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Marc Elsberg: ZERO - Sie wissen, was du tust

ZERO - Sie wissen, was du tust Reinhören

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€ 6,95 [D]* inkl. MwSt.
(* empf. VK-Preis)

Hörbuch Download ISBN: 978-3-8371-2497-2

Erschienen: 26.05.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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480 Seiten spannende Unterhaltung

Von: pbcat Datum : 06.10.2017

https://pbcat.wordpress.com/

Nachdem ich von »Blackout« überaus begeistert war (nachzulesen hier), hatte »Zero« anfangs einen etwas schweren Stand, da ich irgendwie nicht richtig in die Geschichte reinkam – doch ich muss im Nachhinein eingestehen, dass es an mir und nicht am Buch lag …

Das Thema ist brandaktuell: Zero ist eine Aktivistengruppe (vergleichbar mit Anonymus, aber nicht identisch!), die sich mit mehreren YouTube-Videos gegen Datenkraken ausspricht und deren Zerschlagung fordert. Als sie den amerikanischen Präsidenten mit Drohnen „angreifen“ und filmen, wird die ganze Welt auf die aufmerksam, und die Journalistin Cynthia Bonsant fängt für eine Artikelreihe an zu recherchieren. Zu diesem Zweck überlässt ihr der Redakteur eine Datenbrille, deren erstaunliche Funktionen Cynthias Tochter Vi derart begeistert, dass sie sich die Brille ausleiht und mit ihren Freunden testet – doch dabei kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall.

Was genau passiert und wie das alles mit der Internetplattform Freeme zusammenhängt, die ihren Nutzern ein besseres Leben ermöglichen will und dafür belohnt, dass diese ihre Daten zur Verfügung stellen, müsst ihr schon selbst lesen …

Hier die Verlagsinfos:

Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen

London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …

Autorenwebsite Marc Elsberg www.marcelsberg.com

Marc Elsberg auf Facebook

Der Autor auf twitter.com

Am 23. April stellten sich Marc Elsberg und Sascha Lobo ihren Fragen zu den Chancen und Gefahren der digitalen Welt. Zum Online Live-Talk

Portrait des Autors im ZDF-Morgenmagazin Zum Video

buch der wissenschaft hat „Zero“ von Marc Elsberg in der Kategorie „Unterhaltung“ als Wissensbuch des Jahres 2014 ausgezeichnet Zu den Wissensbüchern des Jahres 2014

Gespräch mit Marc Elsberg zum Thema Hackerangriffe in der Sendung „Kulturzeit“ im 3sat Zur Liveschaltung

„Wanna Cry“ Virus und die Folgen – Kultur / aspekte Zum Beitrag

Am Bayern 2-Thementag rund um Verschwörungstheorien plauderte Marc Elsberg in ‚Eins zu Eins. Der Talk‘ mit Moderator Achim Bogdahn Zur Sendung

Originaltitel: ZERO. Sie wissen, was du tust
Originalverlag: Blanvalet Verlag, München 2014

Taschenbuch, Klappenbroschur, 496 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-7341-0093-2

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 17.10.2016

In jedem Fall habt ihr 480 Seiten spannende Unterhaltung, die mich zum Nachdenken gebracht hat über all die Geräte, mit denen wir heute tagtäglich umgehen und denen wir unsere Daten anvertrauen …

Weitere Infos erhaltet ihr bei Blanvalet, Buch7, Amazon sowie unter http://www.zero-das-buch.de/zero.php – auf der Webseite zum Buch erwarten euch außerdem interessante Hintergrundinformationen sowie exklusives Bonusmaterial.

Täuschend echte Geschichte

Von: Anni Silber Datum : 24.09.2017

https://www.youtube.com/channel/UCDodxknk71lPkhjArHjilEg

Worum geht es? Nach einem Anschlag auf den Präsidenten bekommt die Jornalistin Cynthia Bonsant den Auftrag in diesem Fall Informationen zu beschaffen und zu ermitteln. Zu diesem Zweck bekommt sie eine besondere Brille mit der sie anhand von Daten jede erdenkliche Information bekommt. Cynthias Tochter ist ebenfalls sehr angetan von dieser Brille und leiht sich diese von ihrer Mutter aus. Als ihre Tochter Vi zusammen mit ihren Freunden zusammen durch die Stadt zieht passiert etwas was alles für alle mal verändert. Anhand der Datenbrille machen die Jugendlichen einen von der Polizei gesuchten Verbrecher aus und als sie diesen verfolgen und es zu einem Zwischenfall kommt stirbt Vis bester Freund. Ab diesem Zeitpunkt wird Cynthia klar wie gefährlich Informationen über alles und jeden sein können und dass Wissen macht bedeutet.

Meine Meinung: ich war anfangs sehr kritisch diesem Buch gegenüber da ich befürchtet hatte dass mir dieses Buch zu technisch sein würde, jedoch gefiel mir die Technik die in diesem Buch vorkommt sehr gut und vor allem gefiel mir die Tatsache dass diese Geschichte wirklich sehr realitätsnah war und es allein von der Technik gar nicht so unwahrscheinlich ist dass es zu so etwas kommen könnte. Nach Helix war ich wirklich sehr gespannt auf ein weiteres Buch von Marc Elsberg und auch hier gefiel mir wieder sehr wie Marc Elsberg seine Geschichten schreibt und wie er diese darstellt. Zum einen sind die Vorkommnisse wieder sehr spannend, aber bringt auch den Leser sehr zum nachdenken und diese Kombination hat mir gut gefallen.

Das Buch hat mir gut gefallen und hat von mir 2,5-3 Sterne bekommen.

Spannend. Etwas realitätsfern aber doch viel zu nah, um nicht zu schaudern.

Von: Ralph Datum : 18.09.2017

Ich habe Zero so zügig durchgelesen wie lange kein Buch mehr. Spannung von der ersten bis zur letzen Seite. Das Buch wird nie langweilig und ob des Bezuges zur Realität habe ich nach dem lesen desöfteren länger gegrübelt, wie wir heute schon mit unseren Daten umgehen. Ein Thriller, der einem Schauer über den Rücken jagt. Gesichtserkennung und Datenbrillen für jedermann mag man sich gar nicht vorstellen, zu plastisch die Beispiele im Buch, wo das hinführen kann.

Ein paar Kritikpunkte bleiben dennoch hängen. Die Erzählung im Präsens ist sehr gewöhnungsbedürftig. Die Charaktere bleiben anfangs blass und ein ums andere Mal wird auf dem kurzen Abschnitt im Buch gar nicht so ganz klar, für wen jetzt diese Person wieder arbeitet. FBI? Presse? Freeme? Die Liste der Personen im Anhang wäre am Anfang hilfreicher gewesen.

Was mich inhaltlich sehr gestört hat, war die Selbstverständlichkeit, wie das Buch mich glauben lassen will, dass ein Konzern wie Freemee auf ALLE Daten der Menschheit Zugriff hat. Ob selbst erhobene oder gekaufte, da sind Daten aus sozialen Netzwerken, Polizeiregistern, Überwachungen, Bewegungsmuster. Wie kommt ein Konzern an Daten, die andere Konzerne hüten wie ihren Augapfel oder an Daten, die staatliche Stellen gesammelt haben? Wie verfolgt man online CCTV (closed circuit) Cameras, die die meisten Überwachungssysteme heute nutzen? Dass sich quasi jeder Experte in jedes wie auch immer gesicherte System hacken kann, scheint auch irgendwie normal zu sein in den Büchern.

Bis zum Schluß wird nicht klar, womit Freemee die Nutzer eigentlich motiviert, den Hinweisen der ActApps zu folgen. Warum hört ein Teenager auf die Ratschläge seines Smartphones, z.B. endlich für eine Klausur zu lernen oder nicht mehr in schwarzen Klamotten rumzulaufen, wenn er gleichzeitig die Ratschläge der ratlosen Eltern beharrlich in den Wind schlägt? Wäre Erziehung doch nur so einfach… Oder ist sie das am Ende, wenn wir die Erziehung einer Maschine überlassen, der das Kind blind vertraut, während die Eltern, von denen sich ein pubertierender Teenager gerade abnabeln will hilflos zum nichtstun verdammt ist? Der Thriller hätte die Chance gehabt, sich mit den Möglichkeiten subtiler Manipulation auseinanderzusetzen. Doch bis auf ein paar Zeilen aus einer Flirt App kommt da nichts, lediglich die Ergebnisse werden beschrieben, ungaubwürdig bisweilen – schade.

4 Sterne trotz aller Kritik. Es bleibt ein Roman, Fiktion, keine Tatsachenreportage, und der Roman ist klasse!

Topaktuelles Thema, Interessante Geschichte

Von: LarasBookworld Datum : 29.08.2017

www.larasbookworld.blogspot.de

Das Cover ist sehr schlicht. Es ist sehr unscheinbar und ich habe es nur, da ich schon viel Gutes über Marc Elsberg gehört habe. Jedoch nimmt so das Cover nichts der Geschichte vorweg und es bleibt Platz für eigene Gedanken. Ich finde dieses reine schwarze Cover mit der blauen Schrift auch gut gewählt, da es ohne viel Schnick Schnack die Ernsthaftigkeit des Buches ausdrückt.
Die Geschichte finde ich sehr spannend und teilweise auch sehr beängstigend, da ich finde, dass das Buch unglaublich Nah an der Realität liegt. Wird es bald wirklich eine solche unglaubliche Technik geben? Wenn ich mir den derzeitigen technischen Fortschritt angucke - ganz klar ja. Wie gefährlich das doch werden kann zeigt dieses Buch ganz deutlich. Manchmal wünschte ich mir, vor allem, wenn ich solche Geschichten lese, die Zeit ein bisschen zurückdrehen zu können, als die Technik noch nicht so weit war und das Leben so etwas entspannter wäre. Hin und wieder gab es aber einige Längen die sich ziemlich auf technische Details versteift hatten und man so nicht wirklich mit der Geschichte weiterkam, obwohl der Autor es geschafft hat alles technische auch für Leute die sich auf diesem Gebiet eher weniger auskennen, zu erklären. Dennoch eine interessante Idee mit dem Internetgejagten und auch ein Topaktuelles Thema
Der Schreibstil war ganz gut. Er hebt sich nicht stark von anderen Autoren hervor, aber war auch nicht schlecht. Ein bisschen anstrengend fand ich, dass ein Kapitel jeweils ein Wochentag ist. Weshalb die Kapitel dann schon mal sehr lang geworden sind. Als Ausgleich gab es aber immer wieder kleinere Orts- und Personenwechsel während eines Kapitels, weshalb man darüber auch hinwegsehen kann.
Positiv zu bemerken ist, dass es am Ende ein Glossar mit verschieden Wörtern gibt, so, dass es nicht auch noch in der Geschichte zu unnötigen Längen durch Erklärungen kam.
Die Charakteren finde ich sehr gut dargestellt und auch gewählt. Da man hier in einem technischen Buch eine Protagonistin findet, die dem allem eher kritisch gegenübersteht. Sie vertraut dem ganzen neune technischen eher nicht und hält lieber Abstand davon. Einen guten Kontrast bilden ihre Tochter und deren Freunde. Technikbegeistere Junge Menschen, die den Erfindungen Freemees vielleicht dann doch ein bisschen zu offen gegenüberstehen und sehr naiv alles annehmen.
Fazit
Ein tolles Buch, das auch für weniger Technikbegeisterte sehr gut zu lesen ist. Teilweise auch sehr beängstigend durch die realitätsnahen Vorstellungen - inklusiver der Folgen, die alles mit sich bringt.

Leider enttäuschend

Von: fliegende_zeilen Datum : 20.08.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/fliegende_zeilen/

Inhalt
London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken.

Bewertung
Marc Elsberg brachte mit Black Out ein Buch herraus das man nicht nicht so schnell wieder vergisst. Mit dieser Einstellung sollte man allerdings nicht Zero lesen. Leider hatte ich zu hohe Erwartungen und Zero konte mich nicht für sich gewinnen.
Dabei lag es ganz sicher nicht am Recherchemangel von Seiten des Autors. Ganz im Gegenteil, ich hatte das Gefühl Elsberg hing sich zu sehr an technischen Details auf. So litt leider die Handlung. Auch die Idee eines gejagten Internetaktivisten machte mich neugierig und fixte mich total an. Ich hatte wirklich große Lust dieses Buch zu lesen. Doch dann merkte man schnell, die Handlung hatte sich irgendwann festgefahren. Wirklich neues kam nicht mehr hinzu und so wurde auch das weiterlesen zeitweise anstrengend.
Das Thema ist dabei aber immernoch hoch aktuell. Datensammlung und Verwertung. Wie weit dürfen Firmen gehen bzw. wie weit gehen sie bereits? Wie viel bekomme ich als Nutzer/Mitglied einer solchen Firma überhaupt mit?
Natürlich ist die Handlung fiktiv, ist damit aber sicherlich kein Märchen. So betrachtete ich mein Handy und alles was dazu gehört schon ganz anders, als man sich des großen Ganzen dahinter bewusst wurde.
Das fiel mir auch positiv ins Auge. Marc Elsberg beschrieb auch die krankhafte Angst und Sorge des heutigen Alltags. Leute die den neuen Medien so kritisch entgegen sehen das sie hinter jeder Umfrage oder Ahnlichem eine Verschwörung vermuten.
Auch wenn ich mich nicht so sehr für die Geschichte begeistern konnte, wie ich es eigentlch wollte, danke ich naürlich dem blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Fazit
Zero ist kein schlechtes Buch, auch wenn man das aus meiner Rezension jetzt ableiten möge. Es kann für mich einfach nicht mit dem Erfolg von Black Out mithalten. Für Leute die von technischen Details nicht genug bekommen können ist es auf jeden Fall das richtige. Und auch Menschen die sich für das Thema Datensammlung begeistern,, wird Zero das Richtige sein.

von A-Z spannend Anfang- Zur letzten Seite

Von: Suk Johann Datum : 14.08.2017

Es war für mich überraschend einen Landsmann als Autor zu haben.Wenn ich`s nicht wüßte hätt ich glatt an Robrt Ludlum o.ä. gedacht und mir dir Frage gestellt : bringt das bei uns niemand so fertig? Da er in orig. Sprache ist sind diese Bücher doppelt so gut. Bitte weiter so. Nur da ich es nicht durchlesen kann hatte ich anfangs Namenprobleme und merkte erst auf der letzten Seite die Darsteller.
War das Absicht. erwarte gerne eine antwortt und freundliche Grüße,Suk Johann

Right, now I'm doing exactly what Zero warned me not to do...

Von: Abbe Datum : 11.08.2017

It's been about two months since I first read Zero. By now I'm in the middle of reading it for the third time, and thus went looking for Zero's guerilla guide. But all I found this website. Which wasn't too bad either ;-)
The book fascinated me from the moment I saw it in the bookstore, and it became one of those impulse buys that happen so often when visiting a 'live' bookstore. It was more or less a case of "consuming only what strenghtens your own opinions", but I learned an awful lot from the book nonetheless.

For example: when a few weeks after my first reading of the book, LinkedIn sent me a mail with an update of their policy which included the option of giving me tips based on my previous messaging within said medium in order to improve my chances of finding the job of my dreams (!!! ActApps anybody??), my response was to pretty much completely empty my account, and I'm still considering closing it all together. Not that such would erase the past of course, but I'm fortunate to have been a conscientious objector to Facebook and Twitter and the likes since they came into existence, so with a bit of luck...
Right. I'll probably never be able to be one of Zero's bubbles in clear water, but with no smartphone, no customer cards other than the Bahncard, and the long standing practice of getting money from the ATM in order to avoid paying with my card in shops may at least keep the level of what 'they' know about me at a low.
Funny though: I once checked how Google had pigeonholed me. They interpreted me as being some 10 years older than I really was, plus they got the gender wrong! Not that I corrected it - I thought it both hilarious and comforting that they were unable to get even something as basic as the gender right.

Meanwhile, although I have no real trouble reading German, I'm looking forward to Zero's release in English, so I'll be able to recommend it to my friends. For myself, I still have Helix to read. Blackout was good, too, but as far as I'm concerned, Zero was absolute top class - both in entertainment and in educational matters!

And with that statement, I'll end my public opinion on the book, making it available for the Datenkraken to analyze... ;-p

Etwas enttäuschend

Von: Sigismund von Dobschütz Datum : 10.08.2017

https://www.facebook.com/groups/buecherkabinett/

Etwas ENTTÄUSCHEND, zumindest im Vergleich mit dem Debütroman "Blackout", fand ich den 2014 bei Blanvalet veröffentlichten Science-Roman "Zero" des Österreichers Marc Elsberg (50). Es geht darin um Datenspeicherung, -kontrolle und -missbrauch, dem wir Internet- und Socialmedia-Nutzer täglich wissentlich oder unwissentlich ausgesetzt sind. Es geht um uns "gläserne Menschen". Nicht allein Geheimdienste und Regierungen, vielmehr noch die IT-Konzerne nutzen und missbrauchen unsere persönlichen Daten, die wir im Internet allzu freiwillig und unschuldig naiv preisgeben, für ihre eigenen Zwecke. Im Roman geht es sogar so weit, dass wir User durch den Gebrauch von ActApps manipuliert werden: Pubertierende Jugendliche halten sich statt an [wohlmeinende] Ratschläge ihrer Eltern lieber an Empfehlungen der in sozialen Netzwerken angepriesenen ActApps und lassen sich so von Konzernen unbewusst manipulieren. So weit, so gut - oder schlecht. Im Gegensatz zu "Blackout" hält sich Elsberg bei "Zero" aber leider seitenlang mit Erklärungen technischer Details auf, um den unkundigen Leser über die gefährlichen Folgen seines unbedachten Internet-Gebrauchs zu informieren. Aber wollen wir Leser dies wirklich alles so genau in einem Roman lesen? Für diesen Fall würden wir ein Fachbuch wählen - oder eher im Internet surfen. �� Die langen, detailgenauen Abhandlungen zeugen zwar von wirklich guter Recherche des Autors, nehmen dem Leser aber leider allzu oft die Spannung, die Handlung wird manchmal fast zur Nebensache. Fieberte ich bei "Blackout" auf jeder Seite mit, ob das globale Chaos eintritt, habe ich bei "Zero" auch schon mal einige Seiten quergelesen, um endlich in der Handlung weiterzukommen. Alles in allem fand ich diesen zweiten Elsberg-Roman deshalb etwas UNBEFRIEDIGEND.

Willkommen in Paranoia!

Von: Matthias Breimann Datum : 10.08.2017

https://breimannswelt.wordpress.com

Cynthia Bonsant arbeitet in London als Journalistin, wofür sie von ihrem Chef eine Brille bekommt, die ihr bei der Arbeit helfen soll. Sie nimmt sie verwundert entgegen, bis sie bemerkt, dass es keine gewöhnliche, sondern eine Datenbrille ist…..
Eigentlich steht Cynthia der modernen Technik eher skeptisch gegenüber aber aus interesse, setzt sie die Brille während der Heimfahrt mit dem Bus auf, um sie auszuprobieren. Erstaunt stellt sie fest, das sie jegliche Daten von Personen durch die Gesichtserkennung, angezeigt bekommt. Name, Anschrift, Beruf, Alter, uvm., werden ihr einfach so vor Augen geführt……
Zuhause angekommen nimmt ihre Tochter Viola Bonsant, ganz begeistert ihr die Brille ab und probiert sie auch gleich aus. Dabei fragt sie ihre Mutter ob sie die Brille ihren Freunden zeigen darf…..
Als die drei Freunde Viola, Adam und Edward unterwegs sind, probieren sie natürlich gleich die Datenbrille aus.
Als Adam sie aufsetzt und einen Mann damit beobachtet, wird ihm das Profil angezeigt.
Name, Wohnort, Alter, Vorstrafe, uvm., darunter aber auch, das nach diesem Mann gefahndet wird, worauf der sonst so schüchterne Adam, sich eine verfolgungsjagt mit dem verdächtigen Mann liefert…….
Zuhause angekommen, erfährt Cynthia von ihrer Tochter, dass es eine App gibt, die einem Entscheidungen abnimmt und ständig Tipps gibt, die einem ein besseres Leben ermöglichen sollen…..
Die Welt ist vernetzt und nur wenige Menschen jederzeit über jeden Bescheid. Kameras, Smartwatches, Smartphones, Datenbrillen, usw.
Willkommen in Paranoia!
Nur einer setzt sich diesen Firmen und dieser ständigen Überwachung zur Wehr: Der Internetaktivist ZERO!
Der Autor Marc Elsberg, beschreibt in seinem Roman „ZERO“, eine Welt, in der es keine Geheimnisse mehr zu geben scheint.
Eine Welt wo an jeder Ecke eine Überwachungskamera ist, wo Datenbrillen alles über jeden preisgeben und alles in Echtzeit ins Netz streamen, was ihnen vor die Linse kommt, Smartwatches die alles über deine Körperfunktionen wissen, Algorythmen die mehr über einen wissen als man selbst, Apps die dir sagen was du tun sollst und was nicht und Firmen die mit allen diesen Daten Geld verdienen und alles über dich wissen.
Doch das alles ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern reale Gegenwart.
In dem fesselnden Roman, geht es um den sogenannten gläsernen Bürger, Big Data, Big Brother, usw.
Mit einem hauch an Kritik gegenüber solcher Technik und Firmen die mit unseren Daten Geld verdienen, geht der Schriftsteller, auch auf auf die Frage ein, was wohl passieren würde, wenn diese ganze Technik in die, grob gesagt, falschen Hände, Konzerne odg., käme.
Wenn man Menschen unbewusst so steuern könnte, dass sie zum Beispiel einen nur noch bestimmten Präsidenten, wählen würden, oder nur noch eine bestimmte Marke kaufen würden, odg.
Wenn man eben Menschen durch Apps, so steuern könnte, dass sie es selbst nicht mal merken, aber alles zum „Wohle“ eines Weltkonzernes, odg.
Ein packender Roman, der schnell zu lesen ist und dem Leser zum Nachdenken anregt und vielleicht sogar das eine oder andere mulmige Gefühl in der Bauchregion in einem hinterlässt.
Dazu möchte ich auch einen kurzen Satz aus dem Buch zitieren:
„Weit über ihr entdeckt Cyn das Funkeln des ersten Sterns. Oder ist es ein Satellit, der auf Sie herunterblickt?“
(Seite: 470)
Am Ende des Werkes gibt es noch ein Glossar, wo verschiedene Begriffe, Programme uvm. aufgelistet und erklärt werden. Wie Anonymous, Big Data, Prism, FISC, Gesichtserkennung, uvm.
Dann noch ein Figurenverzeichnis, wo die Protagonistin und alle wichtigen Personen, nochmals aufgelistet sind.
Dann noch ein Nachwort und Dank, sowie ein kurzes aber aufregendes Bonusmaterial.
Als letztes befindet sich im Buch, noch ein kurzes Statement vom Autor selbst dazu. Dabei basiert der Text aus einer im Jahre 2014 gehaltenen Rede des Autors.
Ein extrem fesselnder Roman, den ich wirklich ohne schlechten Gewissens, einem jeden weiterempfehlen kann!

Ueber Macht und Wert

Von: Klaus Niederlander Datum : 29.07.2017

Hallo Marc, sehr spannendes Buch wie bereits Blackout, allerdings noch naeher an der Realitaet. Und noch anregender fand ich schliesslich Deinen Aeusserungen zu Macht und Wert. Wir sind in der Tat an einer neuen Zeitenwende angelangt, wo es mal wieder ans Eingemachte geht. Vor 150 Jahren ging es um die industrielle Revolution und Nationalismus, welche einerseits zu den 2 Weltkriegen fuehrten und andererseits die Wiegen unserer jetzigen Demokratien hervorbrachten - politisch die christdemokratischen wie auch die sozialdemokratischen politischen Stroemungen in Europa und wirtschaftlich die Familienunternehmen, Cooperations wie aber auch Cooperatives/Genossenschaften. Die Welt hat die beiden Weltkriege ueberlebt, doch heute stehen wir mit der digitalen Revolution vor einer noch groesseren Herausforderung. Und wie Dein Buch aufzeigt, sind wir schon laengst wieder im Krieg. 11. September 2001 und vor allem der 1. weltweite Finanz-krise/-krieg seit 2007. Viele sprechen bereits von der naechsten Finanzkrise als dem endgueltigen Super-GAU. Und jetzt geht's nicht mehr nur um den Menschen, sondern um den Planeten Erde insgesamt. Macht und Kapital haben heute mit Hlfe von Neoliberalismus und Digitalisierung maximales Gewaltpotential. Und trotzdem gibt's Hoffnung, Identitaet liegt sowohl in lokalen Werten, die Gruppen enger verbinden wie auch in universellen Werten, die uns alle Menschen potentiel verbinden. Und von diesen Gruppierungen gibt's bereits Millionen. Ein spannender Kampf mit den alten Maechten mit offenem Ausgang. Auf jeden Fall inspierierend Dein Wissen und Ansatz!

Bestes bisher gelesenes Buch !

Von: Gianni Bonsignore Datum : 21.07.2017

Ich war auf der Suche nach einem spannenden Buch, dass nicht veraltet, sondern modern ist und wobei ich auch etwas lernen kann. Erst stieß ich auf BLACKOUT und kurz bevor ich es kaufen wollte erschien mir bei weitere Vorschläge ,,ZERO". Nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, war ich schon sehr beeindruckt und neugierig. Nun wo ich das Buch binnen kurzer Zeit gelesen habe, muss ich sagen, dass meine Erwartungen weit übertroffen worden sind. Die Spannung in ZERO hält andauernd an und steigert sich bis hin zum Ende, sodass einem an keiner Stelle langweilig wird. Zudem finde ich es sehr faszinierend, dass Marc Elsberg wahre Fakten im Roman liefert. In meiner Meinung gibt es nichts langweiligeres wenn alles frei erfunden ist und ein Buch nicht auf wahre Fakten basiert. Ich finde Lesen sollte Bilden und das wird hier erreicht. Ich wusste schon einiges über Datensicherheit, das Ausspähen von Daten usw. Aber nachdem ich nun ZERO gelesen habe betrachte ich alles nochmal aus einer ganz anderen Perspektive und bin teilweise echt schockiert was heutzutage so alles möglich ist.
Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch zu kaufen und zu lesen, ihr werdet sehn, dass man nicht aufhören will.
Und danke an Marc Elsberg für dieses tolle Buch. Sobald ich wieder etwas Zeit habe überlege ich mir ob mein nächstes Buch BLACK OUT oder HELIX sein soll.

Packender Politthriller

Von: marielle_bookworm Datum : 29.05.2017

https://paradiseforbookworms.wordpress.com/

Titel: Zero
Autor: Marc Elsberg
Reihe: Nein
Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 471 Seiten
Veröffentlichung: 17. Oktober 2016
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-373-410-093-2

Klappentext

London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen…

Lieblingszitat

„Letztlich sind den meisten Menschen Bequemlichkeiten und Sicherheit wichtiger als Freiheit und Unabhängigkeit. Damit wissen sie ohnehin nichts anzufangen.“

Inhalt

Die Journalistin Cynthia Bonsant befindet sich auf einem Tiefpunkt ihrer Karriere und taucht durch den Todes eines jungen Freundes ihrer Tochter in Welt von Datenspeicherung, Smartwatches und absoluter Kontrolle sowohl in der realen Welt als auch im Internet. Auf der Suche nach einer Erklärung für den Tod des Jungen gerät sie zwischen die Fronten von Regierung, Internetaktivisten und Datenspeicherdiensten. Es beginnt eine Jagd nach der Wahrheit, wobei sie nicht nur um ihr Leben bangen muss, sondern auch nicht Jedem trauen kann…

Cover und Gestaltung

Das Cover mit seinem schlichten in schwarz gehaltenen Cover trifft den Kern des Buches in meinen Augen perfekt. Ohne großen Schnick Schnack bildet der Titel „ZERO“ nicht nur den Charakter des Covers, sondern macht auch einen einschüchternden Eindruck. Genau dass, was ZERO im Buch auch erreicht oder erreichen möchte.
Im Innenteil des Buchumschlages findet der Leser erste Eindrücke anderer Leser aus namenhaften Redaktionen. Nicht nur bei diesem Buch finde ich solche Zitate eine gute Einstimmung auf das Buch. Immer wieder gern.
Das Buch beginnt mit einem Chatverlauf, den man zu diesem Zeitpunkt gedanklich noch überhaupt nicht einordnen kann. Dies ändert sich aber schnell von Kapitel zu Kapitel, da vor jedem Kapitel ein solcher Chatausschnitt zu finden ist. Gestalterisch ein guter Schachzug, der inhaltlich wenig Mehrwert bringt, aber ein schöne Idee ist.
Auch mit Zusatzmaterial zum Inhalt spart Marc Elsberg in ZERO nicht. Neben einem Glossar mit sämtlichen IT-Begriffen, welcher er sich bedient, lassen sich zusätzlich noch ein Bonusvideo der ZERO und ein Nachwort mit dem Titel „Macht und Wert“ finden. Grundsätzlich stehe ich ein solchem Bonusmaterial eher skeptisch entgegen, weil für mich die Geschichte mit dem letzten Satz erzählt werden sollte und keine Ergänzungen nötig sein müssten. Da der Inhalt, aber so nah an der Gegenwart ist und mich wirklich beeindruckt hat, habe ich das Zusatzmaterial wirklich verschlungen du hätte gern noch mehr gehabt. Hier werde ich definitiv weiter recherchieren.

Schreibstil

ZERO beginnt neben dem bereits erwähnten Chatverlauf im ersten Kapitel mit der Überschrift „Montag“. Es wird schnell deutlich, dass das ganze Buch sich wohl jeden Wochentag uns dessen Geschehnisse vornimmt. An sich find ich dies eine gute Idee, jedoch wurden die Kapitel dadurch teilweise extrem lang. Ein Ausgleich gelingt Elsberg, aber durch viele kurze Absätze mit wechselnden Schauplätzen. Dadurch bleibt der Lesefluss nicht nur erhalten, sondern die Spannung dauerhaft auf einem hohen Level. Also eine runde Sache. Dabei macht es dem Buch auch nichts aus, dass die Sprünge von Ort zu Ort und Person zu Person gegen Ende des Buches immer rasanter werden. ZERO lässt sich mit nur kleinen Tiefs flüssig lesen und macht Spaß, wenn man das bei diesem leicht mulmigen Ausblick in die „Zukunft“ so nennen kann.

Meinung

Bevor ich mit ZERO begann, habe ich mir ehrlich gesagt recht wenig Gedanken über die sozialen Netzwerke, Privatsphäre im World Wide Web oder auch alltagerleichternde Apps gemacht. Na klar sucht man sich ein möglichst gutes Passwort und ist überrascht, dass Facebook genau weiß, was man gestern erst bei Amazon gesucht hat. Dabei bleibt es aber dann auch. Marc Elsberg hat mir mit ZERO einen neuen Blickwinkel eröffnet, der mir es schwer macht daran zu glauben, dass man im Internet noch sicher ist. Die Frage ist doch, wie weit ist die Technik heute schon und zu welchen Informationen hat die breite Masse nur Zugang. Ein gruseliger Gedanke.
Während der gesamten Story hab ich mich immer wieder bei dem Gedanken erwischt, dass eine Welt mit kleinen Helferapps, die das gesamte Leben erleichtern, eigentlich gar nicht so schlecht ist. Bis mich Elsberg mit dem Verlauf der Story wieder auf den Boden der Gegenwart gebracht hat. Als Leser überlegt man immer wieder, wieviel der technischen Raffinessen, die er beschreibt sind heute schon gewohnte Praxis und was ist und bleibt zunächst Zukunftsmusik. Genau das macht ZERO auch so lesenswert – bekannte Fakten der heutige Zeit mit einem Hauch Fiktion machen das Buch spannend und regen gleichzeitig zum Nachdenken an.
Doch nochmal zum Anfang. Da ich kein geübter Leser von Politthrillern bin und der Letzte auch schon eine Weile her ist, benötigte ich schlappe 80 Seiten um in das Gewirr von FBI, Weißem Haus, The Daily und der Geschichte allgemein einzutauchen. Für meine Begriffe ein wenig lang, aber das durchkämpfen hat sich gelohnt und der Funke ist schließlich doch übergesprungen. Nachdem ich die anfangs verwirrenden Charaktere auch ohne Nachblättern ihren Institutionen zuordnen konnte, begann das Buch mir Spaß zu machen. Dabei hätte ich mit trotzdem im Fließtext noch die ein oder andere Wiederholung der jeweiligen Position der Person gewünscht.
Die Personen um Cynthia, die Journalistin mit dem Karriereknick und deren Redaktion, sowie FBI und Freemee wirkten für mich am Anfang noch recht oberflächlich. Auch konnte ich mir nicht so richtig erklären, warum Cynthia als Journalistin nur so wenig über den technischen Fortschritt zu wissen scheint. Wie es sich jedoch bei einem guten Buch gehört, gewannen die Charaktere zunehmest an Tiefe. Auch stellt man sich als Leser ständig die Frage, wer ist denn jetzt der Böse? ZERO, wie es anfangs den Eindruck macht oder doch das Startup Freemee oder die Regierung?
Inhaltlich bleibt Elsberg ständig am Ball und die Story nimmt mehr und mehr an Fahrt auf. Zwar hatte ich persönlich auch einige Tiefs, aber in seiner Gesamtheit nur wenig Schwächen. Aufgefallen ist mit dabei die Verfolgungsjagd in der Mitte des Buches. Diese wirkte auf mich sehr plastisch und was wohl als ein Spannungshöhepunkt gedacht war, blieb für mich eher ein Tiefpunkt. Viel spannender gestalteten sich für mich da eher der Weg hin zur erwähnten Verfolgungsjagd und die Geschehnisse danach.
Mit Beginn der letzten 100 Seiten nimmt die Geschichte extrem an Tempo auf und ließ mich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Der große Showdown war für mich dann auch schneller da als gedacht und Elsberg nimmt sich recht wenig Zeit für das Ende. Dies empfand ich jedoch auf keinen Fall als negativ. Solch ein kurzer aber gelungener Abschluss ist mir viel lieber, als ein endloser Epilog und definitiv gelungen.
Auch wird der Leser mit einigen offenen Fragen zurückgelassen. Wer steckt hinter ZERO und viele weitere Fragen, die an dieser Stelle zu stark spoilern würden bleiben offen und lassen den Leser ein wenig ratlos zurück. Ich persönlich bin ein Freund einer solchen Art von Enden in denen der Hauptstrang der Handlung geklärt ist und der Leser gleichzeitig noch viel Raum für eigene Gedanken hat.

Fazit

Nach meiner ausführlichen Meinung zu ZERO möchte ich mich im Fazit kurz halten. Marc Elsberg kreiert einen spannenden Politthriller mit einigen wenigen Tiefs (zu Beginn des Buches) in dem Zukunft und Gegenwart miteinander verschmelzen. Tolles Buch!

Toller Wirtschaftsthriller!

Von: Nenis Welt Datum : 09.05.2017

https://neniswelt.wordpress.com/

Zum Cover: Das Cover wirkt sehr interessant und ich finde auch die Farben gut gewählt. Der Hintergrund erinnerte mich sehr an Matrix, aber das ist ja passend zum Thema. ��

Zum Inhalt: Das Buch ist nicht in typische Kapitel aufgeteilt, sondern beginnt einfach mit „Montag“. So geht aus auch weiter. Ein Tag = ein Kapitel. Leider waren die Kapitel dadurch teilweise sehr lang, ca. 50 Seiten, was mich etwas gestört hat. Trotzdem war es angenehm zu lesen, da es viele Abschnitte in den Kapiteln gab. ��

Ansonsten viel mir der Einstieg ins Buch etwas schwer, aber nach ca. 50 Seiten war ich dann drin. Aufgrund des häufigeren Perspektivenwechsels, war ich während des Lesens öfter mal verwirrt und wusste nicht, wer jetzt wozu gehört. Das viel mir leider etwas schwer. Später habe ich gesehen, dass hinten ein Figurenverzeichnis abgedruckt ist. Ich habe natürlich nicht hinten ins Buch geguckt, bevor ich angefangen habe zu lesen.

Das Thema des Buches finde ich sehr interessant und hat mir gefallen. Durch dieses Buch habe ich mir mal wieder Gedanken über meine Daten gemacht und wo diese überhaupt alle gesammelt werden und von wem. Ein Buch, dass wirklich zum Nachdenken anregt! ��

Cynthia, die Protagonistin, war mir sehr sympatisch und hat mich etwas an meine Mutter erinnert, obwohl meine Mutter noch nicht mal eine E-Mail schreiben kann. Obwohl viele technische Begriffe vorkamen, konnte ich der Geschichte gut folgen. Alles wurde, dank Cynthias Unswissenheit, super erläutert. Von Cynthias Unwissenheit habe ich also profitiert! �� Und Cynthias Tochter Viola hat mich extrem an meine kleine 15-jährige Schwester erinnert! Eins zu Eins manchmal! ��

Auch das Bonusmaterial hinten im Buch hat mir gut gefallen und war ein kleines Highlight! �� Die Recherchen die Marc Elsberg dafür gemacht hat sind einfach unglaublich! Das Buch hat mich wirklich beeindruckt!

Dennoch konnte es mich manchmal nicht fesseln. Ich finde es ist geschrieben wie ein richtig guter Actionfilm und ich hoffe sehr auf eine Verfilmung, da ich finde, dass die Spannung dann noch besser zur Geltung kommen würde.

Fazit: Ein wirklich sehr spannendes und tolles Buch, aber ich kann dafür leider nur 4/5 Sternchen vergeben, da es mir dennoch nicht ganz umgehauen hat. Ich kann es jedem, der sich für Datensammler/- und verwerter interessiert, empfehlen. ��

Eine gelungene Geschichte, wo aber der gewisse Funke gefehlt hat :D

Von: Jacky Datum : 02.05.2017

https://exlibrisreadmorebooks.blogspot.de

Titel: ZERO - Sie wissen, was du tust
Auto/in: Marc Elsberg
Genre: Roman
Erschienen am: 26. Mai 2014
Verlag: blanvalet
Seiten: 471
Format: Taschenbuch/
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Preis: 9,99€/
19,99€
Kaufen? Hier! -> für das Taschenbuch
Hier! -> für das gebundene Buch
ISBN: 978-3-7341-0093-2 /
978-3-7645-0492-2

Berwertung insgesamt: ****

Klappentext

Sie wissen, WER wir sind,
WO wir sind- und WAS wir als
Nächstes tun werden...

London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge
erschossen. Sein Tod führt die Jounalistin Cynthia Bonsant
zu der gefeierten Inernetplattform Freemee. Diese
sammelt und analysiert Daten- und verspricht dadurch
ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr
Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht,
die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen
könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt.
Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren,
wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller
Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt
es kein Entkommen...


Zero´s Meinung

>>Jetzt sind wir also so weit<<, erklärt Zero.
>>Heute wurden in London zwei Menschen erschossen und mehrere
schwerverletzt, weil ein gelangweilter Jugendlicher auf
Menschenjagd ging. Mit einer schicken Datenbrille scannte er die
Passanten. Und das Ganze zeichnete er in seinem Freemee-
Profil auf. Was hat diesen netten Jungen zum Möchtegernsheriff
gemacht? Der Wunsch oder die Lust, aufzufallen? Aber man kann ihm
keinen Vorwurf machen. Schließlich sind da draußen alle auf Menschen-
jagd. Banken, Kreditkartenfirmen, Supermärkte, Autohersteller,
Kleiderproduzenten, alle. Suchmaschinen, so nennen sich manche
Inernetgiganten sogar. Es kümmert dich einen Dreck, was die über dich
wissen oder was sie mit diesem Wissen tun! Aber wehe, es passiert
etwas! Dann jammerst du! >Wie konnte das nur geschehen? Das
habe ich nicht gewusst!< Falsch! Das wolltest du nicht
wissen! Hauptsache, du hast es bequem! Wie lange wollt ihr euch
das noch gefallen lassen? Wehrt euch! Mich erwischt ihr nicht! Meine
Seele steht nicht zum Verkauf!<<

Dies ist die Geschichte einer schönen neuen Welt... Einer perfiden
Manipulation... Einer Bedrohung, die wir nicht sehen (wollen)...


Über den Autor

Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater
und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg
sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung >>Der Standard<<.
Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinen internationalen
Bestsellern BLACKOUT und ZERO etablierte er sich auch als Meister
des Science-Thrillers. Beide Thriller wurden von
>>bild der Wissenschaft<< als Wissensbuch des Jahres in der
Republik Unterhaltung ausgezeichnet und machten ihn zu einem
gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft.


Mehr Informtionen zu dem Autor und seinen Büchern finden Sie unter

www.marcelsberg.com


Besuchen Sie uns auch auf www.facebook.com/blanvalet und

twitter.com/BlanvaletVerlag


Erster Satz

">>Peekaboo777:
Alle bereit? Danach gibt es für keinen von uns mehr einen
sicheren Platz auf der Welt.<<"
______________________________________________

">>Hast du Steine da drin?<<, ächzt Cynthia Bonsant, als sie
einen Umzugskarton auf den Arbeitsplatz ihres neuen Tischnachbarn
wuchtet."

Meine Meinung

Das Cover gefällt mir sehr gut. Auch wenn es sehr schlicht gehalten ist, erkennt man im Hintergrund Zahlen, die super zur Computersprache gehören könnten. Der Titel "Zero" fällt dabei besonders heraus. Darum geht es ja auch:D, deshalb komme ich zu dem Entschluss, dass der Titel auch super für das Buch ausgesucht wurde.
Die Geschichte ist sehr überzeugend geschrieben und es wurde auch super gut recherchiert, was mich sehr überrascht hat. Das Buch durchleuchtet und greift sehr gut ein aktuelles Thema auf.
Jedoch fand ich ein bisschen enttäuschend, dass an manchen Stellen sehr viel gesprochen wurde und einem -trotz der Informationen, die dort aufkommen- langweilig wird. So kam es auch dazu, dass ich der Meinung bin, dass die Geschichte ihre Tiefe nicht so ganz getroffen hat.
Den Menschen die sehr, sehr vorsichtig sind, vor allem für alles, was mit Datenschutz und so weiter zu tun hat, würde ich den Roman nicht weiterempfehlen. Ich fand das Thema und die Informationen sehr interessant, jedoch hat jeder einen anderen Geschmack. Ich persönlich habe im Internet noch nie wirklich etwas von mir Preis gegeben, weshalb ich jetzt auch keine "stark betroffene" Person wäre.
Der Wechsel, wie zum Beispiel bei den zwei Charakteren Cyn und Vi-> Tochter von Cyn, war jetzt nicht gerade sehr sichtbar, jedoch konnte man gut erkennen, wann wer dran war. So war es meiner Meinung nach auch angenehm und flüssig zu lesen.
Leider sind die Charaktere nciht unbedingt gut beschrieben und auch eher eindimensional. Zudem ist das Personenverzeichnis erst am Ende, obwohl ich mir es gerne am Anfang gewünscht hätte, weil man sehr schnell durcheinander gekommen ist, wer jetzt wer ist, auch wenn am Anfang vielleicht eine Kleinigkeit von ihnen erzählt wurde.
Die Story ist super getroffen und ich bin echt beeindruckt, dass nicht irgendein Mist geschrieben wurde. Bis zum Schluss bleibt die Frage offen, denn kaum jemand spielt mit offenen Karten. Was ich gut fand war, dass man das Gefühlt hatte, dass jeder gegen jeden kämpfen muss und das es auch kein klassisches Gut gegen Böse gibt. Ab der Hälfte des Buches wurde es leider erst etwas spannender. Jedoch war dies dann auch wieder zu abgehackt für mich. Was ich auch toll fand, waren die Chatmitschriften von Zero zwischen den Kapiteln, welche nochmal einen anderen Blick auf die Dinge geworfen haben.

Als Fazit kann ich sagen, dass ich die Geschichte gut geschrieben und recherchiert finde, jedoch die Langeweile und noch andere Kriterien die Geschichte ein bisschen herunter gezogen haben. Es ist ein kritisches Thema, mit dem ich mich sehr gerne auseinandersetze und das zum anderen auch noch zum Nachdenken anregt.

Also: Eine gelungene Geschichte, wo aber noch der gewisse Funke gefehlt hat.

Ein Dankeschön an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Eure Jacky

Das Internet sieht alles

Von: Lena Kaspers Datum : 01.05.2017

deineweltmeinewelt.blogspot.de/

Inhalt
Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen. London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen.
Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten –
und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht,
die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt,
genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …


Meine Meinung
Dieses Buch ist nach Helix mein zweites Mark Elsberg Buch und ich glaube ich bin dadurch, dass Helix für mich ein absolutes Highlight war, mit zu hohen Erwartungen an dieses Buch heran gegangen und bin deswegen ein klein wenig entäuscht. Der Schreibstil war wieder klasse und auch das Wissen, das einem in diesem Buch übermittelt wurde wieder brillant. Die Protagonistin Cyn (Cynthia) war mir sympatisch und man hat bei ihr deutlich gemerkt,dass ihr das alles nicht geheuer ist, was die Technik da so alles über sie speichert und damit tut. Beim lesen kam es ab und zu Stellen wo ich dachte, warum geht es nicht weiter, es wird grade einfach alles 100 mal zerkaut. Ebenso habe ich noch 1 oder 2 Fragen die ich bis jetzt nicht beantworten konnte.
Ich weiß nicht, ob ich sie einfach nicht verstanden habe oder sich einfach nicht wirklich herauskristallisiert hat wer diese beiden Personen waren. Das Ende war mir einfach zu schnell und ich hätte gerne mehr gewusst was mit Freemee und Co jetzt passiert und wie die Regierung handelt. Aber ansonsten war es wieder ein tolles Marc Elsberg Buch mit einem sehr spannenden realitischen Thema, das wirklich aufmerksam darüber macht was das Internet alles jetzt schon tut. Auch wenn Marc Elsberg es hier natürlich ein wenig auf die Spitze treibt.


Fazit
Trotz mancher Länge bekommt dieses Buch 4 Sterne und sollte von allen gelesen werden die sich für Technik interessieren, die sozialen Netze verwenden und Marc Elsberg Bücher mögen.

Rezension zu "Zero"

Von: Zsadista Datum : 26.04.2017

zsadista.blogspot.de

Als bei einer Schießerei auf offener Straße ein Junge ums Leben kommt, tritt die Journalistin Cynthia Bonsant auf dem Plan. Der Junge wurde erschossen, weil er ihre Datenbrille an hatte und mit ihr einen gesuchten Verbrecher verfolgte. Doch anstatt von ihrem Chef gefeuert zu werden, soll sie heraus bekommen, wer sich hinter der Gruppe „Zero“ verbirgt. Denn nun tretet „Zero“ auf und hetzt gegen Datenbrillen, Cynthia und Datenkraken im Internet. „Zero“ macht aufmerksam wie die Firmen Daten im Internet sammeln und Geld damit machen. Ebenso fällt die soziale Plattform Freemee ins Auge. Unbemerkt manipuliert sie die User über sogenannte Act-Apps zu tun, was für Freemee gut ist. Unter anderem ihre eigenen Daten zu verkaufen. Der Internet-Sumpf ist tief und schmutzig und ausgerechnet Cyn, die nichts mit neuen Medien am Hut hat, wird hinein geworfen um Klarheit zu schaffen.

Big Brother is watching you! Nirgendwo passt der Satz besser, als in diesem Cyberthriller. Smartphones, Datenbrillen, Smart Watch, Tablet Computer … GPS und Internet überall. Videoüberwachung auf offener Straße. Ob Facebook, Freemee, Twitter oder sonstige soziale Plattformen, wir posten überall. Tagesabläufe, Bilder, Texte, Meinungen, Videos, Like hier Like da … doch wer denk noch daran, was mit all den Daten passiert. Nicht viel, denkt man sich jetzt und postet fröhlich weiter.

Auch wenn der Roman „Zero“ nicht für jeden interessant ist, sollte doch jeder einmal das Buch durchgelesen haben. Denn es ist erschreckend, wie leichtsinnig wir alle mit unseren Daten im Internet umgehen. Die Story an sich war nicht so ganz meines, Cynthia war mir absolut unsympathisch. Teilweise benahm sie sich wie ein pubertierender Teenager, der jedoch keinerlei Plan von modernen Medien hat … obwohl sie Journalistin ist. Allerdings fand ich die Berichte darüber, wie Firmen Daten sammeln, was alles möglich ist und wie wir überwacht werden, wirklich aufschlussreich und erschreckend. Nach dem Buch wird man wohl das ein oder andere Mal zweimal überlegen, was man im Internet anklickt oder postet.

Zero- Sie wissen was du tust

Von: boecker_och_te Datum : 18.04.2017

Zero ist für mich das erste Buch, das ich von Marc Elsberg lese.
Bereits am Anfang hatte ich Schwierigkeiten in das Buch einzusteigen. Ich hab zum Teil nicht gewusst wer, wer ist und in welcher Verbindung die Personen zueinander stehen. Auch fände ich es schöner, wenn das Personenverzeichnis bereits am Anfang gestanden hätte. Durch den ständigen Wechsel der Erzählperspektive war ich sehr verwirrt, da ich es anfangs nicht verstanden hab, da der Wechsel nur durch einen Absatz gekennzeichnet worden ist. Ich finde den Schreistil normal. Dennoch war ich oft gelangweilt und wollte nicht weiterlesen. Auch finde ich die Länge der Kapitel zu lang. Trotzdem befasst sich das Buch mit einem immer mehr ernst zunehmenden Thema. Ab der Verfolgungsjagd stieg bei mir die Spannung wieder. Leider konnte sich diese durch die häufigen Sprünge nicht stark entfalten. Dies fand ich sehr schade. Ebenfalls konnte ich mit den vielen technischen Begriffen kaum etwas anfangen und ich denke, dass es weiteren Lesern so ging, die keine/ wenig Kenntnisse darüber haben. Dennoch finde ich die Idee interessant und zeitnah. Auch die Chatverläufe aus der Sicht von Zero.

Fazit
Alles im allem finde ich das Buch gut. Es ist eine tolle Geschichte, die einige wachrütteln soll und man sich überlegt was man postest oder teilt. Dennoch gehört das Buch nicht zu meinen Lieblingen. Allerdings ist es sehr zu empfehlen für Leute, die sich für Technik und Internet begeistern.

Nicht so weit weg ...

Von: Wolfgang Fuller Datum : 05.04.2017

Habe vor kurzem ZERO gelesen. Hatte vorher gedacht naj, muss wohl alles übertrieben dargestellt sein. Fand aber die Story dann sehr überzeugend.
Und richtig gruselig finde ich das, was ich heute (beruflich) gefunden habe: http://www.actimage.de/referenzen/nurmut-smarthome-demenzpatienten
Ist zwar sicher gut gemeint, kommt aber den Apps in ZERO schon sehr sehr nahe.

Zum Nachdenken...

Von: Ilse Zemp Datum : 03.04.2017

Nun, ich hab's nicht so mit dieser Technologie und zum Glück ist unsere Stadt (noch) nicht so überwacht. Hab' aber trotzdem mit Freunden darüber geredet und die sind voll der Meinung, dass wir nicht mehr weit davon entfernt sind.

Spannend bis zum Ende!

Von: Atelier Maikind Datum : 27.03.2017

https://ateliermaikind.wordpress.com/?ref=spelling

Inhalt:
London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken … (Quelle: Verlag)

Als erstes fiel mir an diesem Buch auf:
Natürlich das Cover. Ich war sofort verliebt in dieses düstere Blau-Schwarz Farbmuster. Diese Farbgestaltung ist fast schon standart bei den Büchern von Marc Elsberg. Ich liebe dieses Cover einfach. Es ist simpel, aber effektiv.

Mein Lieblingscharakter waren:
…dieses Mal mehrere. Jedes Mitglied von ZERO war einfach grandios. Man hat sie niemals wirklich gesehen, kannte keine Namen, aber trotzdem sind mir ihre Webvideos und Chats im Gedächtnis geblieben. Leider wurden nicht alle Mysterien um diese Gruppe am Ende des Buches gelüftet, aber vielleicht macht gerade das den Reiz um ZERO aus.

Die größte Überraschung war:
…Der Anfang des Buches. Ich bin sanfte, teilweiße langatmige, Buchanfänge gewohnt. „ZERO“ hat mir keine Zeit gelassen. Ich wurde sofort ins kalte Wasser geworfen- ohne Vorwarnung. Eine weitere Überraschung war das Ende, welches mich leider nicht wirklich zufriedengestellt hat. Ich hatte einfach noch zu viele Fragen, die mir nicht beantwortet wurden. Viele dieser Fragen gingen in Richtung ZERO. Meine Neugierde, wer die Mitglieder wohl im realen Leben sind, ist einfach zu groß- doch die Antwort darauf werde ich wohl nie hören. Manche Dinge bleiben nun mal geheim.

Der Schreibstil:
„ZERO“ war mein erstes Buch von Marc Elsberg. Natürlich habe ich vorher schon vieles über seinen Erfolg gelesen, aber ich war zu skeptisch um mit einem seiner Bücher zu beginnen. Doch dann kam „ZERO“ mit dem Themen Internet und Hacking- ja, ich konnte einfach nicht widerstehen. Naja, was soll ich sagen? Marc Elsberg hat meine Erwartungen, die wirklich sehr hoch waren, nochmal übertroffen. Dieses Buch hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Zu Beginn hatte ich ein wenig Sorge darüber, ob ich die ganzen technischen Details überhaupt verstehe, aber es wurde alles perfekt erklärt.
Also: Falls ihr keine Ahnung von Computern habt, macht nichts, dieses Buch werdet ihr trotzdem verstehen.

Das Buch:
…spielt hauptsächlich in London und im Internet. Zwischendurch gibt es auch einige kleinere Ausflüge ins FreeMee Hauptquatier in New York. Wir erleben die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive von Cynthia Bonsant, aber auch das FBI und einige Freemee Mitarbeiter lassen uns an ihrer Geschichte teilhaben.

FAZIT
Euch interessiert die Thematik Internet/ Hacking kombiniert mit einem Thriller? Dann lest dieses Buch! Ihr werdet es nicht bereuen. Meinetwegen hätte dieses Buch noch ewig weitergehen können.Das Ende hat mich leider etwas sprachlos zurückgelassen- in zweierlei Hinsicht. Auch Menschen, die wenig von Computern oder Hacking verstehen, sollten sich von diesem Buch nichts abschrecken lassen. Mein erstes Buch von Marc Elsberg ist mein bisheriges Monatshighlight- 4 von 5 Sternen!

Beängstigend wie man uns analysieren kann anhand ein paar Daten...

Von: sunhineamdbooks1410 Datum : 25.03.2017

https://www.instagram.com/sunshineandbooks1410/

Inhalt: Mit einer Datenbrille spazieren die drei jungen Menschen Vi, Eddie und Adam durch London und checken fremde Menschen aus. Bis sie auf einen gesuchten Straftäter treffen und die Situation aus den Fugen gerät. Dabei gibt es Tote. Cynthia Bonsant, Journalistin und Mutter von Vi, nimmt sich dem Skandal an und stößt auf Freemee. Freemee sammelt Daten und anhand der Daten werden sie analysiert. Sie wollen die Welt besser machen was ihn anfangs auch gelingt, doch umso mehr Cynthia recherchiert um so gefährlicher wird es für sie...
.
Meinung: Ein sehr interessantes und aktuelles Thema, welches sehr realitätsnah wenn nicht teils aus dem Leben gegriffen ist. Für die Geschichte sollte man Zeit und Konzentration haben, denn eine locker leichte Lektüre ist das definitiv nicht! Mit seinen 495 Seiten war mir das Buch nur etwas zu dick, da man schon schnell den richtigen Riecher hat, was als nächstes passiert. Habt ihr euch schon mal die Gedanken gemacht, wo ihr eure Daten überall preis gebt? Mich hat das Thema schon sehr schockiert, da uns ja bekannt ist das unsere Daten analysiert werden und wir wissen nicht was mit ihnen weiter passiert. Ich muss zugeben, mir fällt es recht schwer da eine ordentliche Meinung zustande zu bekommen.

Sehr spannend

Von: Sunshineladytest Datum : 07.03.2017

sunshineladytest.de/

Zero sie wissen was du tust

Marc elsberg

Ist ein Buch was momentan einen ziemlichen Hype hat .

Was zugegeben neugierig macht , andererseits mich immer vorsichtig , da das nicht immer ein garant für gut ist.

Andererseits packte mich dann der Klappentext so sehr das ich neugierig war.

Das Cover naja ganz nett, aber hätte mich jetzt ohne guten klappen Text nicht zum kaufen überredet .

Die Gefahren des Internet werden gut deklariert .

Eine neue Internet Plattform ist quasi Hauptthema dieses Buches .

Eine Plattform wo jeder gespeichert wird .

Klar wird einem anfangs sugeriert das dies soo viele Vorteile mit sich bringt.

Klar erleichtert dies einiges aber dann wird auch klar im Laufe der Story wie gefährlich es auch ist und das untertauchen in so einem Falle garnicht machbar wäre . Smartphones etc. Wir sind heutzutage ja überall vernetzt.

Dies ist in dem Buch einfach noch krasser dargestellt und das Thema finde ich sehr zeitgemäß aufgefasst.

Natürlich gibt es auch dort Leute die nicht nur dafür sind und einer der besonders gegen all das ist lebt sehr gefährlich .

Man hibbelig sehr mit und man kann sich sehr viel selber dazu denken wie man selber noch handeln würde.

Aber eben das fiel mir auch so leicht , weil es eben genau mein Thema ist.

Finde ich halt alles sehr auf den Punkt und geht für mich nicht in Science Fiction .

Denn es ist ja schon alles so digitalisiert .

Ob das gut sein mag, sollte man nach diesem Buch für sich nochmal überlegen und selber entscheiden wieviel er von sich selber preisgeben möchte und was man dann doch lieber für sich behält.

Aber selbst beim bloggen fängt es ja schon an, das man ein Impressum haben muss und alleine da schon für meinen Geschmack sehr viel preisgeben muss.

Für meinen Teil gesehen leider . Aber naja alles hat seine vor und seine Nachteile nur man sollte grade im Netz bedacht vorgehen mit seinen Infos , das macht eben dieses Buch nochmal sehr deutlich .

Fesselnd bis zur letzten Seite wie ich finde . Sehr happy damit .

Hochaktuell und hochspannend

Von: Krimisofa Datum : 27.02.2017

https://krimisofa.com

Wer nichts anstellt, hat auch nichts zu verbergen, oder? Unsere Daten sind sicher, das Internet ist ein Segen. Nie wieder hinausgehen – wozu denn? Heute kann man von Zuhause arbeiten, einkaufen und seine Kontakte kann man auch pflegen – alles übers Internet. Man braucht nicht mal mehr einen PC, ein Smartphone genügt dafür. Das ist toll – oder etwa nicht?

Marc Elsberg zeichnet in seinem Buch „ZERO – Sie wissen, was du tust“ ein düsteres Bild unserer Zukunft; einer Zukunft, die näher ist, als uns lieb ist. Einer Zukunft, in der uns soziale Netzwerke vorgaukeln, dass wir Herr über unsere Daten sind, dass nur wir über sie verfügen – und mit denen wir nicht nur Geld verdienen können, sondern unser ganzes Leben verbessern können. „ZERO“ ist ein modernes 1984, das frappierende Ähnlichkeiten mit der Folge „Abgestürzt“ der britischen Serie „Black Mirror“ hat. Die Entwicklungen, die Elsberg in seiner Dystopie zeichnet, gibt es teilweise schon – zum Beispiel in China, wo Menschen Punkte sammeln, die ihr Leben ausrichten; zu wenig Punkte – kein Kredit, keine schöne Wohnung, kein guter Arbeitsplatz. Elsberg übertreibt mit seiner Geschichte also keineswegs – denn das, was sie beschreibt, könnte unser Leben in fünf Jahren sein.

Ich finde diese Thematik hochinteressant, Michael Hübner hat sie in „Todesdrang“ bereits angerissen, Elsberg behandelt sie noch intensiver – so intensiv, dass man meinen könnte, der Plot ist nur Mittel zum Zweck für das, was uns Elsberg eigentlich sagen möchte. Die Charaktere sind gut gelungen – Cynthia, die eher konservative Journalistin; ihre Tochter Vi, die voll in den sozialen Netzwerken aufgeht; Anthony, der typische Sensationsjournalist – und die Geschichte gut aufgebaut; mit Schauplätzen, die uns rund um die Welt führen.

Elsberg verrät uns zwischen den Zeilen, wo er eigentlich herkommt, denn mir war völlig unbekannt, dass er Österreicher ist. Aber unter anderem baut er ein Zitat ein, das fälschlicherweise einem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler zugeschrieben wird und er beschreibt Wien detaillierter als alle anderen Städte in dem Buch – diese Subtilität gefällt mir und macht den Autor sympathisch, denn weder geht er mit seiner Herkunft hausieren, noch biedert er sich beim deutschen Publikum an; besonders Letzteres passiert leider öfter.

Das Buch hat keine nummerierten Kapitel, sondern ist in Tage und Absätze unterteilt – bei Szenenwechsel, die von einer Seite zur nächsten geschehen, kann es passieren, dass man den Szenenwechsel nicht auf Anhieb mitbekommt. Außerdem kommt bei manchen Strängen nicht klar heraus, welche Institutionen die dort auftretenden Figuren vertreten, und wenn es anfangs erwähnt wird, gerät es möglicherweise in Vergessenheit. Zwar gibt es am Ende ein Verzeichnis, in dem alle Charaktere und Institutionen aufgelistet sind, aber in der Regel findet man das erst, wenn man die Geschichte fertig gelesen hat.

Fazit: ZERO ist ein hochaktuelles Buch mit einer soliden und spannenden Geschichte, in der komplexe Dinge plastisch erzählt werden. Dennoch könnte es für Internet-Noobs etwas kompliziert werden – man sollte also ein Mindestmaß an Interesse für das Thema mitbringen, selbst wenn im Glossar am Ende die meisten Begriffe erläutert werden.

Oma

Von: Oma Datum : 22.02.2017

hat Zero dem Opa geschenkt. In der Kulturzeit haben wir Ende 2016 das Marc Elsberg Interview gesehen. Da gestand mir mein Mann ein, das er auf dem Kindle Blackout schon verschlungen hat. Mir wurde klar, dass auch ich zu der Leserschaft zählen werde. Noch hat er es nicht in die Hände bekommen. Ich habe es heute durchgelesen.

Danach habe ich alle emails gelöscht, in dem Wissen der Bedeutungslosigkeit der Tat.
Mein Smartphone habe ich mir erst vor einem Jahr zugelegt, weil ich von der Zeit als Handy- Pionier (dienstlich) die Nase voll hatte. Ich spüre heute noch die Strahlen in mein Ohr dringen von diesen Kloppern. Und dieses Ständig erreichbar sein!!!

Instinktiv wurde ich nie zum Nutzer von sozialen Netzwerken, fühle mich wohl dabei, genieße aber durchaus die zahlreichen Möglichkeiten des Netzes.

Ob ich nicht vielleicht doch lieber wie einer unserer Freunde nur noch im Laden einkaufe, cash natürlich, die PIN der ec- Karte nicht kenne und vergesse, wie man einen pc hochfährt? Und das Smartphone ...einer Bettlerin schenke?!!!

Kann man sich so aus der Nummer rausmogeln?

Die Antwort von Zero/ Marc Elsberg ist ein klares NEIN. Wo er recht hat, hat er recht.

Doch was tun? Ich habe angefangen und werde weiter darüber nachdenken. Das macht gute Literatur aus. Danke dafür!

Eine Frage hätte ich, wenn gleich wir hier wohl eher nicht in einem Chat sind.

Warum lässt Zero so lange auf die englische Übersetzung warten??? Wir haben das Buch nach England per Amazon.co.uk verschenken wollen. Ich war schlampig, kam nicht auf die Idee, die Sprache zu überprüfen. Father Christmas packte es in polnisch aus!!! Das sagt alles schon sehr viel.

Oma bleibt dran.
Jetzt will ich das mit dem Blackout auch noch wissen! Habe einer Bekannten, die es schon gelesen hat, mit der Wünschelroute ne Wasserader im Garten gesucht. Das wird so wenig wie emails- Löschen helfen!

Wir sind gefragt, alle.

Wer liest hier eigentlich so...!?

leider mangelt es an Spannung

Von: Buchmagie Datum : 20.02.2017

www.team-buchmagie.de/zero-von-marc-elsberg/

„Sie wissen, WER wir sind, WO wir sind – und WAS wir als Nächstes tun werden …“



In seinem Roman „Zero“ führt der Autor Marc Elsberg seinen Lesern wieder einmal ein sehr aktuelles und gut recherchiertes Thema vor Augen. Viele Menschen nutzen Kunden- und Kreditkarten oder tragen über ihr Smartphone persönliche Daten in die Welt hinaus, doch macht man sich dabei wirklich darüber Gedanken was mit diesen Daten noch weiter passiert? Marc Elsberg führt uns daher ein sehr erschreckendes und realistisches Szenario vor Augen. Das Schockierenste daran ist allerdings, das All dies bereits heute möglich ist.

Inhalt des Buches:

In London wird bei einer Verfolgungsjagd ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zur gefeierten Internetplattform Freemee. Diese Plattform sammelt und analysiert von mehreren Millionen Nutzern die Daten und verspricht so mehr Erfolg und ein besseres Leben. Einzig ZERO, der meistgesuchte Online – Aktivist der Welt warnt vor den Folgen. So fängt Cynthia genauer zu recherchieren und wird in einer Welt voller Kameras und Datenbrillen bald zur Gejagten.

Meinung:

Mit über 500 Seiten bietet der Autor seinen Lesern einen sehr komplexen Roman. Leider wirft er zu Anfang sehr viele Personen in die Handlung, es gibt zu viele Fachbegriffe und auch an Handlungsszenen gelangt man schnell von einer in die Nächste, alles wirkt hier sehr konfus und durcheinander gewürfelt. Es war sehr schwer den Einstieg in dieses komplexe Werk zu finden. Ich musste förmlich mit mir ringen das Buch nicht einfach wieder in das Buchregal zurück zu stellen.

Dabei klang die Story durchaus vielversprechend und spannend und da ich bereits ein anderes sehr spannendes Werk des Autoren gelesen hatte, hatte ich mich auf diese Lektüre gefreut. Doch hier war es einfach von Allen zu viel, zu viel Wechsel der Erzählperspektiven, zu viele technische Begriffe und zu viele Personen und dazwischen nicht einmal Spannung.

Das Konstrukt das der Autor uns liefert ist schon erschreckend, aber hier muss man sich wirklich beim Lesen durchkämpfen, es war insgesamt ein sehr anstrengendes Lesen und es viel mir schwer mich auf die Lektüre einzulassen. Dies sollte bei einem guten Roman nicht vorkommen.

Fazit:

Aufgrund des sehr konfusen Einstieges, verliert man sehr schnell die Lust am weiterlesen. Ebenfalls mangelt es in diesem Roman enorm an Spannung, hier heißt es wirklich sich beim Lesen durchkämpfen, denn das Szenario das uns der Autor liefert ist hervorragend und führt uns so manches auf erschreckende Weise vor Augen.

Zero - Sie wissen was du tust!

Von: Elizzy Datum : 15.02.2017

https://readbooksandfallinlove.wordpress.com/

Zusammengefasst
Cynthia Bonsant ist noch eine Journalistin der alten Schule, deshalb tritt sie den vielen neuen technischen Hilfsmittel, die Sie zum Arbeiten erhält noch etwas misstrauisch gegenüber. Als Anthony, ihr Chefredakteur, ihr eine Datenbrille zur Verfügung stellt, weiss sie zu Anfangs nicht so recht, wie sie damit umgehen soll und muss sich dementsprechend von ihrer Tochter Vi so einiges anhören, als diese dann fragt, ob sie die Brille mal ausleihen darf, sagt Cyn ihr zu. Doch damit was danach geschieht, konnte sie nicht rechnen.
Als die Datenbrille nämlich einen Verbrecher wieder erkennt, begeben sich Vi und ihre Freunde in tödliche Gefahr. Dies erreicht auch in den Medien grosse Aufmerksamkeit und plötzlich gerät Cyn ins Visier mächtiger Leute.
Und da wäre dann auch noch Zero, der den Präsidenten ins lächerliche gezogen hat und sich durch seine Art nicht bei jedem beliebt macht. Als ob dies für Cyn nicht schon genug Rummel wäre, muss sie feststellen, dass ihre Tochter sich durch Apps, beeinflussen lässt und beinahe alles macht, was diese von ihr verlangen.
Doch obwohl sich ihre Tochter durch diese Apps positiv verändert hat, muss sich Cyn fragen, wie viel Kontrolle ist zu viel und wann genügt es mal?
Darüber Gedanken gemacht
Zu Anfangs wird man durch den öffentliche Auftritt von Zero direkt ins Geschehen geworfen und sofort wird einem klar; hier geht es um Privatsphäre und Überwachung vom Staat. Denn Zero ist eine Untergrund Aktivisten Gruppe, die sich dafür stark macht, dass die Privatsphäre von Menschen besser geschützt wird - und dies mit dem Motto;
Wer Überwacht eigentlich die Überwacher und wer diese?
Eine spannende Frage, die öfters auftaucht aber durch die vielen zwischen Geschichten plötzlich immer mehr in den Hintergrund fällt. Denn die Geschichte handelt auch von Cyn und ihrer Tochter Vi, die sich durch verschiedene Apps einer Firma Namens Freemee sagen lässt, was sie wie und wann tun soll. Ihre Mutter ist zu Anfangs sehr mit der Situation überfordert und fragt sich immer mehr, wie es so weit kommen konnte.
"Wir sind halt so aufgewachsen, Mobiltelefone und das Internet kamen vor meiner Geburt in die Welt. Eure Generation hat diese Welt für unsere gebastelt. Wir waren das nicht. Also regt euch nicht darüber auf."
"Unsere Generation? Ich habe mein Tagebuch noch mit einem Schloss versperrt." S. 129 / Zero
Doch sie realisiert, hinter dieser Firma muss mehr stecken. Hat Zero sogar recht? Werden unsere Daten ständig ausgewertet und sogar auch gegen uns verwendet?
Als sich ihr Chefredakteur dazu entschliesst eine Jagt auf Zero zu veranstalten schliesst sich Cyn widerwillig dabei an, doch als sie ihrer ersten heissen Spur nachjagen gerät Cyn selbst plötzlich in grosse Gefahr und erhält dabei von unerwarteter Seite Hilfe.
Kommt sie hinter die grosse Verschwörung oder werden noch weitere Menschen in Gefahr geraten?
Gefiel mir sehr 
Ich mochte zu Anfangs sehr, mit wie vielen Informationen Zero den Leser füttert und dabei immer Fragen aufwirft, die man sich viel zu selten stellt. Man geht heutzutage immer unvorsichtiger mit seinen Daten um und stellt von Anfang an viel zu viel Online. Auch ich bewege mich auf Social Media Plattformen und muss mir immer wieder selbst sagen; Dies geht nur mich was an und ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht - diese Daten sind persönlich und werden nicht Online gestellt! Denn viele vergessen öfters, dass das Internet NIE vergiesst.
"Und Kontrolle? In dieser vernetzten Welt ist Kontrolle über dein Leben eine Illusion! Willst du die Vorzüge der modernen Zivilisation geniessen, kannst du sie nicht ohne die andere Seite der Münze. Und das sind wir, die digitalen Vernetzer und Steuermänner." S. 338 / Zero
Ausserdem mochte ich Cyn, denn im Gegensatz zu allen anderen war sie noch die einzige, die der ganzen Sache mit den Datenbrillen und Co. noch misstrauisch gegenüber war. Die einzige, die noch selbst dachte ohne sich alles von den Gadgets sagen zu lassen.
Gefiel mir nicht
Leider waren mir zu viele Menschen bzw. "Gruppen" an der Geschichte beteiligt. Es kamen so viele Namen vor und bei manchen bin ich mir jetzt noch nicht sicher zu wem sie gehört haben. Meiner Meinung nach hat dies die Geschichte unnötig verkompliziert und den Lesefluss gestört.
Ausserdem hätte ich weitaus mehr von Zero gelesen und weniger über Freemee. Denn teilweise waren die Gespräche zwischen den Freemee Leuten so technisch, dass ich sie nur kurz überflog.
Die Geschichte wurde so unnötig in die Länge gezogen und die Spannung, die zu Anfangs wirklich gut aufgebaut wurde floppte im letzten Drittel leider etwas ab. Obwohl gerade gegen Schluss ein Buch noch einmal alles geben sollte!
Schreibstil & Cover 
Der Schreibstil war im grossen und ganzen okay, manchmal zu technisch doch die  "Chats" an manchen stellen konnten dies ein wenig auflockern.
Das Cover ist toll und passt perfekt zu den anderen beiden Büchern von Marc Elsberg.
Fazit
Alles in allem war dies ein spannendes Buch, dass aber hier und da so seine schwachen Stellen hatte. Obwohl ich das Thema wichtig finde und es vor allem in der heutigen Zeit eine grössere Bedeutung einnehmen sollte, fehlte mir der rote Faden. Deshalb gibt es auch gut gemeinte 3 von 5 Herzen.
Bewertung
Buchlänge ♥♥♥ (3/5)
Schreibstil ♥♥♥ (3/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)

ZERO. Sie wissen, was du tust

Von: Nicole Plath Datum : 05.02.2017

www.nicole-plath.de

Dank Freemee kann jeder Freemee-Nutzer sein Leben verändern. ActApps helfen bei Ernährung, Sport, Schule und vielem mehr. Also eine schöne neue Datenwelt? Dank Smartwatches, Smartphones und Datenbrillen weiß Freemee alles über seinen Nutzer und gibt Tipps für alle Lebenslagen. Hält sich der Nutzer daran, erhöht sich sein persönlicher Wert.

Doch ist Freemee wirklich harmlos und eine echte Hilfe bei Problemen? Als ein Jugendlicher durch eine Datenbrille einen gesuchten Verbrecher entdeckt, begibt er sich auf Verfolgungsjagd. Diese bezahlt er mit seinem Leben. Aber was kann schon Freemee dafür? Der Mensch ist doch frei in seiner Entscheidung, oder?

ZERO macht mit Videos darauf aufmerksam, was die Datensammlungen von Freemee und anderen bekannten Programmen anrichten und welche Macht diese durch die gesammelten Daten haben. Journalistin Cynthia Bonsant erhält den Auftrag, herauszufinden, wer hinter ZERO steckt. Doch je näher sie ZERO kommt, desto gefährlicher wird die ganze Angelegenheit auch für sie.

Der Roman ZERO von Marc Elsberg spielt nicht in einer nahen Zukunft. Er spielt im Heute – oder vielleicht auch schon im Gestern, denn die Geschwindigkeit, mit denen sich die Technik ändert, ist rasant. Während sich die Journalistin erst mit den aktuellen technischen Möglichkeiten vertraut machen muss, gehört ihre Tochter zu den eifrigen Nutzern und Befürwortern von Freemee. Sie ist sich auch der Risiken bewusst. Beide Figuren stehen hier für die unterschiedlichen Meinungen, die man über die ganze Technologie haben kann.

Überall beobachten Kameras das Geschehen. Smartwatches und Smartphones bestimmen den Alltag. In Echtzeit übertragen Menschen ihre Mitteilungen in das Internet. Jeder ist ein Reporter geworden und lässt andere Menschen an seinen Erlebnissen teilhaben. Niemand kann sich dem entziehen.

Die Kapitel sind übersichtlich aufgebaut und der Schreibstil ist flüssig. Der Leser fliegt förmlich durch das Buch und erkennt wohl auch den ein oder anderen eigenen (?) Gedanken und wieder. In einem Glossar am Ende des Buches werden die wichtigsten Begriffe erklärt.

Es ist eines der Bücher, die einen auch nach dem Lesen nicht loslassen. Der Leser sollte im Anschluss den Text „Macht und Wert“ am Ende des Buches lesen. Dieser packende Roman verursacht schon alleine dadurch eine leichte Gänsehaut, dass er aufzeigt, wer schon heute was über uns weiß und wie leicht der Mensch doch beeinflussbar ist.

Gehören meine Gedanken wirklich noch mir? Sind es überhaupt noch meine Gedanken oder soll ich nur glauben, dass sie es sind? Weiß ein Computer-Programm mehr über mich als ich selbst? Wird man nun paranoid, nur weil man diese Gedanken hat? Viele Fragen bleiben.

Für den ein oder anderen Leser mag die Geschichte erst mal ein Schreck sein, doch sie ist ein Abbild der heutigen Wirklichkeit. Vi, die Tochter der Journalistin, sagt dazu einige interessante Sätze, die ich natürlich hier nicht verraten werde. Lest das Buch und ihr werdet verstehen, was ich meine.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Blanvalet-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

Wie die Sammlang der Daten eskalieren kann

Von: Katrin Schüßler aus Hann.Münden Datum : 31.01.2017

Dieser Roman ist nichts für Menschen die paranoid sind vor allem alles was Datenschutz anbetrifft.
Zero ist eine Gruppe Menschen, die im Internet Aufmerksamkeit auf sich ziehen, durch ihre Videos in denen sie sozialen Netzwerken ,vor allem dem Programm freeme, vorwerfen sie würden unsere Daten missbrauchen und die Menschen manipulieren ohne, dass sie es merken. Die Journalistin Cynthia Bonsant soll eigentlich nur darüber berichten. Dabei benutzt sie eine Datenbrille, die sie ihrer Tochter, Vi, leiht, dabei spüren die Jugendlichen einen Verbrecher auf und Vis Freund wird erschossen. Wenn Cynthia bereits das Ganze misstrauisch betrachtet hat, dann wuchs ihr Misstrauen jetzt noch mehr. Bei ihren Recherchen findet sie heraus, wie das Programm freeme durch die ActApps die Menschen manipuliert und sie verändert. Auch ihre Tochter hat sich dadurch verändert, zwar war die Veränderung postitiv trotzdem macht es Cynthia Angst. Durch ihre Verfolgung auf Zero findet sie mehr Informationen undwechselt die Seiten und wird selbst zur Zielscheibe.
Es ist ein sehr spannender Roman, den man nicht aus der Hand legen will. Am liebsten würde man nach diesem Roman sich aus allen sozialen Netzwerken löschen. Hier wird einem bewusst wie sehr die sozialen Netzwerke uns manipulieren ohne das wir es merken. Andere Menschen manipulieren ihre Mitmenschen und verdienen damit sehr viel Geld. Dieses Buch stimuliert einen vieles zu hinterfragen und die Augen offen zu halten.

Kein zurück

Von: wal.li Datum : 28.01.2017

wallis-buechersichten.blogspot.de/

Von Drohnen erwischt werden der amerikanische Präsident und Sicherheitsleute. Schon bald taucht ein Video von der Aktion auf, das sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Und der Präsident ist not amused, denn seine panische Reaktion wirkt im TV etwas lächerlich. Zero hat nicht nur dieses Video erstellt. Immer wieder tauchen seine Botschaften im Netz auf, in denen die Machenschaften der Datenkraken dokumentiert werden. Die Journalistin Cynthia Bonsant steht diesem ganzen Elektro-Internetkram sehr skeptisch gegenüber. Nur wiederwillig nimmt sie von ihrem Chef eine Datenbrille entgegen, die sie in ihrer Berichterstattung über Zero nutzen soll. Allerdings ist sie neugierig und probiert die Brille aus. Fast erliegt sie den gebotenen Möglichkeiten.

Spannend ist die Jagd Cynthias und ihrer Kollegen nach Zero, die Suche nach kleinsten Hinweisen, die Zero vielleicht hinterlassen hat. Das sich hineindenken in einen Terroristen oder ist es doch eher ein Rebell. Cynthias Tochter Viola steht der Technik wesentlich aufgeschlossener gegenüber und sie erklärt ihrer Mutter die Arbeitsweise der Brille und der Datenkrake, die die Brillen verteilt. Wird Cynthia etwa alt, kommt sie nicht mehr mit? Oder sieht sie hier eine Entwicklung, die in eine üble Richtung führt? Immer tiefer steigt die Journalistin in die Recherche ein.

Unbefangen geht man vielleicht an diesen Roman heran. Zunächst erscheinen die Erklärungen technischer Vorgänge, solche über Informatik und Statistik etwas hemmend für den Lesefluss. Doch wenn einmal der Bezug zur heute schon vorhandenen Computerwirklichkeit hergestellt ist, wird es einem so langsam aber sicher richtig unheimlich. Schließlich geht es nicht nur um die eher positiven Nutzen der irren Datensammelwut, der wir alle heute ausgesetzt sind. Jeder Computer, jedes Smartphone, jede Smartwatch, jede Kundenkarte und was nicht alles mehr. Unendliche Datenmengen, die freiwillig preisgegeben werden. Ist es dann nicht wirklich sinnvoll, selbst Herr über die Daten zu sein und sie zu vermarkten. Ein Gedanke, den sich in diesem Buch eine Firma zunutze macht. Doch natürlich endet es nicht damit, den Nutzern zu helfen, die Herrschaft über ihre Daten zu behalten. Nein, gegen ein geringes Entgelt, können die Nutzer sich auch verbessern. Und so geht es weiter, es werden die Psychotricks und Manipulationsmöglichkeiten angewandt, denen man sich eh kaum entziehen kann. Und hier werden sie dann auch noch bis zum Exzess angewandt und individualisiert. Je weiter man liest, desto unheimlicher wird die Geschichte und je mehr Vergleiche fängt man an zu ziehen mit dem Alltag, den man täglich erlebt. Man fragt sich, läuft sowas schon, ist man selbst lenkbar. Sollte man jegliches Internet meiden und sich einen Käfer kauten, um wenigstens nicht bei jedem Schritt geortet werden zu können. Man kann dem nicht mehr entgehen, aber wenn man sich einige Pressemeldungen dieser Tage anschaut, dann schaudert es einen, ob der Möglichkeiten, die vielleicht bestehen und die vielleicht auch schon genutzt werden. Ein Buch, an dem man nicht vorbeigehen sollte.

4,5 Sterne

Orwell 2017

Von: Hannelore Tüchler Datum : 24.01.2017

Man wird fast paranoid wenn man dieses Buch liest. Je weiter man kommt, umso schlimmer wird es. Am Ende ist man froh, dass es nur fiktiv ist, aber ist das auch sicher ?????

Im Bann medialer Gehirnwäsche

Von: Patno Datum : 15.01.2017

www.nichtohnebuch.blogspot.de

Schon lange steht der Autor Marc Elsberg auf meiner "Muss-ich-unbedingt-lesen-Liste". Herzlichen Dank an dieser Stelle an den Blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Cynthia Bonsant ist Jounalistin bei der Zeitschrift Daily und arbeitet bevorzugt mit altbewährter Technik. Doch dann bekommt sie eine neue Datenbrillen zum Testen. Cynthia überlässt sie kurz ihrer Tochter Viola. Kurz darauf identifiziert Violas Freund mit der Brille einen Verbrecher. Bei dessen Verfolgung kommt es zu einem folgenschweren Ereignis. Cynthia ist total fertig und beginnt zu recherchieren. Dabei stößt sie auf die Internetplattform Freemee, die die Daten von Millionen Nutzern sammelt und analysiert. Die Nutzer versprechen sich von Freemee ein besseres Leben und übersehen die Gefahr. Nur Zero, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt warnt vor der enormen Macht der Plattform. Aufgrund Cynthia's aktiver Spurensuche wird sie bald selbst zur Zielschreibe.

Die Kernbotschaft des Buches ist deutlich, schockiert und regt zum Nachdenken an.
Doch sie wissen, wer du bist, wo du bist und was du als Nächstes tun wirst...

Sind wir bereits heute der gläserne Mensch? Wie weit schreitet die Überwachung via Medientechnik voran? Werden wir unser Gegenüber bald per Datenbrille identifizieren können? Gibt es Grenzen und welche Gefahren bringt das mit sich? Wahnsinn oder Genialität?

Marc Elsberg nimmt sich dieser Thematik auf bemerkenswerte Weise an. Dahinter lässt sich eine enorme Recherchearbeit vermuten. Er entwirft ein dystopisches Szenario, welches den Leser ständig zwischen Realität und Fiktion wanken lässt, denn vermutlich existieren ähnliche Technologien bereits.

Gleich zu Beginn des Buches bringt Marc Elsberg einige Kracher in die Story. So steigt die Spannung innerhalb weniger Seiten von 0 auf 100. Dabei ist der intelligente und flüssige Schreibstil des Autors angenehm zu lesen. Später verstrickt sich die Story ein wenig in der Tiefe der fachspezifischen Details. Da die Handlung zudem hin und zerspringt, muss man sich sehr konzentrieren, um alles genau zu erfassen. Das lähmte bei mir etwas den Lesefluss.
Mit Cynthia hat der Autor einen starken Charakter geschaffen. Unerschrocken kämpft sie sich durch scheinbar ausweglose Situationen. Auch Tochter Viola finde ich klasse inszeniert. Das reißt mit, eben Frauenpower!

Insgesamt hat mich dieser Thriller begeistert, so dass ich auch die anderen Bücher von Marc Elsberg lesen möchte. Wer anspruchsvolle und intelligente Leselektüre sucht, ist mit "Zero" bestens beraten! Meine 4 Sterne-Leseempfehlung!

Guter Roman, aber kein Thriller!

Von: hellomybook Datum : 06.01.2017

ZERO ist das erste Buch, das ich von Marc Elsberg gelesen habe. Da er als "Meister des Science-Thrillers" angepriesen wird, waren die Erwartungen an das Buch dementsprechend hoch. Hat es diese Erwartungen eingehalten? - Jein, würde ich sagen. Ich finde, dass dieses Buch nicht wirklich als Thriller ausgegeben werden darf, denn wirkliche Thrill-Elemente enthält es nicht. Vielmehr etabliert es sich zu einem Wissensbuch über eine dystopische Zukunft rund um das Thema "Big Data", das es in sich hat und den Leser erschreckt. Diese Technologien existieren höchstwahrscheinlich bereits und Marc Elsberg führt uns die Folgen der Zukunft, die eigentlich schon Gegenwart ist, ohne dass wir es wirklich merken, eindrucksvoll vor Augen. Der Schreibstil ist angenehm und trotz den technischen Begriffen gut zu lesen, dennoch konnte ich beobachten, dass er mich nicht komplett fesseln konnte, weil er mir manchmal zu anstrengend war und man Sätze zwei-, dreimal lesen musste, um sie technisch zu durchblicken. Das war jedoch nur an wenigen Stellen der Fall. Der Autor verbindet viele verschiedene Stränge in dieser Geschichte miteinander, sodass nicht der Hauptfokus auf der Organisation ZERO liegt, sondern noch viel mehr dahintersteckt. Mit der Hauptperson aber hatte ich meine Probleme. Nicht weil sie mir unsympathisch war o.Ä. , sondern weil ihre Charakterzüge überhaupt nicht zu meiner Vorstellung einer Journalistin passen. Ich als Leser konnte keinen Ehrgeiz ihrerseits spüren, einer neuen Story auf den Grund zu gehen, selbst in den vielversprechenden Situationen, in denen sie sich später befindet. Eher wirkte es so, als wäre sie manchmal wirklich genervt von ihrer Arbeit und würde sie nur des Geldes wegen beim Daily arbeiten. Wie ich oben bereits kurz angesprochen hatte, fehlen hier jegliche Thrill-Elemente. Die ersten beiden Drittel stellen eindrucksvoll das Thema rund um "Big Data" dar, welches ich sehr spannend finde, und im letzten Teil kommen nur sehr gehetzt und auch nur spärlich Spannungselemente vor. Als Thriller kommt ZERO bei mir nicht durch. Vielmehr jedoch gipfelt sich das Geschehen am Ende zu fast schon einem Medienkrieg hinauf, und zeigt, wie über das Internet und technische Geräte der Austausch zwischen den Menschen stattfindet und wie uns verschiedene Firmen jegliche Privatsphären nehmen. Auch ansonsten finde ich den Roman wirklich gut gelungen, er zeigt uns auf eine spannende Art und Weise, wie Medien und elektrische Fortschritte unsere Gesellschaft ändert. Wie die Menschen kategorisiert werden, nach verschiedenen Kriterien, ist zwar noch ein Gedankenspiel in dem Buch, kann aber sehr schnell zur Realität werden. Denn die Menschheit ist nach Ehrgeiz aus, immer besser zu sein als andere. Das sieht man doch an ganz alltäglichen Beispielen wie Instagram. Jeder ist nach der Anzahl der Likes und Abonnenten aus. Das zeigt, wie mich dieses Buch auch im Nachhinein noch fesselt und zum Nachdenken anregt. 
 
Fazit:
ZERO ist ein gutes Buch mit einer spannenden Grundthematik, zeigt den Lesern eindrucksvoll eine sehr realitätsnahe Zukunft und regt zum Nachdenken an. Ein Thriller ist es meines Erachtens nicht. 
 
Humor 
Spannung **
Action *
Gefühl
 
Genrewertung: 6,5/10
Gesamtwertung: 7,5/10
 
Das entspricht insgesamt knapp vier von fünf Sternen für Marc Elsbergs ZERO - Sie wissen was du tust. 
 
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4 Sterne
 

Science Fiction mit topaktuellem Bezug

Von: Thomas Lawall Datum : 02.01.2017

www.querblatt.com

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kommt Cynthias Vorliebe für gedankliche Spielereien vielleicht bekannt vor. Umgeben von wildfremden Menschen versucht die Journalistin sich vorzustellen, welcher beruflichen Tätigkeit sie wohl nachgehen und wie sich ihre privaten Verhältnisse wohl darstellen mögen.

Neuerdings ist sie in der Lage, die Ergebnisse ihrer so beliebten Ratespiele zu überprüfen. Während der Liveübertragung eines Drohnenangriffs auf den amerikanischen Präsidenten verteilte Anthony Heast, Chefredakteur des Daily, die Rollen für einen diesbezüglichen Bericht und gleich noch drei "Cyberbrillen" zum Testen dazu. Schließlich wäre das die Gelegenheit, die Geschichte "modern zu präsentieren".

Der erste Versuch mit der Brille verwirrt und erstaunt sie zugleich. Über ihre Stimme erfolgt die Eingabe, kleinste Bewegungen ihres Kopfes und der Augen erledigen den Rest. Tonsignale werden über den Bügel geleitet. Was sonst auf dem PC-Monitor oder Touchscreen erscheint, wird nun auf die Gläser projiziert. Daten aller Art können abgerufen werden, doch der Clou ist die Gesichtserkennung.

Mit der entsprechenden Software ausgestattet und mit der Plattform "Freemee" synchronisiert, ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten. Fremde im Bus oder auf dem U-Bahnsteig haben plötzlich einen Namen. Auch persönliche Daten werden von der Gesichtserkennung automatisch zugeordnet. Doch wie sieht die andere Seite aus? Wer ist mit der gleichen Technik ausgestattet? Sind auch ihre persönlichen Daten in aller Öffentlichkeit für viele sichtbar?

Der ersten Faszination folgt die Angst, unzählige Augen könnten sie beobachten. Ihr vorläufiges Fazit "Willkommen in Paranoia." Jene Ereignisse sind aber erst der Anfang, denn welche Stilblüten die totale Überwachung treiben könnte, wagt Marc Elsberg sich in vielschichtiger Romanform vorzustellen.

Wieder einmal wird eine technische Entwicklung, neben einer möglichen sinnvollen Nutzung, von den prinzipiell immer gleichen Köpfen und deren Machtstrukturen missbraucht, um größtmöglichen Profit zu erzielen und Macht, diesmal grenzenlos, auszudehnen.

Den jetzt schon bekannten Möglichkeiten fügt Marc Elsberg ein paar durchaus logische Mosaiksteine hinzu, welche in der Addition eine ebenso komplexe wie beängstigende Zukunftsvision ergeben.

"1984" von George Orwell war der erste Roman, der vor der totalen Überwachungsgesellschaft warnte. "Zero" geht noch einige Schritte weiter und übertrifft damit schlimmste Erwartungen.

"Zero" ist anspruchsvolle Science Fiction mit topaktuellem Bezug, weshalb auch die im Oktober 2016 erschienene Taschenbuchausgabe mit einem "Update" im Anhang ausgestattet wurde. Wie lange die beschriebenen Szenarien, ob mit oder ohne Cyberbrillen, noch "Fiktion" sind, bleibt abzuwarten. Im schlimmsten Fall werden wir uns auf eine überschaubare Wartezeit einstellen können.

Kann es sein, dass es das schon gibt?

Von: sulamith Datum : 27.12.2016

Sehr spannend und nachdenklich machend. Schlecht geschlafen danach. Kann es sein, dass es so etwas schon gibt? Fand heute morgen dieses:

https://www.compass-for-sustainability.net/deutsch-1/

Klingt eigentlich harmlos ...

Macht Paranoid

Von: !Zero Datum : 19.12.2016

Lässt einen tief in die Datensammelwut der Datenkraken einsteigen.

Nur die Angaben über die "Marc Elsberg informiert" ist, rechts auf der Webseite eingeblendet, stimmen bei mir nicht über ein.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Datenkraken zerschlagen werden müssen

Kleine Anmerkung

Von: K.H. Datum : 18.12.2016

Ich schließe mich der bereits geäußerten Kritik an: Das Buch ist sprachlich eher Durchschnitt. Ich finde die Charaktere eindimensional und hätte mir das Personenverzeichnis nicht erst am Ende gewünscht. Zudem ist der Schluß zwar spannend, läßt aber etliche Handlungsstränge offen und ist daher unbefriedigend.
Trotzdem: ein spannendes Buch zu einem wichtigen Thema unserer Tage!
Was mich aber ursprünglich auf diese Website verschlagen hat, ist ein "Regiefehler" im Buch, den die Redaktion vielleicht bei einer Neuauflage beheben möchte: Auf Seite 76 (Taschenbuch-Ausgabe) unterhält sich der Chefredakteur mit Cynthia plötzlich per Sie, obwohl sie zuvor und auch im Folgenden stets per Du sind.