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Leserstimmen (120)

Marc Elsberg: ZERO - Sie wissen, was du tust

ZERO - Sie wissen, was du tust Reinhören

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Hörbuch MP3-CD ISBN: 978-3-8371-2496-5

Erschienen:  26.05.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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(53)
4 Sterne
(48)
3 Sterne
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Gewohnt toller & aktueller Thriller, der super recherchiert wurde

Von: Anne Datum : 29.11.2016

anne-hearts-life.de/

Die Handlung

Eine Drohne schafft es, den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika in seinem Urlaub schutzlos aufzuspüren und – trotz etlicher Abwehrmechanismen und Bodyguards – zu folgen. Hiermit beginnnt unsere Geschichte, in der wir – in altbekannter Marc Elsberg Manier – verschiedene Personen verfolgen. Die Hauptgeschichte dreht sich jedoch um Cynthia Bonsant, eine Journalistin beim Londoner Daily, die bislang mit Technik nicht viel am Hut hatte. Der Vorfall rund um den Präsidenten der USA rüttelt selbst sie jedoch wach. Zeitgleich stirbt ein Freund ihrer Tochter, während er eine sogenannte Datenbrille trägt. Cynthia beginnt deshalb, über soziale Netzwerke, Datenbrillen und Datenverwertung zu recherchieren. Hier trifft sie auf das soziale Netzwerk „Freemee“, welches die Daten seiner Nutzer sammelt und analysiert und hierauf sodann Erfolgsratschläge erteilt. Ihre eigene Tochter ist begeisterte Nutzerin von Freemee und die Tatsache, dass die Nutzer selbst über die Weitergabe der gesammelten Daten entscheiden dürfen, führt zu wachsenden Mitgliederzahlen und vielen Befürwortern. Nur einer scheint vor Freemee zu warnen – ZERO, ein Online-Aktivist, der für den Vorfall mit der Drohne verantwortlich ist. Je mehr Cynthia aber in diese Welt eintaucht, desto gefährlicher wird es auch für sie.

Meine Meinung

Ich durfte das Hörbuch zum Rezensieren hören und habe es in einem Zug verschlungen. Ich war bereits von Black Out sehr begeistert und auch schon das neue Buch von Marc Elsberg, „Helix“, steht schon bei mir im Bücherregal. Ich habe mir daher eigentlich schon gedacht, dass mir dieses Buch gefallen wird.

Zunächst finde ich es toll, dass wieder Steffen Groth das Hörbuch gelesen hat – ihn kennen wir schon vom Black Out Hörbuch. Seine Stimme und Erzählweise passt super zu der rasanten Erzählweise von Marc Elsberg. Das Buch ist durchgängig aktionreich. Wir erleben wirklich keine längeren Pausen oder unnötige Längen. Die Geschichte ist spannend, mitreißend und auch wenn zwischendurch immer wieder kleinere Einschübe dabei sind, die hauptsächlich zur Information über bestimmte Vorgänge dienen, bleibt dies auch durchweg so.

Marc Elsber schreibt allgemein Thriller, die wahnsinnig gut recherchiert sind und immer einen sehr komplexen wahren Bezug haben. Ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nie so viel über Strom gelernt, als zu der Zeit, in der ich Black Out gehört habe und so war es auch hier. Das Buch ist voll von reichlichen Zusatzinformationen rund um die Datensammlung und Datenanalyse und wird dabei aber nicht trocken oder langweilig. Dieser tatsächliche – und auch sehr aktuelle – Bezug hat mir wieder unheimlich gut gefallen und das ist auch eine der Charakteristika, die die Bücher von Marc Elsber zu etwas Besonderen machen. Ich habe beim Lesen auf jeden Fall das Gefühl gehabt, der Autor weiß, wovon er redet.

Das Buch wird zunehmend unheimlicher – anfangs ist man, ebenso wie die Protagonistin, noch sehr aufgeschlossen und positiv gegenüber Freemee und der Datenverwertung gestimmt – warum auch nicht? Die Datennutzung bietet einem selbst auch viele Vorteile, die auch unsere Protagonistin schnell kennenlernt und nuzt. tIrgendwann merkt man jedoch, was genau man alles preis gibt und was Unternehmen damit anstellen können. Die Stimmung wird immer düsterer, gefährlicher und unheimlicher. Ein Satz kommt immer wieder vor, der wirklich toll passt: „Willkommen in Paranoia“. Das Buch endet dann in einem großen Finale, was wieder herrlich aktionreich geschrieben wurde, auch wenn es ein wenig dick aufgetragen war.

Teilweise war es dann wie gesagt ein bisschen zu groß aufgetragen und die Zufälle, die Cynthia umgeben haben und in verschiedene Situationen gebracht haben, waren teilweise etwas unglaubwürdig. Aber dafür ist Fiktion ja schließlich da. Mich hat es jedenfalls nicht gestört, auch wenn das öfters ein Kritikpunkt in den Rezensionen war, die ich gelesen habe.

Cynthia hat mir als Person wieder sehr gut gefallen – genauso wie ihre Tochter Viola. Marc Elsberg schreibt meines Erachtens sehr bodenständige, leicht zu verstehende und sympathische Personen, deren Handlungen und Gedanken man sehr gut nachvollziehen kann.

Mit Zero hat Marc Elsberg wieder einen fulminanten Thriller geschaffen, der insbesondere durch seine herausragende Recherche und die aktuellen Bezüge glänzt. Einen Mini-Punkt Abzug gibt es für das kleine bisschen „Too-Much“, ohne das das Buch meines Erachtens auch so hervorragend ausgekommen wäre.

Insgesamt eine absolute Leseempfehlung bzw. Hörempfehlung von mir!

4,5 von 5 Sterne!

richtig spannend wird es erst im letzten Drittel

Von: 78sunny Datum : 14.06.2015

78sunny.blogspot.de/

Inhaltlich konnte mich das Buch leider nicht so begeistern. Meine Erwartungen waren sehr hoch, da mir "Blackout" von diesem Autor so unheimlich gut gefallen. Hier wurde ich vor allem von dem Fehlen der zwischenmenschlichen Beziehungen enttäuscht. Es gab jede Menge Technikdetails, was auch bei 'Blackout' so der Fall war und mir dort gefallen hat. Hier wirkte es aber etwas reißerisch inszeniert und es gab viele Wiederholungen. Vor allem die erste Hälfte konnte mich daher nicht richtig packen. Hier wurde eine Technikspielerei nach der anderen in die Handlung eingeführt und es erschlug einen ein wenig. Auch die vielen Personen, die anfangs wenig oder gar nichts miteinander zu tun haben und deren Wege sich erst später kreuzen, waren etwas verwirrend. Gerade bei einem Hörbuch fällt es einem da sehr schwer mitzukommen und sich die Personen zu merken.

Ab der Hälfte wurde es dann spannender. Alle Handlungsstränge wurden langsam aber sicher verknüpft und man hat sich an Cynthia gewöhnt. Hauptsächlich gefiel es mir aber ab diesem Moment, weil man endlich eine Beziehung zu Cynthias aufbauen konnte und es auch eine kleine Liebschaft und echte Gefühle gab. Vor allem zwischen Cyn und ihrer Tochter. Auch die Spannung nahm dann immer weiter zu. Man versucht mitzuraten wer hier welches Interesse hat und was als nächstes passieren wird. Die Mörder kennt der Leser von Anfang an, nur Cynthia hat keine Ahnung. Das hätte man vielleicht etwas spannender schreiben können. Teilweise fiel es immer noch schwer der Handlung zu folgen, da man nicht immer gleich wusste wo man sich befindet und wer da gerade agiert. Das wäre mit der Printausgabe sicher etwas einfacher gewesen. Ich kann also sagen, dass mich das Buch ab der Mitte sehr gut unterhalten hat, aber es hat mich bei weitem nicht so gepackt und mitgerissen wie 'Blackout'. Da hat der Autor bewiesen, dass er auch Zwischenmenschliches richtig gut in Szenen setzten kann. Warum dann hier nicht und vor allem von Anfang an?

Das letzte Drittel war dann wirklich wieder richtig spannend. Es gibt tolle Verfolgungsjagden und man spürt die Angst von Cynthia. Richtige Überraschungen oder Wendungen, die man nicht erahnen konnte, gab es aber nicht.

Der Schreibstil war in der Gegenwartsform gehalten und man beobachtet Cynthia. Auch wenn es mich emotional nicht so mitreißen konnte, regt es inhaltlich (genau wie schon 'Blackout') wieder sehr zum Nachdenken an. Die Themen Überwachung, Internetsicherheit, Informationsteilung... sind super aktuell und man merkt, dass sich der Autor intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Der Sprecher, Steffen Groth, hat seine Sache sehr gut gemacht. Ich fand seine Stimme sehr angenehm und er konnte die verschiedenen Charaktere und Geschlechter gut vermitteln.


Grundidee 3/5
Schreibstil 3/5
Spannung 3,5/5
Emotionen 3/5
Charaktere 4/5


*Fazit:*
3,4 von 5 Sternen
Am Anfang fehlt etwas die Spannung, aber im letzten Drittel war es wirklich mitreißend. Emotional konnte mich das Ganze aber nur an wenigen Stellen begeistern, weil mir vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen und Interaktionen gefehlt haben, oder zu oberflächlich wirkten. Zum Nachdenken hat es aber auf jeden Fall wieder angeregt und man geht kritischer mit bestimmten Themen um.

Allsichtbarkeit und Manipulation in der modernen Welt.

Von: kvel Datum : 27.10.2014

Freemee ist eine Internet-Firma, die Apps für ihre User zur Verfügung stellt, um ihnen sinnvolle Entscheidungen in Alltagssituationen vor zu schlagen. Diese ActApps werden von ihren Usern geliebt und bereitwillig angenommen.
Und Freemee ist in der Lage durch intelligente Algorithmen über ihre Daten vorhersagen zu können, was eine Person in einer bestimmten Situation tun wird, wie sie sich verhalten wird.
Zero ist das Pseudonym eines Aktivisten, der darauf hinweist, dass es eine potentielle Gefahr sein kann, wenn eine Firma wie Freemee durch ihre User über Unmengen von persönlichen Daten verfügt.

Gut fand ich die Idee, dass jeder seine persönlichen Daten selbst "verwalten" kann - diese Daten also nicht einfach von Firmen hinten herum abgegriffen werden - und dass man für die Daten, die man preis gibt, Geld bekommt - schließlich sind die Daten die Ressourcen für die daran interessierten Firmen und Organisationen - eine echte Entlohnung sei also angemessen.

Bezeichnenderweise ist die Zentrale von Freemee in einem abhörsicheren Bunker mit meterdicken Stahlbetonwänden - ganz entgegen ihren eigenen Statuten: nämlich Transparenz.

Gut fand ich die Werte-Diskussion der Macher von Freemee über Moral, Werte, Verantwortung, Werbung, technisch Machbares, Manipulation,... - und dass sie den Faden noch weiter gesponnen haben, was wäre, wenn sie über ihre ActApps den Usern bestimmten Marken empfehlen würden, vorher Aktien der entsprechenden Firmen gekauft hätten, und so einen großen Gewinn einstreichen würden; sogar dass sie in der Lage wären, auf diese Weise den nächsten Präsidenten bestimmen könnten.

Der Autor hat, meiner Meinung nach, gut erkannt und herausgearbeitet, dass es einen Widerstand der Überwachten nicht geben wird, so lange diese einen Vorteil für sich sehen - dies beweisen die vielen Kundenkarten, Bonussysteme und kostenlosen als nützlich erachteten Apps oder Dienste, obwohl inzwischen JEDEM klar sein müsste, womit sie diese Programme und Dienste bezahlt:
nämlich mit ihren persönlichen Daten!

Ja, klar, das Thema ist in einen Roman verpackt; d.h. dies ist kein Tatsachenbericht, was beispielsweise die Verfolgungsjagden angeht, die über Glasses und andere Gadgets in Echtzeit veröffentlicht wurden, sondern spannende Unterhaltung, die jedenfalls das Potential zum Reflektieren und Debattieren über das Thema "Umgang und Wert von Daten" hat.

Spannende Story - spannend aufgebaut - realistisch und nachvollziehbar.

Lob an den Sprecher: das Hörbuch finde ich sehr gut gesprochen - nicht überbetont, sondern ruhig gesprochen und somit echt angenehm.

Fazit: Rundherum gelungen !

Allsichtbarkeit und Manipulation in der modernen Welt.

Von: kvel Datum : 25.10.2014

Freemee ist eine Internet-Firma, die Apps für ihre User zur Verfügung stellt, um ihnen sinnvolle Entscheidungen in Alltagssituationen vor zu schlagen. Diese ActApps werden von ihren Usern geliebt und bereitwillig angenommen.
Und Freemee ist in der Lage durch intelligente Algorithmen über ihre Daten vorhersagen zu können, was eine Person in einer bestimmten Situation tun wird, wie sie sich verhalten wird.
Zero ist das Pseudonym eines Aktivisten, der darauf hinweist, dass es eine potentielle Gefahr sein kann, wenn eine Firma wie Freemee durch ihre User über Unmengen von persönlichen Daten verfügt.

Gut fand ich die Idee, dass jeder seine perönlichen Daten selbst "verwalten" kann - diese Daten also nicht einfach von Firmen hinten herum abgegriffen werden - und dass man für die Daten, die man preis gibt, Geld bekommt - schließlich sind die Daten die Ressourcen für die daran interessierten Firmen und Organisationen - eine echte Entlohnung sei also angemessen.

Bezeichnenderweise ist die Zentrale von Freemee in einem abhörsicheren Bunker mit meterdicken Stahlbetonwänden - ganz entgegen ihren eigenen Statuten: nämlich Transparenz.

Gut fand ich die Werte-Diskussion der Macher von Freemee über Moral, Werte, Verantwortung, Werbung, technisch Machbares, Manipulation,... - und dass sie den Faden noch weiter gesponnen haben, was wäre, wenn sie über ihre ActApps den Usern bestimmten Marken empfehlen würden, vorher Aktien der entsprechenden Firmen gekauft hätten, und so einen großen Gewinn einstreichen würden; sogar dass sie in der Lage wären, auf diese Weise den nächsten Präsidenten bestimmen könnten.

Der Autor hat, meiner Meinung nach, gut erkannt und herausgearbeitet, dass es einen Widerstand der Überwachten nicht geben wird, so lange diese einen Vorteil für sich sehen - dies beweisen die vielen Kundenkarten, Bonussysteme und kostenlosen als nützlich erachteten Apps oder Dienste, obwohl inzwischen JEDEM klar sein müsste, womit sie diese Programme und Dienste bezahlt:
nämlich mit ihren persönlichen Daten!

Ja, klar, das Thema ist in einen Roman verpackt; d.h. dies ist kein Tatsachenbericht, was beispielsweise die Verfolgungsjagden angeht, die über Glasses und andere Gadgets in Echtzeit veröffentlicht wurden, sondern spannende Unterhaltung, die jedenfalls das Potential zum Reflektieren und Debattieren über das Thema "Umgang und Wert von Daten" hat.

Spannende Story - spannend aufgebaut - realistisch und nachvollziehbar.

Lob an den Sprecher: das Hörbuch finde ich sehr gut gesprochen - nicht überbetont, sondern ruhig gesprochen und somit echt angenehm.

Fazit: Rundherum gelungen !