Leserstimmen zu
Pakete an Frau Blech

Rolf Bauerdick

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Was ist die Geschichte? Maik Kleine reist nach Berlin: Sein väterlicher Freund, der exzentrische Zirkusdirektor Alberto Bellmonti, wird zu Grabe getragen. Kaum ist er unter der Erde, tauchen verstörende Gerüchte auf: Bellmonti soll für die Stasi gearbeitet haben. Zusammen mit Szymbo, dem Kapellmeister, und Albina, der schwebenden Jungfrau, begibt Maik sich auf Spurensuche in die DDR-Vergangenheit – die Bellmontis und seine eigene. Woher kennt man den Autor? Vom Sachbuch „Zigeuner – Begegnungen mit einem ungeliebten Volk“. Was gefällt? Bauerdick erzählt sehr unterhaltend. Es gibt wenig Längen im Buch, die Geschichte baut locker-flockig aufeinander auf, verwebt mit Zeitsprüngen Gegenwart und Vergangenheit. Denn bis zur Hälfte des Buches wechseln die Kapitel zwischen Jetzt und Damals, zwischen der aktuellen Spurensuche des Trios und der Kindheit Maik Kleines. Maiks Geschwister starben bei einem Brand, er musste mit 12 Jahren seine Mutter und die DDR verlassen – die Gründe sind mysteriös, die Verbindung zur Gegenwart ist es auch. Fazit: Eine bellestrische Kriminalgeschichte vor der Kulisse der deutschen Geschichte. Vier von fünf Sternen.

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"Doch ich hatte kein Glück. Zu überleben und übrig zu bleiben , was soll das für ein Glück sein?" Maik Kleine, einst Beleuchter im Zirkus Bellmonti, kehrt dorthin zurück, wo seine Karriere begann. Doch nichts ist mehr wie es war, denn sein Zusammentreffen mit den ehemaligen Kollegin, Kapellmeister Szymbo und Albina, der schwebenden Jungfrau, hat einen eher unerfreulichen Anlass. Die Beerdigung des großen Zirkusdirektors Alberto Bellmonti, der ihnen allen Zuflucht und Zuhause gewährte, wird für Maik Kleine unerwartet zu einer Reise in die eigene Vergangenheit, in der er, der Geschwister an ein Feuer und die Mutter an die Monster des Teufels verlor, ganz heimlich und ohne es zu merken, Opfer von Manipulation und Machtmissbrauchs seiner Heimat der Deutschen Demokratischen Republik wurde. "Vera lachte höhnisch. 'Die Staatssicherheit war immer schon Meisterschüler im Lügen, Tricksen und Täuschen. Höchst effizient. Mit dem Freikauf politischer Häftlinge fuhr die DDR eine doppelte Strategie. Sie wurde ihre unbequemsten Bürger los und kassierte gleichzeitig harte Devisen. Verkauft haben sie diesen Menschenhandel als humanitäre Maßnahme, finanziert jedoch wird damit ein teuflisches System.'" Die Spurensuche nach Bellmontis Stasi-Vergangenheit, von der im Klappentext des Romans die Rede ist, die mich überhaupt erst neugierig auf Bauerdicks neustes Werk gemacht hat, beginnt erst recht spät in der Geschichte. Meine Erwartung wird daher nicht erfüllt und dennoch bin ich alles andere als enttäuscht. Denn so bleibt Zeit Maik Kleine kennen zu lernen. Den Maik Kleine, der er jetzt ist, und den Maik Kleine, der er einst war. Sein Lebensweg, von Kindesbeinen an, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, fügt sich Kapitel für Kapitel zusammen. Ein interessanter Weg, auf dem Maik viel hinnehmen muss. Handlungsschritte, die dem Leser wie Schicksalsschläge erscheinen und doch in irgendeiner Form auf den Ränkespielen der Machtinhaber der deutschen demokratischen Republik basieren. "Ich begriff wie Ranke operierte. Um Menschen unter seine Kontrolle zu bringen, kippte er sie aus iher Balance. Er weckte in ihnen düstere Bilder. Mit seinem zersetzenden Mitgefühl." "Pakete an Frau Blech" ist für mich nicht nur eine sehr interessante Familiengeschichte voller Hohn und Tragik, die einen Menschen mit Charakter hervorgebracht hat, der auf seine Art und Weise immer wieder wie der Phönix aus der Asche entstiegen bzw. dieser im Gegensatz zu anderen Weggefährten gar gleich entkommen konnte, sondern ein spannender Einblick in Machtmissbrauch und Manipulation einer realsozialistischen Diktatur. Politische Machenschaften, die mir möglicherweise aufgrund meines Alters, in dieser Form nicht bewusst waren. Die Beschreibung, dass es sich in "Pakete an Frau Blech" um eine Ausführung historischer Begebenheit der Politik eines Deutschlands handelt, wie ich es nicht mehr kenne, lassen vielleicht stutzig werden, ob 416 Seiten zu diesem Thema nicht etliche zuviel sind, der Faden und das Interesse verloren gehen könnten. Dies ist überhaupt nicht der Fall, denn Bauerdick hat ein gut strukturiertes Konzept in dem sich die Familiengeschichte Maik Kleines als roter Faden durch die Informationen zum Zeitgeschehen ziehen und mit vielen überraschenden Wendungen und unvorhergesehenen Handlungen zu einem Roman zusammenfügen, der einem Spionagekrimi an Spannung definitiv das Wasser reichen kann.

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Man begleitet in diesem Buch Maik Kleine wechselnd zwischen seiner Kindheit in der DDR mit Übersiedlung in die BRD und seinem heutigen Leben. Die Themen sind fesselnd und die Charaktere von der besonderen Art. Der Schreibstil ist klar, aber man merkt das hier und da auch eine Nachricht zwischen den Zeilen steckt oder auch mal in einem zitierten Songtext, den man nicht einfach überlesen sollte. Die Geschichte mutet skurril und geheimnisvoll an ist dabei sehr emotional. Denn Maik hat viel hinter sich und wählte dann wohl ein außergewöhnliches Leben im Zirkus. Das dieses Leben und seine Vergangenheit schon immer miteinander verwoben waren, wird ihm erst Stück für Stück klar. Den Stein ins Rollen bringt die pompöse Beerdigung des Zirkusdirektors Alberto Bellmonti. Dabei wird der Stein wirklich immer schneller und immer mehr Geschichten und Nebengeschichten eröffnen sich, dabei kommen auch die Charaktere nicht zu kurz und wachsen an ihren Aufgaben und auch an einander. Alle Geschehnisse wirken gut recherchiert und nicht bei den Haaren herbei gezogen. Hier wird einfach nur erzählt, kein Urteil gefällt und so dem Leser ein Stück Geschichte nahe gebracht. Denn die Charaktere recherchieren viel und man selbst lernt auch etwas dazu. Dabei wird man nie mit Informationen überladen und auch nicht vor moralische Fragen gestellt. Es ist einfach nur angenehm und unterhaltsam dieses Buch zu lesen. Den einen Stern habe ich abgezogen, weil sich zwischendrin mal alles wiederholt hat. War zwar dienlich den anderen Charakteren gegenüber aber für mich nicht nochmal relevant. Fazit: Ein wirklich spannender Roman, der die deutsch-deutsche Geschichte neutral vor Augen führt und dabei trotzdem der Fantasie keine Grenzen setzt.

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em>Rolf Bauerdick, geboren 1957 im Sauerland, studierte Germanistik und Katholische Theologie. Er arbeitet als Journalist und Fotograf und erhielt 2012 den Europäischen Buchpreis für seinen ersten Roman „Wie die Madonna auf den Mond kam“.</em> <strong>Vom Entwicklungsroman zur Agentenposse</strong> Maik Kleine ist vierzehn, als er im Januar 1979 zusammen mit freigekauften politischen Häftlingen die Grenze von der DDR zur BRD in einem Bus überquert. Er hat keine Familie mehr und deshalb hatte ihn ein wohlmeinender Funktionär vor die Wahl gestellt, in der DDR in einem Heim zu leben oder zu seiner Tante nach Heidelberg überzusiedeln. (Mein, aus meiner Erfahrung als ehemalige DDR-Bürgerin und fünf Jahre später Ausgereisten, erwachsener Zweifel an diesem Akt eines Gutmenschen bestätigte sich im Laufe des Buches.) Doch auch in Heidelberg bei der Schwester seiner Mutter ist Maik kein Glück beschieden. So landet er schließlich doch in einem Internat, und zwar in einem katholischen, wo er, der Atheist, natürlich zunächst Anlaufschwierigkeiten hat. Doch er fügt sich ein, die Mitschüler und Lehrer sind human zu ihm, ein sympathischer Bruder nimmt sich seiner an. Maik hätte sicher auch das Abitur geschafft, wenn er nicht kurz zuvor dem Drang nachgegeben hätte, mit einem Zirkus, der gerade in der Stadt gastierte, weiterzuziehen. So wird also die Zirkusfamilie seine neue Familie und der Zirkusdirektor fungiert als Ersatzvater. Im ersten Teil des Buches wird zunächst abwechselnd aus dem Jahr 2007 und parallel aus dem Jahr 1978/79 erzählt. Tragische Vorkommnisse in Maiks Familie (der Vater starb – so vermutete nicht nur Maik lange - bei einem chemischen Experiment) scheinen miteinander verwoben zu sein. Diese wiederum führen zur Stasi und dem Zirkusdirektor, der in einer pittoresken Prozession zu Grabe getragen wurde und dessen Villa Maik „geerbt“ hat. Das Buch beginnt wie ein Entwicklungsroman, gespickt mit vielen Details, die ich aus meinem eigenen Leben in der DDR gut kannte. Und es hätte mir gefallen, hätte es der Autor dabei belassen. Doch Bauerdick hat Größeres vor. Nachdem weite Teile der Handlung im Zirkus spielen - ein Thema, das mich nicht so brennend interessierte – schlägt der Autor im letzten Drittel des Romans eine Volte zur Agentenposse, der manchmal schwer zu folgen ist. Es wird verwirrend. Viele berühmte Namen spielen eine Rolle. Was ist erfunden, was ist Realität? Ein Vexierspiel, das die Brücke zur Illusion der Zirkuswelt schlägt. <strong>Mein Fazit: Viele Fragen und wenig Antworten</strong> Wirklich glaubwürdig ist die Auflösung all der losen Enden nicht gelungen. Ich blieb unbefriedigt zurück. Hatte ich etwas übersehen oder nicht verstanden? Es hatte etwas Bemühtes, allzu Unglaubwürdiges an sich, wie der Autor die Verschwörungen und Scharaden zu erklären sucht. Viele Fragen bleiben bei mir offen: Warum hat Maiks Mutter keine Nachforschungen nach ihrem Sohn angestellt? Warum hat sie der Behauptung, er habe sich von ihr losgesagt, so kritiklos geglaubt? Und warum hat Maik selbst nicht früher Nachforschungen nach seiner Mutter angestellt? Trotz dieser Kritikpunkte und der vielen Wiederholungen empfehle ich das Buch weiter, nicht nur an Zirkusliebhaber und Stasierfahrene. Die Rezension wurde verfasst von Cornelia Lotter. Sie gehört zum Autorenpool von Detlef M. Plaisier [Der Mann für den Text].

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Mit 13 Jahren sitzt er mit freigekauften DDR-Häftlingen in einem Bus auf dem Weg in den Westen. Anfang 40 will er seine Vergangenheit hinter sich lassen und sich eine neue Existenz in den USA aufbauen. Zuvor soll es für Maik Kleine jedoch noch nach Berlin gehen. Ein trauriger Anlass. Sein Mentor und Ersatzvater, der charismatische Zirkusdirektor Alberto Bellmonti, alias Albert Bellmann, soll beigesetzt werden. Natürlich mit dem ihm entsprechenden Tamtam – wie es sich für ein international bekanntes Oberhaupt der Manege gehört. Ein Elefant führt den mehrstündigen Trauerzug zum Friedrichsfelder Zentralfriedhof an, wo berühmte Kommunisten und DDR-Bonzen ihre letzte Ruhe gefunden haben. Doch das Wiedersehen mit den anderen Zirkus-Mitstreitern, wie dem Polen Szymbo und der Russin Albin, führt Maik zurück in seine eigene Vergangenheit, als nach der Beisetzung Bellmonti unter Verdacht steht, ein Spitzel für die Stasi gewesen zu sein. Wie schafft man es nun, ein eher unterhaltsames Thema wie den Zirkus und ein sehr ernstes wie die Staatsicherheit der DDR unter einen Hut zu bringen? Da hilft kein Abrakadabra, kein Simsalabim. Vielmehr braucht es eine besondere Erzählerfahrung, die sowohl über Respekt für die Vergangenheit als auch eine gehörige Portion Humor verfügt. Und das stellt Rolf Bauerdick ohne Frage in seinem neuesten Streich “Pakete an Frau Blech” unter Beweis, der anders ist als viele Romane über die Zeit der DDR und ihre Auswirkungen in die Gegenwart. Es gibt Romane oder Filme, die betrachten jene 40 Jahre deutscher Geschichte realisitisch aus der Perspektive einer Person, einer Familie, wie Uwe Tellkamps “Der Turm”. Andere hingegen blenden die Ernsthaftigkeit des Themas meist völlig aus und schauen mit Humor und Ironie auf die damaligen Geschehnisse. Doch nichts gibt es Schlimmeres, als das Leid vieler Menschen zu belächeln oder auch, sich der Ostalgie-Bewegung anzuschließen, die vieles verklärt. Die Ernsthaftigkeit seiner Geschichte spiegelt sich vor allem in den tragischen Geschehnissen rund um Maiks Familie wider: Als kleiner Junge verliert er den Vater, einen bekannten Mediziner, der bei einem Labor-Unfall stirbt. Während er als 13-Jähriger später über Weihnachten und Silvester in einem Skilager in der polnischen Hohen Tatra weilt, kommen seine beiden Geschwister Ronny und Kessy bei einem Hausbrand ums Leben, seine Mutter wird daraufhin in eine Psychiatrie eingewiesen. Maik kommt in die Obhut seiner Tante Vera, die Jahre zuvor in den Westen gegangen ist und als angesehene Pharmazeutin nun im Apotheken-Museum in Heidelberg als Kuratorin arbeitet. Doch dann geschieht die nächste Tragödie. Maik wird von einem Internat der Jesuiten aufgenommen, um sich kurz vor dem Abitur dem erfolgreichen Zirkus von Alberto Bellmonti anzuschließen. Bauerdick fährt zweigleisig: Die Szenen in der jüngsten Vergangenheit, als Maik im Sommer 2007 nach Berlin zur Beerdigung des Zirkusdirektors fährt, setzt er seinem Rückblick auf die Geschehnisse in der DDR und den Erlebnissen und Erfahrungen seines Helden als Mitarbeiter des Zirkus entgegen. Damit gewinnt der Roman nicht nur an Fahrt, sondern baut eine Spannung auf, die bis zum Ende nie ihre Wirkung verliert und für pausenloses Lesen sorgt. Denn Kapitel für Kapitel wird deutlich, dass viele Menschen nicht die sind, die sie zu sein scheinen. Das gilt sowohl für Tante Vera als auch für den Mitarbeiter der Jugendhilfe, der trotz der schwierigen Verhältnisse im eiskalten Winter 1978/79 Maik einst aus dem Skilager geholt hat. Rund um die Geschichte seiner Familie ranken sich viele Geheimnisse und Fragen, die nach und nach aufgeklärt werden. Wer oder was verursachte den Tod von Maiks Vater? Wie ist es zum Hausbrand gekommen, bei dem Maiks Mutter den Teufel zu sehen glaubte? Und was hat es mit einem Foto auf sich, das Bellmonti und Markus “Mischa” Wolf, den neben Erich Mielke bekanntesten Kopf des DDR-Geheimdienstes, zeigt? Doch auch im Leben und Wirken Bellmontis selbst finden sich Ungereimtheiten. Selbst Maik, der die Rolle des Erzählers übernimmt, ist nicht ganz ehrlich, als er seinen einstigen Zirkus-Freunden eine kommende Karriere als Bühnen-Beleuchter in den Staaten vorgaukelt. Mehrere interessante Themen rückt der Autor damit in den Fokus und stellt sie zudem zueinander in Beziehung. Da ist zum einen das Wirken der Stasi, die nicht nur auf politischer Ebene stets und ständig die Finger im Spiel hatte, sondern im Leben der DDR-Bürger sicherlich eine große Rolle, wenn auch im Verborgenen, einnahm. Sie hat in ihrem ausufernden Kontrollwahn Lebensläufe von Personen in eine andere Richtung gelenkt, selbst Freunde und Familienangehörige aus dem Kreis einer Person als Spitzel angeworben. Und war ohne Zweifel mehr als erfolgreich. Zum Leid vieler. Als zweites großes Thema erzählt Bauerdick vom Leben im Zirkus, von den Schwierigkeiten, mit denen einst große Namen aus DDR nach der Wende zu kämpfen hatte. Nicht minder interessant ist die inhaltliche Ebene, die sich mit dem Komplex Wissenschaft, Esoterik und Religion beschäftigt und die sich in den Figuren von Maiks Vater, von Tante Vera sowie des Jesuiten-Lehrers Leonard deutlich wird. Auch Maiks einstiger Lehrer wird sich der Spurensuche anschließen, die nach Leipzig, Heidelberg und Ungarn führt. Zugegeben: Ich habe weder bisher einen Roman von Rolf Bauerdick gelesen, noch war ich 100-prozentig überzeugt, dass diese Mischung der Themen sowie das Zusammenspiel von Ernsthaftigkeit und Humor in einem Roman über die DDR wirklich funktioniert, ohne ihn allzu sehr ins Frivole und Lächerliche abgleiten zu lassen. Doch ich musste mich eines Besseren belehren lassen. Diese besondere Kombination, das Spiel mit Realität und Fiktion sowie der anschauliche wie lebendige Sprachstil des Autors lassen diesen Roman zu einem spannenden wie berührenden Schmöker machen, der in seiner Geschichte wie ein Hase irgendwie auf verrückte wie charmante Art so einige Haken schlägt und sowohl für Tragödien als auch Überraschungen sorgt. Vor allem die Dialoge mit ihrer ganz eigenen wunderbaren Mischung aus Weisheit und Humor reihen sich wie Perlen zu einer kostbaren Perlenkette aneinander. Bauerdicks Werk ist ein Roman über Schein und Sein von Personen und politischen Systemen, über Freundschaft sowie die enge Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart, die sich jeder Mensch stellen sollte. Und während viele DDR-Romane den Versuch unternehmen, den Arbeiter-und-Bauern-Staat in all seinen Erscheinungen und Facetten – von den Menschenschlangen vor dem Konsum bis hin zur Dederon-Schürze – zu erfassen, bleibt der Autor hier weit eher bescheiden und konzentrierter. Natürlich kommt das West-Paket vor, wie es der Titel verrät. Aber auch, welcher Schatz einst eine Langspielplatte von Musik-Größen wie die Beatles und Bob Dylan war, der im Übrigen ebenfalls in diesem Buch Eingang findet.

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