Leserstimmen zu
Blauer Mars

Kim Stanley Robinson

Die Mars-Trilogie (3)

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eBook
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Blauer Mars

Von: gosureviews

17.03.2016

Mit der blaue Mars beendet Kim Stanley Robinson seine Mars Trilogie, die nach einem gelungenem Anfang, hier ihr leider langweiliges Ende findet. Die ersten beiden Bücher hatten mich schon sehr begeistert und nach den fast 2000 Seiten wollte ich wissen, wie das Ganze denn nun zu Ende geht. Leider entpuppte sich das als ein zäher Kampf. Der Handlungsbogen ist in Blauer Mars dermaßen flach, dass einfach keinerlei Momentum aufgebaut werden kann. Dieses Problem bestand zwar schon an einigen Stellen in der vorherigen Romanen, hier ist jedoch fast keinerlei Storyentwicklung zu entdecken. Da ich aber bereits so viel Zeit investiert hatte, habe ich tapfer bis zum Schluss gelesen. Die wissenschaftlichen Ansätze von Robinson waren wieder genial ausgearbeitet und klingen sehr machbar und wirken nicht zu abstrus wie in manch einem SciFi-Zukuntsroman. Die möglichen Problematiken der von ihm ausgearbeiteten Zukunftsvision waren ebenfalls sehr gut durchdacht, ob das letztendliche Szenario sich so ausgehen würde, wage ich allerdings zu bezweifeln, aber regt durchaus dazu an sich einmal selbst dazu Gedanken zu machen. So spannend es ist über diese Zukunftstechniken und Visionen zu lesen, so ermüdend ist es, wenn dies nicht in eine packende Handlung eingebunden wird. Seiten über Seiten werden Staatstheorien, Landschaften und wissenschaftliche Methoden besprochen. Die Charaktere bekommen nur sehr wenig Entwicklung und am Ende interessieren eh nur noch Sax und Ann, die Verkörperung zweier gegensätzlicher Ideologien. Fazit: Enttäuschendes Ende dieser Trilogie. Nur wer wirklich an Kim Stanleys Zukunftstheorien interessiert ist und gute Leseausdauer hat, sollte sich diesen Wälzer antuen. 2,5/5 *

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