Leserstimmen zu
Herzgift

Paula Daly

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€ 14,99 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Herzgift

Von: mamenu

09.04.2018

Klapptext Natty und Sean Wainwright haben ihrem Traum verwirklicht:Als Natty gleich zu Beginn des Studiums schwanger wurde,heirateten sie und eröffneten ein Bed and Breakfast.Inzwischen führen sie ein florierendes Hotel im idyllischen Lake Distrikt und haben zwei hinreißende Töchter. Doch ganz ungetrübt ist das Eheglück nicht.Immerzu ist Natty damit beschäftigt,To-do Listen abzuarbeiten,um allen Anforderungen und den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Dass sie dabei oftmals den Blick für das Wesentliche verliert,wird ihr schmerzlich bewusst,als ein Anruf aus Frankreich kommt:Ihre Tochter Felicity,auf Klassenfahrt,liegt im Krankenhaus. Natty macht sich sofort auf den Weg zu ihrem Kind ein Glück,dass ihre Freundin Eve gerade zu Besuch ist und Sean in ihrer Abwesenheit unterstützen kann. Doch als Natty nach Hause zurückkehrt,erwartet sie ein Albtraum:Eve hat ihr Mann ausgespannt und ihr Zuhause übernommen.Selbst ihre Töchter werden von Eve umgarnt.Natty ist fassungslos. Die sonst so enge Freundschaft wandelt sich in nackten Hass ein tödlicher Zweikampf beginnt. Meine Meinung Dies ist mein zweites Buch von Paula Daly und da mir das erste schon gut gefallen hat, musste ich auch dieses unbedingt Lesen. Die Geschichte fing erst ein wenig ruhig an, wo ich schon gedacht habe, wann kommt denn endlich eine Steigerung? Doch ich musste nicht lange darauf warten. Als Natty dann wieder zu Hause war, ging es mit der Spannung erst richtig Berg auf und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Da auch der Schreibstil leicht und flüssig ist, kommt man gut durch diese Geschichte. Die einzelnen Charakteren sind alle gut ausgearbeitet. Ich habe echt mit Natty gelitten und Sean hätte ich echt manchmal eine Ohrfeige geben können. Wie schnell Ihn Natty Ab serviert hat und alles auf einmal so Weggeschmissen hat, was die beiden sich doch so mühsam aufgebaut haben. Aber, da sieht man mal wieder, das Liebe blind machen kann. Also diese Geschichte hat mich richtig mitgerissen, auch wenn der Anfang etwas ruhig für mich war, bin ich hier dann doch sehr gut Unterhalten worden.

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€ 14,99 [D] € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empf. VK-Preis) Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-54736-4 Erschienen: 11.04.2016 Zum Buch: http://www.randomhouse.de/Paperback/Herzgift/Paula-Daly/Manhattan-Hardcover/e434623.rhd Eine glückliche Ehe, zwei hinreißende Töchter und ein florierendes kleines Hotel im englischen Lake District: Natty und Sean Wainwright stehen auf der Sonnenseite des Lebens. Das Glück wird getrübt, als die jüngere Tochter auf der Klassenfahrt schwer erkrankt. Natty macht sich sofort auf den Weg nach Frankreich – nur gut, dass ihre beste Freundin Eve gerade zu Besuch ist und Sean in Nattys Abwesenheit unterstützen kann. Doch als Natty nach zwei Wochen zurückkehrt, erwartet sie ein Albtraum: Eve hat ihr den Mann ausgespannt und ihr Zuhause übernommen. Selbst ihre Töchter werden von Eve umgarnt. Natty ist fassungslos. Die einst so enge Frauenfreundschaft wandelt sich in nackten Hass – und ein mörderischer Zweikampf beginnt ... Meine Meinung: Ich bin auf das Buch aufgrund einer sehr guten Rezension aufmerksam geworden. Das Cover gefällt mir dazu sehr gut, ebenso wie der Titel, er ist im nachhinein sehr passend gewählt. Der Einstieg in das Buch ist mir nicht ganz so leicht gefallen bis zur Wiederkehr von Natty nach Hause. Da hat mich das Buch dann komplett packen können und ich musste es in einem Rutsch durchlesen. Die Autorin hat es sehr gut geschafft, die Atmosphäre und die Gefühlswelt von Natty zu beschreiben. Ich kam mir teilweise selbst als die betrogene Ehefrau vor. Ich fand es auch sehr erschreckend, wie schnell sich Sean von seiner Frau abwendet, nur weil da eine hübsche Frau ist, die ihre Reize spielen lässt. Aber leider muss man ja sagen, dass das durchaus realistisch anzusehen ist. Die Charaktere fand ich total gut ausgearbeitet, vor allem "die beste Freundin" Eve war einfach nicht zu überbieten. Sehr realistisch dargestellt fand ich auch die Kinder von Natty und Sean, da Geschwister wirklich sehr unterschiedlich sein können. Die Story an sich ist natürlich nichts Neues, aber die Charaktere und der Verlauf der Geschichte, vor allem das sehr toll gemachte Ende, konnten mich wirklich begeistern. Alles in allem kann ich hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben. Mir hat das Buch schöne Lesestunden bereitet. Ich bewerte das Buch mit 5 Sternen, da es mir wirklich sehr gut gefallen hat.

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Seit langem hab ich mich mal wieder über einen Psychothriller gewagt und wurde nicht enttäuscht. Herzgift von Paula Daly hat mich wirklich sehr überrascht und überzeugt. Handlung Natty (Natasha) und Sean Wainwright führen eine gute Ehe. Sie sind seit 16 Jahren verheiratet, haben zwei Töchter und ein gutgehendes, kleines Hotel im englischen Lake District. Sie haben ein tolles Haus, fahren tolle Autos und können ihren Kindern jeden Luxus bieten. Dafür arbeiten sie hart – vor allem Natty, ohne sie läuft weder das Hotel, noch der Haushalt. Als sie jedoch überstürzt nach Frankreich abreisen muss, weil ihre jüngere Tochter Felicity auf ihrer Klassenfahrt einen Blinddarmdurchbruch erleidet, muss sie ihren Mann, ihre 16-jährige Tochter Alice und ihre beste Freundin Eve, die gerade zu Besuch ist, alleine zu Hause zurück lassen. Bei ihrer Rückkehr zehn Tage später ist nichts mehr wie es war, Sean gesteht ihr, sich unsterblich in Eve verliebt zu haben. Er zieht mit ihr ins eigene Hotel und lässt seine Frau und seine Kinder ohne Antworten zurück. Natty ist entsetzt und schockiert und kommt mit der Situation nicht zurecht, die Menschen in ihrer Umgebung denken, dass sie verrückt wird. Und dann macht sie sich daran herauszufinden, was während ihrer Abwesenheit passiert ist und entdeckt so einige Geheimnisse. Meinung Bereits der Prolog in diesem Buch ist sehr vielversprechend. Man weiß sofort, dass man sich auf so einige Irrungen und Wirrungen gefasst machen muss. Natty und Sean Wainwright führen eine gute, aber herkömmliche Ehe mit all ihren typischen Problemen: die Frau im Haus kümmert sich eigentlich um alles und ist auf sich selbst gestellt, ihr Mann führt Arbeiten nur dann aus, wenn man ihn dezidiert darum bitte und auch dann nicht immer mit Begeisterung. Natty schmeißt den Haushalt, kümmert sich um die Erziehung der Kinder, ums Hotel und seine Mitarbeiter und wenn sie dann nach einem anstrengenden Tag nach Hause kommt und ihren Mann seelenruhig zeitunglesend im Bett findet, dann ist es nicht sehr verwunderlich, dass sie auf die von ihm geforderten Zärtlichkeiten eher ablehnend reagiert. Sie bezeichnet sich selbst als schwierigen Menschen, leicht reizbar. Sean ist kein schlechter Mensch, er ist auch nicht faul, er hilft grundsätzlich wo er kann und unterstützt seine Frau, ihrer Meinung nach nur einfach nicht genug. Beide haben ihre Ausbildung geschmissen, als Natty mit 18 schwanger wurde und haben dann ihr erstes kleines Hotel eröffnet und nebenher die beiden Kinder groß gezogen. Als Felicity einen Blinddarmdurchbruch auf Klassenfahrt hat fährt Natty entgegen Seans Willen alleine nach Frankreich zu ihrer Tochter (sie steht unter Schock und er traut ihr das einfach nicht zu). Während ihres Aufenthalts bei Felicity wohnt ihre beste Freundin Eve, die gerade zu Besuch ist, in ihrem Haus und hilft Sean, solange Natty nicht da ist. Alleine im fremder Umgebung mit einem schwer kranken Kind macht sich Natty Gedanken um ihre Ehe, möchte, wenn sie zurück kommt, einiges verbessern, weil sie der Meinung ist, sich viel zu viel Gedanken um alles, außer ihrer Ehe, zu machen. Die Ehe durchlebte Höhen und Tiefen, wie jede andere auch und die beiden haben bisher immer wie Pech und Schwefel zusammen gehalten. Umso mehr steht sie unter Schock als Sean ihr nach ihrer Rückkehr aus Frankreich gesteht, sich in ihre beste Freundin verliebt zu haben. Im ersten Moment gibt Natty einfach auf, denkt sogar kurz über Selbstmord nach. Die Autorin hat die Gedanken und Gefühle der betrogenen Ehefrau toll beschrieben, ich konnte mich in Natty total hineinversetzen und habe so mit ihr mitgelitten und dann auch mit ihr mitgehasst. Denn Hass ist genau das, was Natty Eve gegenüber entwickelt. Nachdem sie Eve mit ihrem Auto rammt und diese Anzeige erstattet, habe ich mein Buch angebrüllt – ich hätte die Geliebte meines Mannes wahrscheinlich nicht so glimpflich davonkommen lassen. Aber das ist auch der Anstoss für Natty einen Weg zu finden, wie sie ihren Mann zurück bekommt und Eve aus ihrem Leben vertreiben kann. Ganz toll hat mir zum Beispiel gefallen, wie Paula Daly die Figur des Sean dargestellt hat. Wie einfach gestrickt er eigentlich ist, wie sehr er sich nach Anerkennung durch einen anderen Menschen sehnt und dadurch innerhalb kürzester Zeit auf die Anmache von Eve hereinfällt, anstatt mit seiner Frau darüber zu sprechen und sie nicht hinter ihrem Rücken zu betrügen, auch wenn er dann im Laufe der Geschichte echte Reue zeigt. Ein wenig unrealistisch fand ich den Zeitraum, in dem sich diese neue „Liebe“ zwischen Sean und Eve entwickelt, ist aber für die restliche Geschichte nicht relevant und daher wahrscheinlich eher kurz gehalten. Natty macht sich also auf die Suche, um irgendetwas über Eve herauszufinden, außer, dass sie eine wirklich eiskalte, berechnende, furchtbare Person ist. Die Boshaftigkeit dieser Person kommt in einer Szene mit der jüngeren Tochter so gut zur Geltung, dass ich beim Lesen echt Gänsehaut bekommen habe. Im Laufe der Geschichte findet man dann aber nicht nur das ein oder andere Geheimnis über Eve heraus, sondern auch andere Personen, von denen man es im ersten Moment nicht glauben kann, haben so manch düstere Vergangenheit. Das Buch ist wirklich toll geschrieben, die einzelnen Charakter wirken gut durchdacht und sehr real (inklusive der bösen Schwiegermutter). Auch die Figuren der beiden Kinder finde ich toll beschrieben, es kommt deutlich hervor, wie unterschiedlich Kinder doch sein können. Der Schreibstil ist einfach, da es sich bei den beschriebenen Personen ja im Grunde genommen um einfache Menschen handelt, aber das Buch wirkt nie langweilig. Und das Ende ist absolut überraschend. Fazit Absolut spannend, ein toller Einblick in die Psyche des Menschen. Empfehlenswert!

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Die Charaktere: Mit Natty Wainwright lernen wir unsere Hauptprotagonistin kennen. Sie ist eine äußerst geschäftige Ehefrau und Mutter und versucht es allen recht zu machen. Zusammen mit ihrem Ehemann Sean leitet sie ein Hotel. Für das Privatleben oder Sorgen um sich selbst hat sie wenig Zeit. Als ihre beste Freundin Eve ihr allerdings Sean ausspannt, erkennt sie, was wirklich wichtig im Leben ist. Zu spät realisiert sie, was sie falsch gemacht hat und dass sie ihre Ehe besser hätte pflegen müssen. Einst eine starke Frau, die sich nie unterkriegen lassen hat, wirft sie das Schicksal vollkommen aus der Bahn und lässt Wesenszüge zum Vorschein kommen, die sie lieber verdrängen möchte. Eve Dalladay ist die langjährige Freundin von Natty. Kennengelernt haben sie sich während des Studiums. Auch wenn Natty dachte, Eve sehr gut zu kennen, muss sie erkennen, dass sie sich schwer getäuscht hat. Eve ist die perfekte Schauspielerin. Sie weiß ganz genau, wie sie sich verhalten muss und was Menschen in diversen Situationen von ihr erwarten. Alles ist einhundertprozentig einstudiert und durchdacht. Sie hat erkannt, dass es nur so funktioniert. Sie krallt sich Sean, um ihn auszunehmen wie eine Weihnachtsgans. Eve ist eine absolut unsympathische Persönlichkeit, denn sie besitzt keine. Wer ist sie? Wie ist sie? Alles ist aufgesetzt und unecht - man weiß einfach nicht, wie sie wirklich tickt. Die Charaktereigenschaften sind wunderbar von Frau Daly dargestellt und konnten mich vollends überzeugen. Alle sind äußerst glaubwürdig und authentisch. Der Schreibstil: Die Autorin verliert sich manchmal in Ausschweifungen und dadurch wirkt die Geschichte stellenweise etwas zäh. Aber ansonsten ist der Schreibstil sehr flüssig und das Buch liest sich gut weg. Frau Daly stellt Natty in der 1. Person dar. Gerade zu Anfang spricht Natty direkt mit dem Leser, was ich bis dato noch nicht so häufig erlebt habe. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen. Es macht alles gleich viel persönlicher. Das Hauptaugenmerk liegt bei Natty, aber auch Eve und die Polizistin Joanne haben einige Parts bzw. Kapitel, in denen man ihre Sichtweise erfährt. Dies gibt einen guten Rundumblick. Das Ende: Schlicht und ergreifend kann ich hier sagen: Das Ende passt! Die Autorin bringt den Psychothriller zu einem überzeugenden Ende und der Plot wird dadurch abgerundet. Fazit: Ein flüssiger Schreibstil mit glaubwürdigen und überzeugenden Charakteren und einem Thema, das leider nie "aus der Mode" kommen wird. 4 1/2 von 5 Isis' litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

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Die Charaktere: Mit Natty Wainwright lernen wir unsere Hauptprotagonistin kennen. Sie ist eine äußerst geschäftige Ehefrau und Mutter und versucht es allen recht zu machen. Zusammen mit ihrem Ehemann Sean leitet sie ein Hotel. Für das Privatleben oder Sorgen um sich selbst hat sie wenig Zeit. Als ihre beste Freundin Eve ihr allerdings Sean ausspannt, erkennt sie, was wirklich wichtig im Leben ist. Zu spät realisiert sie, was sie falsch gemacht hat und dass sie ihre Ehe besser hätte pflegen müssen. Einst eine starke Frau, die sich nie unterkriegen lassen hat, wirft sie das Schicksal vollkommen aus der Bahn und lässt Wesenszüge zum Vorschein kommen, die sie lieber verdrängen möchte. Eve Dalladay ist die langjährige Freundin von Natty. Kennengelernt haben sie sich während des Studiums. Auch wenn Natty dachte, Eve sehr gut zu kennen, muss sie erkennen, dass sie sich schwer getäuscht hat. Eve ist die perfekte Schauspielerin. Sie weiß ganz genau, wie sie sich verhalten muss und was Menschen in diversen Situationen von ihr erwarten. Alles ist einhundertprozentig einstudiert und durchdacht. Sie hat erkannt, dass es nur so funktioniert. Sie krallt sich Sean, um ihn auszunehmen wie eine Weihnachtsgans. Eve ist eine absolut unsympathische Persönlichkeit, denn sie besitzt keine. Wer ist sie? Wie ist sie? Alles ist aufgesetzt und unecht - man weiß einfach nicht, wie sie wirklich tickt. Die Charaktereigenschaften sind wunderbar von Frau Daly dargestellt und konnten mich vollends überzeugen. Alle sind äußerst glaubwürdig und authentisch. Der Schreibstil: Die Autorin verliert sich manchmal in Ausschweifungen und dadurch wirkt die Geschichte stellenweise etwas zäh. Aber ansonsten ist der Schreibstil sehr flüssig und das Buch liest sich gut weg. Frau Daly stellt Natty in der 1. Person dar. Gerade zu Anfang spricht Natty direkt mit dem Leser, was ich bis dato noch nicht so häufig erlebt habe. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen. Es macht alles gleich viel persönlicher. Das Hauptaugenmerk liegt bei Natty, aber auch Eve und die Polizistin Joanne haben einige Parts bzw. Kapitel, in denen man ihre Sichtweise erfährt. Dies gibt einen guten Rundumblick. Das Ende: Schlicht und ergreifend kann ich hier sagen: Das Ende passt! Die Autorin bringt den Psychothriller zu einem überzeugenden Ende und der Plot wird dadurch abgerundet. Fazit: Ein flüssiger Schreibstil mit glaubwürdigen und überzeugenden Charakteren und einem Thema, das leider nie "aus der Mode" kommen wird. 4 1/2 von 5 Isis'

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Erst mal muss ich sagen, dass mir Natty als Mensch von Beginn an unsympathisch war. Ihre ganze Art und ihr Umgang mit den Kindern und mit ihrem Mann, einfach ihr ganzes perfektionistisches Gehabe, dem konnte ich nichts abgewinnen. Nichts desto trotz tat sie mir doch Leid. Das es Natty regelrecht die Füße unter dem Boden wegzog, ist durchaus verständlich. Keine Frau verdient es so von ihrem Partner hintergangen zu werden. Noch dazu von der scheinbar besten Freundin. Auch Sean ist mir nicht wirklich sympathisch. Auch wenn das glückliche Zusammenleben der Eheleute eher nach Außen hin mehr Schein als Sein hatte, war er zu schnell bereit sich auf Eve einzulassen. Und Eve hatte natürlich leichtes Spiel. Da brauchte sie gar nicht allzu tief in die weibliche Trickkiste zu greifen. Ein sexy Outfit, etwas Make-up und ein paar nette Worte und voila - sie hatte ihn an der Angel. Der Ablauf der Geschichte ist gut strukturiert, auch wenn mir die Sinnhaftigkeit einiger Handlungsabläufe nicht ganz klar waren. Die Psychospielchen waren ok, boten aber nicht wirklich Neues. Nattys Zorn und Machtlosigkeit war spürbar und man konnte sich gut in sie hineinversetzen. Doch reagierte sie, die Perfektionistin, die, die alles immer unter Kontrolle hielt mitunter kopflos und überschnell. In diesen Phasen war ihr Eve, auch wenn nur oberflächlich, um einiges überlegen. Als richtig spannend empfand ich die Geschichte nicht. Dafür waren mir die Charaktere zu oberflächlich und die Handlung zu seicht. Zugutehalten muss man der Autorin aber, auch wenn im Ablauf viel vorhersehbar war, sie auch einige Wendungen in die Geschichte brachte, welche für etwas mehr Bewegung und Richtungswechsel sorgten. Grandios fand ich den Schluss. "Liebe Beste Freundin, pass auf wie kaltblütig eine Beste Freundin sein kann, wenn du ihr den Mann ausspannst", kann ich da nur sagen! Mein Fazit: Ein schneller und einfach zu lesender Spannungsroman für zwischendurch. Ein bisschen Sex, ein bisschen Drama, aber wirklich Neues und Tiefgründiges bietet dieser Roman nicht. Für mich ein sogenannter “Ladythriller” den man sich zwischendurch als leichte Lektüre durchaus gönnen kann.

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Wenn der Klappentext schwärmt, Paula Daly besagt die Gabe, „feinste psychologische Nuancen“ einzufangen, dann ist dies zumindest im Thriller selbst in dieser hohen Form wiederzufinden. Eher generalisierend und nur an wenigen Stellen bietet Daly dem Leser Erklärungsmuster und spinnt feinste, psychologische Fäden (in der ein oder anderen Verführungsszene oder wenn sich eine Mutter im Buch Gedanken über Narzissmus macht). Ansonsten verbleibt Daly in der Motivation des Handelns ihrer Personen eher ein Stück an der Oberfläche, bietet aber nichtsdestotrotz eine sehr geschickt und strategisch auf den punkt auftretende Frau, die nicht zeigt, was sie will, dies aber sehr genau weiß. Wie sie auch weiß, wie sie bekommt, was sie will. Wobei im Lauf der Ereignisse aus dieser einen trickreichen Frau durchaus zwei Frauen werden, denn Natty wird, nachdem sie erst einmal gründlich schockiert ist, danach gründlich in die Ecke getrieben sich wiederfindet und zudem alles beginnt, gegen sie zu sprechen, das Feld nicht kampflos räumen. Im Gegenteil, was das Ende des Thrillers angeht, erschauert der Leser fast vor dem, was an Härte auch in Natty liegt. Das hätte man von dieser hart arbeitenden, sich als Mutter aufopfernden Frau kaum gedacht. Zudem bietet der Verzicht auf seitenweise tiefe und psychologische Erläuterungen über mögliche „Krankheitsbilder“ einen zweiten Vorteil. Das Tempo im Buch wird durchgehend hochgehalten, die emotionale Nähe des Lesers bei den Beteiligten, vor allem für die beiden beteiligten Kinder wird immer wieder neu unterfüttert, so dass durchaus eine spannungsreiche Unterhaltung entsteht. Wer gewinnt, wer verliert, warum tun die, was sie tun und wer wird alles am Ende als Opfer im Raum stehen, das sind die Fragen, die Paula Daly von Beginn an mitschwingen lässt, die sie an den entsprechenden Stellen auch mit nachdrücklicher Härte umsetzt und den Leser darin immer wieder neu „aufschreckt“. In eher einfacher, schlichter Sprache und mit einigen doch eher unglaubwürdigen Verkettungen (wie schnell da der ein oder andere Mann mit glasigen Augen fast sabbert, wie wenig so manches an der Geschichte von Eve anfangs hinterfragt wird, wie schnell man scheinbar „aus dem Verkehr“ gezogen werden kann) entfaltet Daly so zwar nicht unbedingt hoch realistisch, aber dennoch hoch-spannend das Wirken einer „Femme Fatal“ und das Werden zu einer, zumindest in Teilen, einer eher burschikosen Frau zu einer ebensolchen „Femme Fatal“, wenn es um Schutz und Rettung ihres Lebensgebäudes geht. Auch wenn das ein oder andere nicht ganz auserzählt wirkt und manche Hintergründe ein Mehr an Erläuterungen verdient gehabt hätten, unterhaltsam und spannend ist das Buch allemal und auch in Kleinigkeiten (was die Schwiegermutter und deren Haltung zu Natty angeht) lassen Boshaftigkeiten hier nicht lange auf sich warten.

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