Leserstimmen zu
Ein Idiot reist weiter

Karl Pilkington

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Karl Pilkington ist scheinbar in England eine bekannte Figur (ich kannte ihn wie gesagt bisher nicht). Schließlich führt er immer mal wieder Dialoge mit diversen Agenten. Aber sein Leben scheint nach dem Motto zu verlaufen, ich muss reisen obwohl ich das gar nicht will. Und das kann schonmal echt anstrengend werden - nicht nur für ihn, sondern auch für den Leser. Nicht nur dass das Buch keinerlei Ordnung folgt (Teile der Liste werden ohne eine bestimmte Reihenfolge genauso immer wieder in die Texte eingeschoben wie sinnlose Dialoge), auch hinterfragt man bei vielem den tieferen Sinn des Ganzen - wenn doch alle und alles doof ist (außer Karl natürlich) muss ich das nicht wissen. So versucht er einem etwa auf die Nase zu binden, dass die Inuit alleine für das Walsterben verantwortlich sind und dass man in den Bergen ja wunderbar illegal seinen Müll loswerden kann und dass Reisen überhaupt das schlimmste ist, was man machen kann (warum er es trotzdem tut... Hmmm?). Ich lege selten ein Buch vor Ende weg, diesmal aber musste ich wirklich nach 150 Seiten aufhören, weil ich jedesmal am liebsten in meinen Reader gekrochen wäre um den Typen zu schlagen, weil er wirklich eine extrem Dämlichkeit und Borniertheit an den Tag legt, die Engländer vielleicht begeistern mag, ich hatte jedenfalls genug (im negativem Sinne). Aber alles andere wäre vertane Zeit gewesen. Das Buch ist wirklich nervig und ich rate jedem vom Kauf ab. Anfangs dachte ich noch, ich nehme gleich "Ein Idiot unterwegs" auch noch auf meinen e Book Reader, habs dann aber glücklicherweise gelassen.

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Über den Autor: Karl Pilkington hat als Autor in Großbritannien 5 Bücher auf die Bestsellerliste gebracht. Außerdem hält er den Guiness-Rekord für den meistgeklickten Podcast aller Zeiten. Während seine ersten 3 Bücher nur in englischer Sprache erschienen sind erschien mit „Ein Idiot unterwegs“ im September 2014 das erste Buch von ihm auch in deutscher Übersetzung. Mit „Ein Idiot reist weiter“ rezensiert die Storykiste nun den Nachfolger. Handlung: Pilkington wird von seinem Produzentenduo einmal mehr auf Weltreise geschickt. Diesmal kann Pilkington augenscheinlich seine 7 Favoriten aus einer vorgegebenen Top100-Bucket-Liste auswählen. Für die Zeit während der Reisen bauen die Produzenten natürlich kleine Extra-Erlebnisse für Karl ein, sodass ihm unterwegs viele skurrile und interessante Aufgaben und Erlebnisse bevorstehen. Lesbarkeit / Inhalt: Pilkington schildert im dem Buch die Erlebnisse aus seiner persönlichen Sichtweise. Neben den Erzählungen wird in regelmäßigen Abständen auch „wörtliche Rede“ in die Geschichten integriert. Pilkington verwendet einen recht einfachen Schreibstil, nutzt hin und wieder primitive Ausdrucksweisen, welche teils bis hin zur Gossen- oder Fäkalsprache reicht. Persönlicher Eindruck: Pilkington war mir persönlich bisher kein Begriff. Angeregt durch die bisherigen Erfolge von Pilkington als Bestsellerautor von insgesamt 5 Büchern auf dem Britischen Markt befasste ich mich mit dem neuen Titel „Ein Idiot reist weiter“. Leider ein Trugschluss zu denken, der Erfolg von Pilkington in England würde auch meine Erwartungen erfüllen. Es war eines der schlechtesten Bücher, das ich bisher gelesen habe bzw. als Rezensent lesen musste. Die Storys sind wenig tiefgründig, vermitteln nur in wenigen Einzelfällen nähere Informationen zum wahren Geschehen an den von Pilkington bereisten Orten. Aufkeimender Lesespass in einzelnen Kapiteln wird just durch platte Bemerkungen und Vergleiche des Autors unterbunden. Zudem stolpert man immer wieder über teils schlechte, teils scheinbar gar nicht recherchierte oder unqualifizierte Äußerungen. Beispiel Seite 131: Es ist ermüdend und ärgerlich, einer Diskussion über 2 Seiten zu folgen, in der Pilkington tatsächlich vermitteln möchte, dass die Inuit für das bevorstehende Aussterben der Wale verantwortlich sind. Nur wenig später auf Seite 138 äußert Karl Pilkington die Idee, in den Weiten der schneebedeckten Regionen Alaskas ´illegal Müll zu entsorgen´. Auf Seite 44 ist Pilkington sogar der Meinung, in einem aktiven Vulkankrater neben Müll (alte Matratzen und Kommoden) sogar Leichen zu entsorgen, da es viel effizienter sei als Jeden einzeln zu beerdigen. Es liegt mir fern zu beurteilen, ob dies dem schwarzen britischen Humor entspricht. Meine Lachmuskulatur hat es jedenfalls nicht in Anspruch genommen Darüber hinaus macht es wenig Spaß, mehrmals im Buch minutenlangen Diskussionen zwischen Pilkington und seinem Regisseur zu folgen, ob Karl nun eine der ausgewählten Aufgaben auf sich nimmt oder nicht. Das Buch macht tatsächlich den Eindruck, als ob man sich mitten in einer der nervenden Trash-TV-Sendungen befindet, die mit schnellen Kameraschnitten, hektisch unterlegter Englisch-Deutsch-Synchronisation und immerwährenden Lachattacken des Darstellers über den Bildschirm eines Privatsenders flimmern. „Ein Idiot reit weiter“ hat mich auf voller Linie enttäuscht. Wer unbedingtes Verlangen nach kurzweiliger Trash-TV-Unterhaltung hat sollte sich lieber eine einstündige Sendung im Fernsehen anschauen. Es erspart viel Zeit und Lesefrust.

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