Leserstimmen zu
Das Licht der Welt

Daniel Wolf

Die Fleury-Serie (2)

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Meine Meinung „Das Licht der Welt“ ist bereits der zweite Teil des Mittleralter-Epos von Daniel Wolf. Den ersten Teil habe ich (leider bisher) noch nicht gelesen, das schränkt das Verständnis für diesen Teil jedoch in keinster Weise ein. Es handelt sich hier nicht einfach nur um einen erfunden historischen Roman – im Gegenteil; man erfährt auch so einiges Historisches, in erster Linie geht es aber natürlich um eine fiktive Stadt und um fiktive Charaktere. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben. Liebe, Freundschaft, Feindschaft, Krieg fesseln den Leser von Anfang bis Ende. Man leidet mit den Figuren, man freut sich mit den Figuren und man hofft immer wieder, dass sich alles zum Guten wendet. Von 1152 Seiten kann natürlich nicht jede einzelne spannend sein, da der Roman aber viele Handlungen und auch einige kleine Nebengeschichten enthält, entsteht trotzdem kein Gefühl der Langeweile, ich war am Ende doch überrascht, das Buch nach wenigen Tagen schon durchgelesen zu haben. Fazit Wer historische Romane mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Man sollte sich von den vielen Seiten nicht abschrecken lassen, letztlich wird man doch jede Seite genießen.

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Ein historischer Roman der es in sich hat ;) Cover: Der Hintergrund sieht aus wie altes Pergamentpapier, die Schrift ist auch auf Alt getrimmt, inkl. dem obligatorischen kleinen Bild beim großen “L”. Ein Kunstwerk. Und den alten Schriften des Mittelalters sehr gut nach empfunden. Auch der Innenumschlag wurde gut genutzt indem eine Straßenkarte von Varennes abgebildet wurde. Figuren: Auch das gefällt mir sehr gut an diesem Buch: Dieses ausführliche Verzeichnis aller beteiligten Personen in Varennes-Saint-Jacques, Speyer und Metz. Außerdem eine Liste aller erwähnten historisch belegten Personen. Dieses erstreckt sich über fast vier Seiten. Und dann ist da noch die Karte mit den Schauplätzen der Handlung. Heute gehört das zum Teil ja zu Frankreich. Michel Fleury: Bürgermeister von Varennes-Saint-Jacques, ständig im Kampf gegen Widersacher, Naturgewalten und die Obrigkeiten welche sich ständig bekriegen müssen. Isabelle Fleury: Seine Frau welche sich hauptsächlich um das Geschäft kümmert und auch Kauffahrten unternimmt. Rémy Fleury: Sohn des Ehepaares Fleury. Der erste “private”, also weltliche Meister der Buchmalerei. Ist somit dem Klerus ein ständiger Dorn im Auge. Henri Duval, Odard Le Roux, Eustache Deforest, Soudic Poilevain, Jean Caboche, Guichard Bonet, Bertrand Tolbert: Ratsherren der Stadt Varennes-Sain-Jacques. Anseau Lefèvre: Auch ein Ratsherr, aber erbitterter, gefährlicher, hinterlistiger Widersacher des Bürgermeisters. Fühlt sich ständig übergangen und strebt die alleinige politische Macht der Stadt an. Renouart de Bézenne: Lothringischer Ritter welcher in die politischen Mühlen gerät und durch Intrigen in Knechtschaft gerät. Abbé Wigéric: Vorsteher der Abtei Longchamp. Entschiedener Gegner aller weltlicher Ideen und Neuerungen. Sieht sich ständig durch die modernen Ideen z.B. von Rémy Fleury in seiner Existenz bedroht. Um wirklich alle für die Handlung relevanten Personen hier aufzuführen fehlt einfach der Platz in einer kleinen, aber feinen Rezension, deshalb ist es dringend angeraten, das Buch selbst einmal in die Hand zu nehmen ;) . Covertext (Innenklappe): Varennes-Saint-Jacques im Jahre des Herrn 1218: Eine Stadt, drei Menschen, drei Schicksale. Der Buchmaler Rémy Fleury träumt von einer Schule, in der jedermann lesen und schreiben lernen kann. Sein Vater Michel, Bürgermeister von Varennes, will seine Heimat zu Frieden und Wohlstand führen, während in Lothringen Krieg herrscht. Die junge Patrizierin Philippine ist in ihrer Vergangenheit gefangen und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Sie alle eint der Wunsch nach einer besseren Zukunft, doch ihre Feinde lassen nichts unversucht, sie aufzuhalten. Besonders der ehrgeizige Ratsherr Anseau Lefèvre hat geschworen, die Familie Fleury zu vernichten. Niemand ahnt, dass Lefèvre selbst ein grausiges Geheimnis hegt … Story und Fazit: Ein Buch über Leben und Leiden, Intrigen, Mord und Totschlag, Liebe, Hass und Leidenschaft: Ganz nach meinem Geschmack :D . Dazu noch vor rund 800 Jahren spielend: perfekt! Das Buch ist flüssig zu lesen, alles wird wunderbar erklärt (historische Hintergründe, das Leben im frühen Mittelalter, die politische Situation), da bleiben keine Fragen offen und man kann wunderbar durchlesen … und tatsächlich habe ich das Buch nur zum Schlafen oder Arbeiten gehen zur Seite gelegt ;) . Man wird mitgerissen und leidet oder freut sich mit den Protagonisten. Manchmal sitzt man da, knabbert an den Fingernägeln vor Aufregung und hofft, dass alles gut ausgeht, und dann kommt der nächste Schlag, und noch einer, und noch einer … Super, einfach nur klasse! Alle Figuren sind sehr realistisch dargestellt, z.B. der Abbé Wigéric welcher um die Zukunft seiner Abtei fürchtet nur weil das Volk auf neue Ideen kommt und diese auch noch umsetzt! Skandalös! Wo käme man da hin wenn sich nicht jeder dem Willen der Kirche fügen würde tz tz tz. Leider kann ich nicht sehr viel über den Inhalt hier schreiben ohne gleich zu spoilern. Aber ich kann euch große Spannung bei der Lektüre versprechen: Der Bürgermeister versucht, seiner Stadt mehr Ansehen und Aufmerksamkeit zu verschaffen indem er sich die Rechte für einen überregionalen jährlichen Markt verschafft. Sein Sohn Fleury eröffnet eine weltliche Werkstatt der Buchmalerei und eine Schule für das einfache Volk da er der Meinung ist, dass die Schule der Abtei Longchamp zu viele Bibeltexte und zu wenig Förderliches für einen späteren Kaufmann oder Handwerker lehrt. Mit den meisten Ratsherren im Rücken scheint das alles anfangs gut zu funktionieren, wenn da nicht die neidischen Widersacher wären welche auch nicht vor Mord und Zerstörung zurück schrecken um diese hoch fliegenden Pläne wieder zunichte zu machen. All das zusammen genommen bleibt mir beim Verteilen der Teufelchen nur eine Möglichkeit: Fünf, es müssen unbedingt fünf sein :D .

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Inhaltsangabe: In seiner Heimat tobt ein brutaler Krieg. Er kämpft für Frieden und Wohlstand. Doch er hat einen mächtigen Feind, der alles daransetzt, ihn zu vernichten. Varennes-Saint-Jacques im Jahre des Herrn 1218: Eine Stadt, drei Menschen, drei Schicksale. Der Buchmaler Rémy Fleury träumt von einer Schule, in der jedermann lesen und schreiben lernen kann. Sein Vater Michel, Bürgermeister von Varennes, will seine Heimat zu Frieden und Wohlstand führen, während in Lothringen Krieg herrscht. Die junge Patrizierin Philippine ist in ihrer Vergangenheit gefangen und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Sie alle eint der Wunsch nach einer besseren Zukunft, doch ihre Feinde lassen nichts unversucht, sie aufzuhalten. Besonders der ehrgeizige Ratsherr Anseau Lefèvre hat geschworen, die Familie Fleury zu vernichten. Niemand ahnt, dass Lefèvre selbst ein grausiges Geheimnis hegt ... Meinung: Ein gelungener historischer Roman! Ich bin beeindruckt von diesem Buch. Das Cover ist sehr schön und in dem Buch ist eine historische Karte eingezeichnet. Aus dem Inhalt kann man lernen und Daniel Wolf hat die Geschichte dadrum sehr klug umfasst. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!!

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Dies ist die Fortsetzung des Romans „Das Salz der Erde“. Auf 1150 Seiten geht es im Großen und Ganzen um Wohl und Wehe der fiktiven Stadt Varennes-Saint-Jacques. Einige Einwohner der kleinen Stadt treten stärker in den Vordergrund, und so hat auch diesmal wieder Michel de Fleury eine wichtige Rolle, denn man könnte sagen, Varennes-Saint-Jacques ist sein Lebenswerk. Schon immer lagen ihm die Belange der Stadt am Herzen, und mittlerweile ist er der hoch geachtete Bürgermeister. Im Lauf der Handlung, die sich von 1214 bis 1248, über 34 Jahre erstreckt und deren hauptsächlicher Schauplatz die Stadt Varennes-Saint-Jacques ist, gewinnt auch immer mehr Michels Sohn Remy an Bedeutung. Der meisterliche Buchmaler hat große Träume für seine Heimatstadt. Er möchte eine Schule gründen, die nicht der Kirche untersteht und in der auch die Kinder einfacher Leute lernen können, um bessere Chancen für die Zukunft zu haben. Je stärker die Stadt an Bedeutung gewinnt, umso mehr Gegner finden sich im ihrem Dunstkreis. Die Kaufleute der Stadt Metz fürchten die starke Konkurrenz von Michel und seiner Gilde, und dem Vorsteher der Abtei Longchamp sind Remys Pläne ein Dorn im Auge. Die Stadtväter haben alle Hände voll zu tun, um ihren Stand in Oberlothringen zu behaupten, zudem haben sie einen gefährlichen Gegner in den eigenen Reihen, denn Anseau Lefévre, der Wucherer, stellt sich nicht nur quer, wenn es um interne Beschlüsse geht, sondern er hat auch ein dunkles, böses Geheimnis, und er hegt einen tödlichen Hass gegen die Familie Fleury. Als eines Tages die junge Adlige Philippine in Remys Werkstatt auftaucht, spüren beide, dass sie eine gewisse Seelenverwandtschaft verbindet, denn Philippine liebt Bücher über alles und ist fasziniert von Remys Handwerk und seinen Plänen. Aber Remy spürt, dass sie etwas vor ihm verbirgt, ein Geheimnis, das ihrer innigen Liebe im Weg steht. Das Leben und Sterben, Freud und Leid in Varennes-Saint-Jacques sind so anschaulich geschildert, die Menschen so lebendig beschrieben, dass es eine wahre Freude ist, diesen Roman zu lesen. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß in dieser Geschichte, sondern sie hat vielerlei Facetten und Nuancen zu bieten. So sind eben auch die Fleurys keine Heiligen, sondern Menschen mit Schwächen und Fehlern, und auch die negativen Charaktere sind nicht abgrundtief böse, zumindest nicht alle. Mit diesem gigantischen historischen Roman ging es mir wie mit seinem Vorgänger, ich konnte völlig in der Handlung versinken und war gefesselt vom Schicksal dieser mittelalterlichen Stadt und ihrer Bürger. Man merkt beim Lesen gar nicht, wie die Zeit vergeht. Die Handlung fliegt nur so dahin, und ehe man sich versieht, ist man schon am Ende angelangt, was man in Anbetracht der Seitenzahl gar nicht so schnell erwartet hatte. Historisch Interessierte werden ihre Freude an den Anmerkungen zum geschichtlichen Hintergrund des Romans und am umfangreichen Glossar haben, denn hier erfährt man sehr viel Wissenswertes über die wahren Verhältnisse damals in Oberlothringen, und es werden viele spezielle Begriffe der beschriebenen Zeit erklärt. Ein Roman dieser Art wäre schwer denkbar bzw. sicher nicht so gut ohne reale Zusammenhänge und historische Personen, die es wirklich gegeben hat, und so „trifft“ man auch hier einige bekannte Charaktere, über die man schon in den Geschichtsbüchern gelesen hat. Auf Daniel Wolfs Blog habe ich entdeckt, dass ein dritter Band um die Fleurys in Planung ist, und ich freue mich jetzt schon sehr darauf, denn ich hoffe, dass es ein Roman in ähnlichem Umfang wird und genauso grandios wie seine beiden Vorgänger.

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In seiner Heimat tobt ein brutaler Krieg. Er kämpft für Frieden und Wohlstand. Doch er hat einen mächtigen Feind, der alles daransetzt, ihn zu vernichten. Varennes-Saint-Jacques im Jahre des Herrn 1218: Eine Stadt, drei Menschen, drei Schicksale. Der Buchmaler Rémy Fleury träumt von einer Schule, in der jedermann lesen und schreiben lernen kann. Sein Vater Michel, Bürgermeister von Varennes, will seine Heimat zu Frieden und Wohlstand führen, während in Lothringen Krieg herrscht. Die junge Patrizierin Philippine ist in ihrer Vergangenheit gefangen und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Sie alle eint der Wunsch nach einer besseren Zukunft, doch ihre Feinde lassen nichts unversucht, sie aufzuhalten. Besonders der ehrgeizige Ratsherr Anseau Lefèvre hat geschworen, die Familie Fleury zu vernichten. Niemand ahnt, dass Lefèvre selbst ein grausiges Geheimnis hegt ... (Amazon) Was für ein tolles historisches Hörerlebnis, für das man aber etwas Zeit einplanen sollte, denn mit 34 Stunden und 30 Minuten ist das Hörbuch doch ziemlich lang. Aber trotzdem wirkte keine Sekunde davon langweilig. An die Stimme des Sprechers Johannes Steck, musste ich mich allerdings erst gewöhnen, aber je spannender die Geschichte wurde, desto mehr rückte die Stimme in den Hintergrund. Als ich das Buch begann, wusste ich nicht, dass es die Fortsetzung von "Das Salz der Erde ist". Das Buch habe ich noch nicht gelesen oder gehört, aber das störte überhaupt nicht. Man muss kein Vorwissen haben und kann "Das Licht der Welt" auch ohne den ersten Band genießen. Sehr schnell schlug mich das Gehörte in seinen Bann und man traf mich nur noch mit Kopfhörern und MP3-Player an, nicht willens die Lektüre zu unterbrechen, wenn mir jemand etwas erzählen wollte. Rémy Fleury und seine Eltern hatten es mir besonders angetan, während ich immer hoffte, dass dieser intregante und gemeine Anseau Lefévre endlich einmal sein Fett weg bekommt. Auch die geheimnisvolle Philippine hatte es mir angetan und verfolgte mich bis in meine Träume. Wir werden in die Welt der Buchmalerei und von Friedrich II entführt. Geschickt verwebt der Autor historische Fakten mit seiner Phantasie und die Mischung ist ihm wirklich hervorragend gelungen. Das Buch lebt zum Größten Teil von seinen tollen Charakteren. Trotz der Menge an Personen haben sie eine Lebendigkeit und Tiefe, die sie alle echt wirken lassen. Auch der bildhafte Schreibstil tut sein übriges um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Bisher kannte ich von dem Autor, der unter seinem richtigen Namen Christoph Lode hauptsächlich Fantasy schreibt, noch keine historischen Romane, aber ich werde mir auf jeden Fall noch "Das Salz der Erde" zulegen und schauen, was es sonst noch so von Daniel Wolf zu schmökern gibt. Von seinen Fantasybüchern stehen schon ein paar in meinem Regal, aber wie so oft, fehlte mir bisher die Zeit sie zu lesen. Ich vergebe für diesen tollen historischen Roman, der mich eine lange Zeit begleitete, 5 von 5 Punkte und eine allgemeine Leseempfehlung. Das Hörbuch ist wirklich gelungen und man sollte sich wirklich die Zeit nehmen, dem Sprecher in Ruhe zuzuhören, denn sonst kann es vorkommen, dass man durch die große Personenzahl schnell den Anschluss verliert. Ich habe jede Minute davon genossen. © Beate Senft

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Meinung: Obwohl mir der Vorgänger gut gefallen hatte, war ich mir lange Zeit nicht sicher, ob ich diese Fortsetzung lesen werde. Denn einerseits fand ich das Ende von „Das Salz der Erde“ ziemlich befriedigend und andererseits haben mich die vielen Seiten doch aufs Neue wieder etwas abgeschreckt. Nachdem ich aber ein paar Seiten in den Schmöker hineingelesen hatte, konnte ich mich sofort wieder in das Oberlothringen der Vergangenheit versetzen und war doch gespannt, wie es den Charakteren in den vergangenen Jahren so ergangen ist. Varennes-Saint-Jacques hat sich weiterentwickelt und gedeiht unter der Führung von Michel. Doch nicht alle sind damit zufrieden, weshalb es immer wieder neue Probleme gibt. Dieses Mal hat sich der Autor die großen Schicksalsschläge zwar eher für das Ende aufgehoben, aber trotzdem kann die Geschichte wieder gut unterhalten und beschert einige aufschlussreiche Lesestunden. Denn, dass der Autor auch für „Das Licht der Welt“ gut recherchiert hat ist beim Lesen deutlich spürbar. Für einen historischen Roman ist der Schreibstil angenehm lesbar und auf anziehende Weise schon fast ein bisschen modern, zumindest manche Dialoge und Ansichten. Dabei ist eine nette Mischung aus Fiktion und historischer Realität entstanden und der Leser bekommt wieder einen anschaulichen Einblick in das Leben im 13. Jahrhundert. Da 1152 Seiten auch erstmal gefüllt werden wollen gibt es natürlich viele ausführliche Beschreibungen und reichlich Nebenhandlungsstränge. Aber trotz allem gibt es eher selten Längen und man verliert die wichtigen Haupthandlungen nie aus den Augen. Des Weiteren gibt es wieder einige Wendungen, von denen zwar viele durchaus offensichtlich erarbeitet werden, andere hingegen aber eher unvorhergesehen und überraschend sind. Durch die eingehenden Beschreibungen werden auch alle Charaktere wieder eindrucksvoll dargestellt und haben Raum sich zu entwickeln, weshalb man sich gut mit ihnen identifizieren kann. Einen weiteren Vorteil sehe ich außerdem darin, dass man die Geschichte problemlos ohne das Vorwissen aus „Das Salz der Erde“ lesen kann. Zum einen hilft das umfangreiche Personenregister und zum anderen ist die Geschichte so in sich abgeschlossen, dass Vorkenntnisse nicht unbedingt bedeutend sind. Fazit: Wieder ein solider historischer Roman, der einige unterhaltsame Lesestunden und das Versinken in einer interessanten Vergangenheit ermöglicht. Für alle die „Das Salz der Erde“ gelesen haben bietet „Das Licht der Welt“ eine lesenswerte Fortsetzung rund um die Familie Fleury und die Stadt Varennes-Saint-Jacques, aber auch für Quereinsteiger gibt es vieles zu Entdecken. Von mir gibt es wie für den Vorgänger 4 Sterne.

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Das Buch in drei Worten? Spannend, emotional, historisch. Wie ist das Cover? Das Cover ist ebenso gelungen und passend, wie das Cover zum ersten Band der Saga. Man sieht eine stilisierte Initiale, in der man drei Männer sieht, die um ein Pult mit Dokumenten stehen. Diese Szene findet sich gleich mehrfach im Buch wieder, sodass sie sehr gut in die Geschichte passt. Ein schönes Cover, das sich perfekt in die Reihengestaltung einfügt. Wie war die Handlung? Oh! Mein! Gott! In diesem Band passiert so viel. Und einige Stellen will ich am liebsten einfach vergessen, weil sie mich so traurig gemacht haben. Natürlich mussten diese Szenarien irgendwann einmal passieren, aber ich will nicht, dass es passiert. Können die Figuren nicht einfach alle da bleiben? Bitte? Nun gut. Die Handlung im zweiten Teil der Saga ist actionreich und spannend und fliegt nur so an einem vorbei. Dabei ist der Folgeband gewohnt korrekt und es macht einfach Spaß, das Mittelalter in Daniel Wolfs Roman zu entdecken. Wie waren die Figuren? Alle heißgeliebten Figuren des Auftaktromans waren wieder mit dabei und zusätzlich viele neue. Dennoch konnte man den Überblick behalten und ich musste nicht im Personenverzeichnis nachsehen, wer wohin gehört. Wieder einmal steht die Familie Fleury im Vordergrund der Geschichte und agiert gegen altbekannte Feinde. Aber auch neue Antagonisten kommen hinzu, sodass der Baustein für kommende Differenzen gelegt werden konnte. Dabei konnten mich wieder alle Figuren von sich überzeugen. Egal ob gut oder böse, sie alle sind überzeugend gestaltet. Es macht einfach Spaß die wechselnden Perspektiven zu verfolgen und sich gegen Gegner zu verschwören. Wie war der Schreibstil? Der Schreibstil lässt nichts zu wünschen übrig. Fachbegriffe werden unauffällig in den Kontext eingebunden, sodass man auch ohne große Kenntnis des Mittelalters alles verstehen kann, ohne einen Blick ins Glossar am Ende des Buches werfen zu müssen. Die Sprache der Figuren ist passend, weist Altruismen auf, ohne jedoch vollkommen veraltet, unpassend oder übertrieben zu wirken. Es war einfach ein rundum gelungenes Leseerlebnis. Was mir aufgefallen ist: Band 1 und 2 unterscheiden sich ein wenig voneinander in der Art, wie erzählt wird. Band 2 hatte mehr szenische Abschnitte, in denen mehrere Jahre übersprungen wurden, was der Handlung zuträglich war. Dennoch hätte mich interessiert, was ausführlich in den nicht erzählten Jahren geschah. Was war gut? Alles. Die Darstellung des Mittelalters ist perfekt, realistisch und historisch begründet. Auch im zweiten Band bindet Daniel Wolf historische Ereignisse für seine Zwecke ein, ohne sie zu verändern. Er nutzt lediglich Grauzonen und arbeitet seine Geschichte passend und durchaus realistisch um historische Begebenheiten herum, sodass ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Was war nicht so gut? Das ist kein Kritikpunkt, schließlich musste es so kommen, aber ich bin mit einer Stelle im Buch zutiefst unzufrieden. Ich hatte Michel doch so ins Herz geschlossen und dann das! Allein der Gedanke daran macht mich traurig… Gibt es etwas Außergewöhnliches? Die Historizität des Romans. Ich bin begeistert. Ich freue mich schon so unendlich auf den dritten Teil, auch wenn mir Michel unglaublich fehlen wird. Die Figuren, die Einbindung historischer Ereignisse in eine fiktive, aber sehr bunte und lebhafte Welt; all das ist so gelungen, dass ich durch das 1152 Seiten starke Buch innerhalb von 4 Tagen nur so geflogen bin. Kann ich das Buch weiterempfehlen? Auf jeden Fall. Freunde von Mittelaltergeschichten und historischen Romanen werden ihre wahre Freude mit dem Buch haben. Fans von familienbedingten Erzählungen werden an der Fleury-Saga ebenfalls ihre Freude haben, handelt dieser Band doch schlussendlich stark von Rémy und endet mit einem Ausblick auf Band 3, der von mir schon ersehnt wird. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung auch für all diejenigen, die historische Romane über das Mittelalter für sich entdecken wollen und Spaß an Historizität haben. Vielen Dank auch an Goldmann für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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1218 in Oberlothringen. Michel Fleury ist immer noch Bürgermeister in Varennes-Saint –Jacques und führt zusammen mit seiner Frau Isabell ein gutgehendes Handelsgeschäft. Während hauptsächlich sie die Geschäfte führt, setzt er sich für das Wohlergehen seiner Stadt und seiner Bürger ein. Ihr Sohn Rémy führt seine Buchmalerwerkstatt, was der Kirche im Dorn im Auge ist, vor allem, als er mit einer städtischen Schule auch noch der Klosterschule Konkurrenz machen will. Die Stadt blüht auf und wird immer größer, allem Krieg und Steinen, die ihnen in den Weg gelegt werden zum Trotz. Zumindest bis die Händler in Metz beginnen Varennes-Saint –Jacques als Konkurrenz anzusehen und versuchen sie in die Knie zu zwingen … Es ist mittlerweile schon fast zwei Jahre her, dass ich den ersten Band rund um Varennes-Saint –Jacques gelesen habe. Trotzdem kann ich mich noch an die Handlung und sehr viele Details daraus erinnern, denn ich war damals total angetan von diesem Buch, das ich aufgrund seines Umfangs erst gar nicht lesen wollte, eben weil ich eigentlich auch kein großer Fan historischer Romane bin. Das hat sich mit diesem Buch allerdings etwas geändert, denn es hat mir damals so ausnehmend gut gefallen, dass ich seitdem eher und öfter mal zu einem historischen Roman greife. Als ich dann erfahren habe, dass es eine Fortsetzung geben wird, habe ich mich tierisch gefreut. Trotzdem hat es schließlich noch einige Monate gedauert, bis ich dieses Buch tatsächlich angefangen habe, denn der Umfang von fast 1200 Seiten schreckt doch erst einmal ab. Mittlerweile ärgere ich mich, dass ich dieses Buch nicht doch früher zur Hand genommen habe, denn mir hat dieser Roman wieder ausnehmend gut gefallen. Gerade aufgrund seiner Länge konnte ich mich über drei Tage intensiv ins 13. Jahrhundert versetzen lassen und mit den lieb gewonnenen Figuren aus Band 1, sowie zahlreichen neuen Figuren mitfiebern. Ich kann es gar nicht so recht beschreiben, aber ich fühle mich mit dieser Lektüre einfach nur wohl und genieße sie so, wie ich selten ein Buch genieße. Auch nicht die Bücher, die ich ansonsten als Highlights empfinde. Dieses Buch wirkt noch viel weiter. Die Geschichte beginnt im Jahre 1218, im Prolog erleben wir eine Szene die 1214 spielt und sich wie ein roter Faden über hunderte Seiten hinweg durchs Buch ziehen wird, und endet im Jahre 1248. Wieder begleiten wir zahlreiche Figuren, allen voran die Familie Fleury, die mir bereits im ersten Band sehr ans Herz gewachsen sind. So war es mir eine große Freude in diesem Band mitzuerleben, wie es dem Sohn Rémy ergeht und wie er sich entwickelt hat. Aber auch die Entwicklung vieler weiteren Figuren konnte man beinahe hautnah miterleben. Jedenfalls hatte ich bei vielen Figuren mittendrin immer wieder das Gefühl sie schon lange und gut zu kennen, so sehr sind sie mir ans Herz gewachsen. So ließ es sich auch nicht vermeiden, dass ich zwischendurch vor Wut schnaufen musste oder auch mal Tränen geflossen sind. Es ist selbst für mich nicht so ganz begreiflich, wie mich dieses Buch emotional mitzureißen vermag. Die Schauplätze und die Handlung sind teils erfunden, teils entsprechen sie der Realität. Der historische Kontext drum herum ist gut recherchiert und auch gut dargestellt, wenn auch nicht immer korrekt eingehalten, aber darauf geht Daniel Wolf in seinem abschließenden Bemerkungen auch ein. Wieder geht es nicht nur um die persönliche Geschichte der Figuren, sondern auch um Freiheit und Unabhängigkeit und das Leben zu dieser Zeit und die Willkür, die die Mächtigen der damaligen Zeit ausüben konnten. Trotz der fast 1200 Seiten, die sich über mehrere Jahre hinziehen und eine wirklich detaillierte Geschichte erzählen, hatte dieses Buch keine Längen. Zumindest habe ich mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt gefühlt. Im Gegenteil. Ich musste einfach lesen und lesen und immer weiter lesen. Zum Ende hin ging es mir dann tatsächlich auch wieder etwas zu schnell und ich hätte es mir zum Schluss noch ein wenig ausführlicher gewünscht. Ich glaube mich aber daran zu erinnern, dass ich das Ende des ersten Bandes ebenso empfunden habe. Tatsächlich war ich zum Schluss aber auch etwas traurig, als ich Abschied von all den lieb gewonnenen Figuren nehmen musste. Von mir aus dürfte es gerne weiter gehen, ich hätte nichts dagegen, wenn der Autor hier einen weiteren Wälzer nachschieben würde. Ich wäre dabei! Hinter dem Pseudonym Daniel Wolf steckt übrigens Christoph Lode, der bislang nicht nur bereits historische Romane geschrieben hat, sondern auch einige Fantasy-Romane. Fazit Für mich ist Das Licht der Welt ein großes Highlight. Nicht nur ein einfaches Lese-Highlight, sondern auch ein emotionales, denn ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass ich mich bei einem Buch schon mal so arg involviert gefühlt habe. Daniel Wolf versteht es meisterhaft seine Figuren zum Leben zu erwecken. Michel und Rémy sind gute Freunde geworden und ich wünschte mir sehr, ich könnte mehr von ihnen hören.

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