Leserstimmen zu
Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard

Marie Pellissier

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Pellissiers Buch ist ein kurzatmiger Roman, der so in seinen Bann zieht, dass ich ihn am Stück gelesen habe. Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann, sobald man die Welt der Protagonistin in Gedanken betritt. Hier findet der Leser eine spannende, mitreißende und zugleich gefühlvoll gestaltete Story. Für Romanisten und Frankreich-Fans wie mich ist dieses Buch definitiv ein angenehmer Freizeit-Begleiter und verführt dazu, sich in eigenen Reise-Erinnerungen zu wiegen oder Lust auf die nächste Frankreichreise zu bekommen. Bei dieser gelungenen Geschichte lässt sich auch über vereinzelte Schwächen im Ausdruck hinwegsehen. Das Buch bleibt mir auf jeden Fall in guter Erinnerung und ich empfehle es wärmstens weiter - magnifique!

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Am Abend nach der großen Premierenvorstellung zur Feier seines Jubiläums wird der Ballettdirektor der Pariser Oper tot am Fuß der Freitreppe gefunden. Zufällig ist gerade Lucie, die Gardienne vom Place de Vosges, in der Oper anwesend und wittert einen Mord. Feinde hat sich Guillaume Bernard zeit seines Lebens genügend gemacht, auch Lucies ehemaliger Schützling Amandine gehört dazu - Ehrensache also, dass Lucie selbst versucht, den Mörder zu finden, alleine schon, um von ihrem Aufapfel alle Spuren abzulenken ... Es war meine erste Begegnung mit der Gardienne aus Paris, die eine Art franzsösische Miss Marpel darstellt. Ich muss ehrlich gestehen, auch wenn sich das Buch ganz nett lesen lässt, werde ich kein großer Fan werden. Ähnlich wie Miss Marpel ging mir Lucie nämlich ganz schön auf den Keks mit ihrer Art, sich in alles einzumischen. Besonders nervig empfand ich, dass in dem Buch effektiv viele Sachen schon dadurch ausgeschlatet werden könnten, wenn man einfach mal miteinander reden würde statt lindlings Akionen zu starten. Das betrifft Lucie genauso wie den Kommissar Legrand, der effektic als liebskranker Vollpfosten durch die Seiten stolpert (und ehrlich, dieses "oh, sie ist so engelsgleich"-Getue hat ein weiteres Augenrollen bei mir ausgelöst). Mal ehrlich, so werde ich persönlich als Leser eher weggetrieben - von charmanten Personencharakterisierungen wie ander Rezensenten habe ich hier wenig entdeckt. Leider überschatten diese Charaktere auch die positiven Seiten des Buchs. Der Fall ist nämlich wirklich ganz nett wenn auch der Täter recht herbeigezauberte Motive hegt, und vor allem die Schilderungen der Pariser Ballettwelt haben mir gefallen. Statt zweimal die Geschichte vom Phantom der Oper nachzuerzählen wäre es vielleicht ganz nett gewesen, den ein oder anderen Fachbegriff im Register zu erwähnen, aber dafür hab ich ja mein Smartphone ;-) Auch die Aufmachung des Buches ist wirklich entzückend, insbesondere mit dem Stadtplan im Klappenumschlag oder dem sehr hübscg gestalteten Titelbild. Das Buch ist nicht schlecht, wer Miss Marple mochte, der wird auch Gardienne Lucie wirklich reizend finden ;-)

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Worum geht's? Eigentlich sollte Ballettdirektor Guillaume Bernard mit seinem 60. Geburtstag Schlagzeilen machen, nun ist er tot. Er überlebt den Sturz von der Freitreppe der Pariser Oper nicht. Gardienne Lucie ist mal wieder zufällig zur gleichen Zeit am gleichen Ort und benachrichtigt Kommissar Legrand. Es sieht zwar alles nach einem Unfall aus, doch der schöne Schein des Pariser Balletts trügt. Lucie kann nicht glauben, dass Bernard einfach nur so gestürzt sein soll und geht dem ganzen auf eigene Faust nach. Immerhin kennt sie den Ballettdirektor, der im gleichen Haus wie Lucie wohnt, nun schon seit Jahren. Bald merkt die fleißige Gardienne, dass beim Pariser Ballett nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Doch je mehr sie erfährt, desto gefährlicher wird das ganze. Meine Meinung: Die liebe Lucie habe ich schon gleich nach ihrem ersten Fall (Die tödliche Tugend der Madame Blandel) ins Herz geschlossen. Sie ist eine mutige und fleißige Frau mit dem Herz am rechten Fleck. Lucie denkt zu aller erst immer an andere und hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Ihre Neugierde bringt sie bei der Aufklärung der Fälle zwar weiter, aber auch schnell mal in Gefahr. Dennoch scheint sie dem Kommissar immer einen Schritt voraus zu sein. ;-) Lucie ist wirklich sympathisch und ich mag die Kriminalromane um die quirlige Dame aus Paris sehr. Sie haben ein ganz eigenes Tempo, strahlen eine gewisse Gemütlichkeit aus und stecken voller Paris-Flair. Natürlich kommt auch das Privatleben der Gardienne nicht zu kurz. In diesem Roman sorgt sie sich um die Ehe ihres Sohnes und sieht sich natürlich auch hier in der Verantwortung. Lucie nimmt wie immer alles in die Hand. Kommissar Legrand ist von Lucie ziemlich genervt. Kein Wunder! ;-) Bei ihm bin ich mir nicht sicher. Mal hab ich ein bisschen Mitleid mit ihm, mal mag ich ihn gar nicht. Dafür mag ich den Stil dieses Kriminalromans sehr. Es ist alles ein wenig gemütlicher und die Hauptperson ist einfach sympathisch. Eine patente Frau, die das Ermitteln einfach nicht sein lassen kann. Natürlich ist diese Konstellation nicht neu, trotzdem lesenswert. Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard ist ein sehr schöner Kriminalroman mit einer liebenswerten Hobby-Ermittlerin in der Hauptrolle, einem guten Fall, der in einer der schönsten Städte spielt und ganz viel Charme.

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WoW

Von: ccAngelinAcc

19.12.2015

Es ist ein tolles Buch

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Ein außergewöhnlicher, geruhsamer Krimi

Von: Jules Barrois

18.12.2015

Ein außergewöhnlicher, geruhsamer Krimi, trotzdem spannungsgeladen und überaus facettenreich, mit farbenfroher, französischer Kulisse. Aber auch gemütlich, charmant und unterhaltsam. Er kommt ohne Brutalität aus und ist sehr lesenswert.

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Von: Jasia aus Wien

17.12.2015

Ich bin wirklich total von dem Buch begeistert. Es hat den gleichen Charme wie das erste Buch und hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Krimi ist von Anfang bis Ende spannend und man hat zuerst keine Ahnung wer der eigentliche Täter ist bzw ob es überhaupt einen Täter gibt. Total gefallen hat mir auch der verliebte Kommissar der den Krimi perfekt macht

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Das Pariser Opernhaus „Palais Garnier“ will er näher kennen lernen. Dann gibt es da noch ein Verwaltungsprojekt „Umzug“, das ihm zuwider ist. Beides sind Gründe genug für Commissaire Léon Legrand den „Unfalltod“ des Ballettdirektors Guillaume Bernard doch wie einen ganz normalen Mordfall zu behandeln. Und da gibt es ja auch noch den Verdacht der Gardienne Lucie Ferreira, von der er sagt: „Oh, man sollte ihre Ahnungen nicht unterschätzen ...“ (Seite 63) Und schon haben wir die beiden Hauptcharaktere, die in einen neuen Fall verwickelt sind, diesmal im Milieu der Balletttänzer mit all ihren Intrigen, Eifersüchteleien und dem Konkurrenzdruck. Beide nehmen in ihrer unnachahmlichen Art ihre Ermittlungen auf. Lucie Ferreira ermittelt auf eigene Faust, unterschlägt Beweismittel, verwischt Spuren und verschweigt dem Commissaire Léon Legrand wichtige Dinge für seine Ermittlungen. Kein Wunder, dass dieser oft im Dunkeln tappt. Er ist ja schon abgelenkt genug, weil er sich mehr damit beschäftigt alles über eine Choreografin zu erfahren, die ihn anscheinend völlig fasziniert. Und natürlich spielt die dritte Hauptperson auch wieder eine entscheidende Rolle: Paris mit seiner Kulturszene, seinem Lebensgefühl, seinen Plätzen, dem Innenleben der Oper und ihren Ballettszenen. Und natürlich die vielen herrlichen, zum Teil skurrilen Typen, wie Monsieur Rosenberg, den Komponisten, oder Madame Richard. Aber auch Amardine, der ehemalige Ballettstar der Oper kehrt als Choreographin zurück. Wir werfen auch einen Blick hinter die Fassade des Glamour und erfahren eine ganze Menge über die Gepflogenheiten hinter der Bühne und im Ballettensemble. Eine Fülle von Personen. Ansatzpunkten, Verdächtigen, Motiven und Gelegenheiten. Doch liegt überhaupt ein Kriminalfall vor? Mit der Auflösung würde wohl kein Leser rechnen. Überraschend und doch logisch. Der Leser lebt und leidet mit den Figuren, die Marie Pellissier sehr treffend und einfühlsam vor uns entstehen lässt: Mit den Gedanken und Ängsten von Lucie Ferreira, mit dem Commissaire Legrand, den die große Liebe ereilt. Ein fast altertümlicher Krimi ohne großes Blutvergießen, der sehr viel Spaß und Unterhaltung vermittelt. Wie im ersten Band kann man Paris förmlich hören, sehen, riechen und fühlen. Viele kleine Szenen, Dialoge, fesseln. Marie Pellissier schreibt leicht, locker, beschwingt, bildhaft und flüssig. Auf der Karte können wir die Wege der Protagonisten nachvollziehen. Ebenso hilft ein nützliches Personenverzeichnis. Ein kleiner Tipp von mir: Schaut euch vorher einmal im Netz Bilder der Oper Garnier an, vor allem die Deckengemälde, Innenansichten und die große Freitreppe. Ein außergewöhnlicher, geruhsamer Krimi, trotzdem spannungsgeladen und überaus facettenreich, mit farbenfroher, französischer Kulisse. Aber auch gemütlich, charmant und unterhaltsam. Er kommt ohne Brutalität aus und ist sehr lesenswert.

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Lucie Ferreira, die Gardienne aus dem Haus Nr. 3 am Place de Vosges, putzt freiwillig und hingebungsvoll in der Pariser Oper, die während eines Putzkräftestreikes nicht Lucies Ideal eines sauberen Hauses entspricht. Zudem möchte Lucie nicht, dass Guillaume Bernard – seines Zeichens Direktor des Corps de ballet an der Pariser Oper und liebgewonnener Bewohner des Hauses Nr. 3 – seinen gerade gefeierten, 60sten Geburtstag in einer in Schmutz versinkenden Oper verbringen muss. Doch die Sauberkeit hat ihren Preis, denn Bernard stürzt auf einer gerade gewischten Treppe so unglücklich, dass er zu Tode kommt. Doch Lucie glaubt nicht an einen Unfall, sondern befürchtet, dass sich unter dem offensichtlichen Staub noch ganz anderer Schmutz verkriecht. Verdächtige gäbe es zu genüge: da wären z.B. die Tänzerin Anne Gilbert und die wohlhabende Kora Chavignier, mit denen Bernard offensichtlich nicht nur berufliche Interessen teilte. Oder vielleicht sogar die stellvertretende Ballettdirektorin Bernadette Colasante, die möglicherweise einen höheren Dienstgrad anstrebt? Lucie stürzt sich wieder in ihre eigenen Ermittlungen und trifft auch wieder auf Kommissar Léon Legrand, der sich über das Wiedersehen mit der renitenten Dame keinesfalls freut. Wird es Lucie trotzdem schaffen, auch die letzte Ecke der Pariser Oper vom Schmutz zu befreien? Marie Pellissier schafft es mit ihrem zweiten Roman, uns noch tiefer und atmosphärisch dichter in la vie parisienne zu entführen. Schon in ihrem ersten Roman (> Die tödliche Tugend der Madame Blandel) öffnet sie unsere Herzen für die zauberhaft schrullige, manchmal trottelige aber dennoch verschlagene Lucie Ferreira, die ihren sonst unanfechtbaren Diensteifer als Gardienne inklusive ihrer Zuckerkrankheit angesichts eines möglichen Mordfalls mal kurzzeitig vergisst und fest davon überzeugt ist, dass der Kommissar Legrand ohne ihr Zutun niemals den wahren Mörder dingsfest machen könnte. Immerhin sucht Lucie in der Bibel nach Rat und zählt auf Gottes Hilfe. Der hat aber vermutlich manchmal anderes zu tun, und so stolpert sie von einer beinahe-Katastrophe in die nächste. Aber noch einer hat mir besser als im ersten Buch gefallen: nämlich der Kommissar Legrand selber. Diesmal tappt er in der Stadt der Liebe in Amors Falle und betet hingebungsvoll die ehemalige Tänzerin Amandine Maurel an, deren Schönheit von so unvergleichlicher Anmut ist, dass Legrand sich nach ihrem ersten Kontakt erst einmal gehörig betrinken muss. Die ganze Geschichte hat natürlich einen Haken, denn Amandine ist nicht nur um einiges älter als Legrand, sondern zu dessen Entsetzen auch noch bestens befreundet mit der Gardienne Lucie. Ein Umstand, der Legrand zu unserer Freude von einem in das andere (heitere) Fettnäpfchen treten lässt. Wir Leser werden, wie in Lucies erstem Fall auch, tief in das Pariser Leben integriert und können förmlich durch die Straßen wandern, während wir dem äußerst spannenden Fall folgen. Großartig, mit welcher Leichtigkeit Marie Pellissier dabei der Spagat zwischen Krimi und französischer Lebensart gelingt. Nicht etwa im Stile des Film noire der 50er und 60er Jahre, sondern beschwingt, leicht und stellenweise sehr humorvoll geleiten wir die Gardienne durch ihre Abenteuer, in denen sie nicht nur auf unkonventionelle Weise um die Aufmerksamkeit eines Verkäufers in einem Apple Store buhlt, sondern sich auch gedanklich sehr intensiv mit dem Fall auseinander setzt und dabei einen perfekten loup de mer mit Salzkruste zubereitet. Sprichwörtlich für die Katz‘, übrigens. Dieses Buch ist wunderbar und ich kann es – wie das erste Abenteuer von Lucie Ferreira auch – jedem Parisliebhaber empfehlen. Die Protagonisten sind liebenswert, durchdacht und authentisch, genauso wie die Stadt selbst, in der sie sich bewegen. Man merkt einfach, dass Pellissier Land und Leute kennt … und liebt. Besser als das erste Buch! Schon hoffe ich, dass mir die Gardienne in einem dritten Fall begegnen möge, vielleicht kommt ja dann mal einer der stimmungsvollen Pariser Friedhöfe zu Ehren.

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