Leserstimmen zu
Das Nostradamus-Testament

Tom Egeland

Ein Fall für Bjørn Beltø (4)

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Während einer Tagung in Florenz wird der italienische Professor Lorenzo Moretti entführt. Der norwegische Archäologe Bjørn Beltø macht sich zusammen mit Morettis Frau auf die Suche nach dem Verschwundenen, und gerät dabei in eine jahrhundertealte Schatzsuche. Der norwegische Protagonist Bjørn Beltø ist eigentlich ein ganz normaler Archäologe, mit einer Ausnahme: er ist Albino (eine Hommage in Silas in Dan Browns „Sakrileg“ [The Da Vinci Code]? Wohl eher umgekehrt, da dieser erst 2003 erschien, der erste Bjørn Beltø Band aber bereits 2001). Die Geschehnisse erschüttern ihn, ich hatte während der Lektüre aber doch den Eindruck, dass ihm die Sache (abgesehen von der Lebensgefahr) eigentlich auch Spass machte. „Das Nostradamus-Testament“ ist in mehrere Teile, Kapitel und Unterkapitel aufgeteilt. Der Erzählstil von Tom Egeland ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die meiste Zeit wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Bjørn Beltø erzählt, in der Vergangenheit. Ein kurzes Unterkapitel wird dann aber im Präsens geschildert. Ein Übersetzungsfehler oder ein Stilmittel? Wenn es ein Stilmittel sein sollte, wird es danach aber nicht mehr wiederholt. Die Sicht von Beltø wirkt sehr erzählend, auf die Gefühle und Gedanken des Protagonisten fokussiert, als ob er das Ganze einem guten Freund (oder einem Psychiater) schildern würde. Zwischen die Erlebnisse von Beltø werden Kapitel über Lorenzo Moretti eingeschoben, die aus der Beobachterperspektive, aber im Präsens erzählt werden. Ungefähr in der Mitte des Buches findet sich ein Kapitel über den Universitätsprofessor Blackmore, das ebenfalls in der Beobachterperspektive geschrieben wurde, in dem der Wechsel zwischen den einzelnen Unterkapitel im selben Satz stattfindet, geteilt durch drei Punkte… Für diesen Abschnitt wurde eine andere Schrift gewählt als für den Rest des Buches. Wiederum andere Kapitel sind in der Beobachterperspektive über historische Ereignisse geschrieben. Den Schluss hat der Autor Tom Egeland, wie so oft bei Büchern dieses Genres, offen gestaltet. „Das Nostradamus-Testament“ spielt zu einem Grossteil in Florenz, das der Religions-Thriller-Fan ja schon aus Dan Browns „Inferno“ kennt, welches aber erst ein Jahr nach dem norwegischen Original von „Das Nostradamus-Testament“ veröffentlicht wurde. Da ich Ostern in Florenz verbracht habe, habe ich mich natürlich besonders über die Schilderungen dieser schönen Stadt gefreut, die sich aber hauptsächlich auf die Nennung von Strassennamen beschränken. „Das Nostradamus-Testament“ ist der vierte und neuste Band aus der Reihe um Bjørn Beltø, alle vier Bände sind in der deutschten Übersetzung beim Goldmann-Verlag erschienen, die vorhergehenden jedoch nur als eBook. Dass bereits drei Vorgänger erschienen sind, habe ich erst während der Lektüre festgestellt, die Kenntnis der anderen Bände ist aber nicht nötig, um die Handlung des Thrillers zu verstehen. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, daher werde ich mir die Vorgänger sicher auch mal genauer anschauen. Wer wie ich die Thriller von Dan Brown mag und neues Lesematerial sucht, um die Zeit bis zum nächsten Robert-Langdon-Roman zu überbrücken, dem kann ich mit gutem Gewissen empfehlen, sich mal die Beltø-Reihe von Tom Hegeland anzuschauen, zumindest den neusten Band „Das Nostradamus-Testament“.

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