Leserstimmen zu
Das Gedächtnis des Herzens

Jan-Philipp Sendker

Die Burma-Serie (3)

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Wer die letzten Bücher von Jan-Philipp Sendker gelesen hat, weiß, dass Burma und die Magie des Geschichtenerzählens bei ihm eine zentrale Rolle spielen. So ist auch sein jüngster Roman "Das Gedächtnis des Herzens" eine Erzählung in einer Erzählung, die in Burma spielt. Der zwölfjährige Ko Bo Bo, der bei seinem Onkel U Ba in dem Dorf Kalaw lebt, lässt sich von ihm eine Geschichte erzählen, die nicht nur von der Kraft der Liebe handelt, sondern auch ein Familiengeheimnis lüftet. Nicht nur der Junge, auch als Leser brennt man darauf, mehr über seine Mutter Julia zu erfahren – eine Halbburmesin, die dem stressigen Leben als Anwältin in New York entfloh und, ihren familiären Wurzeln folgend, ein Kloster in Hsipaw aufsuchte. Dort lernt sie den Mönch Thar Thar kennen und lieben. Beide kommen in die Lage, sich auf eine völlig andere Welt einzulassen: zunächst Julia im Kloster, wo Thar Thar zahlreiche hilfsbedürftige Kinder in seine Obhut genommen hat; später Thar Thar, der ihr nach New York folgt und einen Kulturschock erlebt. Ihre gegenseitige Liebe scheint stark genug zu sein, um die massiven Unterschiede in ihren Sichtweisen und Gewohnheiten zu überwinden. Was ihrer Liebe vielmehr im Weg steht, sind ihre Ängste. Während Thar Thar in ständiger Angst lebt, er könne Julia verlieren, fürchtet sie sich vor der Unwägbarkeiten im burmesischen Alltag. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive des Jungen und des Onkels erzählt und bringt damit einen interessanten Kontrast hinein zwischen der kindlichen Neugier und dem Unverständnis gegenüber dem Verhalten der Erwachsenen einerseits und den Weisheiten des Onkels andererseits. Jan-Philipp Sendker beschäftigt sich vor allem mit der Frage, inwieweit die Liebe zwischen zwei Menschen Grenzen überwinden kann und gibt gleichzeitig einen interessanten Einblick in die burmesische Kultur und politischen Konflikte.

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Ganz überraschend hat mich dieses hübsche Buch erreicht. Von dem Autor hatte ich zuvor schon einmal ein Buch gelesen, dass mir sehr gut gefallen hat, da habe ich mir das hier natürlich auch angesehen. Es geht darin um den Jungen Ko Bo Bo, der mit seinem Onkel in einem Dorf in Burma lebt. Sein Vater besucht ihn nur selten und an seine Mutter kann er sich kaum erinnern. Doch er hat die Gabe die Gefühle eines Menschen in seinen Augen zu erkennen. Bo Bo sehnt sich nach seiner Mutter und eines Tages lüftet sein Onkel ein Geheimnis und erzählt auch von der mysteriösen Krankheit seiner Mutter. Entschlossen diese zu heilen macht sich Bo Bo auf die Suche nach ihr. 🌸Der Junge war mir einfach sofort sympathisch und ich habe richtig mit ihm mitgefühlt und mitgefiebert. Als er sich dann auf die Suche nach seiner Mutter begeben hat, musste ich das Buch einfach sofort zu Ende lesen, um zu erfahren, wie es ausgeht. Die Geschichte hat mir einfach sehr gut gefallen.😍 🌸Der Autor erzählt die Geschichte auf wundervolle Weise, so einfühlsam und gefühlvoll. Dabei ist auch der Schreibstil sehr angenehm und flüssig zu lesen. . 🌸Eine sehr schöne Geschichte, die mich richtig mitgerissen hat.

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"Das Gedächtnis des Herzens" hat mich zunächst nachdenklich gestimmt, da ich nicht verstanden habe, warum Bo Bo nicht bei seinen Eltern leben kann und durch seinen Onkel erzogen wird. Dieses Geheimnis wird etwa zur Mitte des Buches aufgelöst und wirkt nachvollziehbar, wobei Bo Bo's Flucht nach vorne, einen großen Beitrag erzielt, sein Leben dahingehend zu verbessern, sich seinen Eltern anzunähern. Es findet in allen Bereichen Verzeihen und Neuanfänge statt, die zunächst nicht zu erkennen waren. "Die Liebe, die keinen Namen braucht und keine Grenzen kennt. Die Liebe, die uns größer und schöner macht, weil sie uns zuerst an andere denken lässt und nicht an uns selbst, die einen Menschen über sich hinaus wachsen lässt und kein Ende kennt. Sie ist das Licht im Herzen der Finsternis. Zitat Seite 245" Dieses und vieles mehr an Lebensweisheiten hält diese Erzählung für mich bereit und es sind oftmals Botschaften, die sich direkt in mein Herz begeben. Ich war von Anfang an fasziniert von "Das Gedächtnis des Herzens", da Bo Bo's Leben sich von dem anderer Kinder seines Alters unterscheiden. Sein Vater verbringt einige Zeit im Jahr gemeinsam mit seinem Sohn und verschwindet dann wieder, um ihn in der Obhut seines Onkels zu lassen. Für mich als Mutter absolut unvorstellbar. Die Sehnsucht nach meinem Kind würde mich schier auffressen. "Das Gedächtnis des Herzens" ist der dritte Band einer Reihe, die in Burma spielt. Als Schauplatz der Story absolut gelungen und da das Buch in sich abgeschlossen ist, auch als Einzelband zu lesen. Ich, die ich die vorherigen Bücher nicht kenne, fiel der Einstieg leicht. Die Liebe ist ein ganz großer Bestandteil der Story, denn in Rückblenden wird aufgezeigt, wie sich Thar Thar und Julia ineinander verlieben. Amerika ist für Thar Thar keine Option, da er als Burmese die Gepflogenheiten nicht kennt und sich unsicher fühlt, daher tritt er die Flucht an und überlässt Julia ihrem Schicksal. Bo Bo kommt zur Welt und die ersten Lebensjahre verbringt er gemeinsam mit seinen Eltern, bis dann ein Schicksalsschlag große Schuldgefühle mit sich bringt und die Familie zunächst zerbricht. Mich hat "Das Gedächtnis des Herzens" sehr angesprochen und daher möchte ich definitiv eine Leseempfehlung aussprechen, an eine Story, die nachdenklich stimmt und dennoch ganz viel Liebe und Wertschätzung bereithält. Für Bo Bo scheint es letztendlich ein Happy End zu geben und die Narben, die sich hier offenbaren, können anfangen zu heilen.

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