Leserstimmen zu
Der Tag, an dem Rose verschwand

Linda Newbery

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An einem Tag im August 1990 verschwindet Rose. Von einer Minute auf die andere ändert sich nicht nur das Leben ihrer Eltern, sondern auch das von Anna, Roses jüngerer Schwester. Zwanzig Jahre später leidet Anna immer noch unter dem Verschwinden ihrer großen Schwester Rose, deren Verbleib bis zu diesem Tag nicht aufgeklärt wurde und deren Namen nicht mehr genannt werden darf. Doch nun ist sie an einen Punkt gelangt, an dem sie beginnt alles zu hinterfragen. Sie trennt sich von ihrem Partner Martin und zieht in ein Haus außerhalb Londons. Dort beginnt sie Roses Verschwinden zu erforschen und deckt dabei lang gehütete Geheimnisse auf. “Auf der Kommode stand ein Foto von Rose, als hätte es die Macht, sie zurückzubringen. Dahinter verströmte ein Blumenstrauß in einer Vase, meistens Rosen, seinen Duft, bis die Welken Blüten herunterhingen. In der warmen Jahreszeit holte Sandra die Blumen aus dem Garten; im Winter kaufte sie Rosen oder Lilien im Blumenladen. Das Ritual war so eingespielt, dass keiner von ihnen ein Wort darüber verlor.” (S. 81) „Der Tag, an dem Rose verschwand“ von Linda Newbery sprach mich vor allem wegen des tollen Covers an und ließ mich eine spannende, tragische Geschichte, um das Verschwinden einer jungen Frau vermuten. Diese Geschichte wird in langen, ausschweifenden Sätzen abwechselnd von der Protagonistin Anna und ihrer Mutter in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit erzählt. Dies verleiht dem Buch etwas Besonderes, da der Leser eine privilegierte Rolle gegenüber den anderen Figuren einnimmt und somit viel mehr über die Hintergründe der Handlungen weiß als die Betroffenen. Die Einschübe aus der Vergangenheit sind gut platziert und unterbrechen zu keiner Zeit den Lesefluss, was zu einem runden Lesegefühl führt. Dennoch schafft es das Buch nicht die Spannung durchgehend aufrechtzuerhalten und schwächelt stellenweise. An sich ist die Thematik sehr interessant, denn das Verschwinden eines jungen Mädchens lässt verschiedene Vermutungen aufkommen. Und obwohl dieses Ereignis eigentlich im Vordergrund stehen sollte, wurde diese Handlung immer nebensächlicher. “Für mich geht es darum herauszufinden, wer man wirklich ist. […] Also, du kannst einfach so deine Zeit rumbringen, ich meine, du tust, was man dir sagt, und du denkst so, wie du es gelernt hast. Wie kannst du je rausbekommen, wer du wirklich bist, wenn du einfach immer so weitermachst? Du bist der Einzige, der das rausfinden kann, in dem du alles loslässt, was dir wichtig erscheint.” (S.170) Es ging viel mehr darum, wie die einzelnen Figuren mit den Konsequenzen des Verschwindens klarkommen und wie ihr Leben dadurch beeinflusst wurde. Dementsprechend war ich etwas enttäuscht, dass das spektakuläre Verschwinden, das so viele Leben verändert hat, gegen Ende total banal wirkt. Es hat mich wirklich geärgert, in welche Richtung sich das Buch entwickelte und ließ mich unglücklich zurück. Auch die Charaktere wirken irgendwie surreal und durch Roses Verschwinden auf eine Art und Weise gebrochen. Protagonistin Anna schafft es trotz dessen, dass sie sich bereits in ihren 30ern befindet, nicht in ihrem Leben Fuß zu fassen und lebt von einem Tag in den nächsten. Ihre einzige Konstante ist ihr Freund Martin, dessen Beruf und familiäre Situation ihn zu einem Mann gemacht haben, der mit beiden Beinen im Leben steht. Doch bald fühlt Anna sich von ihm eingeengt und strebt ihrer Freiheit entgegen. Annas Mutter hat den Verlust ihrer Tochter nie verkraftet und weigert sich daran zu glauben, dass Rose tot ist. Sie glaubt an einen Familienfluch, da auch ihr großer Bruder im Alter von 18 Jahren starb und macht sich deswegen Vorwürfe. Zusammengefasst kann man von einer zerrütteten Familiengeschichte sprechen, deren Figuren niemals mit dem Verlust einer wichtigen Person fertig geworden sind und ihr Leben dadurch zerstören. Fazit Obwohl die Geschichte vielversprechend begann, wurde das Potenzial leider verschenkt. Es lenken viel zu viele Dinge vom eigentlichen Geschehen ab und führen in Sackgassen, die nicht weiter erzählt werden.

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Seit zwanzig Jahren ist die damals 18-jährige Rose verschwunden und bis heute weiß niemand mehr darüber als an diesem Tag. Ihre kleine Schwester Anna beschließt die Suche nach der verschwundenen Rose wieder aufzunehmen, denn die Hoffnung, dass sie irgendwann wieder da sein würde hat die ganze Familie nie aufgegeben. Ist Rose damals freiwillig abgehauen, wurde sie entführt oder hatte sie womöglich einen Unfall und ist schon seit zwanzig Jahren tot? Während Anna sich auf die Suche nach der verschwundenen Schwester begibt verändern sich auch einige grundlegende Dinge in ihrem eigenen Leben und so nimmt die Geschichte ihren Lauf... Das Buch klang für mich sehr interessant und spannend, vor allem da ich Romane über Familiengeheimnisse sehr gerne lese. Gerade in solch einer Geschichte spielen die Charaktere eine sehr große Rolle, da der Großteil der Geschichte sich in ihrem Inneren abspielt. Die Protagonistin Anna war für mich aber nicht sonderlich speziell oder besonders, ihre Handlungen und das Verhalten ihrem Freund gegenüber konnte ich oft nicht nachvollziehen. Die verschwundene Schwester Rose hat mich da viel mehr interessiert und deswegen habe ich mich immer über Rückblenden gefreut, in denen sie vorkam. Sie ist als Charakter sehr eigen, interessant und anders. Allerdings muss ich auch sagen, dass die vielen, sehr detaillierten Rückblenden für mich zum Teil zu viel des Guten waren. Vor allem, da auch die Mutter von Anna und Rose sehr viel aus der Vergangenheit erzählt, wo ich mir am Anfang gar keinen Reim darauf machen konnte, inwieweit das jetzt wichtig für die Geschichte ist. Natürlich fügen sich alle Schnipsel der Vergangenheit irgendwann zu einem großen Ganzen zusammen, was sehr gut gemacht war. Als man dann endlich herausfindet, was denn damals mit Rose geschah, ist der Großteil des Buches bereits vorüber, sprich der Schluss wird im Gegensatz zu den sehr detailreichen Beschreibungen im Laufe des Buches sehr schnell abgehandelt. Zusätzlich hat es mich nicht ganz zufriedengestellt, WAS da dann letztendlich passiert. An sich waren somit alle Passagen in irgendeiner Weise interessant, aber als Gesamtpaket hat sich das Buch schon gezogen. Der Schreibstil der Autorin war recht angenehm, er war einfach, schlicht und passte dadurch zur Geschichte. Als Fazit kann ich sagen, dass "Der Tag, an dem Rose verschwand" eine recht interessante Geschichte war, trotz der genannten Schwächen hab ich immer interessiert gelesen, wie Anna versucht dem Geheimnis ein Stückchen näher zu kommen. Ich vergebe 3 Sterne :)

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Seit eines Tages Annas Schwester Rose spurlos verschwunden ist, dreht sich ihr Leben um 180 Grad. Nichts ist mehr so wie es wahr und die Familie gibt die Hoffnung nicht auf ihre geliebte Tochter und Schwester zu finden. Doch selbst zwanzig Jahre später bleibt Rose weiterhin verschwunden bis Anna sich vornimmt die Suche nach ihrer Schwester wieder aufzunehmen. Sie verfolgt einige Hinweise und stößt plötzlich auf den Namen Rosanna und da nimmt die Geschichte ihren Lauf und Anna gelingt es die dunklen Familiengeheimnisse aufzudecken. In einer Familiengeschichte, umfangen mit einem großen Lügennetz und dunklen Geheimnissen, spielen die Protagonisten eine große Rolle umso enttäuschter war ich anfangs das die Charaktere so seicht waren. Den richtigen Zugang zu finden fiel mir in den ersten fünfzig Seiten gar nicht so leicht, doch überraschenderweise lernte ich die Protagonisten dieser Geschichte dann doch noch etwas näher kennen und schloss sie schlussendlich dann auch in mein Herz. Da die Geschichte weitgehend aus der Sicht von Anna erfolgt, habe ich von ihr am meisten kennen gelernt, trotzdem haben mich die Charakterzüge ihrer verschwundenen Schwester Rose viel mehr interessiert. Während Anna nur ein Mädchen war, dass die ganze Zeit nur ihre Schwester bewunderte und sich in ihren Schatten stellte war diese nämlich eine Individum und sehr vielschichtig. Weiteres verfolgt man die Geschichte auch aus der Sicht von Annas Mutter, Cassandra. Außerdem fließen immer wieder Vergangenheitsschnipsel ein um die Geschichte zu vervollständigen. Rundum fand ich die Geschichte wirklich sehr spannend, gerade durch die verschiedenen Erzählstränge die auseinander liefen und dann zusammen finden aber leider gab es auch die ein und andere Stelle die man weglassen könnte, da sie überhaupt nichts zur Suche von Rose oder der Handlung beigetragen hat. Da diese Stellen nur wenige Seiten umfassen finde ich das nicht überaus schlimm, aber schon etwas komisch. Ich hatte kurz den Eindruck dass die Autorin solche Stellen als Lückenfüller eingebaut hat. Den Schreibstil ist schlicht aber durchaus passend. Kein absolutes Wow aber durchaus fesselnd obwohl man sich erstmal dem Sog der Geschichte ergeben muss um dem zu erliegen, sprich man muss sich auf die Geschichte einlassen. Nachdem ich im Mittelteil so gefesselt war, wurde meine Freunde am Ende dann wieder ein wenig gedämpft. Das Verschwinden von Rose steht im Mittelpunkt des Buches, trotzdem wird dieser Teil am Ende schnell und einfach abgehandelt als wäre es nur eine Randhandlung gewesen. Das fand ich etwas schade und die letzten Seiten habe ich dann nur noch schnell "über mich gebracht", weil ich enttäuscht war. Schlussendlich würde ich sagen es hat sich für mich wirklich gelohnt dieses Buch zu lesen, obwohl ich da anfangs meine Zweifel hatte. Doch es hat mich wirklich gut unterhalten und es hat mir gefallen mit Anna gemeinsam die Lügen und Geheimnisse ihrer Familie aufzudecken. Ein bisschen Enttäuschung kam dann auch am Schluss durch das simple Ende auf. Rundum vergebe ich für das Buch 3 gute Sterne.

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