Leserstimmen zu
Die Ritter des Nordens

James Aitcheson

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Wir befinden uns im England des elften Jahrhunderts,‭ ‬so ziemlich genau im Jahr‭ ‬1070.‭ ‬Wilhelm der Eroberer,‭ ‬ein Normanne und damit kein Engländer,‭ ‬hat gerade den rechtmäßigen König von England,‭ ‬also einen Engländer,‭ ‬in einer fürchterlichen Schlacht bei Hastings überwältigt,‭ ‬getötet und sich selber zum König der Insel erklärt.‭ ‬Ganz England ist nun normannisch und überall geht es nunmehr französisch her.‭ ‬Alleine die Waliser und die Schotten mucken noch auf,‭ ‬überall im Land werden Grenzbefestigungen und Burgen gebaut und es könnte fast schon schön sein,‭ ‬würden da nicht auch noch die Dänen und Wikinger von allen Seiten irgendwie mitreden wollen.‭ ‬In diesem historischen Rahmen spielt unsere Geschichte,‭ ‬in der es um den Ritter Tancred geht.‭ ‬Nach der Schlacht von Hastings bekam dieser für sein treues Mitmachen und Unterstützen ein kleines Lehen an der Grenze zu Wales anvertraut.‭ ‬Dort beweist er sich als Bilderbuchritter,‭ ‬der gleichzeitig mutig,‭ ‬stark,‭ ‬königstreu,‭ ‬fair‭ ‬,‭ ‬nett und irgendwie ganz doll lieb sein kann.‭ "‬Ein Held,‭ ‬dem man überall hin folgen möchte‭" ‬rezensierte die‭ ‬Historical Novel Society und wir können diesem ohne wenn und aber zustimmen.‭ ‬Da unser Held ein Mann des Schwertes ist,‭ ‬wie im Verlaufe der Geschichte immer wieder herausgestellt wird,‭ ‬muss er auch bald wieder in den Krieg ziehen:‭ ‬Diesmal gegen die von Osten eindringenden Dänen,‭ ‬gegen die Waliser im Westen und einige rebellierende Engländer unter Führung eines entmachteten Prinzen.‭ ‬Zwischenzeitig wird Tancred mal einführt,‭ ‬kann sich befreien und stürzt sich wieder ins Schlachtengetümmel,‭ ‬um dann wiederum seinen Lehnsherrn und dessen Schwester aus Geiselhaft zu befreien.‭ ‬Nachdem die Waliser sein Lehen an deren Grenzanlagen geschliffen hatten,‭ ‬richtet der Held sich dank weiser Voraussicht schnell wieder auf,‭ ‬nur um dann erst recht weiter für den neuen König zu kämpfen und endgültig zum Held zu werden.‭ ‬James Aitcheson erzählt eine schöne und sehr glaubwürdige Geschichte.‭ ‬Sein Held und viele Nebenfiguren werden von ihm so dermaßen lebensnah dargestellt,‭ ‬dass man zeitweise den Eindruck hat,‭ ‬sie neben sich sitzen zu haben.‭ ‬Auch die vielen Schlachtgetümmel sind sehr lebensnah beschrieben,‭ ‬fast schon eher todesnah und mir persönlich geht es über ganze Strecken einfach etwas zu blutig daher.‭ ‬Aber was soll es,‭ ‬der Autor ist eben ein Mann und der Roman somit ein richtiger Männerroman‭! ‬Tiere kommen übrigens nicht drin vor,‭ ‬außer der in Mittelalter-Romanen üblichen Pferde für alle Zwecke und der überall herum streunenden Hunde,‭ ‬die von jedem getreten werden dürfen.‭ ‬Unterm Strich ist es aber ein toller Roman und wir können ihn alleine aufgrund der lebendigen und mitreißenden Schreibe des Autors uneingeschränkt empfehlen!

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