Leserstimmen zu
Wer im Dunkeln bleibt

Deborah Crombie

Die Kincaid-James-Romane (16)

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Bereits 17 Bände sind aus dieser Reihe erschienen, in der zwei Polizisten die Hauptfiguren sind. Das Besondere daran: sie sind ein Ehepaar und sie arbeiten in verschiedenen Revieren. Superintendent Duncan Kincaid war bis vor Kurzem noch bei Scotland Yard als Leiter des Morddezernats angestellt, aber nun muss er sich in einem neuen Wirkungskreis zurechtfinden. Ihm fehlt sein früherer Partner Doug Cullen, der nach einem Unfall erst einmal einen Schreibtischjob ausüben muss. Mit seiner neuen Kollegin Sidana wird er nicht so wirklich warm, denn sie nimmt ihm wohl übel, dass er den Posten bekommen hat, auf den sie eigentlich spekuliert hatte. Inspector Gemma James ist seine Ehefrau und gemeinsam kümmern sie sich um drei Kinder, deren Vorgeschichte Thema früherer Bände war. Es macht schon neugierig, wenn man immer wieder einige Andeutungen liest und ich werde wohl die ganze Reihe noch nachlesen, denn die Figuren habe ich nach diesem einen Buch schon sehr ins Leserherz geschlossen. Die Balance zwischen Privatleben der Ermittler und der Polizeiarbeit ist optimal, das Buch ist gleichermaßen spannend wie auch emotional. Charaktere und Schauplätze beschreibt die Autorin so ausführlich, dass man immer ein lebendiges Bild vor Augen hat. Trotz Unkenntnis der vorherigen Bände habe ich nie das Gefühl großer Wissenslücken gehabt, aber trotzdem möchte ich alle Figuren noch näher kennenlernen. Die beiden Fälle sind sehr komplex und fesselnd aufgebaut, wobei Gemmas Anteil etwas geringer ausfällt. Das Hauptaugenmerk liegt auf einem Anschlag im Londoner St. Pancras Bahnhof, den Duncan aufklären muss. Es steckt viel mehr dahinter, wie man im ersten Moment ahnen könnte und die Story endet leider teilweise in einem Cliffhanger, so dass ich unbedingt wissen muss, wie es im nächsten Band weitergeht. Ein toller Krimi, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Charaktere sind absolut sympathisch und an Spannung mangelt es auch an keiner Stelle. Kann ich nur empfehlen!

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Zum Inhalt Am Londoner St. Pancras Bahnhof wird ein Bombenanschlag verübt, bei dem mehrere Menschen sterben. Ryan March, Mitglied einer Protestgruppe, der eine verdächtige Tasche mit sich führte, gehört zu den Toten. War er der Täter? Superintendent Duncan Kincaid übernimmt die Ermittlungen, muss aber feststellen, dass die einzelnen Puzzleteile des Falls überhaupt nicht zueinanderpassen. Mit Hilfe seiner Frau, Inspector Gemma James, kommt er schließlich peu à peu den Hintergründen der Tat auf die Spur. Doch was er entdeckt, ist unfassbar grausam ... Zur Autorin (randomhouse) Deborah Crombies höchst erfolgreiche Romane um Superintendent Duncan Kincaid und Inspector Gemma James von Scotland Yard wurden mit dem "Macavity Award" ausgezeichnet und für den "Agatha Award" und den "Edgar Award" nominiert. Die Autorin lebt mit ihrer Familie im Norden von Texas, verbringt aber viel Zeit in England, wo ihre Romane angesiedelt sind. Zur Reihe Die Kincaid-James-Romane 1. Das Hotel im Moor (A Share In Death) 2. Alles wird gut (All Shall Be Well) 3. Und ruhe in Frieden 4. Kein Grund zur Trauer (Mourn not Your Dead) 5. Das verlorene Gedicht (Dreaming of the Bones) 6. Böses Erwachen (Kissed a Sad Goodbye) 7. Von fremder Hand (A Finer End) 8. Der Rache kaltes Schwert (And Justice There Is None) 9. Nur wenn du mir vertraust (Now May You Weep) 10. Denn nie bist du allein (In A Dark House) 11. So will ich schweigen (Water Like A Stone) 12. Wen die Erinnerung trügt (Where Memories Lie) 13. Wenn die Wahrheit stirbt (Necessary as Blood) 14. Die stillen Wasser des Todes (No Mark upon her) 15. Wer Blut vergießt (The Sound of Broken Glass) 16. Wer im Dunkeln bleibt (To Dwell in Darkness) 17. Beklage deine Sünden (Kincaid & James 17) Meine Meinung Wer im Dunkeln bleibt ist ein weiterer sehr gelungener Kincaid-James-Roman, der Spannung bis zum Ende garantiert. Dass Menschen für ihre Ziele über Leichen gehen, sollte niemanden verwundern. Hier übertrifft das Böse sich aber noch um ein vielfaches. Dieser Roman verspricht absolute Spannung mit einem gewohnt sympathischen Ermittlerpaar.

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Ein neuer Fall für Superintendent Duncan Kincaid und gleichzeitig sein erster auf seinem neuen Posten. Mit den neuen Kollegen begibt er sich auf die Suche nach den Hintergründen eines Bombenanschlags am Londoner St. Pancras Bahnhof. Das Mitglied einer Protestgruppe, Ryan Marsh, soll eine Phosphor-Granate gezündet haben. Scheinbar ein einfacher Fall, aber nur scheinbar. Bei den Recherchen kommen immer mehr Details ans Licht, die scheinbar nicht zusammen passen. Die Mitglieder der Protestgruppe geraten ins Zentrum der Ermittlungen. Innerhalb dieser Gruppe kam es zu Spannungen, aber ob diese sich in dem Attentat eines Mitgliedes ausgedrückt haben oder ob es vielleicht ein Einzeltäter war, ist nicht leicht zu ermitteln. Zumal Ryan Marsh nicht existent zu sein scheint. Der Polizeicomputer hat nichts über ihn gespeichert,und kein bekannter Ryan Marsh passt auf die Beschreibung des mutmaßlichen Täters. Wenn der Leser das Buch beendet hat, zeigt sich, dass manche Menschen für ihre Ziele über Leichen gehen. Gut, das ist keine neue Erkenntnis und gehört zum Krimi dazu. Aber die Charakterzüge des Täters zeigen, diese Menschen können sich so gut verstellen und leben „gut getarnt“ unter uns. Zu der Täterfrage in diesem Fall gehört es auch, herauszufinden, wer Ryan Marsh ist, bzw. war. Auch hinterlässt er ein Rätsel, von dem Kincaid nichts ahnen kann, und auch am Schluss des Buches bleibt hier das Fragezeichen. Gut geschrieben von der Autorin, und dieses Rätsel wird hoffentlich im nächsten Roman seine Fortsetzung oder gar Auflösung finden. Am Anfang des Buches gab es den Ermittlersteckbrief. Er ist, meiner Meinung nach, perfekt, um die Leser kurz und bündig über die Hauptpersonen zu informieren. Denn auch wer die Romane über Kincaid nicht in der „richtigen“ Reihenfolge liest, ist so auf dem aktuellen familiären Stand der Hauptfigur.

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Auf den Spuren von Deborah Crombie durch London

Von: Catrina aus Berlin

24.09.2015

Wer sich einmal das Vergnügen und die Zeit gönnen kann, die Lokalitäten der von der Autorin so präzise beschriebenen Londoner Schauplätze selbst abzulaufen, wird schier begeistert innerlich juchzen, wenn er sie dann tatsächlich wiedererkennt. So habe ich durch sie den Blumenmarkt, BanglaCity und auch das Haus wo Tam und Louise wohnen, gesehen, um nur diese zu nennen. Ich freue mich sehr auf meine nächste Reise nach London, um Crystal Palace und die Denmark Street aus ihrem vorletzten Buch zu entdecken. Zudem ist es in der Tat angenehm zu lesen, dass auch Romanhelden ein chaotisch-liebenswertes Familienleben haben, auch wenn ich schon schmunzeln musste, wenn irgendwie immer jeder den passenden Deckel findet. Ich freue mich auf dieses Buch!

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Meine Meinung: Als Fan der Serie, in denen Gemma James und Duncan Kincaid ermitteln, war es klar, dass ich auch die 16. Folge lesen wollte. Schließlich habe ich die beiden, ihre Kinder und Freunde im Laufe der Jahre sehr gut kennen gelernt und wollte natürlich wissen, wie es in ihrem Leben weitergeht. Hier wurde ich schon mal nicht enttäuscht, denn die Autorin hat es auch diesmal wieder verstanden das private mit dem dienstlichen zu vermischen. Jeder der beiden arbeitet an der Lösung eines schwierigen Falles, wobei der von Duncan im Vordergrund steht. Duncan, der nach der Elternzeit wieder ins Berufsleben zurück kehrt, muss sich allerdings in einem anderen Revier und mit neuen Mitarbeiterin zurecht finden. Wie er das meistert hat die Autorin sehr fesselnd beschrieben. Ich habe ja den Vorteil, dass ich alle Bücher und somit die Beteiligten kenne, Neueinsteiger könnte die Vielzahl allerdings verwirren. Ab und zu wird Bezug auf vergangene Geschehnisse genommen, aber trotzdem erschließt es sich dem neuen Leser nicht unbedingt, deshalb empfehle ich schon, auch die anderen Bücher zu lesen. Es gefällt mir immer wieder, wenn ich lese, wo sich die Beteiligten in London aufhalten, weil ich die Schauplätze meistens kenne, kann ich mir alles viel besser vorstellen. Außerdem mag ich es nicht immer, wenn es von Toten und Grausamkeiten nur so wimmelt in einem Krimi. Hier kann ich viel mehr die Ermittlungsarbeiten verfolgen. Allerdings blieben so einige Fragen offen, was mir gar nicht gefällt, so weiß ich nicht, warum Duncan versetzt wurde und mit dem Ende bin ich auch nicht zufrieden. Ich finde, das hätte die Autorin sich sparen können, zumal ich mit Sicherheit sehr lange warten muss, bis ich die nächste Folge lesen kann. Mehr verrate ich dazu aber nicht, denn die Auflösung wird natürlich nicht verraten. Fazit: Fans der Krimiserie sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Trotz des Endes ist es doch lesenswert. Vor allem verblüfft es mit überraschenden Wendungen.

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Eine Bombenexplosion in einem der größten Londoner Bahnhöfe St Pancras ist der Ausgangspunkt für „Wer im Dunkeln bleibt“, dem sechzehnten Band der Gemma James/Duncan Kincaid-Reihe der amerikanischen Autorin Deborah Crombie, die wie Elizabeth George die Handlungsorte ihrer Krimis in England angesiedelt hat. Und wie diese beschränkt sie sich nicht nur auf die Schilderung des Kriminalfalls und dessen Aufklärung, sondern legt ebenso großes Augenmerk auf die Beschreibung der persönlichen Situation ihrer Protagonisten. Etliche Leser bemängeln dies gerade bei Deborah Crombie, nehmen doch die Schilderungen des Familienlebens mittlerweile großen Raum in ihren Romanen ein. Allerdings steht auf dem Cover unter dem Titel auch nicht Kriminalroman, sondern Roman, weshalb ich davon ausgehe, dass man als Fan der Reihe eigentlich wissen sollte, was einem erwartet, wenn man ein Buch von ihr in die Hand nimmt. Und ja, auch Autoren dürfen ausgetretene Pfade verlassen und Neues ausprobieren. Nach seiner Versetzung nach Camden muss sich DS Duncan Kincaid mit einem Bombenanschlag auf einem der größten Londoner Bahnhöfe St Pancras beschäftigen. Und es geht hierbei nicht nur um Sachschaden, denn bei der Explosion gibt es mehrere Opfer. Es gilt zu untersuchen, ob die Gruppe um Ryan March, der sich unter den Toten befindet, für den Anschlag verantwortlich ist, oder ob das Attentat einen terroristischen Hintergrund hat. Aber vielleicht war es ja auch ein Mordanschlag aus persönlichen Gründen? Gemma James kümmert sich derweil um den Fall eines zwölfjährigen Mädchens, das entführt, missbraucht und schließlich ermordet aufgefunden wurde. Es gibt einen dringend der Tat Verdächtigen, und Gemma ist auf der Suche nach Motiven, um diesen festzunageln und den Fall wasserdicht zu machen… Daneben nehmen sich die häuslichen Probleme ihrer Kinder, die verzweifelt versuchen, ein Heim für eine heimatlose Katze samt deren Jungen zu finden, doch äußerst banal aus. Wie bereits eingangs erwähnt, schafft es Deborah Crombie einmal mehr, die perfekte Balance zwischen Verbrechen und Familiengeschichte zu finden und dadurch ihre Protagonisten menschlich zu zeichnen. Deren Leben definiert sich eben nicht nur durch ihr berufliches Engagement, sondern auch durch die Verantwortungen, die sie in ihrem persönlichen Bereich übernommen haben. Eine Leseempfehlung für diejenigen, die es lieber unblutig mögen und auf Serienkiller-Gemetzel verzichten können. Dafür erhalten sie detaillierte und atmosphärische Schilderungen und ausgefeilte Personenbeschreibungen.

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