Leserstimmen zu
Todesurteil

Andreas Gruber

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez (2)

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Andreas Gruber- Todesurteil Goldmannverlag 9,99€ Ein Mädchen wird völlig nackt und desorientiert an einem Waldrand gefunden.Ihr ganzer Rücken ist frisch tätowiert. Der Freund von Sabine wurde angeschossen und liegt im Koma. Sabine ist Kriminalkomissaranwärterin und studiert an der BKA. Zusammen mit ihrem Lehrer den Profiler Maarten S. Sneijder versuchen sie die ungelösten Fälle zu lösen.Zusammen suchen sie den Mörder der einzelnen Fälle. Was das mit dem Mädchen und Sabines Freund zu tun hat müsst ihr selbst lesen.

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Starker Thriller

Von: Seitenwiese

05.05.2015

Der zweite Fall für Maarten S. Sneijder hat es wirklich in sich. Während Sabine Nemez in Düsseldorf ihre Ausbildung an der Akademie des BKA antritt, wird in Wien die vermisste Clara in einem Waldstück aufgegriffen, auf ihrem Rücken blutige Tätowierungen aus Dantes Inferno. Scheint es zunächst noch so, dass die beiden Handlungsstränge um Sabine Nemez und die Wiener Staatsanwältin Melanie Dietz in absolut keinem Zusammenhang stehen, so entwickelt sich schon bald eine recht tödliche Verbindung. „Todesurteil“ ist nicht nur meine erste Bekanntschaft mit Herrn Sneijder, sondern auch meine erste Bekanntschaft mit Andreas Gruber. Nachdem ich das Buch gelesen habe, musste ich erst mal auf Streifzug nach mehr Gruberschen Lesestoff gehen und ich denke, das spricht Bände über die Qualität von „Todesurteil“. Auch wenn es sich um den zweiten Teil einer Ermittlerreihe handelt, so hatte ich als Neuling zu keiner Zeit das Gefühl irgendetwas verpasst zu haben. Maarten S. Sneijder ist ein sehr verschrobener und mürrischer Zeitgenosse, aber das begreift und versteht man auch ohne seinen ersten Fall zu kennen. Durch die beiden zunächst völlig alleinstehenden Handlungsstränge kommt schon von Anfang an keine Langeweile auf. Während Sabine Nemez alte Fälle aufrollt und dabei auf mysteriöse Zusammenhänge stößt, muss sich Melanie Dietz in Wien mit der entführten Clara, deren grausamen Schicksal und weiteren auftauchenden Kinderleichen herumplagen. Es dauert sehr sehr lange, bis die beiden Handlungen ineinander verwoben werden, aber das ist zu keiner Zeit störend, denn sie sind für sich schon spannend genug. Man kommt auf den knapp 600 Seiten nicht ohne einzige Pause aus, immer muss man wissen wie es weiter geht und kontinuierlich tun sich neue Ergebnisse und Wendungen auf, die die Spannung nur noch weiter in die Höhe treiben. In diesem Buch gibt es nicht eine Seite, die irgendwie langweilig oder überflüssig ist. Obwohl dieses Buch als Sneijders zweiter Fall auftritt, kommt der gute Mann doch enorm wenig darin vor. Hätte ich nicht vorher irgendwo gelesen, dass er schon mal eine tragende Ermittlerrolle gespielt hat, ich hätte ihn glatt als Nebenfigur abgestempelt. Aber gut, gegen die vorherrschende Frauenpower hatte er wohl keine Chance! Denn mit Nemez und Dietz bekommt der Leser in Düsseldorf und Wien zwei absolut charismatische Powerfrauen geboten, die beide unheimlich kämpferisch und sympathisch sind, ohne sich dabei wie Zicken oder Prinzessinnen aufzuführen – so mag ich das. Und überhaupt ist es so, dass die Charaktere hier alle irgendwie außergewöhnlich und spannend sind. Keiner, nicht mal der kleinste Nebendarsteller, ist auch nur ansatzweise durchschaubar, was natürlich für jede Menge Überraschungen sorgt. „Todesurteil“ ist ein unglaublich spannender Thriller, der mich zu keiner Zeit gelangweilt hat. Man kann die Finger nicht davon lassen, versucht seine Theorien aufzustellen und wird am Ende doch überrascht. Dass Sneijder etwas an den Rand gedrängt wird ist schade, aber dank der starken Damen absolut verschmerzbar. Absolute Empfehlung für Thrillerfans und definitiv nicht mein letztes Buch von Andreas Gruber.

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Es kam mir beinahe vor wie eine Ewigkeit - endlich konnte ich den zweiten Band rund um Sneijder und Nemez aus der Feder von Andreas Gruber lesen! Der Schreibstil ist dem des ersten Bandes unverkennbar ähnlich und dementsprechend auch wieder mein Fall. Es gibt zwei Handlungsstränge, welche anfangs so wirken, als wenn sie miteinander überhaupt nichts zutun haben. Das gibt es zwar öfters, ich mag das aber nicht so gerne. Nach und nach ändert sich das natürlich, was bei mir nur auf Wohlwollen stößt. Der Plot überzeugt durch Spannung und Action, auch wenn im Grunde auf altbekannte Thriller-Stilelemente zurückgegriffen wird. Altbewährtes verkauft sich einfach besser! Trotz der heutzutage schon beinahe ungewöhnlichen Länge von über 550 Seiten kam bei mir niemals Langeweile auf, denn durch geschicktes Fährten legen und einer konstanten Spannung wurde mir nie Langweilig. Im Gegenteil, ich habe es innerhalb kurzer Zeit verschlingt! Was ich jetzt übrigens bereue, wer weiß wie lange es dauert, bis der nächste Teil erscheint... Ich wurde sehr oft in die Irre geführt und wusste alsbald nicht mehr, wem ich eigentlich noch trauen soll. Somit hätte ich alles und jedem im Verdacht und entfernte mich immer mehr von der Lösung - Hey, genauso sollte es auch sein. Das ist im Grunde das Rezept zu einem guten Thriller, auch in diesem Falle. Im großen und Ganzen löst es sich aber schlüssig auf, doch Kleinigkeiten wirken leider weit hergeholt und zufällig. Das ist aber meckern auf hohem Niveau! Sabine Nemez hatte bei mir ja bereits im letzten Band bereits rein gar nicht ausgelöst. Kein Mitgefühl etc, im Grunde ist sie mir als 'Mensch' immernoch egal, wobei ich nicht sagen kann, woran das liegt. Sneijder wiederum war mir total unsympathisch, doch mittlerweile lässt er hindurchblicken, dass seine exzentrische Art eine Fassade ist. Dadurch mauserte er sich für mich zu meinen Liebling in diesem Buch. Ich mag durchgeknallte Charaktere, vor allem wenn sie mit einer gesunden Portion Sarkasmus ausgestattet sind. Todesurteil hat alles was ein guter Thriller braucht und wird daher von mir uneingeschränkt an alle Genre-Fans weiterempfohlen.

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Dantes Inferno

Von: Karthause

22.04.2015

Den ersten Fall um das Ermittlerduo Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez habe ich damals förmlich verschlungen, somit wurde dieser 2. Teil für mich praktisch zur Pflichtlektüre. Der eigenwillige, unangepasste – um nicht zu sagen kauzige – Profiler Sneijder hat alles Potential, um zum Kultermittler zu avancieren. Obwohl er alles andere als liebenswürdig und der typische Ermittler ist, mag ich ihn besonders, vielleicht auch gerade deswegen. Als Figur ist er eigentlich recht einfach gezeichnet, er ist das Ekel in persona, das stellt er konsequent unter Beweis. Aber zwischen den Zeilen lernt man auch einen anderen Sneijder kennen, den, der die Fähigkeiten der Studentin Sabine Nemez richtig einschätzt, sie fordern und fördern will und sich voll und ganz für sie einsetzt. Dieser Thriller bekommt durch seinen Ermittler die Facetten, die ihn von der Masse der Thriller abheben. „Todesurteil“ wird in zwei Handlungsebenen erzählt. Die eine umfasst das Geschehen um die Studentin Sabine Nemez, die von Sneijder an die Akademie des BKA für hochbegabten Nachwuchs in Wiesbaden geschleust wurde und sich dort im Rahmen ihrer Ausbildung mit bislang ungeklärten Kriminalfällen befassen muss, wobei sie zwischen einigen recht schnell einen Zusammenhang entdeckt. Der zweite Handlungsstrang ist in Wien angesiedelt. Dort taucht Clara, ein zehnjähriges Mädchen, das ein Jahr lang vermisst wurde, wieder auf. Sie konnte ihrem Peiniger entkommen, der auf ihren Rücken Motive aus Dantes Inferno tätowierte. Die Staatsanwältin, Melanie Dietz, ermittelt und die Spuren führen unter anderem nach Wiesbaden. Sowohl Sabine Nemez als auch Melanie Dietz sind persönlich in die Fälle involviert, sie sind hoch motiviert, diese aufzuklären und wagen auch mutige Alleingänge, die den Thriller zwar spannend machen, aber nicht unbedingt realitätsnah sind. Aber egal, ich habe schließlich einen Thriller gelesen und keinen Dokumentarbericht bezüglich polizeilicher Ermittlungsarbeit. Und dieser Thriller hat alles, was ich von diesem Genre erwarte. Er ist eingänglich geschrieben, leicht und flüssig zu lesen, hat einen durchgehend zunehmenden Spannungsbogen, ist psychologisch gut konstruiert und weist etliche unerwartete Wendungen auf. Die Atmosphäre ist dunkel und dicht und auch mich hartgesottene Thrillerleserin hat so manche Szene sehr berührt. Wenn ich den letzten Sätzen dieses Thrillers Glauben schenken darf, hat Maarten S. Sneijder schon einen neuen Fall im Köcher, ich hoffe sehr, dass Andreas Gruber seine Leser nicht zu lange darauf warten lässt. Wer spannende, rasante und gut durchdachte Thriller mit speziellen Ermittlern mag, wird bei diesem voll und ganz auf seine Kosten kommen. Ich fühlte mich von ihm sehr gut unterhalten.

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Unglaubwürdiger Thriller

Von: hessen liest

16.04.2015

In "Todesurteil" gibt es zwei Handlungsstränge. Zum einen geht es um Sabine Nemez die endlich Profiling studieren darf. Ihr Ausbilder, Maarten S. Sneijder ist ein Kotzbrocken wie er im Buche steht und dennoch kann sich Sabine alles erlauben, was ich für sehr unwahrscheinlich halte. Er hat sich bestimmt nicht von einer Studentin an der Nase herum führen lassen. Zum anderen geht es um die 10 jährige Clara, die ein Jahr lang verschwunden war und sich dann befreien konnte. Die Staatsanwältin Melanie Dietz hat den Stiefvater des Mädchens in Verdacht und bedient sich ungesetzlichen Methoden um den Fall aufzuklären. Für mich war das alles zu sehr an den Haaren herbeigezogen und dadurch mehr als unglaubwürdig. Mir haben auch die vielen Beschreibungen und Erklärungen nicht gefallen, die jeden Anflug von Spannung im Keim erstickt haben. Sehr schade, denn Andreas Gruber kann es besser, was er schon mehrfach bewiesen hat. Aus diesem Thema hätte man mehr machen können, wäre man bei der Realität geblieben.

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Darum geht’s: Staatsanwältin Dietz ist entsetzt. Die 11-jährige Clara, die ein Jahr zuvor spurlos verschwand, taucht wieder auf, völlig verstört und mit einer Tätowierung auf dem Rücken, die ein Motiv aus Dantes “Inferno” darstellt. Kurz darauf wird eine Kinderleiche im Wienerwald gefunden, deren Haut am Rücken fehlt. Ist Clara entkommen, bevor sie das gleiche Schicksal treffen konnte? Gleichzeitig besprechen die neuen Studenten an der Akademie des BKA in Wiesbaden ungelöste Mordfälle zu Schulungszwecken. Unter ihnen ist Sabine Nemez, die es ganz kurzfristig doch noch in diese elitäre Ausbildung geschafft hat. Sicher hat ihr Lehrer Maarten S. Sneijder da seine Finger im Spiel. Sabine entwickelt neue Ideen und Ansätze zu den Schulungsfällen, die aber keiner hören will. Also stöbert sie alleine in den ungelösten Fällen herum. So fand ich’s: Beide Handlungsstränge sind gleichermaßen spannend und faszinierend, aber auch grausam. Die ganze Zeit fragte ich mich, wie die Geschehnisse in Wien und in Deutschland wohl zusammenhängen würden, aber als sich dann eine Verbindung abzeichnete, hatte ich das so nicht kommen sehen. Besonders in der zweiten Hälfte ist die Spannung sehr hoch, die Mischung aus Denkaufgabe und Action hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich konnte das Buch kaum weglegen. Sowohl in Wien als auch in Wiesbaden gibt es handelnde Personen, die man mag und welche, die einem unsympathisch sind, aber durchweg sind alle dreidimensional und mit Tiefe ausgestattet. Besonders gefallen hat mir das Zusammenspiel von Sabine Nemez und ihrem skurrilen, aber genialen Lehrmeister Maarten S. Sneijder, die ja schon in “Todesfrist” einen Fall zusammen bearbeitet haben. Ihr Geplänkel und die Eigenheiten Sneijders bringen einen zum Schmunzeln. Man muss “Todesfrist” aber vorher nicht zwingend gelesen haben, auch wenn ich das Buch jedem Thrillerfan nur wärmstens ans Herz legen kann. Am Ende wartet eine schlüssige Auflösung und eine winzige Andeutung für die Zukunft. Auch mit diesem Thriller hat Andreas Gruber mich wieder hundertprozentig überzeugt.

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Vor einem Jahr verschwand die damals 10-jährige Clara spurlos. Nun taucht sie vollkommen verstört und mit einem grauenvollen Tattoo auf dem Rücken wieder auf. Staatsanwältin Melanie Dietz ermittelt mit Kommissar Hauser zusammen in dem Fall. Zur gleichen Zeit zieht Sabine Nemez von München nach Wiesbaden, um ihre Ausbildung an der BKA-Akademie zu beginnen. Ihr Dozent ist niemand anderes als Maarten S. Sneijder, den Sabine aus einem früheren Fall kennt. Sneijder nimmt in seinem Seminar ungelöste Mordfälle mit seinen Schülern durch und schnell stellt Sabine Zusammenhänge zwischen diesen Fällen her. Ein kleines Mädchen hetzt am Ende ihrer Kräfte durch den Wald. Sie hat nur ein Ziel: endlich eine Ortschaft zu finden und Menschen, die ihr helfen. Clara hat unwahrscheinliches Glück und wird von einem älteren Ehepaar entdeckt. Mit dieser erschütternden Szene beginnt Andreas Gruber den 2. Band seines kongenialen Teams Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Sabine selbst kann ihr Glück kaum fassen, dass sie nach vielen vergeblichen Versuchen endlich an der BKA-Akademie aufgenommen wurde und dies noch ohne Aufnahmeprüfung. Doch ihr Verdacht bestätigt sich rasch, dass der brillante Fallanalytiker Maarten S. Sneijder hier seine Finger im Spiel hatte. Mit Feuereifer stürzt sie sich in die Ausbildung und die ungelösten Mordfälle, welche im Sneijders Modul durchgenommen werden, wecken schnell ihre Neugier. Die Fälle haben völlig unterschiedliche Modus Operandi, haben sich quer über das Bundesland ereignet und doch entdeckt Sabine hier Zusammenhänge. Allerdings steht sie mit ihrem Verdacht ziemlich alleine da. Die Handlungsstränge wechseln regelmäßig zwischen Wien und Wiesbaden und bald schon fragt man sich, was diese so völlig unterschiedlichen Geschichten nun gemeinsam haben sollen. Lange Zeit lässt Andreas Gruber hier seine Leser im Dunkeln tappen. Aber nicht nur die Neugier wird immer wieder aufs äußerste vom Autor strapaziert, auch die Story ist von Anfang an äußerst packend und fesselnd erzählt. Verzwickt und vielschichtig entwickelt sich diese, die Schlagabtausche zwischen Sabine und Sneijder sorgen zudem immer mal wieder für kleine Schmunzler, für die man bei der ansonsten doch recht beklemmenden Stimmung des Psychothrillers recht froh ist. In Bezug auf Täter oder gar Motiv der ungeklärten Mordfälle wie auch der Entführung von Clara lässt der Autor einem auch äußerst lange im Unklaren. Immer wieder nimmt die Story überraschende Wendungen an und die Auflösung des Psychothrillers ist dann absolut schlüssig, unvorhersehbar und lässt zudem keine Fragen mehr offen. Aber nicht nur die hervorragend durdachte und hochspannende Story überzeugen restlos, auch das eigenwillige wie sympathische Team Nemez und Sneijder überzeugt auf ganzer Linie mit ihren eigensinnigen Ermittlungsmethoden. Fazit: Sneijder & Nemez zum Zweiten: Hochspannend, äußerst wendungsreich und unvorhersehbar … absolut lesenswert

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Seit "Rachesommer" bin ich ein Fan des österreichischen Autors Andreas Gruber...dann kam "Todesfrist" und ich dachte mir keiner seiner Thriller könnte dieses Buch noch toppen! Doch nun habe ich "Todesurteil gelesen und bin ebenso begeistert! "Todesurteil" steht "Todesfrist" in keiner Weise nach - im Gegenteil! Und es gibt ein Wiederlesen mit Maarten S. Sneijder, denn dies ist Band 2 um den eigenwilligen und charismatischen Fallanalytiker. Ich würde empfehlen die Bücher der Reihe nach zu lesen, aber man kann auch dieses Buch alleine lesen. Dieser spannende Thriller von Andreas Gruber spielt zeitgleich an zwei verschiedenen Plätzen: Wien und Umgebung (Neusiedlersee) und Wiesbaden. Kapitelweise wird zwischen den beiden unterschiedlichen Handlungssträngen hin- und hergesprungen, wobei die Spannung trotzdem nie zu kurz kommt. In der Nähe von Wien wird ein verstörtes und misshandeltes Mädchen gefunden. Es ist Clara, die 11-jährige Tochter von Staatsanwältin Melanie Dietz ehemaliger Freundin Ingrid. Ihr Rücken ist bis auf ein kleines Fleckchen mit Motiven aus Dantes Inferno tätowiert worden. Kurz darauf wird eine Kinderleiche im Wienerwald gefunden, deren Haut am Rücken fehlt. Melanie übernimmt den Fall gemeinsam mit ihrer Therapiehündin Sheila. Im zweiten Handlungsstrang begegnen wir wieder Sabine Nemez, die nach einigen Absagen endlich die Möglichkeit bekommt an der Akademie des BKA in Wiesbaden zu studieren. Dies gibt auch ein Wiedersehen mit Maarten S. Sneijder, dem niederländischen Fallanalytiker, der dort unterrichtet und Sabine in seinen Kurse nimmt. Gemeinsam haben sie vor einem Jahr ("Todesfrist") einen Fall gelöst. Doch Sabine hat keinen sehr guten Anfang in Wiesbaden. Drei ihrer Mitstudenten neiden ihr den Platz, den sie ohne Aufnahmeprüfung bekommen hat. Nur die toughe Tina zeigt sich ihr gegenüber freundlich. Außerdem erfährt sie, dass auf ihren Exfreund Erik, der ebenfalls beim BKA arbeitet, ein Anschlag verübt wurde. Dieser liegt schwer verletzt auf der Intensivstation. Anscheinend hat er an einem Fall gearbeitet, den sie bei Sneijder im Kurs durchnehmen.....ein Gemetzel an einer Familie in Berlin. Sabine entdeckt Gemeinsamkeiten der alten Fälle, die sie durchnehmen und den Vorfällen in Österreich. Doch sie ist die Einzige, die so denkt... Dieser Thriller von Andreas Gruber ist sehr temporeich und nichts für schwache Nerven. Beide Handlungsstränge sind rasant und es kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Der Spannungsbogen ist durchgehend konstant bzw. wächst sogar noch...was man sich gar nicht mehr vorstellen kann! Man kommt kaum zum "durchschnaufen" und rätselt permanent, wie denn diese Fälle alle zusammenhängen sollen? Immer wieder gibt es neue Ansatzpunkte und verblüffende Wendungen, die mir mehr und mehr Fragezeichen in meine Augen zauberten. Die Charaktere sind alles andere als einseitig und haben alle ihre Ecken und Kanten. Besonders Sneijder ist der "Ungustl" schlechthin, den wir ja schon aus "Todesfrist" kennen. Auch in diesem Band braucht er weiterhin seine Dosis Marihuana, um sich in die Gedankenwelt der Täter versetzen zu können und vorallem, um gegen seine nagenden Kopfschmerzen anzukämpfen. Ich habe bis jetzt keinen Ermittler kennengelernt, der Maarten S. Sneijder ähnelt. Er ist absolut unsympathisch und gleichzeitig wieder das Gegenteil. Sabine ist eine toughe junge Frau, die vor nichts zurückschreckt und ihren Weg geht. Das Zusammenspiel der Beiden ist absolut gelungen und bringt etwas Humor in die manchmal doch sehr grausamen Morde. Auch die übrigen Charaktere sind sehr gut dargestellt. Besonders gefallen haben mir Tina, Sabines Studienkollegin und Staatsanwäting Melanie Dietz. Schreibstil: Der Erzählstil ist packend, flüssig und sehr temproreich. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und nicht einseitig. Verblüffende Wendungen bringen immer wieder neue Ansätze und Ideen. Cover: Der hellblauen Hintergrund gefällt mir sehr! Die abgebildete Tatwaffe ist in 3-D und fährt man mit der Hand drüber, spürt man rauhe Erhebungen - genial! Auch passt das Titelbild zu Reihe um "Todesfrist". Fazit: Ein MUSS für alle Thrillerfans! Absolut genial konstruiert und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Mein bisheriges Highlight des Jahres!

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