Leserstimmen zu
Papierjunge

Kristina Ohlsson

Fredrika Bergman / Stockholm Requiem (5)

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Vor der Stockholmer Salomon-Schule wird eine Erzieherin erschossen – und wenig später verschwinden zwei Schüler der Schule, zehn Jahre alt. Sie werden ermordet aufgefunden – mit Papiertüten über dem Kopf, auf denen ein "Gesicht" gemalt ist. Gehören die beiden Fälle zusammen? Das fragen sich der Kommissare Alex Recht und Fredrika Bergman, die mit ihrer kleinen Sondereinheit die Ermittlungen führen müssen. Ihre Recherchen führen sie schließlich zu der Legende vom "Papierjungen", einer Art Schwarzer Mann, von dem man sagt, dass er kommt und Kinder holt. Liegt die Lösung für das bizarre Arrangement der toten Kinder? "Papierjunge" ist ein großer, opulent angelegter Schwedenkrimi mit allem, was dazu gehört – Alex Recht und Fredrika Bergman sind ein tolles Ermittlerteam, von dem wir hin und wieder auch privates erfahren – und das, darauf legt die Autorin wert, psychisch nicht ganz so deformiert ist wie Mankells Wallander. Das tut dem Roman und seiner Geschichte um die Geschehnisse an der Salomon-Schule sehr gut. Packende Schwedenkrimi-Unterhaltung mit absolut sympathischen Ermittlern. (Reinhard Jahn WDR5 Mordsberatung) Oktober 2016

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Frederika Bergmann ist zurück in ihrer alten Stelle der schwedischen Kriminalpolizei und bekommt gleich einen neuen Fall zugeteilt: Eine Erzieherin wurde öffentlich erschossen, zwei Kinder wurden entführt. Dass beides zusammenhängt wird klar, weil alle der gleichen jüdischen Gemeinde angehören. Doch als Frederika und ihr Kollege Alex Recht von einer alten jüdischen Legende erfahren, bei dem der Papierjunge jede Nacht ein neues kindliches Opfer fordert, wird ihnen der ganze Schrecken der Ereignisse bewusst... Kristina Ohlsson hat bereits mit ihren vier Krimis um ihre Hauptfigur Frederika Bergmann für Aufsehen gesorgt, denn obwohl vom typischen Schwedenkrimi bis zum internationalen Politthriller im Grunde eher klassische Kost geboten wird, ist die clevere Erzählweise gepaart mit den sehr intensiv skizzierten Charakteren sehr lesenswert gewesen. „Papierjunge“ tut dieser Reihe keinen Abbruch – im Gegenteil. Denn Ohlsson spinnt um den schon an sich sehr spannenden Beginn eine sehr komplexe Handlung, die durch zahlreiche Wendungen auffällt und dabei immer neue Informationen parat hält. Keine davon ist unwichtig oder überflüssig, alles führt näher an die Lösung des Falles heran, und doch baut die Autorin so viele Irrwege ein, dass der Leser bis zum Ende der Handlung im Dunkeln tappt und höchstens ein paar dunkle Vorahnungen für den weiteren Verlauf hat. Das ist spannend und spektakulär umgesetzt, da am Ende doch alles so rund abgeschlossen wird. Zudem sind Szenen, die sich um das Privatleben der Protagonisten drehen, eine wahre Bereicherung, da sie nicht nur zur Charakterentwicklung beitragen, sondern auch den Fall tatsächlich mit vorantreiben und kleine Inseln der Ruhe in dem ansonsten so düsteren Werk bilden. Dabei nutz Ohlsson einen sehr präzisen und eingängigen Sprachstil, der mit sehr lebendigen Beschreibungen arbeitet und auch in der wörtlichen Rede organisch und glaubhaft wirkt. „Papierjunge“ begeistert mit seiner sehr dichten und atmosphärischen Handlung, die von einem prägnanten Ausgangspunkt ein feines Geflecht aus packenden Szenen und verwobenen Zusammenhängen spinnt. Die privaten Szenen der Ermittler ergänzen dies sehr gut, zumal bis zum Ende die Spannung aufrecht erhalten wird, bevor ein schlüssiges und mitreißendes Finale um den Mythos des Papierjungen ansteht.

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Inhalt In der nach erwacht er zum Leben, erwählt ein Kind und verschwindet mit seinem Opfer in der Dunkelheit. der Papierjunge. Eigentlich glaubt niemand an die jüdische Sagengestalt - bis an einem eiskalten Wintertag in Stockholm eine Erzieherin vor den Augen von Schülern und Eltern erschossen wird und wenig später zwei Kinder verschwinden. Fredrika Bergman und Alex Recht stoßen bei ihren Ermittlungen auf die alte Legende und müssen sich bald fragen, ob der Papier- junge tatsächlich etwas mit den Vorfällen zu tun haben könnte. Ihre Untersuchungen führen Fredrika nach Israel, wo sie mit einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit konfrontiert wird ... Eigene Meinung Auch wenn "Papierjuge" ein Hardcover ist, was ich nicht so sehr mag, hat mich dieses Buch schon alleine wegen dem Cover angesprochen. Die Farben wirken ein wenig kühl und diese kindliche Schrift, wie sie in Comics oder Kinderbüchern verwendet wied, lässt vermuten, dass es in dem Buch um Kinder geht. Was man auch aus dem Titel und dem Klappentext schließen konnte. Dieser war übrigens einfach nur grandios, besser hätte man da Buch nicht beschrieben können. Man bekommt sofort Lust herauszufinden, wer sich hinter dem jüdischem Mythos "Papierjunge" versteckt und kaltblütig Kinder ermordet... Auch dieses pastelblau, nachdem man Cover abgelegt hatte, fand ich unglaublich schön. Auch wenn das Buch der fünfte Teil eines Ermittlerteam war, hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, irgend etwas wichtiges aus den vorherigen Bücher verpasst zu haben. Mir blieben keine weiter Fragen offen, nach Beendigen des Buches. Ich muss sagen, ich war ein klein wenig geschockt von dem Ende. Ich finde es sehr ungerecht, dass Eden den Fall - aus welchem Grund auch immer - nicht richtig gestellt hat. Sie wusste zwar nicht, dass Gideon Eisenberger die Jungen nicht umgebracht hat, aber sie wusste was es mit Efraim Kiel und ihren/ seinen Kinder auf sich hatte. Der Fairness halber hätte sie damit zur Polizei gehen müssen. Ich finde es auch sehr traurig, das Gideon als komplitze von Nadia Tahil dargestellt wurde, obwohl er - wie aus Efraims Kapiteln hervorging - rein gar nicht mit den ermordeten Jungen zu tun hatte. Charaktere David Eisenberg war der Junge, um den es in den ersten Kapitel ging, Er war es, der von seinem besten Freund Avital Greenburg erzählt bekommen hat, wer der Papierjunge war und was er tat. Er war es, der seit da an Angst vor der Dunkelheit hatte. Später bekam er zusammen mit Gaile Eisenberg einen Sohn Names Gideon und eine Tochter die in diesem Buch nicht namentlich vorkommt. Avital Greenburg ist später der Vater von Saul Greenburg. Er war zu damaliger Zeit der Papierjunge. Er verschleppte zwei Jungen, misshandelte sie und entsorgte sie dann nackt und zerfleischt in einem Seitenngraben. Sein letztes Opfer war Gideon Eisenberg, der Sohn seines Besten Freundes. Gideon überlebte es und brachte Avital ins Gefängnis, wo er sich das Leben nahm. Aida Greenburg war die Frau von Avital und die Mutter von Saul. Nachdem aufgedeckt wurde, was ihr Mann für unfassbare Dinge getan hatte, lies sie sich und ihrem Sohn einen neuen Nachnamen geben und hieß ab sofort Goldmann. Sie starb später bei einem Autounfall. Gideon Eisenberg lebte seit 2002 mit seiner Frau Carmen Eisenberg und seinen zwei Kinder Simon und Polly in Schweden. Sie flohen damals aus Israel zusammen mit der Familie seines Freundes Saul Goldmann. Durch dass, was Gideon durch Sauls Vater erlebt hatte, waren die beiden durch ein unsichtbares Band verbunden, das entweder durch Schuldgefühle oder durch Trauer von keinen der beiden zertrennt wurde. Gideon trug körperlichen, wie auch seelischen Schaden davon... Seine Haut war übersät mit einem Netz aus Narben und er litt an heftigen Depressionen. Als ihm alles zu fiel wurde, erhängte er sich in seinem Wohnzimmer mit der Botschaft an seine Frau: "Verzeih mir!" Gideon wurde bis zu Ende des Buches verdächtigt seinen Sohn, sowie Abraham getötet zu haben. Saul Goldmann floh ebenfalls mit seiner Frau Daphne 2002 nach Schweden, aus den selben Gründen wie Gideon. Er bekam zusammen mit siener Frau einen Sohn Namens Abraham. Er war ihr einziges Kind. Simon Eisenberg hatte selbst ein paar Kapitel in diesem Buch und ich mochte den 10-jährigen jungen, der ständig auf seinen besten Freund Abraham warten musste sehr. Bis er eines Tages zu einem Fremden ins Auto stieg und wenig später tod nahe des Waldes gefunden wurde. Er hatte nackte Füße und eine Papiertüte mit einem Gesicht draufgemalt über dem Kopf. Bei einem Onlinespiel dass sich Super Troopers nannte, nannte er seine Figur "Papierjunge", er erfuhr erst danach, welche Bedeutung dieser Name wirkich hatte... Auch durch dieses Onlinespiel nahm der Löwe Kontakt zu ihm auf. Abraham Goldmann wurde auf die selbe weiße wie sein bester Freund Simon ermordet. Auch er wurde bei Super Troopers, wo er sich Krieger nannte, von dem Löwen angeschrieben. Mörder Efraim Kiel brachte die beiden Jungen um. Warum? - Aus Rache für seinen eigenen Sohn Der Junge der damals in dem verminten Haus ums Leben kam war Benjamin, der 10 - jährige Sohn von Efraim und seiner großen Liebe Nadia Tahil alias Mona Samson. Kiel rächte sich an Gideon und Saul, da die ihren Sohn damals wieder inn das Haus getrieben hatte. Ohne es zu wissen gingen die beiden Männer auf en aufgergten Jungen zu, der au dem Haus gestürmt war. Dieser habe hatte schreckliche Angst vor den Soldaten, rannte zurück ins Haus, nahm aber eine andere Tür und verlor dabei sein Leben. Efraim hatte Rache geschworen. Nadia Tahil (Mona Samson) erschoss die Kindergärnterin, wollte aber eigentlich Polly Eisenberg treffen. Sie wollte, dass alle Kinder von Gideon starben, er sollte den gleichen Schmerz wie sie spüren. Zum Glück nrachte Efraim Polly nach Helsinki um sie dort vor Nadia zu schützen. Nadia war nch lange nicht fertig mit morden/rächen, nachdem sie erführ, dass Efraim zwei weitere Kinder bekam brachte sie auch diese um. - die Töchter von Eden: Dani und Saba. Und ihren Mann anschoss, denn er war zur faslchen Zeit am falschen Ort. Letztendlich erschoss sie auch Efraim mit diesen Worten: "Du kannst mit nicht erschiessen, nicht einmal jetzt." "Aber ich, Efraim, Ich kann es!" Als er seinen letzen Atemzug nahm, flehte sie ihn an: "Verzeih mir." Sie selbst starb wenig später, bei einem Autounfall, sie wurde überfahren.. Tja, mien Mitleid hielt sich in Grenzen!!! Opfer Simon Eisenberg - ermordet Abraham Goldmann - ermordet Gideon Eisenberg - Selbstmord Efraim Kiel - ermordet Nadia Tahil (Mona Samson) - Unfall Dani Lundell - ermordet Benjamin Tahil - Unfall/ ermordet Avitel Greenburg - Selbstmord Aida Goldmann - Unfall Guten Nachrichten Polly kam zurück. Eden wurde erneut schwanger und beichtete Mikael, dass er nicht Danis und Sabas Vater ist. Er wusste es immer. Fazit Diese Buch hat seine 5 Punkte wirklich verdient. "Papierjunge" ist ein außerordentlich spannender Thriller. Man denkt man kennt den Mörder und im nächsten Momemnt erscheint einem jemand anders so viel plausibler. Einfach nur aufregend spannedn bis zur aller letzen Seite. Bewertung 5/5

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Der Thriller "Papierjunge", geschrieben von Kristina Ohlsson, erschien am 29.02.2016 im Limes Verlag und umfasst in der Hardcoverausgabe 565 Seiten. Zum Inhalt: Eine Erzieherin wird erschossen und zwei kleine, zehnjährige Jungen verschwinden Spurlos - gibt es einen Zusammenhang? Alex Recht und Fredrika Bergmann ermitteln bezüglich dem Verschwinden der beiden jüdischen Jungen - war es wirklich der Papierjunge und was steckt eigentlich hinter diesem Mythos. Um dem Ganzen auf die Spur zu kommen, reist Fredrika nach Israel und kommt einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit auf die Spur. Meine Meinung: Ich gebe es zu, ich habe meine Probleme mit Büchern von schwedischen Autoren - meistens schrecken mich diese Bücher ab, wenn irgendwelche Kringel o.ä. sich auf Buchstaben tummeln bzw. Namen etc. auftauchen, die ich noch nicht einmal aussprechen kann. Ziemlich schnell verliere ich dann nämlich den Überblick und den Spaß an dem jeweiligen Buch. Mit "Papierjunge" habe ich mich an ein Werk, einer mir bisher unbekannten, schwedischen Autorin gewagt. Zu Beginn dauerte es tatsächlich seine Zeit bis ich in der Geschichte drin war - leider kam mir zwischenzeitlich auch der Gedanke das Buch abzubrechen, denn irgendwie wurden wir nicht warm miteinander. Nach dem ersten Fragment jedoch, nahm alles Fahrt auf, sodass ich das Buch, trotz seiner fast 600 Seiten, ziemlich schnell beenden konnte. Die beiden Hauptcharaktere Recht und Bergmann wirkten auf mich leider etwas oberflächlich dargestellt - trotz mehrerer Einblicke in ihr privates Familienleben und Rückblicke auf ihre gemeinsame Zeit, konnten sie mich nicht wirklich packen. Die Story an sich hingegen gefiel mir wirklich sehr gut - durch viele, sehr kurze Kapitel und einige Erzählstränge bzw. Sichtweisen, flogen die Seiten nur so dahin und meine Neugierde, wie sich der Fall nun auflöst wurde immer größer. Die Darstellung und Informationen bezüglich der politischen Hintergründe fand ich klasse und informativ. Der gut zu lesende Schreibstil rundete das Ganze ab. Alles in allem ein gelungener Thriller - auch wenn es der 5. Teil des Ermittlerteams war, hatte ich an keinem Punkt der Geschichte das Gefühl, das mir irgendwelche Informationen aus vorherigen Teilen fehlten. Ich fühlte mich gut unterhalten und das ist es im Endeffekt doch, was zählt. Ich danke dem Limes Verlag sowie dem Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches.

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Großes Kino!

Von: Tipperin

16.08.2016

In einer jüdischen Gemeinde in Stockholm passieren an einem Tag zwei unfassbare Verbrechen: Zuerst wird eine Erzieherin vor den Augen von Kindern und Eltern erschossen, wenige Stunden später verschwinden zwei 10jährige Jungen auf dem Weg zum Tennistraining. Fredrika Bergmann und Alex Recht werden mit der Aufklärung der Verbrechen beauftragt, zeitgleich ist der neue Sicherheitschef der Gemeinde und ehemalige Kollege, Peder Rydh, hilfreich bei den Ermittlungen. Bald stoßen die Ermittler auf die israelische Legende des Papierjungen, der sich in der Dunkelheit Kinder holt. Als die beiden Jungen tot aufgefunden werden, sieht es so aus als sei der Papierjunge zum Leben erwacht. Stil, Machart, Meinung Dieser Thriller hier ist ein echter Thriller. Man bekommt genau das, was man erwartet. Dabei sind die Thrillerelemente gut verstrickt mit einer tiefgründigen Geschichte und den Perspektiven vieler Beteiligter. Ermittler, Opfer, Täter und viele in die Sache Verwickelte bekommen Raum für ihre Perspektive. Der Schreibstil ist nach meinem Empfinden genau richtig, nicht schnörkelig mit unnützen Informationen aber trotzdem tiefgründig und informativ, ohne zu langweilen. Die besonderen Perspektiven zeigen, wie ein Ereignis viele Menschen beeinflussen kann und macht dem Leser auch das Motiv des Papierjungen verständlich. Es kommt von Anfang an Spannung auf und ich mochte das Buch zu keiner Zeit aus der Hand legen. Dazu tragen einerseits die Kapitel bei, die eine perfekte Länge (nicht zu lang) haben und mit fiesen Cliffhangern sowie düsteren Andeutungen enden. Andererseits spielt die Autorin unglaublich gekonnt mit dem Leser, indem sie die perfekte Balance zwischen den Informationen gefunden hat, die sie den Lesern häppchenweise hinwirft. Eine für mich ganz neue Taktik der Autorin wirkt für mich unglaublich gut: Bereits zu Beginn des Buches kommt ein Teil vom Schluss. Im zweiten Kapitel, „Schluss. Fragment 1“ erfährt der Leser von einer Frau, die gleich ihre Familie tot zuhause auffinden wird. Immer mal wieder wird dem Leser zwischendurch ein Fragment des Schlusses schon vorher serviert, und von diesem kleinen Kapitel gingen eine Menge Emotionen aus – zumindest war es bei mir so. Man bekommt in den anderen Kapiteln Hinweise und hat bald zwei Frauen im Sinn, von denen es wohl eine schwer treffen wird. Wer von beiden, das weiß man dann erst am Schluss.. dem richtigen Schluss dieses Mal. Und allein dieser Teil der Geschichte hat mich so unglaublich gefesselt und mit den kleinen Hinweisen zwischendurch auch wirklich beschäftigt. Eine neue, tolle Idee. Gekonnt umgesetzt. Gefallen hat mir auch der Bezug zu Israel, das war eine für mich recht neue Welt und sehr interessant. Denn als drei Menschen einer jüdischen Gemeinde in Stockholm an einem Tag sterben, stellt sich die Frage ob es ein Hate Crime (Verbrechen aus Fremdenhass) oder etwas Persönliches war. Die Reihe Wie so oft in letzter Zeit ließ ich mich bei der Wahl des Buches von den „äußeren Faktoren“ (Cover, Teaser) leiten und musste dieses Buch einfach lesen. Als ich dann feststellte, dass dieser Band der 5. Band der Reihe um Fredrika Bergmann ist, war ich nicht abgeschreckt. Das Buch ist natürlich am besten, wenn man es auch wirklich nach den Vorgängern liest – da besteht kein Zweifel. Bei Reihen geht es ja immer auch um die Entwicklung der Charaktere, und bei so verschiedenen, vielschichtigen Ermittlerin ist Vorwissen sicher interessant. Trotzdem kann man dieses Buch problemlos auch ohne jegliches Vorwissen lesen. Gewisse Ereignisse aus der Vergangenheit werden angedeutet, und es klingt definitiv sehr interessant. Ich überlege, die anderen Teile nun auch zu lesen. Fazit Ich vergebe, man ahnte es wohl schon, 5 Sterne. Ein fluffiger Schreibstil, ein zu jeder Zeit spannender Thriller mit Elementen eines Romans. Stockholm, Israel, Gegenwart, Vergangenheit, viele Betroffene Familien, viele Ermittler mit unterschiedlichen Hintergründen, viele Wendungen, Überraschungen und Kniffe. Ich bin begeistert, werde mir den Namen Kristina Ohlsson weit oben auf meiner To-Read-List notieren und empfehle sie sehr gern weiter!

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Himmelschlüssel besticht durch eine herausragende Sprache, einen konsequenten Spannungsaufbau und unvorhergesehene Wendungen. Es handelt sich hierbei um einen Thriller, der die Geschichte einer Flugzeugentführung schildert. Zunächst habe ich dabei ein Buch erwartet, in dem es darum geht, was sich an Bord der von Terroristen entführten Maschine abspielt und wie sich die Passagiere verhalten und in Panik ausbrechen. Das war allerdings überhaupt nicht der Fall, der Hauptteil von Himmelschlüssel spielt auf dem Boden bei den Ermittlern der Spo und der Polizei. Das hat mich im ersten Moment etwas enttäuscht, da ich Bücher, in denen es um CIA, FBI & Co. geht, eigentlich eher nicht so gerne mag, insbesondere wenn auch noch Regierungsverhandlungen und politische Hintergründe wie in Himmelschlüssel eine Rolle spielen. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Buch vermutlich nie gelesen. Umso überraschter war ich, dass ich es trotzdem nicht aus der Hand legen konnte. Zunächst war es nur der sprachliche Stil, der mich so gefesselt hat, dass ich einfach immer weiterlesen wollte. Kristina Ohlsson ist es gelungen, durch einen abwechslungsreichen und klaren Wortschatz ein flüssiges Lesen zu ermöglichen, bei dem man die Geschichte geradezu in sich aufsaugen möchte. Es ist gerade die augenscheinlich einfache, tatsächlich wahnsinnig klug konstruierte Leichtigkeit ihrer Worte, die brilliert. Spätestens nach den ersten drei Kapiteln war ich dann aber auch inhaltlich so dermaßen gefesselt, dass ich das Buch in einem Zug durchgelesen habe und die Lesezeit wie im Flug verging. Man fiebert mit, rätselt, stellt Theorien auf, verwirft sie wieder und überlegt sich neue Handlungswendungen. Das Geniale an Himmelschlüssel ist, dass Ohlsson wie die meisten Thrillerautoren mit unerwarteten Pointen aufwarten kann. Allerdings ist es oft so, dass man solche Pointen bereits kennt und daher von Anfang an danach sucht, eine mögliche Wendung zu schlagen. Da sie allerdings die Option für mehrere Wendungen offenhält, wird man dennoch ständig aufs Neue überrascht. Auch das Ende und insbesondere das Nachwort der Autorin, das hier tiefer geht und mehr beinhaltet, als einfach eine Danksagung, haben mir sehr gut gefallen. Ich gebe zwar fast nie fünf Sterne, aber Himmelschlüssel hat sie sich definitiv verdient und erhält von mir das Prädikat "Buch des Monats Juli 2016". Link zum Lesemonat-Video: https://www.youtube.com/watch?v=XayUFPbY4U0 Link zur schriftlichen Rezension: www.mathematiqua.com/lesemonat

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Eden

Von: wal.li

31.07.2016

Alex Recht und Fredrika Bergman ermitteln wieder zusammen. Weil der Hintergrund noch nicht ganz geklärt ist, beginnen sie mit den Untersuchungen in der Sache einer Erzieherin, die vor ihrer Kindertagesstätte erschossen wurde. Der Hort gehört zur jüdischen Gemeinde, was dem Fall gleich auch eine politische Note gibt. Oder handelt es sich doch um einen einfachen Mord? Eigentlich nur Stunden später werden zwei Jungen der selben Gemeinde entführt und kurz darauf ebenfalls erschossen aufgefunden. Drei Fälle in so kurzer Zeit, nun werden alle Kräfte zusammengezogen. Zwar drängt sich ein Zusammenhang nicht auf, aber gibt es vielleicht doch eine Verbindung. Sowohl Alex als auch Fredrika sind heilfroh, dass sie wieder gemeinsam arbeiten können. Fehlt nur noch Peder Rydh. Wie es der Zufall wird hat dieser gerade eine Stelle als Sicherheitschef bei der jüdischen Gemeinde bekommen. Wenn sie also nicht alle in einem Büro sitzen bilden sie doch irgendwie ein Team. Da fehlt nur noch Eden Lundell, die bei der Flugzeugentführung vor einem halben Jahr geschickt die Fäden in der Hand behalten hat. Doch ihre Kraft scheint seltsam gebremst. Sollte sie nicht eine Verbindung zwischen normaler Polizei und Säpo herstellen? Doch wie viele der Beteiligten scheint sie einiges zu verschweigen. Unklar ist auch, was ein Agent des israelischen Geheimdiensts in Schweden zu suchen hat. Nachdem Kristina Ohlsson ihre Leser im vorherigen Band gerade durch den Gegensatz zwischen der schnell verrinnenden Zeit mit quälend langsamen Fortschritt der Ermittlungen beschäftigt hat, zieht sie sie nun mit kleinen Informationsschnipseln in den Bann ihrer Phantasie. Man will unbedingt herausfinden, was da vor sich geht. Man befürchtet das Schlimmste, man möchte es verhindern, man wünscht, dass die Polizei schneller ist. Gleichzeitig ist man gepackt von der Untersuchung der Todesfälle, in der immer neue Fakten zutage treten, die doch ein Gesamtbild ergeben, in dem die jüngere Geschichte Israels eine bedeutende Rolle spielt. Die Grausamkeit verfeindeter Parteien wird deutlich dargestellt und auch die Nutzlosigkeit dieser Grausamkeiten, denn schließlich werden Persönlichkeiten auf beiden Seiten zerstört und es gewinnt niemand. Intelligent, fesselnd und atemberaubend. 4,5 Sterne

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Ich habe ja nun alle bis jetzt von ihr gelesen und war mit den anderen teilen nie so warm geworden, aber bei diesem Teil war ich von Anfang an dabei. Auch wenn ich nicht mehr genau wusste was bei den anderen Büchern so gewesen ist weil sie mich eben nicht so gut unterhalten haben, habe ich gleich in die Geschichte rein gefunden. Und ich kann nur sagen es lohnt sich wenn man einen Spannenden Thriller lesen will. Die Autorin lässt einem immer im ungewissen und legt falsche Fährten was einen echt ins Grübenln bringt. Der Thriller ist sehr komplex aufgebaut und gut kontruiert. Als Schauplatz dient dieses mal neben Schweden auch Israel. Fazit. Es ist ein gelungener und Spannender Thriller der einem nicht zur Ruhe kommen lässt. Ich denke ich werde sicher noch Bücher von ihr lesen wenn welche folgen.

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