Leserstimmen zu
Die Kunst des achtsamen Putzens

Shoukei Matsumoto

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Ich habe dieses Buch von meiner Frau geschenkt bekommen, wohl weil ich selber eher ein Reinigungsmuffel bin. Ich hatte immer etws Motivationsprobleme, wenn es ums Putzen ging, sei es nun beim Auto, unserer Wohnung oder der Garage. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben, und man lernt viel über die das Leben im Zen-Kloster in Tokyo. Gleichzeitig wird einem in dem Buch auch vermittelt, das Putzen aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Man betrachtet das Aufräumen plötzlich nicht mehr bloss als notwendiges Übel, sondern kann darin plötzlich etwas Befreiendes und Befriedigendes erkennen! Für mich eine super Lektüre, die ich jedem Reinigungsmuffel empfehlen würde!

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Ich bin ein großer Ordnungsliebhaber und kann es meiner Familie, leider nur sehr schwer vermitteln. Ich bin dankbar dieses Buch gefunden zu haben und meinem Mann zu überreichen, welcher häufig gar keinen Sinn im ausmisten oder auch professionellen reinigen sieht. Das Buch umfasst kurze und prägnante Kapitel, welche in jedem Lebensbereich angewendet werden können. Selbst Körperpflege und die seelische Reinigung des geringen Besitzes werden genau erläutert. Ein tolles Geschenk für alle Putzmuffel.

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Shoukei Matsumoto ist Priester eines Zen-Klosters in Tokyo. In kurzen Kapitel stellt er in seinem Buch typisch japanische Kleidungsstücke und Werkzeuge vor, beschreibt das Leben, den Tagesablauf und den Rhythmus der Jahreszeiten im Tempel. Es geht um die Reinigung des Hauses und des Gartens, des Körpers und des Geistes. Japan ist eine Kultur mit einer starken Tradition. Heutzutage werden im Kloster immer noch Arten von Kleidungsstücken getragen, die es bereits vor vielen Jahrhunderten gab. Werkzeuge und Gewänder werden gepflegt und repariert. “Statt immer Neuem hinterherzujagen, sollten wir lange mit den Dingen zusammenleben.” Nachhaltigkeit Das Thema der Nachhaltigkeit wird immer wichtiger. Der Autor nennt es nicht explizit Nachhaltigkeit. Er schreibt stattdessen davon, “Dingen gegenüber ein Gefühl der Dankbarkeit zu empfinden”. Ich erinnere mich an eine Szene aus Marie Kondos Buch “Magic Cleaning”, in der sie ein Paar Turnschuhe zur Mülltonne bringt und sich von ihnen verabschiedet. Für manche mag dies albern klingen. Aber wie oft kaufen wir unbewusst etwas ein, von dem wir schon 10 Exemplare irgendwo im Schrank rumfliegen haben? Und braucht man wirklich einen Staubsaugerroboter? Wieso wischt man nicht einfach selbst die Böden seiner Wohnung, statt ins Fitness-Studio zu gehen? Sehr gut hat mir gefallen, dass die Schülerinnen und Schüler in Japan sich an der Reinigung ihrer Schule beteiligen. Genauso wie alle Mitglieder einer Familie gemeinsam das Haus putzen. Der Rollentausch hilft dabei, jede Rolle kennen zu lernen. Damit steigt die Achtung und die Rücksichtnahme in der Gemeinschaft. Alle packen alle mit an. Jeder, der mitarbeitet, wird zukünftig sorgfältiger mit den Dingen umgehen. Wenn Menschen diese Geisteshaltung zuhause lernen - wie werden sie dann die Umwelt behandeln? Sicherlich pfleglicher. “Wer die Dinge nicht achtet, achtet auch nicht den Menschen.” Das Reinigen der Lampen wird mit dem Bild, das Licht des Geistes anzuzünden, assoziiert. Das Reinigen der Fenster mit dem “Rechten Sehen”. Machen mag das zu esoterisch erscheinen. Aber warum nicht bewusst darauf achten, was man tut? Man könnte das Reinigen der Lampen auch mit einer anderen, persönlicheren Metapher verbinden: Dankbarkeit dafür, dass man ein Dach über dem Kopf hat, vor Regen und Kälte geschützt ist. Warum sollte man dies tun? Was glaubst du, wie sich dein Gefühl verändert, wenn du deine Gedanken beim Putzen auf Dankbarkeit richtest, statt dich zu ärgern? Gerade in der heutigen Zeit, bei denen unser Geist oft von Informationen überschwemmt ist, kann eine ruhige, aufgeräumte Umgebung ein Gegengewicht bilden. Im Äußeren Ordnung zu schaffen, kann helfen, den Geist zu klären. Alle Dinge sollten einen festen Platz haben. Saubermachen gleich zu erledigen führt zu einem guten Gewissen und geistiger Ruhe. Das Büchlein enthält sehr einige sehr hilfreiche Gedanken, die einen dazu ermutigen das Putzen mit einem neuen Blick zu sehen und mit einer positiven Einstellung auszuüben.

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Für die meisten von uns ist Putzen wohl vor allem eine lästige Tätigkeit, die man so schnell wie möglich hinter sich bringen will. Aggressive Putzmittel und spezielle technische Geräte sollen uns dabei helfen, so wenig Zeit und Mühe wie nur möglich in eine saubere Wohnung zu investieren. Ganz anders ist das zum Beispiel in buddhistischen Zen-Klöstern, in denen Putzen als meditative Kunst praktiziert wird. Es geht nicht primär um Schnelligkeit, sondern um die Gründlichkeit und Aufmerksamkeit, mit der diese Arbeit ausgeführt wird. Die investierte Mühe – so die Theorie – ist wohltuend für den Charakter und das Ergebnis erlaubt Besuchern und Bewohnern, sich in ihrem Umfeld ruhig und konzentriert zu fühlen. Man sollte sich bei diesem Buch bewusst sein, dass es von einem (ehemaligen) japanischen buddhistischen Mönch geschrieben wurde, weshalb sich auch kein ausgefertigter Haushaltsplan für die fünffache alleinerziehende Mutter aus Wanne-Eickel darin findet. Auch bietet der Autor keinerlei Abkürzungen an, mit denen man zum Beispiel in fünf Minuten pro Tag einen perfekten Haushalt bekommt. Stattdessen erhält man einen seltenen Einblick in das Leben im Kloster, jenseits von Meditation und Ritus. In den einzelnen Kapiteln, die sich etwa mit allgemeinem Arbeitsmaterial, verschiedenen Zimmern oder dem Gartenbereich befassen, erläutert der Autor die Vorgehensweise in seinem Tempel. Er geht darauf ein, welche Kleidung getragen wird und warum, wie und wann geputzt wird, welche natürlichen Putzmittel für die jeweiligen Bereiche verwendet werden und wie am Ende das Arbeitsmaterial selbst gepflegt wird. Wiederholt widmet er sich auch dem Thema der Wiederverwertung und Reparatur von Gegenständen und Kleidung. Leider fallen viele Abschnitte recht kurz aus, obwohl ich mir etwas mehr Details erhofft hatte. Auch wenn der Autor erwähnt, dass etwas ganz leicht selbst zu machen ist, hätte ich mich über die entsprechende Anleitung gefreut. Aufmachung: Das Taschenbuch ist relativ dünn und klein, weshalb es leicht und angenehm in der Hand liegt. Im Inneren befinden sich zahlreiche Illustrationen, die nicht unbedingt notwendig aber doch nett anzuschauen sind. Das Layout ist schlicht und übersichtlich gehalten. Fazit: Ich habe für mich persönlich eine Menge Anregungen und Gedanken gefunden, die ich adaptieren und in mein Leben und meine Putzarbeit integrieren möchte. Ganz unerwartet finden sich auch philosophische Perlen und Geheimtipps, die für mich Gold wert sind. Was und wie viel man am Ende aus dem Buch mit ins eigene Leben nehmen möchte, bleibt am Ende jedem selbst überlassen.

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