Leserstimmen zu
Himmelschlüssel

Kristina Ohlsson

Fredrika Bergman / Stockholm Requiem (4)

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Ein vollbesetztes Flugzeug ist auf dem Weg von Schweden in die USA. Kurz nach dem Abflug wird der Besatzung klar, dass laut Drohung eine Bombe an Bord ist. Es gibt zwei sehr merkwürdige Forderungen. Nun sind mehrere Behörden in Schweden und den USA in höchster Alarmbereitschaft. Sie müssen herausfinden, wer dahinter steckt. Und sich auf ein Vorgehen einigen. Und mit dem schlimmsten retten. In Schweden ermitteln Fredrika Bergman, Alex Recht und Eden Lundell für unterschiedliche Behörden zusammen, um den Fall zu lösen, bevor das Flugzeug explodiert oder abgeschossen wird. Die Uhr tickt.. Stil, Machart, Meinung Ein richtig spannender Thriller, bei dem man mit jeder neuen Seite wieder die Uhr ticken hört. Die Geschichte ist durch kurze Kapitel, bei dem jeder neue Abschnitt mit der aktuellen Uhrzeit versehen ist, sehr spannend konstruiert. Durch verschiedene Perspektiven ist der Leser im Flugzeug und bei den verschiedenen Behörden dicht am Geschehen, während die Zeit für die Fluggäste immer weiter abläuft. Diese spannende Jagd nach dem Täter und vor allem nach einer unblutigen Lösung ist super gemacht. Und doch hat die Autorin den Augenmerk nicht ausschließlich auf die tickende Zeitbombe gelegt. Schon von Anfang an befassen sich die verschiedenen Personen wie Beispielsweise der Ermittler oder der Ministerpräsident mit ganz aktuellen gesellschaftlichen Problemen. Denn nach einem Terroranschlag in Schweden (den gab es wirklich) fordern viele Leute mehr Sicherheit, wollen den Preis dafür aber auch nicht zahlen. Und auf dieser Welle reiten auch die Rechtspopulisten, die durch solcherlei Dinge in Aufwind geraten und eine ganz andere Bedrohung darstellen. Gleich auf den ersten Seiten habe ich gedacht „Mensch, genau so ist es bei uns doch gerade“ und durch die Aktualität und auch der guten Beschreibung der Situation und der Handlungsmöglichkeiten auch diesen anderen Strang der Erzählung mit großem Interesse verfolgt. Auch die Handlungen im Flugzeug, beispielsweise Sicherheitsvorkehrungen wie beispielsweise Cockpittüren oder Security Checks, sind ja leider aktuelle Themen. Diese sicherheitspolitischen Punkte, die Bedrohung von Rechts und die Zusammenarbeit verschiedener Behörden mit ganz eigenen Intensionen finde ich hervorragend herausgearbeitet -und das gibt noch ein Bonus- Sternchen. Ich kann nicht mehr viel sagen, denn ich möchte nicht spoilern. Ein sehr spannender Thriller mit vielen interessanten Perspektiven, einem guten Plot, einem angenehmen, cleveren Schreibstil, viel Rätselei für die Ermittler und den Leser, einer überraschenden Aufklärung und einen realistischen Einblick in die Denkmuster der Sicherheitspolitik der heutigen Zeit. Es war auf keiner Seite langweilig und ich mochte das Buch zu keinem Zeitpunkt aus der Hand legen. Die Reihe Jetzt wird’s merkwürdig. Diese Geschichte ist Band 4 der Reihe um Fredrika Bergmann, Alex Recht und Eden Lundell. Ich hatte zuvor Band 5 „Papierjunge“ gelesen, ohne zu wissen das ich da mitten in eine erfolgreiche Reihe hieinstolpere. Band 5 hatte mir gefallen, und durch Zufall sprachen mich Cover und Story des 4. Bandes an. Als ich herausfand, dass es sich um Band 4 dieser Reihe handelt, habe ich gedacht ich probiere das ganze mal rückwärts. Man kann beide Bände definitiv unabhängig von der Reihe lesen, aber natürlich bin ich sicher das man Dinge verpasst, wenn man nicht chronologisch vorgeht. Ich kann diese Reihe definitiv empfehlen, wer noch keinen Teil kennt sollte es von 1-5 versuchen. Ohne das ich Teil 1-3 kenne, sind die Andeutungen zu vergangenen Fällen in den von mir gelesenen Bänden sehr verlockend. Ich fand aber auch mal die etwas unkonventionelle Leseart von 5 nach 4 interessant, da dramatische Ereignisse auf Band 5 mit beim Lesen von Band 4 wieder bedrohlich im Kopf umherschwirrten und sich auch einige Kleinigkeiten zu den Personen aus Band 5 dann durch die Lektüre von Band 4 erklären ließen. Vielleicht behalte ich dieses Vorgehen bei und lese dann demnächst Band 3.. man muss Dinge auch mal von hinten aufrollen. Fazit Ich gebe, man ahnte es eventuell, 5 Sterne! Wenn ich sofort in das Geschehen reingezogen werde und das Buch nicht beiseitelegen möchte, dann hat der Autor mich einfach gekriegt. Fertig. Der Aufbau des Plots, die durchgehende Spannung und der Einblick in die Entscheidungsprozesse verschiedener Partein mit aktuellem Bezug ist eine ganz wunderbare Mischung hat mich komplett abgeholt.

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Himmelschlüssel besticht durch eine herausragende Sprache, einen konsequenten Spannungsaufbau und unvorhergesehene Wendungen. Es handelt sich hierbei um einen Thriller, der die Geschichte einer Flugzeugentführung schildert. Zunächst habe ich dabei ein Buch erwartet, in dem es darum geht, was sich an Bord der von Terroristen entführten Maschine abspielt und wie sich die Passagiere verhalten und in Panik ausbrechen. Das war allerdings überhaupt nicht der Fall, der Hauptteil von Himmelschlüssel spielt auf dem Boden bei den Ermittlern der Spo und der Polizei. Das hat mich im ersten Moment etwas enttäuscht, da ich Bücher, in denen es um CIA, FBI & Co. geht, eigentlich eher nicht so gerne mag, insbesondere wenn auch noch Regierungsverhandlungen und politische Hintergründe wie in Himmelschlüssel eine Rolle spielen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Buch vermutlich nie gelesen. Umso überraschter war ich, dass ich es trotzdem nicht aus der Hand legen konnte. Zunächst war es nur der sprachliche Stil, der mich so gefesselt hat, dass ich einfach immer weiterlesen wollte. Kristina Ohlsson ist es gelungen, durch einen abwechslungsreichen und klaren Wortschatz ein flüssiges Lesen zu ermöglichen, bei dem man die Geschichte geradezu in sich aufsaugen möchte. Es ist gerade die augenscheinlich einfache, tatsächlich wahnsinnig klug konstruierte Leichtigkeit ihrer Worte, die brilliert. Spätestens nach den ersten drei Kapiteln war ich dann aber auch inhaltlich so dermaßen gefesselt, dass ich das Buch in einem Zug durchgelesen habe und die Lesezeit wie im Flug verging. Man fiebert mit, rätselt, stellt Theorien auf, verwirft sie wieder und überlegt sich neue Handlungswendungen. Das Geniale an Himmelschlüssel ist, dass Ohlsson wie die meisten Thrillerautoren mit unerwarteten Pointen aufwarten kann. Allerdings ist es oft so, dass man solche Pointen bereits kennt und daher von Anfang an danach sucht, eine mögliche Wendung zu schlagen. Da sie allerdings die Option für mehrere Wendungen offenhält, wird man dennoch ständig aufs Neue überrascht. Auch das Ende und insbesondere das Nachwort der Autorin, das hier tiefer geht und mehr beinhaltet, als einfach eine Danksagung, haben mir sehr gut gefallen. Ich gebe zwar fast nie fünf Sterne, aber Himmelschlüssel hat sie sich definitiv verdient und erhält von mir das Prädikat "Buch des Monats Juli 2016".

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Himmelschlüssel ist Band 4 einer Krimireihe um Fredrika Bergmann und der erste Thriller, den ich von Kristina Ohlsson gelesen habe. Auf den ersten Seite musste ich mich deshalb zunächst anstrengen, den Überblick über die handelnden Personen und deren familiären Hintergründe zu bekommen, die vermutlich alle bereits aus den drei vorangegangen Büchern bekannt waren. Fredrika Bergmann arbeitet nun nicht mehr bei der Landeskriminalpolizei, sondern im schwedischen Justizministerium und ist gerade mit einem Fall aus dem Ausländerrecht beschäftigt, in dem es um die Abschiebung eines vermeintlichen Islamisten in den Libanon geht, der von der SÄPO als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Zeitgleich mit dem Beschluss der Abschiebung sieht sich Stockholm mit vier Bombendrohungen konfrontiert. Diese waren offensichtlich nur ein Bluff, da einen Tag später in einem Flugzeug, das auf dem Weg nach New York ist, ein Drohbrief gefunden wird. In diesem wird die Aufhebung der Abschiebung von Khelifi gefordert sowie die Auflösung eines geheimen Gefangenenlagers der Amerikaner in Afghanistan. SÄPO mit der Chefin der Anti-Terroreinheit Eden Lundell sowie die Landeskriminalpolizei um den Ermittler Alex Recht versuchen, die Szenarien in einen Zusammenhang zu bringen. Doch ihnen rinnt die Zeit davon, da das Kerosin in wenigen Stunden aufgebraucht sein wird und Flug 537 wird von den USA keine Landeerlaubnis erhalten. Die Position der Amerikaner ist klar: Mit Terroristen wird nicht verhandelt, berührt der Jumboyet amerikanischen Luftraum wird er abgeschossen. Ein spannender Thriller, der in Zeiten von Terrorbedrohungen durch Islamisten und sich in der letzten Zeit häufenden Flugzeugabstürzen noch nie so aktuell war. Auch ergeben sich erschreckende Parallelen zum Absturz des Germanwings-Flugs 9525 im März 2015. Interessant war das Zusammenspiel zwischen Polizei, Nachrichtendienst und Ministerien sowie die schwierige Zusammenarbeit mit den Sicherheitsdiensten anderer Staaten, allen voran die USA, aber auch Deutschland, zu lesen. Einerseits galt es die über 400 Passagiere zu retten, andererseits war man intenisv bemüht, die Drahtzieher zu ermitteln, von denen es nur einen einzigen Drohbrief gab. Hat man sich erst einmal eingelesen und sich mit den Protagonisten vertraut gemacht, ist es nicht nötig, die drei Bände zuvor gelesen zu haben und so blieb "Himmelschlüssel" auch für mich packend bis zum Schluss.

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