Leserstimmen zu
Das Geheimnis von Fairfleet

Eliza Graham

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Fairfleet, ein altes Gemäuer voller Geheimnisse. Als man Rosamund Hunter, einer ausgebildeten Krankenschwester und Sterbebegleiterin, anbietet, den Besitzer Benny Gault bis zu seinem Tode zu pflegen, fällt es ihr erst nicht leicht, Ja zu sagen. Sie selber verbindet mit Fairfleet schöne Erinnerungen aus frühester Kindheit, die mit einem furchtbaren Erlebnis endeten. Benny Gault, der Besitzer des Anwesens, liegt im Sterben. Er kämpft Zeit seines Lebens mit einem Geheimnis, das ihn schwer belastet. Werden diese beiden Menschen jemals mit ihrer Vergangenheit abschließen können? ... Rosamund Hunter kommt nach so unendlich vielen Jahren wieder nach Fairfleet. Das Anwesen gehörte einst ihrer Großmutter, Lady Harriet Dorner, bei der sie einige Zeit mit ihrer Mutter und dem Bruder lebte. Als diese verstarb, fielen sie in ein tiefes Loch, wurde sie doch von allen geliebt und verehrt. Von da an war ihre Mutter für Fairfleet verantwortlich, was sie zunehmend überforderte, weil schon allein die Erbschaftssteuern nicht aufzubringen waren. Ein wenig Besserung erhofften sie sich nach dem Einstellen eines Gärtners, was eine weitere schwerwiegende Entscheidung zur Folge hatte. Nun wieder dort vor Ort sucht sie nach einem geheimnisvollen Brief aus der Vergangenheit. Benny Gault kam 1939 mit einem Kindertransport von Deutschland nach England. Eine Organisation ermöglichte es, jüdische Kinder in Sicherheit zu bringen. Benny landet mit ein paar anderen Jungen in Fairfleet bei Lord und Lady Donner. Lady Harriet Donner war bedeutend jünger als ihr Mann und liebte das Fliegen als Pilotin. Während des Krieges brachte sie verschiedene Maschinen zu ihrem Bestimmungsort und war somit viel unterwegs. Trotz allem interessierte sie sich immer für die Jungen und versuchte. Lord und Lady Donner sorgten dafür, dass die Jungen eine vernünftige Ausbildung in England bekamen. Für Benny war es die schönste Zeit seines Lebens. Viele Jahre später erhält er die Möglichkeit, Fairfleet zu kaufen. Er packt die Gelegenheit beim Schopf, hat er doch Fairfleet immer für sein eigentliches Zuhause gehalten. Und doch verbindet ihn mit Fairfleet ein Geheimnis, das ihn auch nach so vielen Jahren noch immer beschäftigt und nicht ruhen lässt. Die beiden Protagonisten treffen in der Gegenwart aufeinander, Benny liegt im Sterben und Rosamund wird ihn bis zu seinem Tod begleiten. Sie verstehen sich und sie beginnen einander zu vertrauen, was soweit geht, dass jeder dem anderen sein Geheimnis offenbart. Es ist ein wunderbares Buch, in dem die Autorin gekonnt zwei Vergangenheitsstränge mit der Gegenwart verknüpft. Als Leser nimmt man Anteil am Schicksal des Jungen Benny, der als Jude aus Deutschland verschickt wurde, um ihn zu schützen und zu retten. Benny trifft auf Lady Donner, die er verehrt und vergöttert und würde alles für sie tun. Ebenso nimmt man teil am Leben von Rosamund, die eine Zeit bei ihrer Großmutter Lady Donner lebte. Als Leser habe ich mit ihr gehofft und gebangt, dass es ihnen gelingen möge, Fairfleet zu erhalten, aber das Schicksal hatte anderes mit ihnen vor. Das Leben geht doch so manches Mal seine eigenen Wege. Bennys und Rosamunds Leben war jeweils eng mit Fairfleet verbunden und veränderte beider Leben nachhaltig. Dieses zu erleben und als Leser hautnah dabei zu sein, hat man die Gelegenheit mit diesem Buch. Die Autorin hat einen mitreißerischen Schreibstil, so dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Während des Lesens hatte ich so meine eigene Ahnung, was Benny anging, was sich dann auch bestätigte, das tat dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. Ich mag ja Bücher, in denen es um Geheimnisse aus der Vergangenheit geht. Dieses war ein wenig anders. Hier galt es kein lange verlorenes Geheimnis zu enträtseln, da die betroffenen Personen noch lebten und es selbst entschlüsseln konnten. Aber es hat Spaß gemacht, in die Vergangenheit einzutauchen und über Geheimnisse zu lesen. Wem das genau so viel Freude macht wie mir, dem empfehle ich dieses Buch sehr gern weiter.

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Zu diesem Buch habe ich gegriffen, weil ich Familien-Sagen mit verworrenen Geheimnissen unglaublich gerne lese. Und diese Buch hat gleich zwei davon... Eliza Graham hat es geschafft, alle 3 Zeit Ebenen der Geschichte raffiniert miteinander zu verknüpfen und sie an passenden Stellen ineinander über gehen zu lassen. Durch den flüssigen Schreibstil überfordern diese Sprünge den Leser allerdings nie, man bekommt eher das Gefühl mitten drin zu sein. Bei den verschiedenen Zeit Ebenen handelt es sich um Rosamunds Jugend, was so gegen 1984 in England gewesen sein müsste. Man kommt nicht drum herum, sie und ihre Familie sympatisch zu finden und Mitleid mit ihr zu haben, wegen... Nein, das werde ich natürlich nicht verraten. Benjamins Geschichte hingegen fängt schon wesentlich früher an, als er mit 11 Jahren vor dem Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen muss und in England eine neue Heimat finden soll. (Die Zeit in Deutschland bildet allerdings nur den Anfang, es handelt sich nicht um ein "Geschichtsbuch".) Die dritte Ebene ist das Heute in dem beide Charaktere aufeinander treffen. Schon nach wenigen Kapiteln hat man das Gefühl, das Buch nicht mehr beiseite legen zu können, man will nur noch eins: Das Geheimnis endlich lüften! Lediglich das letzte Kapitel hat mir nicht so sehr gefallen. Nachdem die Handlungsstränge der Vergangenheit abgeschlossen sind, wird auf wenigen Seiten der Strang der Gegenwart zum Ende gebracht. Daraus hätte man noch ein paar Seiten mehr machen müsse, dieses Kapitel lässt, ohne Hoffnung auf eine Fortsetzung, noch ein paar Fragen offen. Fazit: Dieses Buch bekommt von mir 4,5 Sterne. Wäre das letzte Kapitel noch ein ganz klein wenig weiter ausgearbeitet worden, wären es 5 gewesen. Zu empfehlen für alle diejenigen die Familien Geheimnisse, ganz gleich welchen Endes mögen. Erinnert an die Romane von Kate Morton, allerdings ohne die langatmigen Passagen die diese manchmal mit sich bringen.

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Das Buch hat mich wirklich überrascht. Ich fand das wirklich gut und genau das hat mich auch so sehr überrascht. Diese Buch spielt in verschiedenen Zeiten, mal in den 30er Jahren dann mal in den 50er Jahren und auch in der Gegenwart. Rosemunds Geschichte spielt auch mal in den 80Jahren, ihre Kindheit. Trotz der vielen Zeiten sind die Übergänge einfach wunderbar und auch sehr flüssig so das man kein Problem hat die Zeiten zu unterscheiden. Der ganze Schreibstil der Autorin ist einfach wunderbar denn der Schreibstil ist flüssig, sensibel und sehr einfühlsam so das man jede Menge Emotionen mitbekommt und mit den Figuren mitfiebert. Es gab ein paar kleine Dinge wo man schon wusste wie es weitergehen wird aber das hat den Fluss vom Lesen so gar nicht gestört, auch nicht den lauf der Geschichte. Mir haben alle der Handlungen in allen Zeiten gefallen und so hat es mir sehr viel Spaß gemacht den Roman zu lesen. Jeder der gerne Romane liest, ob historisch oder nicht, wird hier seine Freude habe denke ich mir. Dadurch das es kleine Stellen gibt wo man viel schon erahnen kann bekommt das Buch von mir 4 Eulen statt 5 Eulen.

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Deutschland, Ende der 30er Jahre: Der kleine Benjamin „Benny“ Goldman hatte Glück im Unglück. Er gehörte zu auserwählten Kindern jüdischer Abstammung die von ihren Familien oder Freunden vorsorglich nach England geschickt wurden. Mit im Gepäck hat er nur einen Fußball, den er krampfhaft festhält, bzw. wie einen Augapfel hütet, denn dieser erinnert ihn an eine wunderbare und einzigartige Freundschaft in Deutschland. Benny wird mit ein paar anderen Kindern zu Lord und Lady Dorner geschickt, die ein großes Anwesen auf dem Land besitzen, das den Namen Fairfleet trägt. Die Kinder bekommen die beste Schulausbildung und besonders Benny ist ehrgeizig und erlernt die neue Sprache im Nu. Dennoch schleppt er ein Geheimnis mit sich herum, dass ihm schwer zu schaffen macht. Obwohl er Lady Dorner sehr in sein Herz geschlossen hat, mag er sich ihr nicht anvertrauen… Fairfleet, Gegenwart: Die Kranken und Pflegeschwester Rosamond, nimmt den Auftrag; den schwer erkrankten und betagten Besitzer von Fairfleet, Benny Goult bis zu dessen Tod zu betreuen, gerne an denn so bietet sich ihr ein Vorwand, nach vielen Jahren der Abwesenheit noch einmal einen Fuß in ihr geliebtes Fairfleet setzen zu können. Außerdem ist sie auf der Suche nach einem wichtigen Brief, den ihre verstorbene Mutter einst verfasste, welche ebenfalls auf Fairfleet lebte. Benny entpuppt sich als liebeswürdiger, älterer Herr, der Rosamond gleich bekannt vorkommt. Und auch Benny entgeht nicht die Ähnlichkeit, die Rosamond mit einer Frau aus seiner Vergangenheit hat. Würden sie sich einander anvertrauen, könnten sie sich mit ihren Geschichten gegenseitig helfen, endlich ihren Seelenfrieden zu erlangen. Doch dann taucht ein gefährlicher Mann auf Fairfleet auf, der Rosamonds dunkelstes Geheimnis kennt und Unruhe stiften will… Nachdem ich vor einiger Zeit Eliza Grahams Roman „Das geheime Bild“ las, welcher mir sehr gut gefallen hatte, konnte ich auch bei ihrem aktuellen Buch „Das Geheimnis von Fairfleet“ nicht widerstehen, zumal der Klappentext eine spannende und geheimnisvolle Geschichte versprach. Die Story wird gleich auf drei Zeitebenen vorangetrieben. Während bei den Geschehnissen, die Ende der 30er Jahre spielen, Benny im Fokus steht, bekommt man es in den 80er Jahren und in der Gegenwart mit Rosamond als Hauptfigur zu tun. Rosamonds Romanpassagen werden dann auch in der „Ich-Form“ , also aus ihrer Sicht erzählt, was sie mir beim Lesen etwas näher brachte, da man sich so sehr gut in ihre Gefühlswelt hineinfinden kann. Doch auch Bennys tragische Geschichte in Zeiten der Judenverfolgung hat mich sehr berührt. Sein Geheimnis bleibt für den aufmerksamen Leser zwar nicht lange ein Geheimnis, doch die überaus tragische Rolle, die er in seiner Story einnimmt, lässt den Leser oftmals betroffen innehalten. Man hofft bis zuletzt, dass sich sein Leben trotz allem glücklich entwickeln wird. Rosamonds Kindheitserlebnisse auf Fairfleet lassen einen ebenfalls nicht kalt. Hier ist es die Mutter von Rosamond, die sich gegen einen tyrannischen Freund behaupten muss. Mit überaus katastrophalen Folgen für die ganze Familie… Ich kann nicht sagen, welcher von den Handlungssträngen mir besser gefallen hat, denn sie sind allesamt atmosphärisch dicht verfasst, so dass man sich als Leser tief in die Geschichten fallen lassen kann. Sehr gut gefallen hat mir neben dem ansprechenden Schreibstil der Autorin auch, dass sich die Figuren im Laufe der Zeit weiterentwickeln und sich am Ende gegenseitig helfen können. Zwar habe ich dann am Ende reichlich Tränen vergossen, doch klang die Story auch nach dem Lesen noch einige Zeit in mir nach, weil sie mir sehr unter die Haut ging. Beide Hauptfiguren sind charismatische Persönlichkeiten, die man schnell in sein Leserherz schließt, was diesen Roman zusätzlich auszeichnet. Kurz gefasst: Berührender, geheimnisvoller Unterhaltungsroman voller Tragik und Emotionen, indem zwei Menschen auf der Suche nach Vergebung sind.

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