Leserstimmen zu
Der Tag, an dem Rose verschwand

Linda Newbery

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Wo ist Rose?

Von: corinnabub

25.01.2016

"Der Tag, an dem Rose verschwand" ist ein spannendes Familiendrama. Die elementaren Fragen in diesem Buch: Wo ist Rose? Wurde sie entführt? Ermordert? Oder ist sie abgehauen? Und wenn ja, warum? All diese Fragen sind seit 20 Jahren ungklärt. Für ihre Schwester Anna und ihre Eltern ist die Zeit stehen geblieben - als hätten sie nach dem Verschwinden von Rose den Atem angehalten. Die Geschichte spielt in der Gegenwart - Rose wäre jetzt 38 Jahre alt. Anna, ihre kleinere Schwester, lebt in einer Partnerschaft und hat einen Job als Immobilienmaklerin. Man merkt relativ schnell, dass sie dem Leben an sich kaum gewachsen ist. Sie kann sich auf nichts festlegen und scheint mit dem Verschwinden ihrer Schwester immer noch nicht abgeschlossen zu haben. Auch ihre Partnerschaft dümpelt vor sich hin. Wobei ich ihren Freund nicht so toll finde. Martin versteht sie überhaupt nicht und bezieht sie auch in nichts ein. Er hat aus einer früheren Ehe zwei Kinder und trifft regelmäßig seine Ex-Frau Ruth. Annas beste Freundin erwartet demnächst ihr erstes Kind und kann auch nicht verstehen, wieso Anna sich nicht festlegen will, warum sie ständig ihren Job wechselt oder noch keine Kinder hat und nicht verheiratet ist. Man merkt Anna an, wie sehr sie diese Tatsachen belasten, aber sie kann nicht aus ihrer Haut. Um endlich frei zu sein, beschließt sie, endlich die Wahrheit herauszufinden. Rose' Mutter hat sich endlich entschieden das Haus zu verkaufen. Sie hat immer gehofft, dass ihre Tochter einfach wieder zur Tür hereinspaziert. Allerdings macht sie einen Rückzieher und fängt an, sich komisch zu verhalten. Anna und ihr Vater machen sich Sorgen um sie - sie scheint teilweise nicht mehr in der Gegenwart zu leben. Die Geschichte wird von Anna und ihrer Mutter, die sich mal Sandra, mal Cassandra und dann wieder Sandy nennt, in der dritten Person erzählt. Der Mutter drei Namen zu verpassen fand ich genial, da jeder Name einer bestimmten Zeit zugeordnet ist. Und so erfährt der Leser nicht nur was in der Gegenwart geschieht, sondern es kommen auch einige Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Licht. Ich verspreche euch: Dieses Buch ist voller spannender Momente und ein Geheimnis folgt auf das nächste. Auch die Auflösung ist wirklich interessant.

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Der Sommer 1990 verändert in dieser Geschichte alles. Er unterteilt das Leben von Anna und ihren Eltern in ein „Davor“ und „Danach“. Denn an diesem schicksalhaften Tag bleibt die Zeit in Sevenoaks stehen. Kein lautes Lachen hallt mehr durch die Räume – nur leises Flüstern erfüllt die Leere. Eine Leere die sich insbesonder in den drei Zurükgebliebenen verankert, ohne sich jemals wieder richtig zu füllen. Rose, die älteste Tochter, ist verschwunden. Niemand weiß was geschehen ist; lediglich ein Buch und ein Glas zeugen davon, dass sie noch wenige Stunden zuvor auf der Liege unter dem Pfirsichbaum saß und die Stunden genoßen hat. Die Geschichte wird aus Sicht von Anna erzählt, deren Leben sich durch das Verschwinden ihrer Schwester grundlegend verändert hat. Sie selbst konnte den Verlust, der auch nach zwanzig Jahren noch unaufgeklärt ist, nie verkraften und hangelt sich immer noch an die Hoffnung, dass das zarte Wesen, welches Rose immer war, irgendwann wieder auftauchen könnte. Im Lauf der Geschichte springt die Zeit oftmals hin und her. Der Leser erfährt, wie Anna ohne Rose erwachsen geworden ist und wie weit Eifersucht gehen kann. Aber auch viele Gehemnisse dringen in dieser Geschichte ans Licht und teilweise ist man als Leser selbst verwirrt, wenn man die Faden der Erzählung einmal verloren hat. Doch wer dran bleibt und sich auch durch die manchmal zu tiefgründigen Passagen pflügt, wird überrascht sein, welche Wendungen die Geschichte nimmt. Es passiert viel und obwohl man manchmal befürchtet, das es zu viel ist, findet sich immer wieder eine Erklärung die stimmig ist und dadurch nicht zu übertrieben wirkt. Sein Leben quasi für das seiner verschwundenen Schwester aufzugeben wirkt einerseits sehr ergeben, andererseits auch abhängig. Mich hat in dieser Geschichte sehr betrübt, dass die Hauptprotagonistin ihr Leben nicht mehr wirklich selbst bestimmt hat, sondern nur noch die Suche nach ihrer Schwester im Mittelpunkt stand und sie jede Entscheidung ihres eigenen Lebens von dieser abhängig gemacht hat. Alles in allem erzählt sich die Geschichte gut, auch wenn die Autorin zeitweise abzuschweifen scheint. Ich wollte Anna am liebsten immer wieder an die Hand nehmen und ihr sagen, dass sie ihren eigenen Weg machen muss, denn es scheint, dass sie in den zwanzig Jahren, die in diesem Buch beschrieben werden, kaum ein Jahr älter wird in Bezug auf ihre Entscheidungen und Veränderungen. Sicherlich ist es auch nachvollziehbar, dass man auch noch nach Jahren nach einem geliebten Menschen sucht, aber ich konnte nicht verstehen warum man nicht irgendwann einen Schlussstrich zieht. Neben Anna spielt auch ihre Mutter eine große Rolle, denn wie man nach und nach erfährt, haben ihre frühen Entscheidungen ebenfalls auf die aktuelle Situation hingearbeitet. Und auch wenn das Hauptthema dieses Buches die Suche nach einer Frau ist, die ihren eigenen Weg gegangen ist ohne zurück zu blicken, gibt es auch kleine Einstreuungen, wie der Themen Verdrängung und Alzheimer, Eifersucht und auch Homosexualität. Aus diesem Grund hat mir die Geschichte gut gefallen und wurde für mich immer wieder schlüssig. Doch zeigt Linda Newbery auch klar, wie sich Leben in all der Zeit verändern und was für Schritte man manchmal wagen muss um in Richtung des eigenen Glückes zu gelangen. Dies ist ein Roman, der nicht ganz leicht dahinläuft, der immer wieder Abzweigungen und Zeitreisen unternimmt, der mich aber gerade dadurch an sich binden konnte. Manchmal kommt man aber auch ins Grübeln, ob es nicht zu viele Erlebnisse und Geschehnisse in einer Familie sind, die da niedergeschrieben wurden. Der ein oder andere wird wie ich schnell ahnen, was noch auf den Leser zukommt und schon früh erkennen wo der Weg hinführt, da der Weg aber im Nebel zu liegen scheint wird es an einigen Stellen spannend. Eine Familiengeschichte die jede Generation anders trifft und berührt. Die mit Vorurteilen kämpft und diese immer wieder in Frage stellt um sie dann zu beseitigen. Eine wunderbare Geschichte über das Leben, Verlust und einer Wahrheit, die zeigt, dass Wünsche und Hoffnungen sich oftmals von der Realität unterscheidet. Wer undurchsichtige Geschichte mag, die viele Wendungen und viele kleine Einzelgeschichten in sich beinhaltet, wird hier sehr gut aufgehoben sein.

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Meinung / Fazit: Es geschah um Viertel nach zwei an einem Mittwochnachmittag... so lautet die Überschrift des Klappentextes. Ein Tag, der auch nach zwanzig Jahren bei Anna und ihren Eltern noch immer lebendig ist. Durch ihr plötzliches Verschwinden wurde Rose auf einen Sockel gestellt. Sie, die perfekte Tochter und Schwester. Sie verstand es, sich stets in gutem Licht darzustellen. Ihr Verschwinden war egoistisch und dass sie ihre Familie in Ungewissheit zurückließ, kümmerte sie nicht. Anna bekommt ihr tägliches Leben nach Rose Weggang nicht so recht auf die Reihe. Denn auch noch zwanzig Jahre danach sucht sie nach Rose und der Antwort: Warum! Die Mutter Cassandra hat den frühen Tod ihres Bruders Roland nie so richtig verarbeitet. Auch gibt es bei ihr ein lang gehütetes Geheimnis, von dem nur ihre Eltern wissen und welches bisher - auch vor ihrem Mann Donny - verschwiegen wurde. Und nun ist Rose weg! Kein Wunder, dass sie irgendwann mit den Nerven am Ende war! Auf verschiedenen Zeitebenen beschreibt die Autorin in einem flüssigen Schreibstil Personen, Landschaften und Handlungen. Die Charaktere wurden gut dargestellt und sie verstand es, die oft bedrückende Stimmung - die bis kurz vor Ende der Geschichte anhielt - anschaulich wieder zu geben. Eine interessante Geschichte um mehr als ein Familiengeheimnis.

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Zum Inhalt "Der Tag, an dem Rose verschwand" ist ein richtiger Pageturner, ohne dabei laut zu werden. Wenn man den Titel liest, vermutet man einen Thriller. Ein kleines bisschen trifft das auch zu. Es ist eine tragische Familiengeschichte, deren Unglück in den 60iger Jahren ihren Anfang nimmt. Rose und Anna sind ziemlich ungleiche Schwestern. Rose ist eine sehr hübsche junge Frau. Sie weiß das! Sie spielt mit den Herzen, die ihr zufliegen. Ihre Launen kennen oft keine Grenzen. Sie ist künstlerisch begabt. Anna ist ein paar Jahre jünger als Rose und auch hübsch; jedoch weiß sie das nicht. Sie hat die gleiche künstlerische Begabung wie Rose; stellt jedoch auch hier ihr Licht unter den Scheffel. Ihre große Schwester ist ihr Vorbild. Anna bemerkt Rose fieses Verhalten gegenüber Jungs und findet es nicht in Ordnung. Überhaupt, manchmal ist Anna sehr genervt von den Launen ihrer Schwester. Zwei Schwestern, die ziemlich verschieden sind. Zitat aus dem Buch: >> Zusammen waren wir Rose und Anna - Rosanna.<< Dann ist Rose auf einmal weg. Ihre Liege im Garten und das Buch daneben lassen einen denken, sie kommt jeden Moment zurück ....... Knapp 20 Jahre später Rose wird immer noch vermisst. Die Zeit heilt alle Wunden ist ein Spruch, der in Annas Familie keine Gültigkeit hat. Das ganze Leben der Familie wird von Rose beherrscht, obwohl sie nicht mehr da ist. Die Ungewissheit lässt Annas Mutter Sandra sonderbar werden ....... Meine Meinung Diese Geschichte ist von der ersten Silbe an so spannend, das es mir unmöglich war, das Buch zur Seite zu legen. Man erfährt erst ziemlich zum Schluss, was mit Rose passiert ist. Bei Anna hatte ich das Gefühl, dass sie dachte kein Anrecht darauf zu haben, ein glückliches Leben zu führen. Sie wird von Albträumen geplagt. Sie zweifelt an der Liebe zu ihrem Freund Martin. Sie freundet sich mit Martins Exfrau an und verlässt Martin ......ROSE! Immer wieder Rose! Auch ihre Eltern führen ein Leben, dass darauf ausgerichtet ist, Rose könnte jederzeit bei der Türe hereinspazieren. Sandra will in keinen Urlaub fahren. In dieser Zeit könnte ja Rose nach Hause kommen. Bei Sandra hatte ich mehr als einmal das Gefühl, sie verliert den Verstand. Im Lauf der Geschichte erfährt man jedoch mehr über Sandra. In den 60iger Jahren hatte sie ein traumatisches Erlebnis .......... Den Tod ihres Bruders Roland hatte sie auch nie richtig verkraftet. Bis heute ist ungeklärt, ob der Musiker einen Unfall hatte oder freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Rose hat in meinem Kopf ein sehr unsympathisches Bild hinterlassen. Sie ist mir vorgekommen wie eine zickige Diva ohne Tiefgang. Anna fand ich total sympathisch. Ich habe immer gehofft, dass sie mit Martin zusammen bleibt. Seine Exfrau Ruth kam sehr ehrlich rüber. Anna und Ruth haben sich gegenseitig geholfen. Manchmal vermutete ich, Ruth würde Martin gerne wieder als Ehemann in ihrem Leben haben. Ich war sehr gespannt, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege ..... Was mich sehr neugierig gemacht hat: Sandra hat Babyschühchen für ihre Tochter gekauft. Anna war jedoch nicht schwanger ....... Fazit Die Autorin hat die Personen sehr gut beschrieben. Hauptperson in diesem Roman ist ROSE! Obwohl seit Jahren vermisst, führt sie weiterhin Regie, im Leben ihrer Familie. Man kann mit der Familie gut mitfühlen. Es kann kaum Schlimmeres passieren, als die Ungewissheit, was mit einem Familienmitglied passiert ist. Abschied nehmen ist unmöglich. Linda Newbery hat das Thema Verlust sehr sensibel behandelt. Ihre Beschreibungen haben mir ermöglicht, von allen Protagonisten ein klares Bild vor Augen zu haben. Man wusste sehr genau, wie jeder Einzelne tickt. Einzig Sandra wusste ich nicht einzuordnen ........ Wer gerne spannende Familiengeschichten mag, liegt bei diesem Buch goldrichtig. Idee: 5 Sterne Cover: 5 Sterne Schreibstil: 5 Sterne Spannung: 5 Sterne Gefühl: 5 Sterne

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"Als Anna sich an einem heißen Sommertag auf den Weg in die Stadt macht, genießt Rose die Sonne im Garten. Anna ahnt nicht, dass sie ihre Schwester zum letzten Mal gesehen hat. Zwanzig Jahre später fällt es Anna schwer, in die Zukunft zu blicken, da doch Rose immer nur Vergangenheit sein wird. Auch ihre Mutter, die schon einmal einen geliebten Menschen verlor, scheint mit der Tragödie nicht abgeschlossen zu haben – und ein Geheimnis zu verbergen …" Meine Meinung: Die Geschichte des Buches dreht sich um Anna, ihren Freund, ihre verschwundene Schwester, ihre Eltern und die Exfrau ihres Freundes Martin. Sowohl Rückblenden in die Kindheit mit ihrer Schwester, als auch Sichtwechsel in eine andere Person, z.B. Annas Mutter lassen eine leichte Schwere aufkommen. Der Titel, das Cover und der Klappentext sind stimmig gestaltet und machen den Leser neugierig. Besonders das "Gehende Mädchen", das auf die Einöde zutritt hat mich angesprochen und mit dem Klappentext Fragen aufgeworfen. Welches Geheimnis hat die Familie? Warum ist Rose verschwunden? Der Schreibstil ist flüssig und zeitgleich voller Emotionen. Durch ihre Sprache schafft des Laura Newbery den Leser in die Gedanken, Gefühle, Sehnsüchte und Hoffnungen ihrer Protagonisten realitätsnah eintauchen zu lassen. Vor allem Anna und ihre Mutter sind dem Leser während der Geschichte unheimlich vertraut und nah. Man fühlt mit ihnen und möchte ihnen gerne irgendwie helfen, so berührt ist man von ihrem Schicksal. Die Wendungen im Buch, die Abschnitte der Vergangenheit und das Rätsel um Rose haben mich so gefesselt, dass ich das Buch in einer Nacht durchgelesen habe. Ich möchte dem Buch keinen Inhalt vorweg nehmen, deshalb nur so viel: Mit diesem Geheimnis und dem Zusammenhang zur Mutter hätte ich nicht gerechnet. Laura Newbery ist mir als Autorin eher unbekannt gewesen, jedoch hat mich ihr Buch so gefesselt, dass ich unbedingt weitere Bücher von ihr lesen möchte!!! Die Engländerin hat mich auf weitere Werke neugierig gemacht. Fazit: Wirklich spannend, stellenweise melancholisch und traurig, aber vor allem packend! Ein Familiendrama der besonderen Art und wirklich eine absolute Leseempfehlung. 5 von 5 Herzen <3 <3 <3 <3 <3

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Aufmachung des Buches Eine Frau läuft in einem Sommerkleid auf einer Schiene Richtung Horizont. Das Bild wirkt leicht melancholisch. Der Himmel ist bewölkt und irgendwie entsteht kein gutes Gefühl beim Betrachten des Fotos. Wahrscheinlich soll die Frau die verschwundene Rose darstellen. Ich bin dem Cover neutral eingestellt. Mir würde das Buch im Buchhandel nicht direkt auffallen. Inhalt Die Autorin Linda Newbery erzählt in ihrem Roman „Der Tag, an dem Rose verschwand“ von einer dramatischen Familiengeschichte. Seit zwanzig Jahren ist Rose verschwunden. Ihre Schwester Anna und auch die Eltern können nicht wirklich mit der Sache abschließen. Lebt Rose noch oder ist sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen? Anna beginnt noch einmal zu recherchieren. Sie lebt seit Rose Verschwinden gedanklich immer noch in der Vergangenheit. Auch ihre Eltern durchleben immer noch die Qual der Ungewissheit. Cassandra, Annas Mutter, verbirgt seit den 60er Jahren auch ein Geheimnis von dem niemand weiß. Wer ist Rosanna, die sie ständig erwähnt? Ist es einfach nur eine Verwirrtheit oder steckt mehr dahinter? Anna kommt langsam einem Familiengeheimnis auf die Spur. Wird sich der Fall Rose endlich nach zwanzig Jahren klären? Meine Meinung Linda Newbery hat bei „Der Tag, an dem Rose verschwand“ eine interessante, aber auch tragische Familiengeschichte geschaffen. Warum ist Rose vor zwanzig Jahren verschwunden? Was ist mit ihr geschehen? Anna kommt einem Geheimnis auf die Schliche, dass Roses Verschwinden etwas mit einem Ereignis aus den 60er Jahren zu tun hat. Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Aus Annas und aus Cassandras Sicht. Man lernt die Jugendzeit von Cassandra alias Sandy in den 60er Jahren kennen. In der Zeit haben zwei aufeinander folgende Ereignisse Sandys Leben auf tragische Weise beeinflusst, die sie bis zur Gegenwart verfolgen. Anna kann mit der Ungewissheit um Roses Verbleiben auch nach zwanzig Jahren nicht abschließen. Sie beginnt noch einmal das Verschwinden von Rose zu rekonstruieren. Dabei befragt sie Personen aus Roses Vergangenheit und kommt ganz langsam der Wahrheit auf die Spur. Immer wieder wird auch in Roses und Annas Schwesternleben zurückgeblickt. Hierbei wurde mir Rose leicht unsympathisch. Ihr Charakter hat mir nicht sehr gefallen, denn sie ist mir einfach zu gefühlskalt und merkwürdig vorgekommen. Erst heult sie beispielsweise wegen einer Sache und plötzlich lacht sie genau über das gleiche Ereignis. Da weiß man ja nicht mehr, ob sie einfach nur schauspielert. Anna hat in der Jugendzeit auch etwas über Rose erfahren, was eventuell mit ihrem Verschwinden zu tun haben könnte. Mehr möchte ich aber nicht verraten um die Spannung nicht vorweg zu nehmen. Anna hat sich in ihrem Leben zu oft nach Rose gerichtet, auch nach ihrem spurlosen Verschwinden. Sie kann auch nicht richtig in ihrer Beziehung zu Martin aufgehen, lieber flüchtet sie zu Martins Exfrau Ruth aufs Land. Wird Rose ein Hindernis bleiben und die Beziehung zu Martin zerstören? Das Buch lässt sich für mich nicht an einem Stück durchlesen. Dies hat nicht mit dem Schreibstil zu tun sondern eher mit dem Inhalt. Teilweise ist die Handlung schon sehr bewegend und man muss das Gelesene erstmal ein wenig verarbeiten. Oft gibt es auch Rückblicke in die Vergangenheit, was meinen Lesefluss auch etwas beeinträchtigt hat. Die Geschichte ist somit nicht zeitlich fortlaufend sondern zeigt immer wieder Geschehnisse aus Sandys und aus Roses und Annas Jugendzeit. Anna tat mir oft leid. Ihre Mutter lebt dermaßen in der Vergangenheit, dass ich das Gefühl bekam, dass sie Anna gar nicht so richtig wahrnimmt. Sie trauert um verschiedene Dinge, aber Anna kommt mir einfach bei Cassandra zu kurz. Das Ergebnis der Geschichte war gut, aber so manches Verhalten von gewissen Personen kann ich einfach nicht nachvollziehen. Um dies näher zu erklären, müsste ich spoilern, deshalb werde ich mich nicht weiter dazu äußern. Lest selbst ;-)! Mein Fazit Lange habe ich zwischen drei und vier Sterne geschwankt. Letztendlich hat mir das Buch aber gegen Mitte/Ende doch ganz gut gefallen und somit vergebe ich vier Sterne. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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An einem Tag im August 1990 verschwindet Rose. Von einer Minute auf die andere ändert sich nicht nur das Leben ihrer Eltern, sondern auch das von Anna, Roses jüngerer Schwester. Zwanzig Jahre später leidet Anna immer noch unter dem Verschwinden ihrer großen Schwester Rose, deren Verbleib bis zu diesem Tag nicht aufgeklärt wurde und deren Namen nicht mehr genannt werden darf. Doch nun ist sie an einen Punkt gelangt, an dem sie beginnt alles zu hinterfragen. Sie trennt sich von ihrem Partner Martin und zieht in ein Haus außerhalb Londons. Dort beginnt sie Roses Verschwinden zu erforschen und deckt dabei lang gehütete Geheimnisse auf. “Auf der Kommode stand ein Foto von Rose, als hätte es die Macht, sie zurückzubringen. Dahinter verströmte ein Blumenstrauß in einer Vase, meistens Rosen, seinen Duft, bis die Welken Blüten herunterhingen. In der warmen Jahreszeit holte Sandra die Blumen aus dem Garten; im Winter kaufte sie Rosen oder Lilien im Blumenladen. Das Ritual war so eingespielt, dass keiner von ihnen ein Wort darüber verlor.” (S. 81) „Der Tag, an dem Rose verschwand“ von Linda Newbery sprach mich vor allem wegen des tollen Covers an und ließ mich eine spannende, tragische Geschichte, um das Verschwinden einer jungen Frau vermuten. Diese Geschichte wird in langen, ausschweifenden Sätzen abwechselnd von der Protagonistin Anna und ihrer Mutter in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit erzählt. Dies verleiht dem Buch etwas Besonderes, da der Leser eine privilegierte Rolle gegenüber den anderen Figuren einnimmt und somit viel mehr über die Hintergründe der Handlungen weiß als die Betroffenen. Die Einschübe aus der Vergangenheit sind gut platziert und unterbrechen zu keiner Zeit den Lesefluss, was zu einem runden Lesegefühl führt. Dennoch schafft es das Buch nicht die Spannung durchgehend aufrechtzuerhalten und schwächelt stellenweise. An sich ist die Thematik sehr interessant, denn das Verschwinden eines jungen Mädchens lässt verschiedene Vermutungen aufkommen. Und obwohl dieses Ereignis eigentlich im Vordergrund stehen sollte, wurde diese Handlung immer nebensächlicher. “Für mich geht es darum herauszufinden, wer man wirklich ist. […] Also, du kannst einfach so deine Zeit rumbringen, ich meine, du tust, was man dir sagt, und du denkst so, wie du es gelernt hast. Wie kannst du je rausbekommen, wer du wirklich bist, wenn du einfach immer so weitermachst? Du bist der Einzige, der das rausfinden kann, in dem du alles loslässt, was dir wichtig erscheint.” (S.170) Es ging viel mehr darum, wie die einzelnen Figuren mit den Konsequenzen des Verschwindens klarkommen und wie ihr Leben dadurch beeinflusst wurde. Dementsprechend war ich etwas enttäuscht, dass das spektakuläre Verschwinden, das so viele Leben verändert hat, gegen Ende total banal wirkt. Es hat mich wirklich geärgert, in welche Richtung sich das Buch entwickelte und ließ mich unglücklich zurück. Auch die Charaktere wirken irgendwie surreal und durch Roses Verschwinden auf eine Art und Weise gebrochen. Protagonistin Anna schafft es trotz dessen, dass sie sich bereits in ihren 30ern befindet, nicht in ihrem Leben Fuß zu fassen und lebt von einem Tag in den nächsten. Ihre einzige Konstante ist ihr Freund Martin, dessen Beruf und familiäre Situation ihn zu einem Mann gemacht haben, der mit beiden Beinen im Leben steht. Doch bald fühlt Anna sich von ihm eingeengt und strebt ihrer Freiheit entgegen. Annas Mutter hat den Verlust ihrer Tochter nie verkraftet und weigert sich daran zu glauben, dass Rose tot ist. Sie glaubt an einen Familienfluch, da auch ihr großer Bruder im Alter von 18 Jahren starb und macht sich deswegen Vorwürfe. Zusammengefasst kann man von einer zerrütteten Familiengeschichte sprechen, deren Figuren niemals mit dem Verlust einer wichtigen Person fertig geworden sind und ihr Leben dadurch zerstören. Fazit Obwohl die Geschichte vielversprechend begann, wurde das Potenzial leider verschenkt. Es lenken viel zu viele Dinge vom eigentlichen Geschehen ab und führen in Sackgassen, die nicht weiter erzählt werden.

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