Leserstimmen zu
Die Engel warten nicht

Dirk van Versendaal

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Knut Giovanni Myrbäck – mit so einem Namen kann das Leben nicht gutgehen. Myrbäck ist ein mittelgroßer Kleinganove, der gemeinsam mit seinem Kumpel Jan Holzapfel nach Auftrag des Polen Luxuslimousinen in Hamburg und Umgebung klaut. Die Wagen gehen dann sofort in den Osten und die Sache ist gelaufen. Bis bei einem Job alles schiefgeht – der Audi Q7, den die beiden für Staczek, den Polen, beschaffen, ist kaum in der zwielichtigen Werkstatt ihres Komplicen Raschke abgestellt, als die Werkstatt (und Raschke) in die Luft fliegen. Dann wird bei Drochtersen eine verbrannte Leiche gefunden – und Myrbäck und Holzapfel können den Polen nicht mehr erreichen. Irgendjemand scheint hinter ihnen her zu sein. Wer - das weiß man nicht, aber besser, man haut erstmal ab – nach Nynäsham, einer Kleinstadt südlich Stockholms, zu Holzapfels Schwester Heidi, einer frustrierten Schulkrankenschwester, die sich um Sassie Linné kümmert, ein wildes Mädchen, das allerdings derzeit eine Hausarrest-Strafe verbüsst und deshalb eine Fußfessel trägt. Sassies Vergangenheit ist eng mit Chistiania verbunden, der geduldeten "Autonomen Zone" in Kopenhagen. Schnell fühlt sich Myrbäck zu der unkonventioniellen Sassie hingezogen – und während er zusammen mit Holzapfel in Kopenhagen mit Autodiebstählen wieder auf die Beine zu kommen versucht, entwickelt sich eine spröde, nicht ganz problemfreie Liebesbeziehung zwischen den beiden. Eine sehr präzise und mit Blick aufs Detail erzählte Gauner- und Ganovengeschichte aus Norddeutschland und Schweden – mit Protagonisten, die einem langsam aber sicher ans Herz wachsen – und zwar um so mehr, desto mehr sie vom Pech verfolgt werden. Myrbäck und Holzapfel sind die Art von Stehaufmännchen, die man einfach gern haben muss. Auch wenn man immer befürchten muss, dass sie dir den Wagen klauen, sobald du ihnen den Rücken zudrehst. Pulp Fiction made in Germany – frisch, lebendig, komisch und spannend.

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Zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben ist nicht so ganz einfach, weil es nicht nur wirklich langweilig war, weil Dirk van Versendaal wirklich wahnsinnig viele Ideen in das Buch packen wollte und sie dabei einfach verheddert hat, wodurch man als Leser einfach den Überblick über die ganze Verwicklungen verliert und dann wird doch Rückblenden (die zwar als solche überschrieben sind) noch mehr Verwirrung für den Leser gestiften. Also wir haben erstmal den wirklich gut klingenden Klappentext, der eigentlich auf einen wirklich interessanten Krimi schliessen lässt, aber leider kann der Klappentext nicht das halten, was er verspricht. Einen kurzen Handlungsabriss kann man trozdem versuchen, in wenige Sätze zu packen: Knut Giovanni Myrbäck und Jan Holzapfel sind Autodiebe, die einen Audi Q7 in Auftragstehlen sollen. Dieser Diebstahl sorgt allerdings dafür, dass sie plötzlich in eine Bedrängnis geraten, welche sie zwingt, zu Jans Schwester Heidi, die in Nynäshamm, eine Kleinstadt südlich von Stockholm lebt, zu flüchten. In dem Auto befand sich nämlich ein Kästchen und in diesem Kästchen befindet sich ein Geheimnis, was mit Geld nicht zu bezahlen ist, was aber Menschenleben kosten könnte. Bei Heidi lebt gerade die verletzte Sassie, die sich den diebischen Duo anschliesst und dadurch, ebenso wie Heidi, in einen gefährliche Lage gerät... Soweit kommt man mit der Handlung noch klar, aber leider wird es danach sehr verwirrend, zeitweise hat man das Gefühl, man liest einen Polizeibericht, weil man die Emotionen gar nichterst aufkommen. Es ird zwar immer wieder bedroht und erpresst, aber trotzdem ist man dadurch nicht mitgenommen, weil man manchmal den Sinn hinter der Drohung gar nicht so wirklich wahrnimmt. Ähnlich verhält es sich auch mit den Charakteren, etwas erfährt man über sie, aber leider kann man hinterher nicht sagen, dass man die Charakter einschätzen oder gar beurteilen kann. Sie sind eben da, aber zeigen trotzdem nicht wirklich, das sie zur Handlung gehören. Die Handlung im Buch plätschert leider nur so vor sich hin, schafft es aber zu keinem Zeitpunkt, mich wirklich zu fesseln, was schade ist, da die Grundidee zwar komplex, aber durchaus umsetzbar gewesen wäre, was aber Dirk van Versendaal nicht zu gelingen vermag. Fazit: Dirk van Versendaal versucht in seinem Buch, wirklich viele Ideen verarbeiten zu wollen, wodurch aber sowohl die Handlung, wie auch die Spannung sehr leidet. Ähnlich geht es einem leider auch mit den Charakteren, da man sie nicht wirklich kennenlernen kann, weil man sie nur als Beiwerk wahrnimmt. Der Plot ist eine gute Idee, aber die Umsetzung ist schwach und unspannend, was das ganze Buch leider schnell in der Vergessenheit geraten lässt.

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Schon als die Ganoven Knut Giovanni Myrbäck und Jan Holzapfel einen Audi Q7 stehlen wollen, klappt nicht alles nach Plan. Jan glänzt durch Abwesenheit. Derweilen sterben 2 Menschen, der eine wird brennend auf einem Acker gefunden, der andere stirbt in einer Autowerkstatt, die in die Luft geht. Knut und Jan türmen nach Schweden zu Jans Schwester Heidi, einer Schulkrankenschwester. Diese hat in ihre Wohnung Sassie aufgenommen, die mittels einer Schiene am Bein auf Hausarrest gesetzt wurde. Als die beiden Ganoven dann auch noch plötzlich türmen müssen, befreit sich Sassie kurzerhand von ihrer Beinschiene und geht mit den beiden mit. Unterschlupf finden sie in einem Haus, das Heidi während der Abwesenheit der Eigentümer housesitten soll. Aber sie werden verfolgt und die Verfolger sind ihnen nahe auf den Fersen... Als die beiden Ganoven Knut und Jan einen Audi Q7 auf Bestellung klauen, ahnen sie nicht, in welche Bedrängnis sie das bringen wird. In diesem Audi befindet sich ein Kästchen, das mit Geld nicht zu bezahlen ist. Die Eigentümer sind wenig amüsiert, dass es ihnen abhanden gekommen ist und machen sich auf die Spur, die Diebe zu finden. Das sind aber nicht die Einzigen, die ihnen auf die Pelle rücken und sie suchen. Dieses geheimnisvolle Kästchen wird einige Menschenleben kosten. Selbst die 4 Protagonisten verstecken es voreinander, man hat als Leser bald keinen Überblick mehr. Sie sind des Öfteren auf der Flucht, werden später erpresst und bedroht. Es passiert viel in dem Buch. Einiges wird nur am Rand angeschnitten, wie ein kurzer Blick auf Polizeiinternes. Personen kommen ins Bild, von denen man nie wieder etwas hört oder liest. Vieles erscheint chaotisch und unüberlegt, das keinen Sinn macht. Zwischendurch erfährt der Leser aus dem Jahr 1985, als Sassies Mutter starb. Während des Lesens nahm ich die Geschehnisse wahr, als wären sie weit weg unter einer Gummiblase. Es kam keine Spannung auf, sondern die Ereignisse wurden hintereinander erzählt, mir kam es leider sehr emotionslos vor. Der Plot versprach einiges, was aber nicht gehalten werden konnte. Die Story plätscherte so dahin, ohne mich fesseln zu können. Was mich ein wenig irritiert hatte, war das Fehlen von Anführungszeichen bei der direkten Rede. Oftmals hatte ich zu tun, wer denn nun was gesagt hatte, weil das nicht immer eindeutig war. Ich musste viele Stellen doppelt lesen, um den Sinn zu begreifen. Das störte den flüssigen Leseverlauf enorm. Für mich war dieses Buch leider eines von denen, das man schon vergessen hat, wenn man es zugeschlagen hat, schade eigentlich.

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