Leserstimmen zu
Dieser Mensch war ich

Christiane zu Salm

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Wenn du sterben würdest und zurückblickst, wärst du dann zufrieden damit, wie du gelebt hast? Das ist eine Frage, die in meinem Kopf sehr festsitzt. Dieselbe Frage stellt sich auch Christiane zu Salm. Und weil sie sich so mit dem Tod beschäftigte, beschloss sie, Sterbebegleiterin zu werden. Zu Beginn des Buches erklärt die Autorin erst einmal, wie es dazu kam, dass sie dieses Ehrenamt ausüben wollte, dann erzählt sie von ihrer Ausbildung und welche Aufgaben sie in diesem halben Jahr durchlaufen musste. Schon da hatte ich öfter einen Kloß im Hals, denn das war nicht ohne. Immer ging es darum, sich in Menschen einfühlen zu können, die bald sterben werden. Ich fand allein das bewundernswert – persönlich habe ich eine dermaßene Heidenangst vor dem Sterben, dass ich das nicht könnte. Als sie zum Abschluss einen Nachruf für sich selbst verfassen musste, kam ihr die Idee, diese Gelegenheit auch den Menschen zu geben, die sie begleitete. Daraus entstand eine Sammlung vieler verschiedener Leben – manche waren glücklich damit, wie sie gelebt haben. Manche bereuen vieles. Manche haben abgeschlossen. Manche haben Angst. Es sind Männer und Frauen, die erzählen, Alte und Junge. Es gibt so viele verschiedene Leben wie Personen, die davon berichten. Keines gleicht dem anderen. Und aus jedem kann man lernen – denn vom Tod aus zu denken, mag – wie die Autorin schon selbst sagt – zuerst wunderlich erscheinen, lässt einen aber erkennen, ob man mit seinem jetzigen Leben zufrieden ist. Diese Geschichten liest man nicht hintereinander weg, schließlich handelt es sich hier um die letzten Gedanken sterbender Menschen. Vielmehr sollte man das Gelesene immer wieder nachklingen lassen, um vielleicht seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen.

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Die ehemalige Geschäftsführerin von MTV, Christiane zu Salm, ließ sich als ehrenamtliche Sterbebegleiterin ausbilden. In diesem Buch lässt sie ganz verschiedene Menschen zu Wort kommen. Den KfZ-Mechatroniker, die Frau aus dem Supermarkt, Junge und Alte. Wie betrachten diese Menschen ihr Leben, wenn Sie wissen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt? Die persönlichen Nachrufe sind in diesem Buch gesammelt. Es ist kein Buch über das Sterben, sondern eines über das Leben. Manche Menschen haben Angst vor dem Tod. Zu denen gehöre ich nicht. Bedingt durch meine Arbeit, habe ich selbst ganz oft mit dem Tod zu tun. Oft frage ich mich, ob diese Menschen noch etwas zu sagen gehabt hätten. Bücher zu diesem Thema finde ich deshalb sehr interessant. „Dieser Mensch war ich“ hat mich deshalb sofort angesprochen und wurde von mir in einer Nacht komplett verschlungen. „Wer dieses Buch gelesen hat, wird sein Leben noch mal überdenken.“ Maria Furtwängler Christiane zu Salm, die früher Geschäftsführerin von MTV war oder den Fernsehsender 9Live aufgebaut hat, scheint zu Beginn nicht unbedingt die Autorin, von der man ein solches Buch erwartet. In einer 17 seitigen Einführung erfährt der Leser jedoch, was sie zu diesem Schritt bewogen hat und wie es zu diesem Buch kam. Dann beginnen die einzelnen Erzählungen. Manche sind hoffnungsvoll, andere sind ziemlich traurig und regen zum Nachdenken an. Gerne hätte ich manchmal noch mehr zum jeweiligen Menschen erfahren. Die Informationen dazu sind aber nur recht dürftig. Man findet lediglich einen Namen, manchmal auch ein Alter und die Art der Erkrankung. Die Autorin schreibt die Erzählungen so, wie die jeweiligen Personen sie wiedergegeben haben. Nichts ist beschönigt oder verändert und genau das macht es auch so authentisch. Im Schnitt sind die Nachrufe, aus Deutschland und den USA, zwei Seiten lang und damit natürlich sehr schnell zu lesen. "Wo ist bloß die Zeit hin, und was haben wir denn all die Jahre gemacht, in denen wir unsere Träume geträumt haben, statt sie zu leben?“ S. 64 Wenn an mit dem Lesen fertig ist, dann nimmt man einige Weisheiten mit. Man sieht manches vielleicht ein wenig anders und wird ganz sicher beginnen, manches zu hinterfragen. Man sollte nicht zu lange warten, um sich Träume zu erfüllen, sich mit lieben Menschen zu versöhnen oder Dinge gerade zu rücken. Schneller als man meint, ist das nämlich nicht mehr möglich. Fazit: Ein berührendes, nachdenklich stimmendes und gleichzeitig auch hoffnungsvolles Buch über das Leben und Sterben. Es gibt den nötigen Anstoß um über das eigene Leben nachzudenken und sich ganz kritisch mit der Frage „Habe ich je richtig gelebt?“ auseinanderzusetzen. Für jeden, der sich für diese Thematik interessiert, eine absolute Empfehlung.

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