Leserstimmen zu
Mord mit Schnucke

Brigitte Kanitz

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Die Kommissarin Hanna Petersen wird in das Kaff Hasellöhne in der Heide strafversetzt. Die Einwohner sind weder zahlreich noch nehmen sie ihre neue Kommisssarin freudig auf. Aber schon nach ein paar Tagen liegt eine Leiche im Wald. An einen Unfall mag Hanna nicht glauben. Aber eine wildgewordene Schnuckenherde hat alle vorhandenen möglichen Spuren verwischt. Aber wie soll man denn einen klaren Kopf behalten, wenn die Vermieterin Wacholderschnaps brennt, ihr neuer Kollege wie ein nordischer Gott aussieht und auch der Dorfarzt nicht von schlechten Eltern stammt? Hanna ermittelt in alle Richtungen.... *seufz* Wie soll ich dieses Buch bewerten? Also um es gleich zu sagen, ich finde es doof, dass es bis jetzt keine Fortsetzung gibt! "Liebe Frau Kanitz, holen Sie dieses bitte schnellstmöglich nach :-) !!" Das Buch ist einfach klasse! Spannend, lustig (!), es nimmt immer wieder neue Wendungen ohne aufgesetzt zu wirken und die Personen sind einfach klasse ausgearbeitet. Ok, ok die Tiere auch *kicher* Nach dem lesen hat man einige seehr amüsante Bilder im Kopf haha Ne im Ernst, hier gibt es klare und giggelnde 5 von 5 Punkte Ganz liebe Grüße Susanne

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Wacholderschnaps und Heidschnucken

Von: Carmen Vicari aus Dossenheim

09.01.2014

Kriminaloberkommissarin Hanna Petersen wird in die Heide strafversetzt. Mühsam sucht sie sich den Weg nach Hasellöhne, den nicht mal ihr Navi Hansdieter zu kennen scheint. Als sie schließlich dort eintrifft, muss sie feststellen, dass sie keinen leichten Stand in dem 761 Seelenkaff haben wird. Hanna stolpert gleich an ihrem ersten Tag von einem Fettnäpfchen ins nächste. Der ganze Ort scheint ihrem dahingeschiedenen Vorgänger Karl Överbeck nach zu trauern. Auch ihre neuer Kollege Fritz Westermann begegnet ihr verhalten. Hat er sich doch Hoffnung auf eine Beförderung gemacht. Aber Hanna hat nicht viel Zeit, sich mit den Dorfbewohnern zu befassen, denn bereits 5 Tage nach ihrem Eintreffen geschieht ein Mord. Während einer Treibjagd wurde nicht nur der Bock von Schäfer Harry Vierßen, nein, auch der Banker Heiner Hansen wurde erschossen. Hanna erkennt gleich, dass dies ein Mord war, aber warum versucht Richard Graf von Fallersleben diesen Fall als Jagdunfall abzustempeln? Und was hat es mit dem Wilderer auf sich, der schon seit geraumer Zeit sein Unwesen in den gräflichen Wäldern treibt? Hanna und Fritz fangen an zu ermitteln und kommen dabei vielen Geheimnissen und Problemen auf die Spur, bei denen ihnen noch nicht einmal mehr der selbstgebrannte Wacholderschnaps helfen kann. Die Lüneburger Heide lädt den Leser nicht nur zum Träumen, sondern auch zum Lachen und Mitfiebern ein. Zumindest hat die Autorin Brigitte Kanitz dies mit ihrem Buch bei mir geschafft. Abgeschlagen in der Heide, fern des städtischen Großstadttreibens muss Hanna Petersen sich behaupten. Der Leser bleibt dabei zwar in der neutralen Position, jedoch bekommt er Hannas Überlegungen mit. Und diese sind manchmal ebenso verworren wie komisch. Als Zugereiste kann Hanna in einem 761 Seelendorf mit Glück erwarten, dass man sie nach rund 40 Jahren als eine der ihren akzeptieren wird. Ihre Arbeit muss sie aber dennoch gleich aufnehmen. Erst recht, nachdem bereits an ihrem fünften Tag dort einen Mord gab. Ihr Spürsinn, aber auch ihre seltene Gabe, mit der sie bei Berührung eines Menschen erkennen kann, ob dieser etwas vor ihr verbirgt, helfen ihr bei den Ermittlungen weiter. Brigitte Kanitz zeichnet hier ein ganzes Dorf mit vielen Facetten, wobei ihnen allen etwas gemein ist. Es scheint ein sehr trinkfestes Dorf zu sein. Luises selbstgebrannter Wacholderschnaps zieht regelmäßig seine Runden und dabei kommt es zu keinerlei negativen Ausfällen. Die Suche nach dem Mörder sollte eigentlich im Mittelpunkt stehen, jedoch gerät dieser rote Faden ein wenig in den Hintergrund, da man sich mehr über den Schlagabtausch zwischen Hanna und Fritz amüsiert. Auch Alfred, den Hanna vor dem Pferdemetzger rettet, spielt eine kleine feine Rolle. Trotz des amüsanten Teils kommt der Mordfall nicht zu kurz und der roten Faden zieht sich durch das Buch und hält den Leser gefangen. Man möchte wissen, wer nun der Mörder war. Allzu viele Verdächtige bietet dieser kleine Ort ja nicht. Aber wer sagt nun die Wahrheit und wer hat etwas zu verheimlichen? Fazit: Ein witziger, humorgeladener und leichter Heidekrimi, der den Leser in seinen Bann zieht, amüsiert und nüchtern, trotz des ganzen Wacholderschnaps, wieder her gibt. Meine Empfehlung für beschwingte spannende Lesestunden mit einem Regionalkrimi.

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Wo sich die Heidschnucken Gute Nacht sagen

Von: Monika Stutzke aus Berlin

15.12.2013

Kriminaloberkommissarin Hanna Petersen, die in Hamburg immer bei Beförderungen übergangen wurde, ist in die Pampa strafversetzt worden. Pampa ist in diesem Fall ein Dorf mit 761 Einwohnern namens Hassellöhne in der Lüneburger Heide, in dem sich nicht nur Fuchs und Hase, sondern eher die Heidschnucken Gute Nacht sagen. Von ihrem Kollegen, Polizeikommissar Fritz Westermann, wird sie nicht gerade mit offenen Armen empfangen, da er sich selbst den Posten erhofft hatte. Auch hat sie das ganze Dorf gegen sich, die lieber ihren Vorgänger Karl Överbeck wiederhaben wollten. Die Sache hat nur einen Haken, der war vor 3 Wochen gestorben. In dieser beschaulichen Gegend passiert 5 Tage nach ihrer Ankunft ein Mord während einer Jagd. Der Veranstalter, Graf Fallersleben ist der Erste, der versucht, den Mord als einen Jagdunfall aussehen zu lassen. Aber darauf lässt sich Hanna nicht ein und gemeinsam mit Fritz Westermann ermittelt sie in alle Richtungen, um den Mörder an den Banker zu finden ... Brigitte Kanitz ist es gelungen, einen humorvollen Heidekrimi zu schreiben. Die Beschaulichkeit und die ländliche Gegend kann man sich sehr gut vorstellen. Man fühlt sich beim Lesen regelrecht in die Lüneburger Heide versetzt. Hanna Petersen hat es nicht leicht, sich in dem Dorf zu behaupten. Sie ist eine Zugereiste und wenn sie Glück hat, könnte man das bereits nach 40 Jahren vergessen haben. Sie selbst gibt sich in diesem Dorf keine Zukunft, ja ihre Gedanken gehen bereits in die Richtung, nach der Aufklärung des Mordfalles ihre Versetzung zu beantragen. Zuerst bringt sie den Dorfarzt Johann Johannsen gegen sich, da sie sein Geheimnis entdeckt hat. Hanna hat eine seltene Gabe, mit der sie jedoch nicht hausieren geht. Sie kann bei Berührung spüren, ob jemand die Wahrheit sagt bzw. vom Gefühl her erkennen, ob er Böse ist oder nicht. Diese Gabe hilft ihr auch bei den Ermittlungen im Mordfall und bringt sie letztendlich auch auf die richtige Spur. Die Protagonistin ist eine taffe junge Frau, die sich auch in der Männerwelt behaupten kann. Sehr souverän ermittelt sie gemeinsam mit Fritz Westermann in dem Mordfall. Schnell ist es ihr gelungen, Fritz zu überzeugen und gemeinsam mit ihm an einem Strang zu ziehen. Wunderbar sind auch die Nebenfiguren gezeichnet, voran Hannas Vermieterin Luise, die nicht nur ein Zimmer vermietet, sondern im Dorf bekannt ist für ihren Wacholderschnaps, der oft und gern, auch in Mengen konsumiert wird. Überhaupt ist es ziemlich trinkfestes Dörfchen, es wird immer und überall getrunken, ohne dass es negative Ausfälle gibt. Sehr gefallen haben mir auch die Begegnungen mit Alfred, den Hanna gerettet und in ihr Herz gelassen hat. Eigentlich ist die Suche nach dem Mörder fast schon zweitrangig. Ich hatte mehr meine Freude an den Schlagabtauschen zwischen Hanna und ihrem Kollegen oder mit ihrer inneren Stimme. Immer für einen Schmunzler gut waren auch die Ideen von Fritz, ihre Handymelodien ständig neu zu programmieren. Wer möchte von seinem Handy schon mit "Hallo, hier spricht Edgar Wallace" (Seite 145) geweckt werden? Ich hatte viel Spaß während des Lesens. Ein humoriger Krimi, der mich mit der Auflösung des Mordfalles überrascht hat. Ein wunderbarer Plot, der sehr gut umgesetzt wurde. Wenn ich auch nicht glauben kann, dass alles in der Realität bestehen könnte, schmälert es nicht mein Vergnügen, das ich beim Lesen hatte.

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