den heftigen und grausamen Themen des Buches eher direkt, nüchtern und kühl. Dennoch ist die erzeugte Atmosphäre unglaublich intensiv, sehr düster und beklemmend und hängt wie eine Glocke über der gesamten Handlung. Zu erwähnen bleibt noch, dass dieser Thriller direkt auf eine Trilogie angelegt ist und es sich nicht um einen komplett abgeschlossenen Fall handelt. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger. Eine kleine Leseprobe zu Band 2 der Trilogie schließt sich noch an. Lobenswert ist allerdings, dass die Bände der Trilogie in Deutschland im zweimonatigen Abstand erscheinen, so dass die Wartezeit zwischen den Teilen nicht allzu lange dauert. Fazit: "Krähenmädchen" von Erik Axl Sund ist ein sehr heftiger, verzwickter und düsterer Thriller, der sich schonungslos mit den abscheulichsten Abgründen von in der Kindheit zerstörten Seelen auseinandersetzt. Er lässt einen erschüttert, entsetzt und aufgewühlt zurück und wird bei mir sicherlich noch einige Zeit nachwirken.

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Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, so viel steht fest. Die Themen sind heftig: Kindesmissbrauch, Pädophilie, Kinderpornografie. Aber ich mag auch keine Krimis, bei denen, wenn es hoch kommt, ein Mord passiert, bei dem nicht beschrieben wird, wie gruselig die Leiche aussah oder was für ein Monster der Täter ist. Deshalb bin ich auch Fan von Jilliane Hoffman oder Simon Beckett. Sprich: ich brauch Action. Da ist Krähenmädchen vom schwedischen Autorenduo Erik Axl Sund genau richtig, obwohl es sogar mir manchmal etwas ZU krass wurde. Das Gute ist, das Buch ist der erste Teil aus der Victoria-Bergmann-Trilogie, die eigentliche Hauptperson, die man aber erst nach und nach kennenlernt. Das heißt: es gibt noch zwei weitere Teile und im September erscheint “Scherbenseele” – Band 1 der neuen Kronoberg-Reihe. Ich freu mich jetzt schon drauf. Das Buch beginnt mit einem grausigen Leichenfund – ein Junge, der vor seinem Tod schwer misshandelt wurde und dem seine Genitalien entfernt wurden. Kommissarin Jeanette Kihlberg hat zunächst keinerlei Hinweise auf die Identität des Jungen, da er nicht als vermisst gilt. Die Polizei sucht den Täter im Pädophilen-Ring und stößt schnell auf einen Mann, der in der Kinderporno-Szene kein unbeschriebenes Blatt ist. Jeanette Kihlberg befragt im Zuge dessen auch Sofia Zetterlund, die das psychologische Gutachten des Mannes erstellt hat und deren Spezialgebiet multiple Persönlichkeiten sind. Nach und nach lernt man das Privatleben der Kommissarin und der Psychologin kennen. Besonders spannend: man erfährt, dass Sofia Zetterlund eine Patientin namens Victoria Bergmann hatte, die als Kind unter anderem von ihrem Vater missbraucht wurde. Sofia hört sich die Sitzungen, die sie auf Band aufgenommen hat, immer wieder an und man merkt, dass sie der Fall sehr mitzunehmen scheint. Was Victoria heute macht, weiß man nicht. Bald wird eine zweite Jungenleiche gefunden. Und noch eine. Die Geschichte packt einen ab der ersten Minute und ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen. Die Kapitel sind kurz und aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, nur durch die Überschrift weiß man, an welchem Ort das Kapitel spielt. Sogar die Sicht der Opfer und des “Krähenmädchens”, das von ihrem Vater missbraucht wird, bekommt man mit. Man erfährt viel von der Vergangenheit der Hauptpersonen und besonders zum Ende hin rückt das Privatleben der Kommissarin sehr in den Vordergrund. Das hätte ich mir weniger detailliert gewünscht. Auch entspricht Jeanette Kihlberg exakt dem Komissaren-Klischee – kein intaktes Familienleben. Müssen alle Komissare private Probleme haben? Den Cliffhanger am Schluss fand ich super und hat mich, zusammen mit der Leseprobe, neugierig auf das nächste Buch “Narbenkind” gemacht.

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Ich mag Thriller und Psychothriller sehr gerne. Erst kürzlich habe ich wieder einmal ein sehr interessantes, äußerst spannendes Buch verschlungen: Erik Axl Sunds "Krähenmädchen". "Krähenmädchen" ist der erste Band einer Trilogie. Ich mag Krimis, die in Skandinavien spielen, sehr gerne und deswegen war ich sehr auf dieses Buch gespannt, das mir schon in der Buchhandlung und online aufgefallen war. Schon das Buchcover selbst fand ich sehr ansprechend. Und auch der Titel "Krähenmädchen" klingt für mich sehr interessant. Das Buchcover ist ganz in dunklen Farben gehalten. Man sieht darauf eine düstere Seen- bzw. Moorlandschaft. Auf den schwarzen Himmel ist in krakeliger Schrift der Titel in weißen Buchstaben aufgedruckt. Das Buch wurde von zwei Autoren zusammen geschrieben, von Hakan Axlander Sundquist und Jerker Eriksson. Schon nach wenigen Zeilen gelang es ihnen, mich an das Buch regelrecht zu fesseln. Ich konnte es kaum mehr aus den Händen legen und habe es in nur zwei Tagen verschlungen. Der Roman beginnt damit, dass ein Junge tot und grausam verstümmelt in einem Park gefunden wird. Man hat Schwierigkeiten, seine Identität herauszufinden. Das bleibt kein Einzelfall, denn in den nächsten Monaten werden in Stockholm immer wieder ähnlich zugerichtete Leichen gefunden. Anscheinend ist hier ein Serienmörder am Werk... Bei den Ermittlungen findet man schließlich heraus, dass eines der Opfer in Behandlung bei der Psychologin Sofia Zetterlund war. Mit dieser beginnt die Ermittlerin Jeanette Kihlberg zusammenzuarbeiten um endlich die grausamen Morde aufzuklären. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, trotzdem hat man meiner Meinung nach keinerlei Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen oder die jeweiligen Abschnitte bestimmten Personen zuzuordnen. Mal ist man mit der Kommissarin mitten in den Ermittlungen, dann ist man wieder bei einem der grausamen Leichenfunde dabei oder aber bei einer Behandlung der Psychologin, die vor allem Menschen mit Identitätsstörungen betreut, wie etwa Victoria Bergman, die als Kind missbraucht wurde. So werden dann auch mehrere Themen im Thriller abgehandelt und über allem steht immer wieder die Frage, wie viel Leid ein Mensch ertragen kann, bevor er selbst zu einem Monster wird. Mehr möchte ich an dieser Stelle über den Inhalt nicht verraten. Ich habe aber schon bald geahnt, was es mit bestimmten Personen im Thriller auf sich hat... Trotzdem fand ich das Buch auch weiterhin spannend und fesselnd. Die Sprache ist einfach und bestens lesbar. Es wird gut beschrieben, so dass man sich ein perfektes Bild von Personen, Handlung und Orten machen kann. Natürlich gibt es hier auch einige grausame Beschreibungen, aber das gehört eben zu einem Thriller mit dazu. Schon jetzt bin ich sehr gespannt auf die beiden anderen Teile, die ich auf alle Fälle lesen möchte. Am Ende des Buches ist nämlich mehr oder weniger offen, ob der Mörder auch tatsächlich der Mörder ist. Und auch sonst hat man noch so einige Fragen, die man unbedingt beantwortet haben möchte. Ich fand diesen Thriller sehr fesselnd und gebe ihm deswegen volle Punktzahl: fünf Sternchen!

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Abwechslungsreicher und sehr spannender Psychothriller

Von: Nadine B. aus Schaumburg

10.03.2015

inneren Auge hält. In diesem Psychothriller wird am Anfang ein Haus beschrieben, dass bis dato eine unbekannte Person bewohnt, die wiederum einen ganz bestimmten Raum in dem Haus verändert. Es stellt sich heraus, dass diese Person eine „sie“ ist. Sie trägt einen Jungen in den neugestalteten Raum aus Styropor, Holzleisten, Stromkabel und einem Bücherregal vor dem Raum, so dass man den Raum erst gar nicht vermutet, dass er existiert. Kurz darauf wird ein toter Junge in der Nähe der Pädagogischen Hochschule in Stockholm in einem Gebüsch gefunden. Die Kriminalkommissarin Jeanette Kihlberg und ihr Kollege Jens Hurtig werden zu dem Fundort gerufen. Es bleibt nicht bei dem einen toten Jungen, sondern es müssen noch weitere Jungen sterben, und an verschiedenen Orten aufgefunden. Merkwürdig ist bei den Jungen, das man nicht weiß, wer sie sind, und woher sie kommen. Die beiden Autoren schufen einen facettenreichen Psychothriller, der teilweise an die Grenze der Unvorstellbarkeit gelangt. In dieser Geschichte wurden auf der einen Seite das Ermittlerteam und der polizeiliche sowie juristische Apparat um Jeanette Kihlberg geschaffen, und auf der anderen Seite die bösen Figuren, die hauptsächlich Männer sind in den Rollen der Missbrauchsväter, Pädophilen, Vergewaltiger und Mörder. Opfer werden zu Tätern und Täter werden zu Opfern könnte man manchen Figuren zuordnen. Mit diesen komplexen Figuren entwickelten die Autoren eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte, die einem beim Lesen das Herz höher schlagen lässt, und man möchte nicht wieder aufhören zu lesen. Aber man braucht auch Lesepausen, um diesen Stoff verdauen zu können. Dieser Psychothriller hat mich im Nachhinein so überrascht, dass ich ihn als den besten meiner bisher gelesenen Psychothriller bezeichnen kann. Wer nicht vor bildhaftem Skrupel, Gewalt und psychologischer Raffinesse zurückschreckt, kann ich diesen ersten Band der Trilogie empfehlen. Das Kopfkino bleibt nicht aus. Der erste Band „Krähenmädchen“ hat ein offenes Ereignis, so dass man den zweiten Band „Narbenkind“ lesen muss.

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Bei "Krähenmädchen" habe ich lange überlegt, ob ich das Buch lesen soll oder nicht, da bereits der Klappentext verrät, dass der Inhalt nicht gerade zimperlich mit dem Leser umgeht. Aufgrund der zahlreichen, positiven Bewertungen habe ich mich dann doch dazu entschlossen es zu wagen und ich bereue es keinesfalls. "Krähenmädchen" ist der erste Teil der Victoria- Bergman- Trilogie und sicher nichts für Leser mit schwachen Nerven, denn es gilt herauszufinden wie viel Leid ein Mensch verkraften kann, bevor er selbst zum Monster wird. Das Geschehen wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven geschildert. Mal begleiten wir die taffe Polizistin Jeanette Kihlberg, die zwar im Beruf alles im Griff hat, privat dafür umso weniger, mal den ominösen Täter oder die Psychologin Sofia Zetterlund, die hauptsächlich Patienten mit multiplen Persönlichkeiten betreut wie z.B. Victoria Bergman. Die dargestellten Charaktere sind selten Personen, mit denen man befreundet sein will oder die man sympathisch findet, denn sie sind alle sehr speziell mit ihren sonderbaren Problemen. Mir selbst hat es vor allem die Polizistin Jeanette angetan, die mich in allem irgendwie an Kommissarin Lund aus dem TV erinnert hat. Schnelle Szenenwechsel und verstreute Handlungsstränge, deren Fäden erst im Verlauf des Geschehens zueinander finden, sorgen für atemlose Spannung. Würde ich näher auf den eigentlichen Inhalt dieses Psychothrillers eingehen, würde ich bereits zu viel verraten, daher nur eins: Lesen! Fazit: Ein Psychothriller, der mir das Fürchten gelehrt hat, Spannung der Extraklasse. Empfehlenswert! Ich kann kaum das Erscheinen von Band 2 ("Narbenkind") erwarten…

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Ein toter Junge wird schwer misshandelt im Park gefunden. Niemand vermisst ihn. Die Kommissarin Jeanette Kihlberg wird mit dem Fall beauftragt. Lange Zeit läuft sie bei ihren Ermittlungen ins Leere. Es tauchen weitere tote Jungen auf, alle genauso misshandelt wie der erste, ohne Genitalien. Es scheint sich um einen Serienmörder zu handeln. Wie sich herausstellt, wurde einer der Jungen psychologisch behandelt und Jeanette bittet die Psychotherapeutin Sofia Zetterlund um Mithilfe, deren Patient er gewesen ist. Diese steht ihr natürlich zur Seite, hat aber selbst noch eine Patientin, Victoria Bergman, die ihre volle Aufmerksamkeit braucht... Sofort mit Beginn des Buches taucht man in das Geschehen ein. Als Leser ist man dabei zu erleben, wie die Vorbereitungen getroffen werden, um ein ganz spezielles Zimmer zu erschaffen. Es ist das Zimmer, in dem die späteren toten Jungen sich aufhalten und ihre Leiden erdulden werden. Die Geschichte enthält mehrere Erzählstränge, die in der Ich-Form von der jeweiligen Person erzählt wird. So erfährt der Leser die Ermittlungen aus der Sicht von Jeanette Kihlberg, die Therapiestunden mit ihren Patienten aus der Sicht der Psychotherapeutin Sofia Zetterlund, aus dem Leben der Patientin Victoria Bergman und einigen anderen mehr sowohl in der Gegenwart wie auch in Rückblenden von der Vergangenheit. Auch wenn sie anfangs für sich allein stehen, so bildet sich ein komplettes Ganzes gegen Ende. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und lassen sich gut lesen. Das Hauptthema des Buches ist Kindesmisshandlung. Nicht jedermanns Sache, denn es ist ein übles Thema. Positiv erwähnen möchte ich dabei die Tatsache, dass diese Taten nicht blutrünstig erzählt werden, so dass diesem Delikt während des Lesens ein klein wenig die Spitze genommen wird. Wer es allerdings hart und blutig möchte, für den ist dieses Buch ganz bestimmt nicht. Die polizeilichen Ermittlungen geraten dadurch ein wenig ins Hintertreffen. Die Autoren lassen die Leser aber auch nicht im Unklaren über private Dinge der Protagonisten. So erfährt man z.B. von dem arbeitslosen Mann von Jeanette und deren Geldprobleme. Das Buch ist spannend erzählt und endet mit einem ausgesprochen fiesen Cliffhanger, der sich hoffentlich in Teil 2 auflöst. Dieser Band ist der 1. einer Trilogie, die auch kurz nacheinander erscheinen werden, so dass in diesem Fall die Wartezeit nicht zu lange dauert. Viele Fragen zum Ende des Buches noch offen, die keine Antwort erhalten haben. Die Neugierde wird damit schon mal auf den kommenden Teil geschürt in der Hoffnung, diese beantwortet zu bekommen. Dieser Psychothriller will gelesen werden mit all seinen Abgründen in die menschliche Psyche und seinen Grausamkeiten. Ich empfehle ihn gern weiter.

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