Leserstimmen zu
Der blinde Samurai

Lukas Erler

Krimiserie um den blinden Ermittler Cornelius Teerjong (2)

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Schon der Einstieg ins Buch ist ein bisschen verwirrend. Da sind einmal die Kunstdiebe, die, entgegen dem falschen Ruf als Gentleman-Verbrecher, einen Zeugen erschießen. Dann folgt eine kurze Sequenz aus Teerjongs Judo-Training und dann werden er und seine Freundin Jenny Opfer eines Überfalls. Es passiert ihnen nicht so soviel - aber Cornelius Teerjong berät sich kurz darauf mit seinem Trainer über effektivere Selbstverteidigung. Reingelegt Bald darauf wird Teerjong gefragt, ob er für den Deal der Kunstdiebe zur Verfügung stehen würde und natürlich kann er nicht ablehnen. Seine Freundin ist alles andere als begeistert und sie soll Recht behalten. Am Ende stellt sich heraus, das irgendjemand Cornelius gehörig reingelegt hat. Er betrachtet das Ganze zwar mit einer gehörigen Portion Zynismus, aber das heißt ja nicht, das er nicht wissen will, wer ihm da etwas will. Kunstmafia So verwirrend ich den Einstieg auch fand - es wurde immer noch verwirrender :-) Aber verwirrend in einer eher positiven Art, denn ich wollte irgendwann unbedingt wissen, was denn nun hinter der ganzen Sache steckte. Das hier die Drahtzieher der Kunstmafia am Werk waren, war mir schnell klar - wobei die sogenannte Kunstmafia ja definitiv etwas ist, was weit weit außerhalb meines Dunstkreises passiert :-) Unterhaltsam Zügig und unterhaltsam scheucht der Autor Lukas Erler mich durch seine Geschichte und die Gedankenwelt seines Protagonisten. Teerjong scheint gut mit seiner Blindheit klarzukommen, seine Freundin auch, aber sie verzweifelt oft an seiner Uneinsichtigkeit und seiner Abenteuerlust. Mir fehlen gelegentlich Informationen, die sich wohl auf den ersten Band beziehen - das ist vielleicht nicht ganz so glücklich gelöst. Ich fühle mich ein bisschen genötigt, mir diesen nun auch noch zuzulegen, das nervt mich. Schreibstil Das ist jetzt eigentlich kein Problem, ich mag den Schreibstil Erlers und ich mag die Grundidee seines Buches, ich mag auch seinen eigenwilligen Protagonisten und die Art, wie dieser mit seinem Handicap umgeht. Aber ich mag das Ende dieser Geschichte nicht. Es ist zwar nachvollziehbar und einigermaßen logisch, birgt aber einen derart riesigen Cliffhanger auf das nächste Buch, dass ich mich erneut genötigt fühle es mir zuzulegen. Das ist nicht so mein Ding - schade drum. Mein Fazit: Der blinde Samurai ist eine spannende Geschichte aus der Kunstwelt, die mir ja völlig unbekannt ist. Man sollte vielleicht zum besseren Verständnis auch den ersten Band der Reihe gelesen haben, was ich nicht getan habe. Allerdings mag ich mich auch nicht so mit der literarischen Keule darauf hinweisen lassen, unbedingt den Vorgänger, wie auch den Nachfolger zu lesen.

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