Leserstimmen zu
Todesurteil

Andreas Gruber

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez (2)

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Ich bin seit einiger Zeit Mitglied in einem Krimilesekreis, der sich einmal im Monat nach Ladenschluss in der örtlichen Buchhandlung trifft. Wir sind alle langjährige Krimi- und Thrillerfans, von gepflegter britischer Spannung bis hin zum durchgeknallten Serienkiller. Wir kennen die üblichen Kniffe; die unerwarteten Wendungen können uns nicht mehr überraschen; die gängigen Klischees – der alkoholabhängige Ermittler mit Eheproblemen lässt grüßen – entlocken uns allemal ein müdes Lächeln. Wir sind kritsch. Wir hinterfragen alles. Manchmal sind wir enttäuscht – und ratlos: haben wir uns übersättigt an diesem Genre? Zugegeben, es gibt immer noch Bücher, die uns begeistern. (Zum Glück.) Aber wir sind sehr, sehr wählerisch. …nun also Andreas Gruber, Todesurteil. Schickes Cover, zweiter Band einer Reihe – dumm gelaufen, da habe ich mich vergriffen, hätte doch der erste Band sein sollen… Erster Gedanke: ob das klappt, mit dem zweiten Band anzufangen? Und wie das klappt. An dieser Stelle könnte ich die Rezension überspringen und direkt zu dem Teil kommen, in dem ich mir die anderen drei Bände der Reihe kaufte, bevor ich diesen hier überhaupt fertig gelesen hatte. Aber damit würde ich es mir etwas zu einfach machen und Maarten S. Sneijder (beziehungsweise seinem Autor) nicht gerecht werden. Wie Maarten S. Sneijder selbst wahrscheinlich sagen würde: "Sehen Sie diese drei Finger? Also schreiben Sie ihre Rezension in drei knappen, präzisen Sätzen! Schaffen Sie das?" Nö. Drei Sätze schaffe ich nicht, aber klar und präzise krieg ich hin. (Oder auch nicht.) Originalität: Die Geschichte ist brillant konstruiert, voller wirklich einfallsreicher Wendungen fernab der üblichen Klischees. Immer, wenn man denkt, jetzt hätte man die Geschichte durchschaut, zaubert Andreas Gruber noch ein Ass aus dem Ärmel. Spannungsbogen: Fingernägel? Hatte ich mal. Nein, im Ernst: ich habe den Thriller quasi in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte steigt schon auf einem hohen Spannungslevel ein und zieht dann in rasantem Tempo noch weiter an. Besonders großartig fand ich, dass der Autor nicht angewiesen ist auf literweise Blut und Ekelfaktor, um Spannung aufzubauen, sondern eine intelligente, komplexe Geschichte erzählt. Logik / Schlüssigkeit: Wie gesagt: die Geschichte ist komplex und voller Wendungen – aber sie verzettelt sich nie in Widersprüchen oder schludert mit den Details, die eine Story glaubhaft machen. Charaktere: Maarten S. Sneijder. Ich war schon ewig nicht mehr so hingerissen von einem Charakter. Dabei ist er alles andere als ein umgänglicher Mensch – die Hälfte der Charaktere in diesem Buch halten ihn für ein kolossales [ Zensur ]. Er ist so hochintelligent wie beißend sarkastisch, mithilfe von Drogen versetzt er sich in die Gedankenwelt von Mördern und Psychopathen und schert sich einen Dreck um die üblichen Regeln zwischenmenschlicher Interaktion. Ich fühlte mich abwechselnd an Hannibal Lecter und Sherlock Holmes erinnert. Obwohl Sneijder so überlebensgroß ist, kann sich Sabine Nemez als starke, intelligente junge Ermittlerin neben ihm behaupten. Da haben sich zwei Seelenverwandte gefunden, die Chemie zwischen ihnen ist phänomenal – und das meine ich nicht im romantischen Sinne. Normalerweise entlockt es mir einen Stoßseufzer, wenn die Ermittler in einem Krimi/Thriller sich ständig auf Alleingänge begeben, alle Regeln missachten und am Ende dann doch als Helden des Tages dastehen. Aber bei diesem ungewöhnlichen Team ist dieses Querschießen nur das folgerichtige Resultat ihrer Persönlichkeiten, macht Sinn und hat schlüssige Konsequenzen. Auch die Nebencharaktere, gerade die Antagonisten, sind wunderbar gelungen. Schreibstil: Der Schreibstil ist fantastisch, besonders die Dialoge sind lebendig und haben Biss. Durch Sneijders kompromisslose Persönlichkeit und seine Wirkung auf andere Menschen ist der Stil durchaus auch humorvoll.

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Ich bin seit einiger Zeit Mitglied in einem Krimilesekreis, der sich einmal im Monat nach Ladenschluss in der örtlichen Buchhandlung trifft. Wir sind alle langjährige Krimi- und Thrillerfans, von gepflegter britischer Spannung bis hin zum durchgeknallten Serienkiller. Wir kennen die üblichen Kniffe; die unerwarteten Wendungen können uns nicht mehr überraschen; die gängigen Klischees – der alkoholabhängige Ermittler mit Eheproblemen lässt grüßen – entlocken uns allemal ein müdes Lächeln. Wir sind kritsch. Wir hinterfragen alles. Manchmal sind wir enttäuscht – und ratlos: haben wir uns übersättigt an diesem Genre? Zugegeben, es gibt immer noch Bücher, die uns begeistern. (Zum Glück.) Aber wir sind sehr, sehr wählerisch. …nun also Andreas Gruber, Todesurteil. Schickes Cover, zweiter Band einer Reihe – dumm gelaufen, da habe ich mich vergriffen, hätte doch der erste Band sein sollen… Erster Gedanke: ob das klappt, mit dem zweiten Band anzufangen? Und wie das klappt. An dieser Stelle könnte ich die Rezension überspringen und direkt zu dem Teil kommen, in dem ich mir die anderen drei Bände der Reihe kaufte, bevor ich diesen hier überhaupt fertig gelesen hatte. Aber damit würde ich es mir etwas zu einfach machen und Maarten S. Sneijder (beziehungsweise seinem Autor) nicht gerecht werden. Wie Maarten S. Sneijder selbst wahrscheinlich sagen würde: "Sehen Sie diese drei Finger? Also schreiben Sie ihre Rezension in drei knappen, präzisen Sätzen! Schaffen Sie das?" Nö. Drei Sätze schaffe ich nicht, aber klar und präzise krieg ich hin. (Oder auch nicht.) Originalität: Die Geschichte ist brillant konstruiert, voller wirklich einfallsreicher Wendungen fernab der üblichen Klischees. Immer, wenn man denkt, jetzt hätte man die Geschichte durchschaut, zaubert Andreas Gruber noch ein Ass aus dem Ärmel. Spannungsbogen: Fingernägel? Hatte ich mal. Nein, im Ernst: ich habe den Thriller quasi in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte steigt schon auf einem hohen Spannungslevel ein und zieht dann in rasantem Tempo noch weiter an. Besonders großartig fand ich, dass der Autor nicht angewiesen ist auf literweise Blut und Ekelfaktor, um Spannung aufzubauen, sondern eine intelligente, komplexe Geschichte erzählt. Logik / Schlüssigkeit: Wie gesagt: die Geschichte ist komplex und voller Wendungen – aber sie verzettelt sich nie in Widersprüchen oder schludert mit den Details, die eine Story glaubhaft machen. Charaktere: Maarten S. Sneijder. Ich war schon ewig nicht mehr so hingerissen von einem Charakter. Dabei ist er alles andere als ein umgänglicher Mensch – die Hälfte der Charaktere in diesem Buch halten ihn für ein kolossales [ Zensur ]. Er ist so hochintelligent wie beißend sarkastisch, mithilfe von Drogen versetzt er sich in die Gedankenwelt von Mördern und Psychopathen und schert sich einen Dreck um die üblichen Regeln zwischenmenschlicher Interaktion. Ich fühlte mich abwechselnd an Hannibal Lecter und Sherlock Holmes erinnert. Obwohl Sneijder so überlebensgroß ist, kann sich Sabine Nemez als starke, intelligente junge Ermittlerin neben ihm behaupten. Da haben sich zwei Seelenverwandte gefunden, die Chemie zwischen ihnen ist phänomenal – und das meine ich nicht im romantischen Sinne. Normalerweise entlockt es mir einen Stoßseufzer, wenn die Ermittler in einem Krimi/Thriller sich ständig auf Alleingänge begeben, alle Regeln missachten und am Ende dann doch als Helden des Tages dastehen. Aber bei diesem ungewöhnlichen Team ist dieses Querschießen nur das folgerichtige Resultat ihrer Persönlichkeiten, macht Sinn und hat schlüssige Konsequenzen. Auch die Nebencharaktere, gerade die Antagonisten, sind wunderbar gelungen. Schreibstil: Der Schreibstil ist fantastisch, besonders die Dialoge sind lebendig und haben Biss. Durch Sneijders kompromisslose Persönlichkeit und seine Wirkung auf andere Menschen ist der Stil durchaus auch humorvoll.

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Mein 1. Hörbuch 'Todesurteil'

Von: Rainer Jungkenn

01.01.2018

Ich bin verantwortlich für ein globales Team von Entwicklern und Designern (verteilt rund um den Globus), verbringe mit dieser Arbeit ca. 10 Stunden am Tag / Nacht und leide an Tinitus seit 9. November 2009. Dafür habe ich eine ganz liebe Frau und eine ebenso liebe 8-jährige Tochter. Ich habe aber seit Jahren das Problem, dass ich nachts nicht gleich einschlafen kann, weil ich ewig brauche bis ich runter komme. Ich habe früher viel gelesen, bin aber inzwischen voll mit Lesen bei so vielen E-Mails / Tag. Aus diesem Grund habe ich mich im September 2017 entschieden es mal mit einem Hörbuch zu versuchen. Mein 1. Hörbuch war 'Todesuteil' und ich war absolut begeistert! Weniger wegen den Mordfällen selbst, viel mehr wegen 1. Maarten S. Sneijder, ein genialer Type und Expert auf seinem Gebiet, aber mit stark fragwürdigen zwischenmenschlichen Charakterzüge und Ignoranz aller Regeln, eckt überall an und ist meist unbeliebt, bis bei wenigen Mitmenschen. 2. Sabine Nemez, die junge Polizistin , die vom 'Meister' persönlich ausgebildet und gefordert wird. Die Beziehung dieser Zwei erinnerte mich an meine berufliche Anfangszeit, als ich von meinem "Ziehvater" das Handwerk von "Produktionsplanung &-steuerung gelernt habe und jeder in unserer Firma diesen Kerl nicht leiden konnte, ich aber schätzte ihn sehr und habe viel von ihm gelernt. Er war genauso ein schräger Type wie Maarten S. Sneijder, der die Regeln so umbog, wie er es brauchte und von dem man viele Dinge für das reale Leben lernen konnte. Ach der Stil, wie Andreas Gruber schreibt und dass es immer 2 Fälle parallel sind, die dann irgendwann zusammen laufen ist super! Nicht zu vergessen ist Achim Buch, der absolut spitze mit seiner Art und Weise des Vorlesens ist. Ich habe mit 'Todesurteil' in September 2017 angefangen und dann sofort Band 1, 3 und 4 gehört. Bis Ende November 2017 war ich mit allen 4 Bücher durch und warte jetzt sehnsüchtig auf Band 5 + 6 usw. Somit war die Entscheidung es mit Hörbücher zu versuchen und mit der Maarten S. Sneijder Reihe anzufangen absolut richtig! Dafür habe ich jetzt ein neues Problem, dass Andreas Gruber verständlicherweise noch ein paar Monate bis Fertigstellung von Band 5 benötigt und ich mich zwischenzeitlich noch nicht zu einer anderen Buchreihe für "zwischendurch" entscheiden konnte.

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Die zehnjährige Clara verschwindet in Wien spurlos, nach einem Jahr taucht sie völlig verstört an einem Waldrand wieder auf. Clara spricht kein Wort und auf ihr ganzer Rücken wurde mit einem Motiv aus Dantes „Inferno“ tätowiert. Währenddessen beginnt Sabine Nemez ihre Ausbildung an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs. Im Kurs des Profilers Maarten S. Sneijder erkennt sie einen Zusammenhang der von ihm vorgestellten ungelösten Mordfälle, und sie ist sich sicher das der Killer noch nicht fertig ist, denn eine Spur führt nach Wien, zu Clara… Todesurteil ist der zweite Teil der Reihe um die Ermittler Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez von Andreas Gruber. Auch in diesem Teil dreht es sich wieder um sehr ungewöhnliche und raffinierte Mordfälle, die es in sich haben. Auch die Geschichte um Clara, die als zweiter Handlungsstrang erzählt wird hat kann einem schon unter die Haut gehen. Die Geschichte an sich ist sehr spannend erzählt und in einem relativ hohen Tempo erzählt. Allerdings konnten mich diesmal die Protagonisten nicht ganz so überzeugen, wie im ersten Teil. Sabine Nemez mutiert mir in diesem Teil zur sehr zur Superfrau, die als einzige den Durchblick hat, weil alle ihre Kollegen keine Ahnung haben. Auch störte mich das für eine Ermittlerin des BKA, auch wenn in der Ausbildung, Regeln und Gesetze hier nur bedingt zählen. Maarten S. Sneijder kam mir persönlich diesmal zu kurz, vom Gefühl er agierte er mir zu sehr im Hintergrund, und so vermisste ich dadurch doch so ein wenig seine besonderen Eigenheiten, die für mich den eigentlichen Reiz bei diesem Ermittler ausmachten, hier aber immer nur kurz aufflackerten. Aber trotz meiner Kritikpunkte konnte mich dieser spannende Thriller wirklich gut unterhalten und ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe. Mein Fazit: Ein spannender Thriller, der mich gut unterhalten hat, deren Protagonisten mich diesmal aber nicht ganz so überzeugen konnten.

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Das Buch habe ich über Audible als Hörbuch gehört und bin begeistert über den Sprecher Achim Buch! Er macht einen wirklich tollen Job und spricht Sneijder sogar mit niederländischem Akzent! Klasse, absolut klasse! Kann ich jedem nur wärmstens empfehlen! ❤ Die Story fand ich dieses Mal noch interessanter und auch spannender als beim ersten Teil. Was natürlich mitunter daran lag, dass der Täter nicht so früh dem Leser bekannt gegeben wurde. So konnte ich fröhlich miträtseln und Vermutungen anstellen… und was soll ich sagen… ich hatte absolut KEINEN PLAN! Noch nicht mal ansatzweise! 😀 Natürlich hat mir bei der Geschichte auch etwas das Herz geblutet. Ich weiß selbst, wie schmerzhaft das Stechen von Tätowierungen sein können und dann als Mutter zweier Kinder zu hören, wie einem jungen Mädchen der komplette Rücken zutätowiert wurde, ist schon heftig. Jedoch finde ich die Idee der Szenen aus Dante’s Inferno sehr interessant gewählt. Da hat Gruber sich wirklich mal was einfallen lassen 🙂 Generell wirkte alles sehr gut ausgebaut und durchdacht. Fragen blieben bei mir keine offen, was für mich ein großer Pluspunkt ist! Das Buch ist in 2 Storys aufgeteilt (Die Ermittlungen in Wien des Falles Clara und die BKA-Ausbildung von Sabine Nemez in Wiesbaden), die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, jedoch später zu einer großen Story zusammenlaufen! Dies ist Herrn Gruber wirklich super gelungen, da es nicht erzwungen wirkt! Die BKA-Ausbildung von Sabine gefiel mir sehr und war, gegen den Erwartungen, alles andere als langweilig. Die Fälle, die während dieses Storystrangs angesprochen wurden, waren gut ausgetüftelt und abartig. Teilweise kam ich mir während des Hörens vor, als würde ich selbst in Sneijders Seminar sitzen 😀 Die Protagonisten sind wiedermal sehr sympathisch. Sneijder versprüht wie immer seinen ganz eigenen Charme und sorgt dafür beim Leser für Belustigung. Was mir besonders gut gefallen hat, dass die Beziehung zwischen Sneijder und Nemez sich weiterentwickelt und die beiden immer mehr zu einem eingespielt Team zusammen-wachsen, was wie eine Mischung aus altem Ehepaar und guten Freunden wirkt. Die Staatsanwältin in Wien war mir auch sofort sympathisch, nur muss ich sagen, finde ich ihre Handlungen doch eher unrealistisch. Ich glaube nicht, dass eine Staatsanwältin sich illegal Beweismittel beschaffen würde. Auch das sie, trotz des privaten Interesses in dem Fall Clara, weiterhin daran arbeiten darf, ist für mich eher etwas realitätsfremd. Das Ende hätte ich so nicht erwartet! Erstens wäre ich nie und nimmer auf die Auflösung gekommen und zweitens fand ich klasse, dass das Ende sich total unüblich an zwei Handlungsorten abspielte! Es war durchweg spannend, die Storys haben mich gefesselt und alles wurde zu einem stimmigen Gesamtbild zusammengefügt! Es war wieder viel Witz dabei (Ich musste nicht nur einmal lachen 😀 ) ! Jedoch hat mir dieses unrealistische Handeln von der Staatsanwältin nicht so zugesagt… daher 4,5/5 Sterne 🙂

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Ich hatte noch nie Spaß am lesen und wollte nie davon etwas wissen. Ich schluckte schon bei der Seitenanzahl und begann trotzdem das Buch zu lesen. Ein unglaublich spannendes Buch, welches ich zu meiner eigenen Begeisterung innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe!

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Grandios!

Von: Mella

17.04.2017

Klappentext/Inhalt: In Wien verschwindet die zehnjährige Clara. Ein Jahr später taucht sie völlig verstört am nahen Waldrand wieder auf. Ihr gesamter Rücken ist mit Motiven aus Dantes "Inferno" tätowiert – und sie spricht kein Wort. Indessen nimmt der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder an der Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs mit seinen Studenten ungelöste Mordfälle durch. Seine beste Schülerin Sabine Nemez entdeckt einen Zusammenhang zwischen mehreren Fällen – aber das Werk des raffinierten Killers ist noch lange nicht beendet. Seine Spur führt nach Wien – wo Clara die einzige ist, die den Mörder je zu Gesicht bekommen hat … Meine Meinung: Nachdem mich der Auftakt so begeistern konnte, musste ich einige Tage später einfach zu diesem Buch greifen. Natürlich hatte ich auch hier wieder einige Erwartungen und diese wurden mehr als erfüllt. Clara ist zehn Jahre alt und seit einem Jahr verschwunden. Eines Tages taucht sie plötzlich wieder auf und ihrem Rücken wurde etwas grausames angetan. Nach diesen Ereignissen ist sie total in sich gekehrt und spricht mit niemanden. Währenddessen nimmt Maarten S. Schneijder Sabine Nemez unter seine Fittiche und bildet sie an der Akademie in Wiesbaden aus. Die Schüler erhalten von Maarten ungelöste Fälle. Sabine erkennt bald, dass hier mehr dahintersteckt als gedacht und alle Spuren führen zu Clara. Was wird passieren? Dass müsst ihr natürlich selber herausfinden. Sabine wurde an der Akademie in Wiesbaden angenommen. Dies war ihr größter Traum. Der Unterricht ist natürlich nicht einfach und verlangt immer wieder alles von einem. Sabine und ihre Mitschüler sollen ungelöste Fälle analysieren. Dabei findet Sabine eine Spur heraus, die sie selber kaum glauben kann. Diese erklärt aber so vieles, was einfach während der letzten Tage passiert ist. Sie begibt sich immer dadurch immer wieder in Gefahr und begeht Dinge, die sie ihren Job kosten könnte. Sabine hat aber so einen Ehrgeiz, dass sie alles auf eine Karte legt und dabei entsetzliches herausfindet. Schon die ersten Seiten hatten mich wieder in einen Bann gezogen. Die Geschichte beginnt zwar anders als gedacht aber darum umso spannender. Wir haben in diesem Buch diesmal zwei Ermittlungsstränge. Einmal haben wir Sabine und Maarten S. Schneijer, die an der Akademie sind und anfangs noch keine richtige Ermittlung führen. Auf der anderen Seite haben wir ein Ermittlungsteam in Wien, die Claras Fall bearbeiten. Mich konnten beide Stränge absolut begeistern. Vor allem was hinter den ganzen Morden steckt und wie das Ganze mit Clara zusammenhängt, hat mich immer wieder sprachlos zurückgelassen. Hier sieht man mal wieder, zu was Menschen eigentlich fähig sind. Auch in diesem Buch kann ich nur loben, dass wir immer wieder verschiedene Orte haben. Dadurch kommt immer wieder frischer Wind in die Geschichte. Außerdem vergöttere ich Maarten. Seine Art ist eine ganz spezielle aber er ist einfach absolut ehrlich und nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Fälle waren alle gut durchdacht und es gab keine unlogischen Abfolgen. Die Auflösung hatte es echt in sich und ich bin schon auf den 3. Fall der beiden gespannt. Fazit: In diesem Buch hat einfach alles gestimmt. Es war spannend, nervenaufreibend, gruselig aber auch herzergreifend und vieles mehr. Die Fälle sind grausam und man sieht, dass Menschen zu Taten fähig sind, die man sich in seinen dunkelsten Träumen nicht vorstellen kann. Sabine und Maarten sind einfach großartige Charaktere und ich freue mich schon auf ihren 3. Fall. Bewertung: Cover: 5/5 Klappentext: 5/5 Inhalt: 5/5 Schreibstil: 5/5 Gesamtpaket: 5/5 5 von 5 Sterne

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Sabine Nemez, die bereits einen Fall mit dem Fallanalysten Maarten S. Sneijder zusammen gelöst hat, nimmt an einem anspruchsvollen Trainingsprogram des BKA teil. Einer ihrer Dozenten ist eben dieser Sneijder, was ihr schnell den Ruf einbringt, von ihm protegiert zu werden. Trotzdem – oder gerade deswegen - stürzt sie sich mit Feuereifer auf die ihr gestellten Aufgaben. Zur selben Zeit taucht in Wien ein Mädchen auf, das vor gut einem Jahr entführt worden war. Sie ist schwer traumatisiert und auf ihrem Rücken prangt ein Tattoo, das eine Szene aus Dantes berühmtem Inferno zeigt. Staatsanwältin Melanie Dietz ermittelt in diesem Fall, der sie auch persönlich betrifft und dessen Dimensionen ihr erst nach und nach klar werden. Mein Eindruck: Todesurteil ist in zwei große Handlungsstränge unterteilt. Einmal begleitet man Sabine Nemez bei ihren Ermittlungen im Rahmen ihrer Ausbildung, wobei diese schnell über den Ausbildungsrahmen hinausgehen. Sie erkennt recht schnell Zusammenhänge zwischen dem „Übungsfall“ und zwei weiteren ungeklärten Mordfällen und geht, auch gegen alle Widerstände, den Hinweisen nach. Ein Grund dafür ist ihr Ex-Freund Erik Dorfer, der in derselben Sache ermittelt hatte, überfallen wurde und nun auf der Intensivstation im künstlichen Koma liegt. Sabine ist überzeugt davon, dass er etwas Wichtiges herausgefunden hatte und deshalb auf ihn geschossen wurde. Der zweite Handlungsstrang befasst sich mit einer Tat in Wien an der Staatsanwältin Melanie Dietz arbeitet. Nachdem das entführte Mädchen mit der Tätowierung aufgetaucht ist, findet die Polizei nach und nach mehrere Mädchenleichen, die alle eine Gemeinsamkeit haben: ihnen wurde die Haut am Rücken entfernt. Nachdem die Ermittler das Tattoo des überlebenden Opfers identifiziert haben steht zu befürchten, dass es noch sehr viel mehr Opfer gibt. Ein erster Verdächtiger ist schnell ausgemacht und verhaftet, aber er ist nicht der „Tätowierer“ – wohl aber der Mörder der Mutter des Mädchens. Die Kapitel haben genau die richtige Länge und wechseln sich, natürlich, genau an den richtigen Stellen ab – was dazu führt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann :-) Auch das Maß zwischen persönlichen Dingen und Charakterentwicklung auf der einen Seite und den aktuellen Fällen auf der anderen Seite passt perfekt. Maarten S. Sneijder ist so arrogant, unausstehlich und brillant, wie ich ihn aus Todesfrist in Erinnerung habe. Sabine Nemez dagegen ist so hartnäckig und unbeeindruckt von Sneijders Art wie eh und je. Ein bisschen stört es mich, dass sie wieder ein sehr persönliches Motiv für ihre Ermittlungen hat – für mich hätten die Fälle auch ganz ohne die, sicher tragischen, Ereignisse um Erik Dorfer funktioniert. Lange Zeit rätselt man als Leser, wie diese beiden, sehr unterschiedlichen, Handlungsstränge wohl zusammenpassen – aber gegen Ende wird man schlauer :-) Ein paar Erkenntnisse verdankt man dabei Sneijders Marihuanakonsum – obwohl die „political correctness“ schon soweit auf mich abgefärbt hat, dass ich Joints rauchen in Büchern irgendwie deplatziert finde. Aber ganz viele Zusammenhänge ergeben sich auch aus der Ermittlungsarbeit auf beiden Seiten, also in Wien und Wiesbaden. Diese Ermittlungsarbeiten werden spannend und nachvollziehbar geschildert und laden auf jeden Fall zum Mitdenken ein – ein Punkt, den ich an guten Thrillern wirklich liebe. Ob man das Ende nun so gut findet oder nicht ist sicher Geschmackssache, aber es ist auf jeden Fall logisch und stimmig und das Schöne beim Lesen ist, dass ich mir nach Abschluss eines Buches einfach mein eigenes Ende ausdenken kann :-) Mein Fazit: Todesurteil ist ein grandioser Thriller mit tollen Charakteren. Maarten S. Sneijder ist ein sehr spezieller Ermittler, der aber zusammen mit Sabine Nemez zu Höchstform aufläuft. Erinnert vielleicht ein bisschen an Holmes und Watson – aber die beiden liebe ich ebenfalls :-)

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