Leserstimmen zu
Herzgrab

Andreas Gruber

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Spannung? - Geht anders.

Von: petra dauskardt über "HERZGRAB" von A. Gruber aus Berlin

02.02.2016

Der sog. s.e. Autor verwendet zuviele Adverben & Adjektive, in der Hoffnung die Spannung zu erhöhen: Er verliert sich in Details, die 1.) falsch sind und 2.) die natürliche Spannung senken, weil sie 3.) eben un-natürlich sind. Fatal das Folgende. Der Ermordete, Franco, ein Bild von einem Mann, dem jeder Türrahmen ein Hindernis ist, dieser stiernackige Einlassbulle Florentiner Nachtclubs ((sehen die in Berlin anders aus ;-/ - wohl nicht)), dieser Franco wird also mit der Nagelschere im Nacken erstochen... ((Einer Schere aus einem Damen-Reise-Etui, wohl gemerkt....)). Wie glaubhaft?!! "...ihre innere Stimme kreischte hysterisch..." : Unsere inneren Stimmen kreischen nicht. Sie melden sich bescheiden aus uns. "Hysterisch" als Adverb ist nicht nur überflüssig, sondern: falsch, irritierend und erlogen. "...und sie erinnerte sich plötzlich an die internationale Notrufnummer 112..." : Wieso international?? Jeder dächte in so einem Moment, da er eine Leiche findet, nicht an international und Notrufnummer, sondern an "Hilfe..." - Eher weniger. (Die Heldin kommt nicht auf die menschlich, spontane Idee, ihre Verwandten, die gerade, just in dem Moment unten vor ihrem Zimmer auf dem Hof stehen, zumindest in Rufweite stehen, anzurufen?????) ---- Ich frage mich, was macht dieser Autor A. Gruber in Wirklichkeit, falls sein Kind gemeuchelt vor ihm liegen würde? Überlegen ob 112 international ist?; überlegen, ob die Großmama ihn nicht liebte?? ; Sollte ich nicht besser verschwinden???; Überlegen, warum? - wo er ihn gerade noch im Schlafzimmer sah??? HerrGruber schreibt gedehnt (über einige Seiten), wie jeder normale Mensch in 2 sec reagieren NICHT REAGIEREN WÜRDE. ----- Nach den ersten 6 Seiten von "Herzgrab", über mehr schreibe ich hier nicht, habe ich das Buch weggelegt. Selbst zum "Kilo"-Preis ist das nict zu verklickern. Also weg damit in den Papier-Container. Liebe Grüße, petra dauskardt

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Die Geschichte: Elena ist Privatdetektivin in Wien und wird von der jungen Italienerin Monica engagiert, die ihren Vater sucht. Der ist ein bekannter Maler und vor einem Jahr spurlos verschwunden. Die Umstände sind sehr seltsam, außerdem kam kurz zuvor seine Frau bei einem Unfall ums Leben. Dann taucht ein Gemälde auf, das Monicas Mutter zeigt und für ein Vermögen versteigert wird. Was steckt hinter dem Verschwinden des Malers und was ist das Geheimnis des Bildes, das er während seiner Abwesenheit geschaffen hat? Eine Entführung oder nur ein Marketinggag, um den Preis der Gemälde in die Höhe zu treiben? Elenas Mann Peter ist Kriminalkommissar und ebenfalls gerade mit einem Vermisstenfall beschäftigt: er soll Monicas Tante finden, die nach einem Familienbesuch in Italien nicht mehr gesehen wurde. Alles deutet darauf hin, dass die vermögende Familie viel zu verbergen hat. Peter und sein italienischstämmiger Kollege Dino stoßen vor Ort auf eine Mauer des Schweigens und auch die Carabinieri sind ihnen alles andere als behilflich. Anscheinend soll hier einiges vertuscht werden und die schnüffelnden Wiener geraten selbst bald in die Schusslinie … Meine Meinung: Seit einiger Zeit verschlinge ich ja extrem begeistert alle Bücher von Andreas Gruber, die ich in die Finger bekomme. Man kann getrost behaupten, dass er inzwischen zu meinen absoluten Lieblingsautoren gehört und auch dieser Thriller hat mich wieder absolut überzeugt. Etwas schade finde ich, dass Andreas Gruber sich immer so tolle, sympathische oder ungewöhnliche Protagonisten ausdenkt, die man eigentlich gar nicht mehr missen möchte. Wieso schade? Weil er dann ja inzwischen an mindestens drei Reihen schreiben müsste und wir jeweils umso länger auf Nachschub warten müssten. :) Walter Pulaski und Maarten S. Sneijder dürfen ja bereits in mehreren Büchern die Hauptrolle spielen, aber auch von Elena, Peter und Dino würde ich sehr gerne noch mehr lesen. Die Figuren erscheinen lebendig und glaubwürdig mit all ihren Ecken, Kanten, Gefühlen und Ängsten. Elena und Peter machen gerade beziehungstechnisch eine schwierige Phase durch und daran ist Dino nicht ganz unschuldig. Das bringt natürlich reichlich privaten Zündstoff in die Geschichte. Sehr gelungen finde ich dabei auch immer das ausgewogene Verhältnis zwischen Ermittlungsarbeit und Privatleben der Protagonisten. Genau richtig, um mit den Figuren mitzufiebern, aber niemals so viel, dass es störend oder ablenkend wirken könnte. Für eher zartbesaitete Leser ist dieser Thriller stellenweise nicht so gut geeignet. Wie gewohnt geht es blutig und grausig zur Sache, dabei geht der Autor aber niemals so sehr ins Detail, dass es effektheischend wird. An Spannung würde es aber auch ohne Blut überhaupt nicht fehlen. Praktisch bis zur letzten Seite sorgen immer wieder neue Entwicklungen, Wendungen und Überraschungen für ein sehr fesselndes Lesevergnügen. Action und Humor kommen dabei auch nicht zu kurz – eine rundum gelungene Mischung. So ganz nebenbei hat Andreas Gruber auch in dieses Buch wieder ein bisschen gut platzierte Kritik einfließen lassen in Sachen Tierschutz. Dieses Engagement finde ich absolut sympathisch! Ein Großteil der Handlung ist in Italien angesiedelt und die Schauplätze lassen manchmal echtes Urlaubsfeeling aufkommen. Daran kann auch die wenig einladende Beschreibung mancher Stadtteile und Hotels nichts ändern. Fazit: Ein absolut gelungener, hochspannender Thriller mit sympathischen Ermittlern und einer komplexen Story, der bis zur letzten Seite fesselt und bestens unterhält.

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Darum geht's: Die Privatdetektivin Elena Gerink soll einen verschwundenen Maler ausfindig machen. Als Anhaltspunkt hat sie nur ein Bild von ihm, das kürzlich aufgetaucht ist. Ihr Exmann Peter ist Polizist und ebenfalls auf der Suche nach einer vermissten Person, einer Österreicherin. Bald stellen die beiden Zusammenhänge zwischen ihren Vermisstenfällen fest. Mein Leseeindruck: Andreas Gruber hat eine sehr eingängige und flüssige Art zu erzählen. Die Handlung ist aber gespickt mit Action, ständig passiert irgendwas und man hat das Gefühl, kaum mal durchatmen zu können. Diese Kombination reisst einen mit und man kann tatsächlich kaum anders, als das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Besonders haben mir die kleinen humorvollen Einschübe gefallen, die die Spannung ein bisschen auflockern. Zum Beispiel müssen sich die Polizisten notgedrungen die Honeymoon-Suite im Hotel teilen, inclusive Rosenblätter auf dem Kopfkissen. Das Privatleben der Ermittler nimmt keine allzu große Rolle ein, auch wenn die Ereignisse unmittelbar vor der Romanhandlung dem Ganzen eine zusätzliche Würze verleihen und deshalb immer präsent sind. Elena Gerink hat ihren Mann nämlich ausgerechnet mit seinem Partner in dieser Ermittlung, dem eitlen Dino Scatozza, betrogen, was kürzlich zur Trennung des Ehepaares führte und die Zusammenarbeit der Männer nicht gerade leicht macht. Als Leser weiß man nicht wirklich, wer der Drahtzieher hinter dem Ganzen ist und kennt auch das Motiv nicht. Aber es gibt einige Hinweise und Verdächtige, deren Handlungen man selbst danach abklopfen kann, ob sie einen in die richtige Richtung schieben. Oder ob man – wie ich – auf die falschen Fährten des Autors hereingefallen ist und von der schlüssigen Auflösung überrascht wurde. Ein sehr gelungener Thriller, der „Todesfrist“ und „Rachesommer“ in nichts nachsteht und den ich mit großem Vergnügen gelesen habe.

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Die in Wien lebende Teresa Del Vecchio fährt zu ihrer Familie in die Toskana, um am Gedenkgottesdienst ihrer beiden kürzlich verstorbenen Brüder teilzunehmen. Ihr eigentliches Ansinnen aber ist es, herauszubekommen, wo ihr Bruder, der Maler Salvatore Del Vecchio, verblieben ist. Seit einem Jahr ist er spurlos verschwunden und hinterließ nur den Hinweis, dass er sich zurückziehen und ein letztes Bild malen wird. Plötzlich verschwindet auch Teresa spurlos. Da die italienischen Behörden keine ergebnisbringenden Resultate liefern, übernimmt die Wiener Polizei die Ermittlungen. Mit dem Fall werden Peter Gerink, der Spezialist des Bundeskriminalamtes für Entführungsfälle, und sein italienisch sprechender Partner Dino Scatozza beauftragt. Eine unglückliche Konstellation, denn Peter ist nicht gut auf Dino zu sprechen, hatte dieser doch ein Verhältnis mit seiner Frau. Während der Befragung von Monica, der Nichte von Teresa, die gemeinsam in Wien wohnen, bittet diese ihn um den Gefallen, ob er nicht auch gleichzeitig nach ihrem Vater, dem Maler Salvatore Del Vecchio, ermitteln kann, da dieser seit einem Jahr verschwunden ist. Das muss er leider ablehnen, empfiehlt ihr aber Elena Gerink, seine Frau, die als Privatdetektivin arbeitet und ebenfalls auf vermisste Personen spezialisiert ist. Während Peter und Dino in Florenz ermitteln, macht sich Elena in Wien auf die Suche nach Salvatore. Sehr bald ist klar, dass beide Fälle im Zusammenhang stehen und nicht mehr losgelöst voneinander ermittelt werden kann ... Dieser Thriller war bereits mein 5. Buch von Andreas Gruber und ich liege sicher nicht falsch, wenn ich behaupte, dass er immer besser wird. Die beiden Hauptakteure, Elena und Peter Gerink, leben nach einem One-Night-Stand von Elena mit Peters Kollegen Dino getrennt. Beide sind Ermittler, Peter beim Wiener BKA, Elena als Privatdetektivin. Sie sind beide mit der Situation überfordert, denn eigentlich können sie nicht ohne einander. Der Leser erhält neben den Ermittlungen der parallel laufenden Fälle auch Einblick in das Seelenleben von Elena und Peter und einen Rückblick in ihre Geschichte. Die Ermittlungen von Elena und Peter werden dem Leser mittels mehrerer Handlungsstränge nahegebracht. Diese sind jeweils in der 3. Person geschrieben. Lange laufen sie parallel zueinander, bis sie beginnen, sich zu vermischen und miteinander zu verweben. Neben den Ermittlungen der beiden Protagonisten erfährt der Leser auch in kleinen Sequenzen die Geschehnisse aus der Sicht Teresas und was ihr gerade widerfährt. Schon mit Beginn des Thrillers wird Spannung aufgebaut, die sich bis zum Ende hin stetig steigert. Das Ende ist überwältigend und überraschend. Mit meinen Vermutungen auf den Täter, die ich im Laufe der Geschichte gefasst habe, lag ich völlig falsch, so dass ich auf alle Fälle vom Ende überrascht wurde. Die Protagonisten sind sympathisch und wirken sehr glaubhaft, sowohl von ihrem Wesen her wie auch während der Ermittlungen. Der Autor hat seinen doch recht blutigen Thriller in einer anschaulichen Kulisse, in Florenz und Umgebung, spielen lassen. Andreas Gruber ist es gelungen, seinen 540 Seiten starken Thriller weder langweilig noch langatmig zu gestalten, im Gegenteil, spannend geschrieben, so dass man ihn nicht aus der Hand legen mag. Andreas Gruber ist immer ein Garant für spannungsgeladene Unterhaltung. Ich empfehle diesen Thriller sehr gern weiter.

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