Leserstimmen zu
Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard

Marie Pellissier

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Ja, meine allerliebste Gardienne ist wieder da! Wie ich Lucie vermisst habe, und auch ihr Talent, Chaos zu verursachen, wenn es am ungünstigsten ist. Das alles wäre natürlich nicht so schlimm, wenn sie dadurch nicht der Pariser Polizei in die Quere kommen würde. Aber leider ist sie bei der Pariser Kriminalpolizei dafür berühmt, dass sie an Tatorten wichtige Spuren verwischt, zu neugierig ist, einen großen Drang hat, sich in alles einzumischen und sich selber in Gefahr bringt. Zum Glück, oder leider – je nachdem, wie man das alles betrachtet – ist der Arbeitsmoral-technisch nicht ganz einwandfreie Kriminalkommissar Legrand an ihrer Seite, normalerweise aber unfreiwillig. Trotzdem bilden Legrand und Lucie aus meiner Sicht das ultimative Ermittlertraumpaar, sogar dann, wenn sie sich nicht darüber im Klaren sind und dies niemals zugeben würden. Instinktiv bilden sie eine Partnerschaft, wenn es darum geht, einen Mordfall zu lösen. In "Der letzte Tanz des Monsieur Bernard" lässt die charmante Autorin Marie Pellissier die nicht weniger charmante portugiesische Gardienne Lucie ein zweites Mal ein spannendes und gefährliches Abenteuer in Paris erleben. Diesmal bringt uns Lucie die Welt der Pariser Oper näher und entdeckt, dass diese Welt nicht so glamourös ist, wie die meisten Menschen denken. Ja, Lucie und Legrand sind das perfekte Ermittlerduo! Und obwohl Legrand Lucie eigentlich nicht leiden kann, scheint er für seinen beruflichen Erfolg, auf ihren Scharfsinn angewiesen zu sein. Ganz besonders wichtig sind diesmal Lucies Intuition und Geistesgegenwart, denn Monsieur Legrand hat sich verliebt und hat keinen Kopf und keine Zeit mehr für solche Nichtigkeiten wie Mordfälle. Und das war mein besonderes Highlight: der verliebte Legrand. Oh, wie er träumte, wie er litt! Würde er seine Arbeit so gründlich erledigen, wie er sich verliebt, wäre er ein super Polizist. Andererseits, wäre das der Fall, hätte Lucie auch nichts mehr zu tun, und das wäre wirklich nicht Sinn der Sache, und außerdem nur halb so unterhaltsam. Mit Lucie und Legrand hat Marie Pellissier zwei Figuren geschaffen, die für mich eindeutig Kultcharakter besitzen. Es macht Spaß, zu lesen, wie sie sich ständig boykottieren und es trotzdem gemeinsam bis ans Ziel schaffen. Meistens führt das alles zu lustigen Situationen. Marie Pellissier beschreibt diese Szenen sehr bildhaft, und mit ihrem feinen Sinn für Humor gelingt es ihr mehrmals, dass man vergisst, dass es einen Toten gibt, dessen Mörder noch zu überführen ist, um dann immer wieder mit neuen Fakten zum Mordfall überrascht zu werden Und Paris! Dass die Autorin gerade diese Stadt als Handlungsort gewählt hat, macht die Lesefreude komplett. Marie Pellissier gelingt das richtige Verhältnis zwischen Spannung, Humor und savoir vivre, das dieses Buch zu einem wahren Genuss macht. "Der letzte Tanz des Monsieur Bernard" ist hoffentlich nicht das letzte gemeinsame Abenteuer von Lucie und Commissaire Legrand. Ich bin ein absoluter Fan von den beiden geworden. Und wenn eines Tages die Verbrecher in Paris aussterben sollten, bin ich sicher, dass Madame Pellissier sie komplikationslos in anderen Rollen glänzen lassen kann: Legrand zum Beispiel als Casanova und Lucie als Leiterin ihrer eigenen Problemlöser-Agentur. Arbeitslos wären sie mit Sicherheit nicht und mir würden sie auch lange erhalten bleiben!

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Schon in “Die tödliche Tugend der Madame Blandel” ermittelte die quirlige Lucy auf eigene Faust, und das trotz ihres hohen Alters und ihres eigentlich ganz anders gelagerten Berufs. Denn Lucy ist die Gardienne eines alten herrschaftlichen Hauses mitten in Paris - etwas ähnliches, aber doch viel mehr als eine Concierge, denn sie sorgt nicht nur dafür, dass niemand Unbefugtes das Haus betritt, sie kümmert sich auch um die Post und sonstigen Anlieferungen und weiß vor allem über alles und jeden im Haus Bescheid. Natürlich ist diese gern von älteren Damen ausgeübte Tätigkeit, für die Paris lange Zeit berühmt war, wegen moderner Schließ- und Sicherheitsanlagen längst vom Aussterben bedroht. Doch die Autorin Marie Pellisier zeigt, wie wichtig manch betagtem und verwöhnten Bewohner diese Funktion immer noch ist. Und sie zeigt, wie geschickt eine Gardienne wie Lucy ihre Position nutzen kann, um die Polizei bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. Dieses mal muss Lucy, die stark an Diabetes leidet, allerdings nicht zu Hause ermitteln, sondern in der berühmten Pariser Oper. Das fordert jede Menge Einsatz, denn der zuständige Commissaire zeichnet sich mal wieder durch große Trägheit bei den Ermittlungen aus. So ist “Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard ” wieder ein unterhaltsamer Krimi, der ohne viel Action und Blutvergießen eine munterere Geschichte erzählt.

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"Der Tanz des Monsieur Bernard" ist in meinen Augen ein richtiger Mädchenkrimi. Nicht weil er irgendwie mädchenhaft ist, sondern weil die Handlung mitten im schönen Paris spielt. Und sich alles um das Ballett der Opera Garnier dreht. Also die Dinge, die wir Mädchen ja bekanntlich so lieben. Paris ist ja berühmt für seine beeindruckenden Bauwerke voller Geschichte und Geschichten. Und die Opera Garnier ist auf jeden Fall eines davon. Paris, Opera Garnier, klassisches Ballett und ein ungeklärter Todesfall, dass war auf jeden Fall nach meinem Geschmack. Schon das wunderschöne rote Buchcover ist mir sofort aufgefallen. Eiffelturm, Ballettschuhe und eine Strassenkarte von Paris haben die Stimmung des Krimis „Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard“ wirklich gut einfangen. Also Lob an den Diana Verlag. Wir erleben im Krimi ein paar ereignisreiche Oktobertage mitten in Paris und erfahren eine ganze Menge über die Gepflogenheiten hinter der Bühne und im Ballettensemble. Dabei ist natürlich nicht alles immer so einfach, wie es dann später auf der Bühne wirkt. Diese Leichtigkeit herrscht im Ballettalltag nicht. Neben dem harten Training der Tänzer kommt auch noch der Konkurrenzkampf hinzu und nicht selten führen die Akteure ein sehr einsames Leben. Trotzdem fasziniert das Geschehen an so einer Oper immer und so auch im Kriminalroman „Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard“. Lucie, die Hausmeisterin vom Place des Vosges wird hier ja bereits das zweite Mal in einen Fall verwickelt, oder verwickelt sich ein bisschen auch selbst. Die liebenswürdige, aber etwas schrullige Gardienne war mir persönlich sofort sympathisch und ist ein toller Gegenspieler für den schroffen Kommissar Legrand. Die Schreibweise von Marie Pellissier hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt sehr lebendig und ihre Ausführungen über die Opera Garnier sind absolut lehrreich. Wusstet ihr das „Das Phantom der Oper“ auch seinen Ursprung in der Pariser Oper hat? Nein, na dann müsst ihr dieses Buch erst recht lesen, denn auch dazu erfahrt ihr hier einiges spannendes. Ausserdem bekommt man tolle Erklärungen zum Bauwerk des Monsieur Garnier und den zahlreichen imposanten Deckengemälden der Oper, die mich bei unserer Besichtigung auch sehr beeindruckt haben. Auf meinen Blog frischgelesen.de gibt es ein paar Bilder von unserem Besuch in der Opera Garnier. Es war wirklich beeindruckend. Sicher war auch Frau Pellessier genauso begeistert von der Opera Garnier wie ich. Von Paris war sie es jedenfalls und lebte dort auch viele Jahre. Heute lebt sie allerdings mit ihrer Familie in Heidelberg. Aber zurück zum Roman: Die Krimiheldin Lucie schliesst man sofort ins Herz, ich fand sie einfach liebenswürdig. Genau das richtige Gegenstück zum schnodderigen Kommissar Legrand, der sich sehr wichtig nimmt. Alle anderen Figuren passten wunderbar in die Story und auch die Verwicklungen und dunklen Geheimnisse waren schlüssig. Ja, und das auch die Liebe eine Rolle spielt, muss ich wohl nicht erst erwähnen. Also, ich kann euch das Buch „Der tödliche Tanz von Monsieur Bernard“ von Marie Pellissier wirklich empfehlen. Es ist sicher auch ein tolles Geschenk für eine Freundin, mit ein paar Macarons dazu und einer Tasse Tee sind ein paar gemütliche Herbstabende gesichert.

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Ein Jahr ist es her, dass die Hausmeisterin Lucie in ihrem Haus am Place des Vosges ermittelt hat. Als sie bei der Reinigung in der Pariser Oper aushilft, wird der Ballettdirektor am Fuße der großen Treppe aufgefunden. Gardienne Lucie ahnt, dass es sich hierbei nicht um einen Unfall handelt und ruft Commisaire Legrand zur Hilfe, der den Fall schnellstmöglich abschließen will. Und so stellt die kleine Madame ihre ganz eigenen Ermittlungen an. Nur ein Durchdringen durch die verschworene Ballettgemeinschaft ist gar nicht so einfach... In Anbetracht der aktuellen Ereignisse ist es wundervoll, Paris in seiner schönen Form zu erleben. Die malerische Abbildung der Stadt und der Leute gefiel mir schon in dem ersten Band um Gardienne Lucie. Diese liebenswürdige Dame arbeitet auch diesmal wieder an allen Fronten: Das Instandhalten des Hauses und dem Beilaunehalten der Bewohner und des neuen Verwalters, der Zusammenführung ihrer Familie und der Ermittlung eines neuen Falls. Dass natürlich nicht alles gleichzeitig funktioniert, ergibt sich von selbst. Auch wenn man in einigen Situation echt den Kopf über Lucie schütteln kann, hat sie viel Witz und Charme, sodass man ihr so einigen Mist gar nicht übel nehmen kann. Commissaire Legrand ist noch schlechter auf auf Lucie zu sprechen und freut sich nicht gerade, sie am Tatort der Oper vorzufinden. Griesgrämig erlebt man den Kommissar, hat er doch einen Fall, der keiner ist. Auch seine Assistenin Aurélie, die ihm meist einen Schritt voraus ist, bereitet ihm einige Sorgen. Trotzdem ist der Monsieur le Commisaire ein sehr angenehmer Ermittler. Seine Eigenheiten und seine Zweifel gegenüber der Gardienne sind doch reichlich unterhaltsam. Dass er Herz hat, beweist er auch, als er sich kurzerhand in eine der Verdächtigen verliebt. Auch wenn Lucie und Legrand eher gegen- als miteinander arbeiten, sind sie ein sehr erfolgreiches, wenn auch bizarres Ermittlerduo. Es ist unglaublich, ich habe wirklich selten so oft meine Vermutungen bezüglich des Mörders während eines Buches geändert. Dabei ist die Anzahl der Verdächtigen theoretisch überschaubar, aber es tauchen immer wieder neue Hintergrundinformationen auf, sodass man immer wieder seine Meinung ändert. Ein großes Lob an die Autorin, obwohl man vielleicht nicht auf den letzten Seiten den Verdacht nochmals von einen auf den anderen hätte lenken müssen, das war dann schon etwas viel. Die Szenerie an der Oper ist sehr kulturell und gibt einen umfangreichen Einblick in die Ballettwelt. Am Anfang habe ich mich aufgrund der Vielzahl an den Personen dort etwas schwer reingefunden und mitunter dauerte mir zu lange, bis Lucie einen von ihnen wieder ein entscheidendes Detail abluchsen konnte. Für diesen ruhigen, aber sehr stimmungsvollen Kriminalroman à la französischer Miss Marple, vergebe ich 4 Sterne.

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Kaum hat sich die Aufregung um den Mord an Madame Blandel etwas gelegt, muss Gardienne Lucie Ferreira erneut einen Verlust hinnehmen. Gerade als sie zur Aushilfe an der Pariser Oper putzt, stürzt dort der Ballettdirektor Guillaume Bernard auf einer Treppe zu Tode. Auch er war ein Bewohner des Hauses am Place des Vosges, wo Lucie als Hausmeisterin tätig ist. War es ein tragischer Unfall oder trachtete dem Direktor jemand nach dem Leben? Die Antwort auf diese Frage muss nun Commissaire Legrand finden. Es wäre natürlich einfacher, wenn nicht alles so blitzblank gesäubert wäre. Marie Pellissier kreiert erneut einen Kriminalfall um die sympathische Gardienne Lucie, die bereits erste Kontakte mit dem Kapitalverbrechen in „Die tödliche Tugend der Madame Blandel“ hatte. Auch im zweiten Band fühlt sich der Leser nach wenigen Seiten vom französischen Flair eingefangen. Tatort ist diesmal die Pariser Oper mit ihren schönen Künsten. Wer bereits den ersten Fall gelesen hat, wird mit den Beziehungen der Figuren untereinander keine Probleme haben. Für die anderen steht am Ende ein Personenregister zur Verfügung. Das ist umso wichtiger, da hier das Zwischenmenschliche einen großen Teil der Handlung einnimmt. Allerdings geht es auch um den glänzenden Schein der Darstellung und wie schmutzig es aussieht, wenn der Vorhang gefallen ist. Diese Informationen lenken den Leser auf einige Irrwege, um den wahren Täter bis zum letzten Akt unkenntlich zu machen. Der Kriminalroman ist eher seicht denn spannungsgeladen. Lucie ist die französische Antwort auf Miss Marple. Sie unterschlägt auch hier wieder eigenmächtig Beweise, um ihr nahestehende Personen zu schützen, stellt den falschen Leuten unangenehme Fragen und bringt sich immer wieder in Gefahr. Ihr Mann Antoine beweist starke Nerven. Die braucht er auch, weil sich Lucie auch wieder Dinge um ihre Familie zusammenreimt, die nicht bestätigt sind. Dieser Charakterzug macht sie menschlich, treibt den Krimi aber keineswegs voran. Ebenfalls bekommt der Kommissar mehr Privatleben auf den Leib geschrieben, das ihm zwar mehr Tiefe gibt, aber eben auch zulasten der Spannung geht. Die Stärken liegen eindeutig in den Beschreibungen des Theaterumfeldes mit allem, was dazu gehört und der sich daraus ergebenden Situationskomik. Die Charaktere kann man als typisch französisch bezeichnen, was mir gut gefallen hat. Die Krimireihe um das Haus am Place des Vosges Nummer 3 bietet der Autorin ausreichend Gelegenheit, ihre Liebe zu Paris mitzuteilen. Sie lässt ihre Leser daran teilhaben, wenn Lucie die schönen Ecken der Stadt betrachtet, genauso weist sie auf aktuelle Probleme wie Mietpreise oder Politik hin. Vor dieser authentischen Kulisse lässt sie jeweils einen Fall von einem Kommissar lösen, der seine Berufung vermutlich nicht auf dem Revier finden wird. Die gewitzte Lucie ist ein willkommener Ausgleich dazu. Wo jetzt alle Hauptfiguren ihren Platz gefunden haben, wäre eine Fortsetzung der Serie wünschenswert.

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Inhalt Gerade als die rüstige Hausmeisterin Lucie zum putzen in der Pariser Oper aushilft, stürzt der Balletdirektor Guillaume Bernard die Treppe herunter und stirbt. Wie es der Zufall will, ist Monsieur Bernard Bewohner in Lucies behütetem Haus. Zunächst behauptet Lucie dem ermittelndem Polizisten Legrande gegenüber, es handle sich bestimmt um Mord, nur um den Verdacht von der Putzkolonne ohne Nässewarnschilder zulenken, doch nach und nach erweist sich diese Theorie als immer wahrscheinlicher. Lucie begibt sich in die innersten Kreise der Oper um zu ermitteln. Meine Meinung Auf diesen Paris-Krimi wurde ich im Zuge einer Infomail des Dianaverlags aufmerksam. Das erste Buch über die Hausmeisterin Lucie kannte ich zu dem Zeitpunkt nicht, die schöne Gestaltung und die Stadt Paris als Schauplatz konnten mich aber sofort für sich einnehmen. Da Krimis sowieso wunderbar in die kalte Jahreszeit passen, habe ich nicht lange gezögert und das freundliche Angebot angenommen, mir ein Exemplar zusenden zulassen. Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Winkel vom Diana Verlag! Mit dem Buch nahm ich dann auch gleich an der netten Lovelybooks-Leserunde teil. Das Buch spielt zwar nach Marie Pellissiers erstem Werk "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" und auch die Hauptcharakterin Lucie ist dieselbe, dennoch kann man die Bücher auch in umgekehrter Reihenfolge lesen. "Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard" spoilert nichts Wichtiges aus dem Vorgängerbuch, es werden nur kleine teasernde Details verraten. Die Hauptfigur Lucie ist Hausmeisterin einer besseren Adresse in Paris und kümmert sich aufopferungsvoll um die Ordnung des Hauses und seine Bewohner. Sie erwartet von den meisten Menschen nur das Beste. Ihr Beschützerinstinkt ist sehr ausgeprägt und so lügt sie auch mal um andere zu schützen, obwohl sie gleichzeitig sehr gottesfürchtig ist. Als neugierige Person, verwickelt sie sich selbst immer mehr in fremde Geschehnisse und findet sich so schnell wieder dabei, den Todesfall des Monsieur Bernard aufzuklären. Lucies Gegenspieler ist der Kommissar Legrande, der alles andere als ein guter Polizist ist. Er stellt das genaue Gegenteil von ihr dar. Er hat keine Lust zu ermitteln und interessiert sich nur für sich selbst und die Frauen an der Oper. Dazu kommt noch eine schlechte Einstellung zu Frauen. Allerdings kommt es für Legrande zu einer Begegnung, die eine innere Entwicklung in Gang setzt. Insgesamt sind Lucie und Legrande unterschiedlich wie schwarz und weiß. Sie stellt die sympathische, warmherzige und fleißige Heldin dar, er ist der selbstbezogene Macho. Auch wenn die Geschichte so an interessanten Spannungen gewinnt, waren mir beide daher etwas überspitzt dargestellt. Die Gespräche, die sich zwischen beiden ergeben, sind dafür meist sehr unterhaltsam geworde. Dagegen haben mir die Nebencharaktere besser gefallen, weil sie vielschichtiger und nicht so leicht durchschaubar waren. Da ist zum einen Antonio, Lucies Mann, der es allen recht machen will, seine eigenen Wünsche und Gemütlichkeit aber auch nicht vernachlässigen will. Oder die ehemalige Tänzerin Amandine, die vor einigen Jahren unter mysteriösen Umständen aus Paris abreiste. Insgesamt hat die Geschichte einige interessante Charaktere zu bieten, auch wenn das Aufklärerteam mir zu überspitzt dargestellt war. Die Geschichte braucht am Anfang etwas an Zeit um spannender zu werden. Nach und nach wird der Kreis der verdächtigen Personen eingegrenzt und es werden interne Verwicklungen und Intrigen zwischen den Opernangestellten offen gelegt. Das Rätselraten begleitet uns durch das Buch und die Autorin schafft es gekonnt falsche Finten zu legen und den Leser auf die falsche Fährte zu lenken. Letztendlich hat mich die Auflösung überrascht, obwohl einige Zusammenhänge schon zuvor klar waren. Spannung kam erst gegen Ende des Buches so richtig auf. Vor allem aber war die Geschichte unterhaltsam. Lucies aufgeweckte Persönlichkeit bringt sie immer wieder in ammüsante Situationen und es macht auch Spaß Legrande dabei zu beobachten, wie er sich unbeholfen in immer mehr Probleme mannövriert. Interessant fand ich auch die Ausführungen dieses Buchs über das Leben an der Oper, an den Zusammenhalt gegenüber allen Außenstehenden und die mangelnde Freizeit. Die harte Konkurrenz und die Schwierigkeit Beziehungen zu Außenstehenden zu unterhalten werden sehr eindrucksvoll geschildert. Der französische Einschlag der Geschichte hat dem ganzen eine besondere Note verliehen. Wir begleiten Lucie nicht nur durch die schöne Stadt Paris, Marie Pellisier verwendet auch viele französische Wörter. Lucie ist zum Beispiel nicht Hausmeisterin, sondern gardienne der Nummer 3 am Place des Vosges. Dieses Buch ist ein unterhaltsamer Krimi, der zwar nicht durchgängig spannend ist, aber einen guten Unterhaltungswert hat. Es macht Spaß die gutmütige Lucie bei ihren Ermittlungen zu begleiten.

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Lucie Ferreira ist seit vielen Jahren die Gardienne und gute Seele des Place des Vosges Nr. 3. Nachdem sie bereits erfolgreich zur Aufklärung des Falles beitragen konnte, kümmert sie sich nun wieder voll und ganz um die Sorgen und Belange der Bewohner. Doch schon bald wartet ein neuer Fall auf sie, der sie dieses Mal an die Pariser Oper führt: Einen Tag nach seinem 60. Geburtstag stürzt der Ballettdirektor Guillaume Bernard auf der großen Haupttreppe zu Tode. Lucie kannte Bernard sehr gut, wohnte er doch in der Place des Vosges. Sie kann sich einfach nicht vorstellen, dass der Sturz ein Unfall gewesen sein soll. Da Commissaire Legrand nicht ganz überzeugt von ihrer Mord-Theorie ist, ermittelt Lucie kurzerhand auf eigene Faust. Diese führen sie schließlich hinter die Kulissen der Pariser Ballettszene, die einige dunkle Geheimnisse birgt... "Sie mochte all diesen Schein, den Trug, die Täuschung und die Illusionen nicht. So schön ihr alles noch vor wenigen Tagen erschienen war, jetzt fühlte sie sich wie im klebrigen Netz einer Spinne, nicht wissend, was sie glauben konnte und was nicht." - Seite 216 Auch der zweite Teil mit der sympathischen und leicht chaotischen Gardienne Lucie ist sehr gelungen. Genau wie im ersten Teil und ermittelt sie auf ihre ganz eigene erfrischende Art, die den Leser manchmal doch zum schmunzeln bringt. Daneben hat Lucie auch noch eine Menge andere Dinge um die Ohren. Ganz besonders gefallen haben mir hier wieder der flüssige Schreibstil und die detailreichen Beschreibungen der Handlungsorte, besonders die der Pariser Oper. Mein Fazit: Ein sehr lesenswerter und unterhaltsamer Krimi mit schönem französischem Flair und einer unheimlich charmanten Hauptfigur. Auch das rote Cover fällt einem sofort ins Auge, die Ballettschuhe mit dem Blutstropfen sind gut gewählt und passen zur Geschichte. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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