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Leserstimmen (15)

Nicci French: Dunkler Donnerstag (Psychologin Frieda Klein als Ermittlerin) (4)

Dunkler Donnerstag Blick ins Buch

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-328-10010-2

Erschienen: 08.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback, eBook (epub)

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Es wird persönlich...

Von: Bine Datum : 19.06.2017

beautyglace.blogspot.co.at/

Noch nie war es so persönlich für Frieda Klein.
Eine alte Klassenkameradin meldet sich bei Frieda und bittet sie, ein Gespräch mit ihrer Tochter zu führen. Sie wohnen noch immer in Braxton, den gleichen Ort aus dem auch Frieda kam und da sie zwar nicht beste Freundinnen waren aber Frieda sie doch kennt, willigt sie ein.

Das Mädchen ist sehr offensiv und möchte kein Essen in sich behalten, da sie sich davor ekelt, etwas in ihren Körper zu stopfen. Frieda ahnt, dass es kein exzessiver Körperkult ist, der dieses Mädchen dazu zwingt, Nahrung zu verweigern. Bereits beim ersten Gespräch mit ihr verrät das Mädchen, dass sie in ihrem Zimmer eines Nachts vergewaltigt wurde. Es war ein Mann mit einer Maske und er meinte zu ihr, sie solle diese Vergewaltigung nicht weiter erzählen, da ihr ohnehin keiner glauben wird.

Traurigerweise hat er recht. Die Mutter denkt, dass sich ihre Tochter nur wichtig machen möchte (dabei wurde sie ja erst dazu gedrängt zu einer Psychotherapeutin zu gehen!). Doch Frieda glaubt ihr und alte Wunden reißen in ihr auf.

Auch sie wurde in Braxton von einem Mann besucht. Auch er hatte eine Maske auf. Auch er hat sie vergewaltigt. Sie hat bis jetzt niemanden davon erzählt. Weder ihren Psychotherapeuten Reuben noch ihren Freund Sandy.

Auch damals hat ihre Mutter Frieda nicht geglaubt. Frieda ging dennoch zur Polizei und als dann der Hauptverdächtige im Gefängnis starb, dachte Frieda die Sache sei erledigt.

Frieda reist zurück nach Braxton in ihre Heimat. Viel hat sich verändert, doch eines blieb scheinbar gleich. Ist es der gleiche Täter der erneut sein Unwesen treibt? Wie viele Mädchen wurden in der Zwischenzeit ebenfalls vergewaltigt und leiden still? Wie viele wird es noch geben?

Auch dieser Teil der Reihe hat mir gut gefallen. Man lernt in diesem Teil den Mensch Frieda etwas besser kennen. Spannend sind alle Teile sowieso! Ich empfehle einen Schal mit auf die Sonnenliege zu nehmen, denn es wird eisig.

Schöner Thriller

Von: Jessica Datum : 05.06.2017

buecher-liebe.de

„Dunkler Donnerstag“ ist bereits der vierte Teil der Frieda Klein-Reihe. Die ersten drei Teile habe ich nicht gelesen, was dem Verständnis aber keinen Abbruch getan hat.

Die Geschichte entwickelt sich nach und nach, wodurch ein sehr angenehmer Spannungsbogen entsteht.

Frieda entdeckt einige Parallelen zwischen der Vergewaltigung von Becky und ihrer eigenen Vergangenheit. Sie kehrt daher zurück in ihre Heimatstadt und fängt an, etwas genauer zu ermitteln. Sie trifft auf einige alte Bekannte und stellt fest, dass man vorsichtig sein sollte, wem man traut.

Es dauert ziemlich lange, bis man dem wahren Täter auf der Spur ist. Alle in Frage kommenden Personen haben ihre komischen Seiten, so dass auf den ersten Blick fast jeder der Täter sein könnte. Aufgedeckt wird es dann aber natürlich am Ende des Buches, so dass der Spannungsbogen auch lange erhalten bleibt.

Fazit

Eine spannendes Buch, das zwar erst einmal etwas Zeit zum Spannungsaufbau benötigt, diese bleibt dann aber lange erhalten.

Dunkler Donnerstag

Von: SophieNdm Datum : 06.02.2017

sophies-leseecke.blogspot.de/


Inhalt:

Als Frieda Klein unerwarteten Besuch von einer alten Schulfreundin erhält, die sie um psychotherapeutische Hilfe für ihre Tochter bittet, ahnt sie nicht worauf sie sich da einlässt.

Die Fünfzehnjährige ist verstockt und magersüchtig.
Und bald stößt Frieda auf den Grund: Becky wurde eines Nachts in ihrem Zimmer von einem Unbekannten vergewaltigt.

In Frieda reißt die Geschichte alte Wunden auf. Sie beschließt, sich ihrer Vergangenheit zu stellen...

Meine Meinung:

Ich habe die vorherigen Bände der Reihe nicht gelesen und finde, dass das auch nicht notwendig ist.
Klar, wenn man vorhat alle zu lesen macht es Sinn beim Ersten zu beginnen.

Aber man kann dieses Buch durchaus auch als Einzelband lesen, da es immer wieder Rückblenden und Erklärungen zu Friedas Leben gibt und die Fälle nicht zusammenhängen.

Der Thriller nimmt schon in den ersten Seiten an Fahrt auf.
Es beginnt spannend mit Beckys Therapie-Gesprächen, welche ich wirklich interessant und realistisch gestaltet fand.

Auch die Rückblicke in Friedas Vergangenheit und die Geschichten aus ihrer Jugend haben mir sehr gut gefallen. Man erfährt viel über die Protagonistin und kann so ihre Handlungen und Gefühle gut nachempfinden.

Was mich ein bisschen genervt hat, ist dass wirklich fast jeder aus Friedas Vergangenheit und Gegenwart sie so dermaßen anhimmelt und irgendwie vergöttert.
Das war teilweise echt anstrengend zu lesen.

Es gab in der Mitte auch ein paar Längen, welche aber nicht extrem gestört haben.

Ansonsten hat mir der Verlauf der Geschichte gut gefallen. Ich mochte Friedas Instinkt und ihre "Ermittlungsarbeit" war logisch und schlüssig dargestellt.
Den Schreibstil von Nicci French fand ich sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Die Schrift war zwar für meinen Geschmack etwas zu klein gedruckt aber der tolle Schreibstil hat das Lesen trotzdem leicht gemacht.


Fazit:

Spannender Thriller mit sympathischer Protagonistin, welchen man gut lesen kann ohne die Vorgänger zu kennen. Ich denke ich werde mir die anderen Teile der Reihe um Frieda Klein mal genauer ansehen :) "Dunkler Donnerstag" ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden.

Dreiundzwanzig Jahre

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum : 10.12.2016

derachentaler.de

Im Alter von 16 Jahren verlässt Frieda Klein ihre Heimatstadt. Von einem auf den anderen Tag bricht sie jeglichen Kontakt zu ihrer Familie und ihren Freunden unwiderruflichab und beginnt in London ein komplett neues Leben. Doch dreiundzwanzig Jahre später, wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Der tragische Fall der fünfzehnjährigen Becky zwingt sie dazu sich dem damals erlebten Trauma zu stellen, das sie damals aus Braxton vertrieben hat und von dem sie immer noch wie ein dunkler Schatten verfolgt wird. Wild entschlossen, endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen kehrt sie, einem intuitiven Impuls folgend, in ihre Heimatstadt Braxton zurück. Nach der ersten Wiedersehensfreude begegnet man ihr dort allerdings mit einem an Feindseligkeit grenzenden Misstrauen, das sie aber nicht davon abhalten kann die alten Freunde aufzuspüren und ihnen ihre Fragen zu stellen. Nur langsam kann sich Frieda ein Bild machen und den infrage kommenden Täterkreis nach und nach eingrenzen. Hin- und hergerissen zwischen Gefühl und Verstand, gibt sie auch dann nicht auf, als sie erneut bedroht wird und sie um ihre Existenz bangen muss.

Fazit
Ein ruhiger und unblutiger Thriller mit vielen interessanten Charakteren, die fast ausnahmslos, sehr authentisch wirken und und zu überzeugen wissen.

Rezension -

Von: Martina - Schmökerwelten Datum : 17.11.2016

https://www.facebook.com/Schmoekerwelten

Der Klappentext des Buches ist nicht recht aussagefähig und führt etwas in die Irre.
Josef offenbart Sage, dass er während des zweiten Weltkriegs als SS-Offizier in Auschwitz stationiert und an der Ermordung unzähliger Juden beteiligt war. Er bittet Sage, die jüdischer Herkunft ist, stellvertretend für all die Opfer um Vergebung und dass sie ihm dabei hilft, sein eigenes Leben zu beenden.
Jodi Picoult hat sich eines sehr schwierigen Themas angenommen: Die Geschichte Deutschlands, unsere Nazi- Vergangenheit, der Völkermord an Millionen von Menschen, die Kriegsverbrechen. Wie all ihre Bücher ist auch dieses wieder sehr gut recherchiert.
Die Handlung wechselt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit und wird abwechselnd aus Sicht der Protagonisten erzählt. Dieser Perspektivwechsel zwischen Josef, Sage und ihrer Großmutter, einer Auschwitz- Überlebenden, macht dieses Buch so einmalig. Es ist sehr, sehr bewegend und erschütternd und machte mich wahnsinnig traurig angesichts der furchtbaren Grausamkeiten und schockierenden Details. Es gibt kein Buch, das mich mehr mitgenommen hat, wie dieses. Es ist keine leichte Kost, aber ein sehr gelungener und überzeugender Roman, der zum Nachdenken anregt.
Eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die sich auf dieses Thema einlassen wollen.

Zurück in die Vergangenheit

Von: Silly2207 Datum : 30.10.2016

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Als die Psychotherapeutin Frieda Klein unerwartet Besuch einer alten Klassenkameradin aus Braxton, ihrem Heimatort, bekommt, sind ihre Gefühle zunächst sehr zwiegespalten. Eigentlich wollte sie nie wieder etwas mit ihrer alten Heimat zu tun haben und es reizt sie nichts, wieder zurückzukehren. Doch die fünfzehnjährige Tochter ihrer Bekannten benötigt dringend Hilfe und so bietet sie an, dem Mädchen zunächst einmal auf privater Ebene zuzuhören. Becky wirkt auf Frieda allerdings nicht wie ein typischer, rebellierender Teenager, sondern ist völlig verstört. Nachdem sie Vertrauen zu Frieda fasst und ihr erzählt, was ihr wirklich widerfahren ist, wird diese schlagartig in ihre Vergangenheit zurückversetzt, denn das Grauen, das Becky erlebt hat, weißt Parallelen auf, zu etwas aus ihrer eigenen Teenagerzeit. Sie kehrt nach Braxton zurück, doch der Empfang in dem Ort ist alles andere als herzlich.
Meine Meinung:
Dies ist mittlerweile schon der vierte Fall für die Psychotherapeuthin Frieda Klein und auch dieses Buch beginnt in typischer Nicci French Manier. Zunächst ruhig und auch mit wenig Drama, nimmt der Fall ganz langsam Fahrt auf und man erfährt zwar schon recht früh, welchen Zusammenhang es zwischen Becky und Frieda gibt, tappt aber noch eine ganze Zeit lang im Dunklen, wenn es um den Täter geht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und auch ohne viel Blut und Action gelang es der Autorin, an ihre Geschichte zu fesseln. Während sich also die Spannung langsam aufbaut und es so einige Wendungen gibt, die ich so gar nicht auf mich zukommen sah, erfuhr ich auch sehr viel über die Psychotherapeutin Frieda Klein, denn diese muss sich nun mit ihrer eigenen Geschichte auseinander setzen. Dieser Fall ist dann auch sehr realistisch gehalten und während des Lesens habe ich permanent meine eigenen Thesen aufgestellt, was denn wirklich passiert ist und wer der Täter war. Interessant fand ich in diesem Band der Reihe, dass man nun auch mal einen großen Teil aus der Teenagerzeit der Protagonistin erfährt. Dieser kleine Ort, in dem jeder alles über den anderen zu wissen scheint, passte zunächst so gar nicht in mein Bild, das ich bisher von der Psychotherapeutin hatte. Wobei ich schon zugeben muss, dass es alles durchweg glaubhaft dargestellt wurde und ich mir das ganze Geschehen lebhaft vorstellen konnte. Auch die Psychotherapeutin wurde dadurch wieder ein wenig greifbarer für mich, denn wenn ich ehrlich bin, bin ich immer noch sehr zwiegespalten, wenn es um die Dame geht. Mir fällt es nach wie vor nicht leicht, diese Frau zu mögen, denn sie ist einfach so kalt und unnahbar, jedoch so komplex in ihrer Art, das ich einfach nur immer wieder staune, was hier für ein Charakter erschaffen wurde. Frieda hat einfach so unglaublich viele Facetten und es scheinen immer mehr zu werden, manchmal beginne ich sogar mit ihr zu sympathisieren, bis sie dann wieder etwas macht, was ich keineswegs nachvollziehen kann. Sie ist und bleibt einfach ein komplexer Charakter, den ich zwar nicht unbedingt kennenlernen möchte, mich aber mit seinen Handlungen immer wieder überraschen, aber auch überzeugen kann. Neben Frieda gibt es auch ein Wiedersehen mit ihren Freunden aus London, die ich dann wiederum sehr sympathisch finde, sei es ihr ehemaliger Therapeuth Reuben oder der Handwerker Josef, sie sind wie gute Bekannte, auch wenn sie dieses Mal eher nebensächlich auftreten. Dafür fand ich es umso spannender, ihre Clique aus Teenagertagen kennenzulernen und bin schon sehr überrascht über das Bild, das ich nun von ihr erhalte.
Mein Fazit:
Wer eher ruhige, fast schon typisch britisch anmutende Krimis/Thriller mag, wird auch hier richtig liegen. Zwar kann ich mir vorstellen, dass es nicht unbedingt relevant ist, die vorherigen Teile zu kennen, um mit dem Fall, der zum Ende hin abgeschlossen ist, zurecht zu kommen. Allerdings geht es hier auch ein Stück weit um die persönliche Entwicklung Friedas. Dieser komplexe Charakter, der mich auch dieses Mal im Zwiespalt zurück läßt, ist absolut interessant, wenn auch völlig gestört und sehr verschroben. Ich selber schüttel auch weiterhin über sie den Kopf und könnte mir nicht vorstellen, diese Person kennenlernen zu wollen. Trotzdem oder gerade deswegen finde ich diese Thrillerreihe der Autorin aber so lesenswert und ich empfehle sie gerne weiter. Wer allerdings viel Tempo und blutige Schocker mag, ist hier fehl am Platz, denn hier herrschen die ruhigen Töne.

Spurensuche in der Vergangenheit

Von: Mel Bücherwurm Datum : 06.10.2016

melbuecherwurm.blogspot.de/

"Dunkler Donnerstag" ist angefüllt von Lügen und Verleugnung. Ehrlich gesagt wäre ich auch abgehauen und hätte alle Brücken hinter mir abgerissen, wenn mir Dinge zugestoßen wären, die widerlicher nicht sein könnten und über mich behauptet würde, ich wäre nur ein bockiger Teenager. Wenn selbst die eigene Mutter nicht hinter ihrem Kind steht, wird sehr schnell deutlich, das die emotionale Ebene gestört erscheint. Für Frieda Klein wirkt die Situation, als würde sich alles wiederholen, denn auch in Beckys Fall, welcher ihr zugetragen wird, liegt ein Vergewaltigungsdelikt vor, welches im eigenen Zimmer des jungen Mädchens geschah. Frieda zieht es in ihre Heimatstadt Braxton, um endlich Gewissheit zu bekommen darüber, was damals geschah. Wem könnte daran liegen, jungen Mädchen Schaden zuzufügen? Wer schützt ihn? Ist es jemand, den Frieda sehr gut kennt und vertraut? Es taten sich grauenvolle Abgründe auf und es zeigt eine gewisse Stärke, Dinge auszugraben die verborgen lagen und nun erneut Schmerzen zufügen.

Für mich ist "Dunkler Donnerstag" der erste Thriller der Reihe. Erschienen sind zuvor:
Blauer Montag
Eisiger Dienstag
Schwarzer Mittwoch
Es ist ein genialer Lesefluss vorhanden, der nicht zu stoppen war. Ein Thriller, der gut für sich alleine stehen kann ohne ständig mit Rückblicken auf vorheriges vollgepackt zu sein. Zumindest habe ich sie nicht wahrnehmen können und fühlte mich daher nicht gestört.

Mich konnte "Dunkler Donnerstag" komplett überzeugen. Ich nahm einen hohen Spannungsbogen wahr und ließ mich durch das Grauen der Vergangenheit führen und leiten. Als Leserin dauert es eine ganze Weile bis man den Durchblick darüber erhält, was Damals und im Heute geschah und wo die Verbindungen liegen. Immer wieder neu in die Irre geführt, fühlte ich mich regelrecht wohl und konnte das Lesen einfach nur genießen. Von mir definitiv eine Leseempfehlung für einen Thriller, der aufzeigt, wie schmerzhaft und erschreckend es ist, bloßgestellt, gedemütigt zu werden, wenn ein Mann dich als Frau regelrecht beschmutzt, benutzt und niemand da ist, der dir Rückhalt gibt und dir glaubt. Es weist natürlich auf eine gestörte Eltern - Kind - Beziehung hin, welche auch in "Dunkler Donnerstag" thematisiert wird. Insgesamt einige sehr gute Ansätze, die im Gesamtpaket wirklich überzeugen konnten.

Spurensuche in der Vergangenheit

Von: Mel Bücherwurm Datum : 06.10.2016

melbuecherwurm.blogspot.de/

"Dunkler Donnerstag" ist angefüllt von Lügen und Verleugnung. Ehrlich gesagt wäre ich auch abgehauen und hätte alle Brücken hinter mir abgerissen, wenn mir Dinge zugestoßen wären, die widerlicher nicht sein könnten und über mich behauptet würde, ich wäre nur ein bockiger Teenager. Wenn selbst die eigene Mutter nicht hinter ihrem Kind steht, wird sehr schnell deutlich, das die emotionale Ebene gestört erscheint. Für Frieda Klein wirkt die Situation, als würde sich alles wiederholen, denn auch in Beckys Fall, welcher ihr zugetragen wird, liegt ein Vergewaltigungsdelikt vor, welches im eigenen Zimmer des jungen Mädchens geschah. Frieda zieht es in ihre Heimatstadt Braxton, um endlich Gewissheit zu bekommen darüber, was damals geschah. Wem könnte daran liegen, jungen Mädchen Schaden zuzufügen? Wer schützt ihn? Ist es jemand, den Frieda sehr gut kennt und vertraut? Es taten sich grauenvolle Abgründe auf und es zeigt eine gewisse Stärke, Dinge auszugraben die verborgen lagen und nun erneut Schmerzen zufügen.

Für mich ist "Dunkler Donnerstag" der erste Thriller der Reihe. Erschienen sind zuvor:
Blauer Montag
Eisiger Dienstag
Schwarzer Mittwoch
Es ist ein genialer Lesefluss vorhanden, der nicht zu stoppen war. Ein Thriller, der gut für sich alleine stehen kann ohne ständig mit Rückblicken auf vorheriges vollgepackt zu sein. Zumindest habe ich sie nicht wahrnehmen können und fühlte mich daher nicht gestört.

Mich konnte "Dunkler Donnerstag" komplett überzeugen. Ich nahm einen hohen Spannungsbogen wahr und ließ mich durch das Grauen der Vergangenheit führen und leiten. Als Leserin dauert es eine ganze Weile bis man den Durchblick darüber erhält, was Damals und im Heute geschah und wo die Verbindungen liegen. Immer wieder neu in die Irre geführt, fühlte ich mich regelrecht wohl und konnte das Lesen einfach nur genießen. Von mir definitiv eine Leseempfehlung für einen Thriller, der aufzeigt, wie schmerzhaft und erschreckend es ist, bloßgestellt, gedemütigt zu werden, wenn ein Mann dich als Frau regelrecht beschmutzt, benutzt und niemand da ist, der dir Rückhalt gibt und dir glaubt. Es weist natürlich auf eine gestörte Eltern - Kind - Beziehung hin, welche auch in "Dunkler Donnerstag" thematisiert wird. Insgesamt einige sehr gute Ansätze, die im Gesamtpaket wirklich überzeugen konnten.

Lahmer Einstieg mit steigender Spannung

Von: Lovin Books Datum : 01.10.2016

www.lovin-books.de

Dies war mein erstes Buch von dem Autorenehepaar Nicci French. Ich habe bisher nur gutes über deren Bücher gehört und der Klappentext klang total interessant.

Das "Dunkler Donnerstag" der 4. Band eine Reihe rund um Frieda Klein ist habe ich erst später bemerkt. Allerdings hatte ich keine Probleme damit, denn ich denke, dass man die vorherigen Bücher nicht zwingend gelesen haben muss, um hier gut einsteigen zu können.
Wo ich eher Probleme mit hatte war die Tatsache, dass sich das Buch für mich persönlich lange Zeit nicht wie ein Thriller las. Eher kam es mir wie ein Drama vor. Mir fehlte die Spannung und auf den ersten 150 Seiten plätscherte die Geschichte einfach nur so vor sich hin.
Doch dann merkt man so langsam wie sich die Spannung aufbaute und ich verstand dann auch warum die Bücher von Nicci French so beliebt sind. Es ging mir teilweise durch und durch und ich liebe es einfach, wenn ein Thriler so richtig in die Psychoschiene haut. :D
Ich finde das die Geschichte sehr persönlich ist und man lernt hier die Protagonistin mit all ihren Schattenseiten kennen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Dies wird auf keinen Fall das letzte Buch von Nicci French für mich gewesen sein. ;)


Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte mich Frieda Klein und ihre Geschichte dann doch noch packen. Die Spannung steigt erst ab ca. S. 150 langsam an. Doch es lohnt sich defintiv weiterzulesen.
Ich bin gespannt auf die anderen Bücher der Frieda Klein Reihe.

4 von 5 Punkten