Leserstimmen zu
Die unverhofften Zutaten des Glücks

Deborah McKinlay

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Ein Buch wie ein wunderbares Essen. Für mich war die unverhofften Zutaten des Glücks von Deborah McKinlay ein absoluter Lesegenuss und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Eve traut sich und schreibt dem Bestsellerautor Jack Cooper einen kurzen Leserbrief. Und er antwortet! Persönlich sogar. Aus diesen ersten Zeilen entsteht mit der Zeit ein regelmäßiger Austausch. Beide sind leidenschaftliche Köche und diese Gemeinsamkeit verbindet die beiden. In beider Leben ist im Moment wenig Ordnung, sondern viel Durcheinander. Eve hat erst kürzlich ihre Mutter verloren – das Verhältnis war nicht besonders einfach – und ihre Tochter will heiraten. Sie selbst nimmt immer mehr wahr, wie sehr sie sich dem aktiven Leben verweigert hat. Die ungelösten Konflikte der Mutter-Tochter-Beziehung brechen sich Bahn und es ist Zeit für Entscheidungen. Im Leben von Jack, dem Autor, geht es eher nach einem bekannten Muster ab, das ihn jedoch schon länger nicht mehr glücklich macht und eine immer größere Leere und Sinnlosigkeit hinterlässt. Der Briefwechsel gibt beiden Halt und Zuversicht. Er scheint etwas in Bewegung zu setzen, was vorher nicht möglich war. Mehr soll hier nicht verraten werden. Das Buch liest sich wunderbar leicht. Doch das soll keinesfalls auf Trivialität hinweisen, denn es entfaltet sein Wirken eher leise und im Stillen wirkend. Eine schöne Geschichte, die ich bestimmt noch öfter lesen werde.

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Dieses Buch war für mich nicht ganz einfach zu bewerten. Einerseits mag ich die Charaktere und auch die Handlungsstränge hielten mich durchaus bei der Stange, andererseits musste ich des Öfteren mal innehalten und nachgucken, ob wir eigentlich wirklich über Personen sprechen, die 46, bzw. 50 sind. Warum das? Nun, da ich in einem vergleichbaren Alter bin, war ich doch erstaunt, dass die Autorin Menschen dieses Alters anscheinend irgendwie schon auf dem Abstellgleis sieht oder anders formuliert - Jack und Eve wirkten auf mich deutlich älter als das angegebene Alter. Davon abgesehen hat dieses Buch zwar keine actionreiche Handlung, dafür aber eine liebevoll ausgeführte, sich ruhig und beständig entwickelnde Handlung. Eve und Jack kommiunizieren per Brief miteinander, sie haben sich noch nie gesehen, weder geskypt noch telefoniert noch irgendwas, sie schreiben Briefe. Zwar weiß Eve natürlich, dass Jack ein sehr bekannter Autor ist, deshalb hat sie ihm ja immerhin geschrieben, weil sie ihm etwas über seine Bücher schreiben wollte, aber Jack wiederum hat keine Ahnung, wer Eve denn nun genau ist. Im Laufe ihrer Brieffreundschaft tasten sie sich langsam aneinander an, sie tauschen unverbindliche Informationen aus, Kochrezepte - und noch mehr Kochrezepte. Und über diesem Austausch von scheinbaren Belanglosigkeiten, nehmen sie einen immer größeren Raum im Leben des Anderen ein und geben ihm den Mut, sein Leben ein wenig unter die Lupe zu nehmen und vielleicht doch auch etwas zu ändern. Wer hier eine Liebesgeschichte und große Dramen erwartet, wird wohl enttäuscht werden, wer allerdings zwei Menschen auf ihrem Weg begleiten will, die ihr Leben auf eine ruhige, aber überzeugende Art in die Hand nehmen und sich ihr Glück erobern wollen, der wird seine Freude an ihrer Suche nach den Zutaten für dieses Glück haben und ebenso wie sie feststellen, dass es manchmal die unverhofften Zutaten sind, die das Glück möglich machen. Keine große Action, keine großen Dramen, keine große Liebe, aber die Geschichte von Menschen, die lieben, die leben und die versuchen, aus den Fehlern ihrer Vergangenheit zu lernen und ihre Zukunft zu gestalten. Mir hat das Buch gut gefallen, man sollte allerdings mit den richtigen Erwartungen an dieses Buch herangehen.

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Einband : gebundene Ausgabe Seiten : 288 Verlag : Heyne Genre : Romane Preis : (D) 17,99 (A) 18,50 ISBN : 978-3-453-26905-7 Klappentext Ein Rezept zum Verlieben Aus einer Laune heraus schreibt die Britin Eve dem amerikanischen Bestsellerautor Jack Cooper einen Leserbrief. Und er antwortet! So beginnt eine wunderbare Freundschaft. Beide teilen die große Leidenschaft für das Kochen und gutes Essen - und beide stecken mitten in einer existenziellen Lebenskrise. Sie spenden sich gegenseitig Trost und Rat,wodurch ihre Beziehung immer inniger wird. Schließlich schlägt Jack ein Treffen in Paris vor. Doch das, fürchtet Eve, kann niemals stattfinden ... DSC_0187 Jack Cooper, seines Zeichens Bestsellerautor in einer Midlifecrisis - findet kein gefallen mehr daran sein aktuelles Buch zu ende zu schreiben und widmet sich lieber das Kochen. Jack ist bereits das zweite mal geschieden und geht auf sein 50. Lebensjahr zu, dessen er auch kritisch beäugt. Er fühlt sich einsam und in seinen Beziehungen zu Frauen immer mehr als Egoist und fühlt sich nie richtig verstanden. Eve, Mutter von einer 28 Jährigen Tochter Izzy - die ihren Freund Ollie heiraten möchte und eher von ihrer Großmutter Virgina Lowell großgezogen wurde, als von ihrer Mutter Eve, hatte nie arbeiten müssen und ist im Wohlstand aufgewachsen, versucht nun nach dem Tod ihrer Mutter, aus der Einsamkeit auszubrechen. Virginia wurde von allen verabscheut, wegen ihrer gehässigen Weise und Art wie sie mit anderen Menschen umspringt - bis auf Izzy, Izzy liebte ihre Großmutter.Einen Vater hatte sie nie, Eve und Simon Peetworth sind schon lange geschieden und Simon hat schon lange eine neue Frau und zwei Söhne mit ihr bekommen. Eines Tages schrieb Eve ihrem Lieblingsautor einen Fan Brief, und er antwortete tatsächlich - ab da begann eine wundervolle Freundschaft, sie tauschten sich übers Kochen aus, schickten sich gegenseitig Rezepte. Bis Jack in einem Brief auf die Idee kam, sich mit Eve in Paris zu treffen... Sie tauschten sich viel über Rezepte aus - haben sich gegenseitig Mut gemacht, den Kopf nie hängen zu lassen. DSC_0188 Nun, zuviel möchte ich wie immer nicht verraten :-) Ihr sollt natürlich selbst noch auf das Buch gespannt sein! Fazit Ich habe Deborah McKinlay's Schreibweise in diesem Buch zu lieben gelernt, ich werde mir ihre Bücher weiterhin anschauen und lesen, vielleicht lässt sich noch so ein toller Schmöker in meiner Bücherei des Vertrauens finden.♥ Das Cover des Buches finde ich auch ansprechend, der Pfirsich (der im Buch noch Bedeutung haben wird) und der kleine Eifelturm, fallen sehr schön auf. Die Protagonisten sind total sympatisch, trotz der Schwierigkeiten die beide mit sich haben, scheinen Jack und Eve viel Lebenserfahrung zu haben. Ich musste euch mal eine amüsante Testzeile aus dem Buch raus schreiben Jack & Adrienne gehen Essen und er sagte das es ihm nervt wenn sie aus ihrem Brot Kugeln dreht die nach Mäusekacke aussehen. Das Resteraunt hieß "The Glas House" Also da musste ich schon ein wenig schmunzeln, an Humor hat es in dem Buch auch nicht gefehlt. Meiner Meinung nach war die Hochzeit von Izzy doch zu penetrant im Vordergrund, genauso wie die ganzen Rezepte und Beschreibungen der Lebensmittel, waren mit der Zeit ein wenig nervig. Trotzdem gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen ♥♥ Ich würde es auf jedenfall weiter empfehlen. Bis dahin, Eure Cuty ♥

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Die seit vielen Jahren geschiedene Eve hatte es bislang nicht leicht im Leben. Geschlagen mit einer gefühlskalten und bestimmenden Mutter, die stets ihren Werdegang abwertend kommentierte und einem Ehemann, der sich gleich nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Izzy, für eine andere scheiden ließ, hat sie bisher nicht viel Liebe in ihrem Leben erfahren dürfen. Nun, ein Jahr nach dem Tod der despotischen Mutter, könnte es Eve eigentlich langsam besser gehen, doch ihre Tochter Izzy besitzt leider ebenfalls die Gabe Eve in die pure Verzweiflung treiben zu können, ohne das jedoch zu wollen. Weil Izzy sehr an ihrer verstorbenen Großmutter hing, treffen sich Mutter und Tochter zum ersten Todestag in Eves kleinem Haus, in dem Izzy nicht nur deutlich macht, wie sehr sie ihre Großmutter vermisst (und Eve damit wieder einmal deren Unzulänglichkeiten vor Augen führt, die einst dafür sorgten, dass sich Mutter und Kind entfremdeten) sondern auch ihre geplante Verlobung bekannt gibt. Zur Hochzeit möchte Izzy auch ihren Vater einladen, der mit seiner zweiten Frau weitere Kinder zeugte und seit Izzys Kindheit keinen Kontakt mehr zu seiner erstgeborenen Tochter hielt. Eve fällt aus allen Wolken, als sie davon erfährt, was ihre Ängste schürt und sie kurze Zeit später in regelrechte Panikattacken treibt. Daher kommt die sich langsam entwickelnde Brieffreundschaft zu einem amerikanischen Schriftsteller gerade zur rechten Zeit für Eve. Der Autor Jack Cooper und Eve haben nämlich ein gemeinsames Hobby. Das Kochen! Und so tauschen sie ihr Wissen über Gerichte, Gewürze oder auch Marmeladen aus, bis sie schließlich entdecken, dass sie auch in anderen Lebenslagen auf der gleichen Wellenlänge liegen. Auch Jack hat nämlich ein großes Problem. Er versucht gerade eine Schreibblockade zu überwinden und seine Exfrau zu vergessen, die sich von ihm scheiden ließ. Eines Tages schlägt Jack ein gemeinsames Treffen in Paris vor, doch Eve zögert… Zunächst einmal fand ich die Idee des Romans, ein Heldenpaar im Alter zwischen 40 und 50 Jahren in den Fokus der Story zu stellen sehr gut. Auch das Layout des Covers, nebst Handlungsstrang weckte mein Leseinteresse, so dass ich sehr neugierig auf die Umsetzung der Geschichte wurde. Man kann sich sehr gut als Leser in die weibliche Hauptakteurin hineinfinden, da die Autorin sehr plausibel und wie ich fand auch unter die Haut gehend, die Ängste von denen Eve geplagt wird, schildert. Man entwickelt Mitleid mit der Protagonistin des Buches, doch auch deren Tochter Izzy, gewinnt im Zuge der Geschichte an Sympathien, wenn man erst herausfindet, dass auch sie seit ihrer Kindheit von Zweifeln und Ängsten geplagt wird. Obwohl die Brieffreundschaft zwischen Eve und Jack der Auslöser dafür ist, dass in ihnen beiden ein Umdenken stattfindet, was zu gewissen Lebensveränderungen führt, stellt die Autorin jedoch nicht die Brieffreundschaft zwischen Eve und Jack in den Mittelpunkt, sondern eher deren innere Wandlung durch die Brieffreundschaft. Während Eve lernt sich ihren Ängsten zu stellen, ein neues Selbstbewusstsein zu entwickeln und versucht ihrer Tochter Rückhalt zu vermitteln, ist es bei Jack eher so, dass er, seitdem ihn seine Frau verließ, unsicher geworden ist in Bezug auf Frauen und auf seine Schriftstellerkarriere. Sicherlich hat sich Deborah McKinlay auch hier große Mühe damit gegeben, ihren männlichen Romanheld facettenreich darzustellen, doch leider konnte er mich gefühlsmäßig leider nicht so stark erreichen, wie es bei Eve und Izzy der Fall war, was zu großen Teilen sicherlich auch an seiner oftmals sehr nüchternen Art sich auszudrücken lag und an seiner Unentschlossenheit. So macht am Ende auch die größte Wandlung Eve durch, die sehr glaubhaft vermittelt wird. „Die unerwarteten Zutaten des Glücks“, auch wenn man es zunächst wegen des Klappentextes vermuten mag, ist allerdings am Ende keine Liebesromanlektüre, sondern ein leichter, durchaus unterhaltsamer Selbstfindungsroman, der hier und da sogar gewisse Denkanstöße für Menschen in gleichen Situationen bietet. Wenn man das im Vorfeld weiß, wird man sicherlich auch nicht enttäuscht werden. Mir hat der Roman im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, lediglich empfand ich es etwas befremdlich, dass Eve und Jack für ihr reales Alter ein wenig zu „betagt“ beschrieben wirkten. Hinsichtlich ihrer reiferen Lebenserfahrung dagegen jedoch in manchen Situationen teilweise noch sehr unbedarft rüberkamen, was so gar nicht zu passen schien. Kurz gefasst: Ein leichter, unaufgeregter aber anrührender Selbstfindungsroman für im Alter etwas fortgeschrittenere Leser.

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Ein reifer Pfirsich und die Blüten seiner Frucht zieren das zum Lesen einladenden Cover des Buchs „Die unverhofften Zutaten des Glücks“ der englischen Autorin Deborah McKinlay. Ein solcher Pfirsich ist es, der die englische, 46jährige alleinstehende Hausfrau und Mutter Eve dazu veranlasst, dem amerikanischen Bestsellerautor Jack einen Brief zu schreiben, denn sie ist fasziniert von einer Szene in einem seiner Romane, in der geschildert wird, wie die Hauptperson mit Genuss von diesem Obst isst. Es erinnert sie an einen hellen Sommertag und nach Sonne und Geborgenheit, nach denen sie sich sehnt. Die Erinnerung an ihre vor einem Jahr verstorbene allzu beherrschenden Mutter wirft immer noch lange Schatten. Sie selbst war immer gut situiert, deutlich verwöhnt, für Garten und Haus stand immer genug Personal zur Verfügung. Ihre Tochter ist inzwischen erwachsen, wohnt längst anderswo und steht kurz vor ihrer Heirat. Doch trotz ihrer Ungebundenheit fühlt Eve sich weiterhin in einen Kokon familiärer Erwartungen eingesponnen und weiß nicht, wie sie es schaffen soll, ihr Leben neu auszurichten. Ihre große Leidenschaft ist das Kochen. Sie ist sehr überrascht, als sie eine Antwort von Jack auf ihren Brief erhält. Jack steht kurz vor seinem 50. Geburtstag. Er lebt in Amerika direkt am Meer am Ostende von Long Island. Gerade hat er sich von seiner zweiten Ehefrau getrennt, kann sich aber nicht über fehlende weibliche Bewunderer beklagen. Um seinen Haushalt kümmert sich Dienstpersonal, aber auch er kocht leidenschaftlich gern und wie sich im Laufe der Geschichte herausstellt, geht für ihn förmlich die Liebe durch den Magen, denn auf seine Essgewohnheiten mag er auch einer Frau zuliebe nicht verzichten. Aus dem ersten Kontakt entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung zu Eve in Form kurzer E-Mails und klassischer Briefe, denen manchmal auch eine Leckerei als Empfehlung des jeweils anderen beigegeben ist. Natürlich sind beide sich fremd und der Kontakt zunächst eher unpersönlich, manches bleibt unbeantwortet. Themen, die einen der beiden bewegen, drängen bei demjenigen an die Oberfläche und möchten diskutiert werden. Und plötzlich ist der Wunsch da, einander in Paris zu treffen, daher auch der kleine Eiffelturm am unteren Rand des Covers. Doch das Leben vor Ort geht weiter. Auf gewisse Art und Weise sind die Briefe und E-Mails für beide eine Ermutigung, ihr Leben auf die Zukunft auszurichten. Der Titel des Romans ist zu Recht gewählt, denn beide können ein wenig unerwartetes Glück gebrauchen. Die Entwicklung der Beziehung von Eve und Jack, die in diesem Buch im Vordergrund steht, habe ich interessiert verfolgt. Deborah McKinley, die schon einige Ratgeber zum Thema geschrieben hat, entwickelt diese Geschichte mit viel Feingefühl. Geeignet ist sie eher für Leser mittleren Alters. In der Schilderung der Nebenhandlung zwischen der Tochter von Eve und ihrem zukünftigen Ehemann während der stressigen Vorbereitungsphase ihrer Hochzeit könnten sich auch jüngere Leser wiederfinden. Die Freundschaft der beiden Protagonisten mittels Briefen ist meiner Meinung nach glaubhaft dargestellt. Aber mir fehlen ein wenig die Emotionen in dieser Geschichte, die sich in einem persönlichen Umgang miteinander sicher zeigen würden. Beide müssen vordergründig ihr Leben vor Ort leben. Diese Problematik wurde überzeugend geschildert. Leider konnten letztlich weder Eve noch Jack meine Sympathie für sich gewinnen. Von der Idee und der Umsetzung des Romans her konnte das Buch bei mir punkten, mich aber nicht vollends in seinen Bann ziehen. Ob die beiden auch im realen Leben zueinander finden, verrate ich hier nicht. Also: Buch kaufen und selbst nachlesen!

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Leider hat es bei mir vergleichsweise recht lange gedauert, bis mich die Geschichte voll und ganz 'abholen' konnte. Besonders interessiert oder gar gefesselt hat mich das Ganze nicht. Der amerikanische Autor und leidenschaftliche Koch Jack Cooper, der in einer Art Lebenskrise steckt, hat in mir eher gemischte Gefühle hervorgerufen. Teilweise war er mir unsympathisch, wegen seinem explosiven Verhalten anderen Menschen gegenüber, und dann erschien er mir wieder als der verständnisvolle Gutmensch schlechthin. Allgemein konnte ich diese Buchfigur ganz schlecht 'fassen', und deswegen wollte ich mir bis zum Schluss gar nicht unbedingt eine Meinung über ihn bilden. Die Britin Eve hingegen ist eigentlich eine liebevoll wirkende Frau. Wenn sie nur nicht so unglaublich schüchtern, unfähig, selbstlos und zurückgezogen gewesen wäre, hätte ich mich ja wenigstens für sie begeistern können. Ich kann gar nicht verstehen, wie so ein Mensch zustande kommen kann, wenn man wie sie, eine Mutter hat, die wahnsinnig selbstbewusst, laut und aktiv ist.- Das war eine Sache, die für mich sehr unglaubwürdig war. Irgendwann hätte ich mich bestimmt an Eves Eigenschaften gewöhnen und sie akzeptieren können, wenn es da nicht Izzy geben würde. Izzy ist Eves Tochter, die von ihrer Art her ein Abbild ihrer Großmutter Virginia ist, völlig verständlich, wenn man bedenkt, dass diese für die Erziehung ihrer Enkelin gesorgt hat, weil Eve sich nicht imstande gefühlt hat, bzw. überfordert war, ihr Kind zu erziehen. Man kann sich vorstellen, wie diese vorlaute, fordernde (erwachsene!) Izzy mit ihrer Mutter geredet hat und umgegangen ist. Eves Reaktionen darauf fand ich ... erbärmlich!? Ja, das ist das richtige Wort. - Also Eve war in dem Buch auch keine Sympathiekandidatin. Unverständnis hat sie eher von mir abbekommen. Die 'Sache', ich nenne es jetzt mal so, zwischen Jack und Eve, war zwar ganz nett zu lesen, aber leider auch nicht mehr. Als ich Eves Charakter in all seinen Facetten kennengelernt habe, hätte ich mir eigentlich auch denken können, wie das Ganze endet. Dafür, dass das Ende ein typisches 'Eve-Ende' war, hat es mir wiederum sehr gut gefallen. Irgendwie hatte es was Schönes, gleichzeitig ein bisschen was Trauriges. Ich selbst wäre mit DIESEM Abschluss der Brieffreundschaft wahrscheinlich nicht glücklich gewesen, aber für einen selbstlosen, anspruchslosen Mensch, wie Eve einer ist, war das wohl in Ordnung so...

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Ein unerwartet anderes Buch

Von: Caglanur Gencer

08.04.2014

Das Cover ist wunderschön und passt absolut perfekt zur Handlung, ohne zu viel zu verraten. Mit dem Klappentext in Verbindung, denkt man, dass das eine süße Liebesgeschichte ist, die ganz nach Schema abläuft. Eine Brieffreundschaft, aus der sich eine (möglicherweise kitschige) Romanze entwickelt – jedoch ist das falsch gedacht, denn dieses Buch ist anders! Die Britin Eve schreibt dem amerikanischen Bestsellerautor Jack einen Leserbrief. Eve kann es nicht fassen, dass er ihr antwortet und schon sehr bald spinnt sich eine feine Freundschaft zwischen den beiden. Immer mehr haben sie das Gefühl, dass der andere genau das versteht, was einem auf der Seele liegt. Obwohl sie sich nicht in der Wirklichkeit treffen können, kennen sie einander so, wie niemand sonst es tut. Warum sie sich nicht treffen können, das hat viele Gründe … Das Buch wird aus der Sicht von Eve und Jack erzählt. Obwohl beide Charaktere mir sympathisch waren, habe ich Jack lieber begleitet als Eve. Das liegt daran, dass Eve eine sehr vernünftige Frau ist, so vernünftig und besonnen, dass es einem als Leser nicht immer Spaß macht ihr zuzuschauen, da sie perfekt und unwirklich wirkt. Jack hingegen strotzt vor Problemen und dennoch ist er selbstbewusst und verliert nie seinen Humor. Das hat mir sehr gut gefallen! Auch seine Probleme sind gut dargestellt, was daran liegt, dass die Autorin keine klischeehaften Probleme skizziert, sondern Probleme, die nicht alltäglich sind. Die Handlung ist eher ruhig, etwas anderes habe ich hier auch nicht erwartet. Worauf ich mich jedoch sehr gefreut habe, das waren die Briefe. Leider waren sie nicht annähernd so, wie ich es gerne hätte. Ich dachte, dass ich mich mit den Briefen ein Stück selbst in Jack verlieben könnte. Dem war jedoch nicht so. Einige Briefe sind sehr witzig, aber andere habe ich nur als langweilig empfunden. Außerdem waren es nicht genügend Briefe, um ein realistisches Bild zu kreiren, in dem sich zwei Leute aufgrund von Briefen ineinander verlieben. Hier muss auch gesagt werden, dass das Buch keine klassische Romanze ist. Die Romantikelemente sind mir zu kurz gekommen, als dass ich das Buch als Liebesroman abtiteln könnte. Obwohl die Autorin sehr bildhaft schreibt, sind ihre Sätze oft sachlich gehalten. Gerne schweift sie auch hier und da ab, das tut zwar an einigen Stellen der Atmosphäre ganz gut, jedoch hätte man hier sich auch kürzer fassen können. Denn auf Dauer, bremst das den Lesefluss sehr extrem. Das Ende ist sehr schön, es hat mir wirklich gut gefallen, sodass ich mich immer gerne an das Buch erinnern werde.

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Eine emotionale und überraschend tiefgründige Story

Von: Ina's Little Bakery aus Celle

02.04.2014

Die Handlung hat mich wirklich sehr überrascht, denn nach Lesen des Klappentextes habe ich eine leidenschaftliche nette und süße Liebesgeschichte erwartet. So wird es sicher einigen Lesern gehen und nicht alle werden am Ende so begeistert sein, wie ich es bin. Denn hinter der vermeintlich heilen Welt von Eve und Jack verstecken sich zwei emotionale tiefgründige Geschichten über zwei Menschen die sich irgendwo auf der Suche nach ihrem Glück begegnen.

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