Leserstimmen zu
Freitags in der Faulen Kobra

Stefan Nink

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"Weiter, immer weiter!"

Von: Carmen Vicari aus Dossenheim

20.04.2014

Siebeneisen ist bei seiner Suche aus dem ersten Buch in Indien gelandet. Dort konnte er Matthew O'Shadys ausfindig machen. Dieser arbeitet inzwischen als Yogalehrer im Palast des Maharadschas von Joompla. Den Maharadscha plagen Geldsorgen, so dass er seinen Palast zu einem Hotel umfunktioniert hat. Aber er hat noch eine weitere Idee. Vor Jahren gab es in seiner Familie einen Glücksbringer in Form einer Ganesha-Statue. Doch um sie vor Feinden zu schützen, wurde sie in sieben Teile zerlegt und von James Cook in der ganzen Welt versteckt. Vom Maharadscha erhält Siebeneisen den Auftrag, alle Teile der Statue zu finden und wieder zurück zu bringen. Doch die Zeit läuft gegen ihn, denn eine andere Person macht auch Jagd auf die Teile und scheint ihm immer einen Schritt voraus zu sein. Das Buch ist die Fortsetzung von „Donnerstags im Fetten Hecht“. Obwohl ich den Vorgängerband nicht kannte, kam ich gleich mit der Geschichte zurecht. Siebeneisen, Wipperfürth und der Schatten werden dem Leser schnell vertraut. Durch kleinere Rückblicke, erhält man auch einen Einblick in die vorangegangene Geschichte sowie die Beziehungen der drei Protagonisten zueinander. Während sich Siebeneisen auf Weltreise begibt, um buchstäblich die Nadel im Heuhaufen zu suchen, bleibt Wipperfürth in Indien zurück und stellt im Archiv des Maharadschas Nachforschungen an, wo denn die sieben Teile Ganeshas zu finden sind. Siebeneisen begibt sich auf Spuren von James Cooks dritter Südseereise. Dadurch erhält die Geschichte einen realen Bezug, der für mich sehr interessant war. An den verschiedenen Stationen, lernt der Leser die Eigenschaften der Bewohner und der Landschaft kennen. Kann so eintauschen in eine fremde Welt, fremde Kulturen und eine aufregende Schatzsuche. Bei dieser Schatzsuche verläuft natürlich nicht immer alles nach Plan und nicht zuletzt die Reiseplanung von Wippenfürth ließen mich mehr als einmal auflachen oder schmunzeln. Siebeneisen selbst strahlt eine gewisse Sympathie aus, die von seiner Tolpatschigkeit noch überstrahlt wird, ohne ihn dabei lächerlich zu machen. Eine kleinere, jedoch nicht unbedeutende Rolle nimmt die faule Kobra ein, die in der gleichnamigen Teestube wohnt und auf Rockmusik steht. Die Geschichte ist kurios, spannend, lehrreich und bietet einen großen Unterhaltungswert. Ich habe mich gerne von Stefan Nink zusammen mit Siebeneisen auf die Reise rund um den Globus begeben. Gepackt vom Abenteuer- und Reisefieber hätte die Suche meiner Meinung nach noch viel länger andauern können. So allerdings kehrten wir irgendwann nach Indien zurück, in der Hoffnung, bald wieder auf Reise gehen zu können. Der Autor ist selbst Weltreisender, was man sehr gut an detaillierten Beschreibungen der Orte, Einwohner und Kulturen feststellen kann. Zeitgleich beherrscht es der Autor, sein Wissen so zu verpacken, dass es in eine spannende und witzige Geschichte gepackt ist, bei der man neben der Unterhaltung auch noch etwas lernt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf das nächste Buch von Stefan Nink. Bis dahin werde ich einen Schritt zurückgehen und mich in den fetten Hecht begeben. Fazit: Eine spannende, witzige und lehrreiche Weltreise zwischen zwei Buchdeckeln, die den Leser mitnimmt und mit Abenteuer- und Reisefieber ansteckt. Das Buch ist auch ohne Vorkenntnis des ersten Bandes sehr gut und verständlich lesbar.

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