Leserstimmen zu
Der eine Kuss von dir

Patrycja Spychalski

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Inhalt Es ist Sommer, die Zeit, um sich von den Eltern loszusagen, sich zu verlieben und seinen eigenen Weg zu finden. Selbst wenn das bedeutet, Fehler zu machen und verletzt zu werden. Sie hat es geschafft! Völlig überraschend darf Frieda die BlackBirds auf ihrer Tournee durch Brandenburg begleiten und filmen. Es ist ihr erstes eigenständiges Projekt, bei dem sie ihre Fähigkeiten als Kamerafrau beweisen kann. Außerdem ist da noch Milo, der Leadsänger der Band, zu dem sie sich seltsamerweise und vollkommen klischeehaft, wie sie findet, hingezogen fühlt. Zuerst misst sie dem kaum Bedeutung bei, denn sie bezweifelt, dass er dasselbe empfindet. Doch dann küsst er sie und mit einem Mal ist ihre Welt so kompliziert, aufregend, wunderschön, voller Leben und gleichzeitig so erschreckend real wie lange nicht mehr. Allerdings ist da noch Linda, mit der Milo mehr verbindet, als er zugeben mag. Meinung Okay, ich muss zugeben, ich kenne den ersten Teil nicht. Bis vor kurzem wusste ich nicht einmal, dass es einen gibt. Aber zum Glück ließ sich das Buch auch ohne wunderbar lesen und ich habe die Lektüre wirklich genossen. Das lag auch an den Figuren, zu denen ich erst einen Draht finden musste, besonders zu Frieda. Doch je mehr sie sich geöffnet hat, desto greifbarer wurde sie für mich und ich konnte schnell richtig mit ihr mitfühlen und –leiden. Das lag vor allem daran, dass sie wirklichkeitsnaher Charakter ist: Sie ist keine unglaublich toughe junge Frau, die auf alles eine Antwort weiß und sich immer und gegen jeden durchsetzen kann. Aber sie ist auch kein Mauerblümchen, das zu schüchtern ist, um den Mund aufzumachen. Ihre Probleme, Ängste und Wünsche passen wunderbar zu ihrer Altersgruppe und werden lebensnah dargstellt. Dasselbe gilt für Milo, der weder dem völligen Bad Boy Image entspricht noch ein netter, hochsensibler Traumtyp ist, dem man alles anvertrauen kann. Er hat etwas von beiden, mitsamt seinen Unsicherheiten und Fehlern, was ihn umso interessanter macht. Der Schreibstil ist super auf die Zielgruppe jugendlicher Heranwachsender zugeschnitten: Sehr locker leicht zu lesen, nicht zu kompliziert und trotzdem manchmal nachdenklich geschrieben, passt er toll zur Sommerzeit, in der der Roman spielt. Anfangs erschien mir Sprache in all ihrer Einfachheit und Direktheit etwas zu holprig. Allerdings harmoniert das sehr gut mit der Story über die Hintergründe einer Band, die dadurch zudem ein Stückweit entzaubert wird, was mir richtig gut gefallen hat. Genauso ist die Liebesgeschichte gestaltet: Es gibt sie natürlich, die unglaublich romantischen Momente zwischen den beiden Verliebten, die einen aufseufzen lassen. Gleichzeitig präsentiert einem die Autorin immer wieder die Augenblicke, in denen das Leben zurückschlägt und die Hindernisse aufzeigt, die zwischen den Zweien stehen. Patrycja Spychalski tut es nicht auf eine aufdringliche, hochtragische Art und Weise, sondern leise und dennoch eindringlich, eben einfach echt und realitätsnah. Und daher überrascht auch das sehr erwachsene Ende nicht, das einen wehmütig zurücklässt. Fazit Der eine Kuss von dir von Patrycja Spychalski ist kein locker leichtes Sommerbuch für zwischendurch, obwohl es viel mit einem solchen gemeinsam hat. Leicht zu lesen dank des schnörkellosen Schreibstils, mit Liebe, Musik und aufregenden Details rund um das Leben einer Rockband garniert. Und doch ist der Roman soviel mehr: Ernst, direkt und kompliziert wie die Wirklichkeit, voller Hindernisse, Unsicherheiten und schweren Entscheidungen. Es könnte allerdings sein, dass man etwas braucht, um in die Geschichte reinzukommen. Wer gerne realitätsnahe Jugendbücher mag, sich für Geschichten über Bands, ganz viel Musik und kleine, aber feine Ausschnitte aus dem Backstagebereich interessiert oder ganz einfach eine berührende, lebensechte Love Story kennenlernen will, der sollte bei diesem Werk mal einen Blick riskieren.

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Frieda live

Von: Anneblogt

02.03.2015

Inhalt: Nach der tragischen Trennung von Jeffer, ihrem Freund, ist Frieda glücklich, als Milo, der charismatische und attraktive Sänger der BlackBirds, sie dazu einlädt, die Band auf ihrer Tour mit der Kamera zu begleiten, und willigt sofort ein. Auf den verschiedenen Stationen ihrer Reise durch Brandenburg lernt Frieda neben dem Rock´n´Roll auch Milo immer besser kennen-und verliebt sich in ihn. Doch sie müssen ihre Beziehung geheim halten, schließlich will Milo Linda nicht kränken. Welche Stellung diese in Milos Leben einnimmt, weiß Frieda nicht genau. Zwar ist ihr diese Heimlichtuerei ebenso ein Dorn im Auge wie ihrem besten Freund Edgar, der sie davor warnt, etwas mit Milo anzufangen, aber auch sie möchte Linda nicht verletzten, mit der sie immer besser klarkommt. Doch nach einigen Vorfällen muss sich Frieda fragen, ob ihre Entscheidung, sich auf Milo einzulassen, wirklich die Richtige war-bis dann auch noch ein unerwarteter Gast vor ihrer Haustür auftaucht… Meine Meinung: Nach einem sehr guten ersten Teil waren meine Erwartungen an diesen Teil sehr hoch-vielleicht jedoch etwas zu hoch. Anfangs hatte ich trotz meines Vorwissens leicht Schwierigkeiten, in das Buch hinein zu kommen. Die Charaktere werden nur oberflächlich angekratzt, die Handlung schreitet hingegen schnell voran. Die Auftritte und die Musik fand ich klasse beschreiben, an diesen Stellen wird man richtig in die Geschichte gezogen, und es mangelt auch nicht an unterhaltsamen und spannenden Elementen. Besonders gut haben mir auch die Interviews gefallen, die Frieda mit allen möglichen und unterschiedlichen Leuten führt, und die sehr natürlich und authentisch rüber kommen. Die Momente mit Edgar, Dan, Linda und der Band würde ich ebenfalls so beschreiben, allerdings hätte man hier deutlich mehr erzählen können, sie hätten noch viel mehr Potenzial gehabt. Ihre gemeinsame Zeit mit Milo hätte ich ebenfalls gerne ausführlicher beschreiben bekommen, sie werden leider nicht sonderlich ausführlich beschrieben und sind so immer sehr schnell vorüber. Zudem wird man meiner Meinung nach auch etwas schnell mit der heimlichen Beziehung konfrontiert, schließlich kennen sich Frieda und Milo ja kaum, und reden tun die beiden auch eher wenig. Außerdem erfährt man nur wenig über Friedas Gefühle zu Milo, die sie selbst anscheinend aber auch nicht wirklich kennt. Da kam das nicht wirklich glückliche Ende nicht sehr überraschend für mich. Der Besucher vor ihrer Haustür kam hingegen wirklich überraschend, mit ihm hatte ich gar nicht gerechnet. Leider gibt es trotz einem offenen Ende keinen dritten Teil :( Frieda ist mir zwar sehr sympathisch, manche ihrer Handlungen kann ich aber nicht wirklich nachvollziehen. Klar, Milo ist attraktiv, charmant und hat eine richtige Rockstar-Ausstrahlung, aber nach dem Dilemma mit Jeffer und ihren nicht wirklich klaren Gefühlen fand ich es ziemlich naiv und auch dumm, sich auf eine Beziehung mit ihm einzulassen, die zudem noch geheim gehalten werden soll. Besonders, da sie Linda ja auch eigentlich ganz gerne mag. Dass Milo das von ihr wollte, hat ihn mir manchmal echt unsympathisch werden lassen. Sonst fand ich ihn durchaus nett und sympathisch, allerdings erfährt man aber auch nicht wirklich viel über ihn. Seine Beziehung zu Linda war ziemlich merkwürdig dargestellt und sowohl Lindas als auch Milos Verhalten fand ich öfters seltsam. Linda war mir manchmal etwas zu aufgedreht und eifersüchtig, ansonsten fand ich sie aber ganz ok. Über Edgar hätte ich gerne viel mehr erfahren, er war mir richtig sympathisch. Milos Bandkollegen und Dan wurden leider ebenfalls eher oberflächlich beschrieben, und ich kann nicht wirklich sagen, ob ich sie mochte oder nicht. Angenehm war neben dem Schreibstil besonders die Kapiteleinteilung, es sind kurze Kapitel und man kann so gut auch mal Pausen machen (Ich habe das Buch jedoch in einem durchgelesen;)). Es gibt ein paar Rechtschreibfehler, die mich allerdings sehr wenig gestört haben. Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist eher schlicht, passt aber einfach zum Buch. Fazit: Etwas schwächer als „Ich würde dich so gerne küssen“, aber trotzdem empfehlenswert für Musikliebhaber und Leser und Leserinnen von Liebesromanen. 4 von 5 Punkten.

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Achtung, gleich zu Anfang solltet ihr wissen dass ich auch „Ich würde dich so gerne küssen“ gelesen habe, wenn ihr das Buch also noch lesen wollt, dann solltet ihr nicht weiter lesen. Dieses Buch kann natürlich auch unabhängig davon als Einzelteil gelesen werden, denn beide Bücher haben in sich abgeschlossen Geschichten. Frieda darf mit den BlackBirds auf Tour gehen und die Band filmen. Sie soll eine Doku über die Band drehen. Doch sie hat keine Ahnung was für ein Gefühlschaos auf sie zukommt. Milo, der Sänger der Band wollte dass sie mit kommt. Doch Frieda ist nicht dazu bereit sich neu zu verlieben. Jeffers Verschwinden hat sie doch sehr mitgenommen. Doch zwischen ihr und Milo knistert es, aber Frieda will sich nicht auf ihn einlassen, immerhin hat er seine Freundin Linda auf der Tour dabei. Doch als sich heraus stellt, dass Linda nicht seine Freundin ist, lässt sich Frieda auf Milo ein. Milo bittet sie dass das was zwischen ihnen ist vorerst geheim bleiben muss, er möchte Linda nicht verletzten. Und Frieda fängt langsam an zu zweifeln ob es wirklich richtig war sie auf Milo einzulassen. Frieda mochte ich total gern. Mit dem filmen hat sie etwas gefunden was ihr Spaß macht. Erst wollte sie sich nicht auf Milo einlassen, immerhin ist Jeffer einfach verschwunden und das hat sie doch getroffen, auch wenn die beiden nicht zusammen waren. Doch irgendwann kann sie sich vor ihren Gefühlen nicht mehr verstecken. Milo ist undurchsichtig, man merkt dass er Interesse an Frieda hat. Doch man weiß nie ob er es eigentlich ernst meint oder nur mit ihr spielt. Immerhin will er ihre Beziehung nicht öffentlich machen. Trotzdem finde ich die Szenen zwischen Milo und Frieda richtig süß und ich hoffte auf ein Happy End mit den beiden. Denn ich wollte auch nicht das Frieda wieder verletzt wird, so wie bei Jeffer. Neben Frieda und Milo, gibt es noch Linda. Linda ist Frieda gegenüber total nett und auch Frieda mag Linda richtig gern. Als Leser weiß man lange nicht was Linda eigentlich für Milo ist. Man merkt nur dass sie sich gerne mehr wünscht. Die Geschichte ist total süß. Ich mag die Szenen zwischen Frieda und Milo richtig gern, die beiden sind einfach ein süßes Paar. Der Schreibstil von Patrycja Spychalsk ist erfrischend, es macht Spaß das Buch zu lesen und man will einfach wissen wie es mit Frieda und Milo weiter geht. Fazit: Eine schöne und zugleich süße Geschichte. Das Lesen macht Spaß und die Seiten fliegen nur so dahin. Deswegen vergebe ich 5 Sterne.

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Wirkung Das Buch ist genau richtig gestaltet für junge Leser, die es ansprechen soll. Es sind zwei junge Menschen darauf zu lesen, die anscheinend das gute Wetter genießen und einfach nur entspannt sind. Ich finde das Cover wirklich ansprechend. Auch der Titel passt gut zum Buch und zeigt einem gleich mit welchem Genre man es hier zu tun haben wird. Positives Der Einstieg in das Buch war wirklich niedlich. Man beginnt an der Stelle, an der alle zur Tournee aufbrechen. Anfänglich war dieser etwas kindliche Schreibstil ein bisschen schwierig, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Dass der Schreibstil einfach gehalten ist, ist denke ich für junge Leser ganz gut und auch der Ich-Erzähler ist gut gewählt. So kann man sich sehr gut in Friedas Lage hineinversetzen. Die Charaktere lernt man aus Friedas Sicht kennen und sie sind alle gut vorstellbar. Die Band und die Crewmitglieder (außer Milo) sind für die Geschichte eher nebensächlich. Wirklich wichtig sind: Milo Edgar und Linda, die alle sehr gut charakterisiert sind. Der Verlauf der Geschichte war gut, aber leider nichts besonderes. Es kam immer mal wieder zu einem kurzen Kribbeln, wenn Milo und Frieda sich wieder näher gekommen sind, aber im Grund genommen war das Ganze eher einfach gehalten. Negatives Das Ende hat mir leider gar nicht gefallen. Ich hatte das Gefühl man bleibt irgendwie in der Luft stehen, alles scheint so sinnlos und es gibt für mich zu viele offene Fragen. Zitat Als alle verschwunden sind, zieht mich Milo zu sich heran und sieht mir in die Augen. "Ich denke die ganze Zeit nur an dich." Er küsst mich, ganz schnell und wild, und ist verschwunden, ehe ich etwas erwidern kann. Ich sehe ihn nur noch die Treppe nach oben rennen, zwei Stufen auf einmal nehmend. Bewertung: Note 3 {befriedigend} Das Buch war okay. Ja, mehr war es wirklich nicht. Es war ein nettes Jugendbuch für zwischendurch, ohne tieferen Sinn oder große Emotionen. Die Charaktere waren sympathisch und nachvollziehbar und auch der Schreibstil eignet sich gut für junge Leser, aber für mich war das leider nicht wirklich was. Das Ende jedoch war, meiner Meinung nach egal für welches Alter, nicht gut. Es gab zu viele offene Fragen und die gesamte Geschichte erschien mir irgendwie sinnlos.

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Ohne den Vorgänger "Ich würde dich so gerne küssen" ist es mir das Einlesen ins Buch etwas schwer gefallen, da hier doch einige Informationen über die einzelnen Charaktere fehlen, was sich zum Teil erst nach und nach auflöst. Das hat meine Lesefreude schon etwas getrübt. Die Charaktere sind insgesamt sehr realistisch beschrieben, doch ohne das Vorgängerbuch kann ich mir von den Hauptfiguren kein wirklich richtiges Bild machen - Frieda kommt für mich als sehr nüchterner, aber dennoch verträumtes Mädchen rüber. Die sich anbahnende heimliche Liebesgeschichte zwischen ihr und Milo, dem Sänger der Band, ist ganz und gar nicht kitschig, sondern dem alter entsprechend realistisch dargestellt. Hier wird sich der/die eine oder andere mit Sicherheit wieder erkennen bzw. an seine eigene Jugend erinnert werden. Der Schreibstil von Patrycja Spychalski lässt ein flüssiges Lesen zu, auch legt man das Buch nur ungern wieder zur Seite. Insgesamt gefällt mir die Geschichte trotz einiger Kritikpunkte gut.

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Love, Rock n' Roll and Heartache

Von: Canan

08.02.2014

“Der eine Kuss von dir” lässt jedes Groupie-Herz höher schlagen. Denn wer kennt es nicht einen Star, einen Sänger oder eine Gruppe anzuhimmeln? Ich weiß, dass jedes Mädchen einmal ein großer Fan eines Sängers oder einen Schauspielers war, weshalb Patrycja Spychalkis Jugendroman, das gefüllt mit 249 Seiten Aufregung ist, viele anspricht. Nachdem ich den Klapptext gelesen hatte, musste ich sofort an den Film „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ denken und war von der Idee, dass ein junges Mädchen eine Rock-Band auf ihrer Tour als Kamerafrau begleitet, begeistert. Und das zu Recht: Frieda, die Protagonistin des Romans, befindet sich auf einer Achterbahn der extremen Gefühle und als Leser kann man nicht anders, als mitzufiebern. Denn Milo, der Sänger der Band Black Birds und der Herzbube der Geschichte, ist so unberechenbar. Man liest und liest und bis zum Schluss wusste ich nicht was ich von ihm halten soll. Einerseits war er sehr süß, der Traum eines jeden Mädchens, andererseits aber auch fies und ignorant, sodass ich ihn am liebsten einen Kopf kürzer gemacht hätte. Und dennoch, kommt man nicht drum rum Milo einfach ins Herz zu schließen. Zwar fand ich das Näherkommen der Beiden sehr schnell - vor allem meine innere Romantikerin - aber ich denke, dass dies der heutigen Realität entspricht und dass das „schnelle“ Leben der wirklichen Rockbands sehr gut im Buch widergespiegelt wird. Abgesehen davon finde ich Friedas Gefühle und Vorstellungen von Liebe sehr realistisch. Denn welches Mädchen stellt sich nicht vor, dass der Traummann wie in einem Hollywoodfilm hinter einem her rennt und sich für all die Fehler, die er gemacht hat, entschuldigt, an sich zieht und einfach küsst? Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ich bin mir zur hundert Prozent sicher, dass sich viele weibliche, junge Leser mit Frieda identifizieren können und von dieser Liebesgeschichte genauso so mitgerissen werden wie ich. Außerdem sind Patrycja Spychalkis Charaktere genau das, was man in jedem guten Jugendroman braucht. Zum einen ist da einmal der beste Freund von der Protagonistin, Edgar, den ich auf Anhieb sympathisch fand und manchmal sogar das Gefühl hatte, er könnte was von Frieda wollen. Dies war aber zum Glück nicht der Fall, sonst wäre es viel zu kompliziert geworden. Dann haben wir noch Linda, das Geheimnis von Milo. Und wäre Sie wenigstens nicht so ein nettes und überaus freundliches Mädchen gewesen, sondern eher die fiese, zickige Freundin, dann würde ich sie wahrscheinlich nicht sehr mögen. Deshalb konnte man auch Friedas Schuldgefühlen, nachdem sie was mit Milo anfängt, nur sehr gut nachvollziehen und ist selber von der Vernunft und der Leidenschaft hin- und hergerissen. Bevor ich hier schon zu viel vom Inhalt verrate, möchte ich kurz nochmal auf die Form des Buches eingehen. Ich finde es ziemlich interessant wie die Videosequenzstellen im Buch geschrieben sind. Da Frieda als Kamerafrau auch ein paar Interviews führen muss, ist es sehr realistisch verfasst und ich hatte das Gefühl, dass die Personen vor mir sitzen und mir gerade alles persönlich erzählen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Jugendroman und die darin aufblühende Liebesgeschichte jeden – vor allem die weiblichen, jugendlichen Leser – fesselt. Die erfrischende und auch nervenzerreißende, heimliche Liebe zwischen Frieda und Milo lässt jedes Mädchenherz höher schlagen und vor allem das Ende lässt den Wunsch nach mehr aufkeimen. Abgesehen davon erhält man auch einen sehr realistischen Blick auf die Schattenseiten einer aufsteigenden Rockband. Wer also interessiert an einer spannenden, musikalischen Liebesgeschichte mit einem großen Geheimnis ist, hat mit „Der eine Kuss von dir“ von Patrycja Spychalski genau das Richtige gefunden.

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