Leserstimmen zu
Der Tag, an dem Rose verschwand

Linda Newbery

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Wo ist Rose?

Von: corinnabub

25.01.2016

"Der Tag, an dem Rose verschwand" ist ein spannendes Familiendrama. Die elementaren Fragen in diesem Buch: Wo ist Rose? Wurde sie entführt? Ermordert? Oder ist sie abgehauen? Und wenn ja, warum? All diese Fragen sind seit 20 Jahren ungklärt. Für ihre Schwester Anna und ihre Eltern ist die Zeit stehen geblieben - als hätten sie nach dem Verschwinden von Rose den Atem angehalten. Die Geschichte spielt in der Gegenwart - Rose wäre jetzt 38 Jahre alt. Anna, ihre kleinere Schwester, lebt in einer Partnerschaft und hat einen Job als Immobilienmaklerin. Man merkt relativ schnell, dass sie dem Leben an sich kaum gewachsen ist. Sie kann sich auf nichts festlegen und scheint mit dem Verschwinden ihrer Schwester immer noch nicht abgeschlossen zu haben. Auch ihre Partnerschaft dümpelt vor sich hin. Wobei ich ihren Freund nicht so toll finde. Martin versteht sie überhaupt nicht und bezieht sie auch in nichts ein. Er hat aus einer früheren Ehe zwei Kinder und trifft regelmäßig seine Ex-Frau Ruth. Annas beste Freundin erwartet demnächst ihr erstes Kind und kann auch nicht verstehen, wieso Anna sich nicht festlegen will, warum sie ständig ihren Job wechselt oder noch keine Kinder hat und nicht verheiratet ist. Man merkt Anna an, wie sehr sie diese Tatsachen belasten, aber sie kann nicht aus ihrer Haut. Um endlich frei zu sein, beschließt sie, endlich die Wahrheit herauszufinden. Rose' Mutter hat sich endlich entschieden das Haus zu verkaufen. Sie hat immer gehofft, dass ihre Tochter einfach wieder zur Tür hereinspaziert. Allerdings macht sie einen Rückzieher und fängt an, sich komisch zu verhalten. Anna und ihr Vater machen sich Sorgen um sie - sie scheint teilweise nicht mehr in der Gegenwart zu leben. Die Geschichte wird von Anna und ihrer Mutter, die sich mal Sandra, mal Cassandra und dann wieder Sandy nennt, in der dritten Person erzählt. Der Mutter drei Namen zu verpassen fand ich genial, da jeder Name einer bestimmten Zeit zugeordnet ist. Und so erfährt der Leser nicht nur was in der Gegenwart geschieht, sondern es kommen auch einige Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Licht. Ich verspreche euch: Dieses Buch ist voller spannender Momente und ein Geheimnis folgt auf das nächste. Auch die Auflösung ist wirklich interessant.

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Zum Inhalt "Der Tag, an dem Rose verschwand" ist ein richtiger Pageturner, ohne dabei laut zu werden. Wenn man den Titel liest, vermutet man einen Thriller. Ein kleines bisschen trifft das auch zu. Es ist eine tragische Familiengeschichte, deren Unglück in den 60iger Jahren ihren Anfang nimmt. Rose und Anna sind ziemlich ungleiche Schwestern. Rose ist eine sehr hübsche junge Frau. Sie weiß das! Sie spielt mit den Herzen, die ihr zufliegen. Ihre Launen kennen oft keine Grenzen. Sie ist künstlerisch begabt. Anna ist ein paar Jahre jünger als Rose und auch hübsch; jedoch weiß sie das nicht. Sie hat die gleiche künstlerische Begabung wie Rose; stellt jedoch auch hier ihr Licht unter den Scheffel. Ihre große Schwester ist ihr Vorbild. Anna bemerkt Rose fieses Verhalten gegenüber Jungs und findet es nicht in Ordnung. Überhaupt, manchmal ist Anna sehr genervt von den Launen ihrer Schwester. Zwei Schwestern, die ziemlich verschieden sind. Zitat aus dem Buch: >> Zusammen waren wir Rose und Anna - Rosanna.<< Dann ist Rose auf einmal weg. Ihre Liege im Garten und das Buch daneben lassen einen denken, sie kommt jeden Moment zurück ....... Knapp 20 Jahre später Rose wird immer noch vermisst. Die Zeit heilt alle Wunden ist ein Spruch, der in Annas Familie keine Gültigkeit hat. Das ganze Leben der Familie wird von Rose beherrscht, obwohl sie nicht mehr da ist. Die Ungewissheit lässt Annas Mutter Sandra sonderbar werden ....... Meine Meinung Diese Geschichte ist von der ersten Silbe an so spannend, das es mir unmöglich war, das Buch zur Seite zu legen. Man erfährt erst ziemlich zum Schluss, was mit Rose passiert ist. Bei Anna hatte ich das Gefühl, dass sie dachte kein Anrecht darauf zu haben, ein glückliches Leben zu führen. Sie wird von Albträumen geplagt. Sie zweifelt an der Liebe zu ihrem Freund Martin. Sie freundet sich mit Martins Exfrau an und verlässt Martin ......ROSE! Immer wieder Rose! Auch ihre Eltern führen ein Leben, dass darauf ausgerichtet ist, Rose könnte jederzeit bei der Türe hereinspazieren. Sandra will in keinen Urlaub fahren. In dieser Zeit könnte ja Rose nach Hause kommen. Bei Sandra hatte ich mehr als einmal das Gefühl, sie verliert den Verstand. Im Lauf der Geschichte erfährt man jedoch mehr über Sandra. In den 60iger Jahren hatte sie ein traumatisches Erlebnis .......... Den Tod ihres Bruders Roland hatte sie auch nie richtig verkraftet. Bis heute ist ungeklärt, ob der Musiker einen Unfall hatte oder freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Rose hat in meinem Kopf ein sehr unsympathisches Bild hinterlassen. Sie ist mir vorgekommen wie eine zickige Diva ohne Tiefgang. Anna fand ich total sympathisch. Ich habe immer gehofft, dass sie mit Martin zusammen bleibt. Seine Exfrau Ruth kam sehr ehrlich rüber. Anna und Ruth haben sich gegenseitig geholfen. Manchmal vermutete ich, Ruth würde Martin gerne wieder als Ehemann in ihrem Leben haben. Ich war sehr gespannt, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege ..... Was mich sehr neugierig gemacht hat: Sandra hat Babyschühchen für ihre Tochter gekauft. Anna war jedoch nicht schwanger ....... Fazit Die Autorin hat die Personen sehr gut beschrieben. Hauptperson in diesem Roman ist ROSE! Obwohl seit Jahren vermisst, führt sie weiterhin Regie, im Leben ihrer Familie. Man kann mit der Familie gut mitfühlen. Es kann kaum Schlimmeres passieren, als die Ungewissheit, was mit einem Familienmitglied passiert ist. Abschied nehmen ist unmöglich. Linda Newbery hat das Thema Verlust sehr sensibel behandelt. Ihre Beschreibungen haben mir ermöglicht, von allen Protagonisten ein klares Bild vor Augen zu haben. Man wusste sehr genau, wie jeder Einzelne tickt. Einzig Sandra wusste ich nicht einzuordnen ........ Wer gerne spannende Familiengeschichten mag, liegt bei diesem Buch goldrichtig. Idee: 5 Sterne Cover: 5 Sterne Schreibstil: 5 Sterne Spannung: 5 Sterne Gefühl: 5 Sterne

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"Als Anna sich an einem heißen Sommertag auf den Weg in die Stadt macht, genießt Rose die Sonne im Garten. Anna ahnt nicht, dass sie ihre Schwester zum letzten Mal gesehen hat. Zwanzig Jahre später fällt es Anna schwer, in die Zukunft zu blicken, da doch Rose immer nur Vergangenheit sein wird. Auch ihre Mutter, die schon einmal einen geliebten Menschen verlor, scheint mit der Tragödie nicht abgeschlossen zu haben – und ein Geheimnis zu verbergen …" Meine Meinung: Die Geschichte des Buches dreht sich um Anna, ihren Freund, ihre verschwundene Schwester, ihre Eltern und die Exfrau ihres Freundes Martin. Sowohl Rückblenden in die Kindheit mit ihrer Schwester, als auch Sichtwechsel in eine andere Person, z.B. Annas Mutter lassen eine leichte Schwere aufkommen. Der Titel, das Cover und der Klappentext sind stimmig gestaltet und machen den Leser neugierig. Besonders das "Gehende Mädchen", das auf die Einöde zutritt hat mich angesprochen und mit dem Klappentext Fragen aufgeworfen. Welches Geheimnis hat die Familie? Warum ist Rose verschwunden? Der Schreibstil ist flüssig und zeitgleich voller Emotionen. Durch ihre Sprache schafft des Laura Newbery den Leser in die Gedanken, Gefühle, Sehnsüchte und Hoffnungen ihrer Protagonisten realitätsnah eintauchen zu lassen. Vor allem Anna und ihre Mutter sind dem Leser während der Geschichte unheimlich vertraut und nah. Man fühlt mit ihnen und möchte ihnen gerne irgendwie helfen, so berührt ist man von ihrem Schicksal. Die Wendungen im Buch, die Abschnitte der Vergangenheit und das Rätsel um Rose haben mich so gefesselt, dass ich das Buch in einer Nacht durchgelesen habe. Ich möchte dem Buch keinen Inhalt vorweg nehmen, deshalb nur so viel: Mit diesem Geheimnis und dem Zusammenhang zur Mutter hätte ich nicht gerechnet. Laura Newbery ist mir als Autorin eher unbekannt gewesen, jedoch hat mich ihr Buch so gefesselt, dass ich unbedingt weitere Bücher von ihr lesen möchte!!! Die Engländerin hat mich auf weitere Werke neugierig gemacht. Fazit: Wirklich spannend, stellenweise melancholisch und traurig, aber vor allem packend! Ein Familiendrama der besonderen Art und wirklich eine absolute Leseempfehlung. 5 von 5 Herzen <3 <3 <3 <3 <3

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