Leserstimmen zu
Draußen wartet die Welt

Nancy Grossman

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Lieblingszitat aus dem Buch: " 'Cool' lässt sich schwer erklären. Coole Leute wissen, was Sache ist. Sie leben im Moment." Ich nickte und wusste eines mit absoluter Sicherheit: Ich war überhaupt nicht cool. Meine Meinung: Ich muss ehrlich sagen, ich brauchte einen Moment um wirklich in die Story reinzukommen. Ich fand sie toll, aber die ersten 100 Seiten hatten mich noch nicht richtig gepackt. Dann wurde es aber immer immer schöner zu lesen, aufregender, interessanter, lustiger. Ich konnte mich ganz schnell in Eliza hineinversetzen und fühlte in vielen Situationen ihren Scham oder ihren sprudelnden Enthusiasmus. Es war regelrecht putzig, wie wenig sie über so vieles Bescheid wusste, aber dennoch sehr authentisch. Als es aufs Ende der Geschichte zuging wurde man immer gespannter, welche Entscheidung sie letztendlich treffen würde und sie ließ einen wirklich lange zappeln. Ich schloss das Buch (das eBook - bisschen unromantischer) schließlich mit Tränen in den Augen Fazit: Ich war von dem Buch begeistert, anders kann ich es nun im Nachhinein nicht sagen. Man wird auf eine ganz besondere Weise, von einem ganz besonderen Mädchen mitgenommen und erlebt mir ihr so vieles. All die Dinge, die für uns heutzutage selbstverständlich sind: elektrisches Licht, eine Geschirrspülmaschine, CDs und Internet muss Eliza erst kennen lernen. Mit ihr sieht man alltägliche Dinge plötzlich aus einer ganz anderen Perspektive, die man irgendwie auch (ganz unbewusst) außerhalb der Seiten noch im Kopf behält. Alles in allem, eine schöne, einfache, jugendliche Story, bei der man noch zusätzlich wirklich interessante Dinge über die Amischen lernt.

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Kein Auto. Kein Handy. Kein Internet. Kino, Disco und Shopping bis die Plastikkarte glüht? Fehlanzeige. Noch nicht mal Strom und fließendes warmes Wasser. Könnte ich mir gut vorstellen - beim Camping für ein bis zwei Wochen in der tiefsten Pampa. Aber für immer? Nein. Definitiv nicht. Die 16jährige Eliza kennt es nicht anders. Sie ist ohne diese ganzen Annehmlichkeiten aufgewachsen und vermisst somit auch nichts. Eliza ist kein Charakter aus einem historischen Roman sondern aus einem zeitgenössischen. Trotzdem lebt sie mit ihrer Familie wie vor Hunderten von Jahren denn sie gehört zur Gemeinde der Amischen. Die Amischen sind eine kleine Minderheit, die in mehreren Staaten der USA leben und ein gottesfürchtiges, arbeits- und entbehrungsreiches Leben führen. Landwirtschaft, Familie und Kirche sind die drei Hauptsäulen, auf denen dieses Leben beruht. Es besteht ein großer Zusammenhalt zwischen den Amischen, jeder hilft jedem. Traditionell bekommen die Jugendlichen, nachdem sie 16 geworden sind, die Möglichkeit, auch mal das Leben, wie wir es leben, kennenzulernen. In der sogenannten "Rumspringa" (manche amischen Wörter sind dem pfälzischen Dialekt sehr ähnlich) werden die Zügel etwas lockerer gelassen und das ein oder andere Auge wird auch mal zugedrückt. Nach dieser Zeit des Austobens muss sich der/die Jugendliche/r dann allerdings entscheiden: für die Amischen, was eine baldige Taufe nach sich zieht oder dagegen, was in den meisten Fällen gleichbedeutend mit einer Verbannung ist. Eliza kann ihre Familie dazu überreden, ihre Rumspringa als Kindermädchen in der Nähe von Chicago zu verbringen. Und hierauf besteht nun das Hauptaugenmerk des Romans: wurden zuvor kurz und knapp die Sitten, Gebräuche und Traditionen der Amischen beschrieben, die dem ganzen Buch eine solide Basis geben, begleiten wir nun eine staunende, überwältigte und zugegebenermaßen auch überforderte Eliza. Spätestens hier ist man total verzaubert von diesem Roman und möchte immer mehr über Elizas "erstes Mal" lesen. Das erste Mal Fernsehen. Das erste Mal ins Kino. Das erste Mal Musik hören. Das erste Mal ins Internet. Die erste Cola und die erste Jeans. Elizas Staunen und Freude über diese ganzen Dinge, für die sie in ihrem Tagebuch sogar eine "Erstes Mal-Liste" anlegt (die noch ziemlich lang werden soll), macht dem Leser ebenso großen Spaß. Eliza ist so ein liebenswerter Charakter - man muss sie einfach gern haben. Natürlich lernt sie in dieser für sie neuen Welt auch einen Jungen kennen und verliebt sich. Leider driftet der Roman hier zeitweise in Richtung High School-Schmonzette ab, fängt sich dann aber wieder. Die große Frage, für welches Leben sich Eliza entscheiden wird, wird erst ganz zum Schluss beantwortet. Dieser Roman ist informativ, spannend, zu Herzen gehend, lustig, traurig - einfach unglaublich vielschichtig. Und obwohl es sich um einen Jugendroman handelt, kann ich auch für Erwachsene eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

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Inhalt: Kein Handy, kein Kino, kein Make-up … Was für jedes andere Mädchen unvorstellbar klingt, ist für die 16-jährige Eliza die einzige Welt, die sie kennt. Eliza gehört zur Gemeinde der Amish und lebt mit ihrer Familie ein frommes, abgeschiedenes Leben wie vor Hunderten Jahren. Doch diesen einen Sommer darf sie in der Welt draußen verbringen, mit all den Verheißungen und Versuchungen, die diese birgt. Der erste Film, der erste Song, der erste Kuss. Dort lernt Eliza auch Joshua kennen. Sie weiß, sie wird am Ende eine Entscheidung treffen müssen … und diese wird endgültig sein. Meinung: Was für eine wundervolle Geschichte, die mir im Laden sofort ins Auge gefallen ist und natürlich direkt mit nach Hause musste! Eliza ist eine junge Amisch, die die Welt “dort draußen” nur durch die Erzählungen der älteren kennt. Derer, die bereits zum sogenannten Rumspringa ein Jahr in Dorf verlassen und in die Welt der moderne gereist sind. Als sie dann beim wöchentlichen Abendessen, welches ihre Mutter für die Touristen, die den Ort besuchen, ausrichtet gefragt wird, ob sie nicht für ein Monate als Au-pair-Mädchen arbeiten möchte, ist ihr Entschluss sofort gefallen. Doch Elizas Mutter, die sonst so lieb und fürsorglich zu ihr ist, versucht dies zunächst zu verhindern. Als Eliza ihre Mutter schlussendlich doch überredet, sie zumindest für die Zeit der Sommerferien gehen zu lassen, beginnt für sein großes Abenteuer. Ich weiß nicht wie, aber die Autorin hat es vollbracht, mich unsere Welt mit den Augen von Eliza sehen zu lassen. Alles was für uns so normal und alltäglich erscheint, vom Wecker über das Mobiltelefon und Musik bis hin zu Knöpfen erscheint für Eliza wie Zauberei. Und so lernte ich durch Eliza den Zauber des Neuen wieder kennen. Nancy Grossmann’s Art, die Dinge zu beschreiben und Eliza fühlen und leben zu lassen macht aus diesem Roman eine wirklich zauberhafte Geschichte. Nach eigenen Angaben hat sie sich sehr viel Zeit für ihren Debütroman gelassen, um die Welt der Amisch so zu studieren, dass ihre Figuren echt wirken. Und das tun sie. Eliza merkt schnell, dass in “dieser Welt” alles einfacher zu gehen scheint. Der Haushalt ist statt an einem ganzen Tag in ein paar Stunden erledigt und dies lässt ihr Raum für Freizeit. Etwas, war ihr vorher nicht oft vergönnt war. Dadurch begegnet sie Joshua, der ihr mehr und mehr von seiner Welt zeigt und so verliebt sie sich nicht nur in die Musik… Doch am Ende des Sommers muss sie eine Entscheidung treffen, die nicht einfach für sie sein wird… Dies ist ein Roman voller Höhen und Tiefen und lässt einen guten Einblick in die Welt der Amische zu, ohne zu bewerten oder zu verurteilen. Es lässt dem Leser Spielraum, sich selbst ein Bild zu machen. Mit Eliza hat die Autorin eine außerordentlich sympathische Hauptfigur erschaffen, die mich als Leserin durch ihre leicht naive, jedoch sehr aufgeschlossene Art sofort abgeholt und mitgenommen hat. Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, mit Eliza auf diese Reise zu gehen. Das Ende konnte mich sehr überzeugen und war für mich persönlich ein guter Abschluss. Fazit: Dies ist ein Roman über das Erwachsen werden. Über Ein Mädchen, dass sich entscheiden muss. Über eine Familie, die sich einst voneinander entfernt hat. Und über große Gefühle. Ein großartiger Jugendroman der von mir 5 Sterne erhält.

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Cover Das Cover sieht nicht nur bezaubernd aus mit seinen zarten Schmetterlingen, sondern passt auch noch wie die Faust aufs Auge zur Geschichte. Ein Schmetterling hat sich aus dem engen, aber dennoch sicheren Glas befreit und fliegt davon. Hinaus in die große weite Welt, die er bisher nur durch die Scheiben des Glases sehen konnte. Ein wundervolles Symbol, bei dem sich jemand Gedanken gemacht hat, als er das Cover designte. Story Vor dieser Geschichte war mir der Begriff 'Amisch' durchaus bekannt, aber ich hatte mich nie weiter damit befasst. Als ich dann dieses Buch in die Hände bekam, war mein Interesse geweckt. Die Welt Amischen scheint einfach nicht von unserem Planeten zu sein, obwohl sie in kleinen Bezirken direkt unter uns leben. Ich bin sehr fasziniert von ihrer Lebensweise. Über diese wie auch über die komplette Lebenseinstellung der Amischen berichtet dieses Buch - gut verpackt in eine Liebesgeschichte und darüber sich selbst zu finden. Als Eliza ihre Welt verlassen durfte, um in der Welt der "Englischen" zu leben, konnte ich sie sehr gut verstehen. Alles war neu für sie und sehr faszinierend. Fast wie Magie. Es war sehr spannend unsere Welt durch ihre Augen zu sehen und ich musste nicht nur schmunzeln über Eliza, sondern auch über uns den Kopf schütteln. Manche Dinge waren mir gar nicht mehr bewusst. Da auch eine Liebesgeschichte involviert ist, denkt man, dass man natürlich schon das Ende kennt, aber da sollte man sich nicht zu sicher sein! Ich habe die ganze Zeit mit Eliza mitgefiebert und mich andauernd umentschieden, wie ich meine Wahl an ihrer Stelle treffen würde. Es war wirklich aufwühlend und spannend zugleich. Charaktere Eliza war mir von Anfang bis Ende des Buches sympathisch. Sie ist ein Mädchen, das gerne über den Tellerrand hinaus schaut und ihre Entscheidungen nicht unüberlegt trifft. Sie nutzt Chancen und ist dennoch so bescheiden, dass sie nicht unnötig neidisch auf andere Leute ist. Natürlich hat sie ihre kleinen Fehler wie zum Beispiel ihre Naivität, die aber völlig normal ist, wenn man so behütet aufwächst. Josh, der in diesem Buch eine große Rolle spielt, konnte ich am Anfang nicht wirklich leiden. Es kam mir so vor, als machte er sich über Eliza lustig, weil sie nicht auf Anhieb alles verstand. Ansonsten haben sich zu meinen Lieblingscharakteren Beth und Elizas Mutter Becky gemausert. Wer Beth ist? Eines der vielen Rätsel, die dieses Buch für einen bereit hält. Schreibstil Ich mag den Schreibstil von Nancy Grossman. In der kleinen Vita über sie steht, dass sie lange an diesem Buch gearbeitet hat und dass es ein Herzensprojekt war. Ich finde, dass man das sehr deutlich merkt. Es wurde viel auf die Wortwahl geachtet und immer versucht so viel wie möglich auf Eliza und ihre Welt einzugehen. Grossman hat es einfach geschafft, die Welt der Amischen nicht wie einen Haufen Verrückter dastehen zu lassen, sondern als eine Glaubens-gemeinschaft, die ebenso ihre Daseinsberechtigung hat wie andere Gemeinschaften. FAZIT 'Draußen wartet die Welt' hat mich in Welten entführt, die ich so nicht kannte. Sei es die der Amischen oder die, wie wir sie kennen. Unsere Gesellschaft und ihre Eigenarten durch Elizas Augen zu sehen war interessant und auch ein wenig verstörend (Sind wir wirklich so? Wieso essen wir freiwillig Salat, der so synthetisch riecht?). Viele Sachen, die man über die Amischen hört sind mit Spott oder Hohn belastet, da sie auf unsere moderne Welt verzichten und "wie im Mittelalter leben". Die Autorin hat es jedoch geschafft, diese Welt völlig normal erscheinen zu lassen. Hier wurde nicht mit Vorurteilen um sich geworfen, sondern eine Glaubensgemeinschaft, die ihr Recht hat zu existieren, mit ganz objektiven Augen betrachtet. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Interesse an den Amischen hat und natürlich auch nichts gegen spannende Wendungen und eine Liebesgeschichte. Ein wirklich tolles Buch!

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Draußen wartet die Welt ist das erste Jugendbuch von Nancy Grossman. Das Buch beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Glaube, Außenseiter und erste große Liebe. Eliza kommt aus der Gemeinde der Amish. Es gibt weder Telefon, Computer noch sonstige neuartige und moderne Gegenstände, die für andere völlig normal sind. Eliza hat bisher immer nur ein einfaches Leben gelebt und sehnt sich danach, raus in die weite Welt zu reisen, um dort selbst zu erleben, wie es außerhalb von ihrem bescheidenen Leben aussieht und was es dort alles zu erleben gibt. Schließlich bekommt sie die Möglichkeit, sich für einen bestimmten Zeitraum genau diesen Wunsch erfüllen zu können. Sie arbeitet als Babysitter und Haushaltshilfe für eine junge vierköpfige Familie. Dabei begegnet sie Josh, von dem sie von Anfang an fasziniert ist. Mir gefällt das Cover unglaublich gut. Das Zusammenspiel von den Farben und das Glas mit den Schmetterlingen passen für mich perfekt zum Inhalt des Buchs. Es verdeutlicht den Wunsch nach Freiheit, die Sehnsucht danach, eigene Entscheidungen zu treffen und so über die eigene Zukunft bestimmen zu können. All die Gefühle, die die 16-jährige Eliza empfindet und durchlebt. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, dem Leser die Thematik näher zu bringen. Draußen wartet die Welt hat mich nachdenklich gemacht und es geschafft, die Neugier nach weiteren Informationen rund um das Leben der Amish zu wecken. Eliza habe ich einfach ins Herz schließen müssen. Das ging gar nicht anders. Sie ist eine so liebenswürdige und herzliche Person. Ich habe mit ihr mitgefühlt und man hatte als Leser manchmal richtig das Gefühl, direkt neben ihr zu stehen und mit ihr all die für sie fremden und neuartigen Dinge gemeinsam zu erleben. Nancy Grossman schreibt sehr authentisch und beschreibt die vielen Momente, die für Eliza so viel bedeuten, sehr gefühlvoll. Und währenddessen fragt man sich immer wieder, wie sich Eliza am Ende entscheiden wird. Geht sie zurück zu ihrer Familie? Zurück in ein sehr bescheidenes und vom Glauben der Amish geprägtes Leben. Oder bleibt sie dort draußen in der Welt? Dort wo sie Josh lieben gelernt und auch andere Menschen ins Herz geschlossen hat. Für mich ein wundervolles Buch, das sich mit einem interessanten Thema beschäftigt und ganz viele tolle Lesemomente bereithält. Es gab einige Stellen im Buch, die so schön waren, dass ich sie mir aufschreiben musste. Ich bin glücklich, dieses Buch gelesen zu haben und so mehr über die Gemeinde der Amish erfahren zu haben. Ein Buch, das für mich perfekt und sehr sehr lesenswert ist!

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„Draußen wartet die Welt“ habe ich schon vor einer ganzen Weile in der Verlagsvorschau entdeckt, aber irgendwie hat es mich auf Anhieb nicht so richtig angesprochen. Das Cover fand ich zwar schon immer richtig toll, aber der Klappentext klang für mich nicht überzeugend oder interessant genug. Je näher der Erscheinungstermin des Buches dann aber rückte, umso öfter ist es mir auch über den Weg gelaufen. Und immer wieder habe ich mir dabei den Klappentext durchgelesen. Bis es irgendwann einfach „Klick“ gemacht hat und sich meine Einstellung total gedreht hat: Auf einmal fand ich den Klappentext total spannend und hatte das Gefühl, dieses Buch einfach unbedingt lesen zu müssen. Mir ist das bisher noch bei keinem anderen Buch so gegangen. Aber eins steht fest: Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht, denn „Draußen wartet die Welt“ war ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und das mir richtig gut gefallen hat. Über die Amischen habe ich bislang noch kein Buch gelesen und mit „Draußen wartet die Welt“ habe ich mich daher in eine für mich fremde Welt begeben. Witzig eigentlich, weil das Buch ja die umgekehrte Geschichte erzählt: Eliza verlässt ihre Welt der Amischen, um für eine gewisse Zeit in der „normalen“ Welt zu leben. Aber genau das ist der Punkt bei diesem Buch: Es fühlt sich gar nicht so an, als müsste man Eliza „unsere“ Welt erklären, sondern genau das Gegenteil ist für mich der Fall gewesen. Es kam mir eher so vor, als würde Eliza mir die Augen öffnen und mir erklären, wie lebenswert „ihre“ Welt ist. Am Anfang ist es zwar schon so, dass Eliza viele Sachen entdeckt, die sie aus ihrem Leben bislang einfach noch nicht kannte. Reißverschlüsse und Knöpfe sind da auf einmal total faszinierend und ein Telefon fast so etwas wie Zauberei. Dementsprechend witzig sind stellenweise die Situationen, in die sich Eliza teilweise selbst bringt. Aber es ist nicht so, als würde man dann über sie und ihre Unerfahrenheit lachen. Sondern Eliza ist da echt total locker und lacht über sich selbst. Man macht sich nicht über sie lustig, sondern lacht mit ihr zusammen. Der Autorin ist es hier wirklich wunderbar gelungen, eine Brücke zwischen zwei total verschiedenen Welten zu bauen, ohne mit Vorurteilen zu spielen. Es gibt hier einfach kein „Richtig“ oder „Falsch“, kein „Gut“ oder „Schlecht“. „Seit ich klein war, hatte ich dieses seltsame Gefühl in mir. So als ob ich in einer winzigen Welt lebe, und um mich herum ist diese riesige Welt, die ich nicht sehen kann. Jetzt darf ich endlich hinein.“ (Seite 98) Irgendwie ist es doch ein gewisses Geben und Nehmen, das stattfindet, denn Eliza lernt nicht nur die Vorteile der modernen Welt kennen, sondern sowohl die Figuren im Buch als auch man selbst als Leser lernt Einiges von Eliza. Es ist vor allem das Zusammengehörigkeitsgefühl, die Hilfsbereitschaft, die Stärke der Gemeinschaft, die verdeutlicht wird. Mein Interesse an der Lebensweise und Kultur der Amischen wurde durch dieses Buch total geweckt und ich möchte mich damit auf jeden Fall noch mehr auseinandersetzen. Wie der Klappentext es bereits andeutet, mangelt es diesem Buch nicht an einer Liebesgeschichte. Die fand ich echt süß, denn Eliza und Joshua geben ein niedliches Paar ab. Aber vor allem sorgt die Liebesbeziehung auch für ein gewisses Konfliktpotenzial, denn am Ende des Sommers wird Eliza sich entscheiden müssen, ob sie in der modernen Welt bleibt oder in „ihre“ Welt zurückkehrt. Vor allem am Ende des Buches habe ich dann sehr stark einen Stimmungswechsel gespürt, der mir nicht gut gefallen hat. Ich bin zwar mit der Auflösung des Buches zufrieden, aber es gab für mich einen deutlich wahrnehmbaren Moment, in dem die Atmosphäre sehr stark gekippt ist und für mich zur Folge hatte, dass sich das Buch nicht mehr so angenehm lesen ließ wie zuvor. Das sorgt in meiner Bewertung aber nur für einen geringen Punktabzug. „(…) und da habe ich dieses Mädchen aus einer anderen Welt kennengelernt. Und ich meine, wirklich aus einer anderen Welt. Sie hatte noch nie von den Beatles gehört. Sie hatte noch nie einen Film gesehen, noch nie telefoniert. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie war es wie einem Blinden, der sehen lernt. Sie wollte alles sehen. Und ich durfte alles gemeinsam mit ihr sehen.“ (Seite 209) Nicht nur Elizas Geschichte wird in „Draußen wartet die Welt“ erzählt, sondern auch die Geschichte ihrer Mutter bzw. die Geschichte von Elizas Familie. Denn hinter einem dünnen Tagebuch und einem kurzen Brief von Elizas Mutter steckt sehr viel mehr, wie sich im Verlauf der Handlung zeigen wird. Das gibt dem Buch die nötige Abwechslung, da sich dadurch eben nicht alles um Eliza, ihre Beziehung zu Josh und ihre Entscheidung am Ende des Sommers dreht. Wie gesagt, mit der Auflösung des Buches bin ich sehr zufrieden. Ich hätte mir stellenweise allerdings etwas mehr Dramatik gewünscht. Manchmal kam es mir so vor, als würde etwas über die Probleme hinwegsehen bzw. als würden diese zu schnell gelöst. Deshalb ist mir die Auflösung etwas zu sehr „Friede-Freude-Eierkuchen“. ;-) Mein Fazit * * * * * * Durch Elizas Augen unsere moderne Welt zu sehen hat mir selbst ein wenig die Augen geöffnet und bringt mich dazu, unbedingt noch mehr über das Leben der Amischen erfahren zu wollen.

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Eliza ist eine ganz besondere junge Frau, denn ist sie ist eine Amisch. Sie kennt die Welt voller Konsum und die Arroganz mancher Menschen nicht. Irgendwann wird sie neugierig auf dieses "andere" Leben und möchte es austesten. Für Eliza läuft nicht alles glatt in ihrer neuen Umgebung, doch diese Hürden versucht sie zu meistern, zusammen mit den Menschen die ihr den richtigen Weg zeigen. Mir ist Eliza von Anfang an ans Herz gewachsen. Sie hat eine wundervolle Art an sich, die den Leser total mitreißt. Sie kommt als sehr ruhige und vernünftiger Mensch rüber. Sie trifft wirklich nur Entscheidungen, die sie für richtig hält und lässt sich nicht beirren, auch wenn ihr manche Dinge sehr schwer fallen. Mich persönlich hat es sehr fasziniert wie hilfsbereit Eliza und ihre Mitmenschen sind. Es ist selbstverständlich das jeder jedem hilft ohne auch nur darüber nachzudenken. Vor allem kaum vorstellbar wie man heutzutage ohne Auto, Küchenmaschinen und Co. auskommen kann und trotzdem keine Langeweile aufkommt. Zum Teil sind viele Situationen und Reaktionen in dieser Geschichte eine Überraschung, wo darüber nachgedacht wird, wie man selber wohl gehandelt hätte. Die anderen Protagonisten sind perfekt in das Leben von Eliza eingefügt worden. Von den meisten war ich vom ersten Moment an begeistert, weil sie einfach einen wunderbaren Charakter haben. Bei anderen musste ich erst etwas warm werden um mich in die jeweilige Person hineinzuversetzen, da man erst nach und nach mehr über den Menschen erfahren hat. Die Autorin hat einen unverwechselbaren flüssigen Schreibstil, denn der Leser wird sofort verzaubert und in denn Bann gezogen, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. Zudem möchte ich noch das wunderschöne Cover erwähnen. Im Buchhandel sticht es sofort heraus und man bekommt da schon einen kleinen Einblick, das sich diese Geschichte von den anderen total unterscheidet. Fazit: Faszinierend und zum nachdenken anregend bis zur letzten Seite! Nancy Grossmann hat in "Draußen wartet die Welt" eine Geschichte geschrieben bei der man in einer anderen Welt abtaucht.

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Eliza lebt in einer ganz besonderen Welt, denn sie ist eine Amish. Es gibt bei ihr zu Hause keinen Strom, somit auch kein Fernsehen, kein Handy oder andere technische Geräte. Sie kennt das andere Leben nur durch Erzählungen von Fremden, die regelmäßig ihre Familie besuchen, um ein Abendessen bei den Amish zu erleben. Dabei lernt Eliza Rachel kennen, die ihr anbietet, während ihrer Orientierungszeit, dem Rumspringa, bei ihr als Kindermädchen zu arbeiten. In dieser Zeit soll Eliza die andere Welt kennenlernen, um zu entscheiden, in welcher Welt sie leben möchte. Doch sie lernt nicht nur andere Lebensweisen, sondern auch Josh kennen, der ihre Gefühlswelt komplett durcheinander bringt. Als ich den Klappentext gelesen habe, überlegte ich hin und her, ob dies ein Buch für mich ist. Aber als ich begonnen habe, diesen Roman zu lesen, war ich einfach nur gefangen. Nancy Grossman schafft es mit ihrem Schreibstil, einen in das Leben von Eliza hineinzuziehen. Man möchte mit ihr die Welt entdecken, obwohl man sie ja eigentlich schon kennt. Durch Elizas Augen bekommen aber gewisse Sachen wieder eine vollkommen andere Bedeutung, und man lernt, bestimmte Dinge anders zu schätzen. Für mich war dieses Buch eine vollkommen andere Welt, obwohl es eigentlich die eigene ist. Und man findet es schade, wenn es vorbei ist. Ich würde gerne mehr von Eliza erfahren, u.a. wie sich ihr Leben weiterentwickelt.

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