Leserstimmen zu
Find me

Romily Bernard

Die Find Me-Bücher (1)

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Spannende Jagd

Von: Meggie

09.09.2016

Das Cover hat mich als erstes auf das Buch aufmerksam gemacht, als ich es beim Bloggerportal in den Vorschlägen gesehen habe. Ich finde es passt super dazu, dass die Protagonistin im Geheimen als Hackerin ihr Geld verdient und zugleich auch dazu, dass sie eben in all den wirren Wegen Tessas Mörder finden soll. für mich passte da einfach alles sehr gut zusammen. Die Geschichte ist ein toller Thriller für Jugendliche. Allein der Klappentext hatte bei mir schon ausgereicht, um mich zu packen und neugierig zu machen. Oftmals fühle ich mich von dem, was für Jugendliche dann eine spannende und auch etwas gruselige Ermittlungsgeschichte sein soll, schnell gelangweilt, weil sie nicht an das Niveau der Geschichten für Erwachsene heranreichen können, doch Romily Bernard hat mich überrascht. Schon auf den ersten Seiten ist die Geschichte spannend angelegt. Man bekommt einen Einblick in Wicks Leben und die Probleme sich in einer neuen Familie zurecht zu finden. Es wird schnell klar, dass sie sich nur ihrer kleinen Schwester zu Liebe anpasst, doch sie weiß, dass diese Welt nicht ihre ist. Dennoch bemüht sie sich. Trotzdem geht sie dem Dasein als Hacker nach, was einen wirklich tollen Aspekt der Geschichte ausmacht. Jedes Kapitel beginnt mit einem Tagebucheintrag aus dem Tagebuch von Tessa, das Wick ganz am Anfang findet. Die Einträge sind nicht chronologisch angeordnet, doch das Motto jedes Eintrages passt super zur Stimmung des Kapitels. Die Autorin schafft realistische Charaktere mit Ecken und Kanten. Wick schafft zwar vieles allein, aber dennoch ist sie kein Übermensch, der nachvollziehbare Schwächen hat und davon nicht einmal zu knapp. Obwohl die Protagonistin genauer beleuchtet wird und man auch viel über alle anderen erfährt, ist es nicht leicht den Täter zu erahnen, der hinter Tessas Tod steckt und ich war am Ende tatsächlich sehr überrascht, obwohl ich viele Vermutungen hatte und mir am Ende sogar recht sicher war, dass ich den Richtigen gefunden hatte. Pustekuchen! Durch den passenden Schreibstil der Autorin, der nicht aufgesetzt und doch in gewisser Weise ernst und manchmal auch sehr nervenaufreibend sein kann, wird das Buch abgerundet und zu einem absolut gelungenen Werk der Spannungsliteratur, was man gerade im Jugendbereich nicht so oft findet. Insgesamt eine klare Leseempfehlung für alle, die eine spannende Geschichte im Jugendbuch suchen, die von der ersten Seite an packt und am Ende zu überraschen vermag. Aussehen: ♥♥♥♥ Spannung: ♥♥♥♥♥ Schlüssigkeit: ♥♥♥ Emotionale Tiefe: ♥♥♥ Schreibstil: ♥♥♥♥

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Ich habe mich wahnsinnig darauf gefreut, mit "Find Me" zu beginnen. Es klang nach einem perfekten Thriller für mich: Eine Hackerin, ein totes Mädchen und ein unbekannter Täter, der ihrem näheren Umfeld auf der Lauer liegt. Vor allem der Aspekt des Hackens war ein ausschlaggebender Grund für mich, nach diesem Buch zu greifen. Ich habe bisher noch nichts in der Richtung gelesen, wollte es aber einfach mal ausprobieren - Und wurde keinesfalls enttäuscht! Die Geschichte beginnt ohne lange Einleitungen und einführende Erklärungen, sondern sozusagen mitten im Alltag von Wick. So hat es zwar etwas länger gedauert, bis ich mich in dem Buch zurechtgefunden habe, allerdings gefiel es mir so besser als mit seitenlangen Beschreibungen. Das Setting gefiel mir sofort, denn ich fand es sehr spannend, dass die Protagonistin nicht wie gewohnt behütet aufwächst, sondern schon einiges erlebt hat und mit einer Pflegefamilie zusammenwohnt. Die Kapitel hatten für mich meist die perfekte Länge von etwa fünf bis zehn Seiten. Dadurch, dass die Enden immer spannend ausgearbeitet waren, wollte ich sofort weiterlesen. Die Kapitel begannen immer mit einem Abschnitt aus dem Tagebuch des toten Mädchens. Sie waren willkürlich ausgewählt, allerdings immer so, dass sie genau zum Kapitel passten. So konnte man Tessas Gedanken viel besser nachvollziehen. Die Spannungskurve wurde immer steiler, und die Seiten flogen nur so dahin. Obwohl ich schon anfangs eine Ahnung hatte, die sich später auch als korrekt herausstellte, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, wie es mit Wick und ihrer Schwester weitergeht. Wick war übrigens eine wirklich tolle Protagonistin - Obwohl sie schon einiges durchgemacht hat, in der Schule nicht gerade beliebt und zeitweise auch von Selbstzweifeln geplant ist, blieb sie immer schlagfertig und scharfsinnig. Ihre Handlungen waren für mich stets nachvollziehbar, und ihre Vergangenheit hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Zwar gab es einige Verdächtige im Laufe der Geschichte, von denen ich dachte, dass sie eventuell etwas mit Tessas Tod zu tun haben könnten, aber leider hatte ich dennoch durchweg eine Person ganz besonders im Auge, die sich auf den letzten Seiten dann auch als Täter herausstellte. Das war ein bisschen Schade, denn natürlich macht es noch mehr Spaß einen Thriller zu lesen, bei dem man überhaupt keine Ahnung hat, worauf das Ganze im Endeffekt hinausläuft. Daher musste ich leider einen Punkt abziehen - Aber das ändert nichts daran, wie gut das Buch im Grunde ist! Dennoch fand ich den Showdown großartig, das Szenario und die Dramaturgie des Finales war durchweg greifbar, und es kam noch einmal richtig Spannung auf. Besonders erfreulich finde ich, dass die Fortsetzung "Remember Me" im September 2016 ebenfalls als Taschenbuch bei cbt erscheinen wird - Ich freue mich schon sehr darauf, über ein neues Abenteuer von Wicks Leben zu lesen. "Find Me" ist ein durchgehend spannender und packender Jugendthriller mit einer einzigartigen Protagonistin. Ich kann das Buch nicht nur Jugendlichen empfehlen, sondern auch Erwachsenen, die gern Thriller lesen. Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Schwalben.

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Inhalt: Wick findet vor ihrer Haustür mit dem Tagebuch ihrer ehemaligen Freundin Tessa. Diese hat Selbstmord begangen erfährt sie nach dem Fund. Sie wird neugierig und geht der Frage nach warum ihr das Tagebuch zugespielt wurde.. Zunächst NIcht ahnend das sie selber in großer Gefahr schwebt, denn der Täter hat sich schon sein nächstes Opfer ausgekuckt. Meine Meinung: Find me ist ein Thriller ab 14 Jahren und von Beginn an spannend und das nicht nur durch die Geschichte mit dem Tagebuch. Auch das Leben von Wick ist nicht gerade einfach und sorgt für viel Stoff für eine gute Geschichte. Diese startet schon etwas unheimlich und zeigt somit direkt was in ihr stecken könnte. Jetzt am Ende weiß ich das hier die Potenziale vollkommen ausgeschöpft wurden. Zu Kritisieren gibt es für mich nichts. Die Kapitel werden immer mit Ausschnitten aus Tessas Tagebuch begonnen, dabei ist die Reihenfolge willkürlich, aber immer passend. Im Tagebuch wird nicht der Name des Täters genannt, was mich dazu anregte natürlich zu rätseln wer es sein könnte. Es gab einige Verdächtige und doch war es am Ende eine Überraschung. Die Figuren haben Ecken und Kanten. Gerade Wick hat es nicht leicht. Ihre Hintergrundgeschichte ist schon sehr interessant aber auch auch aufregend. Sie lebt nun mit ihrer Schwester Lily bei Pflegeeltern und kann ihr altes Leben aus verschiedenen Gründen nicht loslassen. Auch kann sie sich nicht oder sehr schwer auf Gefühle einlassen, was sie etwas ruppig wirken lässt. Doch mir ist eine ruppige Figur in der Situation lieber, als eine aalglatte perfekte Situation. Wick passt einfach in die Geschichte. Ihr Pflegeeltern sind dagegen das Vorzeigepaar. Beide mit Job, scheinbar nicht schlecht gestellt nehmen sie Pflegekinder auf weil Bren selber keine Kinder bekommen kann. Todd kümmert sich um traumatisierte Kids und hilft Wicks Mitschülern auch bei der Trauerbewältigung. Griff ist wie Tessa ein alter Freund von Wick. Sie kennt ihn durch den Computerkurs und lässt ihn näher an sich ran, als jeden anderen außer ihrer Schwester. Er wirkte für mich nicht leicht durchschaubar. Am Ende fühlte ich mich sehr gut unterhalten und wäre nicht auf die Auflösung gekommen. Es gab schon in der Geschichte einige überraschende Wendungen, doch das Ende setzte dem Ganzen noch Einen oben drauf. Die Altersangabe ab 14 Jahren finde ich sehr gut gewählt. Es ist doch eine etwas unheimliche Geschichte in der zwar nicht viel Gewalt vorkommt, aber bei der man sich auch ein wenig in Wick rein versetzen muss um Wick zu verstehen. Ich denke das ist bei jüngeren Lesern nur bedingt der Fall.

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