Leserstimmen zu
Versunkene Gräber

Elisabeth Herrmann

Joachim Vernau (4)

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Dies ist mein erstes Buch von Elisabeth Herrmann. Am Anfang war ich etwas verwirrt, da es in den 1940er Jahren beginnt. Doch dann geht es in der heutigen Zeit weiter. Der Anwalt Joachim Vernau bekommt Besuch aus Polen. Ein alter Freund braucht seine Hilfe. Im Verlauf der spannenden Geschichte reist Vernau nach Polen und begibt sich auf die Spuren von verlorenen Briefen aus den letzten Tagen des 2. Weltkrieges. Irgendetwas ist mit seinem Freund Jazek und seiner ehemaligen Partnerin Marie-Luise passiert. Sie stehen unter Mordverdacht. Doch wo steckt Marie-Luise? Dies ist bereits der 4. Fall von Joachim Vernau. Da ich ihn bisher nicht kannte, habe ich mir die Verfilmung des ersten Falls angesehen. Dadurch hatte ich eine bessere Vorstellung von den Charakteren. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war kurzweilig und spannend. Lange bleibt offen, was der Grund für die Todesfälle ist. Auch der Titel Versunkene Gräber passt gut. Gesprochen wird es von Thomas M. Meinhardt. Die Stimme ist angenehm und auch die verschiedenen Protagonisten sind gut zu unterscheiden.

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Polonia

Von: wal.li

12.04.2015

Polonia bezeichnet die im Ausland lebenden Polen und dazu gehörte auch Joachim Vernaus Kumpel der Automechaniker Jacek. Dieser ist schon vor etlichen Monaten zu seinem Vater nach Polen gezogen und er ist dabei einen alten Weinberg wieder zu bewirtschaften. Marie-Luise will mit Jacek eigentlich nichts mehr zu tun haben und deshalb fährt sie nach Polen, um ihm seine restlichen Sachen zu bringen. Vernau hat davon nichts mitbekommen, weil der Kontakt zu beiden irgendwie eingeschlafen ist. Umso überraschter und auch besorgter ist er als eine junge polnische Anwältin auftaucht und mitteilt, dass Jacek unter Mordverdacht im Gefängnis sitzt und Marie-Luise verschwunden ist. Sie hofft, dass Vernau sie zumindest über Marie-Luises Verbleib aufklären kann. Joachim Vernau begibt sich sofort auf die Suche nach seiner ehemaligen Weggefährtin und er will auch die Umstände um Jaceks Verhaftung aufklären, der im Leben keinen Mord begangen haben kann. Flucht, Vertreibung, Umsiedelung - das gehört zur deutsch polnischen Geschichte. Ebenso wie viele Deutsche wurden auch die Polen entwurzelt und ohne Unterstützung zurückgelassen. Gerade die Polen mussten sich das fremde Gut aneignen, ohne hundertprozentig sicher sein zu können, dass es in ihrem Eigentum verbleibt. Auch heute zeigt dieser geschichtliche Hintergrund noch Auswirkungen wie Vernaus neuer Fall deutlich macht. Unterschwellig ist die Geschichte noch nicht verarbeitet, werden gegenseitig Ansprüche geltend gemacht, die alte Wunden wieder aufbrechen lassen. Marie-Luise gerät hier eher zufällig zwischen die Fronten. Vernau hat einige Mühe hinter die Dinge zu kommen, über die keiner sprechen will. Doch in seiner Sorge um seine Freunde bleibt er immer am Ball bis sich die Hinweise zu einem überraschenden Ganzen fügen. Ein wenig dauert es bis dieser Fall sich rundet, doch sehr spannend und lehrreich, was die deutsch polnische Geschichte anbetrifft. Wenn man das Land, in dem man seitens der Eltern oder Großeltern selbst eine Art Wurzeln hat, bereits bereist hat, wird man sich viele Schilderungen der Autorin gut in Bilder umsetzen können und Joachim Vernaus Ermittlungen mit großem Interesse folgen.

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Sehr habe ich mich auf das neue Buch von Elisabeth Herrmann rund um den sympathisch-chaotischen Rechtsanwalt Joachim Vernau gefreut und wurde nicht enttäuscht. Von der ersten Seite an wird man in die Geschichte hineingezogen und wundert sich, wenn man bei der Lektüre gestört wird, wo die Zeit geblieben ist. Dies ist der 4. Band mit dem Anwalt J.Vernau und obwohl jedes Buch für sich alleine gelesen werden kann, macht es doch ungeheuren Spaß, die Entwicklung von Vernau, vom ersten Buch an zu verfolgen und alte Bekannte wieder zu treffen. Auch diesmal hat es E.Herrmann wieder geschafft, ein Stück deutsche Geschichte, spannend, niveau- und humorvoll zu verarbeiten. Das Buch beginnt mit dem Brief eines deutschen Deserteurs von 1945, der sich in seinem schlesischen Weingut verstecken muss, da dort kurz vor Kriegsende alle Deutschen erschossen oder vertrieben werden. Im heutigen Berlin bekommt Joachim Vernau Besuch von einer polnischen Kollegin, die ihm mitteilt, dass sein alter Freund Jacek in Polen wegen Mordverdachts in Haft sitzt. Gleichzeitig ist seine alte Freundin und ehemalige Partnerin Marie-Louise verschwunden. Eine spannende Reise zwischen Deutschland und Polen beginnt. Elisabeth Herrmann hat eine fantastische Schreibe, die keine Längen oder Langeweile aufkommen lässt und die es schafft, dem Leser ein Stück Geschichte näher zu bringen und neues Verständnis zu schaffen.

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“Schattengrund” wurde nach einer tollen Lesung der Autorin meine erste Lektüre von Elisabeth Herrmann und die Neuerscheinung des Dezembers, “Versunkene Gräber”, wurde mein erster Joachim-Vernau-Roman. Bei einem Treffen mit seinem Kollegen und Freund trifft der Berliner Anwalt Joachim Vernau eine polnische Anwältin, Zuzanna Makowska, die auf der Suche nach Vernaus ehemaliger Partnerin, Marie-Luise, ist. Alles weist darauf hin, dass Marie-Luise zusammen mit ihrem und Vernaus gemeinsamen Freund Jacek Zielinski auf einem alten polnischen Friedhof einen Deutschen ermordet hat. Während Jacek in Untersuchungshaft sitzt, ist Marie-Luise scheinbar spurlos verschwunden. Keiner ahnt, welch alte und längst vergessene Wunden und Gefühle bei diesem Fall aufgerissen werden… Da dies mein erster Kriminalroman aus der Joachim-Vernau-Reihe war, waren mir die Charaktere als auch die ganzen Zusammenhänge zwischen ihnen und auch frühere Handlungen nicht bekannt – dadurch habe ich zwar auf den ersten Seiten nicht alles sofort verstanden, aber trotzdem konnte ich mich recht schnell mit den Charakteren als auch mit derer gemeinsamer Geschichte auseinandersetzen. Während Joachim Vernau mir sofort recht sympathisch erschien, blieb mir Marie-Luise bis zum Ende ein Rätsel. Dafür mochte ich aber die polnische Anwältin, Zuzanna Makowska, von Beginn an, als sie Vernau als “Balwan” bezeichnete. Eine junge und alleinerziehende Mutter einer dreijährigen Tochter, die um keinen Preis der Welt zeigen will, wie unsicher sie eigentlich ist, gibt sich Zuzanna selbstbewusst und als taffe Anwältin aus. Um ihrer Tochter später eine aussichtsreiche Zukunft bieten zu können, arbeitet sie hart und nimmt es dafür in Kauf, viel zu pendeln und ihre kleine Alicja manchmal auch nur wenige Minuten täglich sehen zu können. Ich bin wieder einmal beeindruckt, wie geschickt Elisabeth Herrmann hier eine sehr sorgfältig recherchierte Handlung aufbaut, mit vielen Ecken und Winkeln, Geheimnissen, Cliffhangern, und vielem mehr. Auch wenn die vielen Perspektiv-, Zeit- und Handlungswechsel verwirren können, so halten sie den Spannungsbogen die ganze Zeit über konstant aufrecht und führen am Ende zu einem aufregenden Finale und einer überraschenden Erkenntnis. Näher möchte ich auf die Handlung gar nicht eingehen, da ich nichts verraten möchte – ich denke, davon muss sich einfach jeder selbst überzeugen. Die recht schwere Thematik – den Streit um das deutsche oder polnische Land, die Repatriierung – beziehungsweise die Umsetzung des Themas in einer fiktiven Handlung, aber auch der Umgang mit dem doch sehr heiklen Thema, hat die Autorin wahnsinnig gut gemeistert. Bei solchen Büchern ist es sehr leicht, von dem “richtigen” Weg abzukommen und sich als Autor auf die ein oder andere Seite zu stellen – das ist hier nicht geschehen. Ganz im Gegenteil: Elisabeth Herrmann hat großartige Vorarbeit geleistet, sehr gut recherchiert und auch die polnischen Sätze, Wörter und Namen alle perfekt verwendet. Leider ist das nur selten der Fall (in Büchern anderer Autoren). Besonders berührt hat mich die Danksagung der Autorin, die für mich am Ende der krönende Abschluss des Romans war. Kurzum: mit “Versunkene Gräber” liefert Elisabeth Herrmann nicht nur einen guten Kriminalroman, sondern vor allem ein gutes Stück Geschichte, das zum Nachdenken anregt und den Leser nicht nur kurzweilig unterhält.

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„Versunkene Gräber“ ist ein Kriminalroman von Elisabeth Herrmann und ist im Januar 2014 als Taschenbuchausgabe im Goldmann Verlag erschienen. Bei dieser Rezension möchte ich über den Inhalt noch nicht allzu viel verraten außer die Informationen des Klappentextes, die meiner Meinung nach schon sehr spannend formuliert sind und die Hauptthemen des Buches preisgeben: „Der Berliner Anwalt Joachim Vernau erhält eine schockierende Nachricht aus Polen: Sein alter Freund Jazek steht unter Mordverdacht und beteuert seine Unschuld. Gleichzeitig verschwindet Vernaus Ex-Partnerin Marie-Louise spurlos und es mehren sich die Hinweise, dass sie Jazek in der Mordnacht gesehen hat. Voller Sorge reist Vernau auf die andere Seite der deutsch-polnischen Grenze. Die erste Spur ist ein verfallender Friedhof. Etwas hat sich dort vor langer Zeit zugetragen, das ihn mitten in die Vergangenheit zieht - hinein in die dramatischen Ereignisse des Jahres 1945, als sich die Schicksale von Tätern und Opfern kreuzten und Entsetzliches geschah. Doch erst Generationen später steigt das Grauen noch einmal aus dem Grab und wer sich ihm entgegenstellt, muss sterben.“ (Quelle: Klappentext „Versunkene Gräber“ von Elisabeth Herrmann) Die Autorin: „Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman „Das Kindermädchen“ ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau mit Jan Josef Liefers vom ZDF, „Zeugin der Toten“ mit Anna Loos in der Hauptrolle. Für dieses Buch erhielt sie den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Elisabeth Herrmann lebt mit ihrer Tochter in Berlin.“ (Quelle: Informationen der Autorin im Buch) Weitere Werke: Das Kindermädchen (Roman) Das Dorf der Mörder (Roman) Meine Meinung: „Versunkene Gräber“ ist mein erster Kriminalroman von Elisabeth Herrmann und wird auf jeden Fall nicht mein letztes Buch der Autorin sein. Auch wenn mir die Informationen der vorangegangenen Erlebnisse des Anwaltes Vernau fehlen, bekam ich alle nötigen Aspekte während der Lektüre geschickt mitgeteilt. Der Leser hat demnach absolut keine Probleme, sich ein Bild der Geschichte und der Protagonisten zu machen. Fasziniert hat mich auch die Tatsache, dass die Autorin in diesem Buch ein recht schwieriges Thema anspricht - die Deutsch-Polnische Vergangenheit. Sie teilt dem Leser viele verschiedene Fakten dieser Zeit mit und verbindet sie sehr gut mit der aktuellen Situation. Je mehr Informationen man in sich aufnimmt, umso spannender wird das ganze Buch. Im Laufe der Geschichte fiebert man immer weiter mit und fühlt sich richtig in dem Geschehen mittendrin. Mein Fazit: Großes Lob an die Autorin für dieses hochspannende Buch und den mehr als passenden Einband. Das Bild spiegelt die Geschichte in jedem Fall bestens wider. Auf einer Skala von 1 bis 5 würde ich die 5 als Höchstpunktzahl geben!

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Versunkene Gräber

Von: Beate Lingenfelder

05.04.2014

Das ist ein gutes und interessantes Buch, das ich nur empfehlen kann. es bleibt fasst durchgehend spannend und man kann das Ende auch nicht vorhersehen. Die Personen Bettina Breuer und Jac Garthmann sind eindringlich beschrieben und der Gegensatz Polizistin und Pianist macht die Aufklärungsarbeit sehr interessant.Auch ein politischer Aspekt ist vorhanden, die deutsch-polnische VErgangenheit des 2. Weltkrieges.

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Spannend bis zum Schluss

Von: Ann-Cathrin aus Lübeck

03.04.2014

Es fängt im Jahre 1945 an.Mit einem Liebesbrief an die Frau von dem alten Hagen.Der sich auf seinem altem Hof versteckt hält vor der Militz. Und dann sind wir im hier und jetzt mitten in Berlin bei dem Anwalt Vernau der eigentlich nur in Ruhe was essen wollte und dabei von der Anwältin Zuzanna aus Polen nach seiner Alten Freundin und Kollegin gefragt wird.Ohne ihm irgendwelche Hinweise zugeben,dass sie sie sucht um dem im Gefängnis sitzenden Jazek zuentlasten,der wegen Mord angeklagt wird.So mit beginnt die Suche nach der jungen Frau und endet in einer langen vergessenen Zeit von 1945 auf einem altem Friedhof wo auch alles mal begann.Wo viele Fragen aufkommen und auch zum Schluss gelöst werden sollten.Denn es bleibt nicht nur bei dem einem Mord.Es geht um Macht und Habgier. Und ist ein Buch was einen so in den Bann zieht denn man will das Rätsel lösen was auf dem alten Friedhof geschah 1945 und so wie heute.

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Lesenswert

Von: Enrico Müller

20.03.2014

Im großen und ganzen ein gelungenes Buch was einem nach und nach in seinen Bann zieht. Leider am Anfang etwas "zäh" so das man sich zum weiterlesen zwingen muss was aber im weiteren Verlauf belohnt wird. Danach sehr spannend emotional und bewegend. Gutes Buch zum lesen empfehlenswert. Von mir 4 Punkte da der Einstieg langwierig ist.

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