Leserstimmen zu
Der große Mandel

Berni Mayer

Max Mandel (3)

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Sehnsüchtig habe ich den dritten Mandel-Roman erwartet und wurde nicht enttäuscht. In „Der große Mandel“ schickt Mayer die beiden ehemaligen Musikjournalisten Sigi Singer und Max Mandel, die sich mittlerweile in Berlin mit einem Detektivbüro selbstständig gemacht haben, in ihre alte Heimat nach Regensburg. Beide wollen dort an einem Wrestling-Seminar teilnehmen, das Sigi Max zum Geburtstag geschenkt hat. Doch schon bald müssen sie wieder als Ermittler ran. Um herauszufinden, wer hinter der Erpressung eines Catchers steckt, touren Mandel und Singer mit einer kleinen Wrestling-Liga quer durch Deutschland. Den Roman zu lesen hat einfach nur riesigen Spaß gemacht. Ich mag Mayers sarkastischen, pointierten Erzählstil und liebe seine unverwechselbaren, extrem coolen und etwas skurrilen Charaktere. Obwohl die Mandel-Romane als Krimis deklariert werden, ist es allerdings nicht die Krimihandlung, die die Romane ausmachen. In „Der große Mandel“ setzt diese sogar erst recht spät ein. Es sind die vielen popkulturellen Anspielungen und das fast schon nerdige Hintergrundwissen zu Themen wie Musik oder – in diesem Fall – Wrestling, die die Romane zu etwas besonderem machen. Insgesamt geht es in der Trilogie auch um die Entwicklung einer Freundschaft. Was passiert mit zwei ehemaligen besten Freunden, die sich auseinanderleben? Von denen sich einer ständig dem anderen unterlegen fühlt? Auf seinen letzten Seiten kommt „Der große Mandel“ sogar etwas philosophisch daher und stimmt einen nachdenklich. Wirklich schade, dass das der letzte Mandel-Roman war. Übrigens: Auch wenn die drei Mandel-Romane „Mandels Büro“, „Black Mandel“ und „Der große Mandel“ in sich abgeschlossen sind, sollte man die Mandel-Trilogie unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen, um die Entwicklung der Protagonisten zu verstehen.

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